Welche Informationen werden gesucht?
10 Jahre Stabführer.de
Wir feiern unsere Spielleute-Geschichte!
Gesucht werden Daten, Geschichten, Fotos, Dokumente um Teil des Spielleute-Archivs zu werden. Hilf gerne mit!
Melde dich unter info@stabfuehrer.de

Der Tambour/Ausgabe 1980 04: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Stabführer.de
 
Zeile 335: Zeile 335:


== Seite 8 ==
== Seite 8 ==
[[Datei:DerTambour1980-4-8-1.png|mini|'''IMMER GRÖSSERER BELIEBTHEIT''' erfreut sich der Dresdner Mädchenspielmannszug. Der Klangkörper wird immer gewünscht, wenn in der Elbestadt Sportveranstaltungen der verschiedensten Art stattfinden.]]
'''Dresdner Mädchenspielmannszug feiert Jubiläum'''
=== 480 Auftritte in den ersten zehn Jahren ===
'''Aufnahme in den ZMS brachte erheblichen Leistungssprung'''
Am 11. April feierte der Mädchenspielmannszug der BSG Verkehrsbetriebe Dresden sein 10-jähriges Bestehen. Für die Spielleutemusik begeisterte Sportfreunde, unter ihnen auch der heutige Leiter des Kollektivs Günther Schüttauf, begannen 1970 mit dem Aufbau dieses Klangkörpers.
Seither sind zehn Jahre vergangen die dem Mädchenspielmannszug eine sehr gute Entwicklung brachten. Als erster Spielmannszug des DTSB in Dresden wurde der Klangkörper schnell bekannt und erfreute sich bald größter Beliebtheit. Der Stamm des Kollektivs ist bereits über neun Jahre dabei. Zahlreiche gesellschaftliche Höhepunkte in Dresden im Bezirk und darüber hinaus gestaltete der Mädchenspielmannszug der Verkehrsbetriebe mit. Er wirkte dabei immer vorbildlich und überzeugend für die Spielleutebewegung, unsere sozialistische Sportorganisation.
Auf die eindrucksvolle Zahl von 480 Einsätzen kann das Kollektiv in den ersten zehn Jahren seines Bestehens zurückblicken. Wenn man dies umrechnet, ist das immerhin nahezu ein Auftritt pro Woche. Da kann man sich den Respekt vor solcher Einsatzfreude nicht versagen. Zu den Höhepunkten im Wirken dieses Kollektives gehörten die Teilnahme am VI. Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig, an der V., VI., und VII. Kinder- und Jugendspartakiade, am V. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR 1974 und an den Internationalen Ostseewochen 1972 und 1974, um nur einige besondere Auftritte zu nennen.
Seit 1974 gehört der Klangkörper dem Zentralen Mädchenspielmannszug des DTSB der DDR an. Dies beeinflußte die Leistungsentwicklung des Kollektivs erheblich. Besonders die immer enger werdenden sportfreundschaftlichen Beziehungen zum Freitaler Mädchenspielmannszug wirkten sich auf das musikalisch-technische Können beider Züge vorteilhaft aus. Zahlreiche gemeinsame Auftritte der Dresdner und Freitaler Mädchen festigte ihr gutes Verhältnis zueinander.
Der Mädchenspielmannszug der BSG Verkehrsbetriebe Dresden, ihm gehören heute 40 aktive Mitglieder an, wurde für sein erfolgreiches Wirken mehrfach ausgezeichnet. Allein dreimal als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“, einmal als „Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv der DDR” sowie mit der „Artur-Becker-Medaille“ in Bronze. Der Klangkörper trägt außerdem den Ehrentitel „Kollektiv der DSF“ und wurde 1979 mit der Ehrenplakette des Präsidiums der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft geehrt, nachdem die Dresdner Mädchen fünfmal erfolgreich den Titel „Kollektiv der DSF“ im Wettbewerb verteidigt haben.
Um die Traditionen und das Niveau des Mädchenspielmannszuges zu bewahren bauten die Dresdner vor Jahren einen Nachwuchszug auf, dem gegenwärtig 30 Kinder angehören.
Der Leiter des Dresdner Mädchenspielmannszuges, Günther Schüttauf, wurde für seine Leistungen mit der Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille und der „Artur-Becker-Medaille“ in Silber sowie der Medaille für künstlerisches Volksschaffen ausgezeichnet.
Zu den Gratulanten zum 10-jährigen Bestehen des Klangkörpers gehörten Bernd Deike, Stellvertreter des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Dresden, Rainer Eidenschink, Leiter des Sektors Spielleute im Bundesvorstand des DTSB der DDR und Helga Neuwirth, Leiterin des Zentralen Mädchenspielmannszuges.
Das Dresdner Kollektiv blickt mit Stolz auf das Erreichte zurück und steckte sich darauf aufbauend neue Ziele ab. Die bedeutendste Aufgabe sieht der Mädchenspielmannszug in der intensiven Vorbereitung zur Teilnahme am VII. Turn- und Sportfest der DDR 1983 in Leipzig.
'''BIRGIT NEHRKORN'''<br />'''BFA Dresden'''
=== WIR GRATULIEREN ===
[[Datei:DerTambour1980-4-8-2.png|mini|'''ARTHUR BAUER,''' einer unserer verdienstvollsten Spielleute, wurde am 25. Mai 65 Jahre alt. Wir hoffen, daß der Plauener noch viele Jahre seine Erfahrungen dem Spielleutenachwuchs vermitteln kann.]]
'''Walter Knauer''' (1. April 1900) ehemaliger Sektionsleiter, Stabführer und Übungsleiter des Spielmannszuges der BSG Fortschritt Groitzsch, zum 80. Geburtstag
'''Frank Mierisch''' (17. April 1939), Mitglied des DTSB-Bundesvorstandes und der Zentralen Spielleutekommission, zum 41. Geburtstag
'''Klaus Boldt''' (3. Mai 1940), Übungsleiter im Spielmannszug der BSG Empor Perleberg, zum 40. Geburtstag
'''Hildegard Frisch''' (4. Mai 1925), Mitglied der Sektionsleitung und Lyraspielerin im Spielmannszug der BSG Motor Altenburg, zum 55. Geburtstag
'''Rolf Frädrich''' (16. Mai 1939), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Potsdam, zum 41. Geburtstag
'''Erich Rous''' (17. Mai 1928), Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 52. Geburtstag
'''Leo Ertel''' (22. Mai 1951), Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 29. Geburtstag
'''Arthur Bauer''' (25. Mai 1915), Übungsleiter der Schalmeienkapelle der BSG Empor Plauen, zum 65. Geburtstag
'''Karl-Heinz Hustedt''' (26. Mai 1927), ehemaliges Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 53. Geburtstag
und wünschen ihnen beste Gesundheit, Wohlergehen und Schaffenskraft sowie weiterhin viel Freude und Erfolge in ihrer beruflichen Tätigkeit und ehrenamtlichen Arbeit zum Wohle der Spielleutebewegung.

