Der Tambour/Ausgabe 1974 06: Unterschied zwischen den Versionen

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Dazu ist in allen Bezirken ein Arbeitsprogramm aufzustellen, daß der besonderen Unterstützung dieser Klangkörper Platz bietet und an sie konkrete Forderungen im Wettkampfbetrieb stellt.
==== 2. Kaderentwicklung ====
[[Datei:DerTambour1974-6-6-1.png|mini|'''ERSTMALS''' bei einem zentralen Wettkampf dabei und gleich der Gewinn der Bronzemedaille — ganz sicher eine stolze Bilanz des Nachwuchsspielmannszuges der BSG Stahl Brandenburg, der sich damit den Aufstieg in die Sonderklasse sicherte und 1975 mit den besten Nachwuchskollektiven des DTSB der DDR um gute Plätze kämpfen wird.]]
Die allseitige Verbesserung des Übungs- und Wettkampfbetriebes setzt eine zielstrebige und kontinuierliche Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern sowie eine systematische Herausbildung und Weiterqualifizierung von Kampfrichtern voraus.
Es muß deshalb das Ziel sein:<br />die Ausbildung der Übungsleiter in den Bezirken auf breitester Ebene vorzunehmen.
Aus allen Kollektiven aller Genres sind geeignete Kader auszuwählen und in die Ausbildung zur Überleitungsstufe I und II einzubeziehen. In gemeinsamer Tätigkeit aller Spielleute des DTSB der DDR sind in allen Kollektiven aller Genres mindestens 2 Übungsleiter der Stufe I auszubilden. Gleichermaßen ist die Vorbereitung der Sportfreunde für die Stufen II und III in den Bezirken kontinuierlich durchzuführen, um damit Voraussetzungen zu schaffen, die eine Steigerung des künstlerischen Niveaus in den Sektionen, Kreisen und Bezirken ermöglicht.
Für die Kollektive heißt das, mindestens folgende Übungsleiter heranzubilden:
{|
| colspan="2" |'''Spielmannszüge/Erwachsene'''
|-
|Allgem. Kl:
|1 in der Stufe I,
|-
|Leistgskl. III:
|2 in der Stufe I; 1 in der Stufe II
|-
|Leistgskl. II:
|3 in der Stufe I; 2 in der Stufe II
|-
|Leistgskl. I:
|5 in der Stufe I; 3 in der Stufe II
|-
|Sonderklasse:
|7 in der Stufe I; 3 in der Stufe II
|-
| colspan="2" |'''Spielmannszüge/Nachwuchs'''
|-
|Leistgskl.:
|3 Hilfsübungsleiter aus den Reihen der Aktiven
|-
|Leistgskl.:
|5 Hilfsübungsleiter aus den Reihen der Aktiven
|-
| colspan="2" |'''Fanfarenzüge'''
|-
|Allgem. Kl.:
|2 in der Stufe I; 1 in der Stufe II
|-
|Leistgskl.:
|5 in der Stufe I; 3 in der Stufe II
|-
| colspan="2" |'''Schalmeienkapellen'''
|-
|Allgem. Kl.:
|5 in der Stufe I; 2 in der Stufe II
|-
|Leistgskl.:
|7 in der Stufe I; 5 in der Stufe II
|}
Zur niveauvolleren und inhaltlichen Gestaltung der Wettkämpfe sowie weiteren künstlerischen Entwicklung der Klangkörper ist die Ausbildung von Kampfrichtern mit fachlichspezifisch hohen Fähigkeiten in allen Kreisen, Bezirken und zentral verbunden.
Daraus ergibt sich folgende konkrete Zielstellung:
In gemeinsamer Tätigkeit sind jährlich 30 Kampfrichter für zentrale Wettkämpfe neu auszubilden.
{|
|Das untergliedert sich in
|16 für Spielmannszüge
|-
|
|7 für Schalmeienkapellen
|-
|
|7 für Fanfarenzüge
|}
In den Bezirken ist die Ausbildung dahingehend zu beeinflussen, daß jährlich ein komplettes Kampfgericht für Spielmannszüge, Schalmeienkapellen und Fanfarenzüge (je nach Existenz der Genres) für Bezirksmeisterschaften anderer Bezirke neu gebildet wird, und die erfahrensten Kampfrichter bei Weiterbildungsveranstaltungen die Qualifikation für die Wertung bei zentralen Wettkämpfen erwerben.
In den Sektionen und Kreisen ist zu organisieren, daß die auf diesen Ebenen tätigen Funktionäre territorial für ihre spezifische Aufgabenstellung aus- und weitergebildet werden.
Das ist in Verbindung mit den Vorständen der Sportgemeinschaften und den Kreisvorständen des DTSB der DDR abzusichern. Auf bezirklicher und zentraler Ebene sind diese Maßnahmen durch den Bundesvorstand zu organisieren und kontinuierlich durchzuführen.
Die Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung beziehen sich vor allem auf Funktionäre, die als politisch-organisatorische Leiter und auf künstlerischem Gebiet tätig sind.
Ihnen sind gleichsam Fähigkeiten der politisch-organisatorischen Arbeit — Fragen der Führungs- und Leitungstätigkeit sowie fachspezifische, das heißt methodische und pädagogische Erfahrungen zu vermitteln.
==== 3. Politisch-ideologische und geistig-kulturelle Betätigung ====
Das Niveau der politisch-ideologischen Tätigkeit muß durch kontinuierliche und konkrete Maßnahmen erhöht werden. Vor allem geht es darum, alle Sportfreundinnen und Sportfreunde zu erreichen und sie wirkungsvoll in die Arbeit einzubeziehen.
Ziel dieser Betätigung muß es sein, mitzuwirken an der Bildung und Erziehung sozialistischer Persönlichkeiten, die nach hohen Leistungen in der Schule, im Studium, im Beruf und im Sport streben und als bewußte Staatsbürger aus patriotischer Verantwortung ihren Beitrag zur allseitigen Stärkung unserer sozialistischen Republik leisten.
Das erfordert eine regelmäßige Auswertung und kritische Aussprache zu durchgeführten Beratungen und Anleitungen sowie die Anwendung positiver Erfahrungen. Gleichzeitig ist dabei die Diskussion in den Kollektiven zu aktuell-politischen Fragen offen und sachlich zu führen.
In den Gemeinschaften ist neben der Übungstätigkeit auch die geistig-kulturelle Betätigung stärker in das Kollektivleben einzubeziehen. Gemeinsam mit den Angehörigen, den Patenbetrieben und allen Mitgliedern sollten die Veranstaltungen und Wettkämpfe ausgewertet und in ein entsprechendes Programm eines kulturellen Abends eingegliedert werden.
==== 4. Führungs- und Leitungstätigkeit ====
Eine schnelle kontinuierliche Weiterentwicklung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR kann nur erreicht werden, wenn auf allen Ebenen das Niveau der Führungs- und Leitungstätigkeit, der Planung und Umsetzung erhöht und den Forderungen angepaßt wird.
Das verlangt von allen Spielleuten, Funktionären, Übungsleitern und Betreuern eine aktive schöpferische Mitarbeit, hohe Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewußtsein.
Für die einzelnen Leitungen ergeben sich dabei folgende Hauptaufgaben:
Die ''Sektionen'' richten ihr Augenmerk auf:
* Die Gewinnung neuer Mitglieder für den DTSB der DDR, vor allem im Nachwuchsbereich.
* Die Gestaltung eines abwechslungsreichen und den Klassifizierungsbedingungen entsprechendes Übungsprogramm und organisieren ein reges geistig-kulturelles Leben im Kollektiv.
* Unter Nutzung der Möglichkeiten in der Führung des sozialistischen Wettbewerbs beeinflussen sie die Gewinnung von neuen Übungsleitern, Kampfrichtern und Betreuern aus den eigenen Reihen und von außen.
Den ''Kreis-'' und ''Bezirksfachausschüssen'' obliegt die Aufgabe:
* der systematischen Anleitung der Sektionen und die Organisierung sowie Durchführung eines umfangreichen Wettkampfsystems im Territorium,
* die Vorbereitung und Durchführung zentraler Veranstaltungen (Wettkämpfe),
* Die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern sowie Kampfrichtern zu planen und den zentralen Vorhaben gemäß zu erfüllen. Dabei steht vor allem die Vorbereitung geeigneter Sportfreunde für zentrale Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Vordergrund.


