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DDR-Meisterschaft: Unterschied zwischen den Versionen

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'''DDR-Meisterschaften''' und [[Aufstiegsturnier|Aufstiegsturniere]] waren bis 1990 die dominierenden nationalen und jährlich stattfindenden Wettkämpfe für die [[Spielmannszug|Spielmanns-]] und [[Fanfarenzug|Fanfarenzüge]] sowie [[Schalmeienkapelle|Schalmeienkapellen]] des ehem. Deutschen Turn- und Sportbundes ([[DTSB]]) der [[DDR]].
'''DDR-Meisterschaften''' und [[Aufstiegsturnier|Aufstiegsturniere]] waren bis 1990 die dominierenden nationalen und jährlich stattfindenden Wettkämpfe für die [[Spielmannszug|Spielmanns-]] und [[Fanfarenzug|Fanfarenzüge]] sowie [[Schalmeienkapelle|Schalmeienkapellen]] des ehem. Deutschen Turn- und Sportbundes ([[DTSB]]) der [[DDR]].


Anfangs wurden sie als Bestenermittlung ausgetragen, änderten dann aber den Namen. Inhaltlich machte das jedoch keinen Unterschied.
Anfangs wurden sie als ''DDR-Bestenermittlung'' ausgetragen, änderten dann aber den Namen auf Beschluss während einer Tagung der Zentralen Spielleutekommission am 18. und 19. Mai 1968 in Leipzig<ref>Der Tambour 5/1968</ref>. Inhaltlich machte das jedoch vorerst keinen Unterschied, abgesehen vom Titel „DDR-Meister“ für den Sieger.


== Entwicklung ==
== Entwicklung ==
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* 1987 wegen VIII. Turn– und Sportfest in Leipzig
* 1987 wegen VIII. Turn– und Sportfest in Leipzig


1972 sollte der Turnus der DDR-Meisterschaften aufgrund dieser absehbaren Zusatzbelastung grundsätzlich auf zweijährig (nur gerade Jahreszahlen) verändert werden.<ref>Der Tambour 1/1972</ref> Allerdings wurde diese Entscheidung dann bereits 1975 wieder fallen gelassen.
1972 sollte der Turnus der DDR-Meisterschaften aller Genres aufgrund dieser absehbaren Zusatzbelastung grundsätzlich auf zweijährig (nur gerade Jahreszahlen) verändert werden.<ref>Der Tambour 1/1972</ref> In den ungeraden Jahren ohne zentrale Wettkämpfe sollten zumindest die Spielmannszüge der Sonderklasse und Leistungsklasse I stattdessen ein „DDR-offenes Pokalturnier“ austragen, welches freiwillig war und weder Auf-noch Abstieg bedeutete. Allerdings wurden diese Entscheidungen wieder fallen gelassen und 1975 fanden normal alle Meisterschaften statt.


Die letzten DDR-Meisterschaften im Jahr 1990 wurden vom neu gegründeten [[Musik- und Spielleuteverband des DTSB der DDR|MSV des DTSB der DDR]] veranstaltet.
Die letzten DDR-Meisterschaften im Jahr 1990 wurden vom neu gegründeten [[Musik- und Spielleuteverband des DTSB der DDR|MSV des DTSB der DDR]] veranstaltet.


'''Spielmannszüge'''
=== Spielmannszüge ===
 
Mit den [[Rödertaltreffen]] am 1958 begann der überregionale Leistungsvergleich zuerst bei den Spielmannszügen und später auch den Schalmeienkapellen. Das fünfte Treffen war das letzte im Rödertal und gleichzeitig die erste ''DDR-Bestenermittlung''. Diese Bestenermittlungen bestanden nur aus einem Pflicht-Durchgang und wurden sowohl als DDR-Bestenermittlung Sonderklasse als auch DDR-Bestenermittlunk LK I ausgetragen. Letzteres wurde dann unter dem Begriff ''Aufstiegsturnier'' weitergeführt.
Mit den [[Rödertaltreffen]] am 1958 begann der überregionale Leistungsvergleich zuerst bei den Spielmannszügen und später auch den Schalmeienkapellen. Das fünfte Treffen war das letzte im Rödertal und gleichzeitig die erste ''DDR-Bestenermittlung''. Diese Bestenermittlungen bestanden nur aus einem Pflicht-Durchgang und wurden sowohl als DDR-Bestenermittlung Sonderklasse als auch DDR-Bestenermittlunk LK I ausgetragen. Letzteres wurde dann unter dem Begriff ''Aufstiegsturnier'' weitergeführt.


