Der Tambour/Ausgabe 1975 04

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7. Jahrgang, Ausgabe April 1975

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Aufruf an alle Spielleutesektionen der DDR

  • BSG TRAKTOR LUISENTHAL ruft zur Initiative
  • Hohe Zielstellung des thüringer Spielmannszuges

In einer Mitgliederversammlung in Anwesenheit des Stellvertretenden Vorsitzenden der Zentralen Spielleutekommission, Genossen RUDI PENNDORF, beschlossen die Spielleute des Sonderklassenkollektivs der BSG Traktor Luisenthal einen Aufruf an alle Spielleutesektionen zur Vorbereitung des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR, den Wettbewerb mit höherem Niveau und größerer Einsatzbereitschaft zu führen.

Im Aufruf heißt es:

„Als Spielleutekollektiv des DTSB der DDR wissen wir, daß wir die Aufgaben, die uns vom Fest- und Spartakiadekomitee gestellt wurden, nur dann erfüllen können, wenn wir alle verfügbaren Kräfte und jedes Mitglied unserer Sektion für eine zielgerichtete Mitarbeit begeistern und einsetzen.

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Leipzig ruft die Sportjugend unseres Landes

4500 Spielleute im „Übungsverband Musikschau“

Vorbereitungen haben überall bereits begonnen

Der Bundesvorstand des DTSB der DDR hat am 7. November 1974 den Beschluß gefaßt, in der Zeit vom 25. Juli bis 31. Juli 1977 in Leipzig das VI. Turn- und Sportfest und die VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR durchzuführen.

Dieses Fest der sozialistischen Körperkultur, das unter dem Leitgedanken steht: „Für Gesundheit, Erholung und Lebensfreude, für Leistungsfähigkeit und Leistungsstreben, für Frieden und Sozialismus! Treibt alle Sport!“, nimmt wie die vorangegangenen Feste im gesellschaftlichen Leben unserer Republik einen festen Platz ein.

GENERALPROBE für die Eröffnung des Sportfestes 1969 vor dem Völkerschlachtdenkmal. Auch 1977 wird die feierliche Eröffnung auf der Festwiese des Sportforums zehntausende Einwohner und Gäste in ihren Bann ziehen. Und die Spielleute des DTSB der DDR sind wieder dabei.

In Übereinstimmung mit der auf dem VIII. Parteitag der SED gestellten Hauptaufgabe sowie den Beschlüssen des V. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR über die Rolle und Aufgaben der Körperkultur und des Sports soll dieses Sportereignis der DDR im Jahr 1977 zu einem Bekenntnis der Sportlerinnen und Sportler zur Politik der SED und der Regierung der DDR und zur allseitigen Stärkung des Arbeiter-und-Bauern-Staates durch hohe Leistungen und vielfache Initiativen in Schule, Studium, Beruf und Sport gestaltet werden.

Das wird nicht zuletzt durch die bedeutsame Rede des Genossen Erich Honecker unterstrichen, die er am 14. Februar 1975 anläßlich der Konstituierung des Fest- und Spartakiadekomitees für dieses große Ereignis in Berlin hielt. Klar und richtungweisend waren seine Ausführungen, die alle bisheri-

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Letzte Meldung

Erste Etappe abgeschlossen

Mit der Übergabe der ersten Berichterstattungen der BFA-Spielleute an die Zentrale Spielleutekommission wurde die 1. Etappe des Wettbewerbes der Spielleute abgeschlossen. Nach erfolgter Auswertung und Bestätigung der Ergebnisse wird am 4. Juli 1975 erstmals das Wettbewerbsbanner verliehen.


Im Alter von 19 Jahren wurde völlig unerwartet der Sportfreund

DIETER FLORSTEDT

vom Spielmannszug der BSG MK Ziegelrode aus unserer Mitte gerissen.

Wir verlieren in ihm einen fleißigen und strebsamen Spielmann.

Wir werden unserem Dieter ein ehrendes Andenken bewahren.

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Leipzig ruft die Sportjugend unseres Landes

gen Leistungen würdigten, aber für 1977 neue und höhere Forderungen stellten. Aufgaben also, die von allen, den Funktionären und Aktiven, eine große Einsatzbereitschaft und viel Fleiß erfordern, wenn sie gemeistert werden sollen.

Umfangreiches Programm mit vielfältigem Inhalt

Das Programm der ereignisreichen Tage von Leipzig ist sehr vielfältig und interessant. Es bietet nicht nur die Schönheit der sportlichen Bewegungen und spannende Wettkämpfe, sondern hält auch im kulturellen Bereich und auf dem Gebiet des Volkssports für jeden Interessierten etwas bereit.

Meetings und Feierstunden werden ebenso in das Programm einbezogen sein wie Freundschaftstreffen und festliche Aufführungen in den Theatern der Sportfeststadt.

Ganz sicher wird die Sportschau des DTSB der DDR der Höhepunkt dieser Julitage sein, doch auch die anderen Veranstaltungen sind feste Bestandteile eines umfangreichen Festes.

Spielleute vor erneuter Bewährungsprobe

Nach den zahlreichen und vielseitigen Großveranstaltungen und Sportfesten der Vergangenheit ist das Mitwirken der Spielleute bereits zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

So wird der „Übungsverband Musikschau“ erneut in der großen Sportschau auftreten und dort das gewachsene Niveau demonstrieren.

Darüber hinaus nehmen die in Leipzig weilenden Klangkörper an der festlichen Eröffnung auf der Festwiese des Sportforums, am Festzug im Zentrum der Stadt sowie an der feierlichen Abschlußveranstaltung teil, die gemeinsam mit den Sportstudenten der DDR, den Orchestern der NVA und des MdI sowie dem ZMK der FDJ gestaltet wird.

Insgesamt ein umfangreiches Programm für unsere Aktiven, das viele Bewährungsmöglichkeiten bietet.

Wie die Vorbereitungen im einzelnen innerhalb unseres Übungsverbandes vor sich gehen werden, erläutern wir in unserer Maiausgabe. Bis dahin nämlich sind alle Kollektive ausgewählt worden, die in engster Zusammenarbeit zwischen dem DTSB-Bundesvorstand, den DTSB-Bezirksvorständen, den Bezirksfachausschüssen und Kommissionen der Spielleute auf das Sportfest vorbereitet und nach den Wettkämpfen 1976 nominiert bzw. berufen werden.

Eines sei schon jetzt deutlich gesagt, das Sportjahr 1975 ist unser Ausgangspunkt. Die Ergebnisse der kommenden Monate werden mitbestimmend sein für unsere Qualität 1977.

Luckenau erwartet 1000 Spielleute

„Aufs neue sind hohe Ziele anvisiert, die die Schöpferkraft der Werktätigen herausfordern und gerade an unsere Partei große Anforderungen stellen“, heißt es einleitend im Bericht an das 13. Plenum des ZK der SED.

