Der Tambour/Ausgabe 1975 08

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7. Jahrgang, Ausgabe August 1975

Scan der Original-Ausgabe als PDF

Seite 1

Ereignisreiche Julitage setzten neue Akzente

■ „DDR-Meisterschaften“ und „DDR-Bestenermittlungen“ der höchsten Klassen verdeutlichten gegenwärtigen Leistungsstand

■ Mitgestaltung der V. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR ein würdiger Beitrag unserer Spieileutebewegung

■ Zentrale Trainingslager als wertvolle Fundgruben für die künftige Vorbereitung unserer Aktiven

Die heißen Julitage liegen hinter uns. Überall beginnt jetzt die systematische Vorbereitung auf das neue Ausbildungsjahr 1975/76.

Wir können uns dabei allerorts auf die zahlreichen Erfahrungen der zurückliegenden Monate stützen, die wertvolle Hinweise vermittelten, aber auch schonungslos unsere Fehler sowie wichtige Reserven in unserer Arbeit aufdeckten.

Dennoch, und das sollte an dieser Stelle geschehen, haben wir allen Grund, den Aktiven, Funktionären und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern unserer Spielleutebewegung herzlichst zu danken für die großzügige Hilfe und Unterstützung, die wir auf allen Ebenen erhalten haben. Sie hat wesentlich zum Gelingen beigetragen und die Reihen gestärkt.

Fortsetzung auf Seite 2

Ein seltener Jubilar

Am 27. September feiert Sportfreund Erich FRÄDERICH vom Spielmannszug der BSG Aufbau Brandenburg seinen 70. Geburtstag.

Seit 1921 ist er der-Spielleutebewegung eng verbunden und setzte nach 1945 seine ganze Kraft für den Neuaufbau seines Kollektivs ein. Im Juli dieses Jahres war er aktiver Teilnehmer der „DDR-Meisterschaften“ der Erwachsenenspielmannszüge und hatte Anteil am 6. Platz des Zuges.

Zur Sektionswahlversammlung am 19. September kandidiert er erneut für die Leitung und möchte die Kassierung übernehmen.

Im Auftrag des Spielmannszuges der BSG Aufbau Brandenburg, der Spielleute des Bezirkes Potsdam und aller Sportfreundinnen und Sportfreunde übermitteln wir dem Sportfreund Fräderich herzlichste Glückwünsche, verbunden mit der Hoffnung auf lange Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

KURZ INFORMIERT

Heute lesen Sie:

  • DDR-Meisterschaften in Mühlhausen
    Seiten 2/3
  • Einstufungen für Saison 1976
    Seite 4
  • Kommission Nachwuchs berichtet
    Seite 5
  • Aktuell und umfangreich informiert
    Seite 6

In diesem Zusammenhang bitten wir um Verständnis, daß wir aus Termingründen erst in der Septemberausgabe von der „DDR-Bestenermittlung“ der Fanfaren LK I und dem Auftreten der Delegation Spielleute zur V. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR berichten.

Und in der nächsten Ausgabe:

  • Lehrprogramm für die Übungsleiteraus- und -weiterbildung

Seite 2

Jubiläumsmeisterschaften wurden erneut zum Triumph für die Mühlhäuser Medizin-Spielleute

Fortsetzung von Seite 1

Fünf Meisterschaften — Fünf Titel — Ein Sieger!

DIE STABFÜHRER der Medaillengewinner nach der Auszeichnung (v.l.n.r. Sportfreund W. Czerwinka, SG Dynamo Halle; Sportfreund H. Gläsner, BSG Medizin Mühlhausen; Sportfreund R. Kammlott, BSG MK Ziegelrode).

In Anwesenheit des Vizepräsidenten des DTSB der DDR, Genossen Hannes RECH, des 1. Sekretärs der SED-Kreisleitung Mühlhausen, Genossen HANSETZ, des Vorsitzenden des Rates des Kreises Mühlhausen, Genossen SCHRÖDER, des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Erfurt, Genossen WINKLER, und einer Delegation der Leitung der Spielleute unter Führung des Genossen SCHENKE, wurden die 5. DDR-Meisterschaften der Spielmannszüge/Erwachsene in Mühlhausen,Thomas-Müntzer-Stadt, feierlich eröffnet.

Vor den 14 startenden Kollektiven erklärte Genosse Hannes Rech, daß die zurückliegenden Jahre gezeigt haben, wie die Spielleutebewegung gewachsen sei, daß nun aber eine neue Aufgabe vor allen Kollektiven steht, die höchste Einsatzbereitschaft und Disziplin sowie niveauvolle musikalische Leistungen fordert. Denn das VI. Turn- und Sportfest und die VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1977 in Leipzig werden erneut der Gradmesser dafür sein, wie die Spielleute mit den an sie gerichteten erhöhten Anforderungen fertig werden und damit die sozialistische Sportorganisation auf ihrem speziellen Gebiet vertreten.

Die zahlreichen Zuschauer und Gäste auf dem Wilhelm-Pieck-Platz Mühlhausens erlebten schon während der Eröffnungsveranstaltung ansprechende Darbietungen, die durch das Auftreten des Fanfarenzuges der SG Dynamo Potsdam Stadt unterstützt wurden und herzlichen Beifall erhielten.

Deshalb war die Spannung auf den folgenden Wettkampftag recht groß. Denn, der Lokalmatador hatte seinen Titel zum vierten Mal gegen starke Konkurrenz zu verteidigen.

Junge Hallenser setzten Achtungszeichen
INTERESSIERT verfolgen die Ehrengäste (v. r. n. l. Genosse W. Sieder, Vorsitzender des DTSB-Kreisvorstandes; Genosse. Dr. Erich Krauß, Abteilungsleiter im DTSB-Bundesvorstand; Genosse H. Rech, Vizepräsident des DTSB der DDR; Genosse R. Hansetz, 1. Sekretär der SED-Kreisleitung; und Genosse B. Schenke, Sektorenleiter im DTSB-Bundesvorstand) den Ablauf des Wettkampfes.

Für viele waren die Favoriten klar. Mühlhausen, Ziegelrode und Zabeltitz wurden in einem Atemzug genannt, danach sprach man von zu erwartenden guten Plazierungen der Spielleute aus Rodleben, Brandenburg und möglicherweise Halle. Außerdem interessierte der Einstand der Freunde aus Lübbenau und Hirschfeld.

Nun, welchen Wert Prognosen haben, ist bekannt. Es kam wieder einmal anders.

Die BSG Stahl Hettstedt eröffnete den Reigen und bekam 43.50. Punkte. Überall Verwunderung, ob der niedrigen Wertung, und bereits hier und dort Bemerkungen zur Abstiegsfrage.

Doch auch die folgenden Kollektive konnten sich nicht in höhere Regionen vorschieben (außer Zabeltitz mit 47.30 und Ziegelrode mit 49.60 Punkten) und so überraschten die 50.20 Punkte der Hallenser Dynamos alle begeistert mitgehenden Zuschauer und vor allem die Aktiven der startenden Kollektive.

Das war ein ernsthafter Angriff auf den Titelverteidiger, der den Fehdehandschuh auffing und mit 51.75 Punkten als Bester den Pflichtdurchgang beendete.

Viel Spannung also für den Nachmittag, der von der TSG Traktor Taucha als Punktniedrigster eröffnet wurde und für die Leipziger trotz Sonnenschein keinen Lichtblick brachte. Denn mit 39.30 Punkten des vormittags folgten magere 40.90 Punkte in der Kür, die am Ende den letzten Platz und damit den Abstieg bedeuteten.

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