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Der Tambour/Ausgabe 1978 07: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Erste Schlußfolgerungen nach dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR'''
==== Einheitliches Ausbildungsniveau bringt notwendigen Leistungszuwachs ====
'''Von RAINER EIDENSCHINK, Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand'''
[[Datei:DerTambour1978-7-3-1.png|mini|'''RAINER EIDENSCHINK,''' Leiter des Sektors Spielleute, im Gespräch mit Ellen Regler, Mitarbeiterin des Sektors.]]
Der VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR war Höhepunkt und erfolgreicher Abschluß der Wahlen in unserer sozialistischen Sportorganisation. In einer breiten und demokratischen Aussprache mit den Förderern und Freunden von Körperkultur und Sport wurden die guten Erfahrungen und Ergebnisse bei der Realisierung der Beschlüsse der Partei der Arbeiterklasse und des DTSB ausgewertet und neue anspruchsvolle Ziele festgelegt. Und dies auch für die Spielleute des DTSB der DDR.
Die Grußadresse des ZK der SED an den VI. Turn- und Sporttag und die Rede von Paul Verner, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, würdigten die gute Bilanz seit dem V. Turn- und Sporttag, in die sich die über 13 500 Spielleute mit Fleiß, hoher Einsatzbereitschaft und schöpferischem Wirken einreihen.
Im „tambour“ Nr. 5/78 haben wir im Beitrag „Spielleute mit stolzer Bilanz“ über unseren Anteil berichtet. Hinzufügen möchte ich aus der Vielfalt der Aktivitäten das insgesamt gute Niveau der Bezirksmeisterschaften dieses Jahres, der Pokalwettkämpfe, Bereichsmeisterschaften und Aufstiegsturniere. Zu attraktiven Höhepunkten gestalteten sich die DDR-Meisterschaften der Nachwuchs- und Spielmannszüge in Großröhrsdorf, der Schalmeieimapellen in Malchin und das Auftreten der Spielleute zu den 17. Arbeiterfestspielen im Bezirk Suhl. Der Elan der Spielleute, die ansprechenden musikalischen Darbietungen, die Hilfe vieler gesellschaftlicher Kräfte sowie eine gute Organisation sind der Beweis dafür, daß wir das zum VI. Turn- und Sportfest Bewährte in der „Sportstafette DDR 30“ zielstrebig weiterführen und einen gewichtigen Beitrag zu Ehren des 30. Jahrestages der Gründung unserer Republik leisten.
Welche Aufgaben stellt uns nun der VI. Turn- und Sporttag, die Beschlüsse des IX. Parteitages der SED auf dem Gebiet von Körperkultur und Sport weiter erfolgreich zu realisieren? Was müssen wir tun, um den hohen Zielen des DTSB der DDR mit allen unseren Spielleuten gerecht zu werden?
