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Der Tambour/Ausgabe 1980 02: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Stabführer.de
 
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der SED, die herzlichsten Grüße und Glückwünsche des Politbüros des ZK der SED und seines Generalsekretärs Erich Honecker. Die besten Potsdamer Spielleute durften mit eindrucksvollen Fanfarensignalen die Festveranstaltung im Klubhaus der INTERFLUG feierlich eröffnen. Dies verdeutlicht die hohe Wertschätzung, die der Leistungsfähigkeit, der Ausstrahlungskraft unserer Spielleute-Musik, entgegengebracht wird.
der SED, die herzlichsten Grüße und Glückwünsche des Politbüros des ZK der SED und seines Generalsekretärs Erich Honecker. Die besten Potsdamer Spielleute durften mit eindrucksvollen Fanfarensignalen die Festveranstaltung im Klubhaus der INTERFLUG feierlich eröffnen. Dies verdeutlicht die hohe Wertschätzung, die der Leistungsfähigkeit, der Ausstrahlungskraft unserer Spielleute-Musik, entgegengebracht wird.


== Seite 4 ==
== Seiten 4 & 5 ==


== Seite 5 ==
=== Vom Satz des Euklid bis zum Notenschlüssel ===
[[Datei:DerTambour1980-2-4-1.png|mini]]
[[Datei:DerTambour1980-2-4-2.png|mini]]
Bedächtig kommt einher geschritten, 4/3 Pi mal r zur Dritten, hieß einer jener Merksätze, mit denen die Formel zum Berechnen des Kugelvolumens für immer eingeprägt wurde. Sein Geometrieunterricht begeisterte die Schüler. Mittelsenkrechte und Seitenhalbierende, Hypotenusenabschnitt und Kreisbogen, Satz des Pythagoras und Satz des Euklid — Begriffe, Inhalte, die seinen Mädchen und Jungen nicht verschlossen blieben. Dafür sorgte er, der erfahrene Pädagoge.
 
Die Rede ist von Karl Nonnenmacher, Lehrer an der Zinnaer Oberschule. Und dies seit 1948. Geometrie war sein Wahlfach, sie hatte ihn immer fasziniert, dem Genossen Nonnenmacher. Mathematik erzieht zu logischem Denken, zwingt zur Sachlichkeit. So verlor Karl Nonnenmacher eigentlich selten die Ruhe, schon gar nicht die Übersicht. Bis zu jener Situation vielleicht, vor 18 Jahren. Die LPG hatte für die Zinnaer Jugend Schalmeien besorgt. Aber offensichtlich wußte keiner etwas damit anzufangen, blieb das Interesse für Fußball oder den Tanzboden größer. Da die Instrumente nicht gerade billig waren, suchte man nach einem Ausweg. Die Parteigruppe beschäftigte sich damit, schließlich galt der Jugend ihre besondere Aufmerksamkeit und Förderung.
 
Kurzerhand wurde der Lehrer beauftragt, sich um die Gründung einer Schalmeienkapelle zu kümmern. Karl Nonnenmacher verstand von vielem etwas, nicht nur von der Mathematik. Doch von der Schalmeie wußte er lediglich, daß es sich bei ihr um ein Blechblasinstrument handelte und in der Arbeitersportbewegung große Traditionen besaß, sonst nichts.
 
Und trotzdem, Genosse Nonnenmacher fing mit 16 Pionieren an. Die Zinnaer Schalmeienkapelle war gebildet. Am Tage Unterricht, abends Korrigieren von Aufsätzen, Diktaten, Mathearbeiten. Anschließend kniete er sich in die Musik, sollte und wollte er sich kurzfristig die Fähigkeiten zum Lehren des Schalmeienspiels erwerben. Oft brannte bei Nonnenmachers bis weit nach Mitternacht das Licht. Und er schaffte es, eignete sich im Selbstunterricht umfangreiche musikalische Kenntnisse an. Die Notenlehre gehörte dazu. So wurde er der „Macher“ jenes Klangkörpers, der heute in seinem Genres Bester unseres Landes ist.
 
Zinna, die etwa 800 Seelen zählende Gemeinde an der westlichen Peripherie Torgaus, besteht aus den Ortsteilen Welsau und Zinna. Nahezu jeder elfte Einwohner ist Mitglied der BSG (nicht SG!) Zinna. Wer gewissermaßen gesellschaftsfähig sein will, um einmal diese etwas antiquierte Formulierung anzuwenden, muß dem Klangkörper angehören. Diese schöne Tradition hat sich aus dem einstigen „Parteiauftrag“ entwickelt.
 
