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Der Tambour/Ausgabe 1980 09: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Unsere Besten für die Miniaturschau ===
Fortsetzung von Seite 1
stungsstärksten SportIlerinnen und Sportler der einzelnen Genres zurückgreifen. Vom 20. Juli bis 6. August 1981 beschließen die Berufenen in einem Vorbereitungslager in der zentralen Ausbildungsstätte des DTSB Rerik die Präparationen auf die Miniaturschau.
Folgende Kollektive wurden ausgewählt:
Erwachsenen — Spielmannszüge (140 Teilnehmer) : DDR-Meister Union Mühlhausen, Dynamo Halle, Lok Mühlhausen, MK Ziegelrode, Baukema Aschersleben.
Nachwuchs — Spielmannszüge (81) : DDR-Meister Union Mühlhausen, Dynamo Halle, Baukema Aschersleben.
Zentraler Mädchenspielmannszug (35) : Stahl Freital, Verkehrsbetriebe Dresden, Fortschritt Cottbus.
Fanfarenzüge (80): DDR-Meister SG Dynamo Potsdam-Stadt.
Schalmeienkapellen (60): DDR-Meister BSG Vorwärts Zinna.
Blasorchester (90): Lok Dresden, Ketzin, SG Netzschkau, Fortschritt Adorf, SG Ottendorf.
'''ROLF LORENZ<br />Leiter des Gestalterkollektivs'''
=== Leo Ertel wurde ausgezeichnet ===
Das Mitglied der Zentralen Spielleutekommission und Vorsitzender der Kommission Fanfaren, Leo Ertel (SG Dynamo Potsdam-Stadt), wurde beim Ball der Volkskunst in Potsdam ausgezeichnet. Leo Ertel, 29-jähriger Pädagoge, erhielt die „Medaille für hervorragende Leistungen im künstlerischen Volksschaffen der DDR“. Trotz seiner Jugend gehört Genosse Ertel bereits zu den verdienstvollsten Spielleuten unserer sozialistischen Sportorganisation. Sein Wirken ist beispielhaft für die nahezu 15 000 Mitglieder der Spielleutebewegung.
=== Fanfarenorchester ===
Gegenwärtig gehören sechs Fanfarenorchester unserer Spielleutebewegung an. Dies führte zu ersten Überlegungen, ob man diesen Sportfreunden im kommenden Jahr erstmals mit einer Bestenermittlung Wettkampfmöglichkeiten schaffen kann.
=== Kommuniqué ===
'''der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Leipzig'''
[[Datei:DerTambour1980-9-2-1.png|mini|337x337px|'''FRANK MIERISCH,''' der Sektionsleiter von Stahl Freital, wurde in das Fest- und Spartakiadekomitee der DDR zum VII. Turn- und Sportfest und der IX. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1983 in Leipzig berufen.]]
Die Zentrale Spielleutekommission führte am 24. September 1980 in Leipzig eine turnusmäßige Beratung durch, die den Anlauf der Wahlen in der Spielleutebewegung des DTSB der DDR zum Inhalt hatte.
