Der Tambour/Ausgabe 1970 06: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Junge Kollektive im Vormarsch === | |||
'''■ Mangelnde Beteiligung bei den Bezirksmeisterschaften von Berlin, Potsdam und Frankfurt/Oder''' | |||
'''■ Leistungen der jungen Potsdamer Kollektive ließen aufhorchen''' | |||
'''Im Rahmen des XII. ND-Pressefestes wurde im Berliner Friedrichshain die Bezirksmeisterschaft der Spielleute für die Bezirke Berlin, Potsdam und Frankfurt/Oder veranstaltet.''' | |||
'''Eine recht niedrige Zuschauerzahl und ein widriger Wettkampfplatz waren nicht dazu angetan, ideale Wettkampfstimmung zu erzeugen.''' | |||
'''Dennoch kann man sagen, daß die anwesenden Kollektive bemüht waren, mit guten Leistungen aufzuwarten und einen Einblick in ihre Übungstätigkeit zu geben.''' | |||
Der erste Tag der Meisterschaften war den Erwachsenenspielmannszügen und Schalmeien vorbehalten. | |||
Mit der recht schwachen Zahl von 9 Kollektiven waren die Wettkämpfe von Anbeginn keine Offenbarung. | |||
Frankfurt/Oder war gar nicht vertreten, Berlin steuerte seine beiden Züge zu, so daß den Potsdamern immerhin 7 Starter blieben. | |||
Erfreulich war das Aufreten der Spielmannszüge aus Pritzwalk/Perleberg und Pritzerbe, die mit relativ großen Kollektiven antraten und für die Zukunft mit den gezeigten Leistungen einiges erwarten lassen. | |||
Anerkennung auch den Freunden aus Zossen, die trotz aller Schwierigkeiten nach Berlin kamen und mit 6 Spielleuten an den Wettkampf gingen. | |||
Das gesamte Niveau war recht unterschiedlich und zeigte, wo die langen Wintermonate zum intensiven Üben genutzt wurden. | |||
Glanzstück der Bezirksmeisterschaften war ohne Zweifel das Sonderklassenkollektiv der BSG Motor Treuenbrietzen. Stabführer Werner Schwotzer hat gegenwärtig ein Kollektiv hinter sich, von dem man nur sagen kann, daß es sich systematisch vorwärts entwickelte und angenehm überraschte. Mit deutlichem Abstand wurden so auch die Mitstreiter aus Brandenburg bezwungen, und der Wanderpokal für das beste Sonderklassenkollektiv wechselte von Brandenburg nach Treuenbrietzen. | |||
In der Leistungsklasse I blieb der Zug der SG „Ernst Thälmann Berlin (vormals SG Mittenwalde) ohne Konkurrenz, da die Sportfreunde der BSG Aufbau Rathenow nicht antraten (womit der Abstieg in die LK 2 unumgänglich ist). Dennoch soll den Berliner Spielleuten bescheinigt werden, daß sie einen ansprechenden Eindruck hinterließen und mit ihren Leistungen nicht chancenlos zum „Aufstiegsturnier zur Sonderklasse“ nach Rostock fahren. | |||
Die Pionierspielmannszüge und Kollektive der DTSB-Fanfarenzüge stellten sich am folgenden Tag dem Kampfgerichf und es bleibt zu sagen, daß alle drei Bezirksspielleutekommissionen eine gründliche und kritische Auswertung dieser Wettkämpfe vornehmen müssen, wenn sie künftig erfolgreicher arbeiten und das Bestehende entwickeln wollen. '''B. S.''' | |||
=== Ein Dankeschön für die aktive Hilfe === | |||
Der Spielmannszug der TSG Einheit Pritzerbe führte in Vorbereitung der diesjährigen Bezirksmeisterschaften im Betriebsferienheim der Papierfabrik Heiligenstadt einen Wochenendlehrgang durch. Mit hoher Disziplin und Einsatzbereitschaft gingen alle Sportfreunde an das Training und es kann eingeschätzt werden, daß dieser Lehrgang ein positiver Ausgangspunkt für die weitere Arbeit wurde. | |||