Wie man den Hockeysport unwillkürlich mit Osternienburg, das Federballspiel mit Tröbitz oder den Pferdesport mit Trinwillershagen in Verbindung bringt, ist Zinna landauf und landab durch seine Schalmeienspieler bekannt. Wie war solch eine Entwicklung möglich? „Wir haben eine Fülle von einsatzfreudigen, die Spielleutemusik liebende Sportler“, konstatierte der künstlerische Leiter Karl Nonnenmacher. „Klaus Schneider, unser Stabführer, gehört dazu, aber auch Lothar Stietzel der Sektionsleiter, die Schnabels, der Elektriker Hartwig Buchheim oder die beiden 16jährigen Oberschülerinnen Katharina Rabe und Anette Gernt, um nur einige zu nennen.“ Und nicht zuletzt heben die Zinnaer die sehr gute Unterstützung hevor, die sie von ihrem Trägerbetrieb, der LPG Pflanzenproduktion „Vorwärts“ Zinna und der VEB Landmaschinenbau Torgau erhalten. Überhaupt, die Spielleute gehen in Zinna und Torgau alle an, da finden die Schalmeienspieler hinter jeder Tür offene Ohren. Und dies soll ja nicht überall so sein.
 
Welch verschworene Truppe die 70 Mitglieder vom jüngsten, der 9jährigen Uta Otto, bis zum ältesten Aktiven (!), dem 30jährigen Gerhard Schnabel, sind, mag diese kleine Begebenheit verdeutlichen. Volker Ketteritzsch, der im Zinnaer Zug groß geworden ist und gegenwärtig als Angehöriger der Hochseefischereiflotte die Weltmeere bereist, nutzt jeden Urlaub, um mit seinen Schalmeienspielern zu trainieren oder aufzutreten. Da kündigte eine Karte aus Las Palmas schon den nächsten gemeinsamen Übungsabend an.
 
Vor knapp 20 Jahren mußte Karl Nonnenmacher nach Mitwirkenden fast betteln, heute gibt es sogar ein Auswahlprinzip, müssen Neulinge eine Kandidatenzeit durchlaufen. Wer in der Schule plötzlich nachläßt, und dies soll hier und da schon einmal vorkommen, muß das Instrument vorerst in die Ecke stellen. Solche Maßstäbe schaffen natürlich Qualität, verlangen von jeden Disziplin.
 
Das erste, was in Zinna ein Neuling lernt, sind die Noten. Durchschnittlich drei Monate benötigt Karl Nonnenmacher, um die Anfänger vom Punkt Null bis zum sicheren Beherrschen der Notenwerte, Taktarten usw. zu führen. Aus dem Meister-Klangkörper hat nahezu jeder Dritte die Qualifikation des Übungsleiters. Dies ermöglicht ein effektives Training in kleinsten Gruppen. Für die Pflicht ist Karl Nonnenmacher der verantwortliche Übungsleiter, während Klaus Schneider für die Kür den „Hut auf hat“. Eng bringen die Zinnaer ihren Leistungssprung in musikalischer Hinsicht mit Bodo Clauß in Verbindung. „Bodo hat mit seinen konzertanten Rhythmen, dem dreistimmigen Spiel von Sopran und Bariton, der Schalmeienmusik eine völlig neue Richtung gewiesen, deren Entwicklung noch nicht  abgeschlossen ist“, urteilte Klaus Schneider. In Zinna „rechnet“ man schon wieder. Aber auch die Spielleutebewegung rechnet mit den Zinnaern, braucht das Niveau ihrer Schalmeienklänge.
 
GÜNTHER GIESSLER
 
==== BSG Zinna: DDR-Meister 1979 der Schallmeienkapellen ====
'''Stabführer:'''
<br />Klaus Schneider
<br />'''Lyra:'''
<br />Gudrun Gesse
<br />Susanne Tum
<br />'''Sopran:'''
<br />Ilona Buchheim
<br />Viola Hoppert
<br />Christian Jahn
<br />Catrin Kirschner
<br />Jörg Kröbel
<br />Bärbel Labetzsch
<br />Peter Matthes
<br />Anke Nitzsche
<br />Gabriele Nitzsche
<br />Uwe Nonnenmacher
<br />Ivor Schneider
<br />Silvia Stößer
<br />'''Alt:'''
<br />Anette Gernt
<br />Ines Hentrich
<br />Bettina Mahler
<br />Kerstin Pohl
<br />Katharina Rabe
<br />Rochus Tum
<br />'''Bariton:'''
<br />Reiner Bartels
<br />Hartwig Buchheim
<br />Helmut Freude
<br />Ines Gillert
<br />Andreas Glöckner
<br />Gunter Jahn
<br />René Koch
<br />Andreas Meilick
<br />Rolf Müller
<br />Gerhard Schnabel
<br />Harald Scholz
<br />Britta Speer
<br />Andreas Wötzel
<br />'''Baß:'''
<br />Steffen Bröse
<br />Steffen Krauße
<br />Michael Kurmann
<br />Detlef Liebisch
<br />Ingbert Rabe
<br />'''Begleitung:'''
<br />Gunter Jackl
<br />Mike Schneider
<br />'''Große Trommel:'''
<br />Manfred Buchheim
<br />Uwe Ryll
<br />'''Becken:'''
<br />Frank Müller
<br />'''Kleine Trommel:'''
<br />Holger Grochowy
<br />Mike Hentrich
<br />Manfred Schnabel
<br />Wolfgang Schnabel
<br />'''Sektionsleiter:'''
<br />Lothar Stietzel
<br />'''Künstlerischer Leiter:'''
<br />Karl Nonnenmacher
 
