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Der Tambour/Ausgabe 1978 02: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Nachwuchs dankte mit vielen guten Leistungen ===
[[Datei:DerTambour1978-2-3-1.png|mini|'''DER SPIELMANNSZUG DER SG OBERLICHTENAU''' feierte sein 25jähriges Jubiläum. Die verdienstvollen Jubilare durften zu ihrer Festveranstaltung, an der über 5000 Zuschauer teilnahmen, die Glückwünsche von zahlreichen Spielleuten aus allen Teilen der Republik in Empfang nehmen. Hier gratuliert Horst Müller (links) vom Fanfarenzug der BSG Einheit Pädagogik Leipzig dem Sektionsleiter der SG Oberlichtenau, Kurt Guhr.]]Knapp vier Jahre ist es her, als mit der Neubildung der Zentralen Spielleutekommission auch eine Kommission Nachwuchs ins Leben gerufen wurde. Die Aufgabe war klar umrissen: Der weiteren Entwicklung im Kinder- und Jugendbereich in unserer Spielleutevereinigung sollte künftig noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Trainingslager des Sommers 1974 in Weißwasser des ebenfalls neugegründeten Zentralen Nachwuchsspielmannszuges des DTSB der DDR stabilisierte sich die Kommission Nachwuchs. Ihr gehörten an:
<br />Rolf Lorenz, Vorsitzender der Kommission,
<br />Wolfgang Kunde, Stellvertreter für Kultur und Bildung,
<br />Paul Müller, Stellvertreter für Organisation,
<br />Wolfgang Krätzig, Leiter des Zentralen Nachwuchsspielmannszuges,
<br />Fritz Hippe, Wettkampfverantwortlicher,
<br />Bernd Neumann, verantwortlicher Übungsleiter.
Kernstück des Programmes, das man sich in Weißwasser aufstellte, war die Verbesserung der politisch-ideologischen Erziehung und die Ausbildung auf musikalisch-technischem Gebiet. Dazu gehörten:
* Stabilisierung des zentralen Wettkampfsystems
* Aktivierung der zentralen Trainingslager durch neue, attraktivere Ausbildungsformen
* Schaffung einer einheitlich ausgebildeten Übungsleitergruppe (ZÜG)
* Bessere Ausbildung von leistungsschwächeren Kollektiven aus unteren Klassen in zusätzlichen Trainingslagern
Die Festigung des Zentralen Pionierspielmannszuges zu einem repräsentativen Klangkörper des DTSB der DDR gehörte ebenfalls zu den wichtigsten Vorhaben der Kommission Nachwuchs. Einige Kollektive standen anfangs dem Zentralen Nachwuchsspielmannszug skeptisch gegenüber. Heute gehören die Kollektive der gesamten Sonderklasse und nicht wenige der Leistungsklasse I zu diesem zentralen Klangkörper.
Grundvoraussetzungen für eine einheitliche Aus- und Weiterbildung waren in erster Linie die gute Zusammenarbeit mit allen Kollektivleitern, die Bildung von Pionier- und FDJ-Aktiven zur Stabilisierung des Wettbewerbs, die Teilnahme an allen zentralen Trainingslagern und die Einsicht aller Aktiven, daß eine einheitliche Ausbildung durch die ZÜG erfolgen muß.
Daraus erwuchs die Forderung von zentralen Leistungsvergleichen. Das Wettkampfgeschehen mußte den Bedingungen des Nachwuchses angepaßt werden. Gingen beim ersten zentralen Wettkampf der Leistungsklasse I im Mai 1974 nur sechs von zehn berufenen Kollektiven an den Start, brachten die DDR-Meisterschaften der Nachwuchsspielmannszüge 1974 in Weißwasser den ersten Höhepunkt und auch die ersten spürbaren Fortschritte durch unsere Arbeit. Acht Klangkörper bewiesen ihr gestiegenes Leistungsvermögen. Auch für die Kinder konnte ein attraktiver Wettbewerb gestaltet werden. 