
Am besten feiert man das mit neuen Informationen. Gesucht werden daher verstärkt fehlenden Daten, interessante Geschichten und alle Arten von Fotos, Dokumente usw., die es wert sind erhalten zu werden. Gern per Email an info@stabfuehrer.de
Der Tambour/Ausgabe 1978 04
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
| April 1978 | |
| Nummer: | 4/78 |
| Erschienen: | 04/1978 |
| Jahrgang: | 11 |
| Seiten: | 8 |
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Seite 1
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| 3 | „Calauer“ solcher Art kommen bei den Spielleuten an |
| 5 | Im iga-Bezirk blühen nicht nur die Blumen prächtig |
| 6 | Bewertungssystem der neuen WKO kennt keine Strafpunkte |

Dokumente beschlossen
Mit umfangreichen Informationen auf den Seiten 3 bis 5 über die Delegiertenkonferenzen in Leipzig, Cottbus, Frankfurt/Oder, Erfurt, Dresden, Halle und Suhl schließen wir die Berichterstattung über die BFA-Wahlversammlungen ab. Die Beratungen brachten den Beweis: Wir Spielleute sind auf den VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR gut vorbereitet. Überall beschlossen die Delegierten Dokumente, die ganz auf die Verbreiterung der Massenbasis unseres Sports ausgerichtet sind, die den Stellenwert der Spielleutebewegung innerhalb des sozialistischen Sports höchst wirkungsvoll veranschaulichen. Wenn sich die Anzahl der Spielleute allein im Bezirk Cottbus fast verdoppelte, von 870 auf 1470 Sportlerinnen und Sportler, der Nachwuchs noch mehr in den Mittelpunkt rückte, die Dresdner bereits für sieben Spielmänner einen Übungsleiter ausgebildet haben, braucht uns um die Spielleutezukunft nicht bange sein.
Seite 2

Wer hat Fragen zur Wettkampfordnung?
Da immer wieder Anfragen an den Sektor Spielleute zur neuen Wettkampfordnung gestellt werden, wollen wir in dieser Rubrik Fragen von Spielleuten beantworten, die von allgemeinem Interesse sein sollten. Alle Sportfreunde, die Fragen im Zusammenhang mit der Wettkampfordnung 1978 haben, können diese an den Sektor Spielleute des DTSB-Bundesvorstandes, 1055 Berlin, Storkower Straße 118, richten. Indes schließen diese Anfragen eine Änderung der WKO 78 aus (siehe WKO Spielmannszüge und Schalmeien, Punkt 14).
Frage: Nachwuchsspielmannszüge der Sonderklasse und der Leistungsklasse I als Teilnehmer der DDR-Meisterschaft und des Aufstiegsturniers sowie Mädchenspielmannszüge, die um den Pokal des ZMS kämpfen, bestreiten zentrale Wettkämpfe. Ihnen ist nur ein Kürtitel auferlegt. Wie erfolgt dort die Bewertung der Schwierigkeit und die Bewertung im Hauptpunkt II/Kür?
Michael Löwe, Medizin Mühlhausen
Um eine einheitliche Richtlinie für alle Klassen und Genres in der Wettkampfführung zu erarbeiten, mußte eine besondere Regelung getroffen werden. Nachwuchs- sowie Mädchenspielmannszüge sind sehr schnellebig. Ihnen kann deshalb kein zweiter Kürmarsch auferlegt werden. Um sie aber mit den Erwachsenenkollektiven gleichzusetzen und im Interesse eines einheitlichen Bewertungsmodus müssen hier die Werte verdoppelt werden. Der Schwierigkeitsgrad, für beide Kürtitel mit maximal 10,0 Punkten festgelegt, wird hier auf einen Kürtitel aufgeschlüsselt.
Bei den oben genannten Genres wird der Wert des Schwierigkeitsgrades für den einen zu spielenden Kürtitel verdoppelt.
Beispielsweise: „Laridah“ 2,3 Punkte — 4,6 Punkte gehen in die Wertung.