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Die Nachwuchszüge kämpften ab 1970 um den DDR-Besten, wenngleich die Sonderklasse hier erst 1972 geschaffen wurde. Insbesondere der jährliche [[Pionierpokal]] war vorher der Wettkämpf für die jungen Spielleute.
Die Nachwuchszüge kämpften ab 1970 um den DDR-Besten, wenngleich die Sonderklasse hier erst 1972 geschaffen wurde. Insbesondere der jährliche [[Pionierpokal]] war vorher der Wettkämpf für die jungen Spielleute.


'''Fanfarenzüge'''
=== Fanfarenzüge ===
 
Im Oktober 1970 fand in Potsdam das ''erste Klassifizierungsturnier'' für Fanfarenzüge statt. Bei diesem Wettkampf ging es analog zu den Spielmannszügen um die Einstufung der Züge in die zu bildende [[Sonderklasse]] (SK) und [[Leistungsklasse]] (LK I). In den Jahren nach 1970 kämpften die  Fanfarenzüge der Sonderklasse jährlich um den „DDR-Besten“. Für die LK I ging es beim „Aufstiegsturnier“ um den Sprung zu den Besten. Ab 1978 spielten auch die Fanfarenzüge ihren „DDR-Meister“ aus.
Im Oktober 1970 fand in Potsdam das ''erste Klassifizierungsturnier'' für Fanfarenzüge statt. Bei diesem Wettkampf ging es analog zu den Spielmannszügen um die Einstufung der Züge in die zu bildende [[Sonderklasse]] (SK) und [[Leistungsklasse]] (LK I). In den Jahren nach 1970 kämpften die  Fanfarenzüge der Sonderklasse jährlich um den „DDR-Besten“. Für die LK I ging es beim „Aufstiegsturnier“ um den Sprung zu den Besten. Ab 1978 spielten auch die Fanfarenzüge ihren „DDR-Meister“ aus.


Der [[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Fanfarenzug Potsdam]] gewann alle DDR-Meisterschaften der Fanfarenzüge.  
Der [[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Fanfarenzug Potsdam]] gewann alle DDR-Bestenermittlungen und -Meisterschaften der Fanfarenzüge.  


Nach 1990 wurde der Wettkampf für die noch spielfähigen Fanfarenzüge durch den Initiator [[Bernd Schenke]] als „Offene Meisterschaft für Naturtonfanfarenzüge des MTB” weitergeführt, 1998 in „[[Fanfaronade]]” umbenannt und bis 2017 jährlich ausgetragen.  
Nach 1990 wurde der Wettkampf für die noch spielfähigen Fanfarenzüge durch den Initiator [[Bernd Schenke]] als „Offene Meisterschaft für Naturtonfanfarenzüge des MTB” weitergeführt, 1998 in „[[Fanfaronade]]” umbenannt und bis 2017 jährlich ausgetragen.  
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* Da bereits ab 1967 eine zentrale [[Wettkampfordnung]] verfasst wurde (mit enstprechenden regelmäßigen Anpassungen), gab es klare Vorgaben, was zusätzlich zu o.g. Punkten zu einer Disqualifikation und damit zum Abstieg aus der Klasse führen konnte.
* Da bereits ab 1967 eine zentrale [[Wettkampfordnung]] verfasst wurde (mit enstprechenden regelmäßigen Anpassungen), gab es klare Vorgaben, was zusätzlich zu o.g. Punkten zu einer Disqualifikation und damit zum Abstieg aus der Klasse führen konnte.


