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Der Tambour/Ausgabe 1977 02: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Vereinbarung ===
'''zwischen dem Übungsverband „Musikschau des DTSB der DDR“ und dem „Sportfestverband der FDJ“ zur politischen und künstlerischen Vorbereitung der Teilnehmer für die Abschlußveranstaltung des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR'''
Die Leitungen und Mitglieder des Übungsverbandes „Musikschau des DTSB der DDR“ und des „Sportfestverbandes der FDJ“ konzentrieren sich in ihrer politisch-künstlerischen Arbeit auf die weitere Erhöhung der Effektivität bei der kommunistischen Erziehung und der künstlerischen Aussagekraft ihrer Programme. Auf der Grundlage der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED entwickeln sie vielseitige Initiativen zur weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der DDR.
Entsprechend zentraler Beschlüsse und in kameradschaftlichem Zusammenwirken beteiligen sich die Mitglieder beider Verbände aktiv an der Vorbereitung und Durchführung des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR. Sie leisten damit einen würdigen Beitrag zu Ehren des 60. Jahrestages des Roten Oktobers.
Ausgehend von der jeweils künstlerischen Aufgabenstellung zur Mitwirkung an der Abschlußveranstaltung ist es für die Mitglieder beider Verbände Ehrensache, durch hohe Leistungen und Disziplin die gewachsene Leistungsstärke zum Ausdruck zu bringen und die Möglichkeit gemeinsamer Auftritte von  Blasmusikformationen des DTSB der DDR und der FDJ zu demonstrieren.
Zur weiteren Vorbereitung auf die Teilnahme an den Festtagen in Leipzig wird folgendes vereinbart:
# Beide Verbände tauschen bisherige Erfahrungen der politisch-ideologischen und künstlerischen Arbeit aus und beraten Maßnahmen zur bestmöglichen Vorbereitung aller Teilnehmer auf die Abschlußveranstaltung des VI. Turn- und Sportfestes der DDR. Sie konzentrieren sich dabei auf Erfahrungen zur Befähigung der Leitungen der teilnehmenden Kollektive. Besondere Beachtung ist der Stärkung der FDJ-Aktivarbeit zu widmen. Das Auftreten von Leitungsfunktionären und künstlerischen Leitern in den Kollektiven wird differenziert festgelegt.
# Während der Durchführung von Vorbereitungslehrgängen im Mai und Juli sind geeignete Veranstaltungen zu organisieren, die die Leitungen und Mitglieder beider Verbände näherbringen.
# Am 13. Mai 1977 wird es während des Vorbereitungslehrganges des Zentralen Musikkorps der FDJ und der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ ein Zusammenspiel mit Übungsleitern des DTSB der DDR geben, die für die Einstudierung des Repertoires der Abschlußveranstaltung im Übungsverband „Musikschau des DTSB der DDR“ verantwortlich sind. Dazu ist ein gesonderter Plan zu erarbeiten.
# Im April 1977 werden durch die Leitungen beider Verbände Möglichkeiten der Nutzung gemeinsamer Freizeitveranstaltungen während der Durchführung der Vorbereitungslehrgänge im Juli beraten.
# Der Inhalt dieser Vereinbarung ist in geeigneter Form den Mitgliedern beider Verbände zu erläutern und in den Mitteilungsblättern „der tambour“ und „Unser kleiner Trompeter“ zu veröffentlichen.
# Im Anschluß an das VI. Turn- und Sportfest der DDR werden die Erfahrungen der Arbeit mit dieser Vereinbarung gemeinsam ausgewertet Sie bilden gegebenenfalls die Grundlage für weitere Schritte der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Blasmusik zwischen dem DTSB der DDR und der FDJ.
Berlin, 31. März 1977
