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Der Tambour/Ausgabe 1978 12
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| Dezember 1978 | |
| Nummer: | 12/78 |
| Erschienen: | 12/1978 |
| Jahrgang: | 11 |
| Seiten: | 8 |
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HEUTE AUF SEITE
| 2 | Neue Kollektive im Bezirk Frankfurt gebildet |
| 3 | Darbietung des ZMS eine Werbung für die Spielleute |
| 5 | Stahl Brandenburg gewann den Seelenbinder-Pokal |
Spielleute in der „Sportstafette DDR 30“
Oberlichtenauer Sieg in Wettbewerbsetappe
BFA Dresden zog Zwischenbilanz/In Radeberg fast jeder zweite Spielmann Übungsleiter/Lommatzscher Zuwachs
Der Bezirksfachausschuß Dresden zog eine Zwischenbilanz im Wettbewerb zu Ehren des 30. Jahrestages unserer Republk. Alle Spielleute-Sektionen des ostsächsischen Bezirkes stellten sich innerhalb der „Sportstafette DDR 30“ hohe Zielstellungen und wollen mit vielen guten Taten das historische Jubiläum in den Oktobertagen 1979 begehen. Jetzt wurde das bisher Erreichte abgerechnet. Als derzeit Beste erwiesen sich die Spielleute der SG Oberlichtenau, die dafür vom BFA geehrt wurden.
Hinter den Oberlichtenauer erzielen die beiden punktgleichen Kollektive der SG Traktor Riesa-Canitz und der SG Lommatzsch die gewichtigsten Resultate im Wettbewerb. Aber auch die Spielleute-Sektionen von Robotron Radeberg und Stahl Freital, die gegenwärtig auf den Plätzen vier und fünf rangieren, wurden für sehr gute Ergebnisse in der „Sportstafette“ ausgezeichnet.
Bewertungskriterien im Wettbewerb der Spielleute des Bezirkes Dresden sind unter anderen die ständige Verbesserung der Qualität des Übungs- und Trainingsbetriebes, die nicht zuletzt
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Spielleute in der „Sportstafette DDR 30“
Drei neue Kollektive im Bezirk Frankfurt
Klangkörper aus Oderberg und der Bezirksstadt für das Nationale Jugendfestival in Berlin berufen
Zum Jahresausklang zog der Bezirksfachausschuß Frankfurt/Oder auf einer erweiterten Beratung mit allen Sektionsleitern des Oder-Bezirkes und weiteren Spielleute-Aktivisten Bilanz. Um es gleich vorwegzunehmen, es war eine gute Bilanz. Die Frankfurter nutzten den Wettbewerb innerhalb der „Sportstafette DDR 30“, um die erfreuliche Entwicklung, die die Spielleutebewegung zwischen Schwedt und Eberswalde nach dem VI. Turn- und Sportfest der DDR genommen hat, fortzusetzen.
An der Spitze des Bezirkes steht der DDR-Vizemeister der Nachwuchsspielmannszüge Chemie PCK Schwedt, der das Oderbruchgebiet im Zentralen Nachwuchsspielmannszug des DTSB der DDR repräsentiert. Dieser Klangkörper hat sich in musikalisch-technischer Hinsicht ebenso verbessert wie der Mädchenspielmannszug von Tiefbau Eberswalde, der aufgrund seiner überdurchschnittlichen Leistungen dem ZMS angehört.
Zur erfreulichen Bilanz zählt auf alle Fälle die Neubildung von drei Kollektiven. Im Halbleiterwerk Frankfurt/Oder wurde gewissermaßen Spielleute-Neuland erschlossen, während die BSG Stahl Eisenhüttenstadt und die TSG Aufbau Biesenthal nach langem „Winterschlaf“ wieder lebensfähige Klangkörper erhielten. In Biesenthal wirkte sich vor allem die Unterstützung der Eberswalder vorteilhaft aus, die maßgeblich an der Bildung dieses Zuges beteiligt waren und noch sind. Tiefbau Eberswalde leistet in Biesenthal wirkungsvolle praktische Hilfe bei der Ausbildung der jungen Spielleute.