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Version vom 14. Januar 2026, 14:44 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von "der tambour" zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!


6. Jahrgang, Ausgabe Juni 1974

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SIEGEREHRUNG für die Medaillengewinner des „Pionierpokalwettkampfes 1974“. Stellvertretend für ihre Kollektive nahmen die Stabführer von Hettstedt, Kleinröhrsdorf und Brandenburg die Medaille, Urkunde und Glückwünsche entgegen. Bleibt zu hoffen, daß auch in der Sonderklasse neue Erfolge hinzukommen.

Festes Fundament gibt Sicherheit

  • Wichtige Dokumente von ZSK bestätigt
  • Bisherige Arbeit mit positiven Ergebnissen

Nachdem in den zurückliegenden Wochen sehr viel über die weitere Entwicklung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR beraten, beschlossen, geschrieben und in zahlreichen Kollektiven geplant wurde, ist es nun an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen.

Die Zentrale Spielleutekommission beim Präsidium des DTSB der DDR hat im Verlauf ihrer ersten Beratung nach der Konstituierung die Konsequenzen gezogen und wichtige Beschlüsse für die künftige Arbeit gefaßt.

So wurde neben einem Grundsatzprogramm zur Entwicklung des „Zentralen Fanfarenzuges des DTSB der DDR“ der Perspektivplan der Spielleutebewegung im DTSB der DDR bis 1978 beraten und beschlossen.

Dieser Plan (Abdruck auf den Seiten 5 und 6 der heutigen Ausgabe) gibt allen Leitungen und Kollektiven eine klare Vorgabe für die nächsten Jahre und stellt ein festes Fundament dar, auf dem aufgebaut werden kann.

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, daß in den Bezirken mit der richtigen Einstellung an die Lösung der Aufgaben herangegangen und mit viel Einsatzbereitschaft gearbeitet wird.

Das wird ganz sicher zu Erfolgen führen, die zur weiteren Stabilisierung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR beitragen, aber auch von jedem einzelnen ein hohes Maß an Disziplin fordern.

Daß unsere Aktiven und Funktionäre mit ihrer ganzen Kraft hinter der neuen und verantwortungsvollen Aufgabenstellung stehen, zeigten nicht zuletzt die stattgefundenen Bezirksmeisterschaften, der Wettkampf um den „Pionierpokal“ und besonders der Sportlerappell zum V. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR.

