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Der Tambour/Ausgabe 1978 02
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| Februar 1978 | |
| Nummer: | 2/78 |
| Erschienen: | 02/1978 |
| Jahrgang: | 11 |
| Seiten: | 8 |
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| 2 | Die Großröhrsdorfer bereiten sich gewissenhaft vor |
| 4 | Ausschreibungen für zentrale Wettkämpfe verschiedener Genres |
| 3 | Nachwuchs dankte mit vielen guten Leistungen |
Schwedter Töne klingen richtig
Spielleute nutzen Wahlbewegung zu neuem Schwung

Wenn Orte aufgezählt werden, in denen sich die Spielleutebewegung seit Jahrzehnten auf große Traditionen berufen kann, bliebe Schwedt mit Sicherheit ungenannt. In wenigen Tagen, am 1. März genau, feiert der Spielmannszug von Chemie PCK Schwedt erst sein vierjähriges Bestehen. Sicherlich noch kein Grund für eine Laudatio. Und trotzdem Grund genug, Bilanz zu ziehen. Die Schwedter Spielleute taten dies auch in ihrer Wahlversammlung. Eine Rechenschaftslegung, die — wie wir noch sehen werden — viel Erfreuliches zutage förderte, in der aber auch die Augen vor jenem nicht verschlossen wurden, das den Chemikern am Rande der Uckermark im Wege stand, um vielleicht noch bessere Resultate zu erzielen. Und dann sprach es auch für die Schwedter, daß sie sich nicht lange beim Bilanzieren aufhielten, sondern die neuen Aufgaben absteckten. Aufgaben, die sich würdig in die „Sportstafette DDR 30“ zu Ehren des 30. Jahrestages unserer Republik einreihen. Doch gehen wir der Reihe nach.
Mit 27 Spielleuten fingen die Schwedter 1974 an. Heute zählt die Sektion mit 95 Aktiven nahezu das Vierfache an Mitgliedern. Nach einjährigem Bestehen hatten sich schon die serten Erfolge eingestellt. Der Spielmannszug des PCK Schwedt gewann die Bezirksmeisterschaft Frankfurt/Oder und belegte beim „Pokal der Freundschaft“ den zweiten Platz. 1976 gelang in Oelsnitz sogar der Aufstieg zur Sonderklasse. Und daß die sehr gute Arbeit der Schwedter nicht unbemerkt blieb, bewies die Berufung von 60 Spielleuten in den Übungsverband Musikschau des VI. Turn- und Sportfestes der DDR 1977 in Leipzig.
An der Oder hört man immer wieder die Namen Wittchen,
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WAHL-NOTIZEN
Am 25. Februar beginnen die Bezirksdelegiertenkonferenzen der Sportverbände mit der Wahl der Bezirksfachausschüsse.
Im Bezirk Magdeburg strebt man in diesem Jahr an, daß jedes Kollektiv mindestens über vier Übungsleiter und zwei Kampfrichter verfügt.
Die Spielleute des Bezirkes Frankfurt/Oder wollen alljährlich die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllen.
Der Spielmannszug von MK Ziegelrode stellte auf seiner Wahlversammlung ein neues Wettbewerbsprogramm auf, das unter anderen die erfolgreiche Verteidigung des Titels „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“ zum Inhalt hat.
Die Sektion Spielleute der BSG Motor Werdau beschloß, 1975 zehn Aktive zum Übungsleiter der Stufe I auszubilden.
Der Fanfarenzug von Motor Werdau will mit den Fanfarenzügen von Fortschritt Teichwolframsdorf und dem Pionierhaus Hoyerswerda Patenschaftsverträge über gegenseitige Unterstützung und kontinuierlichen Erfahrungsaustausch abschließen.
Zentrale Wettkämpfe der Nachwuchsspielleute
Großröhrsdorf bereitet sich gewissenhaft vor
Rödertaltreffen waren stets Höhepunkte/Pionieraktivs sollten Kurzbiographien anfertigen / Eröffnungsveranstaltung am 12. Mai / Wolfgang Kunde übernimmt Ansage im Stadion
Seit über einem Jahr laufen in Großröhrsdorf die Vorbereitungen für die zentralen Wettkämpfe der Nachwuchsspielleute, dem Aufstiegsturnier und der DDR-Meisterschaft 1978. Rührige Vertreter der Stadt und des Gemeindeverbandes Großröhrsdorf beraten monatlich, wie sie für die jungen Spielleute aus allen Teilen der Republik den Wettkampf zum Höhepunkt des 78er Jahres, zum gesellschaftlichen Höhepunkt im Rödertal gestalten können.
Ein Blik in die Protokolle des Organisationsbüros verrät, daß sich die Großröhrsdorfer sehr viel vorgenommen haben. Von der Eröffnungsveranstaltung am Freitagabend, dem 12. Mai, bis zur stimmungsvollen Abschlußfeier am Sonnabend, dem 13. Mai, halten die Großröhrsdorfer eine ganze Masse Überraschungen bereit. Da ich selbst als aktiver Spielmann an zwei Rödertaltreffen teilnahm, kann ich versichern, daß stets alles, was die Großröhrsdorfer versprachen, gehalten wurde.