Die Kommission konnte feststellen, daß die überwiegende Mehrheit der Sektionen ihre Aufgaben erfüllte und sich neue, höhere Ziele im sozialistischen Wettbewerb innerhalb der „Sportstafette X. Parteitag“ stellte. Trotzdem sind durch die Bezirksfachausschüsse die Anstrengungen zu verstärken, daß alle Sektionen und Kreisfachausschüsse mit konkret abrechenbaren Kriterien am Wettbewerb teilnehmen.
Die neu- und wiedergewählten Sportfunktionäre sind differenziert zu schulen. Die Sportfreunde sind mit ihrem Funktionsbild und den zu lösenden Aufgaben vertraut zu machen.
Die Zentrale Spielleutekommission nahm einen weiteren Bericht zum Stand der Vorbereitungen des VII. Turn- und Sportfestes 1983 in Leipzig entgegen und bestätigte die Teilnehmer an der Miniaturschau und die Vorbereitungen darauf im Juli und August 1981.
Die ZSK schätzte ausführlich die Wettkämpfe der Spielleute im Jahre 1980 ein. Dabei vermochte die Zentrale Spielleutekommission Fortschritte im Auftreten und in der musikalisch-technischen Leistung der Klangkörper festzustellen.
Die Organisatoren sorgten in der zurückliegenden Saison mit Fleiß und Tatkraft für ansprechende Bedingungen bei Wettkämpfen und Auftritten. Mängel traten vor allem bei der Einhaltung der Wettkampfordnung auf. Die Anzahl jener Kollektive, die zu zentralen und regionalen Wettkämpfen nicht antraten ist gestiegen. Dazu erfolgt eine gesonderte Information. Zugleich sind auf Vorschlag der Kommission Technik Maßnahmen beraten wurden, die den erzieherischen Einfluß auf die Kollektive verstärken, um möglichst alle Klangkörper für unser bewährtes Wettkampfsystem und dem Leistungsvergleich zu überzeugen.
Die Zentrale Spielleutekommission erwartet zu den Auftritten und Wettkämpfen des kommenden Jahres eine weitere verbesserte Disziplin und zieht jene zur Verantwortung, die das einsatzbereite Wirken der Kampfrichter durch Unsportlichkeiten belasten und die bedeutsame ehrenamtliche Tätigkeit dieser unentbehrlichen Helfer des Sports in Mißkredit bringen.
Die ZSK beschloß, daß die Bezirksmeisterschaften 1981 bis zum 30. Juni abzuschließen sind und nicht an jenen Tagen durchgeführt werden dürfen, an denen DDR-Meisterschaften, gleich welchen Genres, stattfinden.
Die Klangkörper, die 1981 zu den Aufstiegsturnieren zur Sonderklasse die Plätze 1 bis 3 belegen, erhalten Medaillen. Pokale werden nicht mehr vergeben.
Die Zentrale Spielleutekommission bestätigte die Finanzordnung für die Spielleutebewegung. Sportfreundin Ellen Regler erstattete Bericht zur Finanzauslastung 1980.
Die ZSK nahm eine Information zur Arbeits- und Terminplanung 1981 entgegen.
'''ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION'''