Aktuelle Version vom 24. Juli 2026, 12:52 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Die Ausgabe 04/1980 des Mitteilungsblattes der tambour erschien im April 1980.

Der Originaltext der 8 Seiten:

Nummer 4 1980
Nummer: 4/80
Erschienen: April 1980
Jahrgang: 13
Seiten: 8
Original-Ausgabe als PDF herunterladen
Zur Übersicht aller Ausgaben


Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Kommuniqué der ZSK-Tagung in Ziegelrode
5 Mittenwalder Nachwuchs dankt für Ausbildung
8 480 Auftritte in den ersten zehn Jahren

Neue Wege in Halle

Im Bezirk Halle, einem Zentrum unserer Spielleutebewegung, konzentriert man mehr und mehr auf eine kontinuierliche Ausbildung von Übungsleitern, Kampfrichtern und anderen wichtigen Sportfunktionären. Allein 45 Sportlerinnen und Sportler aus dem Spielleutereservoir dieses Bezirkes erwarben im Februar bei einem Wochenlehrgang in Rerik die Qualifikation des Übungsleiters der Stufe I.

Im Juli findet der nächste Lehrgang in Roßlau statt, für den bereits 15 Meldungen von Klangkörpern aus Dessau, Rod-

(Fortsetzung auf Seite 2)

AUF DIE HÖHEPUNKTE des Jahres sind unsere Klangkörper sehr gut vorbereitet. Die Flötenspielerin aus dem Meisterklangkörper von Union Mühlhausen (oben) ebenso wie der junge Lyraspieler des Sonderklasenkollektivs von MK Ziegelrode (links).

Seite 2

Neue Wege in Halle

(Fortsetzung von Seite 1)

leben und Bernburg vorliegen. Daneben versuchte sich der BFA erstmals mit einem Weiterbildungsexkurs für alle Stabführer. Diese dreitägige Veranstaltung in Gernrode bewährte sich sehr gut, so daß man künftig in jedem Jahr einen derartigen Lehrgang organisieren will. Natürlich werden auch Übungsleiter der Stufen II und III sowie weitere Kampfrichter ausgebildet.

Um die Leitungstätigkeit in den Kollektiven zu verbessern, hatte der Bezirksfachausschuß gemeinsam mit dem DTSB-Bezirksvorstand zu einer dreitägigen Beratung in der Nähe von Roßlau alle BFA-Mitglieder, Sektionsleiter und Parteigruppen eingeladen.

In Referaten und seminaristisch geführten Diskussionen vertiefte man nicht nur das Wissen um gesellschaftliche Zusammenhänge, um Wesenszüge unserer Sportpolitik, sondern bekam gewissermaßen Informationen aus erster Hand über die langfristige Perspektive der Spielleutebewegung vermittelt. Genosse Rainer Eidenschink, Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, stand dazu als Referent zur Verfügung, ebenso Genosse Rolf Wittsack, Stellvertreter des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Halle.

Es liegt in der Natur der Sache, daß man sich besonders intensiv mit den Anforderungen beschäftigte, die die Vorbereitung des VII. Turn- und Sportfestes 1983 in Leipzig für die Hallenser Spielleute mitsichbringen. Übrigens ist Halle ja Leitbezirk für den Übungsverband der Spielleute zum großen Festival unserer sozialistischen Körperkultur und des Sports.

Auch der sparsamste Umgang mit unseren Fonds stand zur Diskussion. So werden bei der Vergabe künftiger Meisterschaften und Veranstaltungen Überlegungen eine Rolle spielen, wie die Austragungsorte günstig zu erreichen sind, um Busfahrten möglichst auf ein Minimum reduzieren zu können.

BFA Halle

Kommuniqué

der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Ziegelrode

Die Zentrale Spielleutekommission führte am 24. April 1980 in Ziegelrode eine Beratung durch.

Die Kommission beriet den Stand der Vorbereitungen auf die zentralen Wettkämpfe dieses Jahres. Es konnte festgestellt werden, daß die Organisatoren der einzelnen Wettkämpfe eine einsatzfreudige und gewissenhafte Arbeit leisteten und leisten. Die Weiterbildung der Kampfrichter wurde zielstrebiger und in besserer Qualität als 1979 durchgeführt.

Alles ist dem Ziel unterzuordnen, die Wettkämpfe mit hoher Disziplin und Exaktheit auszutragen, um in allen Genres weitere Fortschritte mit ansprechenden musikalischen Leistungen zu erreichen. Die Wettkampfordnung ist einzuhalten.

