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Der Tambour/Ausgabe 1979 04

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April 1979
Nummer: 4/79
Erschienen: 04/1979
Jahrgang: 12
Seiten: 8
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Strausberger Zug verstärkt unsere Reihen
3 In „Sportstafette“: Spielleute-Energie im Energie-Bezirk
4 Aus dem Programm des Nationalen Jugendfestivals

Übungsleiter-Kollektiv bei Chemie Schwedt

Die Übungsleiter der BSG Chemie Schwedt berieten im März über die weiteren Aufgaben bei der Entwicklung der Spielleutebewegung in Schwedt. Alle neun aktiven Übungsleiter (von 14 Sportfreunden, die im Besitz des Übungsleiterausweises sind) der Sektion Spielleute nahmen an der Beratung teil. Kritisch schätzte man die bisherige Arbeit der Übungsleiter und das gesamte Niveau der Ausbildung ein. Dabei suchte man auch jene Ursachen, die zu den noch immer vorhandenen Leistungsunterschieden zwischen den älteren, erfahrenen Sportfreunden und den jüngeren Übungsleitern bestehen. Sicherlich ist diese Diskrepanz etwas durchaus Normales. Trotzdem beschloß man Maßnahmen, die zur Verringerung dieser Leistungsunterschiede führen sollen und das Niveau der Ausbildung und damit auch das musikalisch-technische Können der Spielmannszüge weiter verbessern. Und dies sind einige der Maßnahmen:

  • Bildung eines Übungsleiter-Kollektivs unter Leitung Wolfgang Schreibers.
  • Erreichen des Höchststandes in der musikalisch-technischen Ausbildung des Nachwuchs-Spielmannszuges der Sonderklasse bis zu den DDR-Meisterschaften 1979.
  • Festigung und weiterer Ausbau des Erwachsenen-Klangkörpers, mit dem Ziel, Erreichen der Leistungsklasse II zu den Bezirksmeisterschaften 1979.
  • Heranführen der fortgeschrittenen Gruppen an das Niveau des Nachwuchses und erste Teilnahme als zweiter Nachwuchszug an den Wettkämpfen des Bezirkes 1979.
  • Neuwerbungen und Ausbildung der Anfängergruppen im Pflichtprogramm bis zu den Bezirksmeisterschaften 1979.

Mit diesen Maßnahmen hofft die Sektionsleitung, die musikalische Qualität entscheidend zu verbessern sowie die Mitgliederstärke von 105 Aktiven zu stabilisieren. Repräsentative Auftritte im Stadtkreis Schwedt, mit einem zahlenmäßig großen Kollektiv, sind eine weitere Forderung. Fünf unserer jungen Übungsleiter nahmen im Februar in Leipzig erstmals am Trainingslager des Nachwuchses innerhalb der zentralen Übungsleitergruppe teil. Zwei Schwedter Spielleute gehören der zentralen Übungsleitergruppe an. Zur künftigen Mitarbeit auf zentraler Ebene erklärten sich alle Übungsleiter bereit.

BERND NEUMANN, Technischer Leiter

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Strausberger Fanfarenzug verstärkt die Spielleutereihen

Erfahrener, leistungsstarker Klangkörper stieß zum DTSB der DDR

Mit dem Fanfarenzug der ASG Vorwärts Strausberg stieß vor wenigen Tagen ein seit Jahren bewährtes Kollektiv zu den Spielleuten des DTSB. Auf ihrer Gründungsversammlung am 8. April 1979 gaben die jungen Spielleute dieses Versprechen ab:

Wir, die Mitglieder der Sektion Spielleute der ASG Vorwärts Strausberg, verpflichten uns, als junge Bürger der Deutschen Demokratischen Republik unsere ganze Kraft für die weitere Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands einzusetzen und in der Schule, im Beruf und im Sport stets nach hohen Leistungen zu streben.

Wir werden all unsere Kraft einsetzen und fair im sportlichen Wettkampf um den Sieg kämpfen zum Ruhme des Sports und zur Stärkung unserer sozialistischen Heimat, der Deutschen Demokratischen Republik.

Die gute Tradition, die unser Kollektiv besitzt, die enge Zusammenarbeit mit der Nationalen Volksarmee und der sozialistischen Sportorganisation unserer Republik, werden wir mit neuen Taten bereichern.

Dazu verpflichten wir uns und bitten gleichzeitig, um den Ehrennamen „Artur Becker“ kämpfen zu dürfen. Sein Kampf für die Sache der Arbeiterklasse, für den internationalen Arbeitersport und für die Arbeiterjugend soll für uns Vorbild und zugleich Verpflichtung sein.

