Der Tambour/Ausgabe 1970 04: Unterschied zwischen den Versionen
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'''In Anbetracht der stattfindenden Bezirksmeisterschaften unserer Spielmannszüge sprach die Redaktion „der tambour“ mit dem Haupttechniker der Zentralen Spielleutekommission des DTSB, dem Verdienten Meister des Sports, Sportfreund Günter Bodenstein.''' | |||
'''REDAKTION: „Nach einjähriger Unterbrechung finden in diesem Jahr die zweiten offiziellen Bezirksmeisterschaften der Spielleute des DTSB statt. Was kann man von den Spielmannszügen in technisch-musikalischer Beziehung bei diesen Meisterschaften erwarten?“''' | |||
'''SPORTFREUND G. BODENSTEIN:''' „Ausgehend von der Tatsache, daß alle Kollektive eine längere Vorbereitungszeit hatten und die guten Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches während der Großveranstaltungen in den vergangenen zwei Jahren nutzen konnten, muß man erwarten können, daß die Darbietungen der einzelnen Spielmannszüge einheitlicher und die Ordnungsübungen exakter bzw. richtiger als bisher vorgetragen werden. | |||
Der überwiegende Teil unserer Kollektive hat, so möchte ich es einmal ausdrücken, die grundsätzlichen Veränderungen des Spielleutewesens im DTSB seit dem Frühjahr 1969 verstanden und ist sich auf allen Ebenen bewußter geworden, daß Mittelmäßigkeit in der Ausbildung keinen Schritt weiterhilft. | |||
Viele Spielmannszüge haben deshalb daraus schlußfolgernd die Ausbildung in die Hände jüngerer Ausbilder gelegt, um die Erfahrungen und Ruhe der älteren Übungsleiter mit der Spontanität der Jugend wirksam zu paaren. Damit wurde ein frischer Wind in die gesamte Ausbildung der Kollektive getragen. | |||
Ich erwarte persönlich eine sichtliche Leistungsteigerung, weil ich nach meinen umfangreichen Reisen eine gewisse Übersicht in den Stand der musikalisch-technischen Ausbildung erhalten habe, der in den zurückliegenden 18 Monaten so gewaltig angestiegen ist, wie nie zuvor. | |||
Auf alle Fälle werden die zur Zeit bestehenden Leistungsklassen nach den Bezirksmeisterschaften gehörig durchgerüttelt werden.“ | |||
'''REDAKTION: „Worauf sollten sich nach Deiner Meinung die Spielmannszüge in der Ausbildung besonders konzentrieren, um zu höheren Leistungen zu kommen?“''' | |||
'''SPORTFREUND G. BODENSTEIN:''' „Es ist für mich nicht einfach, auf diese Frage umfassend zu antworten. Das Gesamtgebiet der Ausbildung ist so vielfältig, daß es schwer fällt das Maßgebliche und Positive für dieses Gespräch herauszufinden. | |||
Wir sprechen von Spielmannszügen aller Klassen, die sich im Bezirks- bzw. zentralen Maßstab behaupten müssen. Deshalb sollten wir hier auf grundsätzliche Fragen eingehen, die bei der Berücksichtigung der unterschiedlichen Verhältnisse in den Zügen, der Mentalität der Spielleute sowie der Qualität der vorhandenen Übungsleiter eine wichtige Rolle spielen. | |||
Als erstes wäre die Qualifikation der Übungsleiter aufzuführen, die entscheidend für die musikalisch-technische Ausbildung steht. Gleichzeitig ist sie die Grundlage für den Beginn, die Übungsstunden effektiver und erfolgreicher zu gestalten. | |||
Andererseits müssen wir uns bemühen, die immer wieder auftretende Ablehnung der Spielleute gegenüber dem Erlernen der Noten zu überwinden und sie mit einem soliden Grundwissen der Notenlehre auszurüsten. | |||
Gerade diese Bemühungen sollten jetzt intensiviert werden, da vor Meisterschaften häufig das Verständnis für aktiveres Üben mit höchster Qualität vorhanden ist. Denn erst mit Hilfe der Notenkenntnisse können die noch vorhandenen Fehler im Marschrepertoire für die Wettkämpfe 1970 beseitigt werden und viele sonst ‚verschenkte‘ Punkte erhalten bleiben. | |||
Schafft es die Leitung, zusätzlich eine verbesserte Disziplin während der Übungsstunden und vor allem die Vollzähligkeit des Zuges zu erreichen, werden Erfolge keineswegs ausbleiben. | |||
