Der Tambour/Ausgabe 1974 03
6. Jahrgang, Ausgabe März 1974
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Seite 1

Neue Postanschrift ab 1. April
Mit Bildung des selbständigen Verbandes der Spielleute im DTSB ergibt sich mit Wirkung vom 1. April 1974 eine neue Postanschrift:
- MSV des DTSB der DDR
Generalsekretariat
- 1055 Berlin
Storkower Straße 118
Tel.: Berlin 5 38 40
- An diese Anschrift sind alle Postsendungen zu richten.
Im Zeichen unseres ersten Verbandstages
- Am Vorabend des 28. Jahrestages der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands treffen sich in Leipzig im Sportforum 136 Delegierte und Gäste zum 1. Verbandstag des „Musik- und Spielleute-Verbandes des DTSB der DDR“.
- Es wird Rechenschaft gelegt, über die hinter uns gebrachte Wegstrecke und der Blick nach vorn, auf die neuen komplizierten Aufgaben gerichtet sein.
Die durchgeführten Bezirksdelegiertenkonferenzen, wir berichten auf unseren Innenseiten näher darüber, standen ganz im Zeichen dieses für uns alle so bedeutsamen Ereignisses und die folgenden haben es ebenso deutlich gezeigt, daß wir im Kollektiv weiter gewachsen sind.
Aber nicht nur die Bezirkskonferenzen richten sich aus auf den 1. Verbandstag — auch in den verschiedenen Kommissionen und Leitungen wird alles unter diesem Blickwinkel getan.
Die Zentrale Spielleutekommission hat am 1. März alle Kadervorschläge für das künftige Präsidium des „MSV des DTSB der DDR“ eingehend beraten und bestätigt. Gleiches trifft für die Revisionskommission zu.
In den einzelnen Kommissionen des zu wählenden Präsidiums gibt es allerdings noch eine Reihe von Maßnahmen, die unbedingt in den nächsten Wochen durchzusetzen sind, um die Arbeitsfähigkeit zu garantieren. Das trifft vor allem auf die Besetzung aller Funktionen mit geeigneten Kadern zu und die systematische Arbeit nach den bestätigten Arbeitsplänen.
Noch vor dem Verbandstag wird das Sekretariat der Zentralen Spielleutekommission einige wichtige Beschlüsse fassen, die in erster Linie die perspektivische Entwicklung der einzelnen Genres zum Inhalt haben.
Fortsetzung auf Seite 6
Viermal mit Verspätung
Wir bitten unsere Leser um Verständnis, wenn die ersten vier Ausgaben dieser Jahres verspätet erscheinen. Durch organisatorische Umstände und strukturelle Veränderungen wird ein regelmäßiges Erscheinen erst ab Mai 1974 wieder möglich sein.
Seite 2
Titelverteidiger mit Startnummer sieben
- Nach vierundzwanzig Monaten wieder um Meisterehren
- „Aufstiegsturnier 1974“ mit äußerst starker Konkurrenz
Im Verlauf der letzten Tagung der Fachkommission Spielmannszüge wurde die Startreihenfolge für die diesjährigen zentralen Wettkämpfe der Erwachsenenspielmannszüge ausgelost.
In Treuenbrietzen, wo die „DDR-Meisterschaft 1974“ ausgetragen wird und Mühlhausen, Gastgeber für das „Aufstiegsturnier 1974“, gibt es demnach folgende Reihenfolge:
SONDERKLASSE
BSG Mansfeldkombinat
TSG Wismar
BSG Traktor Zabeltitz
BSG Stahl Hettstedt (A)
BSG Motor Treuenbrietzen
BSG Traktor Hasselfelde
BSG Medizin Mühlhausen (M)
BSG Aufbau Brandenburg
BSG Chemie Rodleben
TSG Traktor Taucha
SG Oberlichtenau (A)
SG Dynamo Halle
BSG Lok Oschersleben (A)
BSG Traktor Luisenthal
BSG Einheit Ruhland (A)
LEISTUNGSKLASSE I
TSG Chemie Apolda
BSG Einheit Pritzerbe
BSG Chemie Bernburg
BSG Einheit Wurzen
BSG Aufbau Karl-Marx-Stadt
BSG Baukema Aschersleben
TSG Lübbenau
SG Pritzwalk/Perleberg
BSG Motor Lauchhammer Ost
BSG Traktor Hirschfeld
BSG Einheit Tessin
BSG Empor Klengel-Serba
Wenige Tage vor Vollendung seines 86. Lebensjahres verstarb Sportfreund
RICHARD BÜCHNER
vom Spielmannszug der BSG Aufbau Karl-Marx-Stadt. Seit 1924 gehörte er zur Spielleutebewegung und war nach dem zweiten Weltkrieg einer der Aktivisten der ersten Stunde. Bis zu seinem 74. Lebensjahr wirkte er als Schlagzeuger aktiv mit und war stets ein Vorbild an Einsatzbereitschaft.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Die Spielleute der BSG Aufbau Karl-Marx-Stadt
Kurz aber wichtig

COTTBUS — Der im Textilkombinat Cottbus gegründete Mädchenspielmannszug kann gegenwärtig 120 Mitglieder nachweisen. 90 davon wurden bereits in die BSG Fortschritt aufgenommen.