Sektor Spielleute mit neuen Funktionären

Entsprechend der beschlossenen Struktur durch das Sekretariat des DTSB-Bundesvorstandes arbeiten künftig im Sektor Spielleute der Abteilung Propaganda/Kultur folgende Sportfreundinnen und Sportfreunde: BERND SCHENKE als Sektorenleiter, JENNY FINKE als Instrukteur, ROLF LORENZ und PETER AHLBORN jeweils als operativtätige Instrukteure und REGINA WENDLÄNDER als Sekretärin.

Unbesetzt sind noch die Funktionen des „Künstlerischen Leiters“ sowie des dritten operativen Instrukteurs.

Die Aufgabengebiete dieser Funktionäre sind recht unterschiedlich und von den festgelegten Schwerpunktaufgaben abhängig.

Während Sportfreund Schenke für die Gesamtleitung der Spielleutebewegung — einschließlich Anleitung, Führung und Kontrolle der Zentralen Spielleutekommission beim Präsidium des DTSB der DDR — verantwortlich ist und Sportfreundin Finke, die Koordinierung aller organisatorisch-technischen Aufgaben wahrnimmt, haben die operativtätigen Instrukteure (Sportfreunde Lorenz und Ahlborn) ihr Hauptbetätigungsfeld in der unmittelbaren Arbeit mit den Kollektiven in den Bezirken.

Gültige Anschrift

Auf Grund der bereits bekannten Veränderungen ist ab sofort folgende Postanschrift für die Zentrale Spielleutekommission gültig:

DTSB-Bundesvorstand
Sektor Spielleute
1055 Berlin
Storkower Straße 118
Tel.-Nr. 5 38 43 11 (Durchwahl)

Letzte Meldung

Damit es künftig besser wird

In Leipzig trafen sich am 4. Juni erstmals die Verantwortlichen für Nachwuchs der Bezirksfachausschüsse, um über ihre künftigen Aufgaben zu beraten. Diese Zusammenarbeit soll der Auftakt für eine kontinuierliche Tätigkeit in allen Bezirken in enger Verbindung mit der Kommission Nachwuchs der Zentralen Spielleutekommission sein, damit in allernächster Zukunft die Nachwuchsarbeit einheitlich und qualitativer gestaltet werden kann.

Erste Aufgabe der Funktionäre wird es sein, in ihren BFA dafür zu sorgen, daß sich jeder für die Aus- und Weiterbildung der Nachwuchskollektive verantwortlich fühlt und diese Frage nicht mehr als notwendiges Übel ansieht.

Was eine gute Arbeit auf diesem Gebiet wert ist, zeigten einige Bezirke bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften — die „DDR-Meisterschaft“ im Juli in Weißwasser wird es unterstreichen.

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ALS AUFSTEIGER in die Leistungsklasse zeigten sich die Mädchen und Jungen der BSG Stahl Hettstedt recht gut im Bilde und erspielten sich beim „Pionierpokal“ einen beachtlichen 2. Platz. Bei kontinuierlicher Arbeit wird das Erwachsenenkollektiv recht bald brauchbaren Nachwuchs erhalten.

republik-rundschau

POTSDAM — Der Fanfarenzug der SG Dynamo Potsdam gehörte am Wahltag zu den Mitgestaltern der Fernsehoriginalsendung „Wünsch Dir was“ und zeigte Ausschnitte aus seiner neuen Kür.

BERLIN — Das Kollektiv der SG Dynamo NW Berlin zählte zu den Mitwirkenden der Rahmenprogramme der stattgefundenen Bezirksdelegiertenkonferenzen und Verbandstage des DTSB der DDR. Sein Einsatz war u. a. bei der zentralen Delegiertenkonferenz der SV Dynamo.

MAGDEBURG — Im Verlauf der Delegiertenkonferenzen kamen auch zahlreiche Vertreter der Spielleutebewegung zu Wort.

In Magdeburg sprach beispielsweise Sportfreund Heinrich Hofmann von der BSG Traktor Seehausen über die Verantwortung der Übungsleiter bei der Erziehung des Nachwuchses, Sportfreund Leo Ertel von der SG Dynamo Potsdam gab einen Diskussionsbeitrag bei der Bezirksdelegiertenkonferenz der SV Dynamo in Potsdam zur politisch-ideologischen Arbeit in seinem Kollektiv.

KARL-MARX-STADT — Aus Anlaß der Etappenankunft der Friedensfahrer gestalteten die Spielleute des Industriebezirkes eine Musikschau mit den leistungsstärksten Kollektiven.

Wie in den anderen Etappenorten unserer Republik fanden die Darbietungen den ungeteilten Beifall des interessierten Sportpublikums.

LEIPZIG — Einen Stabführerlehrgang für die Leiter der Schalmeienkapellen der Leistungsklasse führte die Kommission Orchester durch.

Ziel der Zusammenkunft war, die bisherigen Dirigenten mit der einheitlichen Stabführung der Spielmanns- und Fanfarenzüge des DTSB der DDR vertraut zu machen und ihnen die Handhabung des Tambourstabes, der It. Wettkampfordnung gefordert ist, nahezubringen.

COTTBUS — Einen Nachwuchsspielmannszug hat nach der BSG Stahl Freital und der BSG Verkehrsbetriebe Dresden nun auch die BSG Fortschritt Cottbus aufgebaut.

Vierzig der neu gewonnenen Mädchen wurden inzwischen in den DTSB der DDR aufgenommen und erhöhten die Mitgliederzahl der Sektion auf 135 Sportfreundinnen.