Fanfarenzug der ASG Vorwärts Strausberg

WIR GRATULIEREN

Horst Plötner (11. 5. 26), Kampfrichterobmann im Bezirksfachausschuß Gera, zum 53. Geburtstag

Rolf Frädrich (16. 5. 39), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Potsdam, zum 40. Geburtstag

Erich Rous (17. 5. 28), Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 51. Geburtstag

Leo Ertel (22. 5. 51), Mitglied der Zentralen Spielleutekommission und Vorsitzender der Kommission Fanfaren, zum 28. Geburtstag

Karl-Heinz Hustedt (26. 5. 27), Stellvertreter für Kultur und Bildung des Bezirksfachausschusses Magdeburg, zum 52. Geburtstag

... und wünschen ihnen weiterhin beste Gesundheit, Schaffenskraft und Wohlergehen sowie noch viele vergnügliche Jahre im Kreise der Spielleute.

Das Festival kann beginnen — wir sind bereit!

Mit 600 Mitwirkenden beteiligen sich die Spielleute des DTSB der DDR an der großen Schwimmschau zum Nationalen Jugendfestival. Und diese Kollektive erhielten die ehrenvolle Berufung:

Spielmannszüge (350 Teilnehmer): Dynamo Halle, Medizin Mühlhausen, Lok Mühlhausen, MK Ziegelrode, Chemie Geraberg, Traktor Zabeltitz, SG Oberlichtenau, Baukema Aschersleben, Aufbau Brandenburg, Einheit Ruhland, Stahl Brandenburg, Traktor Hasselfelde, TSG Lübbenau.

Fanfarenzüge (150 Teilnehmer): SG Dynamo Potsdam-Stadt, Stahl Hettstedt, Einheit Elsterberg, Tiefbau Berlin, Fortschritt Teichwolframsdorf, Greika Greiz.

Blasorchester (100 Teilnehmer): Fortschritt Adorf, Dresden, Kraftfuttermischwerk Ketzin, SG Ottendorf, Motor Netzschkau.

Für die große Musik- und Tanzschau der FDJ erhielten folgende Schalmeienkapellen des DTSB der DDR Berufungen (245 Teilnehmer): SG Zinna, Stahl Maxhütte, Empor Plauen, SG Kleinreinsdorf, Motor Rathenow, Aktivist Luckenau, Traktor Großpösna.

Der Übungsverband Spielleute wird am Donnerstag, dem 31. Mai 1979, in Berlin anreisen. Die Schwimmschau findet insgesamt viermal statt. Am 31. Mai, 20 Uhr, Generalprobe; am 1. Juni, 22 Uhr, Premiere und dann noch am 2. und 3. Juni, jeweils 20 Uhr.

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IHRE ERFAHRUNGEN tauschten die Spielleute auch in den Pausen der Ende Januar in Leipzig durchgeführten Funktionärskonferenz aus. Hier sind die beiden Mitglieder der Zentralen Spielleutekommission Bodo Clauß (rechts) und Leo Ertel (Mitte) in einer Gesprächsrunde.

Cottbuser Initiativen in der „Sportstafette DDR 30“

Spielleute-Energie im Energie-Bezirk

Von FRIEDRICH HOLLMEYER, BFA Cottbus

Wie überall in der Republik bereiten sich auch die 1500 Spielleute des Energiebezirkes Cottbus auf das Jubiläum unseres sozialistischen Staates vor. In der „Sportstafette DDR 30“ sehen wir jenes Betätigungsfeld, das uns in der Spielleutebewegung weiter voran bringt, das uns ein gewichtiges Geschenk für den Geburtstagstisch am 7. Oktober erarbeiten läßt.

Der Beschluß des Sekretariats des DTSB der DDR zur „Weiterentwicklung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR“ vom 17. 10. 1978 ist bei all unseren Überlegungen der Maßstab. Die Erfüllung jener Aufgaben wird den vollen Einsatz jedes einzelnen Spielmannes bedürfen.

Seit der Neuwahl des BFA Spielleute im Bezirk Cottbus gehen wir zielstrebig daran, unsere Arbeit kontinuierlich und langfristig zu planen, die gebildeten Kommissionen wirkungsvoll einzusetzen und den Wettbewerb zum festen Bestandteil unserer Führungs- und Leitungstätigkeit zu machen. Meine Aufgabe im BFA als Stellvertreter für Kultur und Bildung und als Mitarbeiter des DTSB-Bezirksvorstandes sehe ich vor allem in der Einbeziehung aller Spielleute-Sektionen unseres Bezirkes in die „Sportstafette DDR 30“.

Dort, wo stabile Sektionsleitungen bestehen, gab es auch entsprechend gute Arbeitsresultate. Man spürte, daß der Wettbewerb als wichtige Leitungsaufgabe und nicht als „zusätzliche Tätigkeit“ betrachtet wird. Indes unverständlich sind mir jene Leitungen, die den Wettbewerb nur formal führen und dadurch ihrem Auftrag nicht gerecht werden können. Politisch-ideologische Unklarheiten sind hier stets die Ursachen.