1976 stellten das  Aufstiegsturnier in Oelsnitz und die DDR-Meisterschaften in Lübbenau unter Beweis, daß die Nachwuchsspielmannszüge das Niveau der Erwachsenen ereicht hatten. Solche Wettbewerbe wie das Fritz-Weineck-Pokalturnier in Oberhof, der Wilhelm-Pieck-Pokal in Dessau oder der Wettstreit um den Pokal des Oberbürgermeisters von Nordhausen, boten den Nachwuchskollektiven aller Klassen jene Vergleichsmöglichkeiten, die sie zu ihrer Leistungssteigerung unbedingt benötigten.
Natürlich war auch für uns die Vorbereitung auf das „VI.“ und das „VI.“ dann selbst Höhepunkt der zurückliegenden Periode. In Trainingslagern in Sömmerda, Oelsnitz, Groß-Köris, Rerik und Leipzig fanden wir zu jenem zum „VI.“ gezeigten Können, für das wir uns in den -zig Trainingsstunden im Heimatort die Grundlage holten. Welchen Gewinn man aus Trainingslagern ziehen kann, welche Fortschritte in musikalischer und choreographischer Hinsicht hier erreichbar sind, verdeutlichen die Kollektive von Erdöl Schwedt, Aufbau Brandenburg und Turbine Golzow, die der Leistungsklasse II angehörend, 1975 die Gelegenheit zur Nachberufung in die Leistungsklasse I erhielten. Diese nutzten sie und stiegen ein Jahr später in Oelsnitz sogar in die Sonderklasse auf.
Nachwuchskollektive waren und sind natürlich ständig der Gefahr der Überalterung ausgesetzt. Vor Jahren war dies gleichbedeutend mit Disqualifikation und Abstieg in die Allgemeine Klasse verbunden. Dieses Kollektiv kam aus eigener Kraft kaum wieder nach oben. Die Kommission Nachwuchs erarbeitete eine Vorlage für die Zentrale Spielleutekommission, die dieses Dilemma beseitigen sollte. So wurde die Wettkampfordnung so geändert, daß jene Nachwuchskollektive der Sonderklasse und Leistungsklasse I jetzt einen befristeten Rückstufungsantrag stellen können. Dadurch sind sie in der Lage, Komplikationen, die innerhalb eines Jahres in der Altersstruktur auftreten, wieder wettzumachen.
In Vorbereitung auf das „VI.“ wurden Kollektive der Leistungsklasse II mit einbezogen, die zum Sportfest selbst eine musikalische Weiterbildung und zentrale Einsätze absichern sollten. Leider fehlten in der unmittelbaren Vorbereitung die Übungsleiter, da sie als Aktive an der Musikschau bzw. Musikparade teilnahmen. Dies war für die Kollektive der Leistungsklasse bedauerlich. Hier gilt es schnellstens den Anschluß zu finden. Sicherlich auch ein verantwortungsvolles Betätigungsfeld für unsere Kommission.
Dies soll in groben Zügen eine öffentliche Rechenschaftslegung der Tätigkeit der Kommission Nachwuchs sein. Hier noch jene Funktionäre, denen ein besonderes Verdienst für die erfolgreiche Arbeit im Nachwuchsbereich zukommt:
<br />Elke Hillebrand
<br />Hans Günnel
<br />Fritz Hippe
<br />Peter Jürkel
<br />Manfred Krätzig
<br />Wolfgang Kunde
<br />Rolf Lorenz
<br />Paul Müller
<br />Bernd Neumann
<br />Reinhard Schramm
Diesen Sportfreunden, aber auch den Mitgliedern der zentralen Übungsleitergruppe, schulden wir Dank.
'''Kommission Nachwuchs'''
=== Sektor mit neuer Telefonnummer ===
Ab sofort ist der Sektor Spielleute im Bundesvorstand des DTSB der DDR, 1055 Berlin, Storkower Straße 118, unter folgenden neuen Telefonnummern zu erreichen:
'''4384470'''<br />'''4384484'''


