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Der Tambour/Ausgabe 1980 04: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:DerTambour1980-4-3-1.png|mini|'''JUNG UND ALT''' bilden im Spielmannszug der BSG Traktor Belgern, Bezirk Leipzig, eine wirkungsvolle Synthese.]] | |||
'''Kommission Technik berichtet''' | |||
=== Zur Dynamik in den Flötentönen === | |||
Die AG Einstufung / Spielmannszüge beriet Probleme des Vorjahres und zog entsprechende Schlußfolgerungen für die Aufgaben 1980. Unter der Leitung von Mario Bielig (Dynamo Halle) stufen Rolf Melle (Union Mühlhausen), Peter Ahlborn (MK Ziegelrode), Bernd Neumann (SG Mittenwalde) und Werner Freudenberg die eingereichten Notensätze ein. Eine umfangreiche, zeitaufwendige Arbeit, die allen Einsatz diesen Sportfreunden abverlangt. | |||
Folgende Festlegungen wurden getroffen und sind mit Wirkung vom 1. Mai 1980 rechtskräftig (Nachtrag in Wettkampfordnung): | |||
* Die eingezeichnete Dynamik in allen Flötentönen von gedruckten Marschalben und zentralen Fassungen entfällt und wird in dem entsprechenden Hauptpunkt der WKO durch die Kampfrichter nicht beachtet. | |||
* Eingezeichnete Dynamik in eingereichten Flötennoten der Kollektive wird von den Kampfrichtern zur Wertung entsprechend beachtet. | |||
'''LORENZ'''<br />'''Kommission Technik'''<br />'''Vorsitzender''' | |||
=== Aus der Sportreisen-Verordnung === | |||
Als Sportreisen werden alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln — unabhängig vom Verkehrsmittel (Nah- oder Fernverkehr) oder der Dauer der Fahrt — sowie Fahrten mit betriebseigenen oder privaten Fahrzeugen gezählt. | |||
Bei Sportreisen mit Kindern oder Jugendlichen muß ein volljähriger Betreuer eingesetzt werden. Seine Verantwortung beginnt mit der Übernahme der Gruppe am Treffpunkt und endet mit der Auflösung der Gruppe. Für den Weg zum Treffpunkt und nach Auflösung der Gruppe tragen die Eltern der Kinder oder Jugendlichen die Verantwortung. Den Treffpunkt und die Auflösung der Gruppe sollte der Betreuer in zumutbarer Entfernung vom Wohnort der Mehrzahl der Sportler festlegen. | |||
Nach den Festlegungen der Sport- und Personenbeförderungsordnung sind bei Kindern und nicht volljährigen Jugendlichen für jede Gruppe bis zu zehn Personen ein Betreuer und für jede weitere angefangene Gruppe von zehn Teilnehmern ein weiterer Betreuer einzusetzen. | |||
'''Sektor Spielleute''' | |||
=== Dr. Harald Löbe verstorben === | |||
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'''Es ist für uns alle noch unfaßbar, am 10. April 1980 starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren unser lieber Sportfreund und Genosse Dr. paed. Harald Löbe. Das Herz eines bewährten, unserer Sache treu ergebenen Sportfunktionärs hat aufgehört zu schlagen.''' | |||
'''Als Sohn einer Arbeiterfamilie wurde Harald am 18. Oktober 1935 geboren. Der gelernte Maschinenschlosser absolvierte die ABF und studierte anschließend an der DHfK in Leipzig. Nach ausgezeichneten Studienleistungen verblieb er an der Hochschule für Körperkultur und Sport als wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1967 zum Doktor der Pädagogik.''' | |||
'''Im gleichen Jahr wurde Dr. Harald Löbe als Abteilungsleiter in den Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Als Leiter der Abteilung Propaganda/Kultur hatte er entscheidenden Anteil an der sehr guten Entwicklung den die Spielleutebewegung in unserem Land vollzog. Uns Spielleuten widmete Harald stets seine besondere Aufmerksamkeit. Er war bei allen Höhepunkten der Spielleute dabei, sofern dies sein umfangreiches Aufgabengebiet zuließ.''' | |||
'''Dr. Harald Löbe, er war Absolvent der Parteihochschule „Karl Marx“, wußte sein hohes Wissen als Diplomgesellschaftswissenschaftler wirkungsvoll anzuwenden. Mit seiner parteilichen Haltung, Prinzipienfestigkeit und Kameradschaftlichkeit erwarb er sich hohe Achtung und Anerkennung der Spielleute, aller Sportler und Funktionäre.''' | |||
'''Wir verlieren mit Harald einen beliebten, geachteten und verdienstvollen Genossen. Wir Spielleute werden Harald Löbe stets ein ehrendes Gedenken bewahren.''' | |||
'''Sektor Spielleute'''<br />'''Der Leiter''' | |||
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Version vom 21. Juli 2026, 10:07 Uhr
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
Die Ausgabe 04/1980 des Mitteilungsblattes „der tambour“ erschien im April 1980.
