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Der Tambour/Ausgabe 1973 12: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:DerTambour1973-12-4-1.png|mini|'''BESONDERES AUGENMERK''' wird künftig der Tätigkeit im Bereich der Orchester gewidmet. Die neugebildete Fachkommission Orchester sieht als vordringlichste Aufgabe die qualitative Steigerung und eine quantitative Erhöhung der Anteile der Blasorchester. Unser Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Musikschau zum 25. Jahrestag der Gründung der sozialistischen Sportorganisation. ]] | |||
der Spielleute im DTSB gebildet werden kann oder nicht. | |||
Von uns sind die erforderlichen Vorbereitungen und Zuarbeitungen getroffen, in denen wir auch unsere konkreten Vorstellungen aufgenommen haben. | |||
'''Wie sehen wir die gegenwärtige Situation?''' | |||
Wir haben einen Perspektivplan, der unsere Strategie bis 1975 klar beinhaltet. Die Jahrespläne der Zentralen Spielleutekommission, der Bezirksspielleute- und Fachkommissionen sollen sich darauf aufbauend als taktische Richtschnur erweisen. Das ist ganz sicher eine theoretische Darstellung, aber wie sonst, wenn nicht davon ausgehend, wollen wir die Ziele erreichen? | |||
Ausgehend von der leidigen Tatsache, daß die Bezirksspielleutekommissionen nach ihren Aussagen nicht vor dem 31. Januar des laufenden Jahres ihren Arbeitsplan vom DTSB-Bezirksvorstand bestätigt bekommen, hat die Zentrale Spielleutekommission mit ihren Fachkommissionen keine Möglichkeit, den Bezirken konkrete und vor allem planmäßige Unterstützung zu geben. | |||
Denn häufig erst im Februar/März, von einigen Bezirken wie z. B. Potsdam und Dresden im zu Ende gehenden Jahr 1973 überhaupt nicht, kommen wir in den Besitz dieser Arbeitsvorgaben. | |||
Damit sind alle kontinuierlichen EntwickIungen, die einheitlich in den Bezirken durchzusetzen sind, von vornherein unmöglich. | |||
Die Arbeitspläne der Bezirke sind trotz Vorgaben von uns nur in wenigen Fällen so angelegt, daß sie die Entwicklung fördern. Häufig findet man leider nur Terminfestlegungen und einige Veranstaltungen, aber keine richtungweisenden Maßnahmen und konkrete Aufgaben für die kommenden zwölf Monate mit abrechenbaren Zielsetzungen und verantwortlich eingesetzten Funktionären. So bleibt in diesen Bereichen vieles Stückwerk, was mit Kraft und Zeit verbunden ist. | |||
Eine andere Seite ist die sogenannte Plantreue. Trotz regelmäßiger Kontrolle ist zu verzeichnen, daß u. a. die Aufgaben aus dem Plan der Zentralen Spielleutekommission nicht in jedem Fall von den dafür Verantwortlichen erfüllt werden. Die Gründe hierfür waren oft Gegenstand von Aussprachen in unserer Leitung. | |||
Welche Ergebnisse eine solch unplanmäßige Arbeit zur Folge hat, zeigte sich in diesem Jahr deutlicher denn je. | |||
Durch die Konzentration aller Leitungen auf den „Übungsverband Musikschau“ wurde die von uns immer wieder für die Bezirkskommissionen als vordringlichst genannte Aufgabe, in erster Linie mit den nicht für die Weltfestspiele berufenen Kollektive zu arbeiten, stark vernachlässigt. Die seit 1969 bestehende Kluft, damit spreche ich nur von der Seite des Leistungsniveaus zwischen den Klangkörpern der höheren Klassen, denen also, die regelmäßig an den zentralen Veranstaltungen teilnehmen, und denen, die über den Rahmen des Kreises oder Bezirkes kaum hinauskommen, hat sich nicht verringert, sondern ist in einem unvertretbaren Maß angewachsen. Das wurde bei den Bezirksmeisterschaften deutlich und war auch innerhalb des Übungsverbandes bei den Sportfreunden zu erkennen, die als Beste dieser zuletzt genannten Kollektive anderer Klangkörper mitwirkten. | |||