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Version vom 10. April 2026, 10:06 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Februar 1978
Nummer: 2/78
Erschienen: 02/1978
Jahrgang: 11
Seiten: 8
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Die Großröhrsdorfer bereiten sich gewissenhaft vor
4 Ausschreibungen für zentrale Wettkämpfe verschiedener Genres
3 Nachwuchs dankte mit vielen guten Leistungen

Schwedter Töne klingen richtig

Spielleute nutzen Wahlbewegung zu neuem Schwung

DIE LYRA, Klangstabglockenspiel und eines der traditionsreichsten Instrumente der Spielleutebewegung überhaupt, genießt beim Publikum und natürlich auch bei den Spielleuten eine besondere Wertschätzung.

Wenn Orte aufgezählt werden, in denen sich die Spielleutebewegung seit Jahrzehnten auf große Traditionen berufen kann, bliebe Schwedt mit Sicherheit ungenannt. In wenigen Tagen, am 1. März genau, feiert der Spielmannszug von Chemie PCK Schwedt erst sein vierjähriges Bestehen. Sicherlich noch kein Grund für eine Laudatio. Und trotzdem Grund genug, Bilanz zu ziehen. Die Schwedter Spielleute taten dies auch in ihrer Wahlversammlung. Eine Rechenschaftslegung, die — wie wir noch sehen werden — viel Erfreuliches zutage förderte, in der aber auch die Augen vor jenem nicht verschlossen wurden, das den Chemikern am Rande der Uckermark im Wege stand, um vielleicht noch bessere Resultate zu erzielen. Und dann sprach es auch für die Schwedter, daß sie sich nicht lange beim Bilanzieren aufhielten, sondern die neuen Aufgaben absteckten. Aufgaben, die sich würdig in die „Sportstafette DDR 30“ zu Ehren des 30. Jahrestages unserer Republik einreihen. Doch gehen wir der Reihe nach.

Mit 27 Spielleuten fingen die Schwedter 1974 an. Heute zählt die Sektion mit 95 Aktiven nahezu das Vierfache an Mitgliedern. Nach einjährigem Bestehen hatten sich schon die serten Erfolge eingestellt. Der Spielmannszug des PCK Schwedt gewann die Bezirksmeisterschaft Frankfurt/Oder und belegte beim „Pokal der Freundschaft“ den zweiten Platz. 1976 gelang in Oelsnitz sogar der Aufstieg zur Sonderklasse. Und daß die sehr gute Arbeit der Schwedter nicht unbemerkt blieb, bewies die Berufung von 60 Spielleuten in den Übungsverband Musikschau des VI. Turn- und Sportfestes der DDR 1977 in Leipzig.

An der Oder hört man immer wieder die Namen Wittchen,

Fortsetzung auf Seite 2

Seite 2

OHNE FLEISS KEIN PREIS! Ausschnitte aus dem Übungsprogramm eines Schalmeienorchesters im Trainingslager.

WAHL-NOTIZEN

Am 25. Februar beginnen die Bezirksdelegiertenkonferenzen der Sportverbände mit der Wahl der Bezirksfachausschüsse.

Im Bezirk Magdeburg strebt man in diesem Jahr an, daß jedes Kollektiv mindestens über vier Übungsleiter und zwei Kampfrichter verfügt.

Die Spielleute des Bezirkes Frankfurt/Oder wollen alljährlich die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllen.

Der Spielmannszug von MK Ziegelrode stellte auf seiner Wahlversammlung ein neues Wettbewerbsprogramm auf, das unter anderen die erfolgreiche Verteidigung des Titels „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“ zum Inhalt hat.

Die Sektion Spielleute der BSG Motor Werdau beschloß, 1975 zehn Aktive zum Übungsleiter der Stufe I auszubilden.

Der Fanfarenzug von Motor Werdau will mit den Fanfarenzügen von Fortschritt Teichwolframsdorf und dem Pionierhaus Hoyerswerda Patenschaftsverträge über gegenseitige Unterstützung und kontinuierlichen Erfahrungsaustausch abschließen.

Zentrale Wettkämpfe der Nachwuchsspielleute

Großröhrsdorf bereitet sich gewissenhaft vor

Rödertaltreffen waren stets Höhepunkte/Pionieraktivs sollten Kurzbiographien anfertigen / Eröffnungsveranstaltung am 12. Mai / Wolfgang Kunde übernimmt Ansage im Stadion

Seit über einem Jahr laufen in Großröhrsdorf die Vorbereitungen für die zentralen Wettkämpfe der Nachwuchsspielleute, dem Aufstiegsturnier und der DDR-Meisterschaft 1978. Rührige Vertreter der Stadt und des Gemeindeverbandes Großröhrsdorf beraten monatlich, wie sie für die jungen Spielleute aus allen Teilen der Republik den Wettkampf zum Höhepunkt des 78er Jahres, zum gesellschaftlichen Höhepunkt im Rödertal gestalten können.