== Seite 3 ==
== Seite 3 ==
'''Sektionswahlversammlung bei Union Mühlhausen'''
=== Bei Union ist man nicht selbstzufrieden ===
'''Weiterer Niveauzuwachs über bessere Ausbildung'''
[[Datei:DerTambour1980-9-3-2.png|mini|145x145px]]
Die erfolgreichste und leistungsstärkste Spielleutesektion ist zweifellos jene der BSG Union Mühlhausen. Der Erwachsenen-Spielmannszug dominierte bei den seit 1970 neunmal ausgetragenen DDR-Meisterschaften allein achtmal, mußte sich nur vor zwei Jahren hinter Dynamo Halle mit dem Ehrenplatz begnügen. Sechs Titel gewann der Nachwuchs-Spielmannszug, wobei man seit 1975 ununterbrochen die DDR-Meisterschaft für sich entschied. Eine Bilanz, wie sie tatsächlich keine andere Spielleutesektion unseres Landes zu ziehen vermag.
So diskutierten die Thüringer in ihrer Sektions-Wahlversammlung vor allem auch, wie sie mit beiden Klangkörpern ihre führende Position behaupten können. Dabei wissen die Aktiven um Ulli Wiedenroth, Rolf und Birgit Lorenz, Dr. Erhard Güttner und Egon Herrmann sehr genau, daß ein Verharren auf dem erreichten Leistungsniveau nicht genügt. Deshalb beschloß man auch Maßnahmen, wie das musikalisch-technische Niveau beider Züge kontinuierlich anwachsen kann.
Und dies wollen die Unioner besonders über bessere Trainingsqualität, effektivere Ausbildungsmethoden anstreben. So widmen die Mühlhausener der Ausbildung von weiteren Übungsleitern besondere Aufmerksamkeit, um in immer kleineren Trainingsgruppen fast „individuelle“ Übungsformen praktizieren zu können.
Im kommenden Jahr, so beschlossen die Spielleute, bildet man 18 weitere junge Sportler zu Übungsleitern der Stufe I aus. Sechs Freunde sollen die Qualifizierungsstufe II erreichen, während zwei Übungsleiter die Stufe III in Angriff nehmen. Um ihrer Verantwortung für den reibungslosen Wettkampfbetrieb gerecht zu werden, entschieden die Spielleute auf ihrer Wahlversammlung, 1981 zehn Kampfrichter aus den eigenen Reihen auszubilden.
[[Datei:DerTambour1980-9-3-1.png|mini]]
'''BFA Spielleute Rostock zog Bilanz'''
=== Aufwind am Strelasund ===
Ein Kollektiv der Sonderklasse ist in unserem Küstenbezirk zur Zeit nicht beheimatet. Indes heißt dies nicht, daß der Bezirk Rostock das Fehlen leistungsstarker Klangkörper beklagen muß. Mit Einheit Tessin, Motor Barth, Motor Stralsund oder auch Motor Wolgast gibt es namhafte beliebte Klangkörper.
Der BFA Rostock zog jetzt Bilanz über seine in diesem Jahr geleistete Arbeit, Und die kann sich durchaus sehen lassen. Um 20 Übungsleiter der Stufe I verbesserten sich die Ausbildungsmöglichkeiten der Rostocker in den vergangenen Monaten. Drei Übungsleiter der Stufe II und drei neue Kampfrichter gehören auch zur Bilanz. Bis zum Jahresende will man weitere drei Sportfreunde zum Übungsleiter der Stufe II und einen der Stufe III qualifizieren. Indes darf nicht verschwiegen werden, daß bei letzterem die Rostocker erheblichen Nachholebedarf haben, da in den zurückliegenden fünf Jahren kein einziger Übungsleiter aus dem Küstenbezirk die Stufe III ablegte.
Diese Zielstellungen setzte man sich innerhalb des Wettbewerbes „Sportstafette X. Parteitag“. Der Wettbewerb 1980 wird ja in unserer Spielleutebewegung wie in der gesamten Sportorganisation bis zum X. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands weitergeführt. Am 31. März 1981 legen wir dann unsere Resultate auf den Tisch.
Sehen wir uns einige Zwischenergebnisse des BFA Rostock an. Motor Stralsund vermochte 25 neue Mitglieder in diesem Jahr aufzunehmen. Der Erwachsenen-Spielmannszug verbesserte sich bei den 80er Bezirksmeisterschaften gegenüber dem Vorjahr um 8,75 Punkte, beredtes Zeugnis des Leistungszuwachses in diesem Kollektiv. 550 Stunden leistete man in der volkswirtschaftlichen Masseninitiative und spendete 300,00 Mark für die internationale Solidarität.