Oder nehmen wir die Ausbildung der Kampfrichter als ein weiteres und letztes Beispiel. | |||
In jedem Bezirk sollten Kampfrichterobmänner vorhanden sein, die für die Heranbildung des Nachwuchses ihres Verantwortungsbereiches zuständig sind. Die Praxis sieht allerdings so aus, daß zu den Bezirksmeisterschaften, auch 1973 war das wieder so, größte Sorgen die Aufstellung der Kampfgerichte bereitete. Nicht, daß keine Kampfrichter da wären, nein, es fehlt zum Teil an der ausreichenden Qualifizierung und bei vielen an der Bereitschaft, dieser ehrenamtlichen Aufgabe nachzukommen. | |||
Hätten die Fachkommissionen, vertreten durch die Leiter der Arbeitsgruppe Kampfrichter, unserem langausgesprochenen Rat in der Vergangenheit Beachtung geschenkt, die Kampfrichterobmänner der Bezirke regelmäßig geschult und damit weitergebildet, brauchten wir nicht in jedem Jahr erneut auf diese Misere zu verweisen. | |||
Ihr seht, liebe Sportfreunde, der Kreis schließt sich immer, gleich an welcher Stelle. Und wer seine Verpflichtungen, sprich Aufgaben des Planes, nicht erfüllt, schwächt an einer anderen Stelle ein Glied unserer Kette. | |||
==== Reserven auf allen Ebenen ausschöpfen ==== | |||
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde! | |||
Oft hat es den Anschein, daß wir in unserer Jahresbilanz nur Kritik üben und all die positiven Leistungen nicht im rechten Licht erscheinen lassen. Das ist ganz und gar nicht so. Der Bundesvorstand des DTSB, unsere Abteilung und die Funktionäre der Zentralen Spielleutekommission erkennen sehr wohl, welch hohe Einsatzbereitschaft, welcher Fleiß von vielen Funktionären aufgewandt werden, um unsere Entwicklung voranzutreiben. | |||
'''Doch Euch wird ebenso bekannt sein, daß Ergebnisse, die heute gut sind, morgen schon nicht mehr ausreichen.''' Deshalb gilt es immer wieder, sich den neuen Bedingungen und Maßstäben anzupassen, den erhöhten Forderungen nachzukommen. | |||
In der Beurteilung unseres Einsatzes zu den X. Weltfestspielen habe ich schon aufgezeigt, wie sich die Führungs- und Leitungstätigkeit qualitativ verbessert hat. Allerdings kann auch dieser Stand keinesfalls befriedigen. | |||
Es gibt noch zuviel Leerlauf, Informationsverzug und -verlust und manches Nebeneinander. | |||
Die Abstimmungen zwischen den einzelnen Leitungen, die Ausstrahlung auf nachfolgende Bereiche, all das verlangt mehr konzentrierte Arbeit und gründlichere Vorbereitung. | |||
Wir wissen uns mit den Genossen der DTSB-Bezirksvorstände einig, daß sie bereit sind, alle erdenkliche Unterstützung zu geben, wenn sie zur Mithilfe aufgefordert und auch in der Lösung ihrer Aufgaben durch die Spielleute unterstützt werden. Diese Wechselwirkung ist von großer Bedeutung, da sie wertvolle Reserven freigibt. | |||
Deshalb sollten die Bezirksspielleutekommissionen nicht länger neben, sondern mit den DTSB-Bezirksvorständen arbeiten. Cottbus und Halle gaben u. a. in der Vergangenheit | |||
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Version vom 7. Februar 2025, 11:32 Uhr
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
5. Jahrgang, Dezember-Ausgabe 1973
Scan der Original-Ausgabe als PDF
Seite 1

»Musik- und Spielleuteverband des DTSB der DDR« gegründet
Auf seiner 10. Tagung hat der Bundesvorstand des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR die Bildung eines selbständigen Verbandes der Spielleute im DTSB beschlossen.