Ein Blik in die Protokolle des Organisationsbüros verrät, daß sich die Großröhrsdorfer sehr viel vorgenommen haben. Von der Eröffnungsveranstaltung am Freitagabend, dem 12. Mai, bis zur stimmungsvollen Abschlußfeier am Sonnabend, dem 13. Mai, halten die Großröhrsdorfer eine ganze Masse Überraschungen bereit. Da ich selbst als aktiver Spielmann an zwei Rödertaltreffen teilnahm, kann ich versichern, daß stets alles, was die Großröhrsdorfer versprachen, gehalten wurde.

Die Wettkämpfe sind so gelegt, daß je eine Klasse die Möglichkeit hat, den Wettstreit der anderen mitzuerleben. Die Siegerehrung findet dann gemeinsam statt. Noch ein Wort zum Rahmen der Veranstaltung. Jeder weiß, wie wichtig die Ansage zur Atmosphäre, dem reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe beiträgt. In Großröhrsdorf wird der ehemalige Leiter des Teilverbandes Nachwuchs, Wolfgang Kunde, den Stadionsprecher machen. Für die Wirksamkeit seiner Arbeit ist es ausschlaggebend, daß er von jedem Kollektiv die Kurzbiographien bekommt, die zum Vorstellen der Spielleute ja unbedingt notwendig sind. Dies liegt nicht zuletzt im Interesse jedes einzelnen Wettkampfteilnehmers. Für die Pionieraktive tut sich hier ein weiteres Betätigungsfeld auf, das unter Berücksichtigung der in den Ausschreibungen festgelegten Meldetermine genutzt werden sollte. Bei Terminverzug erfolgt Punktabzug in der Strafskala der Wertung (die Ausschreibungen wurden termingerecht den einzelnen Kollektiven zugestellt!).

Rolf Lorenz, Vorsitzender der Kommission Nachwuchs

Schwedter Töne klingen richtig

Fortsetzung von Seite 1

Edelhoff, Neumann und Röglin, wenn man nach den Ursachen der erstaunlichen Entwicklung fragt. Doch auch Heike Schreiber, Ronald Fischer, Andrea Paschke, Heike Ziegler und Harry Auerbach sowie Iris Schakowski, Simone Huke und Anette Walter, die sich an der Patenschule um den Nachwuchs bemühen, verdienen genannt zu werden.

Unzufrieden sind die Schwedter vor allem mit ihrer Wirksamkeit im Bezirk. Da gibt es noch erhebliche Reserven, meinen sie. So unterschätzten bisher einige offensichtlich die Einsätze bei „kleineren Veranstaltungen“ und blieben dem Auftritt einfach fern. Auch die Beteiligung an den Übungsstunden könnte noch besser sein. Bezeichnenderweise sind es immer wieder dieselben, die das regelmäßige Trainieren nicht so ernst nehmen wie die meisten Mitglieder des Spielmannszuges. Noch effektiveres Arbeiten verspricht man sich durch die Tätigkeit des Übungsleiterkollektivs. Auch hier gab es Anlaß zu kritischen Worten während der Wahlversammlung. Ebenso zum Wirken des FDJ- und Pionieraktivs, das noch unter seinen Möglichkeiten bleibt.

Im bevorstehenden Wettkampfjahr möchten die Schwedter in vielerlei Hinsicht einen Leistungssprung machen. Höheres Trainingsniveau und größere Trainingsintensität bilden die Grundlage dieses Vorhabens. So wird zweimal in der Woche und vor wichtigen Wettkämpfen gar dreimal trainiert. Erstmals will man auch im Erwachsenenbereich starten und das Erwachsenen-Kollektiv bis 1979 auf 30 Spielleute erweitern, die Massenbasis also vergrößern. Natürlich werden die Schwedter nicht „nur“ „Musik machen“, sondern Wert auf eine allgemeine, regelmäßige sportliche Betätigung legen. 1977 erfüllten 66 von 95 Sektionsmitgliedern die Bedingungen für das Sportabzeichen; in diesem Jahr wollen alle das Sportabzeichen erwerben. Dazu ist zusätzliches Training vonnöten, zumal sich nicht jeder mit Bronze zufrieden geben will. Große Bedeutung mißt man der Ausbildung von Übungsleitern bei, da hier der Schlüssel zu weiteren Leistungssteigerungen zu suchen ist. Sechs neue Übungsleiter der Stufe I sowie je einen der Stufe II bzw. III sollen bis Jahresende die erforderliche Qualifikation erreicht haben.