Indes verweilten die Spielleute-Aktivisten nicht allzulange beim Bilanzieren, sondern steckten vor allem die weiteren Aufgaben ab, die sich der Bezirksfachausschuß in der weiteren Vorbereitung auf den 30. Gründungstag unseres sozialistischen Staates stellt. Die ehrenvolle Berufung für das Nationale Jugendfestival in Berlin erhielten die Kollektive von Motor Oderberg und Tiefbau Frankfurt/Oder, die innerhalb des Bezirksmusikkorps der FDJ mitwirken werden.
Wie die Hallenser Spielleute wollen auch die Frankfurter zu einem Verhältnis von 1:7 zwischen Übungsleiter und Aktiven gelangen. So sollen weitere 28 Übungsleiter der Stufe I, sechs der Stufe II und drei der Stufe III ausgebildet werden.
Bis zu den Bezirksmeisterschaften, die innerhalb der 750-Jahr-Feier der Stadt Eberswalde stattfinden, bildet man acht neue Kampfrichter aus. Weitere acht, die zunächst nur für regionale Wettkämpfe die Qualifikation als Kampfrichter erwerben, folgen.
Um die Qualität der Ausbildung weiter zu verbessern wird der Erfahrungsaustausch, das gemeinsame Üben, forciert. Bewährt hat sich dies bereits im KFA Eberswalde/Bernau. Gleiches soll sich nun zwischen den Kollektiven von Tiefbau Frankfurt und dem Halbleiterwerk Frankfurt entwickeln, die sich gemeinsam mit Stahl Eisenhüttenstadt im KFA Erankfurt (O)/Eisenhüttenstadt vereinen werden.
Entscheidend will man mit den Schalmeien vorankommen. Hier steht die BSG Pflanzenproduktion Tantow gegenwärtig konkurrenzlos da. Doch im Bezirk gibt es bereits weitere Schalmeienkapellen, die allerdings noch (!) nicht Mitglieder des DTSB der DDR sind. Den ersten Höhepunkt der Saison 1979 wird für die Klangkörper des Bezirkes der Volkssporttag am 22. April in Schwedt sein. Die Frankfurter Spielleute wollen an diesem Tage um den „Pokal der Freundschaft“ kämpfen und gleichzeitig nachweisen, daß sie die Wintermonate gut genutzt haben, um ihr Repertoire zu vervollkommnen, ihr musikalisches Leistungsvermögen zu erhöhen.
Spielleute in der „Sportstafette DDR 30“
Oberlichtenauer Sieg...
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durch das Verhältnis Übungsleiter/Mitgliederstärke konkret abgerechnet werden. Hier schoben sich die Radeberger an die Spitze. Fast jeder zweite Spielmann — 40 Prozent — qualifizierte sich zum Übungsleiter und befindet sich im Besitz des entsprechenden Leistungsnachweises, sprich, Übungsleiterausweises. Dies wird sich mit Sicherheit auf das musikalische Niveau der beiden Klangkörper, Spielmannszug-Erwachsene und Spielmannszug-Nachwuchs, auswirken.
Die Oberlichtenauer sind beispielgebend in der allgemeinen sportlichen Ausbildung der Spielleute. 89,5 Prozent der Mitglieder dieser Sektion erfüllten bereits die Bedingungen für das Sportabzeichen. Die 6,40 M, die jedes Mitglied dem Solidaritätsfonds zur Verfügung stellte, sprechen für die klassenbewußte Haltung der Oberlichtenauer.