Unter der Anleitung von Übungsleitern der TSG Lübbenau sowie ehemaliger Berufsmusiker bereitet sich das Kollektiv auf die diesjährigen Bezirksmeisterschaften vor, an denen die Mädchen zum ersten Mal teilnehmen werden.
FRANKFURT (O.) — Eine Protestresolution gegen die Mordpraktiken der Militärjunta in Chile, verbunden mit der Forderung nach sofortiger Freilassung von Louis Corvalan und aller widerrechtlich eingekerkerten standhaften Kommunisten, verabschiedeten die Delegierten der Bezirksdelegiertenkonferenz Frankfurt (O.).
LEIPZIG — Die in den Katalogen des DTSB Materiallagers Leipzig aufgeführten Ausrüstungs- und Bekleidungsgegenstände können zu jeder Zeit nach vorheriger schriftlicher Bestellung und Rückantwort gekauft werden.
HALLE — Einen Mädchenspielmannszug wollen die Sportfreunde der BSG Chemie Bernburg aufbauen. Sie haben in diesem Metier bereits einige Erfahrungen, denn bis 1973 bestand in dieser BSG ein solches Kollektiv, das leider aus beruflichen und privaten Ursachen der Mädchen aufgelöst werden mußte.
An den 1. Verbandstag des „MSV des DTSB der DDR“
Die Delegierten der 1. Bezirksdelegiertenkonferenz des Bezirksfachausschusses des MSV des DTSB der DDR begrüßen den Beschluß der 10. Tagung des Bundesvorstandes des DTSB, einen selbständigen Verband der Spielleute des DTSB zu bilden.
Damit wurden die hohen Leistungen der Vergangenheit gewürdigt, insbesondere bei der Vorbereitung und Durchführung politischer sowie gesellschaftlicher und sportlicher Höhepunkte wie die Turn- und Sportfeste der DDR, Gründungstage der DDR und den X. Weltfestspielen 1973.
Gleichzeitig wird damit der neuen und höheren Verantwortung des Spielleutewesens Rechnung getragen.
Wir wünschen dem 1. Verbandstag des MSV des DTSB der DDR viel Erfolg und Beschlüsse, die helfen, unseren neuen Verband noch schneller zu entwickeln und ihn würdig einordnen in das Kollektiv der Sportverbände der DDR.
Wir, die Delegierten des Bezirkes Frankfurt/Oder werden auch in Zukunft alles tun, um unsere Spielleutebewegung erfolgreich weiter zu entwickeln.
Delegierte der 1. Delegiertenkonferenz des BFA Frankturt/Oder
Frankfurt (O.), den 20. 1. 1974
Seite 3
Wir stellen die Bezirksfachausschußvorsitzenden vor
An der Spitze leistungsstarker Kollektive
In vielen Bezirken hat sich nach Abschluß der BFA-Wahlen eine Veränderung in der Funktionsbesetzung vollzogen.
Wir möchten an dieser Stelle die gewählten BFA-Vorsitzenden vorstellen und gleichzeitig den bisher tätigen Funktionären für ihre jahrelange aufopferungsvolle Arbeit recht herzlich danken, ihnen für die weitere Tätigkeit alles Gute, vor allem Gesundheit und Schaffenskraft wünschen.

BEZIRK SCHWERIN
Sportfreund ROLF BERNIET
Wohnhaft in 29 Wittenberge, Bahnstraße 34
Mit einem Studienabschluß als Ingenieurökonom ist der jetzt 33jährige im VEB Zellstoff- und Zellwollewerk Wittenberge als Ingenieur für Energiewirtschaft tätig.
Der Spielmannszug der BSG CM Veritas Wittenberge hat in ihm eine wertvolle Stütze, denn bisher war Sportfreund Berniet aktiv als Kampfrichter im zentralen Rahmen eingesetzt und sammelte wertvolle Erfahrungen.
Er ist Mitglied der SED, DSF, des FDGB, der KDT, ABI und des Kulturbundes.

BEZIRK FRANKFUFRT (Oder)
Sportfreundin INGEBORG HIEMER
Wohnhaft in 12 Frankfurt (Oder), Fr.-Hegel-Allee 11
Nach dem erfolgreichen Abschluß als Pharmazie-Kaufmann und der weiteren Tätigkeit in den bewaffneten Organen der DDR ist sie heute als Instrukteur im DTSB Bezirksvorstand Frankfurt (Oder) beschäftigt. Sie ist Mitglied im FC Vorwärts Frankfurt (Oder) und leitete mehrere Jahre eine Gymnastikgruppe im Wohngebiet.
Sie gehört seit 28 Jahren der SED an und ist außerdem im FDGB, DFD und der DSF organisiert.

BEZIRK SUHL
Sportfreund LOTHAR HESS
Wohnhaft in 6306 Geraberg, Karl-Marx-Straße 17
Der 24jährige gelernte Mechaniker ist als Lehrmeister in der BS Techn. Glas Ilmenau tätig.
Er gehört zum Kollektiv der BSG Chemie Geraberg und hat entscheidenden Anteil an der positiven Bilanz dieses Klangkörpers. Er ist Mitglied der SED, des FDGB, der GST und der DSF.