Die Spielleute schlossen sich dem Wettbewerb der Betriebssportgemeinschaft und des Bezirksfachausschusses an. Außerdem beteiligen sich die Schwedter am Wettbewerb um das Ehrenbanner des Zentralen Nachwuchsspielmannszuges des DTSB der DDR „Fritz Weineck“. Die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Spielleute an der 4. Polytechnischen Oberschule in Schwedt wird erweitert und an der 11. POS eine neue AG gebildet. Dies alles sind natürlich nur Fragmente aus einer Fülle von Dingen, die sich die Schwedter vorgenommen haben. Zu gegebener Zeit werden wir bei den Spielleuten des Petrolchemischen Kombinates wieder hineinschauen, um zu sehen, wie gut man in Schwedt weiter vorangekommen ist.

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Nachwuchs dankte mit vielen guten Leistungen

DER SPIELMANNSZUG DER SG OBERLICHTENAU feierte sein 25jähriges Jubiläum. Die verdienstvollen Jubilare durften zu ihrer Festveranstaltung, an der über 5000 Zuschauer teilnahmen, die Glückwünsche von zahlreichen Spielleuten aus allen Teilen der Republik in Empfang nehmen. Hier gratuliert Horst Müller (links) vom Fanfarenzug der BSG Einheit Pädagogik Leipzig dem Sektionsleiter der SG Oberlichtenau, Kurt Guhr.

Knapp vier Jahre ist es her, als mit der Neubildung der Zentralen Spielleutekommission auch eine Kommission Nachwuchs ins Leben gerufen wurde. Die Aufgabe war klar umrissen: Der weiteren Entwicklung im Kinder- und Jugendbereich in unserer Spielleutevereinigung sollte künftig noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Trainingslager des Sommers 1974 in Weißwasser des ebenfalls neugegründeten Zentralen Nachwuchsspielmannszuges des DTSB der DDR stabilisierte sich die Kommission Nachwuchs. Ihr gehörten an:


Rolf Lorenz, Vorsitzender der Kommission,
Wolfgang Kunde, Stellvertreter für Kultur und Bildung,
Paul Müller, Stellvertreter für Organisation,
Wolfgang Krätzig, Leiter des Zentralen Nachwuchsspielmannszuges,
Fritz Hippe, Wettkampfverantwortlicher,
Bernd Neumann, verantwortlicher Übungsleiter.

Kernstück des Programmes, das man sich in Weißwasser aufstellte, war die Verbesserung der politisch-ideologischen Erziehung und die Ausbildung auf musikalisch-technischem Gebiet. Dazu gehörten:

  • Stabilisierung des zentralen Wettkampfsystems
  • Aktivierung der zentralen Trainingslager durch neue, attraktivere Ausbildungsformen
  • Schaffung einer einheitlich ausgebildeten Übungsleitergruppe (ZÜG)
  • Bessere Ausbildung von leistungsschwächeren Kollektiven aus unteren Klassen in zusätzlichen Trainingslagern

Die Festigung des Zentralen Pionierspielmannszuges zu einem repräsentativen Klangkörper des DTSB der DDR gehörte ebenfalls zu den wichtigsten Vorhaben der Kommission Nachwuchs. Einige Kollektive standen anfangs dem Zentralen Nachwuchsspielmannszug skeptisch gegenüber. Heute gehören die Kollektive der gesamten Sonderklasse und nicht wenige der Leistungsklasse I zu diesem zentralen Klangkörper.

Grundvoraussetzungen für eine einheitliche Aus- und Weiterbildung waren in erster Linie die gute Zusammenarbeit mit allen Kollektivleitern, die Bildung von Pionier- und FDJ-Aktiven zur Stabilisierung des Wettbewerbs, die Teilnahme an allen zentralen Trainingslagern und die Einsicht aller Aktiven, daß eine einheitliche Ausbildung durch die ZÜG erfolgen muß.

