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Der Tambour/Ausgabe 1978 07

Aus Stabführer.de

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Juli 1978
Nummer: 7/78
Erschienen: 07/1978
Jahrgang: 11
Seiten: 8
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Aktivist Luckenau vor der SG Zinna DDR-Meister 1978
3 Das einheitliche Ausbildungsniveau nun notwendig
7 Pflichtmärsche für das kommende Wettkampfjahr

Gold für den Zentralen Mädchen-Spielmannszug

Hoch geehrt wurde der Zentrale Mädchen-Spielmannszug des DTSB der DDR. Der Klangkörper erhielt bei den 17. Arbeiterfestspielen im Bezirk Suhl für seine hervorragenden Leistungen auf musikalischem und choreographischem Gebiet die Goldmedaille. Dem von Helga Neuwirth geleiteten ZMS gehören die Spielmannszüge von Fortschritt Cottbus, Verkehrbetriebe Dresden, Tiefbau Eberswalde und Stahl Freital an. All den Mitwirkenden und ihren Leitern Käthe Ohm, Martina Grahl, Manfred Kirstahler und Frank Mierisch den herzlichsten Glückwunsch aller Spielleute. Der Zentrale Mädchen-Spielmannszug hat das Ansehen der Spielleute des DTSB der DDR weiter erhöht.

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DDR-Meisterschaften der Schalmeienkapellen

Aktivist Luckenau vor Zinna überragender DDR-Meister

Schluderei brachte Malchin unverdienten Abstieg

4000 Zuschauer erlebten in Malchin nicht nur eine beispielhaft vorbereitete DDR-Meisterschaft, die schon jetzt die Peene-Stadt im Bezirk Neubrandenburg für ähnliche Wettkämpfe geradezu prädestiniert, sondern sie sahen und hörten auch, wozu die besten Schalmeienkapellen unserer Republik fähig sind. Vor allem Meister Aktivist Luckenau, „Vize“ SG Zinna und Lok Brandenburg brillierten mit ideenreichen Kürvorträgen, die über jedes Lob erhaben waren. Zu den guten Kollektiven in der Kür gehörte auch Dynamo Hohenschönhausen. Doch hatten die Randberliner mit einer miserablen Pflicht alle Chancen auf einen vorderen Platz von vornherein eingebüßt. So vermochten sie sich lediglich noch auf Platz fünf vorzuschieben.

Aktivist Luckenau, die beste Schalmeienkapelle unserer Republik, hatte aus seinem Repertoire die Titel „Festivalgrüße“ und „Freundschaft—Solidarität“ für den Meisterschaftskampf ausgewählt. Beide Titel wurden bravourös vorgetragen. Zinna bot „Schrittmacher“ und „Volkstümliche Melodien“ an. Auch hier erhielten die Sportler zu recht hohe Wertungen.

Geradezu tragisch kam der Abstieg des gastgebenden Klangkörpers aus Malchin zustande. Dynamo muß nicht etwa die Sonderklasse verlassen, weil man musikalisch und choreographisch den Anforderungen der höchsten Schalmeienklasse nicht gewachsen wäre, sondern dies verschuldeten Funktionäre der eigenen Sektion, die lapidare, aber laut Wettkampfordnung notwendige Eintragungen in 25 Mitgliedsbüchern der Malchiner Dynamo—Sportler versäumten. So brachte man die fleißigen Malchiner um die verdienten Früchte ihrer fleißigen Trainingsarbeit und verursachte natürlich nicht geringe Ärgernisse.

Ärger gab es auch durch das unentschuldigte Fehlen von 10 (zehn!) Kampfrichtern. Der hohen Einsatzbereitschaft der Sportfreunde Dietrich (Leipzig), Jahn (Kleinreinsdorf), Krumrey (Brandenburg), Eimber (Hettstedt), Schulze (Golzow), Markmann (Taucha), Christ (Eberswalde) und Schlaefke (Berlin) ist es zu danken, daß die Wettkämpfe trotzdem reibungslos abgewickelt werden konnten.

Resultate:

1. Aktivist Luckenau 84,40
2. SG Zinna 81,25
3. Lok Brandenburg 80,15
4. Stahl Maxhütte 73,75
5. Dynamo Hohenschönhausen 66,70
6. Motor Rathenow 65,60
7. Dynamo Malchin 65,35

Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Schalmeienkapellen

Aufsteiger mit „Pfiff“

Plauen und Kleinreinsdorf kommen nach „oben“

Wie beim Kampf um den Titel stand auch das Aufstiegsturnier zur Sonderklasse auf gutem Niveau. Am stärksten erwies sich Empor Plauen. Die Vogtländer haben fraglos den auffälligsten Leistungssprung vollzogen. Da gab es kaum Ecken und Kanten in der Choreographie, suchte man vergeblich Mißklänge zu erhören. Kaum schwächer stellte sich die SG Kleinreinsdorf vor, wenn man auch am Ende 3,35 Punkte hinter den mit 77,10 Zählern erfolgreichen Plauenern mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen mußte. Indes genügte Plauen wie Kleinreinsdorf diese Plazierung zum Aufstieg in die Sonderklasse der Schalmeienkapellen. Dem Einstand der beiden „ganz oben“ darf man mit einigen Erwartungen entgegensehen.