Ich möchte aber an dieser Stelle nicht vergessen, auf das Studium der Wettkampfordnung hinzuweisen. Allzuoft hat in der Vergangenheit Unwissenheit in dieser Beziehung zu Punktverlusten geführt und einen möglichen besseren Platz gekostet.“ | |||
'''REDAKTION: „In diesem Jahr werden erstmals zielgerichtet die Nachwuchskollektive in das Wettkampfsystem einbezogen. Welche Erwartungen verbindest Du mit dem Auftritt dieser Kollektive?“''' | |||
'''SPORTFREUND G. BODENSTEIN:''' „Mein persönlicher Wunsch ist, daß unsere Festlegungen zur weiteren verbesserten Arbeit mit dem Nachwuchs ihre ersten Früchte tragen. | |||
Unsere Jüngsten und die Erwachsenenkollektive müssen eine Einheit bilden. Der wirkliche Leistungsstand, der uns bisher durch die mangelnde Arbeit der ehemaligen Kommission Kinder und Jugend verborgen blieb, wird sich bei diesen Wettkämpfen zeigen und ich bin sicher, daß wir von einigen Kollektiven hervorragende Leistungen geboten bekommen. | |||
Für uns als Zentrale Spielleutekommission besteht die Hauptaufgabe in der Einstufung der Nachwuchsspielmannszüge und der Ausarbeitung weiterer Maßnahmen für eine erfolgreiche Arbeit mit diesen Kollektiven.“ | |||
=== republik-rundschau === | |||
'''HALBERSTADT''' — Einen Lehrgang für Techniker der Fanfarenzüge nutzten 25 Sportfreunde, um sich auf die Einsätze im Rahmen der III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR vorzubereiten. | |||
Unter der bewährten Anleitung des Sportfreundes G. Nöthlich, der im Sportfreund Gunnar Trittel einen ausgezeichneten musikalischen Leiter zur Seite hatte, wurde das gesamte Reportoire der Großauftritte und Musikparade „durchexerziert“. Nun ist es an den Lehrgangsteilnehmern, ihre Kenntnisse im heimatlichen Kollektiv erfolgreich zu vermitteln. | |||
'''GROSSPÖSNA''' — Sportfreund Günter Schlaefke, Vorsitzender der Fachkommission Schalmeienkapellen und Mitglied der ZSK, schloß im März den Bund der Ehe. | |||
Ihm und seiner jungen Ehefrau wünschen wir im Namen aller Spielleute alles Gute, viel Glück und persönliches Wohlergehen. | |||
'''SCHWERIN''' — Einen Lehrgang für Techniker und Stabführer der Spielmannszüge führte die Bezirksspielleutekommission Schwerin durch. | |||
Nach den vielen Monaten der „eisernen Ruhe“ scheint nun auch in diesem Nordbezirk ein anderer Wind zu Wehen. Die Umbildung der Bezirksspielleutekommission und der darausfolgende Einsatz junger Kräfte wirkt sich positiv aus. | |||
Sportfreund G. Bodenstein, Haupttechniker der ZSK, nutzte die Gelegenheit, um den Schweriner Spielleuten in theoretischer und praktischer Ausbildungsmethodik wertvolle Hinweise zu geben. | |||
'''BERLIN''' — Die Leitung des „Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB“ bestätigte auf ihrer letzten Beratung die zentralen Einsätze für das Sportjahr 1970. Neben dem Auftritt zum IV. Turn- und Sporttag des DTSB sind die Mädchen wichtiger Bestandteil der Musikparade zum Abschluß der III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in Berlin. | |||
Außerdem wurden wichtige Maßnahmen für die weitere Ausbildung in dern folgenden 12 Monaten beschlossen. | |||
'''SONDERSHAUSEN''' — Kooperation gibt es auch unter den Spielleuten. Die Fanfarenzüge von Dynamo Sondershausen und Lok Nordhausen üben gemeinsam, tauschen Erfahrungen aus und verbringen zusammen Trainingslager. Ihr Erfolg, sie können im großen Kollektiv auftreten und ihre Einsätze attraktiver gestalten. | |||
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Version vom 23. September 2024, 07:01 Uhr
3. Jahrgang, Ausgabe April 1970
Scan der Original-Ausgabe als PDF
Seite 1
Unser Beitrag im Jahr des 100. Geburtstages Lenins und des 25. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus: vorbildliche Leistungen in der Schule, im Beruf und im Sport!