Der neue Sportverband, dem alle im Deutschen Turn- und Sportbund organisierten Klangkörper (Spielmanns- und Fanfarenzüge sowie Blas- und Fanfarenorchester und Schalmeienkapellen) angehören werden, wird den Namen „MUSIK- UND SPIELLEUTEVERBAND DES DTSB DER DDR“ tragen.
Höhepunkt der Vorbereitungen auf die Verbandsbildung wird der 1. Verbandstag der Spielleute im DTSB sein, der im April 1974 stattfindet.
Nach den Sektions-, Kreis- und Bezirksfachausschußwahlen wird im Verlauf des Verbandstages das Präsidium und die Revisionskommission des neuen Verbandes (MSV des DTSB der DDR) von den Delegierten gewählt.
Lesen Sie dazu auch auf Seite 2.
Wahlen sind sicheres Fundament
■ Beschluß des DTSB-Bundesvorstandes eine große Verpflichtung
■ Wahlen in allen Sektionen zu Höhepunkten gestalten
■ Verantwortungsvolle Tätigkeit auf allen Ebenen erforderlich
Mit dem für uns bedeutsamen Ergebnis der 10. Bundesvorstandssitzung des DTSB, der Bildung des „Musik- und Spielleuteverbandes des DTSB der DDR“, haben die gegenwärtig stuttfindenden Wahlen in unserer Organisation für alle Spielleute und ihre Leitungen eine noch größere Bedeutung erhalten.
Galt es bisher, Sektionsleitungen und Delegierte für die Sportgemeinschaftsleitungen und eventuell auch für die Kreis- bzw. Bezirksdelegiertenkonferenz zu wählen, so nimmt diese Seite der Aktivitäten erheblich zu.
Ausgehend von einem vorgegebenen Delegiertenschlüssel, sind während der Wahlen zu den Sektionsleitungen bereits Delegierte für die zu wählenden Kreis- bzw. Bezirksfachausschüsse des neuen „Musik- und Spielleuteverbandes des DTSB der DDR“ zu wählen.
Die Konferenzen, bei denen die KFA- und BFA-Mitglieder gewählt werden, sind in den jeweiligen Territorien gewissenhaft vorzubereiten, denn sie bilden die Grundlage für die künftige kontinuierliche Tätigkeit innerhalb des Spielleuteverbandes.
In engster Abstimmung mit den DTSB-Bezirksvorständen wird seitens des DTSB-Bundesvorstandes festgelegt, in welchen Kreisen Fachausschüsse zu bilden sind bzw. wo ab 1974 Bezirksfachausschüsse die Führung und Leitung der Spielleutebewegung selbständig übernehmen werden.
Im Verlauf der Bezirksdelegiertenkonferenzen zur Wahl der Bezirksfachausschüsse sind dann die Delegierten für den 1. Verbandstag der Spielleute zu wählen.
Fortsetzung auf Seite 7
Abonnementgebühren für das Jahr 1974
Das Kalenderjahr 1973 geht zu Ende. In den Händen halten Sie die letzte Ausgabe „der tambour“ vom Jahrgang 5. Wenn Sie wollen, daß dieses Informationsblatt weiterhin zu Ihnen gelangt, dann prüfen Sie schnellstens nach, ob die Gebühren in Höhe von 6,- M pro Jahr per Postanweisung an die Sportfreundin Regina Schimski, 7113 Markkleeberg, Böhlener Straße 48, überwiesen wurden. Letzter Termin ist der 5. Januar 1974. Wer dann nicht bezahlt hat, bekommt keinen „tambour“ mehr.
Seite 2
Mit Konzentration an die neuen Probleme

Die ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION beim Präsidium des Bundesvorstandes des DTSB tagte Ende November in Berlin und beschäftigte sich vorwiegend mit den Aufgabenstellungen, die sich aus der Bildung des „Musik- und Spielleuteverbandes des DTSB der DDR“ ergeben.