== Meisterschaften nach Genre ==
== Veranstaltungen und Ergebnisse nach Genre ==
{{Kommentar|TEXT=Die Ergebnisse sind mangels einer zentraler oder einheitlichen Überlieferung nur bruchstückhaft vorhanden und werden so gut es geht ergänzt.}}
{{Kommentar|TEXT=Die Ergebnisse sind mangels einer zentraler oder einheitlichen Überlieferung nur bruchstückhaft vorhanden und werden so gut es geht ergänzt.}}


* [[DDR-Bestenermittlung der Nachwuchs-Spielmannszüge]] 1970-1971
* [[DDR-Bestenermittlungen der Pionierspielmannszüge]] 1970-1971
* [[DDR-Meisterschaft der Nachwuchs-Spielmannszüge]] 1972-1990
* [[DDR-Meisterschaften der Pionierspielmannszüge|DDR-Meisterschaften der Nachwuchsspielmannszüge]] 1972-1990
* [[DDR-Bestenermittlung der Erwachsenen-Spielmannszüge]] 1966-1968
* [[DDR-Bestenermittlungen der Erwachsenen-Spielmannszüge]] 1966-1968
* [[DDR-Meisterschaft der Erwachsenen-Spielmannszüge]] 1970-1990
* [[DDR-Meisterschaften der Erwachsenen-Spielmannszüge]] 1970-1990
 
* [[DDR-Bestenermittlungen der Fanfarenzüge]] 1970-1976
=== DDR-Bester der Fanfarenzüge ===
* [[DDR-Meisterschaften der Fanfarenzüge]] 1978-1990
{| class="wikitable"
* [[DDR-Bestenermittlungen der Schalmeienkapellen]] 1970-1976
|-
* [[DDR-Meisterschaften der Schalmeienkapellen]] 1978-1990
! Datum!! Ort !! Platzierungen
|-
| 1970 || Potsdam
|''Klassifizierungsturnier''
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|
|
|-
|2
|SG „Ernst Thälmann” Berlin-Friedrichshain
|
|}
|-
| 08./09.05.1971 || Henningsdorf
|
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|SG Dynamo Potsdam
|
|-
|2
|BSG Einheit Pädagogik NO Leipzig
|
|-
|3
|SG „Ernst Thälmann” Berlin-Friedrichshain
|
|-
|4
|SG Dynamo NW Berlin
|
|}
|-
| 26.07.1972 || Berlin
|Im Rahmen der IV. [[Kinder- und Jugendspartakiade der DDR]] führten die Fanfarenzüge der Leistungsklasse ein zentrales „Pokalturnier” als Ersatz für die ausfallende „DDR-Bestenermittlung“ durch. Der Seger bekam jedoch keinen Titel.
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
! colspan="3" |Naturfanfaren
|-
|1
|SG Dynamo Potsdam
|57,10
|-
|2
|BSG Einheit Pädagogik Leipzig
|55,48
|-
|3
|BSG Stahl Hennigsdorf
|53,05
|-
|4
|SG Dynamo NW Berlin
|49,00
|-
| -
|SG „Ernst Thälmann“ Berlin
|disqu.
|-
! colspan="3" |Ventilfdanfaren
|-
|1
|BSG Lok Mitte Leipzig
|55,35
|-
|2
|SG Dynamo Mühlhausen
|51,90
|}
|-
| 1974 ||Potsdam
|
|-
| 1975 ||
|
|-
| 1976 || Hettstedt ||
|}
 