Bei Turbine Lauta und Stahl Hettstedt führten wiederum Mängel in der Strafskala zu unnötigen Punktabzügen. Traktor Rüdersdorf fehlte und war bereits den Bezirksmeisterschaften ferngeblieben.

Resultate:

1. Empor Plauen 77,10
2. SG Kleinreinsdorf 73,17
3. Chemie Taucha 70,15
4. Turbine Lauta 67,20
5. Stahl Hettstedt 66,60

Drei Jahrzehnte Traktor Hirschfeld

Mit einer festlichen Veranstaltung, an der Mitglieder des Stabsmusikkorps der Stadtkommandantur Berlin und der Mädchenspielmannszug von Fortschritt Cottbus teilnahmen, begingen die Spielleute von Traktor Hirschfeld im Kreis Bad Liebenwerda am 16. Juli ihr 30. Jubiläum. Der Sonderklassen-Klangkörper gehört zu den besten Spielmannszügen nicht nur des Bezirkes Cottbus, sondern der gesamten Republik.

Ludwig Wilhelm

von Traktor Luisenthal feierte am 7. Juli seinen 65. Geburtstag und gleichzeitig das Spielleute-Jubiläum. Der heute noch rüstige Thüringer gehört seit der Gründung dem DTSB der DDR an und ist das älteste aktive Mitglied des Spielmannszuges von Traktor Luisenthal. Wir wünschen Ludwig Wilhelm noch viele Jahre bei bester Gesundheit, Lebensfreude und weiterhin viel Schaffenskraft. Er möge der Spielleutebewegung noch lange erhalten bleiben.


ARTHUR BAUER, der 63jährige Übungsleiter von Motor Plauen, leistet schon seit 1957 Vorbildliches bei der Ausbildung der Spielleute. Hier vermittelt er in einem Trainingslager Schalmeienspielern seinen reichen Erfahrungsschatz (Foto auf Seite 1).

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Erste Schlußfolgerungen nach dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR

Einheitliches Ausbildungsniveau bringt notwendigen Leistungszuwachs

Von RAINER EIDENSCHINK, Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand

RAINER EIDENSCHINK, Leiter des Sektors Spielleute, im Gespräch mit Ellen Regler, Mitarbeiterin des Sektors.

Der VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR war Höhepunkt und erfolgreicher Abschluß der Wahlen in unserer sozialistischen Sportorganisation. In einer breiten und demokratischen Aussprache mit den Förderern und Freunden von Körperkultur und Sport wurden die guten Erfahrungen und Ergebnisse bei der Realisierung der Beschlüsse der Partei der Arbeiterklasse und des DTSB ausgewertet und neue anspruchsvolle Ziele festgelegt. Und dies auch für die Spielleute des DTSB der DDR.

Die Grußadresse des ZK der SED an den VI. Turn- und Sporttag und die Rede von Paul Verner, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, würdigten die gute Bilanz seit dem V. Turn- und Sporttag, in die sich die über 13 500 Spielleute mit Fleiß, hoher Einsatzbereitschaft und schöpferischem Wirken einreihen.

Im „tambour“ Nr. 5/78 haben wir im Beitrag „Spielleute mit stolzer Bilanz“ über unseren Anteil berichtet. Hinzufügen möchte ich aus der Vielfalt der Aktivitäten das insgesamt gute Niveau der Bezirksmeisterschaften dieses Jahres, der Pokalwettkämpfe, Bereichsmeisterschaften und Aufstiegsturniere. Zu attraktiven Höhepunkten gestalteten sich die DDR-Meisterschaften der Nachwuchs- und Spielmannszüge in Großröhrsdorf, der Schalmeieimapellen in Malchin und das Auftreten der Spielleute zu den 17. Arbeiterfestspielen im Bezirk Suhl. Der Elan der Spielleute, die ansprechenden musikalischen Darbietungen, die Hilfe vieler gesellschaftlicher Kräfte sowie eine gute Organisation sind der Beweis dafür, daß wir das zum VI. Turn- und Sportfest Bewährte in der „Sportstafette DDR 30“ zielstrebig weiterführen und einen gewichtigen Beitrag zu Ehren des 30. Jahrestages der Gründung unserer Republik leisten.

Welche Aufgaben stellt uns nun der VI. Turn- und Sporttag, die Beschlüsse des IX. Parteitages der SED auf dem Gebiet von Körperkultur und Sport weiter erfolgreich zu realisieren? Was müssen wir tun, um den hohen Zielen des DTSB der DDR mit allen unseren Spielleuten gerecht zu werden?