BERLIN — Wir möchten nochmals darauf hinweisen, daß im DTSB-Materiallager Leipzig erst im zweiten Halbjahr 1974 einige Tambourstäbe und Marschtrommeln zur Auslieferung bereitstehen und nur nach vorheriger schriftlicher Bestellung an das Lager eine mögliche Berücksichtigung erfolgen kann.

Jahressportterminkalender 1974 — II. Halbjahr

Auf Grund der Veränderungen vieler Maßnahmen und neuer Termin- bzw. Aufgabenstellungen bringen wir nochmals eine Zusammenstellung der wichtigsten Daten für das zweite Halbjahr 1974:

JUNI
1. und 2. Bezirksmeisterschaft Cottbus in Lübbenau
4. Anleitung der Bezirksnachwuchsverantwortlichen in Leipzig
6. Sekretariatssitzung der ZSK in Berlin
7. bis 9. 15. Arbeiterfestspiele der DDR im Bezirk Erfurt
8. „Aufstiegsturnier zur Sonderklasse“ LK I SZ/Erw. in Mühlhausen
9. Bezirksmeisterschaft Dresden in Lommatzsch

Bezirksmeisterschaft Erfurt in Erfurt

17. bis 21. Übungsleiterlehrgang Stufe II / Fanfaren-Schalmeien
23. Bezirksmeisterschaft Potsdam in Brandenburg
29. und 30. Bezirksmeisterschaft Leipzig/Karl-Marx-Stadt in Oschatz
JULI
5. Anleitung der BFA-Vorsitzenden in Leipzig
7. bis 23. Trainingslager des „Zentralen Nachwuchsspielmannszuges des DTSB der DDR“ in Weißwasser
21. „DDR-Meisterschaft“ Nachwuchsspielmannszüge des DTSB der DDR in Weißwasser
AUGUST
14. Sekretariatssitzung der ZSK in Berlin
SEPTEMBER
6. Beratung der Zentralen Spielleutekommission in Berlin
7. und 8. „DDR-Bestenermittlung“ Schalmeien in Lauchhammer
14. Beratungen der Kommissionen Spielmannszüge, Fanfaren, Orchester und Nachwuchs
16. Anleitung der Bezirksübungsleiter in Leipzig
21. Beratung der Kommissionen Technik sowie Aus- und Weiterblidung
23. bis 27. Lehrgang für Übungsleiter Stufe II/Fanfaren
27. bis 29. „DDR-Meisterschaft“ Spielmannszüge/Erw. in Treuenbrietzen
OKTOBER
2. Sekretariatssitzung der ZSK in Berlin
11. Anleitung der BFA-Vorsitzenden in Leipzig
19. „DDR-Bestenermittlung“ Fanfaren in Potsdam
NOVEMBER
4. bis 8. Übungsleiterlehrgang Stufe II/Schalmeien
6. Sekretariatssitzung der ZSK in Berlin
16. Beratung der Kommissionen Spielmannszüge, Fanfaren, Orchester und Nachwuchs
25. bis 29. Übungsleiterlehrgang für alle Bezirksübungsleiter und musikalischen Leiter der zentralen Klangkörper
30. Beratung der Kommissionen Technik sowie Aus- und Weiterbildung
DEZEMBER
2. bis 6. Übungsleiterlehrgang Stufe III aller Genres
13. Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Berlin

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Weltmeisterin Erika Zuchold beim „Zentralen Mädchenspielmannszug“ zu Gast

  • Erfolgreiches Trainingslager der Mädchen in Leipzig
  • Weiterer Schritt in der Vereinheitlichung des Niveaus

Leipzig war vom 13. bis 17. Mai Austragungsort eines Trainingslagers des „Zentralen Mädchenspielmannszuges des DTSB der DDR“.

Aus Freital, Dresden, Quedlinburg und Benndorf waren Mitglieder der Mädchenkollektive gekommen, um sich auf die bevorstehenden Bezirksmeisterschaften und den Einsatz zum V. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR vorzubereiten.

ALS GAST waren die Mitglieder des Fanfarenzuges der BSG Einheit Pädagogik Leipzig in Großröhrsdorf und erwarben sich mit ihrem Auftreten die Sympathien der Zuchauer.

Vielseitig und interessant war das Programm gestaltet, um das Lernziel zu erreichen.

Geeignete Übungsleiter aus Kollektiven der Sonderklasse standen der Leitung des „ZMS“ zur Verfügung und so wurde es möglich, in der musikalischen Stabilisierung des Kollektivs entscheidende Fortschritte zu erzielen. Denn Fernziel des Trainingslagers und der Ausbildung ist der qualitativ verbesserte Auftritt der Mädchen im Rahmen des VI. Turn- und Sportfestes der DDR 1977 in Leipzig.

Neben der musikalisch-technischen Unterrichtsgestaltung kam die Freizeit keineswegs zu kurz.

Herzlich begrüßter Gast der Mädchen war am ersten Abend die erfolgreiche Turnerin unserer Republik, Erika Zuchold, die in Leipzig zu Hause ist und an einer Oberschule als Lehrerin wirkt.

Sie plauderte in Verbindung mit einem Farblichtbildervortrag über die Olympischen Sommerspiele 1972 und ihre Eindrücke bei internationalen Starts.

Selbstverständlich gab es auch Fragen an die „Frau Erika Zuchold“, die sie gern beantwortete.