==== Auszeichnungen ====
 
* Zweimal „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“
* „Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv der DDR“
* „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“
 
==== Sportliche Erfolge ====
{|
|1971:
|Bezirksmeister
|-
|1972:
|Bezirks-Pokalsieger
|-
|1973:
|Aufstieg zur Sonderklasse und Berufung zu den Weltfestspielen
|-
|1974:
|DDR-Bestenermittlung, 4. Platz
|-
|1975:
|DDR-Bestenermittlung, 2. Platz
|-
|1976:
|DDR-Bestenermittlung, 2. Platz
|-
|1977:
|Berufung zum VI. Turn- und Sportfest der DDR
|-
|1978:
|DDR-Meisterschaften, 2. Platz
|-
|1979:
|DDR-Meisterschaften, 1. Platz und Berufung zum Nationalen Jugendfestival
|}
 
==== Die Übungsleiter ====
'''Stufe III'''
<br />Karl Nonnenmacher
<br />'''Stufe II'''
<br />Hartwig Buchheim
<br />Manfred Schnabel
<br />Wolfgang Schnabel
<br />Klaus Schneider
<br />'''Stufe I'''
<br />Ilona Buchheim
<br />Manfred Buchheim
<br />Gudrun Gesse
<br />Ines Hentrich
<br />Gunter Jahn
<br />Frank Müller
<br />Uwe Nonnenmacher
<br />Uwe Ryll
<br />Gerhard Schnabel
<br />Lothar Stietzel
 
==== Klaus Schneider ====
[[Datei:DerTambour1980-2-5-1.png|mini|365x365px]]
steht als Stabführer im neunten Jahr an der Spitze des Meister-Klangkörpers BSG Zinna. Der 29jährige ist darüber hinaus auch Hauptstabführer des zentralen Schalmeienorchesters. „Klaus versteht sein Metier wie kaum ein anderer“, lobt Zinnas künstlerischer Leiter Karl Nonnenmacher den Bärtigen, der stets den richtigen Takt angibt.
 
Seit 1962 widmet Klaus Schneider einen Großteil seiner Freizeit der Spielleutemusik. Er ist auch eine Stütze des Torgauer „Rhythmusteams“, einem Quartett, das niveauvolle Tanzmusik macht. Ansonsten findet man den gelernten Forstfacharbeiter im Wald, wo er mehrmals ausgezeichneter Leiter einer Holzeinschlagbrigade ist.
 
'''Sektionsleiter Lothar Stietzel:'''
 
==== Ziel: Meister bleiben ====
 
* '''Ausgerechnet der Sektionsleiter kommt nicht aus Zinna, sondern aus Süptitz?'''
 
„Nun ja, ich wohne zwar seit Jahren in Süptitz, bin aber geborener Zinnaer. Und dann bin ich schließlich im Trägerbetrieb beschäftigt.“
 
* '''Als was?'''
 
„Ich arbeite in der LPG als Mechanisator in der Pflanzenproduktion.“
 
* '''Welche Aufgaben hat ein Sektionsleiter in solch einem erfolgreichen Klangkörper?'''
 
„Er ist eines der vielen Rädchen aus dem Getriebe, das solche Leistungen ermöglicht, mehr nicht. Ich halte natürlich besonderen Kontakt zu jeden einzelnen und mache bei unseren Jüngsten auch Hausbesuche, um die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren, bebestimmte Erziehungsaufgaben abzustimmen.“
 
* '''Ihr habt ein Punktsystem entwickelt, nach dem die Prüfungen für Übungsleiter der Stufe I abgenommen werden?'''
 
„Ja. Hier ist die Höchstpunktzahl mit 80 Zählern fesgelegt.“
 
* '''Was hat sich Zinna für 1980 vorgenommen?'''
 
„Natürlich den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen.“


== Seite 6 ==
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Aktuelle Version vom 15. Juli 2026, 13:41 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Die Ausgabe 02/1980 des Mitteilungsblattes der tambour erschien im Februar 1980.

Der Originaltext der 8 Seiten:

Februar 1980
Nummer: 2/80
Erschienen: Februar 1980
Jahrgang: 13
Seiten: 8
Original-Ausgabe als PDF herunterladen
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Seite 1

RAINER EIDENSCHINK, Vorsitzender der Zentralen Spielleutekommission, übergibt Egon Herrmann, dem Erfurter BFA-Vorsitzenden, die Auszeichnung „Vorbildlicher BFA Spielleute des DTSB der DDR“. Die Erfurter wurden Sieger im Wettbewerb des vergangenen Jahres.