BEZIRK MAGDEBURG
Sportfreund HEINZ HUSTEDT
Wohnhaft in 301 Magdeburg, Bernhardt-Kellermann-Straße 9
Der gelernte Bäcker und heutige Behördenangestellte hat über viele Jahre die Leitung der Oscherslebener Spielleute in den Händen gehalten und das nicht ohne Erfolg.
Als er den Bezirk übernahm, trat er kein glückliches Erbe an. Doch in kollektiver Arbeit hat sich auch im Bördebezirk einiges getan.
Er ist Mitglied der SED und der DSF und erhielt für seine ausgezeichneten Leistungen in den Organen des MdI hohe Auszeichnungen.

BEZIRK KARL-MARX-STADT
Sportfreund HANS ULLMANN
Wohnhaft in 95 Zwickau, Kosmonautenstr. 14
Als Abteilungsleiter im VEB Sachsenring Zwickau besitzt der gelernte Maschinenschlosser die notwendigen Voraussetzungen, um das Niveau der Spielleute des Industriebezirks in den nächsten Jahren mit seinem Leitungskollektiv weiter zu verbessern.
Er ist Mitglied des Spielmannzuges der BSG Sachsenring und war drei Jahre als Bezirkstechniker tätig.
Seit 25 Jahren ist er Mitglied der SED und darüber hinaus im FDGB und der KDT organisiert.

BEZIRK HALLE
Sportfreund KARL-HEINZ SEIFERT
Wohnhaft in 453 Roßlau, Mörickestraße 12
Seit vielen Jahren gehört sein Herz der Spielleutebewegung und mit ihr ist er jung geblieben, der Angestellte im VEB ORWO Wolfen.
Als Sektionsleiter des Kollektivs der BSG Chemie Rodleben wollte er künftig tätig sein, doch er hat nicht lange „gefackelt“ und übernahm die Funktion des BFA-Vorsitzenden.
Gewiß wird er aus seinem eigenen Kollektiv viel Unterstützung erhalten, doch Sportfreund Seifert erwartet sie auch von den anderen Sportfreunden des Chemiebezirkes — und das hoffentlich nicht umsonst.
Seiten 4 & 5
Überall eine deutliche Orientierung nach vorn
Berichte — Analysen von den BFA-Wahlen
Die Bezirksdelegiertenkonferenzen der Spielleute zur erstmaligen Wahl der Bezirksfachausschüsse des MSV des DTSB der DDR liegen hinter uns. Sie hatten einen überaus erfolgreichen Verlauf und zeigten, wie ernst unsere Sportfreunde an die Lösung dieser Aufgaben herangegangen sind.
In enger Verbindung mit den DTSB-Bezirksvorständen — dafür soll den Freunden herzlichst gedankt werden — wurden alle organisatorischen und inhaltlichen Fragen beraten und verwirklicht.
Das Niveau der Wahlversammlungen war eine Bestätigung dessen, was bereits nach den Sektionswahlen festgestellt werden konnte, das Interesse an den gemeinsamen Problemen hat sich entscheidend vergrößert, jeder ist bemüht, seinen eigenen Beitrag zu leisten.
Aus den teilweise recht umfangreichen Rechenschaftsberichten und vielseitigen Diskussionsbeiträgen wollen wir in dieser und der nächsten Ausgabe die wichtigsten Passagen herausgreifen. Sie sollen dazu beitragen, Vergleiche zu ziehen und die Erfahrungen anderer auszuwerten.
FRANKFURT (Oder)
Aus dem Vorhandenen muß mehr gemacht werden
Es ist nicht neu und auch kein Geheimnis, daß der Oderbezirk in der Spielleutebewegung des DTSB bisher ein recht stiefmütterliches Dasein führte. Die Kollektive konnten sich kaum für eine höhere Leistungsklasse qualifizieren, die Teilnahme an zentralen Veranstaltungen war auf Grund des unzureichenden Leistungsniveaus nicht möglich, die Ausbildung litt häufig unter mangelnder Anleitung.
Das alles stellten auch die Delegierten der BFA Wahlversammlung fest und stimmten deshalb dem Rechenschaftsbericht und dan zahlreichen Diskussionsbeiträgen voll inhaltlich zu.
Im einleitenden Rechenschaftsbericht heißt es u. a.: „... Mit der Bildung des ‚MSV des DTSB der DDR‘ erhöht sich die Verantwortung aller Mitglieder der Spielleutebewegung auch in unserem Bezirk. Wir können zwar auf eine solide Grundlage verweisen, doch es gilt, sie in kürzester Zeit in allen Bereichen zu erweitern... Die bisherige Entwicklung der Spielmannszüge im Bezirk reicht nicht aus. Die 500 im DTSB organisierten Mitglieder entsprechen nicht den Möglichkeiten, die unser Bezirk für die Spielleutebewegung bietet.