Eine dieser großen Anforderungen ist auch im Wettbewerbsprogramm der Gemeinde Luckenau für 1975 verankert, das ganz im Zeichen des 30. Jahrestages der Befreiung steht.

Der BFA — Spielleute Halle hat der Gemeinde und der Schalmeienkapelle der BSG Aktivist Luckenau die ehrenvolle Aufgabe übertragen, die Bezirksmeisterschaften 1975 für den Chemiebezirk auszurichten.

Diese Meisterschaft, zu der am 24./25. Mai 1000 Spielleute erwartet werden, soll eine wichtige Vorbereitung für 1976 sein. Dann feiert Luckenau sein 1000jähriges Bestehen und einer der Höhepunkte wird die „DDR-Bestenermittlung“ der Schalmeienkapellen des DTSB der DDR sein.

Schon vor Jahresausklang bildete sich ein Organisationskomitee unter Vorsitz des Genossen Ramon Purrucker. Die Bürger leisten ihren Beitrag im „Mach-mit“-Wettbewerb, um die Gemeinde auf das Fest vorzubereiten und die Gäste willkommen zu heißen.

Die 43 Sportfreunde des Erwachsenen- und die 34 Mitglieder des Nachwuchskollektivs gehen mit klarem Kurs auf das Ereignis zu. Den „Großen“, die. am 15. Juni 1975 ihr 25jähriges Bestehen feiern, wünschen wir bei der Lösung ihrer umfangreichen Aufgaben und auf sportlicher Ebene viel Erfolg.

Wolfgang Gehrke

Zentrale Klangkörper reisen im Juli zur Fünften

In drei Monaten ist es wieder soweit. Die Hauptstadt unserer Republik, Berlin, wird Gastgeber für die besten Sportlerinnen und Sportler aus allen Bezirken der DDR sein, die sich im Nachwuchsbereich für die Wettkämpfe in den olympischen Sommersportarten qualifiziert haben. Neben den 15 Bezirksdelegationen, werden auch die Spielleute des DTSB der DDR mit 1500 Aktiven vertreten sein. Ihre Hauptaufgabe besteht, wie während der zurückliegenden drei zentralen Spartakiaden, vor allem in der würdigen Mitgestaltung und Umrahmung von Großveranstaltungen verschiedenster Formen und Art.

Erfahrene Funktionäre der Spielleutebewegung, die zum Teil schon seit 1968 in diesem Metier tätig waren, haben erneut die Leitung und mit jungen befähigten Kadern die Lösung der vielfältigen Probleme aufgenommen.

  • Zentrale Kinder- und Jugendspartakiade der DDR — Höhepunkt für den Nachwuchs unseres Landes
  • Mitgestaltung durch die Spielleute, ein gesellschafts-politischer Auftrag

Auf Beschluß des Sekretariats der Zentralen Spielleutekommission wurden folgende Kollektive in die „Delegation Spielleute“ berufen: „Zentraler Nachwuchsspielmannszug des DTSB der DDR“ (450 Aktive) und 250 Kinder aus den leistungsstärksten Zügen der folgenden Klassen, Zentraler Fanfarenzug des DTSB der DDR“ (500 Aktive), „Zentraler Mädchenspielmannszug des DTSB der DDR“ (220 Aktive), das Fanfarenorchester BSG Lok Mitte Leipzig (90 Aktive) sowie Mitglieder aus Blasorchestern des „Zentralen Blasorchesters des DTSB der DDR“ (etwa 50 Aktive).

Vielseitige Einsätze in sieben Tagen

Die berufenen Kollektive haben eine Reihe gemeinsamer und und Einzelauftritte zu absolvieren, die von allen Aktiven eine hohe Einsatzbereitschaft erwarten lassen.

Neben der feierlichen Eröffnung und dem festlichen Abschluß der Spartakiade steht ein PLATZKONZERT am Fuß des Fernsehturms als Dankeschönveranstaltung aller Spartakiadeteilnehmer an die Berliner Gastgeber im Mittelpunkt.

Ein großer Gedenkappell vor dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus Unter den Linden wird alle Spielleute und Abordnungen der Bezirke vereinen.

Vervollständigt wird das Programm unserer Klangkörper durch die Teilnahme an den Wettkampferöffnungen der Verbände und verschiedenster Kampfmeetings.

Daß alle diese Einsätze auch umfangreiche Proben erfordern versteht sich von selbst und so sind alle Tage mit Anstrengung ausgefüllt.

Kampf um Meisterehren in Berlin

Verständlicherweise haben die Jüngsten unserer Spielleute noch vor Beginn der Spartakiade mit Lampenfieber zu kämpfen.

Denn am 20. Juli finden in der Hauptstadt zwei wichtige Wettkämpfe statt. Die LK I strifft sich beim „Aufstiegsturnier“, das vormittags ausgetragen wird, während am Nachmittag die Sonderklasse um den Titel des “DDR-Meisters 1975“ kämpft. Und um den Tag abzurunden, spielen die Kollektive des „Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB der DDR“ zwischen den Wettkämpfen des Nachwuchses ihnren Wanderpokal an gleicher Stätte aus.

Auch die Fanfarenzüge der LK I nutzen ihren Aufenthalt in Berlin zur Ermittlung ihres „DDR-Besten 1975“. Ganz sicher wird es dabei am 24. Juli zu interessanten Auseinandersetzungen um den Sieg kommen.

Es kann also festgestellt werden, die Tage vor und während der Spartakiade verlangen von allen Beteiligten höchsten Einsatz, Disziplin und ein beachtliches Pensum an Kondition.

Bleibt nur zu hoffen, daß die getroffenen Vorbereitungen auf den verschiedensten Ebenen dazu beitragen, daß der Aufenthalt für alle Spielleute in Berlin zu einem bleibenden Erlebnis wird, denn, und das muß unbedingt noch gesagt werden, Freizeit haben die Kollektive selbstverständlich auch.

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DAS SIND die Luisenthaler Spielleute, die den Aufruf verfaßten, beim Wettkampf um den Titel eines „DDR-Meisters“ 1974 in Treuenbrietzen. Mit einem 9. Platz zog sich das Kollektiv recht achtbar aus der Affäre und wirdin diesem Jahr sicher versuchen, im eigenen Bezirk (in Mühlhausen) weiter nach vorn zu kommen.

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AUFRUF an alle Spielleutesektionen der DDR

Wir rufen deshalb alle Spielleute auf, den Wettbewerb der Spielleute zur Vorbereitung dieses gesellschafts-politischen Höhenunktes intensiv zu führen und mit hohen Zielstellungen zu erfüllen.

