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Der Tambour/Ausgabe 1980 06: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Die DDR-Meisterschaft 1980 der Erwachsenen-Spielmannszüge in Wort und Bild ===
==== RENDEZVOUS ====
'''mit Sabine Robst (Chemie TW Geraberg)'''
[[Datei:DerTambour1980-6-3-1.png|mini|344x344px]]
Seit 1968 gehört die 18jährige Flötistin Sabine Robst zu den Geraberger Spielleuten. Mit Respekt sprechen alle von ihrem musikalischen Können, ihrer Einsatzbereitschaft und Vorbildwirkung. Unmittelbar vor den DDR-Meisterschaften bestand Sabine in Ilmenau das Abitur mit Auszeichnung.
* '''Nach der glanzvollen Reifeprüfung nun der Ärger mit der Disqualifikation hier in Apolda, die mit dem Abstieg aus der Sonderklasse gleichbedeutend ist.'''
„Wir können es auch noch nicht fassen, daß durch Versäumnisse oder Unkenntnis verdienstvoller Funktionäre die Arbeit eines ganzen Jahres zunichte gemacht wird. Aber was nützt das Lamentieren, wir müssen eben die richtigen Lehren daraus ziehen und im kommenden Jahr einen neuen Anlauf nehmen.“
* '''Sportlich hättet ihr ja die Klasse gehalten...'''
„Aber auch nur geradeso. Dies allein ist Signal genug, um unsere Trainingsgestaltung zu überdenken. Einmal wöchentlich reicht einfach nicht mehr aus, wenn man das Niveau der Sonderklasse auf Dauer halten möchte. Sicherlich muß auch die Übungsstunde selbst effektiver genutzt werden, ist hier die Disziplin nicht immer die beste.“
* '''Wie geht es nun mit Sabine weiter?'''
„Ich studiere ab September an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Pädagogik. Oberstufenlehrer für Mathematik und Geographie ist mein Ziel.“
* '''Und was wird mit dem Spiel-„mann“ Sabine Robst?'''
„Natürlich bleibe ich meinem Zug treu und nutze jeden Urlaub, um mit der Truppe zu trainieren. Beim neuen Anlauf und vor allem 1983 beim Sportfest in Leipzig möchte ich auf alle Fälle dabei sein.“
[[Datei:DerTambour1980-6-3-2.png|mini|'''DYNAMO HALLE''' steigerte sich erneut, obwohl es „nur“ zum zweiten Platz hinter Union Mühlhausen reichte.]]
'''G. G.'''
{| class="wikitable"
|- style="vertical-align:top"
! colspan="3" |
!Pflicht
!Kür
!Straf-<br />skala
!Schwierig-<br />keits-<br />grad
|-
|1.
|Union Mühlhausen
|95,30
| align="right" |37,15
| align="right" |38,65
| align="right" |10,0
| align="right" |9,50
|-
|2.
|Dynamo Halle
|94,05
| align="right" |36,70
| align="right" |38,15
| align="right" |10,0
| align="right" |9,20
|-
|3.
|Lok Mühlhausen
|87,60
| align="right" |35,00
| align="right" |35,80
| align="right" |9,0
| align="right" |7,80
|-
|4.
|MK Ziegelrode
|85,00
| align="right" |33,15
| align="right" |34,35
| align="right" |10,0
| align="right" |7,50
|-
|5.
|Traktor Zabeltitz
|84,90
| align="right" |33,85
| align="right" |33,05
| align="right" |10,0
| align="right" |8,00
|-
|6.
|SG Oberlichtenau
|83,45
| align="right" |33,10
| align="right" |33,35
| align="right" |10,0
| align="right" |7,00
|-
|7.
|Baukema Aschersleben
|81,90
| align="right" |32,85
| align="right" |32,15
| align="right" |10,0
| align="right" |6,90
|-
|8.
|Sachs. Mühlhausen
|81.25
| align="right" |34,20
| align="right" |34,95
| align="right" |6,0
| align="right" |6,10
|-
|9.
|TSG Lübbenau
|79,25
| align="right" |31,95
| align="right" |30,30
| align="right" |10,0
| align="right" |7,00