... Abgesehen von der Tatsache, daß in den Kreisen Strausberg, Seelow, Fürstenwalde und Beeskow noch keine Spielleutekollektive bestehen und in Schwedt erst mit dem Neuaufbau begonnen wird, werten wir besonders kritisch, daß ein Teil der größeren und in vielen Positionen führenden Sportgemeinschaften der Spielleutebewegung ein zu geringes Augenmerk widmen. Die BSG Halbleiterwerk, BSG Pneumant und BSG Motor in Eberswalde sind nur einige, die sich etwas einfallen lassen sollten. In diesem Zusammenhang gilt unser Dank jenen Sportgemeinschaften, die ihre Möglichkeiten ausschöpften — SG Hohenwutzen, SG Neureetz, BSG Aufbau Gartz und BSG Aufbau Biesenthal.
... Als völlig unzureichend muß auch der gegenwärtige Leistungsstand der einzelnen Klangkörper eingeschätzt werden. Trotz viel persönlichen Einsatzes, Fleiß und Einsatzbereitschaft der Funktionäre und Übungsleiter, deden dafür ebenfalls Dank gesagt wird, konnte der Durchbruch nicht erzielt werden. Alle Wettkampfergebnisse der letzten Jahre bestätigten das sehr nachhaltig.
... Worin sind nun die nächsten Aufgaben zu sehen?
In erster Linie ist das fachliche Niveau zu verbessern. Neben der kontinuierlichen Übungsleiteraus- und -weiterbildung, der Bereicherung des Wettkampfprogramms und der Gestaltung zentraler Trainingslager gehört dazu eine allseitige Anleitung durch den BFA. Diese Unzulänglichkeiten der letzten Jahre — eine erste Ursache des negativen Standes — sind aber nur dann zu überbrücken und zu korrigieren, wenn eine kontinuierliche Führungs- und Leitungstätigkeit in allen Leitungsebenen durchgesetzt wird.
Eine weitere Aufgabe sehen wir in der Bildung neuer Kollektive in den Kreisen und Sportgemeinschaften, die von uns bereits genannt wurden.
Nicht zuletzt in der praktischen Tätigkeit sehen wir den Aufbau und die Weiterbildung unseres Bezirksspielmannszuges des DTSB.
Mit der Erfüllung dieser Vorhaben sehen wir einen wesentlichen Beitrag des Oderbezirkes zur Entwicklung des ‚MSV des DTSB der DDR‘ und gleichzeitig unser Fernziel, die Teilnahme am nächsten Turn- und Sportfest der DDR“.
KFA Altenburg — ein Beispiel für den Bezirk?
Seit über 15 Jahren besteht im Kreis Altenburg (Bezirk Leipzig) eine Leitung der Spielleute, die auf Kreisebene die Geschicke in die Hände genommen hat. Nun wurde unlängst aus diesem Gremium der neue Kreisfachausschuß gebildet.
Verdiente und zugleich erfahrene Sportfreunde haben ihre Unterstützung zugesagt und arbeiten im KFA mit (warum war das bisher nicht auf Bezirksebene möglich?).
Fünf Kollektive arbeiten gegenwärtig in diesem Kreis aktiv, fünf weitere sollen mit Hilfe des KFA einsatzfähig gestaltet bzw. neu aufgebaut werden. Wahrlich ein positives Vorhaben und Beispiel, bedenkt man, daß 130 Einsätze der einzelnen Klangkörper und 12 Kreisauftritte für 1972/73 zu Buche stehen.
Könnte in Leipzig nicht aus den Altenburger Erfahrungen gelernt werden?
Zwischen ihnen liegen zwei Generationen
Eine nette Idee hatten die Organisatoren der Bezirksdelegiertenkonferenz Halle. Sie überreichten dem jüngsten Delegierten, der 12jährigen Elke Buchmann — Stabführerin des Kinderspielmannszuges der BSG Stahl Hettstedt — und dem ältesten Sportfreund, dem 60-jährigen Genossen Werner Lauf — Sektionsleiter des Mädchenspielmannszuges der BSG Empor Quedlinburg — eine Anerkennung.
Außerdem wurden für ihre bisherigen vorbildlichen Leistungen innerhalb der Spielleutebewegung des Bezirkes Halle die Sportfreunde Claus Peter Conrad, Peter Ahlborn sowie die Kollektive der BSG Aktivist Luckenau und der BSG Chemie Bernburg geehrt.
Allen Sportfreundinnen und Sportfreunden auch unseren herzlichen Glückwunsch.
SUHL
Frischer Wind aus dem Thüringer Wald
Größere Kunde war auch in den letzten Jahren aus diesem Bezirk nicht zu hören. Es gab hin und wieder einzelne positive Beispiele, aber ein bedeutender Schritt nach vorn konnte niemals getan werden. In den zurückliegenden Monaten, eigentlich schon mit der unmittelbaren Vorbereitung auf die X. Weltfestspiele, deutete sich eine Veränderung an.
In Geraberg bei der BSG Chemie hatte man sich klare Zielsetzungen für eine Verbesserung der Tätigkeit in allen Bereichen erarbeitet und nun schien der ganze Bezirk mitzuhelfen.
Das führte zu vielseitigen Aktivitäten, die ihren Niederschlag in der Neubildung von Kollektiven, dem umfangreichen Auftreten zu gesellschaftspolitischen Ereignissen und anderen Maßnahmen fanden.