An dieser Stelle möchte das Kollektiv den Sportfreunden Banasiak, Fräderich und Krüger vom SZ der BSG Aufbau Brandenburg herzlichst danken für die ausgezeichnete Anleitung und aktive Hilfe bei der Durchführung des Lehrganges. Gleichzeitig wird die Hoffnung verbunden, daß die geknüpften freundschaftlichen Bande weiter bestehen bleiben. | |||
'''Behrendt''' | |||
=== Ergebnistafel === | |||
{| class="wikitable" | |||
|+ | |||
! colspan="3" |POTSDAM | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Spielmannszüge''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|SG Perleberg/Pritzwalk | |||
'''(Bezirksmeister)''' | |||
|50,95 Pkt. | |||
|- | |||
|2. | |||
|BSG Einheit Pritzerbe | |||
|48,25 Pkt. | |||
|- | |||
|3. | |||
|BSG Chemie Motzen | |||
|46,60 Pkt. | |||
|- | |||
|4. | |||
|BSG Traktor Zossen | |||
|33,50 Pkt. | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Sonderklasse''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|BSG Motor Treuenbrietzen | |||
|54,70 Pkt. | |||
|- | |||
|2. | |||
|BSG Aufbau Brandenburg | |||
|52,80 Pkt. | |||
|- | |||
|3. | |||
|BSG Stahl Brandenburg | |||
|51,55 Pkt. | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Pioniere''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|SG Perleberg/Pritzwalk | |||
'''(Bezirksmeister)''' | |||
|44,10 Pkt. | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Fanfarenzüge''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|SG Dynamo Potsdam | |||
|47,13 Pkt. | |||
|- | |||
|2. | |||
|SG Dynamo Königswusterhausen | |||
|38,50 Pkt. | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Schalmeienkapellen''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|BSG Lok Brandenburg | |||
|51,95 Pkt. | |||
|- | |||
! colspan="3" |BERLIN | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Spielmannszüge''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|BSG Narva Berlin | |||
'''(Bezirksmeister)''' | |||
|47,15 Pkt. | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Pioniere''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|SG „Ernst Thälmann“ Berlin I | |||
'''(Bezirksmeister)''' | |||
|52,30 Pkt. | |||
|- | |||
|2. | |||
|SG „Ernst Thälmann“ Berlin II | |||
|48,35 Pkt. | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Schalmeienkapellen''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|SG Dynamo Hohenschönhausen | |||
|52,10 Pkt. | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Fanfarenzüge''' | |||
|- | |||
|1. | |||
|SG „Ernst Thälmann“ FH | |||
|51,18 Pkt. | |||
|- | |||
|2. | |||
|SG Dynamo NW Berlin | |||
|47,25 Pkt. | |||
|- | |||
|3. | |||
|SG „Ernst Thälmann“ PB | |||
|46,08 Pkt. | |||
|- | |||
! colspan="3" |FRANKFURT/ODER | |||
|- | |||
| colspan="3" |'''Spielmannszüge''' (Pioniere) | |||
|- | |||
|1. | |||
|BSG Tiefbau Frankfurt (Oder) | |||
'''(Bezirksmeister)''' | |||
|41,70 Pkt. | |||
|- | |||
| | |||
|ASG Vorwärts Schwedt | |||
(außer Konkurrenz) | |||
|40,60 Pkt. | |||
|} | |||
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Version vom 24. September 2024, 12:25 Uhr
3. Jahrgang, Ausgabe Juni 1970
Scan der Original-Ausgabe als PDF
Seite 1
Neue Etappe eingeleitet
■ IV. Turn- und Sporttag des DTSB setzte neue Maßstäbe
■ Spielleute des DTSB bei der feierlichen Eröffnung dabei

In Anwesenheit führender Repräsentanten von Partei und Regierung, an der Spitze der Leiter der Delegation des ZK der SED Genosse Erich Honecker, gestalteten Sportlerinnen und Sportler sowie Funktionäre den IV. Turn- und Sporttag des DTSB zu einem würdigen Höhepunkt der erfolgreichen Arbeit in den letzten vier Jahren.