Unsere Sektion stellt sich dazu folgende Aufgaben:

  1. Durchführung von zwei Übungsabenden in der Woche,
  2. Erhöhung der Gesamtmitgliederzahl der Sektion von 80 auf 100,
  3. Festigung des Nachwuchszuges mit einer Stärke von 35 Sportfreunden,
  4. Bildung eines Pionieraktivs im Nachwuchszug sowie eines FDJ-Aktivs im Erwachsenenkollektiv,
  5. Alle Kinder legen das Abzeichen „Für gutes Wissen“ ab,
  6. die Erwachsenen, die in den „Übungsverband Musikschau“ berufen werden, erwerben das Sportabzeichen „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat“,
  7. Rechenschaftslegung über die Aufgabenerfüllung während der monatlichen Mitgliederversammlungen,
  8. alle Jugendlichen und Erwachsenen werden Leser des „tambour“,
  9. Weiterführung des Kampfes um den Titel „Verdientes Volkskunstkollektiv“,
  10. Verkauf von Spendenmarken im Wert von 500 Mark,
  11. Verkauf von Losen der Sportfestlotterie im Wert von 1000 Mark.

Das soll unser Beitrag sein, für eine würdige und kontinuierliche Vorbereitung des Festes.

Wir hoffen und erwarten, daß recht viele Kollektive unserem Beispiel folgen.“

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WITTENBERGE — Sehr interessant und vielsagend ist ein Blick in das Wettbewerbsprogramm des Spielmannszuges der BSG CMV WITTENBERGE (Bezirk Schwerin).

Die Sportfreunde haben sich folgendes Ziel für das Sportjahr 1975 gestellt, an deren Realisierung seit langem kontinuierlich von allen gearbeitet wird:

  1. Gewinnung von 10 neuen Mitgliedern für den Deutschen Turn- und Sportbund der DDR,
  2. Ableistung von 200 Stunden zur Wartung und Pflege von Instrumenten, Ausrüstungsgegenständen und Bekleidung,
  3. Kauf von Spendenmarken des Sports in Höhe von 150 M,
  4. Ablegung des Übungsleiternachweises der Stufe I von 5 Sportfreunden,
  5. Verteidigung des errungenen Titels „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“,
  6. Gestaltung eines Schaufensters als Werbung für den Spielmannszug und Demonstration der bisherigen Tätigkeit,
  7. Ablegung von 5 Sportabzeichen der DDR „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat”.

Für die Mitglieder des Kollektivs ist es darüber hinaus selbstverständlich, daß die Freunde ihres Zuges, die im Bezirk oder zentral verantwortliche Funktionen ausüben, unterstützt werden.

Unbefriedigende Teilnahme zwingt ZSK zu dringender Entscheidung

Anfang März fand an der Sportschule Rerik ein Übungsleiterlehrgang für Spielmannszüge statt. Nachdem wir bereits in der Märzausgabe über eine völlig ungenügende Teilnahme an stattgefundenen Lehrgängen berichten mußten und einige Mängel aufzeigten, bestätigte der Reriker Lehrgang erneut und recht drastisch unsere Feststellung.

Von 20 verfügbaren Plätzen wurden nur 5 genutzt. 3 Sportfreunde beendeten diesen Minilehrgang mit Stufe II, 1 Sportfreund erwarb die zweite Stufe II und der fünfte Teilnehmer mußte auf Grund seiner ungenügenden Vorbereitung und mangelhaften Wissens ohne Abschluß die Heimreise antreten.

Für die Zentrale Spielleutekommission heißt diese neuerliche Panne, schnellstens Maßnahmen einzuleiten, um derartige Unzulänglichkeiten sofort zu beseitigen. Vor allem die BFA sollten überlegen, wie sie ihrer Verantwortung stärker entsprechen können, denn die Einladungen waren wiederum seit 4 Monaten in ihrem Besitz und deshalb kann das unentschuldigte Fehlen aller Rostocker beispielsweise nicht akzeptiert werden.

Karl-Marx-Stadt ringt um den Anschluß

Das Bestreben des BFA-Spielleute Karl-Marx-Stadt wird in vielen Fragen deutlich, wenn es um den Anschluß an die fortgeschritteneren BFA geht. Diese Feststellung bestätigte auch der letzte Übungsleiterlehrgang an der Sportschule Werdau.

21 Sportfreunde waren angereist und konnten den Lehrgang erfolgreich abschließen. 14mal die Stufe I, 5mal die Stufe II und 2mal die Berechtigung als Hilfsübungsleiter (hier fehlte das Erreichen der Altersgrenze) konnten am Schluß vergeben werden und sind ein weiterer wichtiger Grundstein in der Arbeit.

Im Rahmen eines freiwilligen Arbeitseinsatzes errichteten die Lehrgangsteilnehmer die Umzäunung des Sportfeldes der Schule.

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Kommission Orchester diskutiert:

Vertreter der Schalmeien melden sich zu Wort:

  • Diskussion zur Fragestellung aus Kleinreinsdorf begann
  • Auch Kollektive anderer Genres sollten sich beteiligen
  • Kommission Orchester wird wichtige Schlüsse ziehen

„Kleinreinsdorf, ein Einzelfall oder...“, hatten wir in der Märzausgabe die Fragestellung formuliert, die sich aus einem sehr interessanten Beitrag des Sportfreundes Lippold ergeben hatte.

Der Aufruf zur Diskussion, für Hinweise und positive Beispiele war an alle Kollektive und Funktionäre gerichtet.

Heute nun die erste Stellungnahme. Sie kommt aus Brandenburg von der Schalmeienkapelle der BSG LOK.

Mit diesen Fragen begannen wir die Problematik zu einer sicher alle Genres betreffenden Angelegenheit. Welche Auffassungen gibt es denn bei den Fanfaren und Spielmannszügen dazu? Unsere Seiten stehen frei zur sachlichen und helfenden Diskussion.
Impulse im Nachwuchsbereich fehlten

Die Initiative der Schalmeienkapelle der SG Kleinreinsdorf, ein Nachwuchskollektiv aufzubauen und das bei erschwerten Bedingungen, ist zu begrüßen. Es wurde klar erkannt, daß ein Spielleutekollektiv ohne Nachwuchs für die Dauer nicht existieren kann.

Richtig erkannt wurde auch die Bedeutung zur Wahrung der Traditionen der Arbeiterturn- und Sportbewegung, die nun einmal nur von den Kindern vollzogen werden kann.

Wenn in der Vergangenheit all diese Verantwortung nur bei den Kollektiven selbst lag, ihnen praktisch überlassen wurde, sie auf sich allein gestellt blieben, so liegt das daran, daß innerhalb der ehemaligen Kommission Schalmeien und jetzt der Kommission Orchester keine Arbeitsgruppe Nachwuchs besteht, die sich ausschließlich diesen Fragen annimmt.