Ein Diskoabend, die Gestaltung eigener Programmteile zum Abschluß des Lagers und Besichtigungen der Messestadt Leipzig an einem freien Nachmittag vervollständigten die Tagesabläufe.

Zu einem Höhepunkt des Aufenthaltes in Leipzig wurde ein Auftritt des zentralen Klangkörpers in Vorbereitung der Kommunalwahlen, der ein interessiertes Publikum fand.

Alles in allem, ein relativ kurzes Trainingslager, das aber dazu beigetragen hat, der neuen Leitung weiteres Selbstvertrauen zu geben, dem verantwortlichen Übungsleiter einen klaren Überblick zum Leistungsstand zu vermitteln und die Mädchen einander näherzubringen.

Helga Neuwirth, Leiter des ZMS

Leipzig im Juli 1977 Gastgeber

Das VI. Turn- und Sportfest der DDR und die VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in den olympischen Sommersportarten findet vom 25. bis 31. Juli in Leipzig statt.

Das wurde auf dem V. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR beschlossen. Für die Spielleute des DTSB der DDR heißt das, alle Kräfte auf dieses gesellschaftspolitische Ereignis zu konzentrieren, denn die zu erwartenden Aufgaben werden höchste Qualität notwendig machen.

Es muß nicht immer gleich der DTSB-Bundesvorstand sein

Damit es nicht zur Gewohnheit wird, soll es an dieser Stelle nochmals geschrieben stehen.

Der DTSB-Bundesvorstand ist nur dann von Sektionen oder KFA bzw. BFA anzuschreiben, wenn es keinen anderen Weg mehr gibt, um Probleme zu lösen.

Das war in letzter Zeit leider nicht immer der Fall — mit jeder Frage wandten sich Mitglieder aus Sektionen an uns und nahmen uns damit viel Zeit, die für zentrale Aufgaben dringend benötigt wurde.

Deshalb sei hier deutlich gesagt:

1. Schriftverkehr sollte in jeder Sektion grundsätzlich nur ein Sportfreund führen (möglichst der Sektionsleiter).

2. Die Sektionen haben sich in jedem Fall erst an den KFA oder BFA zu wenden. Erhalten sie von dort keine befriedigende Antwort, sind die Kreis- bzw. Bezirksvorstände die nächsten Stationen.

Sollte auch von dort keine zufriedenstellende Antwort kommen, ist die Möglichkeit der Verbindung zum Bundesvorstand gegeben. Doch das sollte eben erst in letzter Instanz erfolgen.

3. Für alle Fachprobleme sind die jeweiligen Fachkommissionen zuständig. Das trifft für die KFA, BFA ebenso zu, wie für die Zentrale Spielleutekommission.

Also, künftig nicht den Bundesvorstand anschreiben, sondern die Vorsitzenden der Fachkommissionen (Spielmannszüge — H. Winkler, Fanfarenzüge — S. Hartig, Orchester — G. Schlaefke, Nachwuchs — R. Lorenz, AG Kampfrichter — P. Ahlborn). Sie können eine spezielle Antwort geben und sind einzig und allein für diese Probleme zuständig.

Der Sektor Spielleute des DTSB-Bundesvorstandes behält es sich vor, künftig Schreiben, die nicht den entsprechenden Leitungsweg durchlaufen, an den Absender zurückzusenden.

Das trifft auch für Fragen und Probleme zu, die von Sektionsmitgliedern an uns herangetragen werden, ohne daß der betreffende Sportfreund einen Leitungsauftrag dazu hat.

Wir bitten für diese Maßnahmen im Interesse einer kontinuierlichen Arbeitsweise zum Nutzen der Spielleutebewegung des DTSB der DDR um entsprechendes Verständnis. Bernd Schenke, Sektorenleiter

Nachruf

Das Kollektiv des Spielmannszuges der BSG AUFBAU BRANDENBURG trauert um sein langjähriges Mitglied, den Sportfreund

WERNER KÖNIG

Bis zu seinem Tod war er stets bemüht, das Kollektiv tatkräftig zu unterstützen, um die Traditionen der Spielleutebewegung des DTSB der DDR, der er 25 Jahre angehörte, zu pflegen und zu fördern.

Die Sportfreundinnen und Sportfreunde des Spielmannszuges werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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Freitaler Jubiläum mit populären Gästen aus Potsdam und Leipzig

Aus Anlaß der Betriebs- und Wohngebietsfestspiele des Edelstahlwerkes hatte sich die Sektion Spielleute der BSG Stahl Freital zu ihrem 5jährigen Bestehen Gäste aus Potsdam, Leipzig und Bad Liebenwerda eingeladen.

Zum Eröffnungsappell vereinten sich 300 Spielleute im Neubaugebiet, um den in reicher Anzahl erschienenen Zuschauern eine Probe ihres Könnens darzubieten.

5 Jahre Mädchenspielmannszug in Freital

Am Sonntag imponierten zu einem Platzkonzert aller Teilnehmer das Fanfarenkollektiv der SG Dynamo Potsdam Stadt, das Fanfarenorchester der BSG Lok Mitte Leipzig, das Pionierblasorchester der Musikschule Bad Liebenwerda und der Mädchenspielmannszug mit guten musikalischen Leistungen. Besonders gelungen war das Zusammenspiel des Fanfarenzuges mit dem Mädchenspielmannszug und des Pionierblasorchesters mit dem Mädchenspielmannszug.