Mit schneidigem Schalmeienklang wurden vor Tagungsbeginn die ankommenden Delegierten durch die fünf besten DTSB-Kollektive empfangen.
In der Dynamohalle hatten Mitglieder des „Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB“, des Stabsspielmannszuges der NVA Berlin und eine Fanfarengruppe des DTSB-Fanfarenzuges Berlin-Friedrichshain Aufstellung genommen.
Schlag neun Uhr ertönte ein Trommelwirbel, dem sich ein wohlklingendes Signal anschloß.
Unter dem stürmischen Beifall der Delegierten betraten zu diesem Zeitpunkt die Ehrengäste das Präsidium.
Nachdem die Repräsentanten ihre Plätze eingenommen hatten intonierten alle angetretenen Spielleute den Hornmarsch „Frohe Klänge“ und entboten damit dem IV. Turn- und Sporttag des DTSB die allerherzlichsten Grüße der Spielleute unserer sozialistischen Sportorganisation.
Begeisterter Beifall geleitete danach die Spielleute aus dem Saal.
Sportfreund Bernd Schenke, Sekretär der ZSK, weilte unter den Delegierten und berichtet auf Seite 4 über seine Eindrücke.
Letzte Meldung
Allen an der III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR beteiligten Kollektiven ist in den letzten Tagen eine Information zugegangen, in der die Lage des Delegationsbüros erläutert wird.
Wir möchten darauf verweisen, daß durch umfangreiche Bauarbeiten im Bereich der Jannowitzbrücke einige Straßenzüge teilweise gesperrt und nur schwer passierbar sind.
Wir bitten alle Leiter der Kollektive, sich sofort nach Verlassen des S-Bahnhofes nach der Singerstraße/Husemann-Oberschule zu erkundigen, um unnötigen Suchereien zu begegnen.
Seite 2
Verpflichtender Name „Ernst Thälmann“ verliehen
In den letzten Apriltagen gab es für die Mitglieder der Schalmeienkapelle der SG Dynamo Hohenschönhausen in der Gedenkstätte Ziegenhals einen Treff von besonderer Bedeutung.
Am historischen Boot, dort, wo sich das Politbüro der KPD unter der Führung Ernst Thälmanns zum letzten Mal traf, wurde der Besuch der Tochter „Teddys” sowie weiterer führender Persönlichkeiten erwartet.
Anlaß dazu war die Verleihung des ehrenvollen und verpflichtenden Namens „Schalmeienkapelle Ernst Thälmann“.
Nach der Intonierung des „Thälmannliedes“ fanden wir uns mit den Gästen im Tagungsraum zusammen, diskutierten und erfuhren interessante Neuigkeiten aus dem Leben und Wirken des unvergessenen Arbeiterführers.
Absoluter Höhepunkt war dann die Verleihung des Ehrennamens durch die Genossin Gabel-Thälmann an unser Kollektiv.
In einer Verpflichtung gaben unsere Sportfreunde und Genossen das Versprechen ab, den Namen Ernst Thälmann immer in Ehren zu halten sowie die Traditionen der deutschen Arbeiterklasse zu wahren und zu pflegen.
G. Schlaefke
Wir ehren unsere Veteranen
Zwei Sportfreunden unserer Spielleutebewegung gilt heute unser herzlicher Gruß und Glückwunsch.
Sportfreund JOHANN GRABOW von der BSG Chemie Rodleben feierte am 17. Mai seinen 60. Geburtstag.
Seine ganze Kraft hat er für den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Spielleutebewegung eingesetzt und sich durch besondere aktive sportliche Betätigung als Fußballschiedsrichter körperlich fit gehalten.
Im Namen seiner Rodlebener Spielleute wünschen wir ihm nachträglich alles Gute, Gesundheit und weiterhin Schaffenskraft zum Wohle unserer sozialistischen Sportbewegung.
Sportfreund PAUL FREIDANK von der TSG Einheft Pritzerbe wurde am 31. Mai 61 Jahre. Seine Sportfreunde danken ihm auf diesem Weg für seine unermüdliche Einsatzbereitschaft und wünschen ihm für die nächsten Jahre alles erdenklich Gute.