Natürlich ist die Verbreitung der Massenbasis unseres Sports ein gewichtiges Wettbewerbs-Kriterium. In der Lommatzscher Pflege gibt es offensichtlich nicht nur fruchtbaren Lößboden, auf dem Weizen, Zuckerrüben oder Gemüse gut gedeihen, sondern hier scheint auch Spielleute-Nachwuchs in erfreulichem Maße heranzuwachsen. Allein 26 neue Mitglieder vermochte die SG Lommatzsch in der zurückliegenden Wettbewerbsetappe „abzurechnen“.
Elf neue Übungsleiter im Zentralen Mädchenspielmannszug
Weitere elf Mädchen des Zentralen Mädchenspielmannszuges „Katja Niederkirchner“ qualifizierten sich zum Übungsleiter. Während des Trainingslagers in Eberswalde konnten diese jungen Spielleute den Übungsleiterausweis der Stufe I in Empfang nehmen. Der kontinuierlichen Ausbildung von Übungsleitern widmet der ZMS besondere Aufmerksamkeit, da hier eine Leistungsreserve zur Erhöhung des musikalischen Könnens liegt. Im Beisein der Eltern der Mitglieder des Mädchenspielmannszuges von Tiefbau Eberswalde wurden die Übungsleiterausweise in würdiger Form überreicht.
Ehrennadel in Gold an Barther Spielleute
In Anerkennung besonderer Verdienste bei der Entwicklung unserer sozialistischen Sportorganisation wurde der Spielmannszug von Motor Barth mit der Ehrennadel des DTSB der DDR in Gold ausgezeichnet. Der zur Leistungsklasse I gehörende Klangkörper hat sich um die Verbreitung der Spielleutebewegung im Bezirk Rostock verdient gemacht.
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Pokalwettkampf der Mädchenspielmannszüge
Darbietung des ZMS — eine Werbung für die Spielleute
Stahl Freital überlegener Sieger/Rainer Eidenschink überreichte dem Zentralen Mädchenspielmannszug die Goldmedaille der Arbeiterfestspiele
In Eberswalde herrschte besondere Freude. Anläßlich des 15jährigen Bestehens und erfolgreichen Wirkens der Sektion Spielleute der BSG Tiefbau Eberswalde und des fünfjährigen Gründungstages des Mädchenspielmannszuges der Wilhem-Pieck-Oberschule der fast 40 000 Einwohner zählenden Stadt am Finowkanal wurde der 4. Pokalwettkampf der Mädchenspielmannszüge in Eberswalde ausgetragen. Die besten Klangkörper dieses Genres fanden in der Drushba-Sporthalle ausgezeichnete Wettkampfbedingungen vor. Hier sei den vielen fleißigen Helfern um Sektionsleiter Manfred Kirstahler Dank und Anerkennung ausgesprochen.
Auf ihre Weise dankten die Mädchen des Zentralen Mädchenspielmannszuges, nämlich mit hervorragenden Leistungen in musikalisch-technischer Hinsicht und vorbildlichen disziplinischem Auftreten, das in Eberswalde von den Bürgern mit Respekt gelobt wurde. So fand auch völlig zurecht ein gelungenes Konzert des Zentralen Mädchenspielmannszuges unter der Leitung von Helga Neuwirth auf dem Eberswalder „Platz der Freundschaft“ viel Beifall und verhalf den Spielleuten des DTSB der DDR insgesamt zu neuem Ansehen.
Doch nun zum Pokalwettkampf. Er stand ganz im Zeichen des geradezu perfekte Spielleutemusik bietenden Klangkörpers von Stahl Freital. Die Mädchen aus der Stadt des Edelstahlwerkes wurden überlegener Gewinner des Pokals und verwiesen Tiefbau Eberswalde mit fast 15 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz. Leider beteiligten sich nur die Kollektive des Zentralen Mädchenspielmannszuges an diesem Wettbewerb. Warum eigentlich? Der Pokalwettkampf ist für alle Mädchenspielmannszüge offen, die Mitglieder des DTSB der DDR sind. Auch neugebildete Klangkörper können sich sofort daran beteiligen. Es würde diesen Wettbewerb ab 1979 sicherlich noch attraktiver gestalten.
