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Leistungsklasse: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: „Zur Durchführung von Wettkämpfen des DTSB werden die Züge in verschiedene Klassen, den '''Leistungsklassen''', eingeteilt. Die höchste ist die Sonderklasse. Je Klasse gab es eine maximale Anzahl an Vereinen, die darin eingeteilt werden konnten. Nach jeder Wettkampfsaison (also mehreren Meisterschaften auf regionaler und zentraler Ebene) stiegen die besten (in der Regel drei) Vereine in die nächsthöhere Klasse au…“
 
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Die '''Leistungsklasse''' ist eine Unterteilung der Züge je Genre entsprechend deren Leistungen bei den [[Wettkämpfe|Wettkämpfen]].  
Zur Durchführung von Wettkämpfen des [[DTSB]] werden die Züge in verschiedene Klassen, den '''Leistungsklassen''', eingeteilt. Die höchste ist die [[Sonderklasse]].


== Regelungen im DTSB bis 1990 ==
Je Klasse gab es eine maximale Anzahl an Vereinen, die darin eingeteilt werden konnten. Nach jeder Wettkampfsaison (also mehreren Meisterschaften auf regionaler und zentraler Ebene) stiegen die besten (in der Regel drei) Vereine in die nächsthöhere Klasse auf und die (meistens drei) schlechtesten Züge stiegen in die nächsttiefere Klasse ab, bis die maximale Anzahl an Vereinen in jeder Klasse wieder erreicht ist. Die genauen Bedingungen für den Auf- und Abstieg wurden in der [[Klassifizierungsordnung]] festgelegt, die genaue [[Klassifizierung]] der einzelnen Vereine dann nach Abschluss jeder Wettkampfsaison (gültig für die nachfolgende Saison) veröffentlicht.  
Durch die Platzierung der Meisterschaften wurde bestimmt, ob der Zug in die nächsthöhere Klasse aufsteigt oder in eine niedrigere absteigt.


=== Pionierspielmannszüge ===
Die Einteilung erfolgt nach den erreichten Ergebnissen in den Wettkämpfen. Je nach Klasse (und teils abweichend entsprechend der zum Zeitpunkt gültigen Ordnung) gab es eine bestimmte Anzahl Klangkörper, die maximal in einer Klasse sein können. Sofern ein Verein am Ende einer Saison auf- bzw. abgestiegen ist, trat dieser dann in der kommenden Saison in der ihm neu zugeteilten Klasse (mit ggf. anderen Bedingungen) an.
Gültig ab 1971 mit Einführung der Leistungsklassen für Pionierspielmannszüge<ref>Der Tambour, Ausgabe Februar 1971</ref>:


Bereits ab 1. Januar 1972 gab es nur noch Sonderklasse, die Leistungsklasse und die Allgemeine Klasse.<ref>Der Tambour, Oktober 1971</ref>
Da sich die Anzahl an Vereinen zwischen den verschiedenen Genres stark unterschied, gab es auch entsprechend unterschiedliche Abstufungen in den Leistungsklassen. Neben der Sonderklasse als höchstmöglich erreichbar Klasse gab es bei den Erwachsenen-[[Spielmannszug|Spielmannszügen]] zumeist drei Leistungsklassen (LK I, LK II und LK II). Die Nachwuchsspielmannszüge kamen auf zwei Leistungsklassen (LK I und LK II). Da es sehr viel weniger [[Fanfarenzug|Fanfarenzüge]] und [[Schalmeienkapelle|Schalmeienkapellen]] gab, existierte in der Regel nur eine Leistungsklasse.


'''Auf- und Abstieg'''
Zusätzlich zur Sonderklasse und den Leistungsklassen existierte als unterste Einstufung die Allgemeine Klasse. In ihr waren dann alle restlichen Klangkörper eingeordnet, die den Aufstieg in eine der höheren Klassen nicht schafften. Auch Vereine, die noch nicht vorher klassifiziert waren bzw. an Wettkämpfen teilnahmen, starteten dann zuerst in der Allgemeinen Klasse. Mitunter wurden Vereine auch unabhängig ihrer erreichten Klassifizieung als Strafe für Verstöß gegen die [[Wettkampfordnung]] oder anderer Taten direkt in die Allgemeine Klasse herabgesetzt.
 
a) LK I:
 
Die drei Erstplazierten der „DDR-Bestenermittlung“ erhalten Medaillen. Die drei Letztplazierten steigen in die LK II ab und nehmen dort im folgenden Jahr am Kampf um den „Pionierpokal” teil.
 
b) LK II:
 
Die drei Erstplazierten steigen in die LK I auf und nehmen dort im folgenden Jahr an der „DDR-BestenermittJung“ teil.
 