Die Wettkämpfe sind so gelegt, daß je eine Klasse die Möglichkeit hat, den Wettstreit der anderen mitzuerleben. Die Siegerehrung findet dann gemeinsam statt. Noch ein Wort zum Rahmen der Veranstaltung. Jeder weiß, wie wichtig die Ansage zur Atmosphäre, dem reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe beiträgt. In Großröhrsdorf wird der ehemalige Leiter des Teilverbandes Nachwuchs, Wolfgang Kunde, den Stadionsprecher machen. Für die Wirksamkeit seiner Arbeit ist es ausschlaggebend, daß er von jedem Kollektiv die Kurzbiographien bekommt, die zum Vorstellen der Spielleute ja unbedingt notwendig sind. Dies liegt nicht zuletzt im Interesse jedes einzelnen Wettkampfteilnehmers. Für die Pionieraktive tut sich hier ein weiteres Betätigungsfeld auf, das unter Berücksichtigung der in den Ausschreibungen festgelegten Meldetermine genutzt werden sollte. Bei Terminverzug erfolgt Punktabzug in der Strafskala der Wertung (die Ausschreibungen wurden termingerecht den einzelnen Kollektiven zugestellt!).
Rolf Lorenz, Vorsitzender der Kommission Nachwuchs
Schwedter Töne klingen richtig
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Edelhoff, Neumann und Röglin, wenn man nach den Ursachen der erstaunlichen Entwicklung fragt. Doch auch Heike Schreiber, Ronald Fischer, Andrea Paschke, Heike Ziegler und Harry Auerbach sowie Iris Schakowski, Simone Huke und Anette Walter, die sich an der Patenschule um den Nachwuchs bemühen, verdienen genannt zu werden.
Unzufrieden sind die Schwedter vor allem mit ihrer Wirksamkeit im Bezirk. Da gibt es noch erhebliche Reserven, meinen sie. So unterschätzten bisher einige offensichtlich die Einsätze bei „kleineren Veranstaltungen“ und blieben dem Auftritt einfach fern. Auch die Beteiligung an den Übungsstunden könnte noch besser sein. Bezeichnenderweise sind es immer wieder dieselben, die das regelmäßige Trainieren nicht so ernst nehmen wie die meisten Mitglieder des Spielmannszuges. Noch effektiveres Arbeiten verspricht man sich durch die Tätigkeit des Übungsleiterkollektivs. Auch hier gab es Anlaß zu kritischen Worten während der Wahlversammlung. Ebenso zum Wirken des FDJ- und Pionieraktivs, das noch unter seinen Möglichkeiten bleibt.
Im bevorstehenden Wettkampfjahr möchten die Schwedter in vielerlei Hinsicht einen Leistungssprung machen. Höheres Trainingsniveau und größere Trainingsintensität bilden die Grundlage dieses Vorhabens. So wird zweimal in der Woche und vor wichtigen Wettkämpfen gar dreimal trainiert. Erstmals will man auch im Erwachsenenbereich starten und das Erwachsenen-Kollektiv bis 1979 auf 30 Spielleute erweitern, die Massenbasis also vergrößern. Natürlich werden die Schwedter nicht „nur“ „Musik machen“, sondern Wert auf eine allgemeine, regelmäßige sportliche Betätigung legen. 1977 erfüllten 66 von 95 Sektionsmitgliedern die Bedingungen für das Sportabzeichen; in diesem Jahr wollen alle das Sportabzeichen erwerben. Dazu ist zusätzliches Training vonnöten, zumal sich nicht jeder mit Bronze zufrieden geben will. Große Bedeutung mißt man der Ausbildung von Übungsleitern bei, da hier der Schlüssel zu weiteren Leistungssteigerungen zu suchen ist. Sechs neue Übungsleiter der Stufe I sowie je einen der Stufe II bzw. III sollen bis Jahresende die erforderliche Qualifikation erreicht haben.
Die Spielleute schlossen sich dem Wettbewerb der Betriebssportgemeinschaft und des Bezirksfachausschusses an. Außerdem beteiligen sich die Schwedter am Wettbewerb um das Ehrenbanner des Zentralen Nachwuchsspielmannszuges des DTSB der DDR „Fritz Weineck“. Die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Spielleute an der 4. Polytechnischen Oberschule in Schwedt wird erweitert und an der 11. POS eine neue AG gebildet. Dies alles sind natürlich nur Fragmente aus einer Fülle von Dingen, die sich die Schwedter vorgenommen haben. Zu gegebener Zeit werden wir bei den Spielleuten des Petrolchemischen Kombinates wieder hineinschauen, um zu sehen, wie gut man in Schwedt weiter vorangekommen ist.