Für den Übungsverband „Musikschau des DTSB der DDR“
Rainer Eidenschink,<br />Leiter des Übungsverbandes
Rolf Lorenz,<br />Leiter des Gestalterkollektivs
Für den Sportfestverband der FDJ
Rüdiger Höfig,<br />Leiter des Stabes des ZMK und des Sportfestverbandes der FDJ
Generalmusikdirektor<br />H. Helmut Hunger,<br />künstlerischer Leiter des ZMK
[[Datei:DerTambour1977-2-3-1.png|mini|'''BEGEISTERUNGSSTÜRME''' löste unter den 100 000 Zuschauern beim „V.“ die Musikschau der Spielleute des DTSB der DDR aus. 1680 Mitwirkende waren 1969 beim ersten selbständigen Auftritt der Spielleute dabei. Foto: Woldt]]
=== Speisepläne bereits komplett aufgestellt ===
Umfangreiche Vorbereitung treffen zur Zeit die Mitarbeiter der Handelsorgane und der Produktionsbetriebe der Turnfeststadt für die Versorgung der Teilnehmer des „VI.“, der Gäste und der Einwohner Leipzigs. So werden über 500 Einrichtungen zusätzlich zum Handelsnetz vorbereitet. In 45 Gaststätten, Werkküchen, Mensen und sieben Freiluftgaststätten wird es während der Festtage täglich 61 500 Portionen warmes Essen geben. Die gleiche Anzahl Verpflegungsmittel stellt man jeden Tag in 93 Ausgabestellen bereit.
Schon jetzt sind die 19 Speisepläne perfekt, die entsprechend dem unterschiedlichen Alter der Teilnehmer ausgearbeitet wurden. Beispielsweise wird es am 26. Juli mittags eine Roulade mit Kartoffeln und Gemüse geben. In jedem Gemeinschaftsquartier befindet sich eine Verkaufsstelle mit Waren des täglichen Bedarfs. Die sieben Freiluftgaststätten, die pro Tag 18 000 Portionen verabreichen sollen, werden von „Handelsleuten“ aus sieben Bezirken der DDR betreut.
Dabei entsprechen Ausstattung und Angebot dem Charakter des jeweiligen Bezirkes. „Potsdamer Kaffeegarten“, „Halle-Basar“ oder „Leipziger Rosenthal.“ sind einige der Namen. Diese Sondergaststätten stehen in den Nachmittags- und Abendstunden der Leipziger Bevölkerung sowie den Gästen zur Verfügung. Kultur- und Sportgruppen der Bezirke sorgen für gute Laune. Für die durstigen Kehlen werden in Betriebsküchen und mit Unterstützung der NVA u. a. 120 000 Liter Tee zubereitet.
=== Michael Leonhardt ===
[[Datei:DerTambour1977-2-3-2.png|mini|279x279px]]
wurde mit Wirkung vom 1. März 1977 zum amtierenden Leiter des Sektors Spielleute beim Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Der 30jährige Ingenieur für Maschinenbau gehörte drei Jahre der Kommission Spielmannszüge Erwachsene an und ist bereits seit August des vergangenen Jahres hauptamtlicher Mitarbeiter im Sektor Spielleute. Genosse Leonhardt wurde 1967 Mitglied der Partei der Arbeiterklasse.