Dieser kritische Einwand soll natürlich nicht die Leistungen der Mädchenspielmannszüge aus Freital, Eberswalde, Dresden und Cottbus abwerten, die mit ihren Leistungen eindrucksvoll offenbarten, welch hohen Stellenwert der Wettstreit um die begehrte Trophäe bei ihnen besitzt. Keiner wäre jedoch über mehr Konkurrenz erfreuter, als die Mitglieder des Zentralen Mädchenspielmannszuges selbst.
Zu einem besonderen Höhepunkt gestaltete sich die Siegerehrung. Unter großem Beifall überreichte der Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, Rainer Eidenschink, dem ZMS die Goldmedaille der Arbeiterfestspiele, die dem Zentralen Mädchenspielmannszug für seine hervorragenden Leistungen bei diesem Festival- 1978 im Bezirk Suhl verliehen wurde.
Während ihres kurzen Trainingslagers in Eberswalde, zu dem übrigens der verantwortliche Übungsleiter nicht anreiste, beschränkten sich die Mitglieder des Zentralen Müädchenspielmannszuges „Katja Niederkirchner“ nicht allein auf die Vertiefung ihres Repertoires, sondern machten sie sich auch noch mehr mit dem Wirken jener unvergessenen Antifaschistin vertraut, deren Ehrennamen dem ZMS verliehen wurde. Eine Delegation, der Vertreter aller Kollektive angehörten, legte in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ein Blumengebinde zum Gedenken Katja Niederkirchners nieder. Alle Mädchen besuchten auch das Ruhmesmuseum der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, wo sie auf anschauliche Weise ihre Kenntnisse über die Geschichte der Roten Armee vertieften.
Resultat des Pokalwettkampfes:
| 1. | Stahl Freital | 80,75 |
| 2. | Tiefbau Eberswalde | 66,20 |
| 3. | VB Dresden | 62,40 |
| 4. | Fortschritt Cottbus | 57,20 |

Ehrung für Zeitzer Spielmannszug
Dem Spielmannszug von Motor Zeitz wurde der Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ verliehen. Damit würdigte man das musikalische Können und die hohe Einsatzbereitschaft der Zeitzer Spielleute in den 25 Jahren ihres Bestehens. Der Klangkörper gewann allein zwanzigmal die Bezirksmeisterschaft von Halle, war auch Mitwirkender der Musikschau beim VI. Turn- und Sportfest der DDR 1977 in Leipzig. A. ANDRÄ
Wer kann Hemden vom „VI.“ abgeben?
Welches Kollektiv kann uns Hemden (Laguneblau!) vom VI. Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig verkaufen? Wir benötigen diese Kleidung dringend, um unseren Spielmannszug damit komplett ausrüsten zu können. Benötigt werden etwa 20 Stück. Wer die gewünschten Hemden abgeben kann, möchte sich bitte mit Angabe der Stückzahl, der Größen und des Preises an Elfriede Klimpel, 15 Potsdam, Leipziger Straße 40, wenden.
Spielmannszug BSG DEFA Babelsberg
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Zum Wettbewerb im BFA Leipzig
Konkret, abrechenbar und leistungsfördernd
Ein Punktsystem, das man überall anwenden sollte
Auch die Spielleute des Bezirkes Leipzig nehmen, wie all die anderen Mitglieder der Spielleutevereinigungen des DTSB der DDR, an der „Sportstafette DDR 30“ zu Ehren des 30. Jahrestages der Gründung unseres sozialistischen Staates teil. Der BFA hat ganz bestimmte Kriterien vorgegeben, um den Wettbewerb zwischen den Sektionen und Klangkörpern abrechenbar zu machen. Dazu hat man ein Punktsystem entwickelt, nach dem derjenige Wettbewerbssieger ist, der die meisten Punkte auf sich vereinigt.