(1) Natürlich setzt das Gespräch zu den Dokumenten des VI. Turn- und Sporttages in jeder Sektion, jedem Kollektiv, den Fachausschüssen und Kommissionen das Studium der Grußadresse des ZK der SED und der Rede des Genossen Paul Verner, des vom DTSB-Präsidenten Manfred Ewald vorgetragenen Berichtes des DTSB-Bundesvorstandes, der Entschließung und der Diskussionsbeiträge voraus. Hier haben unsere gewählten Funktionäre eine große Verantwortung, denn wir wollen alle Spielleute in die Auswertung einbeziehen und jene Maßstäbe festlegen, die von uns erwartet werden und zu denen wir auch in der Lage sind. Die Delegierten zum Turn- und Sporttag und weitere erfahrene Sportfreunde werden uns dabei unterstützen. In den Klangkörpern hat die Auswertung natürlich bereits eingesetzt, wenn auch mit unterschiedlicher Qualität. Vorbildlich handeln solche Kollektive, wie die Mitglieder des Fanfarenzuges „Dr. Richard Sorge“ der SG Dynamo Potsdam Stadt, die anläßlich ihres 15jährigen Bestehens erste Schlußfolgerungen auf den Tisch legten.

Bedeutsam: Repertoire überall verbreitern

(2) Die Entschließung des VI. Turn- und Sporttages fordert bis in die Mitte der 80er Jahre die weitere Ausprägung des Massencharakters unserer sozialistischen Sportorganisation und das sportliche und kulturpolitische Wirken der Spielleute als Agitatoren und Propagandisten. Das heißt, wir müssen ausgehend von der derzeitigen Situation im Leitungsbereich beraten, wie wir eine größere Breite und höhere Qualität in den Bezirken und Genres erreichen. Es ist erfreulich, daß mit dem Schwung und den Erfahrungen des VI. Turn- und Sportfestes zahlreiche Kollektive an der Verbreiterung des Repertoires und der Verbesserung des musikalischen Niveaus schöpferisch arbeiten. Und dies nicht nur die Kollektive der Sonderklasse, sondern auch solche Aufsteiger wie der Klangkörper der SG Dynamo Halle bei den Nachwuchs-Spielmannszügen, die BSG Empor Plauen bei den Schalmeienkapellen und die SG Pionierhaus Hoyerswerda bei den Fanfarenzügen, um nur einige zu nennen.

Die Sportfreunde der SG Kleinreinsdorf, einer 550 Einwohner zählenden Gemeinde im Bezirk Gera, erbrachten mit dem Aufstieg in die Sonderklasse der Schalmeienkapellen den Nachweis für erfolgreiche Nachwuchsarbeit und intensiven Übens. Neben der Neubildung von Kollektiven — so in den Bezirken Dresden, Erfurt, Magdeburg und Gera — sowie der Gewinnung weiterer Mitglieder, muß es vor allem darum gehen, daß alle Klangkörper am Wettkampfsystem und der Gestaltung gesellschaftlicher und sportlicher Höhepunkte mit Disziplin und ansprechenden Leistungen teilnehmen. Durch intensive Arbeit müssen wir zu einem Abbau des Leistungsgefälles im musikalisch-technischen Bereich gelangen.

Gemeinsame Auftritte der besten Klangkörper

Dazu sollten wir besonders die Erfahrungen der besten Übungsleiter nutzen und ein einheitliches (!) und hohes Niveau in der Ausbildung der Spielleute sichern. Auch in der Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter sind größere Anstrengungen notwendig, ohne etwa die aufopferungsvolle Tätigkeit dieser unentbehrlichen Helfer des Sports abzuwerten. Von großer Bedeutung für unser weiteres Wirken scheint mir das gemeinsame Auftreten der besten Klangkörper in den Bezirken zu sein. Über 500 Spielleute des Bezirkes Halle begeisterten anläßlich der 31. Internationalen Friedensfahrt tau-

(Fortsetzung auf Seite 4)

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IM TRAININGSLAGER der Schalmeienkapellen in Leipzig wußten auch diese beiden Sportler von Turbine Lauta mit soliden Leistungen zu überzeugen.

BFA-Vorsitzende berieten

Im Ratssaal des Leipziger Stadtbezirkes West berieten am 29. Juni die Vorsitzenden der Bezirksfachausschüsse mit dem Leiter der Sektion Spielleute, Rainer Eidenschink, die Aufgaben nach dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR. Dabei wurden wichtige Schlußfolgerungen für die künftige Arbeit in den Bezirken gezogen.

Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge

Aufsteiger: Elsterberg und die Hoyerswerdaer

Strausberger schufen beste Wettkampfbedingungen

Die Leistungen der sieben teilnehmenden Kollektive am 3. Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge im Strausberger Kulturpark waren sehr unterschiedlich. Trat dies beim Pflichtdurchgang, hier boten alle Klangkörper teilweise beachtliches, noch nicht so in Erscheinung, so war doch der Abstand zwischen den besten und den am Ende plazierten Kollektiven erheblich. Einheit Elsterberg und die SG Pionierhaus Hoyerswerda, beide steigen verdientermaßen zur Sonderklasse auf, wiesen eindrucksvoll ihr gewachsenes Leistungsvermögen nach. Was sie an Musikalität und choreographischer Originalität dem Kampfgericht um Leo Ertel zeigten, forderte zu Beifall auf offener Szene heraus.