|-
|10.
|Stahl Brandenburg
|77,55
| align="right" |32,30
| align="right" |28,30
| align="right" |9,50
| align="right" |7,40
|-
|11.
|Chem. TW Geraberg
|69,65
| align="right" |32,30
| align="right" |29,75
| align="right" |0
| align="right" |7,60
|}
'''Anmerkung:''' Chemie TW Geraberg wurde. disqualifiziert. Von Sachsensiedlung Mühlhausen und Chemie TW Geraberg liegen Proteste vor, die von der Rechtskommission erst noch behandelt werden müssen.
==== „Trompeten“ wären besser gewesen ====
'''Ullrich Brahmann, MK Ziegelrode,''' Hornist, 22. Jahre, Schmelzer im Dreischichtbetrieb: „Der Pflichtmarsch ‚Vereinte Kräfte‘ lag uns nicht besonders, die ‚Goldenen Trompeten‘ wären uns lieber gewesen. So enteilte Lok Mühlhausen zu sehr, da war in der Kür nichts mehr wettzumachen, die Bronzemedaille ging verdient an Lok. Mir imponierte die Leistung von Union und Dynamo Halle, da wurden Maßstäbe für die Spielmannszüge gesetzt. Aber auch in unserem Zug gab es herausragende Leistungen, wenn ich allein an die 3. Stimme der Flöten, Gerhard Hepach und Steffen Zobel, oder die 2. Stimme bei den Trommlern denke. Die 1. und 2. Flöten-Stimmen hingegen haben noch Reserven.“
==== Die Aisha bleibt im Programm ====
'''Anita Wünsche, TSG Lübbenau,''' Flötistin, 18 Jahre, Baufacharbeiter: „Als Neuling stand für uns nur der Klassenerhalt zur Debatte, der schwer genug gefallen ist. Der Unterschied zwischen Leistungsklasse I und der Sonderklasse ist größer geworden, da spürt man doch, daß die besten Kollektive mehr trainieren. Nach bestandener Facharbeiterprüfung (mit „sehr gut“! die Redaktion) und dem Abschneiden hier auf alle Fälle ein gutes Jahr für mich. 1981 wollen wir an solche Kollektive wie Zabeltitz oder Oberlichtenau herankommen, das haben wir uns fest vorgenommen. Den Kürmarsch Aisha, der in Apolda gut ankam, werden wir beibehalten und möglichst perfektionieren.“
==== Kompliment dem Kontrahenten ====
'''Gerhard Müller, Dynamo Halle,''' Übungsleiter, 28 Jahre Elektromaschinenbauer: „Mein Kompliment den Freunden von Union Mühlhausen, die eine blendende Kür boten und verdient gewannen. Auch wir sind mit unserer Leistung rundum zufrieden, die schließlich vom Kampfgericht hoch bewertet wurde. Zufrieden besonders deshalb, weil wir unseren Klangkörper erheblich verjüngten, etwa 30 Prozent ‚Neue‘ im Zug hatten. Daß einige Voreilige uns vor dem Auftritt von Union beglückwünschen wollten, beweist, daß unser Programm dem Publikum ebenfalls sehr gut gefiel. Mit dem ‚Spanischen Zigeunertanz, und der ‚Berliner Luft‘ haben wir zweifellos einen guten Griff getan.“
==== Das Publikum imponierte allen ====
'''Matthias Zajicek, SG Oberlichtenau,''' Flötist, 22 Jahre, Steinmetz: „Ich bin seit elf Jahren dabei und habe mit dem Nachwuchszug schon drei Meisterschaftsmedaillen gewonnen, aber dieser sechste Platz bei den Erwachsenen ist wohl der schönste Erfolg bisher. Gegenüber dem Vorjahr haben wir uns erheblich gesteigert, so daß die Kür fast mit zwei Punkten und die Pflicht sogar mit nahezu drei Punkten höher bewertet wurde. Das freute uns natürlich alle und wird Ansporn für die nächsten Aufgaben sein. Großartig auch das Apoldaer Publikum, das trotz Regens aushielt und die Leistung jedes Klangkörpers mit Beifall würdigte. Eine Meisterschaft, die lange nachwirken wird.“