HEUTE AUF SEITE

2 Kommuniqué der Tagung der ZSK in Berlin
3 Die „Pleißentaler“ sind weiter voll im Aufwind
4 Vom Satz des Euklid bis zum Notenschlüssel

Spielleute-Musik für unsere Olympioniken

Ein „Begrüßungsständchen“ besonderer Art brachten die Spielleute unserer in Lake Placid so erfolgreichen DDR-Olympiamannschaft, die mit neun Gold-, sieben Silber- und sieben Bronzemedaillen in die Heimat zurückkehrte. Der DDR-Meister der Fanfarenzüge, die SG Dynamo Potsdam-Stadt, und der Mädchenspielmannszug der Dresdner Verkehrsbetriebe begrüßten auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld mit zünftiger Spielleute-Musik die siegreichen Wintersportler unseres Landes.

Auf dem Empfang des DTSB und des NOK der DDR überbrachte Paul Verner, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK

(Fortsetzung auf Seite 3)

Seite 2

In die ZSK nachberufen

Mario Bielig

gehört seit 17 Jahren zu den Spielleuten. Der 24jährige gelernte Werkstoffprüfer spielt im Klangkörper von Dynamo Halle Flöte. Er ist Verantwortlicher für Kampfrichter und Einstufung in der Kommission Technik. Mario Bielig hat den Nachweis als Übungsleiter der Stufen I, II und III.

Werner Czerwinka

gilt als einer der profiliertesten Stabführer. Der gebürtige Hallenser aus dem Spielmannszug der SG Dynamo leitet die Kommission Erwachsenen-Spielmannszüge,. Im April wird Werner Czerwinka 31 Jahre alt. Zwei Drittel seines bisherigen Lebens widmete er der Spielmannsmusik.

Erwin Dietrich

gibt als Verantwortlicher für Aus- und Weiterbildung in der Kommission Technik und als Vorsitzender des BFA Leipzig der Spielleutebewegung wesentliche Impulse. Der 45jährige gehörte vor über dreißig Jahren zu den Mitbegründern des ersten Spielmannszuges unserer Republik im Mansfelder Land.

Kommuniqué

der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Berlin

Die Zentrale Spielleutekommission führte am 30. Januar 1980 in Berlin die erste Beratung dieses Jahres durch.

Die Kommission beriet Schlußfolgerungen, die sich aus der 11. Tagung des ZK der SED und der 5. Tagung des DTSB-Bundesvorstandes für die Spielleute ergeben.

Es wurde ein Aufruf bestätigt, der die Aufgaben der Spielleute im sozialistischen Wettbewerb 1980 aus der 11. Tagung des ZK der SED und der 5. Tagung des DTSB-Bundesvorstandes ableitet.

Die Zentrale Spielleutekommission stimmte der Erklärung des Nationalen Olympischen Komitees der DDR zur Carterschen Boykottdrohung der Spiele der XXII. Olympiade 1980 in Moskau zu und verurteilt jeden Mißbrauch der olympischen Bewegung durch imperialistische, spannungsfeindliche Kräfte. Alle progressiven Menschen der Erde — so wird betont — verknüpfen mit den Olympischen Spielen in Moskau ihre Hoffnungen auf die Festigung des Friedens und der Freundschaft der Sportjugend unseres Planeten.

Die ZSK nahm einen Bericht von Rolf Lorenz zur Vorbereitung des VII. Turn- und Sportfestes der DDR 1983 in Leipzig mit dem Schwerpunkt „Musikschau“ entgegen und wünschte ihn für seine Berufung und sein Wirken im zentralen Gestalterkollektiv der „Sportschau des DTSB der DDR“ beste Erfolge.

Es wurde festgelegt, zur Arbeitstagung im März eine Grundkonzeption zu inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben des Übungsverbandes der Spielleute auszuarbeiten.

Die ZSK nahm eine Information zum Stand der Vorbereitungen der zentralen Wettkämpfe, des V. Festivals der FDJ und des Leninschen Komsomol Pfingsten in Karl-Marx-Stadt und der 18. Arbeiterfestspiele in Rostock zur Kenntnis.

Sportfreundin Ellen Regler gab einen Bericht zur Finanzarbeit 1979 und verwies darauf, daß die finanziellen Mittel effektiver und sparsamer einzusetzen und die Eigeneinnahmen weiter zu erhöhen sind.

Der BFA Erfurt wurde als bester Bezirksfachausschuß im Wettbewerb zu Ehren des 30. Jahrestages der Gründung unserer Republik ermittelt.

Die guten Erfahrungen vieler Sektionen und tausender Spielleute im sozialistischen Wettbewerb sind verstärkt auszuwerten und zum Allgemeingut aller Kollektive zu machen.

Die Zentrale Spielleutekommission beriet in Anwesenheit des verantwortlichen Redakteurs des „tambours“, Genossen Günther Gießler, den Jahresplan der 12 Ausgaben 1980.