Die Elsterberger, seit 1954 besteht dieser Klangkörper, wurden bereits vielfacher Geraer Bezirksmeister. Der Fanfarenzug um Hans Bergmann ist Träger des Titels „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“. Die gleiche Auszeichnung erhielt auch der Fanfarenzug aus Hoyerswerda um Stabführer Antje Müller und Kollektivleiter Hans-Dieter Kjesa. Außerdem ehrte man den Klangkörper mit der Artur-Becker-Medaille in Silber und Bronze.

Enttäuscht war man in Strausberg von den Fanfarenzügen aus Oßmannstedt, Lübbenau und von Dynamo Nordwest Berlin. Diese Klangkörper wurden ihrem Ruf nicht gerecht und reisten unzureichend vorbereitet zum Aufstiegsturnier an. Dies ist doch bedauerlich, zumal von seiten des Veranstalters beste Bedingungen geschaffen wurden.

Der Schirmherr dieses glänzend organisierten Aufstiegsturniers, Genosse Oppermann, Mitglied des Sekretariats der SED-Kreisleitung und Vorsitzender des Rates des Kreises Strausberg, konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. An der Spitze den 1. Sekretär der SED-Kreisleitung, Genossen Damme, der sich sehr lobend über die Leistungen der besten Fanfarenzüge äußerte. Die Organisatoren unternahmen alles, um den Sportlern die Wettkampftage in Strausberg zu einem unvergeßlichen Erlebnis zu gestalten. Dies begann bereits mit der gelungenen Eröffnungsveranstaltung und endete noch lange nicht beim attraktiven Sportlerball.

Und hier die Plazierung des Aufstiegsturniers:

1. Einheit Elsterberg
2. Pionierhaus Hoyerswerda
3. Tiefbau Berlin
4. KSZ Strausberg
5. Traktor Oßmannstedt
6. TSG Lübbenau/BKW Jugend
7. Dynamo Nordwest Berlin

Einheitliches Ausbildungsniveau...

(Fortsetzung von Seite 3)

sende Zuschauer, zur Kinder- und Jugendspartakiade des Bezirkes boten die Sportfreunde erneut Proben ihres Könnens dar.

(3) Eine große Verantwortung tragen wir für überzeugende massenpolitische Arbeit. Täglich werden die Sportlerinnen und Sportler mit vielfältigen Fragen und Problemen aus dem Weltgeschehen und dem eigenen Wirken konfrontiert, wo sie stets richtige Antworten finden müssen. Die Aktiven der BSG Aufbau Elbe Magdeburg treffen sich regelmäßig mit Schrittmachern der sozialistischen Körperkultur, um sich deren historische Erfahrungen anzueignen.

Unsere Erziehungsarbeit müssen wir aber noch stärker auf eine kameradschaftliche Zusammenarbeit, auf Ordnung und Disziplin richten. Das beginnt bei einer gewissenhaften, ordnungsgemäßen Führung des Mitgliedsbuches, der exakten Kenntnis und Einhaltung der Wettkampfordnung und endet noch lange nicht bei der Werterhaltung und Pflege der Instrumente und Wettkampfkleidung.

(4) Den Erfahrungsaustausch und Leistungsvergleich — abrechenbar und öffentlich — sollten wir stärker in den Mittelpunkt des sozialistischen Wettbewerbs der Spielleute stellen. Von der Sektion bis hin zur Zentralen Spielleutekommission kommt es darauf an, solche Kriterien in den einzelnen Etappen zu stellen, die alle Kollektive voll fordern und die Leistungen der Besten zum Maßstab für alle machen. Die Bezirksfachausschüsse in Erfurt und Halle haben hier schon gute Erfahrung gemacht.

(5) Die Arbeit mit dem Sportabzeichenprogramm muß unbedingt qualifiziert werden. Wie die DTSB-Mitglieder der anderen Sportverbände sollten sich auch die Spielleute wenigstens einmal jährlich dem sportlichen Leistungstest unterziehen und die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllen. Hier bieten sich besonders die Trainingslager an, was die Nachwuchsspielmannszüge erfolgreich praktizieren.

(6) Zur Weiterentwicklung der Spielleute gehört auch die Verbesserung der materiell-technischen und finanziellen Bedingungen. Wir sind gewiß, daß wir mit Unterstützung der Leitungen des DTSB und gesellschaftlicher Kräfte weitere Fortschritte erreichen.

(7) Abschließend möchte ich darauf verweisen, daß das Sekretariat des Bundesvorstandes des DTSB der DDR im zweiten Halbjahr einen Beschluß zur Weiterentwicklung der Spielleutebewegung fassen wird, in dem unsere Aufgaben für den vor uns stehenden wichtigen Abschnitten der Geschichte der sozialistischen Sportorganisation festgelegt werden. Die Zentrale Spielleutekommission ist der festen Überzeugung, daß die Spielleute ihren Beitrag leisten, die Beschlüsse des IX. Parteitages der SED und des VI. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR mit vielen Initiativen ideenreich zu verwirklichen. Der „tambour“ wird weiterhin über das Wirken und die konkreten Taten der Spielleute berichten. Er sollte durch mehr Beiträge und Fotos, durch Hinweise und Kritiken, das Leben der Spielleute widerspiegeln.