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Version vom 25. März 2026, 15:54 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Mai 1977
Nummer: 2/77
Erschienen: 05/1977
Jahrgang: 10
Seiten: 8
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

3 Speisepläne sind bereits komplett aufgestellt
4 Aufstellungsformen für die diesjährigen Bezirkstitelkämpfe
6 Zwischen OP-Saal und einen „aufs Fell ziehen“

Gemeinsam im Finale

Bedeutsame Vereinbarung über Zusammenarbeit der Klangkörper des DTSB der DDR und der FDJ wirkt weit über das VI. Turn- und Sportfest hinaus

In der Vergangenheit musizierte — aus welchen Gründen auch immer — jeder für sich allein. Gemeint sind die Klangkörper des DTSB der DDR und die unseres sozialistischen Jugendverbandes. Vor Beginn der letzten Vorbereitungsphase auf das „VI.“ wurde nun in Berlin eine Vereinbarung über das Zusammenwirken des Übungsverbandes Musikschau und des Sportfestverbandes der FDJ beim Finale des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR unterzeichnet, die weit über das „VI.“ hinaus wirkt und neue Maßstäbe für die künftige Arbeit setzt (auf Seite 3 ist der Wortlaut der Vereinbarung abgedruckt).

Nachdem das zweite Bild der festlichen Abschlußveranstaltung im Leipziger Zentralstadion von einer 15minütigen Musikparade der Spielleute gestaltet wird, beschließen mit dem siebenten Bild 1200 Spielleute des DTSB und 2000 Mitwirkende des zentralen

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Aktivtagung des Übungsverbandes Musikschau

Auf die Spielleute kann man bauen

DTSB-Vizepräsident Johannes Rech: Spielleute bereiten mit Freude, Liebe und Optimismus das „VI.“ vor

Im Plenarsaal des Leipziger Neuen Rathauses berieten am 23. April die Leitungen der zum „VI.“ berufenen Kollektive, das Führungsgremium des Übungsverbandes Musikschau und weitere verdienstvolle Funktionäre der Spielleutebewegung den gegenwärtigen Vorbereitungsstand auf die Festtage in Leipzig und steckten die Aufgaben für die letzte Phase der Vorbereitung auf das bisher größte Ereignis unserer sozialistischen Körperkultur und des Sports ab.

NUR NOCH WENIGE WOCHEN verbleiben bis zum Beginn des bisher größten nationalen Ereignisses unseres sozialistischen Sports. Hier eine Erinnerung an die Eröffnung der Sportschau beim V. Turn- und Sportfest der DDR vor acht Jahren im Leipziger Zentralstadion. In der ersten Reihe haben die Spielleute auf dem Riesenteppich Aufstellung genommen. Foto: Naumann

Mit herzlichem Beifall wurden zahlreiche Ehrengäste begrüßt, an der Spitze die Vizepräsidenten des DTSB der DDR, Bernhard Orzechowski und Johannes Rech, der Leiter des Orgbüros des „VI.“, Willi Lehmann, die Parteisekretäre der acht Patenbetriebe unseres Übungsverbandes, die Direktoren der 14 Schulen, in denen wir die Gemeinschaftsquartiere haben werden und Täve Schur, der zweifache Exweltmeister im Straßenradsport.

„Das Referat des Leiters des Übungsverbandes Musikschau, Genossen Rainer Eidenschink, und die in einer sachlich-kritischen, schöpferischen Atmosphäre geführten Diskussion bewiesen, daß die Spielleute mit Freude, Liebe, Optimismus und großer Einsatzbereitschaft das VI. vorbereiten“, schätzte Johannes Rech in seinem vielbeachteten Schlußwort ein. Er sprach den ehrenamtlichen Funktio-

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Klasseneinteilung der Fanfarenzüge

SONDERKLASSE

Greika Greiz
Stahl Hettstedt
Einheit Pädagogik Leipzig
Lok Nordhausen
Dynamo Potsdam
Teichwolframsdorf

LEISTUNGSKLASSE

Dynamo Nordwest Berlin
Tiefbau Berlin
Einheit Elsterberg
Fortschritt Hoyerswerda
BBS BKW Lübbenau
Traktor Oßmannstedt

BEREICHSKLASSEN

Gruppe I

Medizin Bad Kösen
Motor Hennigsdorf
Stahl Hennigsdorf
BKW Lübbenau II
Traktor Osterfeld

Gruppe II

Wismut Aue
Glück auf Bleicherode
Traktor Kutzleben
Einheit Neustadt/Orla
Motor Werdau
Einheit Wolfersdorf

Auf die Spielleute...

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nären hohe Anerkennung aus für ihre bedeutsame gesellschaftliche Tätigkeit, das Opfern vieler Stunden Freizeit. Ohne diese unentbehrlichen Helfer ist unser Sport nicht lebensfähig. „Richtig ist“, betonte Genosse Rech, „daß die Spielleute auf allseitige athletische Ausbildung großen Wert legen, da die Belastungen für sie zum ‚VI.‘ so hoch sind wie nie zuvor. Mit Althergebrachtem, mit Routine, kann der zweitgrößte Übungsverband seine enormen Aufgaben in Leipzig nicht lösen. Die Bezirksmeisterschaften sollten ein weiterer Prüfstein in der letzten Vorbereitungsetappe sein.“

In einer Willenserklärung an DTSB-Präsident Manfred Ewald versicherten die Sportlerinnen und Sportler alles zu tun, um die anspruchsvollen musikalischen und choreographischen Aufgaben zum Turn- und Sportfest in bester Qualität zu erfüllen. Auf die 4500 Spielleute des Übungsverbandes Musikschau kann man sich in Leipzig fest verlassen.