Vor der Spartakiade ein volles Wettkampfprogramm
■ Erfolgreiche gemeinsame Beratung leitender Funktionäre der Spielleutebewegung
■ Hohe Anforderungen an alle Fach- und Bezirkskommissionen für die Wettkampfdurchführungen
Eine zweitägige Beratung führte die Mitglieder der Zentralen Spielleutekommission des DTSB mit den Vorsitzenden der Bezirksspielleutekommissionen an der Sportschule Berlin-Grünau durch.
Hauptinhalt dieser Beratung war die Durchführung der zentralen Wettkämpfe und Meisterschaften, der Einsatz zur III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in Berlin sowie grundlegende Probleme und Aufgaben der weiteren Arbeit.
Zu Beginn der Tagung sprach der Leiter der Abt. Prop./Wissenschaft, Sportfreund Dr. Harald Löbe, zu einigen Grundsätzen der Sportpolitik in unserer Republik und verband seine Ausführungen mit interessanten Informationen über die „Vorbereitung“ der Olympischen Spiele in München seitens Westdeutschlands.
„Wir müssen noch intensiver als bisher unsere eigentliche Aufgabe als Funktionäre darin sehen, innerhalb der Sportorganisation die politisch-ideologische Arbeit wirksam in das Gesamtsystem einzubauen. Dazu gehört, den erfolgreichen Weg von Körperkultur und Sport in der DDR, der nur dank der großzügigen Unterstützung von Partei und Regierung möglich war, aufzuzeigen und in diesem Zusammenhang die weiteren Ziele festzulegen“, führte er u. a. aus.
Zur Vorbereitung der Wettkämpfe und Meisterschaften im Jahr 1970 sprachen dann die anwesenden Bezirksspielleutekommissionsvorsitzenden und die verantwortlichen Sportfreunde der ZSK.
Einschätzend kann man sagen, daß die Bezirksmeisterschaften ansprechend organisiert sind und überall einen guten Verlauf versprechen.
Lediglich für die Bezirke Potsdam, Frankfurt (Oder) und Berlin ergeben sich noch Unklarheiten, die sich aus einer ungenügenden Zusammenarbeit zwischen dem DTSB-Bezirksvorstand Berlin und der Berliner Bezirksspielleutekommission ergeben haben. Sie schnellstens zu klären, sollte Sache der zuständigen Funktionäre sein.
Über die „DDR-Bestenermittlung“ der Schalmeienkapellen berichtete Sportfreund Günter Schlaeftke.
„Wir haben in Luckenau einen hervorragenden Gastgeber gefunden und hoffen auf eine würdige Austragung unserer ersten offiziellen „DDR-Bestenermittlung“. Die einzelnen Kollektive haben ihre Mel-
Fortsetzung auf Seite 4
Letzte Meldung
Die Startreihenfolge für die Spielmannszüge zur „Deutschen Meisterschaft der DDR“ und für das „Aufstiegsturnier zur Sonderklasse“ wurde auf der oben genannten Beratung in Berlin-Grünau vorgenommen. Die genaue Veröffentlichung nehmen wir in der Maiausgabe vor. Nur soviel sei verraten, die möglichen Medaillenanwärter sind in unmittelbarer Folge am Start.
DIE STATTFINDENDEN BEZIRKSMEISTERSCHAFTEN bieten für unsere Zeitung ein breites Feld der Berichterstattung. Um aber aus allen Bezirken, von jedem einzelnen Wettkampf die genauen Ergebnisse, einige wichtige Eindrücke, aber auch Kritiken und Hinweise zu erhalten ist es notwendig, daß aus dem Kreis der jeweiligen Funktionäre der betreffenden Bezirke Pressematerial in Wort und Bild an uns gesandt wird. Es kommt dabei nicht auf lange Ausarbeitungen, sondern vielmehr auf interessante und sachliche Berichterstattungen an. Sollte mögliches Bildmaterial nicht gleich fertig sein, dann kann der Text dennoch sofort an uns gehen.
Jede Mitarbeit gestaltet unsere Zeitung interessanter und aktueller.
Beim „Internationalen Subbotnik“ aktiv dabeigewesen
An vielen Schwerpunkten unserer Industrie und Landwirtschaft nutzten auch die Spielleute des DTSB den „Internationalen Subbotnik“, um bei der Aufholung von Planrückständen und der Erfüllung von Staatsplanaufgaben mitzuhelfen.