Die zwei Letztplazierten steigen in die „Allgemeine Klasse“ ab (mit Ausnahme des Jahres 1971 — wo es als Übergangslösung keine Absteiger gibt) und nehmen dort im folgenden Jahr an den Bezirksmeisterschaften mit Wertung teil.
 
c) Allgemeine Klasse:
 
Nach Abschluß der Meisterschaften aller Bezirke, steigen die zwei punkthöchsten Kollektive der Republik in die LK II auf und nehmen dort im folgenden Jahr an den Wettkämpfen um den „Pionierpokal” teil.
 
=== Fanfarenzüge ===
Für Fanfarenzüge wurde die Bezeichnung LK 1 ab 1. Januar 1972 gestrichen nur noch eine Leistungsklasse und eine Allgemeine Klasse geführt.<ref name=":0">Der Tambour, Oktober 1971</ref>
 
=== Schalmeienkapellen ===
Für Schalmeienkapellen wurde die Bezeichnung LK 1 ab 1. Januar 1972 gestrichen nur noch eine Leistungsklasse und eine Allgemeine Klasse geführt.<ref name=":0" />
 
== Regelungen ab 1990 ==
Bei den einzelnen [[Landesmeisterschaft|Landesmeisterschaften]] wurden die Leistungsklassen zumindest für [[Spielmannszug|Spielmannszüge]] teilweise beibehalten. Da die [[Wettkampfordnung|Wettkampfregelungen]] für die einzelnen Klassen gesonderte Vorgaben machen, kann jeder Verein dann selbst wählen, in welcher Klassifizierung mit welchen Bedingungen er startet will. Ein Auf- oder Absteigen gibt es nicht mehr, ebenso gilt die Leistungsklasse nicht für andere [[Wettkämpfe]].
[[Kategorie:Begriff]]
[[Kategorie:Begriff]]
[[Kategorie:Wettkampf]]
[[Kategorie:Wettkampf]]

Aktuelle Version vom 24. April 2026, 08:49 Uhr

Zur Durchführung von Wettkämpfen des DTSB werden die Züge in verschiedene Klassen, den Leistungsklassen, eingeteilt. Die höchste ist die Sonderklasse.

Je Klasse gab es eine maximale Anzahl an Vereinen, die darin eingeteilt werden konnten. Nach jeder Wettkampfsaison (also mehreren Meisterschaften auf regionaler und zentraler Ebene) stiegen die besten (in der Regel drei) Vereine in die nächsthöhere Klasse auf und die (meistens drei) schlechtesten Züge stiegen in die nächsttiefere Klasse ab, bis die maximale Anzahl an Vereinen in jeder Klasse wieder erreicht ist. Die genauen Bedingungen für den Auf- und Abstieg wurden in der Klassifizierungsordnung festgelegt, die genaue Klassifizierung der einzelnen Vereine dann nach Abschluss jeder Wettkampfsaison (gültig für die nachfolgende Saison) veröffentlicht.

Die Einteilung erfolgt nach den erreichten Ergebnissen in den Wettkämpfen. Je nach Klasse (und teils abweichend entsprechend der zum Zeitpunkt gültigen Ordnung) gab es eine bestimmte Anzahl Klangkörper, die maximal in einer Klasse sein können. Sofern ein Verein am Ende einer Saison auf- bzw. abgestiegen ist, trat dieser dann in der kommenden Saison in der ihm neu zugeteilten Klasse (mit ggf. anderen Bedingungen) an.

Da sich die Anzahl an Vereinen zwischen den verschiedenen Genres stark unterschied, gab es auch entsprechend unterschiedliche Abstufungen in den Leistungsklassen. Neben der Sonderklasse als höchstmöglich erreichbar Klasse gab es bei den Erwachsenen-Spielmannszügen zumeist drei Leistungsklassen (LK I, LK II und LK II). Die Nachwuchsspielmannszüge kamen auf zwei Leistungsklassen (LK I und LK II). Da es sehr viel weniger Fanfarenzüge und Schalmeienkapellen gab, existierte in der Regel nur eine Leistungsklasse.

Zusätzlich zur Sonderklasse und den Leistungsklassen existierte als unterste Einstufung die Allgemeine Klasse. In ihr waren dann alle restlichen Klangkörper eingeordnet, die den Aufstieg in eine der höheren Klassen nicht schafften. Auch Vereine, die noch nicht vorher klassifiziert waren bzw. an Wettkämpfen teilnahmen, starteten dann zuerst in der Allgemeinen Klasse. Mitunter wurden Vereine auch unabhängig ihrer erreichten Klassifizieung als Strafe für Verstöß gegen die Wettkampfordnung oder anderer Taten direkt in die Allgemeine Klasse herabgesetzt.