Fanfarenzug Multicar Waltershausen e.V.
| Fanfarenzug Multicar-Waltershausen e.V. | |
| Anschrift: | Industriestraße 3, 99880 Waltershausen |
| E-Mail: | fanfarenzug.multicar@outlook.de |
| Facebook: | |
| Instagram: | |
| Gründung: | 01.09.1961 |
| Vorstand: | Stand 11/2025: Saskia Amor (1. Vorsitzende), Susanne Albrecht (Stellv. Vorsitzende) |
| Registergericht/-nummer: | Amtsgericht Gotha / VR 140559 (1993) |
Seit 1961 und damit bereits 65 Jahre lang gibt es den Fanfarenzug in Waltershausen, Thüringen.
Organisation
Proben
jeden Donnerstag 17:00-19:30 Uhr in der Industriestraße 3 in Waltershausen (Betriebsgelände Multicar)
Geschichte
Auf Initiative des Leiters der Berufsausbildung Gerhard Dobeneck wurde am 1. September 1961 der Fanfarenzug des VEB Fahrzeugwerk Waltershausen ins Leben gerufen. Erster Übungsleiter war Hugo Keith, der Auszubildenden die Musik näherbrachte. Der Erfolg stellte sich schnell ein, so dass der Fanfarenzug zu betrieblichen Veranstaltungen bereits eingesetzt werden konnte. Von 1963 bis 1967 wechselten verschiedene Übungsleiter, die sich alle mit ganzem Herzen der Musik verschrieben hatten. In den Jahren bis zur Deutschen Wiedervereinigung wurden die Mitglieder größtenteils über die Lehrling des Fahrzeugwerks angeworben. Durch die Unterstützung der Polytechnischen Oberschulen I und II Waltershausen entwickelte sich der Fanfarenzug weiter. Nachdem die Fanfarenzüge der POS I und II aus Waltershausen aufgelöst wurden, kamen viele Mitglieder aus diesen Gruppen zum Verein dazu. Dadurch gab es zeitweise über 50 Mitglieder.
In den Jahren 1972 bis 1975 wurde die Einstufung des Fanfarenzuges durch den ehemaligen Rat des Kreises, Abteilung Kulturarbeit vorgenommen. Der Verein erhielt die Einstufung in die „Mittelstufe gut“. Ein Höhepunkt in diesen Jahren war die 1200 Jahrfeier der Kreisstadt Gotha.
Im Jahr 1973 erhielt der Fanfarenzug die Aufforderung zur Teilnahme an den „Weltfestspiele der Jugend und Studenten“ in Berlin. Dazu fanden mit dem Bezirksmusikkorps Erfurt gemeinsame Trainingslager in Dreißigacker (bei Suhl) und in der Volksrepublik Polen statt. Um die Gemeinschaft weiter zu festigen, fanden in den Folgejahren verschiedene Trainingslager in Devin (Stralsund) und Kühlungsborn statt. Die Jahre bis zur Wende waren geprägt von einer guten Vereinsarbeit und somit für viele Jugendliche ein sicherer Treffpunkt in deren Freizeit.
1993 wurde von den noch vorhandenen Mitgliedern der eigenständige Verein gegründet. Mit der Satzung wurde der Fanfarenzug „Multicar Waltershausen“ e. V. gerichtlich im Vereinsregister eingetragen. Es folgten nun auch Auftritte in den alten Bundesländern. Der Verein fuhr zum Beispiel nach Lorsch (Hessen) zu einem Karnevalsumzug, nach Korbach, Partnerstadt von Waltershausen, zum Hessentag oder zu einer Spendenveranstaltung der Josè Carreras Stiftung nach Sontra. Trotzdem wurde es von Jahr zu Jahr schwieriger neue Mitglieder zu gewinnen. Die Jugendlichen hatten andere Interessen.
Der damalige Vorsitzende Hartmut Schneider und das Mitglied Siegfried Keith gingen in den Grund- und Realschulen im Umkreis von Waltershausen zu Vorstellungen des Vereins. Ein paar Jugendlichen wurden gefunden und ausgebildet, aber es blieben am Ende der Schulzeit nur wenige übrig. Auch der nächste Vorsitzende Frank Große hatte mit Siegfried Keith eine AG in der Realschule in Mechterstädt gegründet und mit viel Angaement diese drei Schuljahre lang wöchentlich durchgeführt. Nachdem die Kinder ausgebildet waren, fehlte oft die Unterstützung der Elter, die interessierten Jugendlichen zu den Übungsstunden nach Waltershausen zu bringen, so dass auch hier kein langfristiger Nachwuch entstand. Die Unterstützung durch den Betrieb, heute als Hako GmbH, Werk Waltershausen wurde durch die verschiedenen Werkleiter reduziert, dass nun nur die Bereitstellung der Übungsräume kostenfrei übrigblieb.
Die folgenden Jahre waren voller Schwierigkeiten. Seit 2018 war es viele Jahre ruhig um den Verein[1]. Ab 2020 waren die verbliebenen Mitglieder nicht mehr spielfähig. Die Übungsstunden wurden reduziert und es wurden nur noch kleine Auftritte zu Geburtstagen oder Feierlichkeiten in kleinen Gemeinden und dem Sommerfest des HAKO-Werkes durchgeführt. Bei verschiedenen Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür im Verein oder Vorstellung des Vereins bei Dorffesten fand man keine neuen Mitglieder.
So war die Motivation des amtierenden Vorstandes gebrochen, den Verein in irgendeiner Weise voranzubringen. Vor dem Sommerfest im HAKO-Werk Waltershausen im Jahr 2025 kamen Gerücht auf, der Verein würde sich auflösen. Dies kam auch ehemaligen Mitglieder zu Ohren, die einige „Alte “ aktivierten und durch kurzfristige Übungsstunden den Verein für das Sommerfest wieder spielfähig machten. Nach dem Fest wurde mit allen Ehemaligen gesprochen, wer Interesse hat, dem Verein wieder beizutreten und fast alle Teilnehmer dieser Rettungsaktion wurden wieder Mitglieder.
Der nun lange Zeit bestandene Vorstand aus Frank Große (1. Vorsitzender), Theo Lorenz (Stellv. Vorsitzender), Bärbel Keith (Kassenwart), Peggy Gleitsmann (Schriftführer) wurde im November ersetzt durch Saskia Amor (1. Vorsitzende) und Susanne Albrecht (Stellv. Vorsitzende). Ziel war, das Repertoire wieder zu festigen und auch neue Titel einzustudieren. Durch das Anwachsen der Mitglieder gab es plötzlich Platzprobleme, aber die neue Geschäftsleitung vom HAKO-Werk wusste Abhilfe und stellte wieder den vorhandenen ADE-Saal auf dem Betriebsgelände zur Verfügung.
Anfang 2026 verfügte man über 34 Mitglieder.
Vorgänger
- Fanfarenzug des VEB Fahrzeugwerk Waltershausen