=== DDR-Meisterschaften der Fanfarenzüge ===
{| class="wikitable"
|-
!  !! Datum !! Ort !! Platzierungen
|-
| 1. || 07.-09.07.1978<ref>https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/query/detail.aspx?ID=2481504 Abgerufen am 18.08.2025</ref>|| Ziegelrode ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|?
|
|-
|3
|[[Fanfarenzug Greiz e.V.|Greiz]]
|
|}
|-
| 2. || 1979 ||Elsterberg ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|
|
|-
|3
|Hoyerswerda
|
|}
|-
| 3. || 1980 || Hettstedt ||[[Datei:Medaille DDRMeisterschaft1980 gold.jpg|mini|Goldmedaille von 1980]]
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|
|
|-
|3
|Hoyerswerda
|
|}
|-
| 4. || 1981 || Colditz||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|}
|-
| 5. || 15.05.1982 || Potsdam ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|?
|
|-
|3
|[[Fanfarenzug des KSC Strausberg e.V.|Strausberg]]
|
|}
|-
| 6. || 12.05.1984 || Hoyerswerda ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|?
|
|-
|3
|?
|
|-
|4
|[[Fanfarenzug des KSC Strausberg e.V.|Strausberg]]
|
|}
|-
| 7. || 26.05.1985 || Ilmenau ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|[[Fanfarenzug des KSC Strausberg e.V.|Strausberg]]
|
|}
|-
| 8. || 24.05.1986 || Strausberg ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|?
|
|-
|3
|[[Fanfarenzug des KSC Strausberg e.V.|Strausberg]]
|
|}
|-
| 9. || 1988 || Hettstedt||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|
|
|-
|3
|
|
|-
|4
|
|
|-
|5
|
|
|-
|6
|
|
|-
|7
|Bachra
|
|}
|-
| 10. || 1989 || Potsdam ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|Potsdam]]
|
|-
|2
|Ilmenau
|
|-
|3
|?
|
|-
|4
|?
|
|-
|5
|?
|
|-
|6
|?
|
|-
|7
|[[Stadtfanfarenzug Markkleeberg e.V.|BSG Medizin Markkleeberg]]
|
|}
|-
| 11. || 19.05.1990 || Eilenburg ||
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="3" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Gesamt
|-
|1
|[[SG Fanfarenzug Potsdam e.V.|SG Fanfarenzug Potsdam]]
|26,15
|57,33
|92,58
|-
|2
|[[Fanfarenzug des KSC Strausberg e.V.|ASG Vorwärts Strausberg]]
|22,80
|52,77
|82,97
|-
|3
|[[Fanfarenzug Hoyerswerda e.V.|SG Pionierhaus Hoyerswerda]]
|22,05
|52,90
|82,25
|-
|4
|[[Fanfarenzug Ilmenau 1978 e.V.|BSG Chemie Ilmenau]]
|22,55
|52,44
|81,69
|-
|5
|[[Stadtfanfarenzug Markkleeberg e.V.|BSG Medizin Markkleeberg]]
|18,30
|42,64
|76,44
|-
|6
|[[Fanfarenzug Eilenburg e.V.|BSG EBAWE Eilenburg]]
|19,65
|47,96
|75,06
|-
|7
|[[Verein für Fanfarenmusik Bachra e.V.|SG Bachra]]
|19,55
|44,50
|70,63
|}Plicht maximal 30 Punkte, Kür maximal 60 Punkte, Gesamt maximal 100 Punkte mit Schwierigkeitsgrad und Strafskala; Titel der Pflicht: [[Atlantis]], [[Hoch Halle]] und [[Präsentiermarsch]]
|}
 
=== DDR-Bestenermittlung der Schalmeien (Leistungsklasse I) ===
{| class="wikitable"
|-
! !! Datum !! Ort !! Platzierungen
|-
|1.
|16./17.05.1970
|Luckenau
|
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|Stahl Maxhütte
|
|-
|2
|SG Dynamo Hohenschönhausen (Ernst Thälmann Berlin)
|56,44
|-
|3
|BSG Aktivist Luckenau
|
|-
|4
|BSG Traktor Großpösna
|
|-
|5
|
|
|}
Weitere Teilnehmer mit unbek. Ergebnis: BSG Stahl Maxhütte, Empor Plauen, Aufbau Hoyerswerda, Dynamo Grimma
|-
|2.
|11./12.09.1971
|Luckenau
|
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|BSG Aktivist Luckenau
|
|-
|2
|BSG Stahl Maxhütte
|
|-
|3
|Dynamo Berlin-Hohenschönhausen (Ernst Thälmann Berlin)
|56,50
|-
|4
|BSG Empor Plauen (Erstatarter in LK I)
|
|-
|5
|BSG Traktor Großpösna
|
|}
|-
|3.
|23./24.06.1972
|Plauen
|
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|BSG Aktivist Luckenau
|54,85
|-
|2
|BSG Stahl Maxhütte
|56,65
|-
|3
|BSG Empor Plauen
|53,43
|-
|4
|SG Dynamo Hohenschönhausen
|53,13
|-
|5
|BSG Fortschritt Falkenstein
|50,43
|-
|6
|BSG Traktor Großpösna
|49,48
|}
SG Dynamo Grimma nicht angetreten
|-
| 4.|| 07./08.09.1974 || Lauchhammer ||
{| class="wikitable"
! rowspan="2" |Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="3" |Punkte
|-
!1. Wertung
!2. Wertung
!Gesamt
|-
|1
|BSG Aktivist Luckenau
|47,65
|51,50
|49,575
|-
|2
|BSG Empor Plauen
|46,30
|49,50
|47,90
|-
|3
|SG Dynamo Berlin-Hohenschönhausen
|43,45
|44,75
|44,10
|-
|4
|BSG Zinna-Welsau
|43,10
|43,00
|43,05
|-
|5
|BSG Lok Brandenburg
|41,45
|42,15
|41,80
|-
| -
|BSG Stahl Maxhütte
| --
| --
| --
|-
| -
|BSG Fortschritt Falkenstein
| --
| --
| --
|}
|-
| 5.|| 05.07.1975 || Rathenow ||
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|
|
|-
|2
|
|
|-
|3
|
|
|-
|4
|SG Dynamo Berlin-Hohenschönhausen
|47,25
|-
|5
|BSG Lok Brandenburg
|
|}
|-
|6.
|02.-04.07.1976
|Luckenau
|
{| class="wikitable"
!Platz
!Verein
!Punkte
|-
|1
|
|
|-
|2
|
|
|-
|3
|
|
|-
|4
|SG Dynamo Berlin-Hohenschönhausen
|44,03
|-
|5
|
|
|}
Teilnehmer: SG Zinna-Welsau, BSG Empor Plauen, SG Kleinreinsdorf, Stahl Maxhütte, Aktivist Luckenau, Motor Rathenow
|}
 