'''(1)''' Natürlich setzt das Gespräch zu den Dokumenten des VI. Turn- und Sporttages in jeder Sektion, jedem Kollektiv, den Fachausschüssen und Kommissionen das Studium der Grußadresse des ZK der SED und der Rede des Genossen Paul Verner, des vom DTSB-Präsidenten Manfred Ewald vorgetragenen Berichtes des DTSB-Bundesvorstandes, der Entschließung und der Diskussionsbeiträge voraus. Hier haben unsere gewählten Funktionäre eine große Verantwortung, denn wir wollen alle Spielleute in die Auswertung einbeziehen und jene Maßstäbe festlegen, die von uns erwartet werden und zu denen wir auch in der Lage sind. Die Delegierten zum Turn- und Sporttag und weitere erfahrene Sportfreunde werden uns dabei unterstützen. In den Klangkörpern hat die Auswertung natürlich bereits eingesetzt, wenn auch mit unterschiedlicher Qualität. Vorbildlich handeln solche Kollektive, wie die Mitglieder des Fanfarenzuges „Dr. Richard Sorge“ der SG Dynamo Potsdam Stadt, die anläßlich ihres 15jährigen Bestehens erste Schlußfolgerungen auf den Tisch legten.
==== Bedeutsam: Repertoire überall verbreitern ====
'''(2)''' Die Entschließung des VI. Turn- und Sporttages fordert bis in die Mitte der 80er Jahre die weitere Ausprägung des Massencharakters unserer sozialistischen Sportorganisation und das sportliche und kulturpolitische Wirken der Spielleute als Agitatoren und Propagandisten. Das heißt, wir müssen ausgehend von der derzeitigen Situation im Leitungsbereich beraten, wie wir eine größere Breite und höhere Qualität in den Bezirken und Genres erreichen. Es ist erfreulich, daß mit dem Schwung und den Erfahrungen des VI. Turn- und Sportfestes zahlreiche Kollektive an der Verbreiterung des Repertoires und der Verbesserung des musikalischen Niveaus schöpferisch arbeiten. Und dies nicht nur die Kollektive der Sonderklasse, sondern auch solche Aufsteiger wie der Klangkörper der SG Dynamo Halle bei den Nachwuchs-Spielmannszügen, die BSG Empor Plauen bei den Schalmeienkapellen und die SG Pionierhaus Hoyerswerda bei den Fanfarenzügen, um nur einige zu nennen.
Die Sportfreunde der SG Kleinreinsdorf, einer 550 Einwohner zählenden Gemeinde im Bezirk Gera, erbrachten mit dem Aufstieg in die Sonderklasse der Schalmeienkapellen den Nachweis für erfolgreiche Nachwuchsarbeit und intensiven Übens. Neben der Neubildung von Kollektiven — so in den Bezirken Dresden, Erfurt, Magdeburg und Gera — sowie der Gewinnung weiterer Mitglieder, muß es vor allem darum gehen, daß alle Klangkörper am Wettkampfsystem und der Gestaltung gesellschaftlicher und sportlicher Höhepunkte mit Disziplin und ansprechenden Leistungen teilnehmen. Durch intensive Arbeit müssen wir zu einem Abbau des Leistungsgefälles im musikalisch-technischen Bereich gelangen.
==== Gemeinsame Auftritte der besten Klangkörper ====
Dazu sollten wir besonders die Erfahrungen der besten Übungsleiter nutzen und ein einheitliches (!) und hohes Niveau in der Ausbildung der Spielleute sichern. Auch in der Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter sind größere Anstrengungen notwendig, ohne etwa die aufopferungsvolle Tätigkeit dieser unentbehrlichen Helfer des Sports abzuwerten. Von großer Bedeutung für unser weiteres Wirken scheint mir das gemeinsame Auftreten der besten Klangkörper in den Bezirken zu sein. Über 500 Spielleute des Bezirkes Halle begeisterten anläßlich der 31. Internationalen Friedensfahrt tau-
(Fortsetzung auf Seite 4)