Daraus erwuchs die Forderung von zentralen Leistungsvergleichen. Das Wettkampfgeschehen mußte den Bedingungen des Nachwuchses angepaßt werden. Gingen beim ersten zentralen Wettkampf der Leistungsklasse I im Mai 1974 nur sechs von zehn berufenen Kollektiven an den Start, brachten die DDR-Meisterschaften der Nachwuchsspielmannszüge 1974 in Weißwasser den ersten Höhepunkt und auch die ersten spürbaren Fortschritte durch unsere Arbeit. Acht Klangkörper bewiesen ihr gestiegenes Leistungsvermögen. Auch für die Kinder konnte ein attraktiver Wettbewerb gestaltet werden. 1976 stellten das Aufstiegsturnier in Oelsnitz und die DDR-Meisterschaften in Lübbenau unter Beweis, daß die Nachwuchsspielmannszüge das Niveau der Erwachsenen ereicht hatten. Solche Wettbewerbe wie das Fritz-Weineck-Pokalturnier in Oberhof, der Wilhelm-Pieck-Pokal in Dessau oder der Wettstreit um den Pokal des Oberbürgermeisters von Nordhausen, boten den Nachwuchskollektiven aller Klassen jene Vergleichsmöglichkeiten, die sie zu ihrer Leistungssteigerung unbedingt benötigten.

Natürlich war auch für uns die Vorbereitung auf das „VI.“ und das „VI.“ dann selbst Höhepunkt der zurückliegenden Periode. In Trainingslagern in Sömmerda, Oelsnitz, Groß-Köris, Rerik und Leipzig fanden wir zu jenem zum „VI.“ gezeigten Können, für das wir uns in den -zig Trainingsstunden im Heimatort die Grundlage holten. Welchen Gewinn man aus Trainingslagern ziehen kann, welche Fortschritte in musikalischer und choreographischer Hinsicht hier erreichbar sind, verdeutlichen die Kollektive von Erdöl Schwedt, Aufbau Brandenburg und Turbine Golzow, die der Leistungsklasse II angehörend, 1975 die Gelegenheit zur Nachberufung in die Leistungsklasse I erhielten. Diese nutzten sie und stiegen ein Jahr später in Oelsnitz sogar in die Sonderklasse auf.

Nachwuchskollektive waren und sind natürlich ständig der Gefahr der Überalterung ausgesetzt. Vor Jahren war dies gleichbedeutend mit Disqualifikation und Abstieg in die Allgemeine Klasse verbunden. Dieses Kollektiv kam aus eigener Kraft kaum wieder nach oben. Die Kommission Nachwuchs erarbeitete eine Vorlage für die Zentrale Spielleutekommission, die dieses Dilemma beseitigen sollte. So wurde die Wettkampfordnung so geändert, daß jene Nachwuchskollektive der Sonderklasse und Leistungsklasse I jetzt einen befristeten Rückstufungsantrag stellen können. Dadurch sind sie in der Lage, Komplikationen, die innerhalb eines Jahres in der Altersstruktur auftreten, wieder wettzumachen.

In Vorbereitung auf das „VI.“ wurden Kollektive der Leistungsklasse II mit einbezogen, die zum Sportfest selbst eine musikalische Weiterbildung und zentrale Einsätze absichern sollten. Leider fehlten in der unmittelbaren Vorbereitung die Übungsleiter, da sie als Aktive an der Musikschau bzw. Musikparade teilnahmen. Dies war für die Kollektive der Leistungsklasse bedauerlich. Hier gilt es schnellstens den Anschluß zu finden. Sicherlich auch ein verantwortungsvolles Betätigungsfeld für unsere Kommission.

Dies soll in groben Zügen eine öffentliche Rechenschaftslegung der Tätigkeit der Kommission Nachwuchs sein. Hier noch jene Funktionäre, denen ein besonderes Verdienst für die erfolgreiche Arbeit im Nachwuchsbereich zukommt:
Elke Hillebrand
Hans Günnel
Fritz Hippe
Peter Jürkel
Manfred Krätzig
Wolfgang Kunde
Rolf Lorenz
Paul Müller
Bernd Neumann
Reinhard Schramm

Diesen Sportfreunden, aber auch den Mitgliedern der zentralen Übungsleitergruppe, schulden wir Dank.

Kommission Nachwuchs

Sektor mit neuer Telefonnummer

Ab sofort ist der Sektor Spielleute im Bundesvorstand des DTSB der DDR, 1055 Berlin, Storkower Straße 118, unter folgenden neuen Telefonnummern zu erreichen:

4384470
4384484

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