Erfreut konnten deshalb die Delegierten im Verlauf der BFA-Wahlversammlung zur Kenntnis nehmen, daß die künftige Arbeit des neuen BFA auf diesen positiven Entwicklungstendenzen aufbauen wird, um den Bezirk Suhl schrittweise an das Leistungsniveau der anderen Bezirke heranzuführen.
Daß dazu noch eine Reihe weiterer Maßnahmen gehören, wurde aus dem vorliegenden Rechenschaftsbericht deutlich. Darin heißt es u. a.:
„... Unsere Entschließung hat zum Ziel, die einzelnen Kollektive zu stärken, die Wirksamkeit der ideologischen Arbeit zu erhöhen und die schöpferische Initiative aller Sportler zu entfalten.
... Die Zahl der Mitglieder, die in den beiden letzten Jahren von 125 auf 442 angestiegen ist, soll sich auf 530 erhöhen. Die Kollektive der BSG Feinmeß Suhl und aus Breitungen nehmen erstmals an den Bezirksmeisterschaften teil, während die Kreise Hildburghausen, Meiningen, Neuhaus und Sonneberg neue Sektionen aufbauen.
... Besonderes Augenmerk wird der Entwicklung des Nachwuchses gewidmet. Dafür ist mit allen gesellschaftlichen Einrichtungen engste Verbindung zu halten und das Programm der Wettkämpfe ständig zu erweitern.
... Neue und vor allem junge Kader sollen mithelfen, die hohen gestellten Aufgaben in bester Qualität zu erfüllen.“
HALLE
Gesunde Unruhe im Saalebezirk
Für den objektiven Betrachter war die Bezirksdelegiertenkonferenz der Spielleute des Chemiebezirkes alles andere als überschäumend oder so la-Ia. Es war, wie Sportfreund Wolfgang Gehrke, Sektionsleiter der BSG Aktivist Luckenau in seinem Diskussionsbeitrag treffend erklärte, eine gewisse Unruhe zu spüren.
Diese Feststellung bezieht sich keineswegs auf äußere Umstände, sondern vielmehr auf die Bereitschaft aller, auf den guten Ergebnissen der zurückliegenden Jahre aufzubauen und nach neuen, nach höheren Zielen zu streben.
Im Rechenschaftsbericht konnte stolz zum Ausdruck gebracht werden, daß alle Kollektive und Aktive in den vergangenen Jahren gewachsen sind. Das zeigte sich in der Vorbereitung und Durchführung der X. Weltfestspiele, wo die Hallenser einen positiven Kern im „Übungsverband Musikschau“ bildeten. In der Auswertung des sozialistischen Wettbewerbs erhielten sie dafür zweimal die Wandertrophäe.
Fortsetzung auf S. 6

DIESE JUNGEN LEUTE sorgten 1971 mit ihren überaus guten Leistungen bei der „DDR-Meisterschaft“ in Oschersleben für einiges Aufsehen. Das Kollektiv der SG Dynamo Halle war innerhalb weniger Jahre zu einem Spitzenklangkörper herangewachsen, errang die Bronzemedaille und tauschte sie bereits 12 Monate später gegen die Silberne ein. Was werden die Hallenser in diesem Wettkampfjahr zeigen?

Eine jährliche Bewährung hat der „Zentrale Kinderspielmannszug des DTSB“ in den Sommerferien. Auch 1974 wird es so sein, wenn die Mädchen und Jungen im Rahmen der Angelweltmeisterschaften in Cottbus auftreten. Damit dieser Einsatz erfolgreich abgeschlossen wird und die musikalisch-technische Ausbildung weitere Fortschritte bringt, setzt sich Sportfreund Lorenz mit viel Liebe, Ausdauer und beachtlichen pädagogischen Fähigkeiten ein.
Beiden Übungsleitern soll an dieser Stelle stellvertretend für alle herzlichst gedankt werden, für die nimmermüde Tätigkeit mit der Hoffnung, daß sie auch künftig alle Kraft einsetzen, um die Aufgaben des neuen Verbandes vorbildlich zu erfüllen.

SPORTFREUND GERHARD HEPACH und Sportfreund Rolf LORENZ (rechts) gehören seit vielen Jahren zu den aktivsten Übungsleitern innerhalb der Spielleutebewegung.
Beide sind für zentrale Klangkörper verantwortlich und haben entscheidenden Anteil an den Erfolgen dieser Kollektive.
Sportfreund Hepach widmet sich mit viel Einsatzbereitschaft, Fleiß und Freizeit der Ausbildung des „Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB“. Das heißt im Winter, Übungsstunden in den einzelnen Teilkollektiven von Quedlinburg bis Freital, Benndorf bis Dresden.
Seite 6
Fortsetzung von S. 5
DRESDEN
Entwicklung des Nachwuches — Anliegen aller
Zur BFA-Wahl des Bezirkes Dresden, die am 15. 2. 1974 in Radeberg stattfand, beschlossen alle Delegierten, ihre ganze Kraft einzusetzen, um die Aufgaben des neugebildeten Musik- und Spielleute-Verbandes des DTSB der DDR gewissenhaft zu erfüllen.