Der Fanfarenzug von Einheit Pädagogik erhielt für seine sehr guten Leistungen den Ehrenwimpel des Zentralrates der FDJ.

Im Mai berichten wir in einer achtseitigen Sonderausgabe des „der tambour“ ausführlich über die Funktionärskonferenz.

Trainingslager des zentralen Mädchenspielmannszuges

Von der Amselpolka zur Faschingsdisco

Abwechslungsreiche Übungsstunden verhalfen zu Erreichen des Lehrgangszieles / Solider Leistungsstand nachgewiesen

Zu einem Höhepunkt in den vielfältigen Vorbereitungen auf das „VI.“ gestaltete sich für den zentralen Mädchenspielmannszug das einwöchige Trainingslager Ende Februar in der 42. Polytechnischen Oberschule in Leipzig-Lindenau. 226 Sportlerinnen der SG Benndorf (28 Mitwirkende), der Betriebssportgemeinschaften Fortschritt Cottbus (40), Verkehrsbetriebe Dresden (39), Tiefbau Eberswalde (39), Stahl Freital (51) und Empor Quedlinburg (29) legten Zeugnis ab, von ihrem Leistungsstand wenige Monate vor dem großen Ereignis im Leben unseres Sports.

Im Mittelpunkt des Trainings standen musikalische Einzel- und Gruppenproben sowie choreografische Übungen. Das Repertoire umfaßte im Prinzip alle Titel der Sportfestmusiken, wenn auch der Amselpolka im Trainingslager besondere Aufmerksamkeit galt. Intensiv wurde das Aufstellen der Blockformationen für die Musikschau sowie bestimmte Bewegungsabläufe geübt. Durch die gute Disziplin und Einsatzbereitschaft der meisten Sportlerinnen konnte das Lehrgangsziel erreicht, dem zentralen Mädchenspielmannszug das zu diesem Zeitpunkt erforderliche Leistungsniveau bescheinigt werden.

Natürlich wurde in diesen sechs Tagen auch einiges für die Kondition getan. Wir waren in Leipzig schwimmen und erfüllten auch die Bedingungen für das bronzene Sportabzeichen. Eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung sorgte dafür, daß das Stimmungsbarometer immer hoch anzeigte. Hier sei vor allem an die Faschingsdisko gedacht, die Sportfreund Schüttauf organisierte, und das Kabarett der Leipziger Verkehrsbetriebe. Beeindruckt zeigten sich alle vom Lichtbildervortrag über die Olympiastadt 1980, der sowjetischen Metropole Moskau. Und natürlich lernten wir auch Leipzig näher kennen, vom Völkerschlachtdenkmal zum Schillerhäuschen, von der Thomaskirche zum Uniriesen, von der Iskra-Gedenkstätte zum Georgi-Dimitroff-Museum.

Die Verbindungen des Teilverbandes zum Patenbetrieb, dem VEB Mikrosa im Westen der Messestadt, knüpften wir enger. Dies fand nicht zuletzt im Patenschaftsvertrag seinen Ausdruck, den wir während des Trainingslagers abschlossen.

Zu den Höhepunkten gehörte auch der Besuch des Leiters des Org.-Büro des „VI.“, Willi Lehmann, am Abschlußtag in unserem Quartier. Dies unterstreicht die Wertschätzung, die der Übungsverband genießt.

Helga Neuwirth, Leiterin des Teilverbandes zentraler Mädchenspielmannszug

Mühlhausen knapp vor Brandenburg

Die Nachwuchsspielmannszüge hatten es sich vorgenommen, sich in Leipzig in den Schulen ihrer Gastgeber und den Patenbetrieben auf Wandzeitungen vorzustellen. Dabei investierten alle, gleich ob sie aus Mühlhausen oder Golzow kamen, sehr viel Liebe, Ideen und Fleiß. Ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Zügen um die besten Wandzeitungen sollte ein zusätzlicher Anreiz für sehr gute Qualität sein. Von der Teilverbandsleitung waren bestimmte Bewertungskriterien vorgegeben. Die Spielmannszüge sollten mit agitatorischem Geschick ihre Entwicklung darstellen. Die Vorbereitungen auf das „VI.“, die Ausbildung, die Freizeitgestaltung, sportliche Betätigung der Spielleute, die geistig-kulturelle Weiterbildung und die Charakteristika des jeweiligen Heimatortes mit all seinen Traditionen standen im Vordergrund. Und dies ist das Ergebnis des Wettbewerbs (die Zahlen sind die vergebenen Punkte):