Der Höhepunkt, die Musikschau aller beteiligten Kollektive, war eine besonders gute Probe für alle. Dabei bestach und überzeugte der Fanfarenzug der SG Dynamo Potsdam Stadt mit seinem neuen Programm.

Diese Veranstaltung reihte sich gut in die Vorbereitungsarbeit der Kollektive für die bevorstehenden Höhepunkte — die Kommunalwahlen und den 25. Jahrestag der DDR — ein. Frank Mierisch

Gastgeber nutzte seinen Heimvorteil und siegte

Der in diesem Jahr leider zahlenmäßig recht schwach besetzte Wettkampf um den „Pionierpokal“ in Großröhrsdorf endete mit einem Sieg des Gastgebers — der Mädchen und Jungen der SG KLEINRÖHRSDORF.

Mit viel Liebe und Mühe hatten die Organisatoren versucht, den startenden Spielmannszügen der Leistungsklasse/Nachwuchs bestmöglichste Bedingungen zu schaffen, was ihnen auch gelungen ist.

Die angereisten Kollektive waren gewillt, ihre Chance zu nutzen, um im nächsten Jahr Mitglied der höchsten Spielklasse zu sein und in den Kampf um den Titel eines „DDR-Meisters“ einzugreifen.

Nun, bis dahin vergehen noch einige Monate, ist viel Arbeit notwendig, um an der Leistungsstabilisierung zu wirken.

Zu den Vertretern der Leistungsklasse/Nachwuchs hatten sich noch Kollektive der Sonderklasse und der Allgemeinen Klasse gesellt, so daß im bekannten Rödertalstadion vor etwa 3000 Zuschauern doch noch ein recht illustres Feld vor den kritischen Augen der Kampfrichter stand.

Das Kollektiv der BSG Chemie Geraberg eröffnete den Wettkampf und erst nach dem Vortrag des letztstartenden Spielmannszuges stand der Sieger fest.

Bei den überwiegend ausgeglichenen Leistungen hatten die Sportfreunde von Kleinröhrsdorf (unser Bild) dann knapp die Nase vorn, dicht gefolgt von dem Hettstedter und Brandenburger Spielleutenachwuchs.

Bedauerlich war nur, daß wieder einmal Kinder um den Lohn ihrer Anstrengungen gebracht wurden, weil die zuständigen Funktionäre die Wettkampfordnung nur ungenügend beherrschten. Das kostete Zehntelpunkte, die sich auf die Endplazierung negativ auswirkten.

Hier das Gesamtergebnis:

1. SG Kleinröhrsdorf
Gewinner des „Pionierpokals“
44.55 Pkt.
2. BSG Stahl Hettstedt 44.35 Pkt.
3. BSG Stahl Brandenburg 44.20 Pkt.
4. BSG Motor Zeitz 43.75 Pkt.
5. BSG Traktor Luisenthal 40.95 Pkt.
6. BSG Chemie Geraberg 38.10 Pkt.

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Perspektivprogramm bis 1978 setzt für jeden hohe Maßstäbe

  • Im Vordergrund die Aus- und Weiterbildung
  • Sorge um den Nachwuchs muß Anliegen aller werden

„Für das Ziel, unser sozialistisches Vaterland, die DDR, allseitig zu stärken, Körperkultur und Sport zur Sache des ganzen Volkes zur machen und den Deutschen Turn- und Sportbund der DDR als Initiator und Organisator des Sports zu festigen und zu entwickeln“,

BEZIRKSMEISTERSCHAFTEN gehören seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Veranstaltungen innerhalb der Spielleutebewegung. Sie demonstrieren einerseits die Breitenarbeit im Territorium und bilden andererseits gesellschaftliche Höhepunkte, an denen die Bevölkerung lebhaft Anteil nimmt. Unser Bild stammt von der BM 1973 in Ruhland.

wie es in der Entschließung des V. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR heißt, wirken auch die Spielleute im DTSB der DDR und streben nach hohen Ergebnissen in der politisch-ideologischen, geistig-kulturellen, organisatorischen und künstlerischen Betätigung.

Sie werden auf die Traditionen der Arbeitersportbewegung aufbauend, ihre ganze Kraft einsetzen, um die umfangreiche Aufgabenstellung des VIII. Parteitages der SED in ihrem Bereich erfolgreich durchzusetzen.

Es hat sich in den zurückliegenden Monaten gezeigt, daß in allen Kollektiven eine große Bereitschaft vorhanden ist, das gemeinsame Ziel mit höchster Qualität zu erreichen.

Der bevorstehende 25. Jahrestag der Gründung der DDR ist in den gemeinsamen Anstrengungen als erste Etappe zu nutzen, um gleich mit Beginn der vielseitigen Tätigkeiten und Aktivitäten effektive Ergebnisse zu erzielen als Dank und Verpflichtung für die großzügige Förderung von Körperkultur und Sport durch unsere Partei- und Staatsführung. Worum geht es in der künftigen Arbeit?

1. Allseitige Verbesserungen im Übungs- und Wettkampfbetrieb

Wenn wir die uns übertragene Aufgabenstellung in allen Bereichen mit höchster Qualität und maximalsten Ergebnissen erfüllen wollen, müssen der Übungs- und Wettkampfbetrieb als wirksamste Voraussetzungen für unsere allseitige Betätigung systematisch entwickelt und vervollkommnet werden.

Vor allem der Wettkampfbetrieb ist ein wesentliches Kriterium der Leistungsentwicklung. Er bietet Gelegenheit, das eigene künstlerische Niveau zu überprüfen und vielseitige Erfahrungen auszutauschen.