In die ZSK wurden die Sportfreunde Mario Bielig, Mitarbeiter im Sektor Spielleute und Leiter der Arbeitsgruppen Kampfrichter und Einstufung, Werner Czerwinka, Vorsitzender der Kommission Erwachsenen-Spielmannszüge, und Erwin Dietrich, Vorsitzender des BFA Leipzig, berufen. Der Vorsitzende der ZSK sprach ihnen im Namen des DTSB-Vizepräsidenten Werner Berg viel Erfolg und Schaffensfreude in der verantwortlichen Tätigkeit aus und beglückwünschte sie zu dieser Berufung.

Sportfreund Hans Brückner übergab der ZSK eine mit viel Fleiß und Umsicht zusammengestellte Statistik aller DDR-Meisterschaften und Aufstiegsturniere der Spielmannszüge von 1967 bis zur Gegenwart.

ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION

Seite 3

Stippvisite im Leipziger BFA

Die „Pleißentaler” weiter im Aufwind

Elf neue Klangkörper stießen zu den Spielleuten

Im Bezirk Leipzig ist einiges in Bewegung geraten, schrieben wir vor Jahresfrist. Der umsichtige BFA-Vorsitzende Erwin Dietrich hatte ein Kollektiv um sich geschart, das mit viel Elan und mühevoller Kleinarbeit verlorenes Terrain zurückerobern, den Anschluß an die Spielleutehochburgen finden wollte.

Wie war denn die Ausgangsposition nach der Saison 1978? Der einst so traditionsreiche Spielmannszug von Traktor Taucha vermochte das Abgleiten in die Mittelmäßigkeit nicht zu verhindern, auch der Fanfarenzug von Einheit Pädagogik konnte das Niveau der Sonderklasse nicht halten und stieg ab. Und auch sonst blieben Erfolgsmeldungen, klammert man einmal die brillanten Schalmeienspieler der BSG Zinna aus, sehr sparsam.

Doch schon die 79er Bezirksmeisterschaften verrieten den Aufwind, der zwischen Lumpzig und Mutzschen, Altenburg und Zinna spürbar wurde. Der Vorsitzende des DTSB-Bezirksvorstandes Werner Teichmann kümmerte sich um die Spielleute, hatte stets ein offenes Ohr für die Belange unserer Sportler. Und Horst Dämmig, sein Stellvertreter, hielt stets engen Kontakt zum Bezirksfachausschuß Spielleute. So waren die Voraussetzungen gegeben, um wieder zu einem Aktivposten in der Spielleutebewegung zu werden.

Und die Leipziger beschritten 1979 auf diesem Weg tatsächlich ein erstaunliches Stück. Allein 23 Klangkörper stellten sich zu den Bezirksmeisterschaften. Dies ist beispielhaft für alle Bezirke unserer Republik. Indes macht natürlich Masse noch keine Klasse. Doch auch in dieser Hinsicht übertraf man nicht geringe Erwartungen. Die BSG Zinna distanzierte mit deutlichem Vorsprung (2,45 Punkte) die Elite unserer Schalmeienkapellen und sicherte sich erstmals den DDR-Meistertitel. Der Fanfarenzug von Einheit Pädagogik schaffte mit nicht zu überhörenden Tönen die Rückkehr ins „Oberhaus“ dieses Genres. Sieben Kollektive des Bezirkes Leipzig stiegen 1979 in die nächsthöhere Klasse auf. Auch dies ist beispielgebend.

380 neue Mitglieder stießen im Vorjahr aus diesem Bezirk zur Spielleutebewegung, so daß Leipzig jetzt mit über 1580 aktiven Spielleuten für die Zukunft einiges verspricht. Immerhin bildete man an der Pleiße 11 neue Klangkörper, den Kollektivbestand damit auf 34 aufstockend. Welcher Bezirk hat mehr Klangkörper?

Natürlich verlangt dieser Zuwachs auch nach Übungsleitern. Die Leipziger verließen sich auch hier nicht auf andere und bildeten 1979 fast 100 Übungsleiter aus. Und dies sind die genauen Zahlen: Stufe I: Spielmannszüge 45, Fanfarenzüge 28. Stufe II: Spielmannszüge 12, Fanfarenzüge 5, Stufe III: Spielmannszüge 4. Nachholebedarf hat man zweifellos noch bei den Kampfrichtern, denn mit fünf ausgebildeten Sportfreunden kann man die Anforderungen, die an einen leistungsstarken Bezirk gestellt werden, nicht erfüllen.

„An dem vielen guten Resultaten haben die Sektionen und zahlreiche Funktionäre wie etwa Karl Nonnenmacher aus Zinna oder andere erheblichen Anteil“, urteilte BFA-Vorsitzender Erwin Dietrich. So erfüllten 1979 vier von fünf Spielleuten die Bedingungen für das Sportabzeichen. Dies spricht für die vielseitige Ausbildung zwischen Dübener Heide und Kohrener Land. 6740 Stunden leisteten die Spielleute innerhalb der volkswirtschaftlichen Masseninitiative.