Und daß die Stralsunder Spielleute neben der Musik auch den körperlichen Ausgleich nicht vergessen, kommt in den 40 Sportabzeichen zum Ausdruck, die man am Strelasund erwarb. Übrigens auch in Barth (30 Sportabzeichen), Wolgast (46) und Tessin (40) erfüllten die Spielleute die Bedingungen für das Sportabzeichen.
Zum Mitgliederzuwachs: Wolgast (22), Barth (8), Tessin (5).
Stunden in der volkswirtschaftlichen Masseninitiative: Tessin (600), Wolgast (500), Barth (450). Spendensummen für den Solidaritätsfond: Barth (250,00), Tessin (200,00), Wolgast (200,00).
'''Aus dem Programm zur Weiterführung des sozialistischen Wettbewerbes „Sportstafette X. Parteitag“ des BFA Spielleute Rostock:'''
* Der Sportplan des 1. Halbjahres 1981 wird bis zum X. Parteitag der SED erfüllt
* 20 weitere Übungsleiter der Stufe I sowie zwei der Stufe III werden ausgebildet
* Die Spielleute des Bezirkes Rostock stellen dem Solidaritätsfond 1 000,00 Mark zur Verfügung
* Innerhalb der volkswirtschaftlichen Masseninitiative leisten wir 1 500 Stunden
* Alle Kollektive Schaffen die Voraussetzungen, daß 1981 ein spielfähiger Nachwuchszug an den Bezirksmeisterschaften teilnimmt
* Je drei Sportfreunde delegieren wir zu Lehrgängen für Übungsleiter der Stufe II bzw. für Kampfrichter
* Leistungsstarke Kollektive unterstützen schwächere Klangkörper
== Seiten 4 & 5 ==
=== Die Bezirksmeisterschaften 1980 auf einen Blick ===
==== Berlin ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|Autotrans Berlin
|47,00
|-
|2.
|Narva Berlin
|29,65
|-
! colspan="3" |Fanfarenzüge
|-
|1.
|Tiefbau Berlin
|49,75
|-
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
|-
|1.
|Dyn. Hohenschönhausen
|45,45
|}
==== Cottbus ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Einheit Ruhland
|49,20
|-
|2.
|Traktor Hirschfeld
|48,20
|-
|3.
|Mot. Lauchhammer Ost
|42,20
|-
|4.
|Empor Dahme
|39,45
|-
|5.
|Fortschritt Cottbus
|39,00
|-
|6.
|Einheit Bad Muskau
|38,00
|-
|7.
|Motor Finsterwalde
|35,95
|-
|8.
|Chemie Döbern
|34,50
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb'''
|-
|1.
| colspan="2" |TSG Lübbenau
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|Mot. Lauchhammer Ost
|33,55
|-
|2.
|Einheit Ruhland
|32,35
|-
|3.
|Lok Straupitz
|31,15
|-
|4.
|TSG Lübbenau II
|30,55
|-
|5.
|Traktor Hirschfeld
|26,60
|-
|6.
|SSG Senftenberg
|26,15
|-
|7.
|SG KIM Rogosen
|26,15
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb'''
|-
|1.
|TSG Lübbenau
|50,25
|-
! colspan="3" |Fanfarenzüge
|-
|1.
|BKW Calau
|36,55
|-
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
|-
|1.
|Turbine Lauta
|34,80
|-
|2.
|Traktor Fichtenberg
|29,60
|}
==== Dresden ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Stahl Freital
|49,20
|-
|2.
|Robotron Radeberg
|48,10
|-
|3.
|VB Dresden
|43,55
|-
|4.
|SG Kleinröhrsdorf
|42,55
|-
|5.
|Traktor Canitz
|39,45
|-
|6.
|SG Lommatzsch
|35,35
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb'''
|-
|1.
| colspan="2" |SG Oberlichtenau
|-
|2.
| colspan="2" |Traktor Zabeltitz
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|SG Großdrebnitz
|45,80
|-
|2.
|Robotron Radeberg
|45,50
|-
|3.
|SG Oberlichtenau
|44,30
|-
|4.
|Fort. Bischofswerda
|42,55
|-
|5.
|Traktor Zabeltitz
|39,00
|-
|6.
|VB Dresden
|36,75
|-
|7.
|SG Lommatzsch
|30,55
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb'''
|-
|1.
|Stahl Freital
|49,20
|-
! colspan="3" |Fanfarenzüge
|-
|1.
|Reglerwerk Dresden
|36,85
|-
|2.
|SG Liebstadt
|35,10
|}