== Seite 4 ==
== Seite 4 ==

Version vom 29. Juli 2026, 13:32 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Die Ausgabe 06/1980 des Mitteilungsblattes der tambour erschien im Juni 1980.

Der Originaltext der 8 Seiten:

Nummer 6 1980
Nummer: 6/80
Erschienen: Juni 1980
Jahrgang: 13
Seiten: 8
Original-Ausgabe als PDF herunterladen
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Zweimal Traumnote für glanzvolle Mühlhausener Kür
4 Mit „Sonne im Herzen“ zum sechsten Titel
5 Zwei Absteiger kehren ins „Oberhaus“ zurück
TROTZ REGENS hielten über 3000 begeisterte Zuschauer bis zum Schluß der DDR-Meisterschaft SZ/E durch. Auch die Ziegelroder Schlachtenbummler.
DIE STABFÜHRER der Medaillenträger bei den DDR Titelkämpfen der Erwachsenen-Spielmannszüge nehmen die Ehrungen für ihre Kollektive entgegen.

Seite 2

Zweimal die Traumnote für glanzvolle Union-Kür

Union Mühlhausen mit attraktiver Kür voller Höchstschwierigkeiten / Über 3000 Zuschauer spendeten Szenenapplaus / Auch Begeisterung für Vizemeister Dynamo Halle

Über das Niveau, die Ausstrahlungskraft dieser 9. DDR-Meisterschaft der Erwachsenen-Spielmannszüge im Apoldaer Städtischen Stadion lieferten allein schon die gut 3000 Zuschauer eine überzeugende Aussage: sie hielten trotz strömenden Regens bis zum Schluß aus, feierten mit Ovationen die Darbietungen der beiden führenden Klangkörper. Spielleuteherz, was willst du mehr! Nach Halles mit Perfektion und musikalischer Originalität vorgetragenem Kürprogramm („Spanischer Zigeunertanz“ und „Berliner Luft“) wollten nicht wenige schon den neuen Meister gesehen haben, zumal Dynamo auf 94,05 Punkte kam, einem Wert, der noch niemals erreicht wurde. Doch dann beschloß Union Mühlhausen den Kürnachmittag mit dem Besten, was von einem Spielmannszug in unserem Lande bislang zu hören war. Eine Darbietung, die unvergessen bleiben wird.

BRILLANTES BECKEN-SPIEL zeigte Volker Schwarz von Union.
MEISTERHAFT beherrschen die Flötenspieler von Union Mühlhausen ihr Instrument. Jeder für sich ist ein Solist. Nur auf solcher Grundlage sind jene glanzvollen Leistungen möglich.
DIE HÖCHSTNOTE zog Kampfrichter Leo Ertel für den Meister.

Union hatte den Sirius-Marsch aus dem Programm genommen und die Mühlhausener Kürschau mit dem Knüller des Vorjahres, der My Fair Lady, eingeleitet. Und dies garniert mit verblüffenden Effekten der Trommler, Flöter, Lyraspieler und des Mannes am Becken (Volker Schwarz). Da ließ man sich eine Menge einfallen, ging die Originalität in keiner Phase auf Kosten der Exaktheit, der Synchronität der Bewegungsabläufe. Also nicht nur ein Genuß für das Ohr, sondern auch für das Auge.

Und dann die Premiere des zweiten Kürtitels, Sound ‘80 genannt. Ein Potpourri moderner Rhythmen, Ohrwürmer aus den Diskotheken. Wer dies so gekonnt zu spielen versteht, muß ein Kollektiv perfekter Solisten aufbieten können. Union Mühlhausen vermochte das. Die Dakapowünsche des begeisterten Publikums waren nur zu verständlich. Sonderbeifall dann für die Bewertung, als im Hauptpunkt I, dem Spiel der ersten Flöte und der Mehrstimmigkeit sowie im Hauptpunkt II, dem richtigen und sauberen Spiel, Variation und Lyren, jeweils einmal die Traumnote 10,0 gezogen wurde (vom Potsdamer Kampfrichter Leo Ertel).

Zu Mühlhausen gibt es noch mehr zu sagen. Lok plazierte sich nach 1978 (Bronze) wiederum auf einen Medaillenplatz. Dabei fiel nicht nur der Leistungszuwachs dieses Kollektives auf, sondern auch die perfekten Arrangements des Fatinitza Marsches und der Brneska Polka. Die Gesamtpunktzahl von 87,60 ist persönliche Bestleistung des Klangkörpers. Den Triumph der Spielleute aus der Thomas-Müntzer-Stadt hätte beinahe Neuling Sachsensiedlung komplettiert. Indes vier Punkte Abzug in der Strafskala (wegen nicht eingetragener Berufe in acht Ausweisen) ließ die Freunde von der Sachsensiedlung vom vierten auf den achten Rang zurückfallen.