Im Namen aller Spielleute schließen wir uns den Glückwünschen für beide Sportfreunde herzlich an.
Notwendige Themenverschiebung
Entgegen dem festgelegten Themenplan für die Gestaltung unserer Zeitung werden wir in den nächsten Monaten zu folgenden Problemen und Ereignissen besonders ausführlich berichten:
JULIAUSGABE
- Berichte und Ergebnisse von der „Meisterschaft der DDR“ für Spielmannszüge (Sonderklasse) und dem „Aufstiegsturnier zur Sonderklasse“ der Leistungsklasse 1.
- Bildreportage und Berichte von der III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1970 in Berlin.
- Ergebnisse und Berichte der letzten Bezirksmeisterschaften der Spielleute 1970.
- Dazu aktuelle Notizen und Berichte aus dem Wirken innerhalb der Spielleutebewegung des DTSB.
AUGUSTAUSGABE
- Analysen zu den beiden zentralen Wettkämpfen der Spielmannszüge in Apolda und Rostock mit erforderlichen Schlußfolgerungen.
- Einschätzung der Leistungen und Auffritte der Spielleute zur III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR.
- Beschlußfassungen und weitere Maßnahmen der Zentralen Spielleutekommission für die Arbeit bis Ende des Sportjahres 1970.
- Abschließende Einschätzung der diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Spielleute mit Schlußfolgerungen für die Wettkämpfe 1971.
- Dazu Berichte aus der Kommissionsarbeit sowie aktuelle Notizen.
SEPTEMBERAUSGABE
- Auswertung des IV. Turn- und Sporttages des DTSB unter besonderer Berücksichtigung der Aufgaben und Entwicklungstendenzen der Spielleutebewegung des DTSB in den Jahren bis 1975.
- Einstufung aller Klangkörper in die bestätigten Leistungsklassen, die gleichzeitig verbindlich für die Wettkämpfe 1971 sind.
- Weiterführung des Wettbewerbes auf der Grundlage des Aufrufes der BSG Narwa Berlin.
Zu diesen Hauptthemen berichten wir in den folgenden drei Ausgaben. Alle Spielleute, die zu diesem oder jenem Problem Gedanken beitragen möchten bitten wir, ihre Ausarbeitungen jeweils bis 5. des betreffenden Monats an die Redaktion zu schicken.
In Rostock rollt’s
Wie uns vom Organisationsbüro für das „Aufstiegsturnier zur Sonderklasse“ in Rostock mitgeteilt wurde, laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Das Org-Büro hat bereits Quartier bezogen und die seit langem geknüpften Fäden fest in der Hand.
Unter der bewährten Leitung des Sportfreundes Alex Mittelstädt wurde das gesamte Programm aufgestellt und durch die Zentrale Spielleutekommission bestätigt.
Am 10. Juli reisen die Kollektive der LK 1 an. Bestreiten am 11. den Wettkampf, der den drei Erstplazierten den Aufstieg in die Sonderklasse bringt und werden am 12. als geschlossener Block an der großen Demonstration zur Eröffnung der Ostseewoche teilnehmen.
Eine Dampferfahrt am Sonntagabend beschließt den Aufenthalt an der Ostseeküste.
Auf zahlreichen Platzkonzerten werden sich natürlich die Spielmannszüge der LK 1 ihren großzügigen Gastgebern gegenüber dankbar erweisen.
Schon heute ein herzliches Dankeschön den Sportfreunden der Bezirksspielleutekommission Rostock für die hervorragenden Vorbereitungen.
An den Folgen einer schweren Krankheit verstarb im blühenden Alter von 24 Jahren der Sportfreund
Lothar von Schmude
Mitglied des Spielmannszuges der BSG Chemie Rodleben.
Von seinem 9. Lebensjahr an gehörte er der Spielleutebewegung an und war in dieser Zeit eine aktive Stütze seines Kollektivs.
Die Spielleute aus Rodleben werden ihm gemeinsam mit allen Spielleuten des DTSB ein ehrendes Andenken bewahren.
Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission beim Präsidium des Bundesvorstandes des DTSB, Berlin — Verantwortlich: Sekretariat der ZSK — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 beim Ministerrat der DDR — Berlin — Satz und Druck: VEB typodruck, Werk Döbeln
Seite 3
Ein ganzer Ort war auf den Beinen

Die Geschichte unserer Bezirksmeisterschaften für Spielleute des DTSB ist noch sehr jung. Große Erlebnisse und hohe Maßstäbe können demzufolge kaum in der Chronik verzeichnet sein. Doch was Oberlichtenau, eine Stadt im Bezirk Dresden, bei den Meisterschaften der Bezirke Cottbus/Dresden bot, war allererste Klasse und wird wohl in dieser Güte eine Weile Bestand haben.
Es fällt Schwer, hier die Eindrücke wiederzugeben — zu vielseitig war das „Angebot“ an Überraschungen. Einzigartig die Ausgestaltung des gesamten Ortes. Immer wieder beeindruckend das Zusammenspiel zahlreicher kluger und effektvoller Ideen.
Allen Organisatoren, Helfern und Einwohnern der Stadt soll dafür an dieser Stelle im Namen des Sekretariates der Zentralen Spielleutekommission des DTSB ein herzliches Dankeschön gesagt werden.
Wenn uns die Möglichkeit bleibt, werden wir in einer unserer Ausgaben nochmals auf diese Meisterschaften gesondert zu sprechen kommen.
Ergebnistafel:
Hier nun die offiziellen Ergebnisse der Bezirksmeisterschaften, getrennt nach den einzelnen Bezirken.
| COTTBUS | ||
|---|---|---|
| Spielmannszüge | ||
| 1. | TSG Lübbenau
(Bezirksmeister) |
52,85 Pkt. |
| 2. | BSG Turbine Lauta | 52,65 Pkt. |
| 3. | BSG Einheit Ruhland | 51,00 Pkt. |
| 4. | BSG Chemie Schönborn | 50,50 Pkt. |
| 5. | SG Senftenberg/Großräschen | 50,30 Pkt. |
| 6. | BSG Traktor Klöden | 50,05 Pkt. |
| 7. | BSG Chemie Döbern | 44,90 Pkt. |
| 8. | BSG Lok Guben | 43,85 Pkt. |
| Leistungsklasse I | ||
| 1. | BSG Traktor Hirschfeld | 53,90 Pkt. |
| 2. | TSG Empor Dahme | 53,80 Pkt. |
| Sonderklasse | ||
| BSG Motor Lauchhammer | 56,50 Pkt. | |
| Pioniere | ||
| 1. | BSG Traktor Hirschfeld
(Bezirksmeister) |
49,55 Pkt. |
| 2. | BSG Turbine Lauta | 49,00 Pkt. |
| 3. | BSG Chemie Schönborn | 45,40 Pkt. |
| Die BSG Motor Lauchhammer erreichte 51,80 Pkt., mußte aber disqualifiziert werden. | ||
| Schalmeienkapellen | ||
| 1. | BSG Aufbau Hoyerswerda | 52,45 Pkt. |
| 2. | BSG Turbine Lauta | 47,50 Pkt. |
| DRESDEN | ||
| Spielmannszüge | ||
| 1. | SZ Lommatzsch
(Bezirksmeister) |
51,60 Pkt. |
| 2. | BSG Traktor Canitz | 50,05 Pkt. |
| 3. | BSG Traktor Oelsa | 46,45 Pkt. |
| Leistungsklasse I | ||
| 1. | SG Oberlichtenau | 53,80 Pkt. |
| 2. | BSG Robotron Radeberg | 52,80 Pkt. |
| Sonderklasse | ||
| BSG Traktor Zabeltitz | 54,55 Pkt. | |
| Pioniere | ||
| 1. | SG Oberlichtenau
(Bezirksmeister) |
50,85 Pkt. |
| 2. | BSG Traktor Zabeltitz | 49,95 Pkt. |
| 3. | SSG Großdrebnitz | 44,45 Pkt. |
| 4. | SSG Bischofswerda | 43,00 Pkt. |
Seite 4
Überaus beeindruckende Konferenztage

Für den unmittelbaren Teilnehmer am IV. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR ist es auch nach einigen Wochen nicht ganz leicht, das Erlebte klar einzuordnen.