Am Ende des Jahres werden die Aktivisten der Spielleute den Stand im Wettbewerb zu Ehren des 30. Jahrestages der Gründung unserer Republik analysieren und die Aufgaben der Spielleute bis Mitte der 80er Jahre beraten.

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EIN STAFFELSTAB, der viele gute Leistungen unserer sozialistischen Sportorganisation enthielt, wurde Manfred Ewald auf dem VI. Turn- und Sporttag übergeben. Die Spielleute haben ihren Anteil an dieser Stafette der guten Taten.

Diskussionsbeitrag zum VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR

Spielleute — Agitatoren und Propagandisten des Sports

Von BÄRBEL SCHRAMM, Sektionsleiterin Spielleute der BSG Aufbau Elbe Magdeburg

Zu Beginn meines Diskussionsbeitrages möchte ich dem vorliegenden Entschließungsentwurf eine Zustimmung geben. Dieser Entwurf wurde von den Spielleuten unseres Bezirkes sehr ausgiebig diskutiert. Sie brachten ihre Bereitschaft zum Ausdruck, die wachsenden Anforderungen an das Wirken unserer sozialistischen Sportorganisation mit Initiative und Schöpferkraft zu erfüllen.

Die Spielleutebewegung hat große Traditionen im Deutschen Turn- und Sportbund der DDR, die sich begründen auf die revolutionäre deutsche Arbeiter-Turn- und Sportbewegung. Mein Kollektiv ist stolz darauf, daß in ihm noch mehrere Mitglieder des Spielmannszuges Fichte-Buckau Magdeburg organisiert sind, die über 50Jahre im Arbeitersport und im DTSB der DDR aktiv als Spielmann wirken. Diese Sportfreunde berichten oft, unter welchen Umständen sie in den 20er Jahren als Spielmann und Arbeitersportler gegen den Kapitalismus, gegen Unterdrückung und Ausbeutung gekämpft haben. Sie erzählen auch von dem schweren Anfang nach 1945 und wie sich die weitere Entwicklung bis heute vollzogen hat. Diese spezifische Form der politisch-ideologischen Arbeit nutzen wir als Leitung, um unter unseren Kindern und Jugendlichen das Geschichtsbewußtsein weiter auszuprägen und den Stolz auf die erreichten Leistungen zu vertiefen. Wir entwickeln auch ein geistig-kulturelles Leben in unserer Sektion, angefangen von Foren bis zur gestalteten Diskothek.

Noch ‘78 ein weiteres Nachwuchskollektiv

Einige Worte zu meinem Kollektiv.

Unsere Sektion setzt sich zusammen aus einem Erwachsenen-Spielmannszug in einer Stärke von 43 Sportfreunden und einem Nachwuchs-Spielmannszug in einer Stärke von 45 Sportlern. In diesem Jahr wollen wir noch ein weiteres Nachwuchskollektiv entwickeln. Grundlage dafür bilden die Patenschaftsbeziehungen mit der Komarow- und Beimler-Oberschule in Magdeburg.

Das Entwicklungstempo in unserer Sektion nahm in den letzten Jahren kontinuierlich zu. So gelang es uns, in Vorbereitung des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1977 in Leipzig, eine Verbesserung in der Qualität des Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetriebes zu erreichen. Sehr stimulierend wirkte sich dabei unsere Berufung in den Übungsverband Musikschau des DTSB der DDR aus. Unter unseren Sportfreundinnen und Sportfreunden war ein Wettbewerb um die Teilnahme am „VI.“ ‚entbrannt, der seinen Niederschlag im Stolz auf die Teilnahme am bisher größten nationalen Sportereignis unserer sozialistischen Heimat, an der guten Bilanz im sozialistischen Wettbewerb zu Ehren des Sportfestes, in der Verbesserung des musikalisch-technischen Niveaus, in der Erhöhung der Disziplin und Ordnung sowie der Einsatzbereitschaft aller Spielleute fand.

So viel Aufmerksamkeit besaßen wir noch nie

Wir können aber auch einschätzen, daß unserem Kollektiv noch nie so viel Aufmerksamkeit und Unterstützung durch alle gesellschaftlichen und staatlichen Kräfte zuteil wurde, wie in der Vorbereitung auf diesen Höhepunkt. War es füher teilweise noch so, daß so mancher Kreisvorstand sich seiner Spielleute nur erinnerte, wenn der 1. Mai nahte, hat sich diese Einstellung in unserem Bezirk — und ich glaube sagen zu können, auch darüber hinaus — grundlegend geändert. Das VI. Turn- und Sportfest und die VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1977 in Leipzig gestalteten sich mit der Musikschau, der Musikparade und dem gesamten Auftreten der über 4500 Spielleute zu einem echten Stimulator für das weitere Wirken der Spielmanns- und Fanfarenzüge, Schalmeienkapellen, der Blas- und Fanfarenorchester. Diesen erfolgreichen Weg in der politisch-erzieherischen Arbeit und der Erhöhung der Qualität des Repertoires und der musikalischen Darbietung sowie der Weiterentwicklung der Choreographie werden wir zielstrebig weitergehen.

