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Der Tambour/Ausgabe 1972 07

Aus Stabführer.de
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von "der tambour" zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!


5. Jahrgang, Ausgabe Juli 1972

Scan der Original-Ausgabe als PDF

Seite 1

■ Gemeinsame Standpunkte in allen Fragen

■ Disziplin in jeder Weise ist erforderlich

■ Klare Maßnahmen für die Perspektive

Konkrete Übereinstimmung

Die Zentrale Spielleutekommission führte wie bereits im April dieses Jahres, ihre letzte Beratung wieder mit den Vorsitzenden der Bezirksspielieutekommissionen durch. Die Gemeinsamkeit lag und liegt im Interesse beider Ebenen und ist eine positive Voraussetzung zur Durchsetzung der gefaßten Beschlüsse.

Im Mittelpunkt der Tagung am 30. Juni in Leipzig standen die Auswertung der Bezirksmeisterschaften 1972 und die nächsten Aufgaben für die Bezirke in Vorbereitung der X. Weltfestspiele und der anderen vor uns liegenden Aufgaben, wie sie im Perspektivplan der Spielleutebewegung beschlossen wurden.

Sehr kritisch, aber in erster Linie sachlich und konstruktiv gingen die Funktionäre an die Auswertung der ersten Wettkämpfe des Jahres und konnten dabei feststellen, daß es im Überwiegenden beachtliche Schritte nach vorn gegeben hat.

Besonders im Bezirk Magdeburg war ein sichtbarer Leistungsaufschwung zu verzeichnen, der in der guten Arbeit der Bezirksspielleutekommissionen begründet ist.

Aber auch in Erfurt, Schwerin u. a. Bezirken sind gute Ergebnisse der Vorbereitungs- und Durchführungsarbeit zu verzeichnen.

Neben all den angenehmen Seiten gab es leider auch eine Reihe unliebsamer Situationen und Probleme, die klar auf den Tisch gelegt wurden.

Die Häufigkeit der Disqualifikationen von Kollektiven aus vielerlei Gründen und einige fehlende klare Bestimmungen in der Wettkampfordnung haben die Zentrale Spielleutekommission in Verbindung mit den Bezirksvorsitzenden veranlaßt, in Auswertung der Bezirksmeisterschaften 1972 und in Vorbereitung der neuen Wettkampfsaison konkrete Maßnahmen zu erarbeiten und in Form einer Vorlage der ZSK im Oktober zur Bestätigung vorzulegen. Die Festlegungen haben dann ab 1. Januar 1973 vollinhaltlich Gültigkeit und sind mit aller Konsequenz durchzusetzen. Das ist notwendig im Interesse der weiteren positiven Entwicklung unserer Spielleutebewegung und macht sich gegenüber den Kollektiven erforderlich, die sich bisher stets diszipliniert an alle Beschlüsse und Verordnungen gehalten haben.

Monat Juli voller Ereignisse

GASTGEBER für die besten Schalmeienkapellen des DTSB war in diesem Jahr Plauen. Die einheimische Kapelle der BSG Empor zeigte sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert und belegte bei der „DDR-Bestenermittlung“ den 3. Platz. Lesen Sie dazu auf Seite 2.

Für die Spielleute des DTSB bringt der Monat Juli eine Fülle von Ereignissen.

Im Rahmen der „Ostseewoche 1972“, übrigens der 15., fanden die „DDR-Meisterschaften“ der Spielmannszüge der Sonderklasse statt. Wenige Tage später treffen sich 1500 Sportfreundinnen und Sportfreunde als „Delegation Spielleute“ in der Hauptstadt der DDR, um an der IV. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR mitzuwirken.

Im gleichen Zeitraum und ebenfalls in Berlin veranstalten die Pionierspielmannszüge ihre „1. DDR-Meisterschaft“ und für die Leistungsklasse der Fanfarenzüge geht es um gute Plätze beim Pokalturnier. Von all diesen Ereignissen werden wir in Wort und Bild berichten.

Letzte Meldung

Eine „Goldene“ für die Sportestrade

Eine „Goldmedaille der 14. Arbeiterfestspiele“ erhielt die Sportestrade, das gemeinsame Programm der Spielleute und Sportensembles als zentraler Beitrag des DTSB in Schwerin.

Wie wir in unserer Juniausgabe bereits berichteten, wirkten dabei die Spielleute der Bezirke Rostock/Schwerin/Neubrandenburg sowie das Fanfarenorchester der BSG Lok Mitte Leipzig und ein Teil des Mädchenkollektivs der BSG Stahl Freital mit.

Seite 2

unser standpunkt

Jedem Pionier einen, seinen Auftrag

Oft berichteten Pionierkollektive über ihre spezielle Tätigkeit. Heute vermitteln die Sportfreunde aus Großsteinberg ihre Erfahrungen, die sie mit der Einbeziehung der Mädchen und Jungen in die Leitungsaufgaben gewonnen haben.