Der vorhandene Funktionär für die Probleme des Nachwuchses gab zwar hier und da einige Impulse, die aber letztenendes nicht ausreichten, um eine perspektivische und erfolgreiche Arbeit auszulösen.

Sicher gibt es dafür objektive und subjektive Ursachen. Die ersteren deshalb, weil es bislang nur eine geringe Zahl Nachwuchsschalmeienkapellen gab und zum anderen die erforderlichen Instrumente für einen derartigen Neuaufbau fehlten.

Subjektiv gesehen liegen die Ursachen darin, daß die bestehenden Klangkörper leitungsmäßig nicht im erforderlichen Maße erfaßt und gefördert wurden. Nicht zuletzt spielt auch die zurückhaltende Einstellung einzelner Kollektive (z. B. in Fragen der Teilnahme an Wettkämpfen im Bezirk und die Delegierung zu zentralen Lehrgängen) eine wichtige Rolle.

Von der zuständigen Fachkommission wurden in letzten beiden Jahren mehrere Lehrgänge zur Ausbildung von Übungsleitern der unteren Klassen (das schließt den Nachwuchs ein) durchgeführt. Leider war die Bereitschaft der Kollektive dieser Klasse nicht immer ausreichend, so daß kurzfristig Nachdelegierungen aus der Leistungsklasse vorgenommen, und das eigentliche Lehrgangsziel verändert werden mußten.

Doch die persönliche Qualifizierung und das kommt im Kleinreinsdorfer Beitrag klar zum Ausdruck, ist eine sehr wesentliche Voraussetzung für weitere Erfolge. Dessen sollten sich alle Leiter bewußt sein.

Die im genannten Beitrag aufgeworfenen Probleme stellen an die Kommission Orchester ab sofort Anforderungen, die sich in der künftigen Arbeit u. a. darin ausdrücken müßten, daß ein Nachwuchsverantwortlicher mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt wird und mit diesem Kollektiv konkrete Vorstellungen für die weitere Tätigkeit auf diesem wichtigen Gebiet der Kommission Orchester vorlegt.

Dabei darf es nicht nur bei einem Turnier schlechthin bleiben, sondern die Wettkämpfe in den Bezirken (auch benachbarte), Trainingslager und ähnliche Möglichkeiten sollten Berücksichtigung finden. Das fördert die Leistungen in allen Bereichen und spornt die Sportfreunde an. In dieser Richtung liegen nach meiner Auffassung die größten Reserven.

Herbert Klein

Aufgesprungene Lippen, Blasen und verbundene Handgelenke

  • Erfolgreicher Lehrgang der Fanfaren in Leipzig
  • Beispielhafte Zusammenarbeit für die kommenden Jahre
  • Hervorragende Disziplin, Einsatzbereitschaft und Lerneifer

Um es vorweg zu nehmen, das stattgefundene Trainingslager der Kommission Fanfaren mit 135 Sportfreunden aus 11 Kollektiven der Leistungsklasse und der Allgemeinen Klasse war das bisher Positivste, was es in der Zusammenarbeit und in den Bemühungen der Kommission Fanfaren zu den oben genannten Kollektiven gab.

Das hat sicher seine Ursachen auf der einen Seite an der ausgezeichneten Lernauffassung und Disziplin der Teilnehmer, doch der Hauptgrund dafür dürfte wohl in der Tätigkeit und Einsatzbereitschaft der Lehrgangsleitung zu suchen sein.

Was Genosse LEO ERTEL als Leiter des Lagers, Sportfreundin HELGA MÜLLER als Verantwortliche für Organisation und die eingesetzten Übungsleiter aus Potsdam und Nordhausen leisteten, war einmalig und höchst lobenswert. Dafür soll ihnen allen und den Teilnehmern des Lehrgangs seitens des Sekretariats der Zentralen Spielleutekommission ein herzliches Dankeschön gesagt werden.

Im Abschlußbericht der Lagerleitung wurde folgendermaßen zusammengefaßt:

„Seit 1969 war es das erste Mal, daß die Kommission Fanfaren mit den Kollektiven der unteren Klassen zusammengearbeitet hat. Alle eingeladenen Sportfreunde reisten pünktlich in Leipzig an und schon am Nachmittag wurde der programmgemäße Übungsbetrieb aufgenommen.

Die Zielstellung des Lagers bestand in der Vorbereitung der Kollektive auf die bevorstehenden Bezirksmeisterschaften auf der Grundlage der gültigen WKO und des bestätigten Notenmaterials der Kommission Fanfaren. Darüber hinaus war im weitesten Sinne die qualitative Verbesserung und Vergrößerung der Fanfarenzugbewegung mit Blick auf 1977 eine weitere Zielsetzung.

Alle anwesenden Sportfreunde zeigten die erforderliche Disziplin und richtige Einstellung, die durch eine langfristige Zusammenarbeit der Kommission mit den Kollektiven in der Lagervorbereitung zu begründen ist.

Bei der ersten Einweisung gab es einige nachdenkliche Gesichter, ob denn die genannten Forderungen auch zu erfüllen wären. Aber gerade diese klaren Vorgaben waren die richtige Motivation für die Teilnehmer, überaus hart zu trainieren und an sich zu arbeiten.

Das Trainingsprogramm wurde in den Arbeitsgruppen Hochtrommler, Flachtrommler, Oberstimme, zwei Grundstimmen und in der Stabführung absolviert.

Das vorhandene Niveau war recht unterschiedlich, denn es gab Sportfreunde, die schon Erfahrungen der LK I besaßen, aber auch solche, die viel lernen mußten und wollten.

Neben dem Trainingsprogramm wurde auch ein Wettkampf durchgeführt, der den Kollektiven von Elsterberg, Greiz, Hoyerswerda, Teichwolframsdorf und Oßmannstedt zeigen

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Zwölf Monate intensivster und erfolgreicher Arbeit

Erfahrene Funktionäre übernahmen Verantwortung
Zahlreiche junge Kader fanden Anschluß
Funktionärsstab bietet Gewähr für künftige Erfolge

Vor einem Jahr, im April 1974 wurde die Spielleutebewegung im DTSB der DDR umstrukturiert. Es wurde ein selbständiger Sektor mit hauptamtlichen Funktionären im DTSB-Bundesvorstand gebildet, die Bezirke hatten wenige Wochen vorher ihre ersten Bezirksfachausschüsse (BFA) gewählt.

Das alles waren Grundvoraussetzungen, um die neue und höhere Qualität, wie sie der V. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR im Mai 1974 herausstellte und forderte, anzustreben und zu erreichen.