Deshalb sind neben den jährlichen Bezirksmeisterschaften, den DDR-Bestenermittlungen, DDR-Meisterschaften und anderen zentralen Wettkämpfen aller Genres weitere umfassende Möglichkeiten in den Bezirken und Kreisen zu schaffen.

Das gilt vor allem für die Kreis- sowie Bezirkskinder- und Jugendspartakiaden.

Unsere Klangkörper sollten nicht nur im Rahmenprogramm auftreten, sondern während der Spartakiade ihren territorialen Wettkampf bestreiten.

Auch die Pokalturniere zu Ehren der jährlichen Werner-Seelenbinder-Ehrung und andere Pokalwettkämpfe sind in allen Bezirken zu nutzen, um eine zusätzliche Wettkampfbetätigung zu schaffen.

In den zurückliegenden Jahren hat sich die Anzahl der neugebildeten Kollektive und damit die Anzahl der Aktiven innerhalb der Spielleutebewegung des DTSB der DDR beträchtlich erhöht.

Die rechtzeitige Heranbildung des Nachwuchses ist in allen Genres dringend erforderlich, um die künftigen Aufgaben weitsichtig vorzubereiten.

Es gilt deshalb, besonders die Bildung von Nachwuchsspielmannszügen und die weitere Gewinnung von Aktiven für die bestehenden Fanfarenzüge und Schalmeienkapellen sowie Blas- und Fanfarenorchester in den Vordergrund zu stellen. Der gegenwärtige Stand von 246 Kollektiven mit etwa 11 000 Aktiven ist in den folgenden Jahren bis 1978 auf 290 Kollektive mit etwa 13 000 Aktiven zu erhöhen. Der Vorrang gilt dabei dem Aufbau und der weiteren Entwicklung von Nachwuchsspielmannszügen in den Betriebs- und Schulsportgemeinschaften.

Diese Entwicklung muß der Ausgangspunkt für die zentrale Zielstellung und ihre Erfüllung in der Spielleutebewegung sein, die darin besteht, in allen Belangen leistungsstarke „Zentrale Klangkörper des DTSB der DDR“ zu entwickeln und für repräsentative Auftritte vorzubereiten.

Das erfordert in allen Kreisen und Bezirken, ständigen Einfluß auf das politisch-ideologische, organisatorische und vor allem künstlerische Niveau der Klangkörper zu nehmen und gleichzeitig in allen Kreisen die Neubildung von Klangkörpern und ihre zielgerichtete Ausbildung zu unterstützen.

Die bestentwickeltsten Kollektive sind an zentrale Aufgaben heranzuführen und in Bezirkskorps der Spielleute für größere Einsätze vorzubereiten.

Die zentralen Klangkörper der einzelnen Genres sind so strukturell zusammenzusetzen, daß sie unter territorialen Gesichtspunkten stets nur von den leistungsstärksten Kollektiven vertreten werden.

Fortsetzung auf Seite 6

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Fortsetzung von Seite 5

Dazu ist in allen Bezirken ein Arbeitsprogramm aufzustellen, daß der besonderen Unterstützung dieser Klangkörper Platz bietet und an sie konkrete Forderungen im Wettkampfbetrieb stellt.

2. Kaderentwicklung

ERSTMALS bei einem zentralen Wettkampf dabei und gleich der Gewinn der Bronzemedaille — ganz sicher eine stolze Bilanz des Nachwuchsspielmannszuges der BSG Stahl Brandenburg, der sich damit den Aufstieg in die Sonderklasse sicherte und 1975 mit den besten Nachwuchskollektiven des DTSB der DDR um gute Plätze kämpfen wird.

Die allseitige Verbesserung des Übungs- und Wettkampfbetriebes setzt eine zielstrebige und kontinuierliche Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern sowie eine systematische Herausbildung und Weiterqualifizierung von Kampfrichtern voraus.

Es muß deshalb das Ziel sein:
die Ausbildung der Übungsleiter in den Bezirken auf breitester Ebene vorzunehmen.

Aus allen Kollektiven aller Genres sind geeignete Kader auszuwählen und in die Ausbildung zur Überleitungsstufe I und II einzubeziehen. In gemeinsamer Tätigkeit aller Spielleute des DTSB der DDR sind in allen Kollektiven aller Genres mindestens 2 Übungsleiter der Stufe I auszubilden. Gleichermaßen ist die Vorbereitung der Sportfreunde für die Stufen II und III in den Bezirken kontinuierlich durchzuführen, um damit Voraussetzungen zu schaffen, die eine Steigerung des künstlerischen Niveaus in den Sektionen, Kreisen und Bezirken ermöglicht.

Für die Kollektive heißt das, mindestens folgende Übungsleiter heranzubilden:

Spielmannszüge/Erwachsene
Allgem. Kl: 1 in der Stufe I,
Leistgskl. III: 2 in der Stufe I; 1 in der Stufe II
Leistgskl. II: 3 in der Stufe I; 2 in der Stufe II
Leistgskl. I: 5 in der Stufe I; 3 in der Stufe II
Sonderklasse: 7 in der Stufe I; 3 in der Stufe II
Spielmannszüge/Nachwuchs
Leistgskl.: 3 Hilfsübungsleiter aus den Reihen der Aktiven
Leistgskl.: 5 Hilfsübungsleiter aus den Reihen der Aktiven
Fanfarenzüge
Allgem. Kl.: 2 in der Stufe I; 1 in der Stufe II
Leistgskl.: 5 in der Stufe I; 3 in der Stufe II
Schalmeienkapellen
Allgem. Kl.: 5 in der Stufe I; 2 in der Stufe II
Leistgskl.: 7 in der Stufe I; 5 in der Stufe II

Zur niveauvolleren und inhaltlichen Gestaltung der Wettkämpfe sowie weiteren künstlerischen Entwicklung der Klangkörper ist die Ausbildung von Kampfrichtern mit fachlichspezifisch hohen Fähigkeiten in allen Kreisen, Bezirken und zentral verbunden.

