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Der Tambour/Ausgabe 1980 08

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Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Die Ausgabe 08/1980 des Mitteilungsblattes der tambour erschien im August 1980.

Der Originaltext der 6 Seiten:

8/1980
Nummer: 8/80
Erschienen: August 1980
Jahrgang: 13
Seiten: 6
Original-Ausgabe als PDF herunterladen
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Aufruf der Zentralen Spielleutekommission
3 Pflichten, denen sich ein Meister-Klangkörper stellt
4 Freitaler Mädchen drangen in die Männer-Elite ein

Seite 2

Höheres Niveau und Kampfrichter

Die Wettkampfsaison 1980 ist vorhei. Die Klassifizierungen sind abgeschlossen, für den einen erfreulich, den anderen enttäuschend. Eine Saison ging zu Ende, die erneut in allen Genres einen enormen Leistungsanstieg brachte. Mit der Qualität der Musik und ihrer Interpretation stiegen zwangsläufig die Anforderungen an die Spielleute und die Kampfrichter. Und damit sind wir schon beim Thema. Die Kampfrichter — ohne sie wäre ein Wettkampfbetrieb undenkbar. Ihnen muß man Anerkennung und allerhöchsten Respekt für ihre bedeutsame, gesellschaftliche Arbeit leisten, die viel Freizeit an den Wochenenden kostet. Die Zeit und Mühen, die ein Kampfrichter mit dem Vertrautmachen des Notenmaterials in die Vorbereitung des Wettkampfes steckt, ist noch nicht einmal in Rechnung gestellt.

Und doch gibt es Spielleute, die diesen ehrenamtlichen Sportfunktionären unlautere Absichten unterstellen, ihnen die Fähigkeiten absprechen wollen. Mit welchem Recht eigentlich? Da sind beispielsweise zur DDR-Meisterschaft Kampfrichter aus unteren Leistungsklassen zum Agieren bereit, da ja die Freunde der Sonderklasse selbst im Einsatz sind. Sicher haben einige Sportfreunde mit bestimmten Titeln, die in der Sonderklasse geboten werden, ihre Probleme, doch sie werten stets nach bestem Wissen und Gewissen. Möge sich jeder Aktiver selbst an die Brust klopfen, ob er mit dem Dargebotenen allein zurechtkommt. Den umfassenden Überblick, die richtige „Durchsicht“, haben doch nur die Arrangeure und Übungsleiter selbst. Es wäre also an der Zeit, daß einige Funktionäre und Sportfreunde ihre eigenen Fähigkeiten überprüfen, bevor sie über die Leistung des Kampfrichters urteilen.

Was machen denn die Nörgler? Sind die eigenen Dokumente nicht in Ordnung und es gibt Punkteabzug, bei wem suchen sie die Schuld? Beim Kampfgericht. Gibt es für fehlerhaftes Spiel Punkteabzug, trägt die Schuld das „ungerechte“ Kampfgericht. Und so weiter und so fort. Hier erwächst den Kollektiven eine große erzieherische Verantwortung. Vielleicht sollte man durch eigene Initiativen die Qualität der Kampfrichter verbessern helfen, durch neu ausgebildete Freunde den Kreis jener notwendigen Helfer des Sports zu erweitern. Dies wäre die richtige Antwort.

BERND NEUMANN

Aufruf der ZSK

Unter dem Leitgedanken „Für Gesundheit, Erholung und Lebensfreude, für Leistungsfähigkeit und Leistungsstreben, für Frieden und Sozialismus! Treibt alle Sport!“ haben wir mit der Vorbereitung des VII. Turn- und Sportfestes und der IX. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1983 in Leipzig begonnen. Viele Aktivisten der Spielleutebewegung des DTSB der DDR haben an der Geschichte der Sportfeste mitgeschrieben. Spielmannszüge waren es, die 1963 erstmals bei der Gestaltung des Sportfestes dabei waren. 1969 zählte der Übungsverband 1800 Mitglieder, 1977 sage und schreibe 4500. Ganze 3740 Mitglieder besaß die Spielleutebewegung gerade mal im Jahre 1956. Vor zwölf Jahren hatten wir 6500 aktive Mitglieder, gegenwärtig stehen wir nun sogar an der Schwelle der 15 000.

Die Entwicklung der Spielleutebewegung in Breite und in ihrer Leistungsfähigkeit, ihre Stabilisierung und ihr ständig wachsendes Ansehen sind unmittelbar mit den Nationalfesten unserer Körperkultur verbunden.

Nach dem durch alle Teilnehmer des „Übungsverbandes Musikschau“ erfolgreich und eindrucksvoll mitgestalteten VI. Turn- und Sportfestes 1977 in Leipzig ging uns folgendes ehrenvolles Schreiben zu, das wir voller Stolz in Erinnerung haben:

An den Leiter des Übungsverbandes Musikschau des DTSB der DDR
Lieber Genosse Eidenschink!

Für Deinen Brief und den Bericht über die Aktivitäten und Initiativen des Übungsverbandes Musikschau danke ich hiermit herzlich.

Das VI. Turn- und Sportfest und die VI. Kinder- und Jugendspartakiade wurden zu einem glanzvollen, international stark beachteten Erfolg. Sie verdeutlichen das Wesen unserer vom IX. Parteitag der SED beschlossenen Politik zum Wohle des Volkes und zeigten, welche großartigen Möglichkeiten der Sozialismus gerade auch der Jugend eröffnet. Wie gut die junge Generation diese Möglichkeiten nutzt, wie fest sie mit ihrem sozialistischem Vaterland verbunden ist, wurde erneut vor aller Welt demonstriert. Lange werden die Tage von Leipzig mit den hervorragenden sportlichen Leistungen und kulturvollen Erlebnissen, die sie brachten, in Erinnerung sein.

Ihr habt zum Gelingen des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade einen großen Beitrag geleistet. Dafür möchte ich Euch noch einmal sehr herzlich danken.

Übermittle bitte zugleich allen Angehörigen des Übungsverbandes Musikschau meine besten Wünsche für die Zukunft, für Freude an der weiteren Arbeit, neue Erfolge, Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

Mit sozialistischem Gruß
Erich Honecker

Diese Worte des Dankes und der Anerkennung durch den Generalsekretär des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Genossen Erich Honecker, erfüllten uns nicht nur mit großem Stolz, sie betrachten wir vor allem als Verpflichtung für neue, höhere Leistungen. Wir alle streben danach, die uns gestellten Aufgaben mit Tatkraft zu erfüllen. Im „tambour“ wollen wir aber nicht nur Schrittmacher heutiger Tage vorstellen, uns interessiert der Weg vieler Kollektive und Spielleutepersönlichkeiten bis in die Gegenwart.

  • Schreibt uns, was Euch mit den Sportfesten verbindet!
  • Schildert Erlebnisse und Begegnungen!
  • Teilt uns Mühen und schöpferische Taten mit!
  • Übermittelt uns Dokumente und Fotos!
  • Helft uns mit, das Wirken der Spielleute als Agitatoren des sozialistischen Sports in Vergangenheit und Gegenwart noch besser in die Sportgeschichte unseres Landes einordnen zu können!

Die Zentrale Spielleutekommission ehrt die besten Beiträge und Einsendungen mit Sachpreisen und Ehrenwimpeln. Die erste Auswertung erfolgt Ende 1981.

ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION

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