Die ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION beim Präsidium des DTSB der DDR wurde neuberufen und nahm ihre Tätigkeit auf. Damit verbunden war die Bildung der verschiedensten Kommissionen, um die Aufgabenstellungen in entsprechenden Fachgremien zu beraten und Vorschläge für Beschlußfassungen zu unterbreiten.

Zwölf Monate intensivster Arbeit sind nun vergangen und die Kommissionen haben sich gebildet. Der größere Teil arbeitet bereits nach neuen und konkreten Zielstellungen, damit in allen Bereichen der Spielleute eine Leistungssteigerung verzeichnet werden kann.

Das trifft in erster Linie auf die Kommission NACHWUCHS und mit wenigen Abstrichen auf die Kommission FANFAREN zu. Dennoch kann und muß auch den anderen Kommissionen und verständlicherweise ihren Mitgliedern bestätigt werden, daß sie voll hinter ihren Aufgaben stehen und verantwortungsvoll an die Problemlösungen herangehen.

Um möglichst recht vielen Kollektiven und Funktionären Gelegenheit zu geben, spezielle Fragen direkt an die dafür zuständigen Sportfreunde zu richten oder ihre Hilfe auf andere Weise zu erbitten, veröffentlichen wir heute die Zusammensetzungen der Kommissionen der Zentralen Spielleutekommission.

KOMMISSION SPIELMANNSZÜGE

Vorsitzender Helmut Winkler
7812 Lauchhammer
Friedenseck 1
Stellv. für Kultur/Bildung Kurt Sellheim
1195 Berlin
Gondeckerstraße 22
Stellv. für Organisation Michael Leonhardt
701 Leipzig
Teubnerstraße 15
Verantwortlicher Übungsleiter Hans-Joachim Banasiak
18 Brandenburg
Straße der Freundschaft 1
Kampfrichterobmann Burkhardt Sasse
301 Magdeburg
Hardenbergstraße 11
Verantw. für Wettkämpfe Werner Schwotzer
1702 Treuenbrietzen
Vogelgesangstraße 34
Leiter AG Einstufung Dr. Erhard Güttner
18 Brandenburg
Packhofstraße 22

KOMMISSION FANFAREN

Vorsitzender Siegmar Hartig
142 Velten
Westrandsiedlung 29
Stellv. für Kultur/Bildung Hans-Dieter Kjesa
77 Hoyerswerda
Robert-Schumann-Straße 6
Stellv. Vorsitzender und Verantw. für Aus- und Weiterbildung Leo Ertel
1502 Babelsberg
Fritz-Zubeil-Straße 9
Stellv. für Organisation Helga Müller
705 Leipzig
Gretschelstraße 7
Verantwortlicher Übungsleiter Gerd Brückner
55 Nordhausen
Töpferstraße 13
Verantw. für Wettkämpfe/Kampfrichterobmann Horst Müller
705 Leipzig 4
Gretschelstraße 7
Mitglieder Lutz Nagorski
1035 Berlin
Böcklinstraße 1 - 5

Heinz Lasch
6605 Teichwolframsdorf
Horngasse 6

Reiner Arndt
66 Greiz
Friedrich-Engels-Straße 17

Wolfgang Homut
1199 Berlin
Psf. 48 B

KOMMISSION ORCHESTER

Vorsitzender Günter Schlaefke
113 Berlin
Coppistraße 10 / 8 - 7
Stellv. für Kultur/Bildung Dieter Edler
1055 Berlin
Prenzlauer Allee 137
Stellv. für Organisation Adolf Oeter
183 Rathenow
Fraunhofer Straße 7
Verantwortlicher Übungsleiter Karl Nonnenmacher
7291 Zinna
Kreis Torgau
Kampfrichterobmann Kurt Taegner
1801 Rietz
Göttiner Straße
Verantw. für Blasorchester Joachim Reinsch
9804 Netzschkau
Friedrich-Engels-Straße 7
Verantw. für Fanfarenorchester Wolfgang Richter
7027 Leipzig
Credner Straße 15
Mitglieder Lothar Hahn
99 Plauen
Hölderlinstraße 5

Dietmar Fiolka
4851 Taucha
Muschwitzer Straße 2

KOMMISSION NACHWUCHS

Vorsitzender Rolf Lorenz
57 Mühlhausen
Marcel-Verfaillie-Allee 52
Stellv. für Kultur/Bildung Wolfgang Kunde
5701 Oberdorla
Antoniusstraße 3
Stellv. für Organisation Paul Müller
7543 Lübbenau
Straße der Einheit 4
Verantwortlicher Übungsleiter Bernd Neumann
133 Schwedt
Friedrich-Engels-Straße 9
Verantw. für Wettkämpfe Fritz Hippe
7705 Lauta
Karl-Marx-Straße 31
Leiter des „Zentralen Nachwuchsspielmannszuges“ Manfred Krätzig
432 Aschersleben
Valentina-Tereschkowa-Straße 6

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Wie lange soll das noch so bleiben?

Vertrauen der Wähler wird grob mißachtet
Was haben die BFA Leipzig und Rostock zu sagen?

Die planmäßigen Anleitungen des DTSB-Bundesvorstandes, Sektor Spielleute, mit den Funktionären der BFA sind eine der wichtigsten Formen und Methoden, die Arbeit im Gesamtbereich der Spielleute unserer Republik einheitlich zu gestalten und die neuesten Erfahrungen allseitig anzuwenden.

Die Kontinuität dieser Tätigkeit hat in den letzten Jahren zu einem beachtlichen Aufschwung sowohl in der Führungs- und Leitungstätigkeit wie auch in technischer Beziehung geführt.

Es wurde deutlich, daß in den BFA, wo die Anleitungen gründlich ausgewertet und entsprechende Schlußfolgerungen gezogen werden, die größten Erfolge aufzuweisen sind.

Ungenügende Auswertung oder gar kontinuierliches Fehlen zeigen sich aber ebenso offensichtlich.

So ist die Entwicklung im Nachwuchsbereich in den Bezirken Leipzig und Rostock nicht nur rückläufig, sondern für die weitere Arbeit in diesen beiden Bezirken besonders prekär.

Die Ursachen liegen deutlich auf der Hand: die beiden Funktionäre für Nachwuchs in den BFA, die Sportfreunde Walligora (Rostock) und Jähnichen (Leipzig) haben seit 15 Monaten an keiner einzigen Anleitung im zentralen Rahmen teilgenommen, nahezu immer unentschuldigt gefehlt und bisher keine einzige Forderung nach Information gegenüber der Kommission Nachwuchs der ZSK erfüllt.

Wie lange das noch so bleiben soll, danach fragen wir an dieser Stelle die BFA LEIPZIG und ROSTOCK.

Thomas Müntzer Feierlichkeiten mit Spielleuten

MÜHLHAUSEN — Die Feierlichkeiten aus Anlaß der 450. Wiederkehr des Jahres des Deutschen Bauernkrieges in Mühlhausen wurden auch von den Spielleuten würdig mitgestaltet.