Die Kommission nahm Berichte zum Stand der Vorbereitungen des VII. Turn- und Sportfestes der DDR 1983 und weiterer Höhepunkte entgegen. Es wurde auf eine langfristige Planung der regionalen und zentralen Wettkämpfe bis 1984 orientiert, damit alle Spielleute in die Sportfestvorbereitung und die Wettkämpfe einbezogen werden können.

Die Miniaturschau im August 1981, in der die Musikschau des VII. Turn- und Sportfestes der DDR vorzuführen ist, bereiten 500 Spielleute der Sonderklassen vor.

An der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1981, die vom 20. bis 27. Juli in Berlin stattfindet, nehmen 1500 Spielleute teil.

Die Zentrale Spielleutekommission legte fest, nach dem Abschluß und der Auswertung der Wettkämpfe dieses Jahres die ersten Klangkörper für das VII. Turn- und Sportfest der DDR zu nominieren. Diese Berufungen werden natürlich nur in einem Zusammenhang mit den Resultaten vorgenommen, die von den entsprechenden Kollektiven im sozialistischen Wettbewerb erzielt werden.

In einem Gespräch mit der Sektionsleitung Spielleute der BSG MK Ziegelrode konnten die Mitglieder der Zentralen Spielleutekommission feststellen, daß sich die Sektion anspruchsvolle und konkrete Aufgaben im Wettbewerb zu Ehren des X. Parteitages der SED gestellt hat.

ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION


Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: Verlagsdruckerei Typodruck - Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4

Seite 3

JUNG UND ALT bilden im Spielmannszug der BSG Traktor Belgern, Bezirk Leipzig, eine wirkungsvolle Synthese.

Kommission Technik berichtet

Zur Dynamik in den Flötentönen

Die AG Einstufung / Spielmannszüge beriet Probleme des Vorjahres und zog entsprechende Schlußfolgerungen für die Aufgaben 1980. Unter der Leitung von Mario Bielig (Dynamo Halle) stufen Rolf Melle (Union Mühlhausen), Peter Ahlborn (MK Ziegelrode), Bernd Neumann (SG Mittenwalde) und Werner Freudenberg die eingereichten Notensätze ein. Eine umfangreiche, zeitaufwendige Arbeit, die allen Einsatz diesen Sportfreunden abverlangt.

Folgende Festlegungen wurden getroffen und sind mit Wirkung vom 1. Mai 1980 rechtskräftig (Nachtrag in Wettkampfordnung):

  • Die eingezeichnete Dynamik in allen Flötentönen von gedruckten Marschalben und zentralen Fassungen entfällt und wird in dem entsprechenden Hauptpunkt der WKO durch die Kampfrichter nicht beachtet.
  • Eingezeichnete Dynamik in eingereichten Flötennoten der Kollektive wird von den Kampfrichtern zur Wertung entsprechend beachtet.

LORENZ
Kommission Technik
Vorsitzender

Aus der Sportreisen-Verordnung

Als Sportreisen werden alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln — unabhängig vom Verkehrsmittel (Nah- oder Fernverkehr) oder der Dauer der Fahrt — sowie Fahrten mit betriebseigenen oder privaten Fahrzeugen gezählt.

Bei Sportreisen mit Kindern oder Jugendlichen muß ein volljähriger Betreuer eingesetzt werden. Seine Verantwortung beginnt mit der Übernahme der Gruppe am Treffpunkt und endet mit der Auflösung der Gruppe. Für den Weg zum Treffpunkt und nach Auflösung der Gruppe tragen die Eltern der Kinder oder Jugendlichen die Verantwortung. Den Treffpunkt und die Auflösung der Gruppe sollte der Betreuer in zumutbarer Entfernung vom Wohnort der Mehrzahl der Sportler festlegen.

Nach den Festlegungen der Sport- und Personenbeförderungsordnung sind bei Kindern und nicht volljährigen Jugendlichen für jede Gruppe bis zu zehn Personen ein Betreuer und für jede weitere angefangene Gruppe von zehn Teilnehmern ein weiterer Betreuer einzusetzen.

Sektor Spielleute

Dr. Harald Löbe verstorben

Es ist für uns alle noch unfaßbar, am 10. April 1980 starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren unser lieber Sportfreund und Genosse Dr. paed. Harald Löbe. Das Herz eines bewährten, unserer Sache treu ergebenen Sportfunktionärs hat aufgehört zu schlagen.

Als Sohn einer Arbeiterfamilie wurde Harald am 18. Oktober 1935 geboren. Der gelernte Maschinenschlosser absolvierte die ABF und studierte anschließend an der DHfK in Leipzig. Nach ausgezeichneten Studienleistungen verblieb er an der Hochschule für Körperkultur und Sport als wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1967 zum Doktor der Pädagogik.

Im gleichen Jahr wurde Dr. Harald Löbe als Abteilungsleiter in den Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Als Leiter der Abteilung Propaganda/Kultur hatte er entscheidenden Anteil an der sehr guten Entwicklung den die Spielleutebewegung in unserem Land vollzog. Uns Spielleuten widmete Harald stets seine besondere Aufmerksamkeit. Er war bei allen Höhepunkten der Spielleute dabei, sofern dies sein umfangreiches Aufgabengebiet zuließ.

Dr. Harald Löbe, er war Absolvent der Parteihochschule „Karl Marx“, wußte sein hohes Wissen als Diplomgesellschaftswissenschaftler wirkungsvoll anzuwenden. Mit seiner parteilichen Haltung, Prinzipienfestigkeit und Kameradschaftlichkeit erwarb er sich hohe Achtung und Anerkennung der Spielleute, aller Sportler und Funktionäre.