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Version vom 30. April 2026, 14:22 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Juli 1978
Nummer: 7/78
Erschienen: 07/1978
Jahrgang: 11
Seiten: 8
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Aktivist Luckenau vor der SG Zinna DDR-Meister 1978
3 Das einheitliche Ausbildungsniveau nun notwendig
7 Pflichtmärsche für das kommende Wettkampfjahr

Gold für den Zentralen Mädchen-Spielmannszug

Hoch geehrt wurde der Zentrale Mädchen-Spielmannszug des DTSB der DDR. Der Klangkörper erhielt bei den 17. Arbeiterfestspielen im Bezirk Suhl für seine hervorragenden Leistungen auf musikalischem und choreographischem Gebiet die Goldmedaille. Dem von Helga Neuwirth geleiteten ZMS gehören die Spielmannszüge von Fortschritt Cottbus, Verkehrbetriebe Dresden, Tiefbau Eberswalde und Stahl Freital an. All den Mitwirkenden und ihren Leitern Käthe Ohm, Martina Grahl, Manfred Kirstahler und Frank Mierisch den herzlichsten Glückwunsch aller Spielleute. Der Zentrale Mädchen-Spielmannszug hat das Ansehen der Spielleute des DTSB der DDR weiter erhöht.

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DDR-Meisterschaften der Schalmeienkapellen

Aktivist Luckenau vor Zinna überragender DDR-Meister

Schluderei brachte Malchin unverdienten Abstieg

4000 Zuschauer erlebten in Malchin nicht nur eine beispielhaft vorbereitete DDR-Meisterschaft, die schon jetzt die Peene-Stadt im Bezirk Neubrandenburg für ähnliche Wettkämpfe geradezu prädestiniert, sondern sie sahen und hörten auch, wozu die besten Schalmeienkapellen unserer Republik fähig sind. Vor allem Meister Aktivist Luckenau, „Vize“ SG Zinna und Lok Brandenburg brillierten mit ideenreichen Kürvorträgen, die über jedes Lob erhaben waren. Zu den guten Kollektiven in der Kür gehörte auch Dynamo Hohenschönhausen. Doch hatten die Randberliner mit einer miserablen Pflicht alle Chancen auf einen vorderen Platz von vornherein eingebüßt. So vermochten sie sich lediglich noch auf Platz fünf vorzuschieben.

Aktivist Luckenau, die beste Schalmeienkapelle unserer Republik, hatte aus seinem Repertoire die Titel „Festivalgrüße“ und „Freundschaft—Solidarität“ für den Meisterschaftskampf ausgewählt. Beide Titel wurden bravourös vorgetragen. Zinna bot „Schrittmacher“ und „Volkstümliche Melodien“ an. Auch hier erhielten die Sportler zu recht hohe Wertungen.

Geradezu tragisch kam der Abstieg des gastgebenden Klangkörpers aus Malchin zustande. Dynamo muß nicht etwa die Sonderklasse verlassen, weil man musikalisch und choreographisch den Anforderungen der höchsten Schalmeienklasse nicht gewachsen wäre, sondern dies verschuldeten Funktionäre der eigenen Sektion, die lapidare, aber laut Wettkampfordnung notwendige Eintragungen in 25 Mitgliedsbüchern der Malchiner Dynamo—Sportler versäumten. So brachte man die fleißigen Malchiner um die verdienten Früchte ihrer fleißigen Trainingsarbeit und verursachte natürlich nicht geringe Ärgernisse.

Ärger gab es auch durch das unentschuldigte Fehlen von 10 (zehn!) Kampfrichtern. Der hohen Einsatzbereitschaft der Sportfreunde Dietrich (Leipzig), Jahn (Kleinreinsdorf), Krumrey (Brandenburg), Eimber (Hettstedt), Schulze (Golzow), Markmann (Taucha), Christ (Eberswalde) und Schlaefke (Berlin) ist es zu danken, daß die Wettkämpfe trotzdem reibungslos abgewickelt werden konnten.

Resultate:

1. Aktivist Luckenau 84,40
2. SG Zinna 81,25
3. Lok Brandenburg 80,15
4. Stahl Maxhütte 73,75
5. Dynamo Hohenschönhausen 66,70
6. Motor Rathenow 65,60
7. Dynamo Malchin 65,35

Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Schalmeienkapellen

Aufsteiger mit „Pfiff“

Plauen und Kleinreinsdorf kommen nach „oben“

Wie beim Kampf um den Titel stand auch das Aufstiegsturnier zur Sonderklasse auf gutem Niveau. Am stärksten erwies sich Empor Plauen. Die Vogtländer haben fraglos den auffälligsten Leistungssprung vollzogen. Da gab es kaum Ecken und Kanten in der Choreographie, suchte man vergeblich Mißklänge zu erhören. Kaum schwächer stellte sich die SG Kleinreinsdorf vor, wenn man auch am Ende 3,35 Punkte hinter den mit 77,10 Zählern erfolgreichen Plauenern mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen mußte. Indes genügte Plauen wie Kleinreinsdorf diese Plazierung zum Aufstieg in die Sonderklasse der Schalmeienkapellen. Dem Einstand der beiden „ganz oben“ darf man mit einigen Erwartungen entgegensehen.

Bei Turbine Lauta und Stahl Hettstedt führten wiederum Mängel in der Strafskala zu unnötigen Punktabzügen. Traktor Rüdersdorf fehlte und war bereits den Bezirksmeisterschaften ferngeblieben.