Einzugsbereich des Kollektivs sind fünf Ortschaften, eine Teiloberschule und zwei zehnklassige POS.

Da ich an zwei dieser Schulen als Pionierleiterin tätig war, interessiert mich besonders die aktive Mitarbeit der Pioniere in den Arbeitsgemeinschaften. Denn diese Tätigkeit werte ich als einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag.

Die Pioniere legen über ihre Übungsarbeit, Einsätze und Teilnahme an Wettkämpfen vor dem Kollektiv Rechenschaft ab.

Die Forderung, jedem Pionier einen, aber jedem Pionier seinen Auftrag zu übergeben, versuche ich ständig mit den Pionieren in dieser Richtung zu erfüllen.

Im Freundschaftsrat und in den Gruppenräten der Schulen schufen wir Klarheit, daß es neben der täglichen Lernarbeit der wichtigste Pionierauftrag ist, als Spielmann hohe musikalische Leistungen zu erreichen und aktiv an den Einsätzen teilzunehmen.

Das bestehende Pionieraktiv vereint die vier aktivsten Mädchen und Jungen. Sie sind es, mit denen wir uns ständig beraten. Sie haben ein gutes Verhältnis zur Pionierorganisation und kämpfen um die Erfüllung ihrer Beschlüsse.

Deshalb betrachte ich es als meine Verpflichtung, in meiner Tätigkeit als Hortnerin und pädagogische Leiterin des Spielmannszuges, dem Pionieraktiv mit Rat zur Seite zu stehen und alle Aufgaben mit ihm inhaltlich vorzubereiten. Diese Aussprachen erfolgen oft individuell, denn in den Übungsstunden wird die kollektive Beratung geführt.

Leider ist es uns trotz aller Bemühungen bisher noch nicht gelungen, die Pionierleiter der einzelnen Schulen zur Teilnahme an Übungsstunden oder Einsätzen zu bewegen. Aber nur bei persönlicher Teilnahme kann man die Einsatzbereitschaft und den Fleiß der Pioniere real einschätzen.

Wir glauben, daß unsere Form der Einbeziehung der Kinder in die Leitungstätigkeit ein wichtiger Faktor zur Herausbildung der Selbständigkeit und der Entwicklung eines festen Klassenstandpunktes ist.

Edith Naumann

Erfüllt man so geforderte Termine, Sportfreunde?

Ja, und der angekündigte Bericht aus Plauen muß leider ausfallen.

Kein verspäteter Aprilscherz der Redaktion, sondern ganz einfach Undiszipliniertheit und Gleichgültigkeit der Funktionäre, denen der Termin der Abgabe für einen Bericht dreimal verschoben, aber auch dann nicht eingehalten wurde.

So bemühte sich die Redaktion wenigsten um das Ergebnis, was im untenstehenden Kasten zu lesen ist.

Schade, bei einer solch gelungenen (wie man hörte) Veranstaltung.

Ergebnis
1. BSG Aktivist Luckenau 54,85 Pkt.
2. BSG Stahl Maxhütte 56,65 Pkt.
3. BSG Empor Plauen 53,43 Pkt.
4. SG Dyn. Hohenschönhausen 53,13 Pkt.
5. BSG Fortschritt Falkenstein 50,43 Pkt.
6. SG Traktor Großpösna 49,48 Pkt.
SG Dynamo Grimma nicht angetreten

republik-rundschau

BERLIN — Die Zentrale Spielleutekommission bittet alle Kollektive, die einen Vordruck zur Bestellung von Instrumenten erhalten haben, diesen sofort an den Sportfreund Gerhard Müller zurückzusenden.

POTSDAM — Das Kollektiv der SG Dynamo Potsdam hatte die hohe Ehre, auf dem Zentralflughafen Berlin—Schönefeld den Ersten Sekretär der KP Kuba und Ministerpräsidenten der Inselrepublik, Fidel Castro zu empfangen.

LEIPZIG — Das DTSB-Materiallager Leipzig bittet uns mitzuteilen, daß Besuche im Materiallager unnötig sind, da gegenwärtig nur ein geringer Vorrat an weißer Kleidung (außer Hemden) da ist. Außerdem ist wie bisher, jede Bestellung schriftlich zu übermitteln und der Bescheid zur Abholung abzuwarten.

BERLIN — Wir möchten nochmals darauf verweisen, daß die Redaktion „der tambour“ nicht mehr in Leipzig und jeglicher Schriftverkehr an den DTSB-Bundesvorstand, 1055 Berlin, Storkower Straße 118, Abt. Prop./Kultur, mit dem Kennwort „der tambour“ zu richten ist.


Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission beim Präsidium des Bundesvorstandes des DTSB, Berlin — Verantwortlich: Sekretariat der ZSK — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 beim Ministerrat der DDR — Berlin — Satz und Druck: VEB typodruck, Werk Döbeln

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