Jeweils am 31. 12. 78, am 20. 5. 79 und unmittelbar vor dem Jubiläum am 20. 9. 79 ermittelt man die Etappensieger und am Ende schließlich den Gesamtsieger.
Und so sieht das System aus:
- Für jedes neue Mitglied gibt es 10 Punkte
- Für jeden Übungsleiter der Stufe I 10 Punkte, der Stufe II 15 Punkte und der Stufe III 20 Punkte
- Pro Kampfrichter werden 10 Punkte gutgeschrieben
- Für die Teilnahme der Kampfrichter an WB erhält man pro Kampfrichter 5 Punkte
- Der Einsatz von Übungsleitern und Kampfrichtern regional bzw. zentral wird jeweils mit 10 Punkten honoriert
- Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft. Für den 1. Platz 60 Punkte, die nachfolgenden Plazierungen jeweils 10 Punkte weniger
- Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft mit neuem Repertoire 100 Punkte, 50 Prozent neu 50 Punkte
- 20 Punkte erhält das Kollektiv für die Teilnahme an Veranstaltungen aller Art
- Erfüllung der Bedingungen für das Sportabzeichen. Hier erhalten die Sektionen soviel Punkte wie sie prozentual zu ihrem Gesamtmitgliederstand die Bedingungen erfüllt haben
- Für jedes Abonnement des „tambour„ gibt es einen Punkt, für jede Neubestellung 2 Punkte.
- Bei Nachweis eines Nachwuchskollektives in der Sektion (gleich ob es sich um Spielmannszüge, Schalmeienkapellen oder Fanfarenzüge handelt) mit über 25 Mitgliedern im Alter bis zu 14 Jahren gibt es 100 Punkte
- 50 Punkte erhält jedes Kollektiv für die Teilnahme an der Kreisspartakiade
Ehrenname „Fritz Weineck“ für Gehrener Klangkörper
Zu einem besonderen Höhepunkt im fünfjährigen Bestehen unseres Spielmannszuges wurde die Verleihung des Ehrennamens „Fritz Weineck“. Damit erfuhren wir Gehrener zum Abschluß der Saison 1978 eine Würdigung unserer Arbeit, die uns Ansporn für die Zukunft sein wird.
Nicht ohne einen gewissen Stolz zogen wir jetzt Bilanz unseres bisherigen Wirkens. Mit fünf Jahren gehören wir ja noch zu den jüngsten Klangkörpern. Der dreimalige Gewinn des Bezirksmeistertitels und auch der Erfolg im Pokalwettbewerb des Bezirkes Suhl nehmen sich doch recht gut aus. Glücklich waren wir Gehrener, als man uns für das VI. Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig nominierte. Hier durften wir an der Musikparade teilnehmen. Den Elan vom „VI.“ haben wir uns erhalten und seit dieser Zeit besonders intensiv an der Vervollkommnung unseres musikalisch-technischen Könnens gearbeitet.
Ohne Zweifel machte der Gehrener Klangkörper 1978 die größten Fortschritte. Unser Wettbewerbsprogramm war ganz auf die ehrenvolle Verleihung des Ehrentitels „Fritz Weineck“ ausgerichtet. Das begann in gewissenhafter Durchsetzung unserer Ausbildungskonzeption, setzte sich fort über regelmäßige sportliche Betätigung und endete noch lange nicht mit dem intensiven Studium des Lebens und Wirkens des roten Trompeters Fritz Weineck. Wir trachten danach, das Vermächtnis dieses Hallenser Spielmannes zu erfüllen, der am 13. März 1925, wenige Tage vor seinem 28. Geburtstag (26.3.), von Polizeischergen ermordet wurde. Fritz Weineck war als Mitglied des Rotfrontkämpferbundes in einer Arbeiterversammlung im Hallenser Volkspark, in der Ernst Thälmann sprach, als ihn die Kugel der Mörder traf. Wir sind Stolz, seinen Namen tragen zu dürfen.
SPIELMANNSZUG TRAKTOR GEHREN
INA KRANNICH