Wir verlieren mit Harald einen beliebten, geachteten und verdienstvollen Genossen. Wir Spielleute werden Harald Löbe stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Sektor Spielleute
Der Leiter

Seite 4

Spielleute der BSG Union Mühlhausen:

Training und Wettkampf noch attraktiver gestalten

Hohe Anziehungskraft der Spielleutemusik unser gemeinsames Ziel

KONZENTRIERT bis in die Fußspitzen, Wird Union Mühlhausen den Titel verteidigen?
DAS „GEHEIMNIS“ DER MÜHLHAUSENER ERFOLGE liegt nicht nur im hohen musikalischen Können aller Spielleute, sondern auch in der kameradschaftlichkeit aller Kollektivmitglieder. Hier freut man sich mit Dr. Güttner (Mitte) über den 79er Titel.

Wir Spielleute haben uns in diesem Jahr Wettbewerbsziele gestellt, die das Engagement, die aktive Mitarbeit jedes Spielmannes erfordern. Nun sind wir längst mittendrin beim Verwirklichen der 80er Aufgaben. Heute meldet sich die Sektion Spielleute der BSG Union Mühlhausen zu Wort, um über ihre Vorhaben zu berichten.

Unsere Sektion Spielleute verstärkt ihre Bemühungen, um noch mehr Bürger der Stadt Mühlhausen für die aktive Spielleutemusik zu gewinnen. Besonders den Kindern gilt unsere Aufmerksamkeit. Ihnen möchten wir ein attraktives Angebot innnerhalb unseres Übungs- und Trainingsbetriebes, im gesamten Spielleuteleben unterbreiten. So haben wir im Jahresportplan diese Eckpunkte gesetzt:

I. Entwicklung des Massencharakters und des Niveaus von Körperkultur und Sport

1. Die Sektionsarbeit soll gefestigt werden und alle Mitglieder einbeziehen. Für 1980 heißt dies konkret:

  • 13 neue DTSB-Mitglieder wollen wir für unsere Sektion gewinnen und damit auf eine Gesamtmitgliederzahl von 120 Spielleuten gelangen.
  • Weitere Stabilisierung unserer Klangkörper in den Sonderklassen der Spielmannszüge Erwachsene und Nachwuchs.

2. Alle Mitglieder der Sektion Spielleute von Union Mühlhausen erfüllen die Bedingungen für das Sportabzeichen „Bereit zur Arbeit und Verteidigung der Heimat“ in einer der drei Stufen.

3. Der Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb ist intensiver, auf höherem Niveau und besserer Kontinuität zu organisieren.

  • Folgende Übungsleiter wollen wir ausbilden:
    Übungsleiter Stufe I
         12 Sportfreunde
    Übungsleiter Stufe II
         3 Sportfreunde
    Damit vergrößern wir unseren Übungsleiterstamm auf 35 qualifizierte Sportfreunde.
  • Kampfrichter möchten wir weitere drei ausbilden, um dann mit zehn dieser wichtigen Sportfunktionäre den Wettkampfbetrieb wirkungsvoller unterstützen zu können.
  • Zweimal jährlich bilden wir in Lehrgängen unsere Übungsleiter und Kampfrichter weiter.
  • Mindestens 90 Prozent aller Mitglieder sollen regelmäßig am Übungs- und Trainingsbetrieb teilnehmen.
  • Zur Verbesserung des musikalisch-technischen Niveaus führen wir vor allem vor Höhepunkten, wie etwa DDR-Meisterschaften, Trainingslager durch.
  • Die DDR-Meistertitel bei den Erwachsenen- und Nachwuchs-Spielmannszügen sollen erfolgreich verteidigt werden.

4. Der Kinder- und Jugendsport wird in unserer Sektion zielstrebig weiterentwickelt. Dazu stellen wir uns diese Ziele:

  • Wir verstärken unsere Anstrengungen, um möglichst viele Kinder und Jugendliche für die Spielleutemusik zu begeistern. Insgesamt streben wir im Nachwuchsbereich einen Mitgliederzuwachs von 13 Sportfreunden an.
  • Die Patenschaftsarbeit unserer Polytechnischen Oberschule in Mühlhausen wird noch enger gestaltet.
  • Intensiv bereiten wir uns auf die Kinder- und Jugendspartakiaden des Kreises und des Bezirkes vor. Höchstes Niveau ist hier die Maxime.

(Fortsetzung auf Seite 5)

Seite 5

(Fortsetzung von Seite 4)

II. Politisch-ideologische Arbeit und geistig-kulturelles Leben

Die politisch-ideologische Arbeit und das geistig-kulturelle Leben sollen in unserer Sektion die Mitglieder mobilisieren, damit sie

  • am Arbeitsplatz zur allseitigen Erfüllung des Volkswirtschaftsplanes aktiv beitragen bzw. nach besten Lern- und Studienergebnissen streben
  • sich zur schöpferischen Mitwirkung bei der planmäßigen Entwicklung der Spielleutebewegung neue, höhere Ziele stellen und die gesellschaftliche Wirksamkeit des DTSB der DDR als Agitator und Propagandist unserer sozialistischen Sportorganisation weiter verstärken helfen.
  • weiterhin internationale Solidarität als ihre Klassenpflicht und Herzenssache betrachten

Für unsere Sektion ergeben sich daraus folgende Aufgaben:

1. Die enge Freundschaft zur Sowjetunion bestimmt wesent- den Inhalt und die Wirksamkeit unserer Spielleutetätigkeit. Mitgliederversammlungen wie jene im Mai zum 35. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee festigen unsere Verbundenheit zum Lande Lenins.

2. Die Arbeit und Wirksamkeit der Parteigruppe, des FDJ- und Pionieraktivs wird verbessert, deren Einfluß auf die Klangkörper erhöht.