Die Wertschätzung der Spielleutetätigkeit fand durch die Eintragung in das Ehrenbuch des DTSB-Bezirksvorstandes seine äußere Anerkennung innerhalb der Bezirkssportorganisation.

Dem Nachwuchs schenkt man in Leipzig besondere Aufmerksamkeit. So schuf man mit dem Pokalturnier zu Ehren Werner Seelenbinders eine zusätzliche Wettkampfgelegenheit, die für so manchen der acht teilnehmenden Klangkörper neue Erkenntnisse brachte.

Offensichtlich kann man den Leistungszuwachs der Leipziger noch lange nicht als abgeschlossen betrachten. Wie der Beschluß des Sekretariats des DTSB-Bezirksvorstandes „Zur Arbeit mit den Spielleuten des DTSB der DDR im Bezirk Leipzig“ vermuten läßt, wird zwischen Zinna und Lumpzig noch mehr in Bewegung geraten. G. G.

70 Jahre alt

wurde am 19. Februar 1980 unser Hans Brückner, Mitglied der Zentralen Spielleutekommission.

Lieber Hans!

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem 70. Geburtstag übermittle ich Dir im Namen der Abteilung Propaganda/Kultur und der Zentralen Spielleutekommission im Bundesvorstand des DTSB der DDR. Seit frühester Jugend gehören Dein Herz und Deine Aktivität dem Arbeitersport und der lebendigen Bewahrung und Pflege des revölutionären Liedgutes. Hingebungsvoll und zielstrebig hast Du nach der Zerschlagung des Faschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee bis in die Gegenwart als Spielmann, Übungsleiter, Kampfrichter und Funktionär zur Weiterentwicklung der Spielleutebewegung, insbesondere dem Genres Spielmannszüge, beigetragen.

Für die guten Erfolge Deiner langjährigen Arbeit spricht das hohe Ansehen, das Dir die Spielleute entgegenbringen. Anerkennung fanden Dein großes Können, Dein Fleiß und die viele Mühe durch Ehrungen des DTSB der DDR, so der Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille, der höchsten Auszeichnung unserer sozialistischen Sportorganisation.

Wir wünschen Dir, lieber Hans, von ganzem Herzen, daß Du mit der Dir eigenen Energie Deine schwere Erkrankung bald überwindest und genesen zur gewohnten Leistungsfähigkeit zurückfindest.

Dr. HARALD LÖBE, Leiter der Abteilung Propaganda/Kultur des DTSB-Bundesvorstandes

... unsere Olympioniken

(Fortsetzung von Seite 1)

der SED, die herzlichsten Grüße und Glückwünsche des Politbüros des ZK der SED und seines Generalsekretärs Erich Honecker. Die besten Potsdamer Spielleute durften mit eindrucksvollen Fanfarensignalen die Festveranstaltung im Klubhaus der INTERFLUG feierlich eröffnen. Dies verdeutlicht die hohe Wertschätzung, die der Leistungsfähigkeit, der Ausstrahlungskraft unserer Spielleute-Musik, entgegengebracht wird.

Seiten 4 & 5

Vom Satz des Euklid bis zum Notenschlüssel

Bedächtig kommt einher geschritten, 4/3 Pi mal r zur Dritten, hieß einer jener Merksätze, mit denen die Formel zum Berechnen des Kugelvolumens für immer eingeprägt wurde. Sein Geometrieunterricht begeisterte die Schüler. Mittelsenkrechte und Seitenhalbierende, Hypotenusenabschnitt und Kreisbogen, Satz des Pythagoras und Satz des Euklid — Begriffe, Inhalte, die seinen Mädchen und Jungen nicht verschlossen blieben. Dafür sorgte er, der erfahrene Pädagoge.

Die Rede ist von Karl Nonnenmacher, Lehrer an der Zinnaer Oberschule. Und dies seit 1948. Geometrie war sein Wahlfach, sie hatte ihn immer fasziniert, dem Genossen Nonnenmacher. Mathematik erzieht zu logischem Denken, zwingt zur Sachlichkeit. So verlor Karl Nonnenmacher eigentlich selten die Ruhe, schon gar nicht die Übersicht. Bis zu jener Situation vielleicht, vor 18 Jahren. Die LPG hatte für die Zinnaer Jugend Schalmeien besorgt. Aber offensichtlich wußte keiner etwas damit anzufangen, blieb das Interesse für Fußball oder den Tanzboden größer. Da die Instrumente nicht gerade billig waren, suchte man nach einem Ausweg. Die Parteigruppe beschäftigte sich damit, schließlich galt der Jugend ihre besondere Aufmerksamkeit und Förderung.