Am sehr guten Gesamteindruck dieser Titelkämpfe, die der Spielmannsmusik neue Wege wies, haben auch die Kollektive aus Ziegelrode, Oberlichtenau, Zabeltitz, Aschersleben, Lübbenau, Brandenburg und Geraberg ihren Anteil. Die Geraberger, die nicht auf dem Sportplatz, sondern am grünen Tisch (siehe nebenstehenden Kommentar) unterlagen, sollten zuversichtlich neuen Anlauf nehmen. Und dann vielleicht auch mit einem Tambourstab, statt des einfach nicht mehr in die Landschaft passenden Dirigentenstabes.

GÜNTHER GIESSLER

Mißklang

Disqualifikation ist für den Betroffenen immer bitter. Und dies umsomehr, wenn sie ein traditionsreiches, überall geachtetes Kollektiv betrifft. In Apolda war dies so. Der Erwachsenen-Spielmannszug von Chemie TW Geraberg mußte disqualifiziert werden, weil die Geraberger Ausweise nicht der Wettkampfordnung entsprachen. Zum Sachverhalt. Während einer Anleitung der BFA-Vorsitzenden am 20. März 1980 in Berlin wurde eine Änderung der Wettkampfordnung bekanntgegeben, die Eintragungen in die Sportausweise betrifft. Der BFA Suhl war in dieser Beratung durch einen Vertreter des BFA-Vorsitzenden präsent. Die beschlossene WKO-Änderung ist aber weder beim BFA-Vorsitzenden, noch bei den Kollektiven des Bezirkes „angekommen“. So reisten die Geraberger mit unvollständigen Ausweisen zur DDR-Meisterschaft und mußten der Wettkampfordnung entsprechend disqualifiziert werden, was mit dem Abstieg zur Leistungsklasse I gleichbedeutend ist. Ohne Zweifel ein bedauerlicher Mißklang. Leidtragende sind viele Jungen und Mädchen, die sich ein Jahr lang intensiv auf diese Meisterschaft vorbereiteten. Doch wenn wir die WKO nicht einhalten, brauchen wir uns solch ein Regelwerk zur reibungslosen Durchführung unserer Wettkämpfe nicht zu schaffen. So hart es für die Geraberger auch ist.

G.G.

Seite 3

Die DDR-Meisterschaft 1980 der Erwachsenen-Spielmannszüge in Wort und Bild

RENDEZVOUS

mit Sabine Robst (Chemie TW Geraberg)

Seit 1968 gehört die 18jährige Flötistin Sabine Robst zu den Geraberger Spielleuten. Mit Respekt sprechen alle von ihrem musikalischen Können, ihrer Einsatzbereitschaft und Vorbildwirkung. Unmittelbar vor den DDR-Meisterschaften bestand Sabine in Ilmenau das Abitur mit Auszeichnung.

  • Nach der glanzvollen Reifeprüfung nun der Ärger mit der Disqualifikation hier in Apolda, die mit dem Abstieg aus der Sonderklasse gleichbedeutend ist.

„Wir können es auch noch nicht fassen, daß durch Versäumnisse oder Unkenntnis verdienstvoller Funktionäre die Arbeit eines ganzen Jahres zunichte gemacht wird. Aber was nützt das Lamentieren, wir müssen eben die richtigen Lehren daraus ziehen und im kommenden Jahr einen neuen Anlauf nehmen.“

  • Sportlich hättet ihr ja die Klasse gehalten...

„Aber auch nur geradeso. Dies allein ist Signal genug, um unsere Trainingsgestaltung zu überdenken. Einmal wöchentlich reicht einfach nicht mehr aus, wenn man das Niveau der Sonderklasse auf Dauer halten möchte. Sicherlich muß auch die Übungsstunde selbst effektiver genutzt werden, ist hier die Disziplin nicht immer die beste.“

  • Wie geht es nun mit Sabine weiter?

„Ich studiere ab September an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Pädagogik. Oberstufenlehrer für Mathematik und Geographie ist mein Ziel.“

  • Und was wird mit dem Spiel-„mann“ Sabine Robst?

„Natürlich bleibe ich meinem Zug treu und nutze jeden Urlaub, um mit der Truppe zu trainieren. Beim neuen Anlauf und vor allem 1983 beim Sportfest in Leipzig möchte ich auf alle Fälle dabei sein.“

DYNAMO HALLE steigerte sich erneut, obwohl es „nur“ zum zweiten Platz hinter Union Mühlhausen reichte.