Im Mittelpunkt der Aussprache stand die künftige strukturelle Zusammensetzung und die kadermäßige Besetzung des Verbandes. Neben den bisherigen Fachkommissionen für Spielmanns- und Fanfarenzüge sowie Orchester wird es in der Perspektive gesonderte Kommissionen für Aus- und Weiterbildung, Kultur und Bildung, Kampfrichterwesen, Nachwuchs u. a. geben.
Ziel dieser Veränderungen ist einerseits eine straffere Führung und Leitung, andererseits eine gut koordinierte Tätigkeit der einzelnen Gremien.
Für die Bezirks- und Kreisspielleutekommissionen (nach den Wahlen der KFA und BFA) ergibt sich daraus entsprechend ihrer Struktur bzw. dem Vorhandensein bestimmter Genres eine ähnliche Form des Aufbaus.
Breiten Raum nahm die Diskussion zur Besetzung bestimmter Funktionen innerhalb der Kommissionen ein, um ihre Wirksamkeit und Arbeitsaufnahme schnellstens zu erreichen.
Mit der Bestätigung des Maßnahmeplanes für die kommenden Wochen, in denen die Wahlen bis zu den Bezirksfachausschüssen durchzuführen sind, und der Annahme eines befristeten Arbeits- und Terminplanes für 1974 wurde die letzte Tagung der Zentralen Spielleutekommission im so erfolgreichen Sportjahr 1973 beendet.
Es geht um eine neue und hohe Qualität auf allen Gebieten
Wie auf Seite 1 der heutigen Ausgabe berichtet, hat der Bundesvorstand des Deutschen Turn- und Sportbundes am 29. November 1973 die Bildung des selbständigen Verbandes der Spielleute des DTSB beschlossen.
Im Bericht des Präsidiums des Bundesvorstandes an die 10. Tagung erklärte Genosse Werner Berg zur Begründung des Antrages u. a.:
„Am 13. November 1973 beschäftigte sich das Sekretariat mit der bisherigen Entwicklung der Spielleutebewegung des Deutschen Turn- und Sportbundes und schätzte ein, daß sich das politisch-ideologische, organisatorische und musikalisch-technische Niveau in den zurückliegenden Jahren mit einer gewachsenen Qualität durchsetzte.
Das wurde auch während der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1973 in der Hauptstadt der DDR, Berlin, besonders sichtbar.
Zur weiteren Entwicklung der Spielleutebewegung schlägt das Sekretariat dem Bundesvorstand vor, einen selbständigen „Musik- und Spielleuteverband des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR"“ zu bilden.
Aufgabe des neuzubildenden Verbandes ist es, aufbauend auf den Traditionen und im Ergebnis der bisherigen Erfolge, eine neue und hohe Qualität der politischen und künstlerischen Tätigkeit auf allen Gebieten zu erreichen.,,
Hinter diesem Beschluß steht für alle in der Spielleutebewegung des DTSB tätigen Sportfreundinnen und Sportfreunde ein hohes Maß an Verantwortung, die Forderung nach noch größerer Einsatzbereitschaft und die Notwendigkeit, noch intensiver zu üben.
Alle Maßnahmen in den kommenden Wochen sind der Festigung der Spielleutebewegung in DTSB nutzbar zu machen. Das gilt für die Wahlen ebenso wie für die Planung der weiteren Arbeit in den Sektionen und nachfolgenden Leitungsebenen.
Überall sollten die Bezirksdelegiertenkonferenzen, die in den Wahlen der Bezirksfachausschüsse einen gewissen Höhepunkt erreichen, sowie die Vorbereitung des 1. Verbandstages der Spielleute Anlaß für konkrete Verpflichtungen sein.
Die verantwortlichen Funktionäre der Bezirke und der Zentralen Spielleutekommission nehmen gegenwärtig jede sich bietende Gelegenheit wahr, um die neuen Aufgaben, die neue Struktur und perspektivische Entwicklung mit einem möglichst großen Kreis erfahrener Funktionäre zu beraten.
Eine in Brandenburg durchgeführte zweitägige Arbeitsberatung hatte auch diese Probleme zum Inhalt und vermittelte den mit der Bildung des Verbandes beauftragten Genossen wichtige Aspekte zur Lösung der umfangreichen Probleme.