Das Ziel der gesamten politisch-ideologischen und geistig-kulturellen Betätigung besteht darin, hohe Ergebnisse auf musikalisch-technischem Gebiet zu erreichen und sozialistische Persönlichkeiten zu formen, die nach hohen Leistungen in der Schule, im Studium, im Beruf und im Sport streben und als bewußte Staatsbürger ihren Beitrag zur allseitigen Stärkung unserer sozialistischen Republik leisten, was in der Entschließung der Delegiertenkonferenz zum Ausdruck kommt.
Die Hauptaufgaben auf technisch-organisatorischem Gebiet sind die vollständige Erfassung aller Spielleutekollektive des Bezirkes, die besondere Förderung schwacher Kollektive, die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern sowie Kampfrichtern und die Schaffung günstiger Wettkampfbedingungen für alle im MSV des DTSB der DDR zusammengeschlossenen Genres. Ein weiteres Hauptaugenmerk ist auf die Bildung und Entwicklung von Kinderspielmannszügen und die Förderung des Nachwuchses in allen Klangkörpern zu legen. Um ein leistungsstarkes Bezirkskorps zu schaffen, ist es notwendig, die Zusammenarbeit mit den staatlichen Organen und der FDJ in allen Kreisen zu verbessern.
In der Zusammenfassung der Diskussion zum Rechenschaftsbericht wurde nochmals die Arbeit auf politisch-ideologischem Gebiet in allen Kollektiven von Sportfreund Deicke, Stellv. Vorsitzender des DTSB BV Dresden, hervorgehoben und die Orientierung auf kommende Höhepunkte des laufenden Sportjahres gegeben.
Der neugewählte BFA-Vorsitzende, Sportfreund Hesse, legte in seinem Schlußwort noch einmal die bestehenden Aufgaben dar und versicherte, daß der neue Fachausschuß der Spielleute des Bezirkes Dresden alles tun wird, um die gesteckten Ziele des MSV des DTSB der DDR zu erreichen.
Helga Neuwirth
SCHWERIN
Eine überzeugende Bilanz von 42 Monaten
Was sich in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren im Bezirk Schwerin auf dem Gebiet der Spielleutebewegung des DTSB entwickelte, kann sich sehen lassen — ist beispielgebend für viele andere Bezirke.
Ursache dieser positiven Tendenz ist die Tatsache, daß die 1970 neugebildete Bezirksspielleutekommission nicht lange diskutierte und Pläne der Pläne wegen erarbeitete, sondern zielstrebig mit einer notwendigen Bestandsaufnahme begann und aus den Ergebnissen schlußfolgernd einen Perspektivplan bis 1975 aufstellte. Aus ihm wurden die konkreten Maßnahmen der einzelnen Sportjahre abgeleitet und wie sich heute zeigt, mit beachtlichen Erfolgen.
Aus 135 Spielleuten im Jahre 1970 wurden 1973 290 — aus 4 Sektionen 6 mit 9 Kollektiven.
Aus einigen Übungsleitern ohne Abschluß wurden 53 mit der Qualifikation der Stufe I bzw. II und die Zahl der Kampfrichter stieg von 4 auf 11.
All das konnte neben einigen anderen Aspekten im Verlauf der Bezirksdelegiertenkonferenz mit Stolz verkündet werden.
Doch gleichzeitig setzten die Sportfreunde dieses Bezirkes mit ihrer Bilanz neue Maßstäbe, nach denen nun im BFA gearbeitet werden soll.
In der Diskussion, an der sich 11 Sportfreunde beteiligten, kam übereinstimmend zum Ausdruck, daß der ständigen Erhöhung des Niveaus der künstlerischen Qualität das Hauptaugenmerk geschenkt werden muß.
Das setzt aber voraus, daß die politisch-ideologische Arbeit noch stärker in den Mittelpunkt gerückt und zum Ausgangspunkt aller Initiativen werden muß, als bisher. Das gilt ebenso für die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern und Kampfrichtern, wie für die kontinuierliche Heranbildung des Nachwuchses.
Ein gutes Leitungskollektiv hatte sich im Bezirk Schwerin in den zurückliegenden Jahren unter der bewährten Führung das Genossen Lothar Noltin geformt. Nun ging die Verantwortung in andere, jüngere Hände über. Doch Bange braucht dabei keinem zu werden, denn die neue Leitung wurde systematisch an ihre Aufgaben herangeführt.
ADORF — Dem Blasorchester der BSG Fortschritt Adorf, Mitglied des „Zentralen Blasorchesters des DTSB“ wurde im Januar 1974 der Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ verliehen.
ZWICKAU — Um das Verständnis für die „Hausaufgaben“ ihrer Kinder zu regen, führten die Sportfreunde der BSG Sachsenring eine Übungsstunde mit dem Kinderzug durch, zu der die Eltern eingeladen waren. Der Erfolg bestätigte die Richtigkeit des Vorhabens.
BERLIN — Im Ergebnis der durchgeführten BFA-Wahlen kann eingeschätzt werden, daß sich überwiegend der Anteil der weiblichen Funktionäre erhöht hat — nicht nur in Funktionen für Finanzen oder Protokollführung.
ERFURT — Das niedrigste Durchschnittsalter der Delegierten hatte der Bezirk Erfurt aufzuweisen, obwohl er nicht über die prozentual größte Anzahl von Nachwuchskollektiven verfügt.