G. G.

Pflicht Kür Straf-
skala
Schwierig-
keits-
grad
1. Union Mühlhausen 95,30 37,15 38,65 10,0 9,50
2. Dynamo Halle 94,05 36,70 38,15 10,0 9,20
3. Lok Mühlhausen 87,60 35,00 35,80 9,0 7,80
4. MK Ziegelrode 85,00 33,15 34,35 10,0 7,50
5. Traktor Zabeltitz 84,90 33,85 33,05 10,0 8,00
6. SG Oberlichtenau 83,45 33,10 33,35 10,0 7,00
7. Baukema Aschersleben 81,90 32,85 32,15 10,0 6,90
8. Sachs. Mühlhausen 81.25 34,20 34,95 6,0 6,10
9. TSG Lübbenau 79,25 31,95 30,30 10,0 7,00
10. Stahl Brandenburg 77,55 32,30 28,30 9,50 7,40
11. Chem. TW Geraberg 69,65 32,30 29,75 0 7,60

Anmerkung: Chemie TW Geraberg wurde. disqualifiziert. Von Sachsensiedlung Mühlhausen und Chemie TW Geraberg liegen Proteste vor, die von der Rechtskommission erst noch behandelt werden müssen.

„Trompeten“ wären besser gewesen

Ullrich Brahmann, MK Ziegelrode, Hornist, 22. Jahre, Schmelzer im Dreischichtbetrieb: „Der Pflichtmarsch ‚Vereinte Kräfte‘ lag uns nicht besonders, die ‚Goldenen Trompeten‘ wären uns lieber gewesen. So enteilte Lok Mühlhausen zu sehr, da war in der Kür nichts mehr wettzumachen, die Bronzemedaille ging verdient an Lok. Mir imponierte die Leistung von Union und Dynamo Halle, da wurden Maßstäbe für die Spielmannszüge gesetzt. Aber auch in unserem Zug gab es herausragende Leistungen, wenn ich allein an die 3. Stimme der Flöten, Gerhard Hepach und Steffen Zobel, oder die 2. Stimme bei den Trommlern denke. Die 1. und 2. Flöten-Stimmen hingegen haben noch Reserven.“

Die Aisha bleibt im Programm

Anita Wünsche, TSG Lübbenau, Flötistin, 18 Jahre, Baufacharbeiter: „Als Neuling stand für uns nur der Klassenerhalt zur Debatte, der schwer genug gefallen ist. Der Unterschied zwischen Leistungsklasse I und der Sonderklasse ist größer geworden, da spürt man doch, daß die besten Kollektive mehr trainieren. Nach bestandener Facharbeiterprüfung (mit „sehr gut“! die Redaktion) und dem Abschneiden hier auf alle Fälle ein gutes Jahr für mich. 1981 wollen wir an solche Kollektive wie Zabeltitz oder Oberlichtenau herankommen, das haben wir uns fest vorgenommen. Den Kürmarsch Aisha, der in Apolda gut ankam, werden wir beibehalten und möglichst perfektionieren.“

Kompliment dem Kontrahenten

Gerhard Müller, Dynamo Halle, Übungsleiter, 28 Jahre Elektromaschinenbauer: „Mein Kompliment den Freunden von Union Mühlhausen, die eine blendende Kür boten und verdient gewannen. Auch wir sind mit unserer Leistung rundum zufrieden, die schließlich vom Kampfgericht hoch bewertet wurde. Zufrieden besonders deshalb, weil wir unseren Klangkörper erheblich verjüngten, etwa 30 Prozent ‚Neue‘ im Zug hatten. Daß einige Voreilige uns vor dem Auftritt von Union beglückwünschen wollten, beweist, daß unser Programm dem Publikum ebenfalls sehr gut gefiel. Mit dem ‚Spanischen Zigeunertanz, und der ‚Berliner Luft‘ haben wir zweifellos einen guten Griff getan.“

Das Publikum imponierte allen

Matthias Zajicek, SG Oberlichtenau, Flötist, 22 Jahre, Steinmetz: „Ich bin seit elf Jahren dabei und habe mit dem Nachwuchszug schon drei Meisterschaftsmedaillen gewonnen, aber dieser sechste Platz bei den Erwachsenen ist wohl der schönste Erfolg bisher. Gegenüber dem Vorjahr haben wir uns erheblich gesteigert, so daß die Kür fast mit zwei Punkten und die Pflicht sogar mit nahezu drei Punkten höher bewertet wurde. Das freute uns natürlich alle und wird Ansporn für die nächsten Aufgaben sein. Großartig auch das Apoldaer Publikum, das trotz Regens aushielt und die Leistung jedes Klangkörpers mit Beifall würdigte. Eine Meisterschaft, die lange nachwirken wird.“

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