Wenn sich jeder einzelne seiner persönlichen Verantwortung bewußt und bereit ist, seine ganze Kraft einzusetzen, damit das vorgegebene Ziel erreicht wird, dann können wir voller Zuversicht den nächsten Wochen und Monaten entgegen sehen.
»Hervorragendes Volkskunstkollektiv«,
dieser ehrenvolle Titel wurde dem Mädchenspielmannszug der BSG DRESDNER VERKEHRSBETRIEBE anläßlich des 24. Jahrestages der Gründung der DDR für ihre vorbildliche gesellschaftliche Arbeit verliehen. Dazu unseren herzlichsten Glückwunsch.
Seite 3
Fortsetzung von der November-Ausgabe
Unser Weg war richtig, der Erfolg anspornend, das Ziel klar
Wie in der Novemberausgabe bereits angekündigt, setzen wir heute die Berichterstattung zur stattgefundenen Funktionärskonferenz der Spielleute in Dessau fort.
Wir veröffentlichen noch einige wichtige Passagen des Berichts der Zentralen Spielleutekommission, der vom Genossen Bernd SCHENKE vorgetragen wurde, und wenden uns danach den Beiträgen einiger Diskussionsredner zu.

- Die Parteigruppen der einzelnen Kollektive und Teilverbände müssen verstärkt darauf orientiert werden, daß die Schaffung von FDJ- und wo erforderlich auch Pionieraktivs, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit in diesen Bereichen sind. Außerdem haben die Parteigruppen schon in der Vorbereitungsphase wirksam zu werden, was durch eine entsprechende schriftliche Information seitens des Parteisekretärs in regelmäßiger Folge zu gemäßigter Folge zu unterstützen ist.
- Die unmittelbare Verbindung zwischen der Abteilung Propaganda/Kultur des DTSB-Bundesvorstandes mit den DTSB-Bezirksvorständen, aus denen Kollektive in zentrale Aufgaben einbezogen werden, ist unbedingt vor Inangriffnahme aller Aktivitäten herzustellen. Das ist erforderlich, um eine rechtzeitige und beiderseits interessante Abstimmung vorzunehmen und die nächsten Schritte festzulegen. Das gleiche trifft auch für die Auszahl und den Einsatz von Funktionären zu. Die Bezirksspielleutekommissionen sind in diese Abstimmungen einzubeziehen.
- Zwischen der Leitung des Übungsverbandes und den Fachkommissionen der Zentralen Spielleutekommission ist ein engeres Verhältnis herauszustellen. Das jede einen geeigneten Vertreter in die jeweilige Facharbeitsgruppe oder Teilverbandsleitung, um so die Interessen dieser Kommission zu vertreten und eine schnellere beiderseitige Information zu ermöglichen.
- Bei der Besetzung der Funktionen des Organisationsstabes ist in erster Linie darauf zu achten, daß die vorgesehenen Sportfreunde dieses Aufgabengebietes auch bewältigen können. Es sollte vorrangig auf Funktionäre zurückgegriffen werden, die mit derartigen Problemen bereits betraut waren oder eine ähnlich geartete Tätigkeit verrichten.
- Alle Funktionäre sind im Verlaufe der Vorbereitungen kontinuierlich mit den örtlichen Verhältnissen vertraut zu machen und stärker in die Entwicklung der organisatorisch-technischen Maßnahmen einzubeziehen.
- Die Teilverbandsleitungen müssen kontinuierlich mit den Leitern der Kollektive ihres Teilverbandes zusammenkommen, um den Stand der Vorbereitungen zu überprüfen und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten, wie in kürzester Zeit Engpässe bzw. Rückstände überwunden werden können.
- Einer neuartigen Musik wird grundsätzlich zugestimmt, wenn sie den Möglichkeiten der Spielleutebewegung entsprieht. Das heißt, die einzelnen Stücke müssen im Nachgang von einzelnen Klangkörpern spielbar sein und in’s Ohr gehen. Dem ist die künftige musikalische Auswahl unterzuordnen.