== Seite 4 ==


== Seite 5 ==


== Seite 6 ==
== Seite 6 ==

Aktuelle Version vom 7. August 2026, 12:28 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Die Ausgabe 09/1980 des Mitteilungsblattes der tambour erschien im September 1980.

Der Originaltext der 8 Seiten:

9/1980
Nummer: 9/80
Erschienen: September 1980
Jahrgang: 13
Seiten: 8
Original-Ausgabe als PDF herunterladen
Zur Übersicht aller Ausgaben


Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Kommunique der ZSK-Tagung in Leipzig
4 Die Bezirksmeisterschaften auf einen Blick
8 Von neuen Titeln und ausgeschlagener Hilfe in Rerik

Unsere Besten für die Miniaturschau

Unsere Besten wurden in den „Übungsverband Spielleute des DTSB der DDR“ berufen, der im kommenden Jahr die Miniaturschau der Sportschau des DTSB für das VII. Turn- und Sportfest der DDR 1983 in Leipzig mitgestaltet. Die Miniaturschau wird am 8. 8. 1981 in der Berliner Werner-Seelenbinder-Halle vorgeführt. 500 Spielleute werden an dieser bedeutsamen sportpolitischen Veranstaltung des nächsten Jahres teilnehmen. Die Vorbereitungen dazu sind längst angelaufen. Sie werden eine entscheidende Etappe auf dem Wege zum „VII.“ darstellen und die Spielleute vor neue, bisher nicht gekannte Anforderungen in musikalisch-technischer Hinsicht stellen. Deshalb konnte man nur auf die lei-

Fortsetzung auf Seite 2

ERHEBLICH VERBESSERT haben sich auch die Schalmeienspieler. Trainingslager schufen dafür eine günstige Voraussetzung.
GERHARD HEPACH vom Dritten der DDR-Meiserschaften der Erwachsenen-Spielmannszüge MK Ziegelrode gehört zu unseren besten Flötenspielern (Bild oben).

Seite 2

Unsere Besten für die Miniaturschau

Fortsetzung von Seite 1

stungsstärksten SportIlerinnen und Sportler der einzelnen Genres zurückgreifen. Vom 20. Juli bis 6. August 1981 beschließen die Berufenen in einem Vorbereitungslager in der zentralen Ausbildungsstätte des DTSB Rerik die Präparationen auf die Miniaturschau.

Folgende Kollektive wurden ausgewählt:

Erwachsenen — Spielmannszüge (140 Teilnehmer) : DDR-Meister Union Mühlhausen, Dynamo Halle, Lok Mühlhausen, MK Ziegelrode, Baukema Aschersleben.

Nachwuchs — Spielmannszüge (81) : DDR-Meister Union Mühlhausen, Dynamo Halle, Baukema Aschersleben.

Zentraler Mädchenspielmannszug (35) : Stahl Freital, Verkehrsbetriebe Dresden, Fortschritt Cottbus.

Fanfarenzüge (80): DDR-Meister SG Dynamo Potsdam-Stadt.

Schalmeienkapellen (60): DDR-Meister BSG Vorwärts Zinna.

Blasorchester (90): Lok Dresden, Ketzin, SG Netzschkau, Fortschritt Adorf, SG Ottendorf.

ROLF LORENZ
Leiter des Gestalterkollektivs

Leo Ertel wurde ausgezeichnet

Das Mitglied der Zentralen Spielleutekommission und Vorsitzender der Kommission Fanfaren, Leo Ertel (SG Dynamo Potsdam-Stadt), wurde beim Ball der Volkskunst in Potsdam ausgezeichnet. Leo Ertel, 29-jähriger Pädagoge, erhielt die „Medaille für hervorragende Leistungen im künstlerischen Volksschaffen der DDR“. Trotz seiner Jugend gehört Genosse Ertel bereits zu den verdienstvollsten Spielleuten unserer sozialistischen Sportorganisation. Sein Wirken ist beispielhaft für die nahezu 15 000 Mitglieder der Spielleutebewegung.

Fanfarenorchester

Gegenwärtig gehören sechs Fanfarenorchester unserer Spielleutebewegung an. Dies führte zu ersten Überlegungen, ob man diesen Sportfreunden im kommenden Jahr erstmals mit einer Bestenermittlung Wettkampfmöglichkeiten schaffen kann.