Vielseitig und imponierend war die Atmosphäre, die alle umgab. Tief beeindruckend die Ausführungen der Repräsentanten unseres Staates. Feierlich und abwechslungsreich gestaltete sich der Eröffnungs- und Begrüßungsappell, an denen unsere Spielleute beteiligt waren.
Wenn ich meine Gedanken zuerst dem letzteren zuwende, so mag mir das keiner verübeln. Denn ich saß ja stellvertretend für alle Kollektive unserer Spielleutebewegung des DTSB unter den Delegierten, um mit zu beraten, wie die nächsten fünf Jahre in der Entwicklung von Körperkultur und Sport gestaltet werden.
Es sei mir deshalb gestattet, den Mädchen von der BSG Empor Quedlinburg, den Freunden des Fanfarenzuges der BSG Lok Mitte Leipzig, den Schalmeienkapellen des DTSB aus Maxhütte, Luckenau, Großpösna und Berlin, den Berliner DTSB-Fanfarenzügen, dem FZ-Kollektiv der SG Dynamo Potsdam und den Genossen des Stabsspielmannszuges der NVA ein herzliches Dankeschön für ihre ausgezeichnete Disziplin und Einsatzbereitschaft zu sagen.
Das Auftreten unserer Spielleute hat Begeisterung hervorgerufen, und so manchen verantwortlichen Funktionär zum Nachdenken angeregt.
Die Tage des Turn- und Sporttages waren für uns Erfolge, nun geht es weiter. Überall wird in den Verbänden und Kollektiven intensiv beraten, wie die Ergebnisse der Konferenz auf die eigene Arbeit umgemünzt werden können, um in den nächsten Jahren so erfolgreich wie nur irgendmöglich zu arbeiten.
Im Rechenschaftsbericht des Bundesvorstandes des DTSB an die Delegierten des IV. Turn- und Sporttages des DTSB 1970 heißt es u. a.:
„Hervorzuheben ist die gute Arbeit unserer Spielleute. Zahlreiche Initiativen auf allen Leitungsebenen im Zeitraum der letzten zwei Jahre ließen die Spielleutebewegung des DTSB von 5200 Mitgliedern im Jahre 1968 auf über 10 000 Sportfreundinnen und Sportfreunde im Jahre 1970 anwachsen.
Die Gestaltung einer Musikparade zum 75. Geburtstag des Genossen Walter Ulbricht, ihre Teilnahme an der II. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1968 sowie eine große Musikschau wähend der Sportschau des DTSB zum V. Deutschen Turn- und Sportfest 1969 in Leipzig haben die Leistungsfähigkeit der Spielleute des DTSB überzeugend demonstriert.“
Diese positive Einschätzung unserer zurückliegenden Arbeit ist zugleich Verpflichtung, der wir uns jederzeit würdig erweisen müssen.
Bereits in den Vorbereitungen zur III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR sollte das seinen Niederschlag finden und mit der allseitigen Auswertung in den einzelnen Kollektiven seine Fortsetzung finden.
Vielfältige Möglichkeiten ergeben sich aus der Beschlußfassung des Turn- und Sporttages auch für uns.
Ich denke dabei nur an die Verbreiterung der Wettkampftätigkeit im Rahmen der Kreisspartakiaden, der besonderen Förderung und Pflege des Nachwuchses in den Gemeinschaften, der Verbesserung der Wettkampfsysteme, die höhere Qualität der fachlichen Ausbildung unserer Übungsleiter, die Schulung der Leitungsfunktionäre sowie die Intensivierung der Tätigkeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Zu jedem dieser einzelnen Gedanken könnte an dieser Stelle ausführlich berichtet werden. Ich möchte davon Abstand nehmen und statt dessen in den nächsten Ausgaben auf die einzelnen Probleme konkret eingehen unter dem Aspekt, daß die Fragen bereits in den dafür zuständigen Leitungsgremien beraten wurden und klare Vorstellungen für die Verwirklichung dieser oder jener Gedanken bestehen.