Kurzerhand wurde der Lehrer beauftragt, sich um die Gründung einer Schalmeienkapelle zu kümmern. Karl Nonnenmacher verstand von vielem etwas, nicht nur von der Mathematik. Doch von der Schalmeie wußte er lediglich, daß es sich bei ihr um ein Blechblasinstrument handelte und in der Arbeitersportbewegung große Traditionen besaß, sonst nichts.

Und trotzdem, Genosse Nonnenmacher fing mit 16 Pionieren an. Die Zinnaer Schalmeienkapelle war gebildet. Am Tage Unterricht, abends Korrigieren von Aufsätzen, Diktaten, Mathearbeiten. Anschließend kniete er sich in die Musik, sollte und wollte er sich kurzfristig die Fähigkeiten zum Lehren des Schalmeienspiels erwerben. Oft brannte bei Nonnenmachers bis weit nach Mitternacht das Licht. Und er schaffte es, eignete sich im Selbstunterricht umfangreiche musikalische Kenntnisse an. Die Notenlehre gehörte dazu. So wurde er der „Macher“ jenes Klangkörpers, der heute in seinem Genres Bester unseres Landes ist.

Zinna, die etwa 800 Seelen zählende Gemeinde an der westlichen Peripherie Torgaus, besteht aus den Ortsteilen Welsau und Zinna. Nahezu jeder elfte Einwohner ist Mitglied der BSG (nicht SG!) Zinna. Wer gewissermaßen gesellschaftsfähig sein will, um einmal diese etwas antiquierte Formulierung anzuwenden, muß dem Klangkörper angehören. Diese schöne Tradition hat sich aus dem einstigen „Parteiauftrag“ entwickelt.

Wie man den Hockeysport unwillkürlich mit Osternienburg, das Federballspiel mit Tröbitz oder den Pferdesport mit Trinwillershagen in Verbindung bringt, ist Zinna landauf und landab durch seine Schalmeienspieler bekannt. Wie war solch eine Entwicklung möglich? „Wir haben eine Fülle von einsatzfreudigen, die Spielleutemusik liebende Sportler“, konstatierte der künstlerische Leiter Karl Nonnenmacher. „Klaus Schneider, unser Stabführer, gehört dazu, aber auch Lothar Stietzel der Sektionsleiter, die Schnabels, der Elektriker Hartwig Buchheim oder die beiden 16jährigen Oberschülerinnen Katharina Rabe und Anette Gernt, um nur einige zu nennen.“ Und nicht zuletzt heben die Zinnaer die sehr gute Unterstützung hevor, die sie von ihrem Trägerbetrieb, der LPG Pflanzenproduktion „Vorwärts“ Zinna und der VEB Landmaschinenbau Torgau erhalten. Überhaupt, die Spielleute gehen in Zinna und Torgau alle an, da finden die Schalmeienspieler hinter jeder Tür offene Ohren. Und dies soll ja nicht überall so sein.

Welch verschworene Truppe die 70 Mitglieder vom jüngsten, der 9jährigen Uta Otto, bis zum ältesten Aktiven (!), dem 30jährigen Gerhard Schnabel, sind, mag diese kleine Begebenheit verdeutlichen. Volker Ketteritzsch, der im Zinnaer Zug groß geworden ist und gegenwärtig als Angehöriger der Hochseefischereiflotte die Weltmeere bereist, nutzt jeden Urlaub, um mit seinen Schalmeienspielern zu trainieren oder aufzutreten. Da kündigte eine Karte aus Las Palmas schon den nächsten gemeinsamen Übungsabend an.

Vor knapp 20 Jahren mußte Karl Nonnenmacher nach Mitwirkenden fast betteln, heute gibt es sogar ein Auswahlprinzip, müssen Neulinge eine Kandidatenzeit durchlaufen. Wer in der Schule plötzlich nachläßt, und dies soll hier und da schon einmal vorkommen, muß das Instrument vorerst in die Ecke stellen. Solche Maßstäbe schaffen natürlich Qualität, verlangen von jeden Disziplin.

Das erste, was in Zinna ein Neuling lernt, sind die Noten. Durchschnittlich drei Monate benötigt Karl Nonnenmacher, um die Anfänger vom Punkt Null bis zum sicheren Beherrschen der Notenwerte, Taktarten usw. zu führen. Aus dem Meister-Klangkörper hat nahezu jeder Dritte die Qualifikation des Übungsleiters. Dies ermöglicht ein effektives Training in kleinsten Gruppen. Für die Pflicht ist Karl Nonnenmacher der verantwortliche Übungsleiter, während Klaus Schneider für die Kür den „Hut auf hat“. Eng bringen die Zinnaer ihren Leistungssprung in musikalischer Hinsicht mit Bodo Clauß in Verbindung. „Bodo hat mit seinen konzertanten Rhythmen, dem dreistimmigen Spiel von Sopran und Bariton, der Schalmeienmusik eine völlig neue Richtung gewiesen, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist“, urteilte Klaus Schneider. In Zinna „rechnet“ man schon wieder. Aber auch die Spielleutebewegung rechnet mit den Zinnaern, braucht das Niveau ihrer Schalmeienklänge.