Jede Sektion kann und muß ihren Anteil leisten. Wir werden keinen zurücklassen. Die Erfahrungen der Besten, wie die des Fanfarenzuges aus Hoyerswerda, des Spielmannszuges der TSG Lübbenau, von Einheit Ruhland oder Motor Lauchhammer, machen wir jenen Sektionen zugänglich, die sich im Neuaufbau bzw. in der Stabilisierungsphase befinden. Gut beraten sind die Sektionsleitungen, die sich einen ständigen Überblick über die Planerfüllung der BSG verschaffen, ihre Anteile daran genau kennen und sich innerhalb des Wettbewerbes der BSG mit anderen Sektionen messen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit ist und bleibt eine höhere Qualität der Leitungstätigkeit. Diszipliniertes Planen aller Aufgaben, Erhöhung des Trainingsniveaus und das Schaffen attraktiver Wettkampf- und Auftrittsmöglichkeiten, die ständige Erweiterung der organisiert unseren Sport treibenden Mädchen und Jungen sind zwangsläufig Resultate der oben erhobenen Forderung. Die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit polytechnischen Oberschulen und ihren Schulsportgemeinschaften, mit Betriebsberufsschulen, dem sozialistischen Jugendverband und der Pionierorganisation gehören natürlich dazu.

Viele Sektionen schufen sich in den vergangenen Jahren eigene Sportlerheime oder Traditionskabinette. Wir meinen, daß diese Räumlichkeiten noch mehr und sinnvoller genutzt werden sollten. Hier könnten Zentren der Entspannung entstehen, wirkliche Heimstätten für die Spielleute.

Warum stellen wir an jeden Spielmann hohe Anforderungen? Weil wir wissen, daß nur über die schöpferische Mitarbeit aller Mitglieder unserer Klangkörper, über das bewußte Streben eines jeden einzelnen nach höheren Leistungen im Beruf, in der Schule, beim Studium und im Sport in musikalisch-technischer Hinsicht ein Qualitätszuwachs möglich ist.

Wir haben in Cottbus keine ungünstigen Voraussetzungen, da wir spüren, daß unsere Arbeit anerkannt wird, daß die Spielleute hohes Ansehen genießen. So gibt es auch keine BFA-Tagung, an der wir nicht Genossen Graßmann, den Stellvertreter des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes, begrüßen können. Sein Herz schlägt für die Spielleute. In den Kollektiven spürt man diese Wertschätzung der eigenen Arbeit. Entsprechend hoch ist die Einsatzfreude bei unseren Mitgliedern ausgeprägt.

Innerhalb der „Sportstafette DDR 30“ konzentrieren wir uns auf die volle Realisierung des Beschlusses zur Weiterentwicklung der Spielleutebewegung. Dem Mitgliederzuwachs, der Verbesserung des Trainings- und Wettkampfbetriebes, der Ausbildung von Übungsleitern und Kampfrichtern, aber auch der Erfüllung der Bedingungen des Sportabzeichens durch alle Spielleute und der Meilenbewegung schenken wir große Aufmerksamkeit. Als ein Kampfziel betrachten wir die Bildung eines Bezirksmusikkorps der Spielleute des DTSB der DDR bis 1981.

Keine leichte Aufgabe, da gegenwärtig in unserem Bezirk noch kein Blasorchester existiert.

Noch einige Gedanken zum Wettbewerb. Wir haben für alle Sektionen gleiche, meßbare Kriterien geschaffen. Die Bezirkszielstellungen sind im BFA-Wettbewerbsprogramm genannt und im Jahressportplan ausgewiesen. Daraus entwickelten die Sektionen ihre eigenen Wettbewerbsziele. Zu den einzelnen Etappen erhalten die Sektionen Auswertungsbogen, die alle abrechenbaren Kriterien enthalten. Wir haben bewußt auf ein Punktsystem verzichtet, um keine formale Punktehascherei aufkommen zu lassen. Der BFA macht sich die Arbeit und vergleicht zwischen allen Sektionen die entsprechenden Kriterien nach ganz bestimmten Grundsätzen. So bleiben die unterschiedlich vorhandenen Möglichkeiten ebensowenig unberücksichtigt wie Entwicklungstendenzen entsprechend ausgewertet werden.

Die Zentrale Spielleutekommission sollte für alle Bezirksfachausschüsse Wettbewerbskriterien entwickeln, um die „Sportstafette“ auf eine noch breitere Basis zu stellen. Dies brächte uns bestimmt noch schneller voran, würde neue Initiativen auslösen und der Spielleutebewegung weitere Impulse verleihen.

Dank dem Klangkörper aus Hoyerswerda

Sozialistische Hilfe bei der Ausbildung von Übungsleitern leistet der Fanfarenzug der SG Pionierhaus Hoyerswerda gegenüber dem Fanfarenzug des BSG Reglerwerk Dresden. Die Übungsleiterausbildung erfolgt in Wochenendlehrgängen. Die Dresdner danken ihren Freunden aus Hoyerswerda für diese uneigennützige Unterstützung zum Wohle der Spielleutebewegung.

ALFRED DOMASCHK

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