=== DDR-Meisterschaft der Schalmeien (Sonderklasse) ===
{| class="wikitable"
|-
!  !! Datum !! Ort !! Platzierungen
|-
| 1. || 1978 || Malchin ||
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
|
|
|
|
|
|
|-
|2
|
|
|
|
|
|
|-
|3
|BSG Lok Brandenburg
|
|
|
|
|
|}
|-
| 2. || 1979 || Colditz ||
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
|
|
|
|
|
|
|-
|2
|BSG Stahl Maxhütte
|
|
|
|
|
|-
|3
|BSG Lok Brandenburg
|
|
|
|
|
|}
|-
| 3. || 23./24.05.1980 || Plauen |Plauen
|
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz<ref>Der Tambour 5/1980</ref>
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwierigkeitsgrad
!Gesamt
|-
|1
|Vorwärts Zinna
|34,40
|37,50
|10,0
|5,20
|92,10
|-
|2
|BSG Stahl Maxhütte
|31,05
|33,25
|10,0
|5,40
|84,70
|-
|3
|Empor Plauen
|29,50
|32,80
|10,0
|5,40
|82,80
|-
|4
|BSG Lok Brandenburg
|30,55
|32,40
|10,0
|4,80
|82,75
|-
|5
|Motor Rathenow
|28,40
|29,55
|10,0
|4,40
|77,35
|-
|6
|SG Kleinreinsdorf
|28,25
|27,10
|10,0
|4,50
|74,85
|}
|-
| 4. || 1981 || Dessau ||
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
|BSG Vorwärts Zinna
|28,85
|33,85
|10,0
|6,4
|79,10
|-
|2
|SG Dynamo Berlin-Hohenschönhausen
|27,00
|31,20
|10,0
|5,7
|73,90
|-
|3
|BSG Stahl Maxhütte
|27,15
|30,25
|10,0
|6,4
|73,80
|-
|4
|BSG Stahl WW Hettstedt
|27,25
|27,25
|10,0
|5,1
|69,60
|-
|5
|Motor Rathenow
|23,15
|25,60
|10,0
|4,3
|63,05
|-
|6
|Lok Brandenburg
|23,55
|22,30
|10,0
|4,8
|60,65
|}Empor Plauen trat nicht an, wollte damit gegen die nach eigenen Angaben ungerechte Bewertung aus 1980 protestieren.
|-
|5.
|11.-13.06.1982
|Neugersdorf
|
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
|
|
|
|
|
|
|-
|2
|
|
|
|
|
|
|-
|3
|SG Dynamo Berlin-Schönhausen
|
|
|
|
|81,40
|}
|-
| 6. || 30.06.-01.07.1984 || Wolmirstedt ||
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
|BSG Stahl Maxhütte
|29,45
|33,65
|10,0
|6,30
|79,20
|-
|2
|SG Dynamo Berlin-Schönhausen
|29,00
|32,75
|10,0
|7,00
|78,75
|-
|3
|BSG Vorwärts Zinna
|28,40
|32,80
|10,0
|6,60
|78,30
|-
|4
|Empor Plauen
|27,45
|28,05
|10,0
|6,50
|72,00
|-
|5
|BSG Stahl Hettstedt
|29,45
|26,10
|10,0
|6,10
|71,65
|-
|6
|BSG Lok Brandenburg
|27,50
|26,35
|10,0
|4,80
|68,65
|-
|7
|Motor Rathenow
|24,95
|26,15
|10,0
|5,30
|66,40
|}
Brandenburg nach eigenen Angaben 5.
 