Der Originaltext der 8 Seiten:
| Nummer 4 1980 | |
| Nummer: | 4/80 |
| Erschienen: | April 1980 |
| Jahrgang: | 13 |
| Seiten: | 8 |
| Zur Übersicht aller Ausgaben | |
Seite 1
HEUTE AUF SEITE
| 2 | Kommuniqué der ZSK-Tagung in Ziegelrode |
| 5 | Mittenwalder Nachwuchs dankt für Ausbildung |
| 8 | 480 Auftritte in den ersten zehn Jahren |
Neue Wege in Halle
Im Bezirk Halle, einem Zentrum unserer Spielleutebewegung, konzentriert man mehr und mehr auf eine kontinuierliche Ausbildung von Übungsleitern, Kampfrichtern und anderen wichtigen Sportfunktionären. Allein 45 Sportlerinnen und Sportler aus dem Spielleutereservoir dieses Bezirkes erwarben im Februar bei einem Wochenlehrgang in Rerik die Qualifikation des Übungsleiters der Stufe I.
Im Juli findet der nächste Lehrgang in Roßlau statt, für den bereits 15 Meldungen von Klangkörpern aus Dessau, Rod-
(Fortsetzung auf Seite 2)


Seite 2
Neue Wege in Halle
(Fortsetzung von Seite 1)
leben und Bernburg vorliegen. Daneben versuchte sich der BFA erstmals mit einem Weiterbildungsexkurs für alle Stabführer. Diese dreitägige Veranstaltung in Gernrode bewährte sich sehr gut, so daß man künftig in jedem Jahr einen derartigen Lehrgang organisieren will. Natürlich werden auch Übungsleiter der Stufen II und III sowie weitere Kampfrichter ausgebildet.
Um die Leitungstätigkeit in den Kollektiven zu verbessern, hatte der Bezirksfachausschuß gemeinsam mit dem DTSB-Bezirksvorstand zu einer dreitägigen Beratung in der Nähe von Roßlau alle BFA-Mitglieder, Sektionsleiter und Parteigruppen eingeladen.
In Referaten und seminaristisch geführten Diskussionen vertiefte man nicht nur das Wissen um gesellschaftliche Zusammenhänge, um Wesenszüge unserer Sportpolitik, sondern bekam gewissermaßen Informationen aus erster Hand über die langfristige Perspektive der Spielleutebewegung vermittelt. Genosse Rainer Eidenschink, Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, stand dazu als Referent zur Verfügung, ebenso Genosse Rolf Wittsack, Stellvertreter des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Halle.
Es liegt in der Natur der Sache, daß man sich besonders intensiv mit den Anforderungen beschäftigte, die die Vorbereitung des VII. Turn- und Sportfestes 1983 in Leipzig für die Hallenser Spielleute mitsichbringen. Übrigens ist Halle ja Leitbezirk für den Übungsverband der Spielleute zum großen Festival unserer sozialistischen Körperkultur und des Sports.
Auch der sparsamste Umgang mit unseren Fonds stand zur Diskussion. So werden bei der Vergabe künftiger Meisterschaften und Veranstaltungen Überlegungen eine Rolle spielen, wie die Austragungsorte günstig zu erreichen sind, um Busfahrten möglichst auf ein Minimum reduzieren zu können.
BFA Halle
Kommuniqué
der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Ziegelrode

Die Zentrale Spielleutekommission führte am 24. April 1980 in Ziegelrode eine Beratung durch.
Die Kommission beriet den Stand der Vorbereitungen auf die zentralen Wettkämpfe dieses Jahres. Es konnte festgestellt werden, daß die Organisatoren der einzelnen Wettkämpfe eine einsatzfreudige und gewissenhafte Arbeit leisteten und leisten. Die Weiterbildung der Kampfrichter wurde zielstrebiger und in besserer Qualität als 1979 durchgeführt.
Alles ist dem Ziel unterzuordnen, die Wettkämpfe mit hoher Disziplin und Exaktheit auszutragen, um in allen Genres weitere Fortschritte mit ansprechenden musikalischen Leistungen zu erreichen. Die Wettkampfordnung ist einzuhalten.
Die Kommission nahm Berichte zum Stand der Vorbereitungen des VII. Turn- und Sportfestes der DDR 1983 und weiterer Höhepunkte entgegen. Es wurde auf eine langfristige Planung der regionalen und zentralen Wettkämpfe bis 1984 orientiert, damit alle Spielleute in die Sportfestvorbereitung und die Wettkämpfe einbezogen werden können.
Die Miniaturschau im August 1981, in der die Musikschau des VII. Turn- und Sportfestes der DDR vorzuführen ist, bereiten 500 Spielleute der Sonderklassen vor.
An der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1981, die vom 20. bis 27. Juli in Berlin stattfindet, nehmen 1500 Spielleute teil.