Welche Möglichkeiten sehe ich und unser Bezirksfachausschuß, um diese Entwicklung fortzusetzen? Die enge Zusammenarbeit und gute Unterstützung durch die Leitungen und Vorstände des DTSB der DDR sowie anderer staatlicher Organe sollten zu noch besseren Ergebnissen in unserer Arbeit führen. Es sind weitere gemeinsame Höhepunkte des Auftretens und der Öffentlichkeitsarbeit zu organisieren. Gut finde ich beispielsweise, daß am Nationalfeiertag der DDR, und am 1. Mai, dem Kampftag der Werktätigen, in der Wahlbewegung des DTSB der DDR, zu sämtlichen Delegiertenkonferenzen der Kreisvorstände und des Bezirksvorstandes in unserem Bezirk die Spielleute zum Einsatz gelangen. Wir bilden im Bezirk Magdeburg zur Zeit einen Auswahlklangkörper, der zu allen gesellschaftlchen und sportlichen Höhepunkten des Bezirkes eingesetzt wird. Mit Stolz kann ich hier berichten, daß wir in einer kleinen Musikschau mit 250 Spielleuten innerhalb des Sportlerappells zur Bezirksdelegiertenkonferenz des DTSB der DDR unser Debüt gegeben haben. Als nächstes bereiten wir eine Musikschau für die Eröffnungsveranstaltung der Kinder-

(Fortsetzung auf Seite 6)

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ZUR AUSZEICHNUNG der besten Sportgemeinschaften unseres Landes, die DTSB-Präsident Manfred Ewald vornahm, gestalteten die Spielleute das würdige Rahmenprogramm maßgeblich mit.

Propagandisten des Sports...

(Fortsetzung von Seite 5)

und Jugendspartakiade des Bezirkes vor, in der wir ein Auftragswerk, den Magdeburger Sportfestmarsch, uraufführen werden. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit, die noch nicht oder nur ungenügend genutzt werden. Warum sollte es nicht zur guten Tradition werden, daß bei allen größeren internationalen Sportveranstaltungen unsere Spielleute auftreten? Auch bei einem Fußballvergleich, ich denke da an unseren 1. FCM, könnten wir als Agitatoren des DTSB der DDR wirken.

Gute Erfahrungen mit Operativgruppen

Diese verstärkte Öffentlichkeitsarbeit stellt uns die Aufgabe die politisch-ideologische Arbeit und das musikalisch-technische Niveau aller Kollektive weiter zu verbessern. Dazu bilden wir durch den BFA verstärkt Übungsleiter und Kampfrichter aus und verallgemeinern die Erfahrungen der besten Kollektive im Bezirk. Wir leisten mit Operativgruppen, wie wir sie nennen, bei schwächeren Kollektiven an Ort und Stelle Hilfe, führen regelmäßig Trainingslager und Wochenendlehrgänge durch. Dem Vorschlag im Entwurf der vorliegenden Entschließung, die materiell-technischen Voraussetzungen auf der Grundage des Jugendgesetzes planmäßig zu verbessern, sollten wir gemeinsam mehr Aufmerksamkeit widmen.

Derzeit beraten wir, den Erfahrungen einiger Sportgemeinschaften entsprechend, eine Entwicklungskonzeption mit dem Rat der Stadt Magdeburg bis zum Jahre 1980 und darüber hinaus. Es versteht sich, daß dabei auch die finanziellen Mittel eine Rolle spielen. Auf der Bezirksebene gehen wir ebenfalls zu dieser notwendigen langfristigen Planung über.

Ein Problem, das die Spielleute aller Genres seit Jahren bewegt, ist die Versorgung mit Instrumenten und Materialien. Mit hohem Zeitaufwand sind wir nur schrittweise vorangekommen, die Bildung neuer Kollektive wird erschwert. Eine Weiterentwicklung unserer agitatorischen und propagandistischen Arbeit verlangt vor allem eine bedarfsgerechte Versorgung mit Instrumenten und Materialien.

Wir Spielleute führen im DTSB der DDR einen regelmäßigen Wettkampfbetrieb durch, der es uns ermöglicht, den Leistungsstand jedes einzelnen Kollektivs genau einzuschätzen. In der Vergangenheit war es so, daß sich dies jährlich auf die Bezirksmeisterschaft für die Mehrzahl der Kollektive beschränkte, außer jenen Klangkörpern, die den höchsten Spielklassen angehören. Das reicht zur Stimulierung des Leistungsniveaus nicht aus. Wir führen bei uns im Bezirk jährlich noch einen Pokalwettkampf durch. In diesem Jahr erstmals Spartakiadewettkämpfe im Nachwuchsbereich. Damit wollen wir unserem Ziel näher kommen, ganzjährige interessante Wettkampfmöglichkeiten zu schaffen.

Als Mitglieder des DTSB der DDR nehmen wir aktiv am Freizeit- und Erholungssport teil. Alle Mitglieder unserer Sektion erfüllen jährlich die Bedingungen für das Sportabzeichen der DDR „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat.“ Weiterhin beteiligen wir uns an den vielfältigsten volkssportlichen Veranstaltungen.