3. Bei all unseren Auftritten werden wir intensiv vorbereitet der Öffentlichkeit gegenübertreten, um das Ansehen der Spielleute weiter zu erhöhen. Insgesamt werden wir in diesem Jahr zu gesellschaftlichen Höhepunkten 23 Einsätze absolvieren. Und dies sind einige der wichtigsten Auftrittstermine:

  • Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse
  • 35. Jahrestag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Rote Armee
  • Kinder- und Jugendspartakiaden in den Kreisen und im Bezirk
  • Kreissportfest der Werktätigen
  • Thomas-Müntzer-Festspiele in Beberstedt
  • 31. Jahrestag der Gründung der DDR
  • Werner-Seelenbinder-Ehrungen im Oktober

III. Kaderarbeit

Bei der Kaderarbeit konzentrieren wir uns darauf, die Auswahl, Qualifizierung und Erziehung unserer ehrenamtlichen Funktionäre weiter zu verbessern. Die besten Sportfreunde unserer Sektion befähigen wir, als Übungsleiter, Kampfrichter oder in einer anderen wichtigen Funktion ihre Kenntnisse weitergeben zu können. Die Sektionsleitung bereitet intensiv die Wahlen im DTSB vor. Die Wahlversammlung ist für November beschlossen.

IV. Materiell-technische Bedingungen und Finanzen

Die Sektion verstärkt ihre Anstrengungen, um die materiellen und finanziellen Fonds zu mehren und sie sparsam und effektiv einzusetzen. Wir stellen uns dabei diese Aufgaben:

1. Alle Mitglieder entrichten regelmäßig und in richtiger Höhe ihren Mitgliedsbeitrag. Das durchschnittliche Spendenaufkommen beträgt 5,50 Mark durchschnittlich pro Spielmann.

2. Durch gut vorbereitete Einsätze aller Mitglieder erhöhen wir die Eigeneinnahmen der Sektion auf 6 000,— Mark.

3. Im Rahmen der volkswirtschaftlichen Masseninitiative beteiligen sich unsere Mitglieder an der Pflege, Werterhaltung und Verschönerung der Sportanlagen der BSG. Alle Sportfreunde nehmen die ihnen übergebenen Instrumente und Ausrüstungen in persönliche Pflege.

4. Wir werden alle unseren Beitrag leisten zur Eigenfinanzierung des VII. Turn- und Sportfestes und der IX. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1983 in Leipzig.

V. Leitung und Planung

In den Mittelpunkt unserer Leitungstätigkeit rücken wir die Erhöhung der Kollektivität und Einzelverantwortung. Im einzelnen sieht dies konkret so aus:

  • Unseren Mitgliedern verdeutlichen wir noch mehr und überzeugender die Zusammenhänge zwischen dem gesellschaftlichen Anliegen von Körperkultur und Sport sowie der allseitigen Stärkung unserer Republik. Jeder wird stärker als bisher in die Erarbeitung und Verwirklichung des Sportplanes einbezogen. Wir beteiligen uns am Wettbewerb der Sektionen der BSG Union Mühlhausen und streben dabei eine Spitzenposition an.
  • Auf der Grundlage der Gesetze und Beschlüsse ist mit den staatlichen Leitungen und Organen unseres Trägerbetriebes die Entwicklungskonzeption unserer Spielleute-Sektion durchzusetzen.
  • Wir arbeiten konsequent nach der vom DTSB-Bundesvorstand beschlossenen neuen Planungsordnung.
  • Unsere Wahlversammlung im November 1980 wird ein Höhepunkt im Leben unserer Spielleute-Sektion. Jeder Spielmann wird sich mit Ideen und Einsatzfreude auf dieses Ereignis gewissenhaft vorbereiten.

Neugebildeter Spielmannszug entwickelt sich

Mittenwalder Nachwuchs dankt für Ausbildung

Trainingslager bewährten sich erneut

MIT SPANNUNG wird bei den Wettkämpfen die Auslosung der Pflichtmärsche verfolgt. Hier kann bereits über die Chancen des jeweiligen Klangkörpers entschieden werden.

Seit September vergangenen Jahres baut die SG Mittenwalde einen Nachwuchsspielmannszug auf. Die rührigen Spielleute in Mittenwalde schufen sich damit erstmals Voraussetzungen für eine planmäßige Ausbildung des Nachwuchses, legten sie den Grundstein zur kontinuierlichen Heranführung junger Spielleutekader.

Durch den unermüdlichen Einsatz aller Übungsleiter und der jungen Musikanten konnte inzwischen eine beachtliche Trainingsarbeit geleistet werden. Mit den „Goldenen Trompeten“ als Grundlage vermochten die Kinder erstmals an einem Trainingslager teilzunehmen. Das Trainingslager der Kommission Nachwuchs in Mühlhausen gab uns die Möglichkeit, die Mittenwalder Neulinge zu testen, sie weiter voranzubringen. Die Kleinsten erlernten in drei gewiß harten, aber auch erlebnisreichen Tagen die „Goldenen Trompeten“ vollständig, während die Großen tiefer in das Pflichtprogramm eindrangen. Dabei konnten wir feststellen, daß den Kindern diese Art Trainingslager sehr zusagen.

Für dieses hervorragend vorbereitete und auch durchgeführte Trainingslager in der Thomas-Müntzer-Stadt möchten wir der Kommission Nachwuchs und ihrem Vorsitzenden Rolf Lorenz sowie allen Mühlhausener Sportfreunden herzlichen Dank und unseren Respekt aussprechen.

Dies gilt übrigens auch für die Stabführerausbildung und Übungsleiterweiterbildung, die von der Kommission im Februar in Jena organisiert wurde. Beide Veranstaltungen wiesen erneut nach, daß es für Kollektive, die keine geeigneten Ausbildungsmöglichkeiten haben, günstige Chancen zum Vorankommen gibt.

SG MITTENWALDE

Vorstand

Seite 6

Ein Streifzug durch die olympische Geschichte des UdSSR-Sports

Larissa Latynina bleibt Olympia-Primaballerina

DIE GRÖSSTE SPORTHALLE DER WELT wurde in Moskau ihrer Bestimmung übergeben. Fassungsvermögen: 45 000 Zuschauer!