GÜNTHER GIESSLER

BSG Zinna: DDR-Meister 1979 der Schallmeienkapellen

Stabführer:
Klaus Schneider
Lyra:
Gudrun Gesse
Susanne Tum
Sopran:
Ilona Buchheim
Viola Hoppert
Christian Jahn
Catrin Kirschner
Jörg Kröbel
Bärbel Labetzsch
Peter Matthes
Anke Nitzsche
Gabriele Nitzsche
Uwe Nonnenmacher
Ivor Schneider
Silvia Stößer
Alt:
Anette Gernt
Ines Hentrich
Bettina Mahler
Kerstin Pohl
Katharina Rabe
Rochus Tum
Bariton:
Reiner Bartels
Hartwig Buchheim
Helmut Freude
Ines Gillert
Andreas Glöckner
Gunter Jahn
René Koch
Andreas Meilick
Rolf Müller
Gerhard Schnabel
Harald Scholz
Britta Speer
Andreas Wötzel
Baß:
Steffen Bröse
Steffen Krauße
Michael Kurmann
Detlef Liebisch
Ingbert Rabe
Begleitung:
Gunter Jackl
Mike Schneider
Große Trommel:
Manfred Buchheim
Uwe Ryll
Becken:
Frank Müller
Kleine Trommel:
Holger Grochowy
Mike Hentrich
Manfred Schnabel
Wolfgang Schnabel
Sektionsleiter:
Lothar Stietzel
Künstlerischer Leiter:
Karl Nonnenmacher

Auszeichnungen

  • Zweimal „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“
  • „Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv der DDR“
  • „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“

Sportliche Erfolge

1971: Bezirksmeister
1972: Bezirks-Pokalsieger
1973: Aufstieg zur Sonderklasse und Berufung zu den Weltfestspielen
1974: DDR-Bestenermittlung, 4. Platz
1975: DDR-Bestenermittlung, 2. Platz
1976: DDR-Bestenermittlung, 2. Platz
1977: Berufung zum VI. Turn- und Sportfest der DDR
1978: DDR-Meisterschaften, 2. Platz
1979: DDR-Meisterschaften, 1. Platz und Berufung zum Nationalen Jugendfestival

Die Übungsleiter

Stufe III
Karl Nonnenmacher
Stufe II
Hartwig Buchheim
Manfred Schnabel
Wolfgang Schnabel
Klaus Schneider
Stufe I
Ilona Buchheim
Manfred Buchheim
Gudrun Gesse
Ines Hentrich
Gunter Jahn
Frank Müller
Uwe Nonnenmacher
Uwe Ryll
Gerhard Schnabel
Lothar Stietzel

Klaus Schneider

steht als Stabführer im neunten Jahr an der Spitze des Meister-Klangkörpers BSG Zinna. Der 29jährige ist darüber hinaus auch Hauptstabführer des zentralen Schalmeienorchesters. „Klaus versteht sein Metier wie kaum ein anderer“, lobt Zinnas künstlerischer Leiter Karl Nonnenmacher den Bärtigen, der stets den richtigen Takt angibt.

Seit 1962 widmet Klaus Schneider einen Großteil seiner Freizeit der Spielleutemusik. Er ist auch eine Stütze des Torgauer „Rhythmusteams“, einem Quartett, das niveauvolle Tanzmusik macht. Ansonsten findet man den gelernten Forstfacharbeiter im Wald, wo er mehrmals ausgezeichneter Leiter einer Holzeinschlagbrigade ist.

Sektionsleiter Lothar Stietzel:

Ziel: Meister bleiben

  • Ausgerechnet der Sektionsleiter kommt nicht aus Zinna, sondern aus Süptitz?

„Nun ja, ich wohne zwar seit Jahren in Süptitz, bin aber geborener Zinnaer. Und dann bin ich schließlich im Trägerbetrieb beschäftigt.“

  • Als was?

„Ich arbeite in der LPG als Mechanisator in der Pflanzenproduktion.“

  • Welche Aufgaben hat ein Sektionsleiter in solch einem erfolgreichen Klangkörper?

„Er ist eines der vielen Rädchen aus dem Getriebe, das solche Leistungen ermöglicht, mehr nicht. Ich halte natürlich besonderen Kontakt zu jeden einzelnen und mache bei unseren Jüngsten auch Hausbesuche, um die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren, bebestimmte Erziehungsaufgaben abzustimmen.“

  • Ihr habt ein Punktsystem entwickelt, nach dem die Prüfungen für Übungsleiter der Stufe I abgenommen werden?

„Ja. Hier ist die Höchstpunktzahl mit 80 Zählern fesgelegt.“

  • Was hat sich Zinna für 1980 vorgenommen?

„Natürlich den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen.“

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