Resultate:

1. Empor Plauen 77,10
2. SG Kleinreinsdorf 73,17
3. Chemie Taucha 70,15
4. Turbine Lauta 67,20
5. Stahl Hettstedt 66,60

Drei Jahrzehnte Traktor Hirschfeld

Mit einer festlichen Veranstaltung, an der Mitglieder des Stabsmusikkorps der Stadtkommandantur Berlin und der Mädchenspielmannszug von Fortschritt Cottbus teilnahmen, begingen die Spielleute von Traktor Hirschfeld im Kreis Bad Liebenwerda am 16. Juli ihr 30. Jubiläum. Der Sonderklassen-Klangkörper gehört zu den besten Spielmannszügen nicht nur des Bezirkes Cottbus, sondern der gesamten Republik.

Ludwig Wilhelm

von Traktor Luisenthal feierte am 7. Juli seinen 65. Geburtstag und gleichzeitig das Spielleute-Jubiläum. Der heute noch rüstige Thüringer gehört seit der Gründung dem DTSB der DDR an und ist das älteste aktive Mitglied des Spielmannszuges von Traktor Luisenthal. Wir wünschen Ludwig Wilhelm noch viele Jahre bei bester Gesundheit, Lebensfreude und weiterhin viel Schaffenskraft. Er möge der Spielleutebewegung noch lange erhalten bleiben.


ARTHUR BAUER, der 63jährige Übungsleiter von Motor Plauen, leistet schon seit 1957 Vorbildliches bei der Ausbildung der Spielleute. Hier vermittelt er in einem Trainingslager Schalmeienspielern seinen reichen Erfahrungsschatz (Foto auf Seite 1).

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Erste Schlußfolgerungen nach dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR

Einheitliches Ausbildungsniveau bringt notwendigen Leistungszuwachs

Von RAINER EIDENSCHINK, Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand

RAINER EIDENSCHINK, Leiter des Sektors Spielleute, im Gespräch mit Ellen Regler, Mitarbeiterin des Sektors.

Der VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR war Höhepunkt und erfolgreicher Abschluß der Wahlen in unserer sozialistischen Sportorganisation. In einer breiten und demokratischen Aussprache mit den Förderern und Freunden von Körperkultur und Sport wurden die guten Erfahrungen und Ergebnisse bei der Realisierung der Beschlüsse der Partei der Arbeiterklasse und des DTSB ausgewertet und neue anspruchsvolle Ziele festgelegt. Und dies auch für die Spielleute des DTSB der DDR.

Die Grußadresse des ZK der SED an den VI. Turn- und Sporttag und die Rede von Paul Verner, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, würdigten die gute Bilanz seit dem V. Turn- und Sporttag, in die sich die über 13 500 Spielleute mit Fleiß, hoher Einsatzbereitschaft und schöpferischem Wirken einreihen.

Im „tambour“ Nr. 5/78 haben wir im Beitrag „Spielleute mit stolzer Bilanz“ über unseren Anteil berichtet. Hinzufügen möchte ich aus der Vielfalt der Aktivitäten das insgesamt gute Niveau der Bezirksmeisterschaften dieses Jahres, der Pokalwettkämpfe, Bereichsmeisterschaften und Aufstiegsturniere. Zu attraktiven Höhepunkten gestalteten sich die DDR-Meisterschaften der Nachwuchs- und Spielmannszüge in Großröhrsdorf, der Schalmeieimapellen in Malchin und das Auftreten der Spielleute zu den 17. Arbeiterfestspielen im Bezirk Suhl. Der Elan der Spielleute, die ansprechenden musikalischen Darbietungen, die Hilfe vieler gesellschaftlicher Kräfte sowie eine gute Organisation sind der Beweis dafür, daß wir das zum VI. Turn- und Sportfest Bewährte in der „Sportstafette DDR 30“ zielstrebig weiterführen und einen gewichtigen Beitrag zu Ehren des 30. Jahrestages der Gründung unserer Republik leisten.