In einem Telefonat am Vortag sagte uns Sportfreund Gerhardt Rissel, Vorsitzender der Zentralen Spielleutekommission des DTSB: „Wir werden an diesem Tag aktiv dabei sein. Haben wir doch dadurch eine Möglichkeit, unseren Betriebskollektiven und den eigenen Kollegen Dank zu sagen, für die Unterstützung bei der Gewährung von Freistellungen für unsere Spielleutetätigkeit.“
Und so wie Sportfreund G. Rissel, handelten viele — die zahlreichen Zuschriften sind ein sprechender Beweis der Aktivität unserer Spielleute.
Seite 2
Die eigenen Reserven wirksam nutzen
In Anbetracht der stattfindenden Bezirksmeisterschaften unserer Spielmannszüge sprach die Redaktion „der tambour“ mit dem Haupttechniker der Zentralen Spielleutekommission des DTSB, dem Verdienten Meister des Sports, Sportfreund Günter Bodenstein.
REDAKTION: „Nach einjähriger Unterbrechung finden in diesem Jahr die zweiten offiziellen Bezirksmeisterschaften der Spielleute des DTSB statt. Was kann man von den Spielmannszügen in technisch-musikalischer Beziehung bei diesen Meisterschaften erwarten?“
SPORTFREUND G. BODENSTEIN: „Ausgehend von der Tatsache, daß alle Kollektive eine längere Vorbereitungszeit hatten und die guten Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches während der Großveranstaltungen in den vergangenen zwei Jahren nutzen konnten, muß man erwarten können, daß die Darbietungen der einzelnen Spielmannszüge einheitlicher und die Ordnungsübungen exakter bzw. richtiger als bisher vorgetragen werden.
Der überwiegende Teil unserer Kollektive hat, so möchte ich es einmal ausdrücken, die grundsätzlichen Veränderungen des Spielleutewesens im DTSB seit dem Frühjahr 1969 verstanden und ist sich auf allen Ebenen bewußter geworden, daß Mittelmäßigkeit in der Ausbildung keinen Schritt weiterhilft.
Viele Spielmannszüge haben deshalb daraus schlußfolgernd die Ausbildung in die Hände jüngerer Ausbilder gelegt, um die Erfahrungen und Ruhe der älteren Übungsleiter mit der Spontanität der Jugend wirksam zu paaren. Damit wurde ein frischer Wind in die gesamte Ausbildung der Kollektive getragen.
Ich erwarte persönlich eine sichtliche Leistungsteigerung, weil ich nach meinen umfangreichen Reisen eine gewisse Übersicht in den Stand der musikalisch-technischen Ausbildung erhalten habe, der in den zurückliegenden 18 Monaten so gewaltig angestiegen ist, wie nie zuvor.
Auf alle Fälle werden die zur Zeit bestehenden Leistungsklassen nach den Bezirksmeisterschaften gehörig durchgerüttelt werden.“
REDAKTION: „Worauf sollten sich nach Deiner Meinung die Spielmannszüge in der Ausbildung besonders konzentrieren, um zu höheren Leistungen zu kommen?“
SPORTFREUND G. BODENSTEIN: „Es ist für mich nicht einfach, auf diese Frage umfassend zu antworten. Das Gesamtgebiet der Ausbildung ist so vielfältig, daß es schwer fällt das Maßgebliche und Positive für dieses Gespräch herauszufinden.
Wir sprechen von Spielmannszügen aller Klassen, die sich im Bezirks- bzw. zentralen Maßstab behaupten müssen. Deshalb sollten wir hier auf grundsätzliche Fragen eingehen, die bei der Berücksichtigung der unterschiedlichen Verhältnisse in den Zügen, der Mentalität der Spielleute sowie der Qualität der vorhandenen Übungsleiter eine wichtige Rolle spielen.
Als erstes wäre die Qualifikation der Übungsleiter aufzuführen, die entscheidend für die musikalisch-technische Ausbildung steht. Gleichzeitig ist sie die Grundlage für den Beginn, die Übungsstunden effektiver und erfolgreicher zu gestalten.
Andererseits müssen wir uns bemühen, die immer wieder auftretende Ablehnung der Spielleute gegenüber dem Erlernen der Noten zu überwinden und sie mit einem soliden Grundwissen der Notenlehre auszurüsten.