Mit einer 294 Sportler zählenden Mannschaft betrat die UdSSR bei den Sommerspielen 1952 in Helsinki erstmals die olympische Arena. Zuvor, im April 1951, hatte sich das NOK der UdSSR konstituiert. Es wurde am 7. Mai 1951 auf der 45. IOC-Tagung in Wien anerkannt. Bereits das olympische Debüt gestaltete sich für den UdSSR-Sport zu einem großen Erfolg. Die Sportenthusiasten lernten Namen kennen, die von nun an das Leistungsniveau im Sport mitbestimmten.

Am 20. Juli 1952, einen Tag nach der feierlichen Eröffnung, gelang den UdSSR-Diskuswerferinnen ein dreifacher Triumph durch Nina Romaschkowa (Ponomarjowa), Jelisaweta Bagrjanzewa und Nina Dumbadse. Der Name der Olympiasiegerin wurde zum Synonym für Beständigkeit, denn jeweils vier Jahre darauf gewann Nina Romaschkowa Bronze, Gold und 1964 noch einmal Silber. Aufsehenerregendes boten neben den Leichtathleten und anderen Sportlern auch der Turner Viktor Tschukarin, dessen Leistungen mit viermal Gold und zweimal Silber belohnt wurden, und der Ruderer Juri Tjukalow.

Die Bilanz der olympischen Debütanten: 22 Gold-, 30 Silber- und 19 Bronzemedaillen, in der Länderwertung ebensoviele Punkte wie die USA-Mannschaft.

In Melbourne war Wladimir Kuz der umjubelte Held. Als dritter Langstreckler der olympischen Geschichte holte er Gold über 5 000 und 10 000 m. Im Rudern siegte Wjatscheslaw Iwanow im Einer, verteidigte diesen Erfolg auch in Rom und Tokio. Im Seilquadrat sorgte Wladimir Safronow für den ersten UdSSR-Sieg, und im Frauen-Turnen begann der unaufhaltsame Aufstieg von Larissa Latynina, später mit insgesamt 18 Medaillen die erfolgreichste Olympia-Sportlerin aller Zeiten.

1960 in Rom erwiesen sich die UdSSR-Aktiven — sie kamen aus 53 Städten — mit 103 Medaillen als die am besten besetzte Mannschaft. In der Leichtathletik gewannen die Frauen sechs von zehn Goldmedaillen. In aller Munde waren die Namen des Hochspringers Robert Schawlakadse, der die USA-Erfolgsserie stoppie, des Turners Boris Schachlin, der viermal siegte, und Viktor Kapitonows, der der Konkurrenz aus den traditionellen Radsport-Ländern im Straßen-Einzel das Nachsehen gab.

Erstmals zeigte sich mit Juri Wlassow ein UdSSR-Schwergewichtsheber allen anderen überlegen. Leonid Shabotinski, Jan Talts und Wassili Alexejew (Superschwer) wurden später seine Nachfolger.

An Tokio 1964 erinnern so strahlende Sieger wie Walerie Brumel im Hochsprung und Waleri Popentschenko, der exzellente Faustkämpfer im Mittelgewicht, der zur großartigen Bilanz von drei ersten, vier zweiten und zwei dritten Rängen beitrug. Keiner der sieben Gewichtheber reiste ohne Medaille nach Hause. Ringer und Judoka plazierten sich vierzehnmal auf den Medaillenrängen. Die 16jährige Oberschülerin Galina Prosumentschikowa, Brustschwimmerin aus Sewastopol, bescherte dem Schwimmverband erstes Olympiagold, und in der Leichtathletik trumpften die Schwestern Press noch einmal auf, Tamara warf den Diskus und stieß die Kugel am weitesten, Irina errang Fünfkampf-Gold.

Von den 322 Aktiven aus allen Unionsrepubliken, die 1968 die Reise nach Mexiko Stadt antraten kehrten 160 mit Medaillen in die Heimat zurück. Janis Luusis, der estnische Speerwerfer, der Geher Wladimir Golubnitschi und Dreispringer Viktor Sanejew, auch bester 1972 und 1976, gehörten zu denen, die im Lande der Azteken für Furore sorgten.

Zum 50. Jahrestag der Gründung des ersten sozialistischen Staates erkämpften sowjetische Athleten 50 Goldmedaillen. Der gefeierte Sieger im Olympiastadion von München war der Kiewer Sprinter Walerie Borsow, der die 100 m und auch die 200 m gewann. Den dramatischen Zehnkampf entschied mit Nikolai Awilow aus Odessa ebenfalls erstmals ein UdSSR-Aktiver zu seinen Gunsten. Ludmilla Turistschewa und Olga Korbut begeisterten die Anhänger des Turnens. Ringer Alexander Medwed vollbrachte ebenfalls Hervorragendes: zum drittenmal erkämpfte er den Olympiasieg, diesmal im Schwergewicht.

Ein Jahr zuvor, am 14. September 1971, hatte Moskau der Weltöffentlichkeit mitgeteilt, daß man sich um die Austragung der Sommerspiele bewerben werde. Auf der IOC-Tagung am 23. Oktober 1974 in Wien wurde der Stadt die Ausrichtung der Spiele 1980 übertragen.

787 Punkte erkämpften die fast 500 UdSSR-Sportler vor vier Jahren in Montreal. Sie kamen aus 85 Städten und ihr Durchschnittsalter lag bei 23 Jahren (1952: 32 Jahre). Allein sieben Turnmedaillen sicherte sich der Mehrkampf-Beste Nikolai Andrianow, die Ringer holten 12 von 20 Goldmedaillen in beiden Stilarten und im Schwimmbecken überraschten Marina Koschewaja, Marina Jurtschenja und Ljubow Russanowa mit einem dreifachen Erfolg über 200 m Brust. Gleiches gelang den Hammerwerfern, wobei der 21jährige Juri Sedych die ersten Glückwünsche von seinem Trainer Anatoli Bondartschuk, 1972 Olympiasieger und vorher Bronzemedaillengewinner in diesem Wettbewerb, empfing. Auf der Tartanbahn war Tatjana Kasankina, Schnellste über 800 m und auch über 1 500 m, die umjubelte Athletin. Und nun ruft Moskau.