Unumstößlich ist die Tatsache, daß unabhängig von zentralen Festlegungen und Vorschlägen jedes einzelne Kollektiv die Ergebnisse des IV. Turn- und Sporttages des DTSB auswerten und eigene Schlußfolgerungen ableiten muß.
Im Mittelpunkt aller Gedankengänge und Festlegungen sollte auf alle Fälle die Weiterführung des Wettbewerbs stehen, der von der BSG Narva Berlin anläßlich des Sporttages konkretisiert und bereits von vielen Sportgemeinschaften weitergeführt wird.
In enger Verbindung mit den zuständigen BSG-Leitungen sind die markantesten Punkte der weiteren Arbeit festzulegen und zur Grundlage des Handelns aller Mitglieder der Kollektive zu machen. Wir tragen so zur erfolgreichen Durchführung des Wettbewerbes in den Sportgemeinschaften bei und stärken die Spielleutebewegung des DTSB.
Diese wenigen Gedanken wollte ich äußern, da sie für mich in der weiteren Tätigkeit aller Spielleute wichtig erscheinen.
Die nächsten Wochen und Monate gilt es zu nutzen, die Ergebnisse der Wettkämpfe auf allen Ebenen gründlich auszuwerten, die notwendigen Schlußfolgerungen zu ziehen und weitere Maßnahmen unter Berücksichtigung der neuen Aspekte, die uns der IV. Turn- und Sporttag des DTSB für die weitere Arbeit vermittelte, auszuwerten.
In „der tambour“ werden wir in den nächsten Ausgaben zu jeweils speziellen Themen berichten.
Bernd Schenke
Seite 5
Junge Kollektive im Vormarsch
■ Mangelnde Beteiligung bei den Bezirksmeisterschaften von Berlin, Potsdam und Frankfurt/Oder
■ Leistungen der jungen Potsdamer Kollektive ließen aufhorchen
Im Rahmen des XII. ND-Pressefestes wurde im Berliner Friedrichshain die Bezirksmeisterschaft der Spielleute für die Bezirke Berlin, Potsdam und Frankfurt/Oder veranstaltet.
Eine recht niedrige Zuschauerzahl und ein widriger Wettkampfplatz waren nicht dazu angetan, ideale Wettkampfstimmung zu erzeugen.
Dennoch kann man sagen, daß die anwesenden Kollektive bemüht waren, mit guten Leistungen aufzuwarten und einen Einblick in ihre Übungstätigkeit zu geben.
Der erste Tag der Meisterschaften war den Erwachsenenspielmannszügen und Schalmeien vorbehalten.
Mit der recht schwachen Zahl von 9 Kollektiven waren die Wettkämpfe von Anbeginn keine Offenbarung.
Frankfurt/Oder war gar nicht vertreten, Berlin steuerte seine beiden Züge zu, so daß den Potsdamern immerhin 7 Starter blieben.
Erfreulich war das Aufreten der Spielmannszüge aus Pritzwalk/Perleberg und Pritzerbe, die mit relativ großen Kollektiven antraten und für die Zukunft mit den gezeigten Leistungen einiges erwarten lassen.
Anerkennung auch den Freunden aus Zossen, die trotz aller Schwierigkeiten nach Berlin kamen und mit 6 Spielleuten an den Wettkampf gingen.
Das gesamte Niveau war recht unterschiedlich und zeigte, wo die langen Wintermonate zum intensiven Üben genutzt wurden.
Glanzstück der Bezirksmeisterschaften war ohne Zweifel das Sonderklassenkollektiv der BSG Motor Treuenbrietzen. Stabführer Werner Schwotzer hat gegenwärtig ein Kollektiv hinter sich, von dem man nur sagen kann, daß es sich systematisch vorwärts entwickelte und angenehm überraschte. Mit deutlichem Abstand wurden so auch die Mitstreiter aus Brandenburg bezwungen, und der Wanderpokal für das beste Sonderklassenkollektiv wechselte von Brandenburg nach Treuenbrietzen.