Gerade diese Bemühungen sollten jetzt intensiviert werden, da vor Meisterschaften häufig das Verständnis für aktiveres Üben mit höchster Qualität vorhanden ist. Denn erst mit Hilfe der Notenkenntnisse können die noch vorhandenen Fehler im Marschrepertoire für die Wettkämpfe 1970 beseitigt werden und viele sonst ‚verschenkte‘ Punkte erhalten bleiben.
Schafft es die Leitung, zusätzlich eine verbesserte Disziplin während der Übungsstunden und vor allem die Vollzähligkeit des Zuges zu erreichen, werden Erfolge keineswegs ausbleiben.
Ich möchte aber an dieser Stelle nicht vergessen, auf das Studium der Wettkampfordnung hinzuweisen. Allzuoft hat in der Vergangenheit Unwissenheit in dieser Beziehung zu Punktverlusten geführt und einen möglichen besseren Platz gekostet.“
REDAKTION: „In diesem Jahr werden erstmals zielgerichtet die Nachwuchskollektive in das Wettkampfsystem einbezogen. Welche Erwartungen verbindest Du mit dem Auftritt dieser Kollektive?“
SPORTFREUND G. BODENSTEIN: „Mein persönlicher Wunsch ist, daß unsere Festlegungen zur weiteren verbesserten Arbeit mit dem Nachwuchs ihre ersten Früchte tragen.
Unsere Jüngsten und die Erwachsenenkollektive müssen eine Einheit bilden. Der wirkliche Leistungsstand, der uns bisher durch die mangelnde Arbeit der ehemaligen Kommission Kinder und Jugend verborgen blieb, wird sich bei diesen Wettkämpfen zeigen und ich bin sicher, daß wir von einigen Kollektiven hervorragende Leistungen geboten bekommen.
Für uns als Zentrale Spielleutekommission besteht die Hauptaufgabe in der Einstufung der Nachwuchsspielmannszüge und der Ausarbeitung weiterer Maßnahmen für eine erfolgreiche Arbeit mit diesen Kollektiven.“
republik-rundschau
HALBERSTADT — Einen Lehrgang für Techniker der Fanfarenzüge nutzten 25 Sportfreunde, um sich auf die Einsätze im Rahmen der III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR vorzubereiten.
Unter der bewährten Anleitung des Sportfreundes G. Nöthlich, der im Sportfreund Gunnar Trittel einen ausgezeichneten musikalischen Leiter zur Seite hatte, wurde das gesamte Reportoire der Großauftritte und Musikparade „durchexerziert“. Nun ist es an den Lehrgangsteilnehmern, ihre Kenntnisse im heimatlichen Kollektiv erfolgreich zu vermitteln.
GROSSPÖSNA — Sportfreund Günter Schlaefke, Vorsitzender der Fachkommission Schalmeienkapellen und Mitglied der ZSK, schloß im März den Bund der Ehe.
Ihm und seiner jungen Ehefrau wünschen wir im Namen aller Spielleute alles Gute, viel Glück und persönliches Wohlergehen.
SCHWERIN — Einen Lehrgang für Techniker und Stabführer der Spielmannszüge führte die Bezirksspielleutekommission Schwerin durch.
Nach den vielen Monaten der „eisernen Ruhe“ scheint nun auch in diesem Nordbezirk ein anderer Wind zu Wehen. Die Umbildung der Bezirksspielleutekommission und der darausfolgende Einsatz junger Kräfte wirkt sich positiv aus.
Sportfreund G. Bodenstein, Haupttechniker der ZSK, nutzte die Gelegenheit, um den Schweriner Spielleuten in theoretischer und praktischer Ausbildungsmethodik wertvolle Hinweise zu geben.
BERLIN — Die Leitung des „Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB“ bestätigte auf ihrer letzten Beratung die zentralen Einsätze für das Sportjahr 1970. Neben dem Auftritt zum IV. Turn- und Sporttag des DTSB sind die Mädchen wichtiger Bestandteil der Musikparade zum Abschluß der III. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in Berlin.
Außerdem wurden wichtige Maßnahmen für die weitere Ausbildung in dern folgenden 12 Monaten beschlossen.
SONDERSHAUSEN — Kooperation gibt es auch unter den Spielleuten. Die Fanfarenzüge von Dynamo Sondershausen und Lok Nordhausen üben gemeinsam, tauschen Erfahrungen aus und verbringen zusammen Trainingslager. Ihr Erfolg, sie können im großen Kollektiv auftreten und ihre Einsätze attraktiver gestalten.