Unsere Sektionen — Zentren der Musik

Mit der Erhöhung des Angebots an musikalischer Betätigung, mit der Verbesserung des Niveaus des Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetriebes entwickeln wir unsere Sektionen zu Zentren der Musik und der Spielleutebewegung und tragen damit ein bedeutendes Stück zur allseitigen Entwicklung unserer sozialistischen Sportorganisation und zum Massencharakter des DTSB der DDR bei. Unsere Sektion kämpft im Rahmen der „Sportstafette DDR 30“ um den Titel „Vorbildliche Sektion der Zentralen Spielleutekommission beim Bundesvorstand des DTSB der DDR“ und will damit in unserer Betriebssportgemeinschaft im Kampf um die Ehrenschleife des DTSB-Bundesvorstandes der Schrittmacher sein.

Anmerkung: Wegen Zeitmangels konnte dieser Diskussionsbeitrag auf dem VI. Turn- und Sporttag nicht mehr gehalten werden. Es wurde beschlossen, ihn im „tambour“ zu veröffentlichen.

Ausschreibung

zum Pokalwettkampf 1978 der Mädchen-Spielmannszüge des DTSB der DDR

Art der Veranstaltung:

Pokalwettkampf der Spielmannszüge Mädchen des DTSB der DDR

Veranstalter:

Kommission Erwachsene/Zentraler Mädchenspielmannszug

Mit der Durchführung beauftragt:

BSG Tiefbau Eberswalde

Ort, Termin:

Drushba-Sporthalle Eberswalde am 19. Oktober von 9 bis 13 Uhr.

Für Kollektive, die nicht im Zentralen Mädchenspielmannszug sind:

Anreise:

18. Oktober 1978 bis 16 Uhr in Eberswalde, Wilhelm-Pieck-Oberschule, Friedich-Engels-Straße.

Abreise:

19. Oktober 1978 ab 15 Uhr.

Teilnehmer:

  • Verkehrsbetriebe Dresden
  • Tiefbau Eberswalde
  • Edelstahlwerk Freital
  • Fortschritt Cottbus
  • alle Mädchenspielmannszüge des DTSB der DDR, die das Pflichtprogramm beherschen.

Wettkampfprogramm:

zwei Pflichtmärsche:

  • Die lustigen Turner
  • Der Kupferschmied

und ein selbstgewählter Kürmarsch.

Termin für die Abgabe der Noten, des Meldebogens und der Kurzbiographie:

15. September 1978 an M. Grahl, 8036 Dresden, Prohliser Allee 31/14—05.

Unkostenbeitrag:

Fünf Mark pro Teilnehmer ebenfalls bis 15. September 1978 auf das Konto Nr. 2332-34-13439 der Kreissparkasse Eberswalde.

Wettkampfkleidung:

ganz in Weiß

Wertung:

Nach der gültigen Wettkampfordnung 1978.

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Pflichtmärsche für Wettkampfjahr 1979

Schalmeienkapellen

Sonderklasse

  • Frühlingsgruß
  • Schalmeienklänge
  • Laridah
  • Gruß aus

Leistungsklasse

  • Frühlingsgruß
  • Freundschaftsklänge
  • Laridah

Bereichsklassen

  • Frühlingsgruß
  • Fichtemarsch

Spielmannszüge Erwachsene

Sonderklasse

Hornmärsche:

  • Frisch voran
  • Mit vereinten Kräften (Fassung Brückner 77, Teil A — B— C/ohne Wiederholungen ab Teil C)

Flötenmärsche:

  • Goldene Trompeten
  • Kupferschmied

Leistungsklasse I

Hornmärsche:

  • Frisch voran
  • Mit vereinten Kräften (Fassung Brückner 77, Teil A — B — C/ohne Wiederholungen ab Teil C)

Flötenmärsche:

  • Goldene Trompeten
  • Kupferschmied

Leistungsklasse II

Hornmärsche:

  • Frisch voran

Flötenmärsche:

  • Kupferschmied

Leistungsklasse III

Flötenmärsche:

  • Kupferschmied

Spielmannszüge Nachwuchs

Hornmärsche:

  • Frisch voran

Flötenmärsche:

  • Lustige Turner
  • Goldene Trompeten
  • Kupferschmied

Leistungsklasse I

Hornmärsche:

  • Frisch voran

Flötenmärsche:

  • Lustige Turner
  • Kupferschmied

Leistungsklasse II

Flötenmärsche:

  • Lustige Turner
  • Kupferschmied

Spielmannszüge Mädchen - Pokalwettkampf

Flötenmärsche:

  • Lustige Turner

Fanfarenzüge

Sonderklasse

  • NVA-Marsch (Es)
  • Marsch der Freundschaft (Es)
  • Frisch voran (B)
  • Mit vereinten Kräften (B)

Leistungsklasse

  • Marsch der Freundschaft (Es)
  • Dynamo-Marsch (Es)
  • Frohe Klänge (B)
  • Mit vereinten Kräften (B)

Bereichsklasse

  • Spartakiademarsch (Es)
  • Sportler voran (Es)
  • Sport frei (Es)
  • Dynamo-Marsch (Es)

Informationen zum Pflichtnotenmaterial

Schalmeien

Sofern die Pflichtnoten nicht in den Kollektiven vorhanden sind, müssen diese von den Kollektiven ab 15. August 1978 bei Günter Schlaefke, 113 Berlin, Coppistraße 10/8—7 angefordert werden (jeweils nur zwei Sätze !).