Kommuniqué

der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Leipzig

FRANK MIERISCH, der Sektionsleiter von Stahl Freital, wurde in das Fest- und Spartakiadekomitee der DDR zum VII. Turn- und Sportfest und der IX. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1983 in Leipzig berufen.

Die Zentrale Spielleutekommission führte am 24. September 1980 in Leipzig eine turnusmäßige Beratung durch, die den Anlauf der Wahlen in der Spielleutebewegung des DTSB der DDR zum Inhalt hatte.

Die Kommission konnte feststellen, daß die überwiegende Mehrheit der Sektionen ihre Aufgaben erfüllte und sich neue, höhere Ziele im sozialistischen Wettbewerb innerhalb der „Sportstafette X. Parteitag“ stellte. Trotzdem sind durch die Bezirksfachausschüsse die Anstrengungen zu verstärken, daß alle Sektionen und Kreisfachausschüsse mit konkret abrechenbaren Kriterien am Wettbewerb teilnehmen.

Die neu- und wiedergewählten Sportfunktionäre sind differenziert zu schulen. Die Sportfreunde sind mit ihrem Funktionsbild und den zu lösenden Aufgaben vertraut zu machen.

Die Zentrale Spielleutekommission nahm einen weiteren Bericht zum Stand der Vorbereitungen des VII. Turn- und Sportfestes 1983 in Leipzig entgegen und bestätigte die Teilnehmer an der Miniaturschau und die Vorbereitungen darauf im Juli und August 1981.

Die ZSK schätzte ausführlich die Wettkämpfe der Spielleute im Jahre 1980 ein. Dabei vermochte die Zentrale Spielleutekommission Fortschritte im Auftreten und in der musikalisch-technischen Leistung der Klangkörper festzustellen.

Die Organisatoren sorgten in der zurückliegenden Saison mit Fleiß und Tatkraft für ansprechende Bedingungen bei Wettkämpfen und Auftritten. Mängel traten vor allem bei der Einhaltung der Wettkampfordnung auf. Die Anzahl jener Kollektive, die zu zentralen und regionalen Wettkämpfen nicht antraten ist gestiegen. Dazu erfolgt eine gesonderte Information. Zugleich sind auf Vorschlag der Kommission Technik Maßnahmen beraten wurden, die den erzieherischen Einfluß auf die Kollektive verstärken, um möglichst alle Klangkörper für unser bewährtes Wettkampfsystem und dem Leistungsvergleich zu überzeugen.

Die Zentrale Spielleutekommission erwartet zu den Auftritten und Wettkämpfen des kommenden Jahres eine weitere verbesserte Disziplin und zieht jene zur Verantwortung, die das einsatzbereite Wirken der Kampfrichter durch Unsportlichkeiten belasten und die bedeutsame ehrenamtliche Tätigkeit dieser unentbehrlichen Helfer des Sports in Mißkredit bringen.

Die ZSK beschloß, daß die Bezirksmeisterschaften 1981 bis zum 30. Juni abzuschließen sind und nicht an jenen Tagen durchgeführt werden dürfen, an denen DDR-Meisterschaften, gleich welchen Genres, stattfinden.

Die Klangkörper, die 1981 zu den Aufstiegsturnieren zur Sonderklasse die Plätze 1 bis 3 belegen, erhalten Medaillen. Pokale werden nicht mehr vergeben.

Die Zentrale Spielleutekommission bestätigte die Finanzordnung für die Spielleutebewegung. Sportfreundin Ellen Regler erstattete Bericht zur Finanzauslastung 1980.

Die ZSK nahm eine Information zur Arbeits- und Terminplanung 1981 entgegen.

ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION

Seite 3

Sektionswahlversammlung bei Union Mühlhausen

Bei Union ist man nicht selbstzufrieden

Weiterer Niveauzuwachs über bessere Ausbildung

Die erfolgreichste und leistungsstärkste Spielleutesektion ist zweifellos jene der BSG Union Mühlhausen. Der Erwachsenen-Spielmannszug dominierte bei den seit 1970 neunmal ausgetragenen DDR-Meisterschaften allein achtmal, mußte sich nur vor zwei Jahren hinter Dynamo Halle mit dem Ehrenplatz begnügen. Sechs Titel gewann der Nachwuchs-Spielmannszug, wobei man seit 1975 ununterbrochen die DDR-Meisterschaft für sich entschied. Eine Bilanz, wie sie tatsächlich keine andere Spielleutesektion unseres Landes zu ziehen vermag.

So diskutierten die Thüringer in ihrer Sektions-Wahlversammlung vor allem auch, wie sie mit beiden Klangkörpern ihre führende Position behaupten können. Dabei wissen die Aktiven um Ulli Wiedenroth, Rolf und Birgit Lorenz, Dr. Erhard Güttner und Egon Herrmann sehr genau, daß ein Verharren auf dem erreichten Leistungsniveau nicht genügt. Deshalb beschloß man auch Maßnahmen, wie das musikalisch-technische Niveau beider Züge kontinuierlich anwachsen kann.

Und dies wollen die Unioner besonders über bessere Trainingsqualität, effektivere Ausbildungsmethoden anstreben. So widmen die Mühlhausener der Ausbildung von weiteren Übungsleitern besondere Aufmerksamkeit, um in immer kleineren Trainingsgruppen fast „individuelle“ Übungsformen praktizieren zu können.

Im kommenden Jahr, so beschlossen die Spielleute, bildet man 18 weitere junge Sportler zu Übungsleitern der Stufe I aus. Sechs Freunde sollen die Qualifizierungsstufe II erreichen, während zwei Übungsleiter die Stufe III in Angriff nehmen. Um ihrer Verantwortung für den reibungslosen Wettkampfbetrieb gerecht zu werden, entschieden die Spielleute auf ihrer Wahlversammlung, 1981 zehn Kampfrichter aus den eigenen Reihen auszubilden.

BFA Spielleute Rostock zog Bilanz

Aufwind am Strelasund

Ein Kollektiv der Sonderklasse ist in unserem Küstenbezirk zur Zeit nicht beheimatet. Indes heißt dies nicht, daß der Bezirk Rostock das Fehlen leistungsstarker Klangkörper beklagen muß. Mit Einheit Tessin, Motor Barth, Motor Stralsund oder auch Motor Wolgast gibt es namhafte beliebte Klangkörper.

Der BFA Rostock zog jetzt Bilanz über seine in diesem Jahr geleistete Arbeit, Und die kann sich durchaus sehen lassen. Um 20 Übungsleiter der Stufe I verbesserten sich die Ausbildungsmöglichkeiten der Rostocker in den vergangenen Monaten. Drei Übungsleiter der Stufe II und drei neue Kampfrichter gehören auch zur Bilanz. Bis zum Jahresende will man weitere drei Sportfreunde zum Übungsleiter der Stufe II und einen der Stufe III qualifizieren. Indes darf nicht verschwiegen werden, daß bei letzterem die Rostocker erheblichen Nachholebedarf haben, da in den zurückliegenden fünf Jahren kein einziger Übungsleiter aus dem Küstenbezirk die Stufe III ablegte.

Diese Zielstellungen setzte man sich innerhalb des Wettbewerbes „Sportstafette X. Parteitag“. Der Wettbewerb 1980 wird ja in unserer Spielleutebewegung wie in der gesamten Sportorganisation bis zum X. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands weitergeführt. Am 31. März 1981 legen wir dann unsere Resultate auf den Tisch.

Sehen wir uns einige Zwischenergebnisse des BFA Rostock an. Motor Stralsund vermochte 25 neue Mitglieder in diesem Jahr aufzunehmen. Der Erwachsenen-Spielmannszug verbesserte sich bei den 80er Bezirksmeisterschaften gegenüber dem Vorjahr um 8,75 Punkte, beredtes Zeugnis des Leistungszuwachses in diesem Kollektiv. 550 Stunden leistete man in der volkswirtschaftlichen Masseninitiative und spendete 300,00 Mark für die internationale Solidarität.