Alle Klangkörper der Feststadt nahmen an einem großen Platzkonzert mit dem FDJ-Bezirksmusikkorps Erfurt auf dem Postplatz teil und reihten sich am folgenden Tag in den machtvollen Demonstrationszug ein, der an den Repräsentanten von Partei- und Staatsführung vorbeimarschierte.

Auch beim Jugendfestival dabei

Im Rahmen des deutsch-sowjetischen-Jugendfestivals im Mai im Bezirk Halle werden die Spielleute des DTSB der DDR an der großen Demonstration der Jugend in der Bezirkshauptstadt teilnehmen.

Der Fanfarenzug „Dr. Richard Sorge“ der SG DYNAMO POTSDAM führt den gewaltigen Block der Sportler an und der „Bezirksspielmannszug“ der Erwachsenen des Chemiebezirkes unterstützt die Märker.

Bitte mehr Pünktlichkeit, liebe Sportfreunde

Sportfreund HANS BRÜCKNER, „Versandhaus-Privat“ für Noten der Spielmannszüge, absolviert ein beachtliches Pensum in der Vervielfältigung und Verschickung der Noten, die von den Kollektiven bei ihm bestellt wurden. Alle werden von ihm prompt bedient und erhalten die gewünschten Noten.

Leider, und das ließ uns Sportfreund Brückner wissen, nehmen es die Kollektive mit der Überweisung der Unkosten nicht so genau. Lange Verzögerung, ja sogar notwendig werdende Mahnungen bis zu viermal (4) sind keine Seltenheit und Sportfreund Brückner hat ständig dadurch 200 M Privatgeld im Umlauf.

Sollte sich das nicht sofort ändern lassen, liebe Sportfreunde?

Aufgesprungene Lippen, Blasen und...

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sollte, wie ein ordentlicher Wettkampf abläuft und was alles zu beachten ist.

Weniger das erreichte Punktergebnis spielte eine Rolle als vielmehr die wertvollen Hinweise, wie dies und jenes besser zu machen ist.

Die Arbeit der Übungsleiter aus Potsdam und Nordhausen muß als sehr gut beurteilt werden. Die Sportfreunde übten in einer Weise, als handele es sich um das eigene Kollektiv. Selbst in den Pausen stellten sie sich zur Verfügung, um den Vertretern der 11 Kollektive die gültigen Pflichtmärsche stimmenweise auf das Tonband zu blasen bzw. zu trommeln.

Zum Abschluß des Trainingslagers bekamen alle Teilnehmer noch einmal einen Einblick in die Möglichkeiten, die sich mit einem gut ausgebildeten Fanfarenzug bieten. Die Potsdamer Sportfreunde absolvierten die Musikschau ihres Kollektivs, des Fanfarenzuges „Dr. Richard Sorge“ der SG Dynamo Potsdam-Stadt.

In Auswertung des Lagers kann eingeschätzt werden, daß alle Sportfreunde eine beachtliche Leistungssteigerung verzeichnen konnten. Das gilt für die musikalische Seite ebenso, wie für die technischen Details: Instrumentenhaltung, Auf- und Abnehmen der Instrumente, Trommelspiele und Stabführung.

Wenn auch eine Reihe aufgesprungener Lippen, Blasen an den Händen und verbundene Handgelenke zu erkennen waren, so kam übereinstimmend zum Ausdruck, derartige Lager mit dem Kreis der Kollektive zu wiederholen. Doch jetzt sind erst einmal die Kollektive am Zug. Sie sollten bei den Bezirksmeisterschaften beweisen, was sie in Leipzig gelernt haben.“

Für die Kommission Fanfaren bedeutet das, in den kommenden Wochen alle Kräfte einzusetzen, um den begonnenen Weg kontinuier-

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BESCHLUSS

des Sekretariats der Zentralen Spielleutekommission zur Verfahrensweise bei falschen Meldungen für zentrale Wettkämpfe

In den vergangenen Jahren gab es bei der Abgabe der Meldebogen seitens der Kollektive aller Genres für zentrale Wettkämpfe immer eine ganze Reihe Unzulänglichkeiten, die negative Folgeerscheinungen brachten.

Es wurden z. B. Kürmärsche gemeldet, die lt. Wettkampfordnung nicht mehr gespielt werden durften, da sie bereits zweimal hintereinander zu zentralen Wettkämpfen im Vortrag der Märsche zu verzeichnen gewesen wäre. tralen Wettkämpfen bei Vortrag der Märsche zu verzeichnen gewesen wäre. Oft meldeten die Kollektive auch Kürmärsche, die nicht den erforderlichen Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Klasse hatten.

Das u. v. a. m. führte dann am Wettkampfort und -tag zu langwierigen und unliebsamen Diskussionen, Bestrafungen und zusätzlichen Disqualifikationen. In einigen Fällen konnten derartige Vergehen allerdings erst Monate später (bei besonders komplizierten Fragen) durch die zuständige Kommission geklärt werden.

Um ab sofort eine einheitliche Bewertung und Behandlung aller startenden und gestarteten Kollektive zu erreichen, wurde beschlossen:

  1. Die Arbeitsgruppen Wettkämpfe der Kommissionen haben sofort nach Eingang der Meldebogen zu kontrollieren, ob alle Angaben der Kollektive der Wettkampfausschreibung bzw. Wettkampfordnung entsprechen.
  2. Im Fall des Widerspruchs ist das betreffende Kollektiv sofort zu informieren und eine Korrektur zu fordern, die drei Wochen nach Abgang der Information an das Kollektiv bei der AG wieder eingehen muß (in beiden Fällen gilt der Poststempel), da sie sonst zusätzlich (siehe folgenden Punkt 3.) wie andere Terminverzüge geahndet wird.
  3. Kollektive, denen ein solcher Verstoß zur Wettkampfordnung nachgewiesen werden mußte, erhalten vom Endergebnis des betreffenden zentralen Wettkampfes, für den die Meldung abgegeben wurde, pro Verstoß je 1,0 Punkte Abzug.
  4. Die Arbeitsgruppen Wettkämpfe haben der zuständigen Kommission sofort Mitteilung über den Sachverhalt zu geben.

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Vorbereitungen laufen in allen Orten auf vollen Touren

  • Kleine Stipvisite in den Austragungsorten der zentralen Wettkämpfe
  • Organisationsbüros mit großem Elan und Einsatz bei der Sache

Unsere jährlichen zentralen Wettkämpfe sind, wie man das so schön zu sagen pflegt, das Salz in der Suppe. Sie sind der echte Höhepunkt in der monatelangen Übungstätigkeit und ein wertvoller Gradmesser des erreichten Leistungsniveaus.