Welche Aufgaben stellt uns nun der VI. Turn- und Sporttag, die Beschlüsse des IX. Parteitages der SED auf dem Gebiet von Körperkultur und Sport weiter erfolgreich zu realisieren? Was müssen wir tun, um den hohen Zielen des DTSB der DDR mit allen unseren Spielleuten gerecht zu werden?

(1) Natürlich setzt das Gespräch zu den Dokumenten des VI. Turn- und Sporttages in jeder Sektion, jedem Kollektiv, den Fachausschüssen und Kommissionen das Studium der Grußadresse des ZK der SED und der Rede des Genossen Paul Verner, des vom DTSB-Präsidenten Manfred Ewald vorgetragenen Berichtes des DTSB-Bundesvorstandes, der Entschließung und der Diskussionsbeiträge voraus. Hier haben unsere gewählten Funktionäre eine große Verantwortung, denn wir wollen alle Spielleute in die Auswertung einbeziehen und jene Maßstäbe festlegen, die von uns erwartet werden und zu denen wir auch in der Lage sind. Die Delegierten zum Turn- und Sporttag und weitere erfahrene Sportfreunde werden uns dabei unterstützen. In den Klangkörpern hat die Auswertung natürlich bereits eingesetzt, wenn auch mit unterschiedlicher Qualität. Vorbildlich handeln solche Kollektive, wie die Mitglieder des Fanfarenzuges „Dr. Richard Sorge“ der SG Dynamo Potsdam Stadt, die anläßlich ihres 15jährigen Bestehens erste Schlußfolgerungen auf den Tisch legten.

Bedeutsam: Repertoire überall verbreitern

(2) Die Entschließung des VI. Turn- und Sporttages fordert bis in die Mitte der 80er Jahre die weitere Ausprägung des Massencharakters unserer sozialistischen Sportorganisation und das sportliche und kulturpolitische Wirken der Spielleute als Agitatoren und Propagandisten. Das heißt, wir müssen ausgehend von der derzeitigen Situation im Leitungsbereich beraten, wie wir eine größere Breite und höhere Qualität in den Bezirken und Genres erreichen. Es ist erfreulich, daß mit dem Schwung und den Erfahrungen des VI. Turn- und Sportfestes zahlreiche Kollektive an der Verbreiterung des Repertoires und der Verbesserung des musikalischen Niveaus schöpferisch arbeiten. Und dies nicht nur die Kollektive der Sonderklasse, sondern auch solche Aufsteiger wie der Klangkörper der SG Dynamo Halle bei den Nachwuchs-Spielmannszügen, die BSG Empor Plauen bei den Schalmeienkapellen und die SG Pionierhaus Hoyerswerda bei den Fanfarenzügen, um nur einige zu nennen.

Die Sportfreunde der SG Kleinreinsdorf, einer 550 Einwohner zählenden Gemeinde im Bezirk Gera, erbrachten mit dem Aufstieg in die Sonderklasse der Schalmeienkapellen den Nachweis für erfolgreiche Nachwuchsarbeit und intensiven Übens. Neben der Neubildung von Kollektiven — so in den Bezirken Dresden, Erfurt, Magdeburg und Gera — sowie der Gewinnung weiterer Mitglieder, muß es vor allem darum gehen, daß alle Klangkörper am Wettkampfsystem und der Gestaltung gesellschaftlicher und sportlicher Höhepunkte mit Disziplin und ansprechenden Leistungen teilnehmen. Durch intensive Arbeit müssen wir zu einem Abbau des Leistungsgefälles im musikalisch-technischen Bereich gelangen.

Gemeinsame Auftritte der besten Klangkörper

Dazu sollten wir besonders die Erfahrungen der besten Übungsleiter nutzen und ein einheitliches (!) und hohes Niveau in der Ausbildung der Spielleute sichern. Auch in der Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter sind größere Anstrengungen notwendig, ohne etwa die aufopferungsvolle Tätigkeit dieser unentbehrlichen Helfer des Sports abzuwerten. Von großer Bedeutung für unser weiteres Wirken scheint mir das gemeinsame Auftreten der besten Klangkörper in den Bezirken zu sein. Über 500 Spielleute des Bezirkes Halle begeisterten anläßlich der 31. Internationalen Friedensfahrt tau-

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