Ergebnis lt Chronik Schönhausen.
|-
|7.
|26.-27.10.1985
|Saalfeld
|
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
|BSG Stahl Maxhütte
|
|
|
|
|
|-
|2
|
|
|
|
|
|
|-
|3
|
|
|
|
|
|
|-
|4
|
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|-
|5
|SG Dynamo Berlin-Schönhausen
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|73,25
|}
|-
|8.
|31.05.1986
|Dessau
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{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
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|1
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|-
|2
|
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|
|
|-
|3
|SG Dynamo Berlin-Schönhausen
|33,15
|35,60
|10,0
|5,70
|84,45
|}
|-
|9.
|11./12.06.1988
|Klein Mühlingen
|
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
|
|
|
|
|
|
|-
|2
|
|
|
|
|
|
|-
|3
|SG Dynamo Berlin-Schönhausen
|
|
|
|
|76,71
|}
|-
|10.
|1989
|Zinna
|
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| 11.
|16./17.06.1990
|Frauendorf
|
{| class="wikitable"
|-
! rowspan="2" | Platz
! rowspan="2" |Verein
! colspan="5" |Punkte
|-
!Pflicht
!Kür
!Strafskala
!Schwier.
!Gesamt
|-
|1
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|
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|-
|2
|Berlin-Hohenschönhausen
|
|
|
|
|91,15
|-
|3
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|}
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=== DDR-Meisterschaft der Fanfaren- und Blasorchester ===
=== DDR-Meisterschaft der Fanfaren- und Blasorchester ===

Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 15:01 Uhr

DDR-Meisterschaften und Aufstiegsturniere waren bis 1990 die dominierenden nationalen und jährlich stattfindenden Wettkämpfe für die Spielmanns- und Fanfarenzüge sowie Schalmeienkapellen des ehem. Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) der DDR.

Anfangs wurden sie als DDR-Bestenermittlung ausgetragen, änderten dann aber den Namen auf Beschluss während einer Tagung der Zentralen Spielleutekommission am 18. und 19. Mai 1968 in Leipzig[1]. Inhaltlich machte das jedoch vorerst keinen Unterschied, abgesehen vom Titel „DDR-Meister“ für den Sieger.

Entwicklung

Aufgrund von zentralen Großveranstaltungen, zu denen die leistungsstärksten Spielleute eine gemeinsame Musikschau durchführten, wurde in nachfolgenden Jahren auf nationale Meisterschaften aufgrund der zusätzlichen Belastung verzichtet:

  • 1969 wegen V. Turn- und Sportfest in Leipzig
  • 1973 wegen X. Weltfestspiele in Berlin
  • 1977 wegen VI. Turn– und Sportfest in Leipzig
  • 1983 wegen VII. Turn– und Sportfest in Leipzig
  • 1987 wegen VIII. Turn– und Sportfest in Leipzig

1972 sollte der Turnus der DDR-Meisterschaften aller Genres aufgrund dieser absehbaren Zusatzbelastung grundsätzlich auf zweijährig (nur gerade Jahreszahlen) verändert werden.[2] In den ungeraden Jahren ohne zentrale Wettkämpfe sollten zumindest die Spielmannszüge der Sonderklasse und Leistungsklasse I stattdessen ein „DDR-offenes Pokalturnier“ austragen, welches freiwillig war und weder Auf-noch Abstieg bedeutete. Allerdings wurden diese Entscheidungen wieder fallen gelassen und 1975 fanden normal alle Meisterschaften statt.

Die letzten DDR-Meisterschaften im Jahr 1990 wurden vom neu gegründeten MSV des DTSB der DDR veranstaltet.

