Der Tambour/Ausgabe 1974 03
6. Jahrgang, Ausgabe März 1974
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Seite 1

Neue Postanschrift ab 1. April
Mit Bildung des selbständigen Verbandes der Spielleute im DTSB ergibt sich mit Wirkung vom 1. April 1974 eine neue Postanschrift:
- MSV des DTSB der DDR
Generalsekretariat
- 1055 Berlin
Storkower Straße 118
Tel.: Berlin 5 38 40
- An diese Anschrift sind alle Postsendungen zu richten.
Im Zeichen unseres ersten Verbandstages
- Am Vorabend des 28. Jahrestages der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands treffen sich in Leipzig im Sportforum 136 Delegierte und Gäste zum 1. Verbandstag des „Musik- und Spielleute-Verbandes des DTSB der DDR“.
- Es wird Rechenschaft gelegt, über die hinter uns gebrachte Wegstrecke und der Blick nach vorn, auf die neuen komplizierten Aufgaben gerichtet sein.
Die durchgeführten Bezirksdelegiertenkonferenzen, wir berichten auf unseren Innenseiten näher darüber, standen ganz im Zeichen dieses für uns alle so bedeutsamen Ereignisses und die folgenden haben es ebenso deutlich gezeigt, daß wir im Kollektiv weiter gewachsen sind.
Aber nicht nur die Bezirkskonferenzen richten sich aus auf den 1. Verbandstag — auch in den verschiedenen Kommissionen und Leitungen wird alles unter diesem Blickwinkel getan.
Die Zentrale Spielleutekommission hat am 1. März alle Kadervorschläge für das künftige Präsidium des „MSV des DTSB der DDR“ eingehend beraten und bestätigt. Gleiches trifft für die Revisionskommission zu.
In den einzelnen Kommissionen des zu wählenden Präsidiums gibt es allerdings noch eine Reihe von Maßnahmen, die unbedingt in den nächsten Wochen durchzusetzen sind, um die Arbeitsfähigkeit zu garantieren. Das trifft vor allem auf die Besetzung aller Funktionen mit geeigneten Kadern zu und die systematische Arbeit nach den bestätigten Arbeitsplänen.
Noch vor dem Verbandstag wird das Sekretariat der Zentralen Spielleutekommission einige wichtige Beschlüsse fassen, die in erster Linie die perspektivische Entwicklung der einzelnen Genres zum Inhalt haben.
Fortsetzung auf Seite 6
Viermal mit Verspätung
Wir bitten unsere Leser um Verständnis, wenn die ersten vier Ausgaben dieser Jahres verspätet erscheinen. Durch organisatorische Umstände und strukturelle Veränderungen wird ein regelmäßiges Erscheinen erst ab Mai 1974 wieder möglich sein.
Seite 2
Titelverteidiger mit Startnummer sieben
- Nach vierundzwanzig Monaten wieder um Meisterehren
- „Aufstiegsturnier 1974“ mit äußerst starker Konkurrenz
Im Verlauf der letzten Tagung der Fachkommission Spielmannszüge wurde die Startreihenfolge für die diesjährigen zentralen Wettkämpfe der Erwachsenenspielmannszüge ausgelost.