Spielmannszüge

Sofern die Pflichtnoten nicht in den Kollektiven vorhanden sind, müssen diese von den Kollektiven ab 15. August 1978 bei Mario Bielig, DTSB-Bundesvorstand, Sektor Spielleute, 1055 Berlin, Storkower Straße 118, angefordert werden.

Fanfarenzüge

Sofern die Pflichtnoten nicht in den Kollektiven vorhanden sind, müssen diese von den Kollektiven ab 15. August 1978 bei Leo Ertel, 1502 Babelsberg, F.-Zubeil-Straße 9 a, angefordert werden.

Die Fassung „Mit vereinten Kräften“ wurde auf Grund vieler Anfragen vereinfacht und wie folgt dargeboten: Teil A und B laut Fassung Brückner 77, im Teil C entfällt der Kasten I (somit ohne Wiederholungen). Dies gilt für Spielmannszüge und Fanfarenzüge. In einer Überarbeitung (abzufordern im Sektor Spielleute) sind die Stabzeichen für das Aufnehmen der Instrumente eingezeichnet.

KOMMISSION TECHNIK

ZU DEN BESTEN KLANGKÖRPERN gehört der Fanfarenzug der Sonderklasse von Fortschritt Teichwolframsdorf.

Bezirksmeisterschaften von Leipzig

Hohes Niveau, aber...

Welche Aufmerksamkeit man den Leipziger Bezirksmeisterschaften entgegenbrachte, wurde allein durch die Anwesenheit des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Werner Teichmann deutlich, der es sich nicht nehmen ließ, die Wettkämpfe der Spielleute in Torgau mit Aufmerksamkeit zu verfolgen. Leider erlebte er keine reibungslos organisierte Veranstaltung, da der BFA in der unmittelbaren Vorbereitung Fehler machte, die sich auf den Verlauf der Titelkämpfe nachteilig auswirkten.

Als 24 Stunden vor Beginn der Wettkämpfe die Kampfrichter in Torgau anreisten, um alle Unterlagen vorzubereiten, die Modalitäten für Mandatsprüfung und Berechnungsausschuß festzulegen, den Sprecher einzuweisen, fehlten sämtliche Unterlagen. Der BFA-Vorsitzende Gerhart Steinert traf erst am Sonntag zehn Minuten vor Beginn der Stabführerbesprechung (zwei Stunden vor Beginn des Wettkampfes!) mit den erforderlichen Materialien in Torgau ein. Hinzu kam, daß sich die Ausweise einiger Kollektive nicht in ordnungsgemäßem Zustand befanden, Kürtitel nicht eingeschickt wurden, Klangkörper teilweise selbst geschriebene Partituren ohne Vermerk der Einstufung, des Stempels „Zentrale Fassung“ oder der Unterschrift Hans Brückners vorlegten.

Trotz allem erfeuten sich fast 4000 Zuschauer an niveauvollen Darbietungen vieler Kollektive. Bei den Spielmannszügen Erwachsene lieferten sich Motor Altenburg, Einheit Mutzschen und die SG Süptitz einen spannenden Kampf um den Bezirksmeistertitel. Zur Überraschung aller setzten sich hier die Altenburger durch, die als Kollektiv der Leistungsklasse III immerhin die zur Leistungsklasse I gehörenden Mutzschener auf den zweiten Platz verwiesen. Motor Altenburg bot den „Fliegermarsch“ und „Zum Städtle hinaus“, während Einheit Mutzschen mit „Goldene Trompeten“ und „Elbflorenz“ 0,5 Punkte weniger erhielt.

Dagegen vermochte die SG Süptitz bei den Spielmannszügen Nachwuchs ihre Höherklassigkeit (LK II) gegenüber den Kollektiven der Allgemeinen Klasse unter Beweis zu stellen und mit 36,70 Punkten den Zweitplazierten immerhin 3,35 Punkte hinter sich zu lassen.

Überzeugend auch die Darbietung von Traktor Naundorf bei den Bereichsmeisterschaften Süd der Schalmeienkapellen. Mit 40,35 Punkten bekamen die Naunhofer die höchste Wertung des Wettkampfes überhaupt.

Resultate:

Spielmannszüge Erwachsene
1. Motor Altenburg 39,60
2. Einheit Mutzschen 39,10
3. SG Süptitz 38,90
4. Einheit Wurzen 36,05
5. LVB Leipzig 35,15
6. SSG Gößnitz 25,45
7. Fortschritt Groitzsch 24,95
8. Traktor Lumpzig 22,35
Spielmannszüge Nachwuchs
1. SG Süptitz 36,70
2. Einheit Mutzschen 33,35
3. Motor Altenburg 32,05
4. Traktor Taucha 27,05
5. SSG Torgau 26,30

(Fortsetzung auf Seite 8)

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