Die vergangenen 11 Monate waren Etappen erneuter Bewährung
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde!
Das Fazit der umfangreichen Tätigkeit in Vorbereitung und Durchführung unserer Hauptaufgabe ist gezogen, doch damit ist noch nicht alles gesagt, was unbedingt ausgesprochen werden muß. Gestattet mir deshalb, einige Bemerkungen zur generellen Entwicklung und Arbeitsweise innerhalb der Spielleutebewegung des DTSB.
In wenigen Tagen, am 13. November, wird das Sekretariat des DTSB-Bundesvorstandes prüfen, wie sich die Spielleutebewegung seit dem 7. Juni 1967, der Herauslösung aus dem DTV, auf der Grundlage wichtiger zentraler Beschlüsse und Maßnahmen entwickelt hat. Die Genossen werden das sehr genau vornehmen, da sie im Ergebnis ihrer Beratung darüber befinden, ob ein selbständiger Verband
Fortsetzung auf Seite 4
Seite 4
Fortsetzung von Seite 3

der Spielleute im DTSB gebildet werden kann oder nicht.
Von uns sind die erforderlichen Vorbereitungen und Zuarbeitungen getroffen, in denen wir auch unsere konkreten Vorstellungen aufgenommen haben.
Wie sehen wir die gegenwärtige Situation?
Wir haben einen Perspektivplan, der unsere Strategie bis 1975 klar beinhaltet. Die Jahrespläne der Zentralen Spielleutekommission, der Bezirksspielleute- und Fachkommissionen sollen sich darauf aufbauend als taktische Richtschnur erweisen. Das ist ganz sicher eine theoretische Darstellung, aber wie sonst, wenn nicht davon ausgehend, wollen wir die Ziele erreichen?
Ausgehend von der leidigen Tatsache, daß die Bezirksspielleutekommissionen nach ihren Aussagen nicht vor dem 31. Januar des laufenden Jahres ihren Arbeitsplan vom DTSB-Bezirksvorstand bestätigt bekommen, hat die Zentrale Spielleutekommission mit ihren Fachkommissionen keine Möglichkeit, den Bezirken konkrete und vor allem planmäßige Unterstützung zu geben.
Denn häufig erst im Februar/März, von einigen Bezirken wie z. B. Potsdam und Dresden im zu Ende gehenden Jahr 1973 überhaupt nicht, kommen wir in den Besitz dieser Arbeitsvorgaben.
Damit sind alle kontinuierlichen EntwickIungen, die einheitlich in den Bezirken durchzusetzen sind, von vornherein unmöglich.
Die Arbeitspläne der Bezirke sind trotz Vorgaben von uns nur in wenigen Fällen so angelegt, daß sie die Entwicklung fördern. Häufig findet man leider nur Terminfestlegungen und einige Veranstaltungen, aber keine richtungweisenden Maßnahmen und konkrete Aufgaben für die kommenden zwölf Monate mit abrechenbaren Zielsetzungen und verantwortlich eingesetzten Funktionären. So bleibt in diesen Bereichen vieles Stückwerk, was mit Kraft und Zeit verbunden ist.
Eine andere Seite ist die sogenannte Plantreue. Trotz regelmäßiger Kontrolle ist zu verzeichnen, daß u. a. die Aufgaben aus dem Plan der Zentralen Spielleutekommission nicht in jedem Fall von den dafür Verantwortlichen erfüllt werden. Die Gründe hierfür waren oft Gegenstand von Aussprachen in unserer Leitung.
Welche Ergebnisse eine solch unplanmäßige Arbeit zur Folge hat, zeigte sich in diesem Jahr deutlicher denn je.