Auch 1975, einem bedeutungsvollen Jahr im Zeitraum der Vorbereitungen auf das VI. Turn- und Sportfest der DDR, besitzt diese Feststellung ihre Gültigkeit.

Acht zentrale Veranstaltungen stehen auf dem umfangreichen Programm und wir wollen mit einer kleinen Stipvisitte über den Stand der Vorbereitungen berichten.

Hoyerswerda:

Fanfaren eröffnen den Reigen

Noch vor dem Auftakt der Bezirksmeisterschaften treffen sich die Fanfarenzüge zu ihrem „AUFSTIEGSTURNIER“ in Hoyerswerda im Bezirk Cottbus. Auf Grund eines Beschlusses der Kommission Fanfaren sind zu diesem Wettkampf alle Kollektive der LK I und der Allgemeinen Klasse startberechtigt, die 1974 an BM teilnahmen. Der Grund dafür ist, daß innerhalb weniger Monate die leistungsstärkeren Kollektive der Fanfaren ermittelt und im zentralen Maßstab mit Blickrichtung 1977 ausgebildet werden können.

Die Gastgeber des Turniers haben alle Anstrengungen unternommen, um die bestmöglichsten Voraussetzungen zu schaffen, damit das erste „Aufstiegsturnier“ der Fanfaren erfolgreich verlaufen kann.

Am 9. Mai wird die feierliche Eröffnung sein und einen Tag später geht es dann um Punkte und den Sieg.

Hirschfeld:

Bezirk Cottbus besonders gastfreundlich

Auch für die Spielmannszüge/Erwachsene der LK I ist der Bezirk Cottbus, speziell Hirschfeld, Reiseziel zum „AUFSTIEGSTURNIER“. Die ausrichtende BSG Traktor schaffte ja bekanntlich 1974 den Aufstieg in die Sonderklasse und wird nun alle Erfahrungen nutzen, um diesem Wettkampf ein besonderes Niveau zu geben.

Die in den zurückliegenden Jahren stattgefundenen Bezirksmeisterschaften und Blasmusikfeste sollten eigentlich schon jetzt eine Garantie für einen erfolgreichen Verlauf sein, denn was die Hirschfelder da auf die Beine brachten, wollen sie diesmal überbieten.

Alle bisherigen Aktivitäten lassen darauf deuten und es bleibt abzuwarten, welche Überraschung sich in diesem Jahr den Gästen präsentieren wird.

Auf alle Fälle wird der 28./29. Juni bei vielen Bewohnern der näheren und weiten Umgebung von Hirschfeld bereits rot im Kalender angekreuzt sein.

Mühlhausen

Jubiläums- und Feststadt erlebt den Titelkampf 1975

Die Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen, Jubilar und Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 450. Jahrestag des Deutschen Bauernkrieges, ist der Austragungsort der „DDR-MEISTERSCHAFTEN“ für die Spielmannszüge/Erwachsene der Sonderklasse.

Am 4. und 5. Juli wird im Rahmen der zahlreichen Veranstaltungen der Titelträger der besten Spielmannszüge unserer Republik ermittelt.

Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, wenn auch einige Steine aus dem Weg geräumt werden mußten und noch manche Hürde zu überwinden ist. Ein aus Vertretern vieler Bereiche gebildetes Organisationskomitee knüpft die Fäden und wird diese Meisterschaft in würdiger Form in das Gesamtfestprogramm einfließen lassen.

Übrigens, nicht das legendäre Schwimmbecken (ohne Wasser) oder ein Sportplatz ist der Wettkampfplatz, sondern der Blobach — mitten in der Stadt gelegen und, so die Verantwortlichen in Mühlhausen, besonders präpariert, um beste Möglichkeiten zu schaffen.

Rathenow:

Möglicherweise ein praktisches Lehrbeispiel

Zum gleichen Zeitpunkt wie die Erwachsenen in Mühlhausen, ringen die Kollektive der Schalmeien in Rathenow (Bezirk Potsdam) um den Titel des „DDR-BESTEN“.

Das. Kollektiv der BSG Motor, zur Zeit noch in der Allgemeinen Klasse, könnte möglicherweise von dieser Veranstaltung profitieren, wenn ihm bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Aufstieg gelingen und sie damit 1976 in der LK der Schalmeien starten würden. Denn dann hätten sie eine praktische Lehrübungsstunde im eigenen Haus, wie es keine bessere geben kann.

Doch davon wollen die Rathenower im Moment noch nichts wissen.

Im Augenblick steht für die Mannen um Adolf Oeter der Wettkampf im Mittelpunkt und da geht es um optimalste Bedingungen.

Wie es ausschaut, wird den Spielleuten aus der Stadt der optischen Geräte das Vorhaben gelingen und für die anreisenden Gäste aus sieben Gemeinschaften das Beste geschaffen.

Berlin:

Um Medaillen während der Spartakiade

Vier Wettkämpfe werden anläßlich der V. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in Berlin ausgetragen. Auf Seite 3 unserer heutigen Ausgabe berichten wir darüber.

Bliebe nur zu den Vorbereitungen soviel zu sagen, daß die zuständigen Kommissionen der ZSK dran sind und gemeinsam mit dem Sektor Spielleute, dem DTSB-Bezirksvorstand Berlin und der Abt. Großveranstaltungen des Organisationsbüros der Spartakiade gute Bedingungen schaffen werden, um die Wettkämpfe des Nachwuchses, der Mädchen und Fanfaren mit einem ebenso hohen Niveau durchführen zu können, wie das bei den Erwachsenen in Hoyerswerda, Hirschfeld, Rathenow und Mühlhausen zu erwarten ist.

Korrektur zum Thema:

Komplizierte Theorie leichtgemacht

In der Ausgabe 3/75 veröffentlichten wir einen Beitrag und dazu Anschauungsmaterial. Leider unterliefen beim Druck zwei Fehler, die wir hiermit korrigieren:

  1. Im Abschnitt „Bestimmung der Cis-Dur-Tonleiter“ muß es im 2. Absatz, Zeile 2 richtig heißen:
    ... Kreuzvorzeichen auf „eis“ (wieder auf „f“) und...
  2. Im Tonartschieber muß das sechste Kreuz über „Fis-Dur“ eine Tonstufe tiefer gesetzt werden. Das heißt, statt auf der „F-Linie“ muß er mit seinem Symbol im vierten Zwischenraum des Liniensystems (auf dem Ton „E“) notiert werden.

Wir bitten, die Fehler zu entschuldigen.

Leitung des „ZMS" tagte in Cottbus

Die Leitung des „Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB der DDR“ tagte Ende März in Cottbus und beriet über die Aufgaben des Sportjahres 1975/76.

Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung und Durchführung der V. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1975 in Berlin und die ersten Maßnahmen zur Einstudierung des Programms der Musikschau für 1977. Mitte Juli, wenige Tage vor der Spartakiade, werden sich die 5 Klangkörper des „ZMS“ in Berlin zu einem Kurztrainingslager treffen und schon im Oktober dieses Jahres wird in einem längeren Trainingslager Kurs 1977 aufgenommen.

Selbstverständlich wurden im Verlauf der Beratung auch Fragen der Übungsleiteraus- und -weiterbildung in den einzelnen Sektionen behandelt sowie Trainingswochenenden mit zentralen Übungsleitern vereinbart.


Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission im DTSB, Berlin — Chefredakteur: Bernd Schenke — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB typodruck Döbeln III-8-4

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EINHEITLICH ANGELEITET wurden am 12. und 13. April alle Hauptkampfrichter der diesjährigen Bezirksmeisterschaften. Auf der Grundlage der gültigen WKO wurden inhaltliche Fragen und mögliche Auslegungsformen diskutiert und konkrete Schlußfolgerungen sowie Verhaltensmaßnahmen festgelegt. Unterschiedliche Bewertungen über den vertretbaren Rahmen sollten damit ausgeschlossen sein. Die Richtigkeit dieser Einweisungen wurde bei den zentralen Wettkämpfen bereits bestätigt. Denn schon bei der Meldung beginnt die Wertung, und das wird allzuoft vergessen.

Erneuter Kampf um den Titel

Die Mitglieder der Schalmeienkapelle der BSG Aktivist Luckenau, die den Titel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“ und „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ tragen, verpflichten sich, anläßlich des 30. Jahrestages der Befreiung erneut den Kampf um den Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“ aufzunehmen.

Erfolgreicher Lehrgang der Fanfaren

Im Verlauf eines zentralen Lehrganges an der Sportschule Halberstadt konnten weitere Sportfreunde des Genres Fanfaren die Übungsleiterbefähigung erwerben.

14 Sportfreunde erwarben die Stufe I (dieser Abschluß machte sich notwendig, da einige Sportfreunde ohne Abschluß anreisten bzw. ein Teil der Vertreter des Bezirkes Gera im Bezirk die Stufe I abgelegt hatten, aber erhebliche Qualitätsminderung nachwiesen, die eine Ablegung auf höherem Leistungsniveau forderte), 2 die erste Stufe II und 2 die zweite Stufe II.

Ein neuerlicher Beweis, daß in den BFA die Lehrgänge und Prüfungen nicht auf der Grundlage der zentralen Materialien erfolgen.

Wettkampftbücher sofort bestellen

Wenige Tage vor Beginn der neuen Wettkampfsaison möchten wir alle Kollektive nochmals erinnern, daß laut Wettkampfordnung zu den Bezirksmeisterschaften und zentralen Wettkämpfen Wettkampfbücher unbedingt erforderlich sind. Das trifft zu für die Spielmannszüge der Sonderklasse, LK I (Erwachsene und Nachwuchs), Fanfarenzüge der LK I und der Schalmeienkapellen LK.

Kollektive, die diese Bücher benötigen, können sie nach schriftlicher Bestellung an den Sektor Spielleute des DTSB-Bundesvorstandes zum Preis von 10,- M (Zahlungsform wird mitgeteilt) beziehen.

Wir gratulieren

Sportfreundin Karin Zschunke (20 Jahre am 29. 3.) und Sportfreundin Ingeborg Hiemer (51 Jahre am 17. 4.) nachträglich zum Geburtstag und wünschen ihnen weiterhin alles Gute, Gesundheit und Schaffenskraft.

Mit „75“ noch aktiv

Am 1. April feierte Sportfreund WALTER KNAUER vom Spielmannszug BSG Fortschritt Groitzsch (Bezirk Leipzig) seinen 75. Geburtstag. Als Mitbegründer des Groitzscher Spielmannszuges war er selbstverständlich auch 1945 beim Neuaufbau aktiv und übte lange Zeit die Funktion des Sektionsleiters aus. Seine Tätigkeit als Übungsleiter war für das Kollektiv eine wertvolle Hilfe.

Auch heute noch nimmt der Jubilar an Übungsstunden und Einsätzen teil.

Im Namen seines Spielmannszuges und aller Spielleute gratulieren wir dem Sportfreund Knauer recht herzlich zu seinem Geburtstag und wünschen ihm noch viele Jahre bei bester Gesundheit.

Potsdamer schlossen entscheidende Lücken

Im Rahmen eines Lehrganges an der Sportschule Osterburg bildete der BFA-Spielleute Potsdam neun Sportfreunde als Kampfrichter für die Hauptpunkte II und III aus.

Damit verfügt der Bezirk künftig über ein komplettes Kampfgericht, da bereits erfahrene Funktionäre über mehrere Jahre in diesem Metiers tätig sind und ihre Erfahrungen nun weitervermitteln werden.

Interessante Startfolge in Rathenow

Auch die Kommission Orchester hat die Auslosung der Startreihenfolge für die diesjährige „DDR-Bestenermittlung“ der Schalmeienkapellen in Rathenow vorgenommen.

Danach starten die Kapellen in folgender Reihenfolge:

SG Neugernsdorf (N)
BSG Lok Brandenburg (5.)
SG Dynamo Hohenschönhausen Berlin (3.)
BSG Empor Plauen (2.)
BSG Traktor Rüdersdorf (N)
BSG Aktivist Luckenau (1.)
SG Zinna-Welsau (4.)

Die Angaben in Klammern beziehen sich auf die Plazierung 1974.

Nachwuchspokalkampf in Nordhausen

Anläßlich der Kinder- und Jugendspartakiade des Kreises Nordhausen (Bezirk Erfurt) veranstaltet die Kommission Nachwuchs der ZSK einen Nachwuchspokalwettkampf, zu dem Kollektive aus den Bezirken Erfurt, Halle und Magdeburg eingeladen wurden.

Am 21. und 22. Juni werden sich dazu etwa 8 Nachwuchsspielmannszüge an den Feierlichkeiten in Nordhausen beteiligen, und im Mittelpunkt ihres Interesses wird dann der Kampf um den Pokal des Bürgermeisters der Stadt stehen.

Aufgesprungene Lippen...

Schluß von Seite 6:

lich fortzusetzen. Die Teilnehmer des Trainingslagers haben bewiesen, daß sie bereit sind, harte Forderungen in jeder Hinsicht mit großer Einsatzbereitschaft und Willen zu lösen.

Mit der Zielrichtung 1977 kann es keine andere Lösung und Möglichkeit geben, als systematisch und effektiv weiterzuarbeiten. Denn das ist eine lohnenswerte, und bei der Erziehung sozialistischer Persönlichkeiten, sehr wichtige Frage.“