Die Zentrale Spielleutekommission legte fest, nach dem Abschluß und der Auswertung der Wettkämpfe dieses Jahres die ersten Klangkörper für das VII. Turn- und Sportfest der DDR zu nominieren. Diese Berufungen werden natürlich nur in einem Zusammenhang mit den Resultaten vorgenommen, die von den entsprechenden Kollektiven im sozialistischen Wettbewerb erzielt werden.
In einem Gespräch mit der Sektionsleitung Spielleute der BSG MK Ziegelrode konnten die Mitglieder der Zentralen Spielleutekommission feststellen, daß sich die Sektion anspruchsvolle und konkrete Aufgaben im Wettbewerb zu Ehren des X. Parteitages der SED gestellt hat.
ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION
Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: Verlagsdruckerei Typodruck - Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4
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Kommission Technik berichtet
Zur Dynamik in den Flötentönen
Die AG Einstufung / Spielmannszüge beriet Probleme des Vorjahres und zog entsprechende Schlußfolgerungen für die Aufgaben 1980. Unter der Leitung von Mario Bielig (Dynamo Halle) stufen Rolf Melle (Union Mühlhausen), Peter Ahlborn (MK Ziegelrode), Bernd Neumann (SG Mittenwalde) und Werner Freudenberg die eingereichten Notensätze ein. Eine umfangreiche, zeitaufwendige Arbeit, die allen Einsatz diesen Sportfreunden abverlangt.
Folgende Festlegungen wurden getroffen und sind mit Wirkung vom 1. Mai 1980 rechtskräftig (Nachtrag in Wettkampfordnung):
- Die eingezeichnete Dynamik in allen Flötentönen von gedruckten Marschalben und zentralen Fassungen entfällt und wird in dem entsprechenden Hauptpunkt der WKO durch die Kampfrichter nicht beachtet.
- Eingezeichnete Dynamik in eingereichten Flötennoten der Kollektive wird von den Kampfrichtern zur Wertung entsprechend beachtet.
LORENZ
Kommission Technik
Vorsitzender
Aus der Sportreisen-Verordnung
Als Sportreisen werden alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln — unabhängig vom Verkehrsmittel (Nah- oder Fernverkehr) oder der Dauer der Fahrt — sowie Fahrten mit betriebseigenen oder privaten Fahrzeugen gezählt.
Bei Sportreisen mit Kindern oder Jugendlichen muß ein volljähriger Betreuer eingesetzt werden. Seine Verantwortung beginnt mit der Übernahme der Gruppe am Treffpunkt und endet mit der Auflösung der Gruppe. Für den Weg zum Treffpunkt und nach Auflösung der Gruppe tragen die Eltern der Kinder oder Jugendlichen die Verantwortung. Den Treffpunkt und die Auflösung der Gruppe sollte der Betreuer in zumutbarer Entfernung vom Wohnort der Mehrzahl der Sportler festlegen.
Nach den Festlegungen der Sport- und Personenbeförderungsordnung sind bei Kindern und nicht volljährigen Jugendlichen für jede Gruppe bis zu zehn Personen ein Betreuer und für jede weitere angefangene Gruppe von zehn Teilnehmern ein weiterer Betreuer einzusetzen.
Sektor Spielleute
Dr. Harald Löbe verstorben

Es ist für uns alle noch unfaßbar, am 10. April 1980 starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren unser lieber Sportfreund und Genosse Dr. paed. Harald Löbe. Das Herz eines bewährten, unserer Sache treu ergebenen Sportfunktionärs hat aufgehört zu schlagen.
Als Sohn einer Arbeiterfamilie wurde Harald am 18. Oktober 1935 geboren. Der gelernte Maschinenschlosser absolvierte die ABF und studierte anschließend an der DHfK in Leipzig. Nach ausgezeichneten Studienleistungen verblieb er an der Hochschule für Körperkultur und Sport als wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1967 zum Doktor der Pädagogik.
Im gleichen Jahr wurde Dr. Harald Löbe als Abteilungsleiter in den Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Als Leiter der Abteilung Propaganda/Kultur hatte er entscheidenden Anteil an der sehr guten Entwicklung den die Spielleutebewegung in unserem Land vollzog. Uns Spielleuten widmete Harald stets seine besondere Aufmerksamkeit. Er war bei allen Höhepunkten der Spielleute dabei, sofern dies sein umfangreiches Aufgabengebiet zuließ.
Dr. Harald Löbe, er war Absolvent der Parteihochschule „Karl Marx“, wußte sein hohes Wissen als Diplomgesellschaftswissenschaftler wirkungsvoll anzuwenden. Mit seiner parteilichen Haltung, Prinzipienfestigkeit und Kameradschaftlichkeit erwarb er sich hohe Achtung und Anerkennung der Spielleute, aller Sportler und Funktionäre.
Wir verlieren mit Harald einen beliebten, geachteten und verdienstvollen Genossen. Wir Spielleute werden Harald Löbe stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Sektor Spielleute
Der Leiter