Der Hauptpunkt II/Kür baut sich wie folgt auf:
4,0 Punkte 1. Kürtitel
Variationsanteil
1,0 Punkte 1. Kürtitel
Lyrenanteil
4,0 Punkte 2. Kürtitel
Variationsanteil
1,0 Punkte 2. Kürtitel
Lyrenanteil
10,0 Punkte maximal
Bei einem Kürtitel der oben genannten Klassen ergibt sich folgendes am Beispiel Kürmarsch „Laridah“:
2,4 Punkte Variationsanteil verdoppelt ergibt 4,8 Punkte.
0,6 Punkte/Fehler der Lyren/verdoppelt ergibt 1,2 Punkte.
2,0 Punkte Vorgabe für Lyren minus 1,2 Punkte ergibt 0,8.
Resultat: 4,8 Punkte Variation plus 0,8 Punkte Lyrenanteil ergeben 5,6 Punkte im Hauptpunkt II/Kür, die in die Wertung eingehen.
Rolf Lorenz, Kommission Technik
Zeitzer Spielmannzug feiert Jubiläum
In diesen Tagen, chronistisch genau am 26. April, beging der Spielmannszug von Motor Zeitz seinen 25. Gründungstag. In diesem Zusammenhang feiern die rührigen Zeitzer ein anderes Jubiläum besonderer Art. Zum 25. Mal darf der traditionsreiche Klangkörper vor dem VEB Zemag den Demonstrationszug der Zeitzer Werktätigen zum 1. Mai anführen. Auf diesen Höhepunkt und auf die Wettkämpfe dieses Jahres bereiten sich die Jubilare natürlich intensiv vor. Dazu wünschen wir den Zeitzern allerbeste Erfolge.
Auf die Lumpziger darf man stolz sein
Seit vielen Jahrzehnten erklingt in Lumpzig Spielleutemusik. Lumpzig, der im Nordwesten des Kreises Schmölln liegende Ort, hat nicht einmal tausend Einwohner, ist stolz auf seinen Spielmannszug/Erwachsene und den eifrigen Musikantennachwuchs, immerhin werden in der Spielleutesektion der BSG Traktor etwa 20 zehn- bis 14jährige ausgebildet. Für sein erfolgreiches Wirken verlieh man dem Klangkörper die „Artur-Becker-Medaille“, und zeichnete die Lumpziger auch als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ aus.
Nicht nur einen — viele Spitzenreiter
Im Pulk der Friedensfahrer, die in wenigen Tagen wieder auf den Straßen der Volksrepublik Polen, der CSSR und unserer Republik dahinjagen, gibt es einen Mann, der sich stets besonderer Aufmerksamkeit bei den Konkurrenten wie bei den Zuschauern erfreut: der Mann in Gelb, der Spitzenreiter. Der Beste des Pelotons. Aber immer nur ein einzelner.
Unsere „Eile mit Meile“-Bewegung bietet jedem und vielen — auch den Spielleuten, die immer mit ihrer Musik die Zehntausenden an der Strecke oder im Zielstadion erfreuen — gleichzeitig die Gelegenheit, Spitzenreiter, Träger des gelben Trikots zu werden.
Das ist neu in unserer Bewegung — das Trikot für eine bestimmte Anzahl von erreichten Meilen.
So gibt es für
1 bis 99 Meilen ein grünes Trikot,
100 bis 499 Meilen ein weißes Trikot,
500 bis 999 Meilen ein blaues Trikot,
1000 und mehr Meilen ein gelbes Trikot.
Während „Grün“ und „Weiß“ ab September gegen Vorlage des bestätigten Meilenpasses in den Sportartikelgeschäften gegen einen Unkostenbeitrag zu erwerben sind, geht man für „Blau“ und „Gelb“ einen anderen Weg. Die Meilenpässe und einen Unkostenbeitrag schickt man an die
Olympische Gesellschaft
104 Berlin,
Chausseestraße 29
und erhält anschließend das entsprechende Hemd zugeschickt.
1000 Meilen — gelaufen ergeben sie etwa die Entfernung Berlin — Moskau. Aber es muß nicht nur gelaufen werden, das ist ja klar. Wie weit kommt ein Spielmann? Wieviel Kilometer beträgt die Summe seiner zurückgelegten Meilen?
Über möglichst viele Träger des Gelben auch aus den Reihen unserer Spielleute würden wir uns — und sicher auch Sie — natürlich sehr freuen.
CHRISTOPH HÖHNE, Vorsitzender des Meilenkomitees der DDR