Im Zeichen unseres 1. Verbandstages
Fortsetzung von Seite 1
Nach der Veröffentlichung der neuen Wettkampfordnung wird momentan an der Übungsleiter- und Kampfrichterausbildungs- und -prüfungsordnung gearbeitet, die gemeinsam mit der Rechts- und Strafordnung unmittelbar nach dem Verbandstag erscheinen werden.
Besonderes Augenmerk gilt dabei der Rechts- und Strafordnung. Sie legt u. a. exakt fest, welche Maßnahmen (Punktabzüge, Sperren u. a. m.) anzuwenden sind, wenn Kampfrichter im Wettkampf zur „Bestrafung“ greifen müssen oder Termine, gleich welcher Art, nicht eingehalten wurden. Auch undiszipliniertes Verhalten von Kollektiven bzw. einzelner Sportler, das unbegründete Fehlen bei gesellschaftspolitischen Einsätzen findet darin eine entsprechende Behandlung.
Um es in einem Satz zu sagen — alle Initiativen und Handlungen ordnen sich einem Hauptanliegen unter, der Vorbereitung des 1. Verbandstages des „MSV des DTSB der DDR“ und der weiteren kontinuierlichen Entwicklung der Spielleutebewegung im DTSB.
Seite 7

LERNEN, ist das Eine — UMSETZEN, das Andere
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sind keine Mittel zum Selbstzweck, sondern wichtige Kriterien für eine künstlerisch anspruchsvolle und unseren Leistungsforderungen entsprechende Entwicklung aller Genres. Unter diesem Gesichtspunkt sollte man alle diesbezüglichen Vorhaben planen, durchführen und auswerten.
Letzteres scheint noch nicht richtig verstanden zu werden. Denn die zahlreichen Lehrgänge der zurückliegenden 4 Jahre machen deutlich, daß ständig die gleichen Probleme auftreten, über die aber im Verlauf vorangegangener Schulungen bereits beraten wurde und auch Wege zur Veränderung gefunden schienen.
Diese getroffene Feststellung bestätigte auch der Weiterbildungslehrgang des „Zentralen Fanfarenzuges des DTSB“, der Ende 1973 stattfand.
Erfahrungen der X. Weltfestspiele genutzt
Gestützt auf die umfangreichen Erfahrungen der Weltfestspielvorbereitung und -durchführung wurde das Lehrprogramm gestaltet.
Da aber die Einladungen der Fachkommission Fanfaren nicht deutlich machten, worum es in diesem Lehrgang gehen sollte, kamen nahezu alle Teilnehmer völlig unvorbereitet nach Halberstadt. Hier also bereits der erste Fehler.
Im Mittelpunkt der Lehrtätigkeit standen Grundlagen der Führungs- und Leitungstätigkeit, der Planung in den Kollektiven, die als Frage klären sollten: „Was ist unter politisch-ideologischer Arbeit zu verstehen und wie organisiert man den Prozeß der kontinuierlichen politischen Arbeit?“ Diese Aufgabe war keineswegs leicht, aber aus den Erfahrungen der zurückliegenden Monate dringend notwendig. Denn nicht nur blasen und trommeln gehört zu einem guten Kollektiv — es wird auch und vor allem nach seiner Handlungsweise, seiner gesellschaftlichen Aktivität beurteilt. Und gerade das scheint uns, fehlt noch im überwiegenden Maß.
Ergebnisse — Spiegelbild der politisch-ideologischen Tätigkeit im Kollektiv?
Wie immer nach Lehrgängen, kam es auch bei diesem zu einer Prüfung.
Die ungenügende Vorbereitung und überwiegend mangelndes Interesse der Teilnehmer führten zu Ergebnissen, mit denen sich die Fachkommission unbedingt auseinandersetzen muß. Und hier zeigt sich der zweite Fehler. Denn bisher nahm man die Resultate zur Kenntnis, ohne daraus Maßnahmen abzuleiten.
Aber auch die Sektionsleitungen sollten über die folgenden Ergebnisse nicht nur den Kopf schütteln:
| Teilnehmer | Durchschnitt |
| Potsdam | 1,8 |
| Hennigsdorf | 2,3 |
| Päd. Leipzig | 3,1 |
| Norhausen | 3,3 |
| Dyn. Berlin | 3,5 |
Das Lernen im Verlauf des Lehrgangs und die Ergebnisse der Prüfung sind das eine — weit wichtiger ist das Umsetzen des Erlernten in den Heimatkollektiven. Es sollen sozialistische Persönlichkeiten herausgebildet werden, die sich auszeichnen durch ein Minimum an Neutralität, aber ein Maximum an Parteilichkeit aufweisen.
Um das zu erreichen, muß man sich überlegen, wem man zu Lehrgängen delegiert und wie diesen Sportfreunden in der Vorbereitung geholfen werden kann.
Denn die Lehrgänge kosten Geld und Zeit, Anfänger auf fachlichem Gebiet oder junge unerfahrene Mädchen und Jungen sollten vorerst im eigenen Kollektiv geformt werden. Das sollte man nicht anderen überlassen, wie es teilweise während der letzten Lehrgänge von Nordhausen und Dynamo Berlin praktiziert wurde.