In Treuenbrietzen, wo die „DDR-Meisterschaft 1974“ ausgetragen wird und Mühlhausen, Gastgeber für das „Aufstiegsturnier 1974“, gibt es demnach folgende Reihenfolge:
SONDERKLASSE
BSG Mansfeldkombinat
TSG Wismar
BSG Traktor Zabeltitz
BSG Stahl Hettstedt (A)
BSG Motor Treuenbrietzen
BSG Traktor Hasselfelde
BSG Medizin Mühlhausen (M)
BSG Aufbau Brandenburg
BSG Chemie Rodleben
TSG Traktor Taucha
SG Oberlichtenau (A)
SG Dynamo Halle
BSG Lok Oschersleben (A)
BSG Traktor Luisenthal
BSG Einheit Ruhland (A)
LEISTUNGSKLASSE I
TSG Chemie Apolda
BSG Einheit Pritzerbe
BSG Chemie Bernburg
BSG Einheit Wurzen
BSG Aufbau Karl-Marx-Stadt
BSG Baukema Aschersleben
TSG Lübbenau
SG Pritzwalk/Perleberg
BSG Motor Lauchhammer Ost
BSG Traktor Hirschfeld
BSG Einheit Tessin
BSG Empor Klengel-Serba
Wenige Tage vor Vollendung seines 86. Lebensjahres verstarb Sportfreund
RICHARD BÜCHNER
vom Spielmannszug der BSG Aufbau Karl-Marx-Stadt. Seit 1924 gehörte er zur Spielleutebewegung und war nach dem zweiten Weltkrieg einer der Aktivisten der ersten Stunde. Bis zu seinem 74. Lebensjahr wirkte er als Schlagzeuger aktiv mit und war stets ein Vorbild an Einsatzbereitschaft.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Die Spielleute der BSG Aufbau Karl-Marx-Stadt
Kurz aber wichtig

COTTBUS — Der im Textilkombinat Cottbus gegründete Mädchenspielmannszug kann gegenwärtig 120 Mitglieder nachweisen. 90 davon wurden bereits in die BSG Fortschritt aufgenommen.
Unter der Anleitung von Übungsleitern der TSG Lübbenau sowie ehemaliger Berufsmusiker bereitet sich das Kollektiv auf die diesjährigen Bezirksmeisterschaften vor, an denen die Mädchen zum ersten Mal teilnehmen werden.
FRANKFURT (O.) — Eine Protestresolution gegen die Mordpraktiken der Militärjunta in Chile, verbunden mit der Forderung nach sofortiger Freilassung von Louis Corvalan und aller widerrechtlich eingekerkerten standhaften Kommunisten, verabschiedeten die Delegierten der Bezirksdelegiertenkonferenz Frankfurt (O.).
LEIPZIG — Die in den Katalogen des DTSB Materiallagers Leipzig aufgeführten Ausrüstungs- und Bekleidungsgegenstände können zu jeder Zeit nach vorheriger schriftlicher Bestellung und Rückantwort gekauft werden.
HALLE — Einen Mädchenspielmannszug wollen die Sportfreunde der BSG Chemie Bernburg aufbauen. Sie haben in diesem Metier bereits einige Erfahrungen, denn bis 1973 bestand in dieser BSG ein solches Kollektiv, das leider aus beruflichen und privaten Ursachen der Mädchen aufgelöst werden mußte.
An den 1. Verbandstag des „MSV des DTSB der DDR“
Die Delegierten der 1. Bezirksdelegiertenkonferenz des Bezirksfachausschusses des MSV des DTSB der DDR begrüßen den Beschluß der 10. Tagung des Bundesvorstandes des DTSB, einen selbständigen Verband der Spielleute des DTSB zu bilden.
Damit wurden die hohen Leistungen der Vergangenheit gewürdigt, insbesondere bei der Vorbereitung und Durchführung politischer sowie gesellschaftlicher und sportlicher Höhepunkte wie die Turn- und Sportfeste der DDR, Gründungstage der DDR und den X. Weltfestspielen 1973.
Gleichzeitig wird damit der neuen und höheren Verantwortung des Spielleutewesens Rechnung getragen.
Wir wünschen dem 1. Verbandstag des MSV des DTSB der DDR viel Erfolg und Beschlüsse, die helfen, unseren neuen Verband noch schneller zu entwickeln und ihn würdig einordnen in das Kollektiv der Sportverbände der DDR.
Wir, die Delegierten des Bezirkes Frankfurt/Oder werden auch in Zukunft alles tun, um unsere Spielleutebewegung erfolgreich weiter zu entwickeln.
Delegierte der 1. Delegiertenkonferenz des BFA Frankturt/Oder
Frankfurt (O.), den 20. 1. 1974