1. Medizin Mühlhausen 104
2. Stahl Brandenburg 101
3. Baukema Aschersleben 96
4. Aufbau Brandenburg 90
5. Traktor Luisenthal 86
6. Ragewitz/Dürrweitzschen 84
7. Chemie Geraberg 84
8. Empor Perleberg 82
9. Traktor Pritzwalk 74
10. SG Kleinröhrsdorf 73
11. Traktor Hasselfelde 69
12. Traktor Hirschfeld 65
13. Turbine Golzow 37

Gemeinsam ins Finale

Fortsetzung von Seite 1

Musikkorps der FDJ das feierliche Finale zu fast mitternachtlicher Stunde am Abend des 31. Juli im imposanten Kessel des Stadions der 100 000. Hier wird Neuland beschritten, auf das alle mit hohen Erwartungen entgegensehen. „Doch fest steht schon jetzt“, erklärte Michael Leonhardt, amtierender Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, „das von dieser Vereinbarung Impulse ausgehen werden, die auf das künstlerische Niveau der Spielleutemusik für beide Seiten nur von Vorteil sein kann.“

Aus dieser Vereinbarung erwachsen natürlich auch Verpflichtungen. Diese beginnen mit dem perfekten Beherrschen des Repertoires der Abschlußveranstaltung — Marsch „Auf Freundschaftskurs“ und Schlußmotiv der 9. Sinfonie von Beethoven — und münden in vorbildlichem, diszipliniertem Auftreten der Spielleute und FDJler.

Seite 3

Vereinbarung

zwischen dem Übungsverband „Musikschau des DTSB der DDR“ und dem „Sportfestverband der FDJ“ zur politischen und künstlerischen Vorbereitung der Teilnehmer für die Abschlußveranstaltung des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR

Die Leitungen und Mitglieder des Übungsverbandes „Musikschau des DTSB der DDR“ und des „Sportfestverbandes der FDJ“ konzentrieren sich in ihrer politisch-künstlerischen Arbeit auf die weitere Erhöhung der Effektivität bei der kommunistischen Erziehung und der künstlerischen Aussagekraft ihrer Programme. Auf der Grundlage der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED entwickeln sie vielseitige Initiativen zur weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der DDR.

Entsprechend zentraler Beschlüsse und in kameradschaftlichem Zusammenwirken beteiligen sich die Mitglieder beider Verbände aktiv an der Vorbereitung und Durchführung des VI. Turn- und Sportfestes und der VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR. Sie leisten damit einen würdigen Beitrag zu Ehren des 60. Jahrestages des Roten Oktobers.

Ausgehend von der jeweils künstlerischen Aufgabenstellung zur Mitwirkung an der Abschlußveranstaltung ist es für die Mitglieder beider Verbände Ehrensache, durch hohe Leistungen und Disziplin die gewachsene Leistungsstärke zum Ausdruck zu bringen und die Möglichkeit gemeinsamer Auftritte von Blasmusikformationen des DTSB der DDR und der FDJ zu demonstrieren.

Zur weiteren Vorbereitung auf die Teilnahme an den Festtagen in Leipzig wird folgendes vereinbart:

  1. Beide Verbände tauschen bisherige Erfahrungen der politisch-ideologischen und künstlerischen Arbeit aus und beraten Maßnahmen zur bestmöglichen Vorbereitung aller Teilnehmer auf die Abschlußveranstaltung des VI. Turn- und Sportfestes der DDR. Sie konzentrieren sich dabei auf Erfahrungen zur Befähigung der Leitungen der teilnehmenden Kollektive. Besondere Beachtung ist der Stärkung der FDJ-Aktivarbeit zu widmen. Das Auftreten von Leitungsfunktionären und künstlerischen Leitern in den Kollektiven wird differenziert festgelegt.
  2. Während der Durchführung von Vorbereitungslehrgängen im Mai und Juli sind geeignete Veranstaltungen zu organisieren, die die Leitungen und Mitglieder beider Verbände näherbringen.
  3. Am 13. Mai 1977 wird es während des Vorbereitungslehrganges des Zentralen Musikkorps der FDJ und der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ ein Zusammenspiel mit Übungsleitern des DTSB der DDR geben, die für die Einstudierung des Repertoires der Abschlußveranstaltung im Übungsverband „Musikschau des DTSB der DDR“ verantwortlich sind. Dazu ist ein gesonderter Plan zu erarbeiten.
  4. Im April 1977 werden durch die Leitungen beider Verbände Möglichkeiten der Nutzung gemeinsamer Freizeitveranstaltungen während der Durchführung der Vorbereitungslehrgänge im Juli beraten.
  5. Der Inhalt dieser Vereinbarung ist in geeigneter Form den Mitgliedern beider Verbände zu erläutern und in den Mitteilungsblättern „der tambour“ und „Unser kleiner Trompeter“ zu veröffentlichen.
  6. Im Anschluß an das VI. Turn- und Sportfest der DDR werden die Erfahrungen der Arbeit mit dieser Vereinbarung gemeinsam ausgewertet Sie bilden gegebenenfalls die Grundlage für weitere Schritte der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Blasmusik zwischen dem DTSB der DDR und der FDJ.

Berlin, 31. März 1977

Für den Übungsverband „Musikschau des DTSB der DDR“

Rainer Eidenschink,
Leiter des Übungsverbandes

Rolf Lorenz,
Leiter des Gestalterkollektivs

Für den Sportfestverband der FDJ

Rüdiger Höfig,
Leiter des Stabes des ZMK und des Sportfestverbandes der FDJ

Generalmusikdirektor
H. Helmut Hunger,
künstlerischer Leiter des ZMK

BEGEISTERUNGSSTÜRME löste unter den 100 000 Zuschauern beim „V.“ die Musikschau der Spielleute des DTSB der DDR aus. 1680 Mitwirkende waren 1969 beim ersten selbständigen Auftritt der Spielleute dabei. Foto: Woldt

Speisepläne bereits komplett aufgestellt

Umfangreiche Vorbereitung treffen zur Zeit die Mitarbeiter der Handelsorgane und der Produktionsbetriebe der Turnfeststadt für die Versorgung der Teilnehmer des „VI.“, der Gäste und der Einwohner Leipzigs. So werden über 500 Einrichtungen zusätzlich zum Handelsnetz vorbereitet. In 45 Gaststätten, Werkküchen, Mensen und sieben Freiluftgaststätten wird es während der Festtage täglich 61 500 Portionen warmes Essen geben. Die gleiche Anzahl Verpflegungsmittel stellt man jeden Tag in 93 Ausgabestellen bereit.

Schon jetzt sind die 19 Speisepläne perfekt, die entsprechend dem unterschiedlichen Alter der Teilnehmer ausgearbeitet wurden. Beispielsweise wird es am 26. Juli mittags eine Roulade mit Kartoffeln und Gemüse geben. In jedem Gemeinschaftsquartier befindet sich eine Verkaufsstelle mit Waren des täglichen Bedarfs. Die sieben Freiluftgaststätten, die pro Tag 18 000 Portionen verabreichen sollen, werden von „Handelsleuten“ aus sieben Bezirken der DDR betreut.

Dabei entsprechen Ausstattung und Angebot dem Charakter des jeweiligen Bezirkes. „Potsdamer Kaffeegarten“, „Halle-Basar“ oder „Leipziger Rosenthal.“ sind einige der Namen. Diese Sondergaststätten stehen in den Nachmittags- und Abendstunden der Leipziger Bevölkerung sowie den Gästen zur Verfügung. Kultur- und Sportgruppen der Bezirke sorgen für gute Laune. Für die durstigen Kehlen werden in Betriebsküchen und mit Unterstützung der NVA u. a. 120 000 Liter Tee zubereitet.

Michael Leonhardt

wurde mit Wirkung vom 1. März 1977 zum amtierenden Leiter des Sektors Spielleute beim Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Der 30jährige Ingenieur für Maschinenbau gehörte drei Jahre der Kommission Spielmannszüge Erwachsene an und ist bereits seit August des vergangenen Jahres hauptamtlicher Mitarbeiter im Sektor Spielleute. Genosse Leonhardt wurde 1967 Mitglied der Partei der Arbeiterklasse.

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