In der Leistungsklasse I blieb der Zug der SG „Ernst Thälmann Berlin (vormals SG Mittenwalde) ohne Konkurrenz, da die Sportfreunde der BSG Aufbau Rathenow nicht antraten (womit der Abstieg in die LK 2 unumgänglich ist). Dennoch soll den Berliner Spielleuten bescheinigt werden, daß sie einen ansprechenden Eindruck hinterließen und mit ihren Leistungen nicht chancenlos zum „Aufstiegsturnier zur Sonderklasse“ nach Rostock fahren.
Die Pionierspielmannszüge und Kollektive der DTSB-Fanfarenzüge stellten sich am folgenden Tag dem Kampfgerichf und es bleibt zu sagen, daß alle drei Bezirksspielleutekommissionen eine gründliche und kritische Auswertung dieser Wettkämpfe vornehmen müssen, wenn sie künftig erfolgreicher arbeiten und das Bestehende entwickeln wollen. B. S.
Ein Dankeschön für die aktive Hilfe
Der Spielmannszug der TSG Einheit Pritzerbe führte in Vorbereitung der diesjährigen Bezirksmeisterschaften im Betriebsferienheim der Papierfabrik Heiligenstadt einen Wochenendlehrgang durch. Mit hoher Disziplin und Einsatzbereitschaft gingen alle Sportfreunde an das Training und es kann eingeschätzt werden, daß dieser Lehrgang ein positiver Ausgangspunkt für die weitere Arbeit wurde.
An dieser Stelle möchte das Kollektiv den Sportfreunden Banasiak, Fräderich und Krüger vom SZ der BSG Aufbau Brandenburg herzlichst danken für die ausgezeichnete Anleitung und aktive Hilfe bei der Durchführung des Lehrganges. Gleichzeitig wird die Hoffnung verbunden, daß die geknüpften freundschaftlichen Bande weiter bestehen bleiben.
Behrendt
Ergebnistafel
| POTSDAM | ||
|---|---|---|
| Spielmannszüge | ||
| 1. | SG Perleberg/Pritzwalk
(Bezirksmeister) |
50,95 Pkt. |
| 2. | BSG Einheit Pritzerbe | 48,25 Pkt. |
| 3. | BSG Chemie Motzen | 46,60 Pkt. |
| 4. | BSG Traktor Zossen | 33,50 Pkt. |
| Sonderklasse | ||
| 1. | BSG Motor Treuenbrietzen | 54,70 Pkt. |
| 2. | BSG Aufbau Brandenburg | 52,80 Pkt. |
| 3. | BSG Stahl Brandenburg | 51,55 Pkt. |
| Pioniere | ||
| 1. | SG Perleberg/Pritzwalk
(Bezirksmeister) |
44,10 Pkt. |
| Fanfarenzüge | ||
| 1. | SG Dynamo Potsdam | 47,13 Pkt. |
| 2. | SG Dynamo Königswusterhausen | 38,50 Pkt. |
| Schalmeienkapellen | ||
| 1. | BSG Lok Brandenburg | 51,95 Pkt. |
| BERLIN | ||
| Spielmannszüge | ||
| 1. | BSG Narva Berlin
(Bezirksmeister) |
47,15 Pkt. |
| Pioniere | ||
| 1. | SG „Ernst Thälmann“ Berlin I
(Bezirksmeister) |
52,30 Pkt. |
| 2. | SG „Ernst Thälmann“ Berlin II | 48,35 Pkt. |
| Schalmeienkapellen | ||
| 1. | SG Dynamo Hohenschönhausen | 52,10 Pkt. |
| Fanfarenzüge | ||
| 1. | SG „Ernst Thälmann“ FH | 51,18 Pkt. |
| 2. | SG Dynamo NW Berlin | 47,25 Pkt. |
| 3. | SG „Ernst Thälmann“ PB | 46,08 Pkt. |
| FRANKFURT/ODER | ||
| Spielmannszüge (Pioniere) | ||
| 1. | BSG Tiefbau Frankfurt (Oder)
(Bezirksmeister) |
41,70 Pkt. |
| ASG Vorwärts Schwedt
(außer Konkurrenz) |
40,60 Pkt. | |