Durch die Konzentration aller Leitungen auf den „Übungsverband Musikschau“ wurde die von uns immer wieder für die Bezirkskommissionen als vordringlichst genannte Aufgabe, in erster Linie mit den nicht für die Weltfestspiele berufenen Kollektive zu arbeiten, stark vernachlässigt. Die seit 1969 bestehende Kluft, damit spreche ich nur von der Seite des Leistungsniveaus zwischen den Klangkörpern der höheren Klassen, denen also, die regelmäßig an den zentralen Veranstaltungen teilnehmen, und denen, die über den Rahmen des Kreises oder Bezirkes kaum hinauskommen, hat sich nicht verringert, sondern ist in einem unvertretbaren Maß angewachsen. Das wurde bei den Bezirksmeisterschaften deutlich und war auch innerhalb des Übungsverbandes bei den Sportfreunden zu erkennen, die als Beste dieser zuletzt genannten Kollektive anderer Klangkörper mitwirkten.
Oder nehmen wir die Ausbildung der Kampfrichter als ein weiteres und letztes Beispiel.
In jedem Bezirk sollten Kampfrichterobmänner vorhanden sein, die für die Heranbildung des Nachwuchses ihres Verantwortungsbereiches zuständig sind. Die Praxis sieht allerdings so aus, daß zu den Bezirksmeisterschaften, auch 1973 war das wieder so, größte Sorgen die Aufstellung der Kampfgerichte bereitete. Nicht, daß keine Kampfrichter da wären, nein, es fehlt zum Teil an der ausreichenden Qualifizierung und bei vielen an der Bereitschaft, dieser ehrenamtlichen Aufgabe nachzukommen.
Hätten die Fachkommissionen, vertreten durch die Leiter der Arbeitsgruppe Kampfrichter, unserem langausgesprochenen Rat in der Vergangenheit Beachtung geschenkt, die Kampfrichterobmänner der Bezirke regelmäßig geschult und damit weitergebildet, brauchten wir nicht in jedem Jahr erneut auf diese Misere zu verweisen.
Ihr seht, liebe Sportfreunde, der Kreis schließt sich immer, gleich an welcher Stelle. Und wer seine Verpflichtungen, sprich Aufgaben des Planes, nicht erfüllt, schwächt an einer anderen Stelle ein Glied unserer Kette.
Reserven auf allen Ebenen ausschöpfen
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde!
Oft hat es den Anschein, daß wir in unserer Jahresbilanz nur Kritik üben und all die positiven Leistungen nicht im rechten Licht erscheinen lassen. Das ist ganz und gar nicht so. Der Bundesvorstand des DTSB, unsere Abteilung und die Funktionäre der Zentralen Spielleutekommission erkennen sehr wohl, welch hohe Einsatzbereitschaft, welcher Fleiß von vielen Funktionären aufgewandt werden, um unsere Entwicklung voranzutreiben.
Doch Euch wird ebenso bekannt sein, daß Ergebnisse, die heute gut sind, morgen schon nicht mehr ausreichen. Deshalb gilt es immer wieder, sich den neuen Bedingungen und Maßstäben anzupassen, den erhöhten Forderungen nachzukommen.
In der Beurteilung unseres Einsatzes zu den X. Weltfestspielen habe ich schon aufgezeigt, wie sich die Führungs- und Leitungstätigkeit qualitativ verbessert hat. Allerdings kann auch dieser Stand keinesfalls befriedigen.
Es gibt noch zuviel Leerlauf, Informationsverzug und -verlust und manches Nebeneinander.
Die Abstimmungen zwischen den einzelnen Leitungen, die Ausstrahlung auf nachfolgende Bereiche, all das verlangt mehr konzentrierte Arbeit und gründlichere Vorbereitung.
Wir wissen uns mit den Genossen der DTSB-Bezirksvorstände einig, daß sie bereit sind, alle erdenkliche Unterstützung zu geben, wenn sie zur Mithilfe aufgefordert und auch in der Lösung ihrer Aufgaben durch die Spielleute unterstützt werden. Diese Wechselwirkung ist von großer Bedeutung, da sie wertvolle Reserven freigibt.
Deshalb sollten die Bezirksspielleutekommissionen nicht länger neben, sondern mit den DTSB-Bezirksvorständen arbeiten. Cottbus und Halle gaben u. a. in der Vergangenheit
Fortsetzung auf Seite 5