Daraus ergibt sich folgende konkrete Zielstellung:

In gemeinsamer Tätigkeit sind jährlich 30 Kampfrichter für zentrale Wettkämpfe neu auszubilden.

Das untergliedert sich in 16 für Spielmannszüge
7 für Schalmeienkapellen
7 für Fanfarenzüge

In den Bezirken ist die Ausbildung dahingehend zu beeinflussen, daß jährlich ein komplettes Kampfgericht für Spielmannszüge, Schalmeienkapellen und Fanfarenzüge (je nach Existenz der Genres) für Bezirksmeisterschaften anderer Bezirke neu gebildet wird, und die erfahrensten Kampfrichter bei Weiterbildungsveranstaltungen die Qualifikation für die Wertung bei zentralen Wettkämpfen erwerben.

In den Sektionen und Kreisen ist zu organisieren, daß die auf diesen Ebenen tätigen Funktionäre territorial für ihre spezifische Aufgabenstellung aus- und weitergebildet werden.

Das ist in Verbindung mit den Vorständen der Sportgemeinschaften und den Kreisvorständen des DTSB der DDR abzusichern. Auf bezirklicher und zentraler Ebene sind diese Maßnahmen durch den Bundesvorstand zu organisieren und kontinuierlich durchzuführen.

Die Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung beziehen sich vor allem auf Funktionäre, die als politisch-organisatorische Leiter und auf künstlerischem Gebiet tätig sind.

Ihnen sind gleichsam Fähigkeiten der politisch-organisatorischen Arbeit — Fragen der Führungs- und Leitungstätigkeit sowie fachspezifische, das heißt methodische und pädagogische Erfahrungen zu vermitteln.

3. Politisch-ideologische und geistig-kulturelle Betätigung

Das Niveau der politisch-ideologischen Tätigkeit muß durch kontinuierliche und konkrete Maßnahmen erhöht werden. Vor allem geht es darum, alle Sportfreundinnen und Sportfreunde zu erreichen und sie wirkungsvoll in die Arbeit einzubeziehen.

Ziel dieser Betätigung muß es sein, mitzuwirken an der Bildung und Erziehung sozialistischer Persönlichkeiten, die nach hohen Leistungen in der Schule, im Studium, im Beruf und im Sport streben und als bewußte Staatsbürger aus patriotischer Verantwortung ihren Beitrag zur allseitigen Stärkung unserer sozialistischen Republik leisten.

Das erfordert eine regelmäßige Auswertung und kritische Aussprache zu durchgeführten Beratungen und Anleitungen sowie die Anwendung positiver Erfahrungen. Gleichzeitig ist dabei die Diskussion in den Kollektiven zu aktuell-politischen Fragen offen und sachlich zu führen.

In den Gemeinschaften ist neben der Übungstätigkeit auch die geistig-kulturelle Betätigung stärker in das Kollektivleben einzubeziehen. Gemeinsam mit den Angehörigen, den Patenbetrieben und allen Mitgliedern sollten die Veranstaltungen und Wettkämpfe ausgewertet und in ein entsprechendes Programm eines kulturellen Abends eingegliedert werden.

4. Führungs- und Leitungstätigkeit

Eine schnelle kontinuierliche Weiterentwicklung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR kann nur erreicht werden, wenn auf allen Ebenen das Niveau der Führungs- und Leitungstätigkeit, der Planung und Umsetzung erhöht und den Forderungen angepaßt wird.

Das verlangt von allen Spielleuten, Funktionären, Übungsleitern und Betreuern eine aktive schöpferische Mitarbeit, hohe Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewußtsein.

Für die einzelnen Leitungen ergeben sich dabei folgende Hauptaufgaben:

Die Sektionen richten ihr Augenmerk auf:

  • Die Gewinnung neuer Mitglieder für den DTSB der DDR, vor allem im Nachwuchsbereich.
  • Die Gestaltung eines abwechslungsreichen und den Klassifizierungsbedingungen entsprechendes Übungsprogramm und organisieren ein reges geistig-kulturelles Leben im Kollektiv.
  • Unter Nutzung der Möglichkeiten in der Führung des sozialistischen Wettbewerbs beeinflussen sie die Gewinnung von neuen Übungsleitern, Kampfrichtern und Betreuern aus den eigenen Reihen und von außen.

Den Kreis- und Bezirksfachausschüssen obliegt die Aufgabe:

  • der systematischen Anleitung der Sektionen und die Organisierung sowie Durchführung eines umfangreichen Wettkampfsystems im Territorium,
  • die Vorbereitung und Durchführung zentraler Veranstaltungen (Wettkämpfe),
  • Die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern sowie Kampfrichtern zu planen und den zentralen Vorhaben gemäß zu erfüllen. Dabei steht vor allem die Vorbereitung geeigneter Sportfreunde für zentrale Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Vordergrund.

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