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Für die Durchführung von Leistungsvergleichen waren auf regionaler Ebene die Kreis- und Bezirkskabinette für Kulturarbeit und auf zentraler Ebene das Zentralhaus für Kulturarbeit (Leipzig) verantwortlich. Parallel wurden diese Leistungsvergleiche auch innerhalb der FDJ-[[Bezirksmusikkorps]] durchgeführt. | Für die Durchführung von Leistungsvergleichen waren auf regionaler Ebene die Kreis- und Bezirkskabinette für Kulturarbeit und auf zentraler Ebene das Zentralhaus für Kulturarbeit (Leipzig) verantwortlich. Parallel wurden diese Leistungsvergleiche auch innerhalb der FDJ-[[Bezirksmusikkorps]] durchgeführt. | ||
Einschätzungen sollten möglichst aller zwei Jahre vorgenommen werden. Die Einstufungen erfolgten in drei Kategorien: | Einschätzungen sollten möglichst aller zwei Jahre vorgenommen werden. Die Einstufungen erfolgten in drei Kategorien (wobei unklar ist, worin diese sich unterschieden bzw. wie sie für die einzelnen Orchester festgelegt wurden): | ||
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In diesen Stufen wurden die Prädikate nach musikalischer Leistung (max. 140 Punkte) vergeben: | In diesen Stufen wurden die Prädikate nach musikalischer Leistung (max. 140 Punkte) vergeben: | ||
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* teilgenommen (bis 99 Punkte) | * teilgenommen (bis 99 Punkte) - faktisch wurde dann gar kein Prädikat vergeben. | ||
Das Prädikat „Oberstufe sehr gut“ bei den Leistungsvergleichen der [[Bezirksmusikkorps]] der FDJ war die Mindestanforderung für die Einberufung in das [[Zentrales Musikkorps der FDJ und der Pionierorganisation Ernst Thälmann der DDR|Zentrale Musikkorps]]. | |||
Gewertet wurde nach folgenden Kriterien und Punktzahlen: | |||
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!Bewertung | |||
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|Dynamik, Phrasierung, Artikulation, Tongestaltung | |||
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|Stimmung | |||
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|Kompositionsgerechte Gestaltung | |||
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|Inhalt, Schwierigkeitsgrad, Programmgestaltung | |||
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|Äußeres Auftreten, Gesamteindruck | |||
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Genaue Unterlagen oder Richtlinien (wie etwa die [[Wettkampfordnung]] des DTSB) zur Bewertung und den zu berücksichtigten Fehlern, sind nicht öffentlich zugänglich. Im Detail ist also nicht mehr bekannt, wie die Punkte im Detail vergeben wurden. Ebenso ist nicht belegt, wer genau da mit welcher Expertise diese Leistungsbewertung vorgenommen hat. Auch sind keine gesammelten Ergebnisse solcher Vergleiche überliefert. | |||
== Veranstaltungen und Ergebnisse == | == Veranstaltungen und Ergebnisse == | ||
Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 13:33 Uhr
Ein Leistungsvergleich war in der DDR eine Art Wettkampf, bei dem der gezeigte Vortrag eines Zuges mit einem Prädikat (=Leistungsbewertung) versehen wird.
Insbesondere als Bezirksleistungsvergleich fand dieser Wettbewerb unter dem Aspekt der Bewertung unabhängig ihrer Organisationszugehörigkeit statt, es traten somit Klangkörper gegeneinander an, die im DTSB, in der FDJ, der GST oder anderen organisiert waren. Insbesondere bei den Spielleuten, die über die FDJ oder Feuerwehr organisiert waren, wurden derartige Vergleiche auch innerhalb der Organisation durchgeführt. Dies geschah zumeist im Rahmen anderer Veranstaltungen (z.B. Pioniertreffen, Feuerwehrfeste).
Im Gegsatz zu den Wettkämpfen des DTSB gab es bei den Leistungsvergleichen keine Klassifizierung der einzelnen Züge vorab durch entsprechend vorangegangene Platzierungen. Ebenso fehlt es an entsprechenden Regelungen zum Ablauf und der Bewertung der Vorträge, zumindest sind keine bekannt.
Den Vereinen wurde am Ende eine Urkunde ausgehändigt, in der die Leistung mit einem Prädikat bescheinigt wurde.
Für die Durchführung von Leistungsvergleichen waren auf regionaler Ebene die Kreis- und Bezirkskabinette für Kulturarbeit und auf zentraler Ebene das Zentralhaus für Kulturarbeit (Leipzig) verantwortlich. Parallel wurden diese Leistungsvergleiche auch innerhalb der FDJ-Bezirksmusikkorps durchgeführt.
Einschätzungen sollten möglichst aller zwei Jahre vorgenommen werden. Die Einstufungen erfolgten in drei Kategorien (wobei unklar ist, worin diese sich unterschieden bzw. wie sie für die einzelnen Orchester festgelegt wurden):
- Oberstufe
- Mittelstufe
- Grundstufe
In diesen Stufen wurden die Prädikate nach musikalischer Leistung (max. 140 Punkte) vergeben:
- ausgezeichnet (130-140 Punkte),
- sehr gut (115-129 Punkte),
- gut (100-114 Punkte),
- teilgenommen (bis 99 Punkte) - faktisch wurde dann gar kein Prädikat vergeben.
Das Prädikat „Oberstufe sehr gut“ bei den Leistungsvergleichen der Bezirksmusikkorps der FDJ war die Mindestanforderung für die Einberufung in das Zentrale Musikkorps.
Gewertet wurde nach folgenden Kriterien und Punktzahlen:
| Bewertung | Maximale Punktzahl |
|---|---|
| Technische Ausführung und Können | 30 |
| Rhythmik, Tempo | 15 |
| Dynamik, Phrasierung, Artikulation, Tongestaltung | 20 |
| Stimmung | 15 |
| Kompositionsgerechte Gestaltung | 25 |
| Inhalt, Schwierigkeitsgrad, Programmgestaltung | 30 |
| Äußeres Auftreten, Gesamteindruck | 5 |
| Gesamt | 140 |
Genaue Unterlagen oder Richtlinien (wie etwa die Wettkampfordnung des DTSB) zur Bewertung und den zu berücksichtigten Fehlern, sind nicht öffentlich zugänglich. Im Detail ist also nicht mehr bekannt, wie die Punkte im Detail vergeben wurden. Ebenso ist nicht belegt, wer genau da mit welcher Expertise diese Leistungsbewertung vorgenommen hat. Auch sind keine gesammelten Ergebnisse solcher Vergleiche überliefert.
Veranstaltungen und Ergebnisse
12. Mai 1968 in Altenburg
Leistungsvergleich der neun besten Fanfarenzüge des Bezirkes Leipzig[1]
1. Platz: Ventilfanfarenzug der BSG Lokomotive Leipzig Mitte (Stadtfanfarenzug), verblieb damit in Leistungsklasse 1
3. Platz: Naturfanfarenzug der BSG Einheit Pädagogik Leipzig (Fanfarenzug Leipzig-Nordost), verbleibt in LK1
Einzelnachweise
- ↑ Der Tambour 5/1968