Wir haben eine große Verantwortung nach den X. Weltfestspielen zu tragen. Ihr gerecht zu werden und anläßlich des 25. Jahrastages der Gründung der DDR nach noch höheren Leistungen zu streben, ist unsere Verpflichtung, die wir erstmals zum 1. Verbandstag des „MSV des DTSB der DDR“ abrechnen.
Helmuth Zach, Lehrgangsleiter
Unentschuldigt — ein Kavaliersdelikt?
Es gehört einerseits zum normalen Anstand, daß man sich im Verhinderungsfall für das Fehlen, gleich aus welchem Anlaß, entschuldigt. Andererseits ist es eine Mißachtung des Vertrauens, wenn man eine Entschuldigung unterläßt und nicht zu Ereignissen (Tagungen, Veranstaltungen, Wettkämpfen u. a. m.) erscheint, zu denen man eingeladen oder gar im Auftrag anderer delegiert wurde.
In unserem Fall sind jene Sportfreundinnen und Sportfreunde gemeint, die während der Sektionswahlvarsammlungen das Vertrauen ihrer Kameraden erhielten und damit das Mandat übertragen bekamen, an den Bezirksdalegiertenkonferenzen der Spielleute teilzunehmen.
Überall, ob in Halle — da waren es gleich 7 — oder Cottbus, Karl-Marx-Stadt — da glänzten die Sportfreunde der BSG Lok Zwickau alle durch Abwesenheit — oder Berlin — da wird in der nächsten Ausgabe gesondert zu berichten sein —, in den Protokollen konnte niemals eine hundertprozentige Teilnahme vermerkt werden. Der Grund: es fehlten Delegierte unentschuldigt. Das ist kein Kavaliersdelikt und sollte in den betreffenden Kollektiven und Bezirken gründlich ausgewertet werden. Wir würden gern über die Ergebnisse berichten.
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Wir ehren unsere Veteranen
Vom Spielmannszug der BSG TRAKTOR LUISENTHAL feierten in den letzten Tagen verdienstvolle Sportfreunde Geburtstag.
Diesen Spielleuten, die noch heute teilweise zu den aktivsten des Kollektivs zählen, wünschen wir alles Gute, Gesundheit und Schaffenskraft.
Wir ehren:
| Sportfreund ERICH TRIEBEL | 72 Jahre |
| Sportfreund EDMUND LEYH | 70 Jahre |
| Sportfreund KARL ECKHOLD | 70 Jahre |
| Sportfreund HILMAR HOPF | 65 Jahre |
| Sportfreund PLONIS KÖLLMER | 50 Jahre |

Hinweis der Fachkommission Fanfaren
Den Kollektiven der Leistungsklasse der Naturfanfaren soll an dieser Stelle der wichtige Hinweis gegeben werden, daß die Flach- und Hochtrommel beim „Dynamomarsch“, Pflichtmarsch der „DDR-Bestenermittlung 1974“ in Potsdam, piano getrommelt werden müssen.
Klaus Gesierich, Komponist
In diesem Zusammenhang sei nochmals bemerkt, daß die Noten des gesamten Kürvortrages für die „DDR-Bestenermittlung 1974“ als Teilpartituren (It. Wettkampfordnung des „MSV des DTSB der DDR“) abzugeben sind.
Auszeichnungen zum 5. Geburtstag
Aus Anlaß des fünfjährigen Gründungsjubiläums wurde das Kollektiv des Fanfarenzuges der SG DYNAMO NW BERLIN mit der „Medaille für hervorragende Leistungen bei der sozialistischen Erziehung in der Pionierorganisation ‚Ernst Thälmann‘ “ in Bronze und der „Ehrennadel der Nationalen Front der DDR“ in Silber ausgezeichnet.
Die Sportfreundin RENATE MÜLLER und Sportfreund WOLFGANG OHM erhielten für ihre gezeigten Leistungen die „Ehrennadel für erfolgreiche Arbeit in der Pionierorganisation ‚Ernst Thälmann‘ “.
Die Sportfreundin Ingrid Müller und die Sportfreunde Paul Nitzsche, Heinz Zahrt sowie Kurt Müller wurden mit der „Ehrennadel der SV Dynamo“ in Bronze geehrt.

Letzte Meldung
Für seine ausgezeichnete gesellschaftliche Tätigkeit, vor allem in der Spielleutebewegung des DTSB, wurde Sportfreund OTTO RINGEL, Stabführer des Spielmannszuges der BSG Traktor Hirschfeld mit der „Verdienstmedaille der DDR“ ausgezeichnet.
Dazu unseren herzlichsten Glückwunsch.
Ein Sonderlehrgang an der Sportschule in Weißenfels vereinte Funktionäre und erfahrene Übungsleiter aller Genres.
Hauptanliegen ihrer Zusammenkunft war die Erarbeitung der neuen Übungsleiter- und Kampfrichterausbildungsordnungen, nach denen künftig auch in den Bezirken und Kreisen gearbeitet werden soll.
Das zentrale Trainingslager der Kinderspielmannszüge des „MSV des DTSB der DDR“ findet in diesem Jahr vom 7. bis 23. Juli in Weißwasser, Bezirk Cottbus, statt.
Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission im DTSB, Berlin — Chefredakteur: Bernd Schenke — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB typodruck Döbeln III-8-4
