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Der Tambour/Ausgabe 1979 03
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
| März 1979 | |
| Nummer: | 3/79 |
| Erschienen: | 03/1979 |
| Jahrgang: | 12 |
| Seiten: | 8 |
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| 2 | Auch die Spielleute stimmen für Frieden und Glück |
| 4 | Veränderungen in der neuen Wettkampfordnung |
| 5 | Mit ramponierten Trommeln fing es in Schwedt an |
Neulinge erlernten die ersten Titel
Sie sind schon eine gute Tradition geworden, die Trainingslager in der Ernst-Grube-Oberschule in Leipzig-Mockau. Der Spielleutenachwuchs genoß vom 11. bis zum 16. Februar 1979 bereits zum fünften Mal Gastfreundschaft in dieser schmucken Neubauschule. In der Vergangenheit hatten wir uns hier auf das VI. Turn- und Sportfest vorbereitet, gehörte diese Schule auch zu den Spielleute-Quartieren während des „VI.“ 1977 in Leipzig.
Diesmal war das Trainingslager ausschließlich Anfängern, also Neulingen in unserer Spielleutebewegung, vorbehalten. Erfreulich, daß sich auch die mei-
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Rainer Lamprecht
Am 9. Februar 1979 rettete Rainer Lamprecht, Mitglied des Nachwuchsspielmannszuges von NARVA Berlin, unter Einsatz seines Lebens in Kablow-Ziegelei ein vierjähriges Mädchen vor dem Tode des Ertrinkens. Der gerade 16 Jahre alt gewordene Rainer weilte mit dem neuaufgebauten Nachwuchszug als Hilfsübungsleiter in einem Trainingslager in Ucklay, in der Bildungsstätte des VEB NARVA Berlin. Als er an jenem Nachmittag die verzweifelten Hilferufe des im Eis eingebrochenen Mädchens hörte, zögerte der Spielmann keinen Augenblick und begab sich auf die Eisfläche des Sees, um die Kleine zu bergen.
Rainers Mut, seine Entschlußkraft, trugen zum Ansehen der Spielleutebewegung bei. Wir sind stolz auf Spielmänner wie Rainer Lamprecht.
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GEDANKEN ZUM WAHLAUFRUF DER NATIONALEN FRONT
Unsere Stimme für Frieden und Glück


Wir Spielleute von LVB Leipzig spürten und spüren täglich, wie alle Bürger unseres Landes die großzügige Unterstützung und Förderung, die uns der Staat auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens angedeihen läßt. Sei es nun in der beruflichen Entwicklung, im Sport oder in der Familie, überall steht das Wohl der Werktätigen im Vordergrund. Für nicht wenige von uns aus dem 45 Mitglieder starken Erwachsenen-Spielmannszug verbesserten sich gerade in den zurückliegenden Jahren die Wohnverhältnisse, durften sie komfortable Neubauwohnungen beziehen. Einige andere warten noch darauf, eines Tages nach Leipzig-Grünau ziehen zu können, wo gegenwärtig das zweitgrößte Neubaugebiet unserer Republik entsteht. 70 000 Leipziger werden hier ab 1990 wohnen. Die Stabilität und Kontinuität unserer gesamten volkswirtschaftlichen Entwicklung gibt uns den Optimismus und die Zuversicht, daß wir auf unserem erfolgreichen Weg weiterhin vorankommen, das sozialpolitische Programm planmäßig in die Tat umsetzen.
Wenn wir am 20. Mai den Kandidaten der Nationalen Front unsere Stimme geben, dann ist dies auch ein Ja für weitere 30 Jahre konstruktive Friedenspolitik, ein Ja für die auf dem IX. Parteitag der SED beschlossene Perspektive des Wohlstandes und der sozialen Sicherheit. Die erfahrenen, kampferprobten Spielmänner unseres Zuges, wie Kurt Kellner oder Heinrich Sandmann, berichten oft über das „Leben“ unter kapitalistischen Bedingungen. Arbeitslosigkeit, Terror, Berufsverbote — alles Dinge, die die meisten von uns nur aus dem Geschichtsunterricht kennen. Und doch gibt es so etwas heute noch immer, freilich in einer Welt, die nicht die unsrige ist.
Neulinge erlernten erste Titel
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sten der eingeladenen Kollektive daran gehalten haben. Für die Ausbildung in diesem 79er Trainingslager war einmal mehr die zentrale Übungsleitergruppe verantwortlich. Eine komplizierte, kraftaufwendige Aufgabe für die Übungsleiter, da gerade das Anfangsstadium in der Ausbildung von Spielleuten äußerst schwierig und für die weitere Entwicklung der Mädchen und Jungen ausschlaggebend ist. Daß ein großer Teil der Kinder erst kurz vor der Abfahrt nach Leipzig zu den Spielleuten stieß, also teilweise noch völlig unklare Vorstellungen vom Wirken des Spielmannes in unserer Sportorganisation besaß, machte die Aufgabe für die Übungsleiter auch nicht gerade leichter.
Trotzdem wurde die Trainingswoche in der Ernst-Grube-Oberschule ein großer Erfolg, da es die meisten Übungsleiter mit sehr viel pädagogischem Geschick und Einfühlungsvermögen verstanden, die jungen Spielleute nicht nur für unseren Sport zu begeistern, sondern ihnen auch erste Grundlagen auf dem Wege zum Spielmann vermittelten. Für jene Kollektive, deren Aktive schon etwas besser mit Trommel und Flöte umzugehen vermochten, erweiterte sich in dieser Februarwoche das Repertoire um die „Lustigen Turner“ und die „Goldenen Trompeten“.
Unter den Akteuren der zentralen Übungsleitergruppe befanden sich erfahrene Fachleute, die beim Nachwuchs bereits über hohes Ansehen verfügen: Bodo Rieck aus Lübbenau, Norbert Zander und Thomas Hofmann aus Geraberg, Michael Löwe aus Mühlhausen, Gerald Christ aus Eberswalde, Hartmut und Jörg Buller aus Brandenburg, Michael Gläser und Frank Rommel aus Lauta.
Aber auch ganz junge Übungsleiter bestanden hier ihre erste Bewährungsprobe: Silvia Reinicke und Frank Heymann aus Aschersleben, Kerstin Dittmann, Ronald Hennig, Birgit Wismach, Roland Zumm und Jens Taubenest aus Brandenburg, Frank Hollmeyer aus Lübbenau, Frank Voigt aus Mittenwalde, Iris Schakowski, Andrea Paschke, Simone Huke, Harry Auerbach und Kai-Uwe Vetter aus Schwedt.
All den genannten Übungsleitern danken wir für ihre hohe Einsatzbereitschaft. Aber auch jene Übungsleiter verdienen unsere Anerkennung, die mit ihren Kollektiven in der Ernst-Grube-Oberschule dabei waren und den Ausbildungsprozeß wirkungsvoll unterstützten. Innerhalb der Vorbereitung auf die VII. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR wird die zentrale Übungsleitergruppe ein weiteres Trainingslager in Rerik durchführen.
Kommission Nachwuchs
BERND NEUMANN, Verantwortlicher Übungsleiter