Spielmannszüge

Mit den Rödertaltreffen am 1958 begann der überregionale Leistungsvergleich zuerst bei den Spielmannszügen und später auch den Schalmeienkapellen. Das fünfte Treffen war das letzte im Rödertal und gleichzeitig die erste DDR-Bestenermittlung. Diese Bestenermittlungen bestanden nur aus einem Pflicht-Durchgang und wurden sowohl als DDR-Bestenermittlung Sonderklasse als auch DDR-Bestenermittlunk LK I ausgetragen. Letzteres wurde dann unter dem Begriff Aufstiegsturnier weitergeführt.

Nach 1969, wo kein nationaler Wettkampf stattfand, wurde für die Spielmannszüge der Begriff der DDR-Meisterschaft verwendet.

Die Nachwuchszüge kämpften ab 1970 um den DDR-Besten, wenngleich die Sonderklasse hier erst 1972 geschaffen wurde. Insbesondere der jährliche Pionierpokal war vorher der Wettkämpf für die jungen Spielleute.

Fanfarenzüge

Im Oktober 1970 fand in Potsdam das erste Klassifizierungsturnier für Fanfarenzüge statt. Bei diesem Wettkampf ging es analog zu den Spielmannszügen um die Einstufung der Züge in die zu bildende Sonderklasse (SK) und Leistungsklasse (LK I). In den Jahren nach 1970 kämpften die Fanfarenzüge der Sonderklasse jährlich um den „DDR-Besten“. Für die LK I ging es beim „Aufstiegsturnier“ um den Sprung zu den Besten. Ab 1978 spielten auch die Fanfarenzüge ihren „DDR-Meister“ aus.

Der Fanfarenzug Potsdam gewann alle DDR-Bestenermittlungen und -Meisterschaften der Fanfarenzüge.

Nach 1990 wurde der Wettkampf für die noch spielfähigen Fanfarenzüge durch den Initiator Bernd Schenke als „Offene Meisterschaft für Naturtonfanfarenzüge des MTB” weitergeführt, 1998 in „Fanfaronade” umbenannt und bis 2017 jährlich ausgetragen.

Bestimmungen

  • Teilnahmeberechtigt waren nur Züge der Sonderklasse bzw. höchste Leistungsklasse (für Jahre in denen einige Genres noch keine Sonderklasse hatten). Die Einteilung der Klassen erfolgte durch die ZSK auf Basis der Ergebnissen der Wettkämpfe des Vorjahres.
  • Der Wettkampf bestand aus einem Pflicht- und Kür-Durchgang. Züge, die nicht bei allen Durchgängen der Wettkämpfe antreten konnten, wurden zu Absteigern erklärt.
  • Es wurden entsprechende Pflichtmärsche festgelegt, die jeder Zug vorzutragen hatte. Die Nichtbeachtung führte zur Disqualifikation und damit zum Abstieg in die nächstniedriegere Klasse.
  • Alle Züge waren verpflichtet, ebenfalls an der jeweiligen Bezirksmeisterschaft des Jahres teilzunehmen, konnten dabei aber den Titel des Bezirksmeisters nicht erhalten. Ab den 70er Jahren wurde jedoch der Titel des Pokalsiegers an das punkthöchste Kollektiv vergeben, so dass die Züge der Sonderklasse nicht ganz leer ausgingen.
  • Erwachsenen-Spielmannszüge der Sonderklasse wurden ab 1971 nur zum Wettkampf zugelassen, wenn ein Nachwuchs-Zug im Vorjahr an einer Bezirksmeisterschaft teilnahm.
  • Spielgemeinschaften aus verschiedenen Zügen waren nicht startberechtigt.
  • Da bereits ab 1967 eine zentrale Wettkampfordnung verfasst wurde (mit enstprechenden regelmäßigen Anpassungen), gab es klare Vorgaben, was zusätzlich zu o.g. Punkten zu einer Disqualifikation und damit zum Abstieg aus der Klasse führen konnte.

Veranstaltungen und Ergebnisse nach Genre

Die Ergebnisse sind mangels einer zentraler oder einheitlichen Überlieferung nur bruchstückhaft vorhanden und werden so gut es geht ergänzt.

DDR-Meisterschaft der Fanfaren- und Blasorchester

Datum Ort Platzierungen
1986 Triptis
1988 Dessau
1989 Grimma
1990 Mansfeld

Einzelnachweise

  1. Der Tambour 5/1968
  2. Der Tambour 1/1972