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Der Tambour/Ausgabe 1978 07

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Juli 1978
Nummer: 7/78
Erschienen: 07/1978
Jahrgang: 11
Seiten: 8
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Aktivist Luckenau vor der SG Zinna DDR-Meister 1978
3 Das einheitliche Ausbildungsniveau nun notwendig
7 Pflichtmärsche für das kommende Wettkampfjahr

Gold für den Zentralen Mädchen-Spielmannszug

Hoch geehrt wurde der Zentrale Mädchen-Spielmannszug des DTSB der DDR. Der Klangkörper erhielt bei den 17. Arbeiterfestspielen im Bezirk Suhl für seine hervorragenden Leistungen auf musikalischem und choreographischem Gebiet die Goldmedaille. Dem von Helga Neuwirth geleiteten ZMS gehören die Spielmannszüge von Fortschritt Cottbus, Verkehrbetriebe Dresden, Tiefbau Eberswalde und Stahl Freital an. All den Mitwirkenden und ihren Leitern Käthe Ohm, Martina Grahl, Manfred Kirstahler und Frank Mierisch den herzlichsten Glückwunsch aller Spielleute. Der Zentrale Mädchen-Spielmannszug hat das Ansehen der Spielleute des DTSB der DDR weiter erhöht.

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DDR-Meisterschaften der Schalmeienkapellen

Aktivist Luckenau vor Zinna überragender DDR-Meister

Schluderei brachte Malchin unverdienten Abstieg

4000 Zuschauer erlebten in Malchin nicht nur eine beispielhaft vorbereitete DDR-Meisterschaft, die schon jetzt die Peene-Stadt im Bezirk Neubrandenburg für ähnliche Wettkämpfe geradezu prädestiniert, sondern sie sahen und hörten auch, wozu die besten Schalmeienkapellen unserer Republik fähig sind. Vor allem Meister Aktivist Luckenau, „Vize“ SG Zinna und Lok Brandenburg brillierten mit ideenreichen Kürvorträgen, die über jedes Lob erhaben waren. Zu den guten Kollektiven in der Kür gehörte auch Dynamo Hohenschönhausen. Doch hatten die Randberliner mit einer miserablen Pflicht alle Chancen auf einen vorderen Platz von vornherein eingebüßt. So vermochten sie sich lediglich noch auf Platz fünf vorzuschieben.

Aktivist Luckenau, die beste Schalmeienkapelle unserer Republik, hatte aus seinem Repertoire die Titel „Festivalgrüße“ und „Freundschaft—Solidarität“ für den Meisterschaftskampf ausgewählt. Beide Titel wurden bravourös vorgetragen. Zinna bot „Schrittmacher“ und „Volkstümliche Melodien“ an. Auch hier erhielten die Sportler zu recht hohe Wertungen.

Geradezu tragisch kam der Abstieg des gastgebenden Klangkörpers aus Malchin zustande. Dynamo muß nicht etwa die Sonderklasse verlassen, weil man musikalisch und choreographisch den Anforderungen der höchsten Schalmeienklasse nicht gewachsen wäre, sondern dies verschuldeten Funktionäre der eigenen Sektion, die lapidare, aber laut Wettkampfordnung notwendige Eintragungen in 25 Mitgliedsbüchern der Malchiner Dynamo—Sportler versäumten. So brachte man die fleißigen Malchiner um die verdienten Früchte ihrer fleißigen Trainingsarbeit und verursachte natürlich nicht geringe Ärgernisse.

Ärger gab es auch durch das unentschuldigte Fehlen von 10 (zehn!) Kampfrichtern. Der hohen Einsatzbereitschaft der Sportfreunde Dietrich (Leipzig), Jahn (Kleinreinsdorf), Krumrey (Brandenburg), Eimber (Hettstedt), Schulze (Golzow), Markmann (Taucha), Christ (Eberswalde) und Schlaefke (Berlin) ist es zu danken, daß die Wettkämpfe trotzdem reibungslos abgewickelt werden konnten.

Resultate:

1. Aktivist Luckenau 84,40
2. SG Zinna 81,25
3. Lok Brandenburg 80,15
4. Stahl Maxhütte 73,75
5. Dynamo Hohenschönhausen 66,70
6. Motor Rathenow 65,60
7. Dynamo Malchin 65,35

Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Schalmeienkapellen

Aufsteiger mit „Pfiff“

Plauen und Kleinreinsdorf kommen nach „oben“

Wie beim Kampf um den Titel stand auch das Aufstiegsturnier zur Sonderklasse auf gutem Niveau. Am stärksten erwies sich Empor Plauen. Die Vogtländer haben fraglos den auffälligsten Leistungssprung vollzogen. Da gab es kaum Ecken und Kanten in der Choreographie, suchte man vergeblich Mißklänge zu erhören. Kaum schwächer stellte sich die SG Kleinreinsdorf vor, wenn man auch am Ende 3,35 Punkte hinter den mit 77,10 Zählern erfolgreichen Plauenern mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen mußte. Indes genügte Plauen wie Kleinreinsdorf diese Plazierung zum Aufstieg in die Sonderklasse der Schalmeienkapellen. Dem Einstand der beiden „ganz oben“ darf man mit einigen Erwartungen entgegensehen.

Bei Turbine Lauta und Stahl Hettstedt führten wiederum Mängel in der Strafskala zu unnötigen Punktabzügen. Traktor Rüdersdorf fehlte und war bereits den Bezirksmeisterschaften ferngeblieben.

Resultate:

1. Empor Plauen 77,10
2. SG Kleinreinsdorf 73,17
3. Chemie Taucha 70,15
4. Turbine Lauta 67,20
5. Stahl Hettstedt 66,60

Drei Jahrzehnte Traktor Hirschfeld

Mit einer festlichen Veranstaltung, an der Mitglieder des Stabsmusikkorps der Stadtkommandantur Berlin und der Mädchenspielmannszug von Fortschritt Cottbus teilnahmen, begingen die Spielleute von Traktor Hirschfeld im Kreis Bad Liebenwerda am 16. Juli ihr 30. Jubiläum. Der Sonderklassen-Klangkörper gehört zu den besten Spielmannszügen nicht nur des Bezirkes Cottbus, sondern der gesamten Republik.

Ludwig Wilhelm

von Traktor Luisenthal feierte am 7. Juli seinen 65. Geburtstag und gleichzeitig das Spielleute-Jubiläum. Der heute noch rüstige Thüringer gehört seit der Gründung dem DTSB der DDR an und ist das älteste aktive Mitglied des Spielmannszuges von Traktor Luisenthal. Wir wünschen Ludwig Wilhelm noch viele Jahre bei bester Gesundheit, Lebensfreude und weiterhin viel Schaffenskraft. Er möge der Spielleutebewegung noch lange erhalten bleiben.


ARTHUR BAUER, der 63jährige Übungsleiter von Motor Plauen, leistet schon seit 1957 Vorbildliches bei der Ausbildung der Spielleute. Hier vermittelt er in einem Trainingslager Schalmeienspielern seinen reichen Erfahrungsschatz (Foto auf Seite 1).

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