Seite 7

LANGENREICHENBACH, im Vorjahr bei den Leipziger Bezirksmeisterschaften erstmals dabei, möchte sich in dieser Saison stabilisieren.
LOK MÜHLHAUSEN möchte in diesem Jahr den Rückstand zum Ortsnachbarn Union verringern. Kein leichtes Vorhaben.

Ausschreibung

für den Pokalwettkampf 1980 der Mädchenspielmannszüge des DTSB der DDR

1. Art der Veranstaltung:

Pokalwettkampf der Mädchenspielmannszüge des DTSB der DDR

2. Veranstalter:

Leitung des Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB der DDR (Kommission Erwachsene)

3. Mit der Durchführung beauftragt:

Zentraler Mädchenspielmannszug

4. Termin:

23. August 1980

5. Ort:

Rerik/Ostsee

6. Beginn des Wettkampfes:

23. August 1980, 10 Uhr

7. Anreise der Kollektive, die nicht im ZMS sind:

23. August 1980 bis 9 Uhr

8. Abreise der Kollektive die im ZMS sind:

23. August 1980 ab 15 Uhr

9. Teilnehmer:

Fortschritt Cottbus
Verkehrsbetriebe Dresden
Stahl Freital
Tiefbau Eberswalde
sowie alle Mädchenspielmannszüge des DTSB der DDR, die das Pflichtprogramm beherrschen

10. Wettkampfprogramm:

Pflicht:

  • Castaldo
  • Goldene Trompeten

Kür:

ein selbstgewählter Kürmarsch

11. Termin für die Abgabe der Noten, des Meldebogens und der Kurzbiographie:

Abgabetermin ist jeweils der 20. Juli 1980 bei M. Grahl, 8036 Dresden, Prohliser Allee 31/14—05 (Noten in vierfacher Ausfertigung einreichen).

12. Wettkampfkleidung:

Weiß

13. Wertung:

Gewertet wird nach der gültigen Wettkampfordnung vom 1. Januar 1978 und den von der Kommission Technik beschlossenen Ergänzungen bzw. Änderungen

14. Anmerkung:

Ein Unkostenbeitrag von einer Mark pro Teilnehmer ist am Anreisetag zu entrichten

Nachruf

Tief erschüttert erhielten wir die Nachricht, daß der Mitbegründer des Mittenwalder Spielmannszuges, unser Ehrenmitglied

Willi Schneider

im Alter von 76 Jahren verstorben ist.

Seit 1926 wirkte Willi Schneider als aktiver Spielmann in der Arbeitersportbewegung. Er gehörte 1945 zu den Ersten, die mit dem Aufbau unserer Sportorganisation, unseres Mittenwalder Spielmannszuges begannen. Willi Schneider galt den jungen Spielleuten stets als Vorbild.

Wir werden sein Andenken immer in Ehren halten.

SG MITTENWALDE
Spielmannszug

Otto Ringel

von Traktor Hirschfeld ist seit 60 Jahren Spielmann. Er feierte dieses nicht alltägliche Jubiläum am 1. Mai inmitten seiner Sportfreunde. Der am 25. Oktober 1911 in Lauchhammer geborene Otto Ringel vermochte als siebenjähriger bereits einige Märsche auf der kleinen Trommel zu spielen. Und das vom Vater geweckte Interesse für die Musik im Allgemeinen und die Spielleutemusik im Besonderen ließ ihn nie wieder los.

Vor zwanzig Jahren stieß Otto Ringel zu den Hirschfeldern. Er fuhr wöchentlich von Lauchhammer nach Hirschfeld, um die Übungsstunden des Spielmannszuges von Traktor Hirschfeld zu leiten. Seine mit viel pädagogischem Geschick und großem musikalischen Können geleistete Arbeit führte schon bald zu ersten Erfolgen. Bei der DDR-Bestenermittlung 1963 in Schwerin schafften die Hirschfelder unter seiner Leitung einen sehr guten dritten Platz.

Otto Ringel war als Stabführer und Übungsleiter den Jüngeren stets Vorbild. Er schonte sich nie, kümmerte sich um die vielfältige Ausbildung des Spielleutenachwuchses. Noch heute fährt der 68jährige einmal wöchentlich von Lauchhammer nach Hirschfeld, um an den Übungsstunden teilzunehmen.

Wir, das Kollektiv des Spielmannszuges von Traktor Hirschfeld, möchten uns bei Otto Ringel für seine große Einsatzbereitschaft und sein selbstloses Mitteilen seiner Erfahrungen herzlich bedanken. Otto Ringel hat sich um die Entwicklung des Spielmannszuges von Traktor Hirschfeld verdient gemacht. Wir wünschen ihm noch viele Jahre in unserer Mitte und versprechen Otto Ringel, wie er stets nach besten Leistungen zu streben.

JUTTA KUNATH

Korrektur

Im Beitrag zur neuen Stabführung im „tambour “ Nr. 1/80 muß es auf Seite 7 richtig heißen: Zählzeit 1 (17) Ausführung der Aktiven: Becken: rechter Arm mit Becken wird nach rechts oben, linker Arm mit Becken nach links unten gestreckt.

Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Seite 8

IMMER GRÖSSERER BELIEBTHEIT erfreut sich der Dresdner Mädchenspielmannszug. Der Klangkörper wird immer gewünscht, wenn in der Elbestadt Sportveranstaltungen der verschiedensten Art stattfinden.

Dresdner Mädchenspielmannszug feiert Jubiläum

480 Auftritte in den ersten zehn Jahren

Aufnahme in den ZMS brachte erheblichen Leistungssprung

Am 11. April feierte der Mädchenspielmannszug der BSG Verkehrsbetriebe Dresden sein 10-jähriges Bestehen. Für die Spielleutemusik begeisterte Sportfreunde, unter ihnen auch der heutige Leiter des Kollektivs Günther Schüttauf, begannen 1970 mit dem Aufbau dieses Klangkörpers.

Seither sind zehn Jahre vergangen die dem Mädchenspielmannszug eine sehr gute Entwicklung brachten. Als erster Spielmannszug des DTSB in Dresden wurde der Klangkörper schnell bekannt und erfreute sich bald größter Beliebtheit. Der Stamm des Kollektivs ist bereits über neun Jahre dabei. Zahlreiche gesellschaftliche Höhepunkte in Dresden im Bezirk und darüber hinaus gestaltete der Mädchenspielmannszug der Verkehrsbetriebe mit. Er wirkte dabei immer vorbildlich und überzeugend für die Spielleutebewegung, unsere sozialistische Sportorganisation.

Auf die eindrucksvolle Zahl von 480 Einsätzen kann das Kollektiv in den ersten zehn Jahren seines Bestehens zurückblicken. Wenn man dies umrechnet, ist das immerhin nahezu ein Auftritt pro Woche. Da kann man sich den Respekt vor solcher Einsatzfreude nicht versagen. Zu den Höhepunkten im Wirken dieses Kollektives gehörten die Teilnahme am VI. Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig, an der V., VI., und VII. Kinder- und Jugendspartakiade, am V. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR 1974 und an den Internationalen Ostseewochen 1972 und 1974, um nur einige besondere Auftritte zu nennen.

Seit 1974 gehört der Klangkörper dem Zentralen Mädchenspielmannszug des DTSB der DDR an. Dies beeinflußte die Leistungsentwicklung des Kollektivs erheblich. Besonders die immer enger werdenden sportfreundschaftlichen Beziehungen zum Freitaler Mädchenspielmannszug wirkten sich auf das musikalisch-technische Können beider Züge vorteilhaft aus. Zahlreiche gemeinsame Auftritte der Dresdner und Freitaler Mädchen festigte ihr gutes Verhältnis zueinander.

Der Mädchenspielmannszug der BSG Verkehrsbetriebe Dresden, ihm gehören heute 40 aktive Mitglieder an, wurde für sein erfolgreiches Wirken mehrfach ausgezeichnet. Allein dreimal als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“, einmal als „Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv der DDR” sowie mit der „Artur-Becker-Medaille“ in Bronze. Der Klangkörper trägt außerdem den Ehrentitel „Kollektiv der DSF“ und wurde 1979 mit der Ehrenplakette des Präsidiums der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft geehrt, nachdem die Dresdner Mädchen fünfmal erfolgreich den Titel „Kollektiv der DSF“ im Wettbewerb verteidigt haben.

Um die Traditionen und das Niveau des Mädchenspielmannszuges zu bewahren bauten die Dresdner vor Jahren einen Nachwuchszug auf, dem gegenwärtig 30 Kinder angehören.

Der Leiter des Dresdner Mädchenspielmannszuges, Günther Schüttauf, wurde für seine Leistungen mit der Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille und der „Artur-Becker-Medaille“ in Silber sowie der Medaille für künstlerisches Volksschaffen ausgezeichnet.

Zu den Gratulanten zum 10-jährigen Bestehen des Klangkörpers gehörten Bernd Deike, Stellvertreter des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Dresden, Rainer Eidenschink, Leiter des Sektors Spielleute im Bundesvorstand des DTSB der DDR und Helga Neuwirth, Leiterin des Zentralen Mädchenspielmannszuges.

Das Dresdner Kollektiv blickt mit Stolz auf das Erreichte zurück und steckte sich darauf aufbauend neue Ziele ab. Die bedeutendste Aufgabe sieht der Mädchenspielmannszug in der intensiven Vorbereitung zur Teilnahme am VII. Turn- und Sportfest der DDR 1983 in Leipzig.

BIRGIT NEHRKORN
BFA Dresden

WIR GRATULIEREN

ARTHUR BAUER, einer unserer verdienstvollsten Spielleute, wurde am 25. Mai 65 Jahre alt. Wir hoffen, daß der Plauener noch viele Jahre seine Erfahrungen dem Spielleutenachwuchs vermitteln kann.

Walter Knauer (1. April 1900) ehemaliger Sektionsleiter, Stabführer und Übungsleiter des Spielmannszuges der BSG Fortschritt Groitzsch, zum 80. Geburtstag

Frank Mierisch (17. April 1939), Mitglied des DTSB-Bundesvorstandes und der Zentralen Spielleutekommission, zum 41. Geburtstag

Klaus Boldt (3. Mai 1940), Übungsleiter im Spielmannszug der BSG Empor Perleberg, zum 40. Geburtstag

Hildegard Frisch (4. Mai 1925), Mitglied der Sektionsleitung und Lyraspielerin im Spielmannszug der BSG Motor Altenburg, zum 55. Geburtstag

Rolf Frädrich (16. Mai 1939), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Potsdam, zum 41. Geburtstag

Erich Rous (17. Mai 1928), Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 52. Geburtstag

Leo Ertel (22. Mai 1951), Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 29. Geburtstag

Arthur Bauer (25. Mai 1915), Übungsleiter der Schalmeienkapelle der BSG Empor Plauen, zum 65. Geburtstag

Karl-Heinz Hustedt (26. Mai 1927), ehemaliges Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 53. Geburtstag

und wünschen ihnen beste Gesundheit, Wohlergehen und Schaffenskraft sowie weiterhin viel Freude und Erfolge in ihrer beruflichen Tätigkeit und ehrenamtlichen Arbeit zum Wohle der Spielleutebewegung.