Und daß die Stralsunder Spielleute neben der Musik auch den körperlichen Ausgleich nicht vergessen, kommt in den 40 Sportabzeichen zum Ausdruck, die man am Strelasund erwarb. Übrigens auch in Barth (30 Sportabzeichen), Wolgast (46) und Tessin (40) erfüllten die Spielleute die Bedingungen für das Sportabzeichen.

Zum Mitgliederzuwachs: Wolgast (22), Barth (8), Tessin (5).

Stunden in der volkswirtschaftlichen Masseninitiative: Tessin (600), Wolgast (500), Barth (450). Spendensummen für den Solidaritätsfond: Barth (250,00), Tessin (200,00), Wolgast (200,00).

Aus dem Programm zur Weiterführung des sozialistischen Wettbewerbes „Sportstafette X. Parteitag“ des BFA Spielleute Rostock:

  • Der Sportplan des 1. Halbjahres 1981 wird bis zum X. Parteitag der SED erfüllt
  • 20 weitere Übungsleiter der Stufe I sowie zwei der Stufe III werden ausgebildet
  • Die Spielleute des Bezirkes Rostock stellen dem Solidaritätsfond 1 000,00 Mark zur Verfügung
  • Innerhalb der volkswirtschaftlichen Masseninitiative leisten wir 1 500 Stunden
  • Alle Kollektive Schaffen die Voraussetzungen, daß 1981 ein spielfähiger Nachwuchszug an den Bezirksmeisterschaften teilnimmt
  • Je drei Sportfreunde delegieren wir zu Lehrgängen für Übungsleiter der Stufe II bzw. für Kampfrichter
  • Leistungsstarke Kollektive unterstützen schwächere Klangkörper

Seiten 4 & 5

Die Bezirksmeisterschaften 1980 auf einen Blick

Berlin

Spielmannszüge Nachwuchs
1. Autotrans Berlin 47,00
2. Narva Berlin 29,65
Fanfarenzüge
1. Tiefbau Berlin 49,75
Schalmeienkapellen
1. Dyn. Hohenschönhausen 45,45

Cottbus

Spielmannszüge Erwachsene
1. Einheit Ruhland 49,20
2. Traktor Hirschfeld 48,20
3. Mot. Lauchhammer Ost 42,20
4. Empor Dahme 39,45
5. Fortschritt Cottbus 39,00
6. Einheit Bad Muskau 38,00
7. Motor Finsterwalde 35,95
8. Chemie Döbern 34,50
Pokalwettbewerb
1. TSG Lübbenau
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Mot. Lauchhammer Ost 33,55
2. Einheit Ruhland 32,35
3. Lok Straupitz 31,15
4. TSG Lübbenau II 30,55
5. Traktor Hirschfeld 26,60
6. SSG Senftenberg 26,15
7. SG KIM Rogosen 26,15
Pokalwettbewerb
1. TSG Lübbenau 50,25
Fanfarenzüge
1. BKW Calau 36,55
Schalmeienkapellen
1. Turbine Lauta 34,80
2. Traktor Fichtenberg 29,60

Dresden

Spielmannszüge Erwachsene
1. Stahl Freital 49,20
2. Robotron Radeberg 48,10
3. VB Dresden 43,55
4. SG Kleinröhrsdorf 42,55
5. Traktor Canitz 39,45
6. SG Lommatzsch 35,35
Pokalwettbewerb
1. SG Oberlichtenau
2. Traktor Zabeltitz
Spielmannszüge Nachwuchs
1. SG Großdrebnitz 45,80
2. Robotron Radeberg 45,50
3. SG Oberlichtenau 44,30
4. Fort. Bischofswerda 42,55
5. Traktor Zabeltitz 39,00
6. VB Dresden 36,75
7. SG Lommatzsch 30,55
Pokalwettbewerb
1. Stahl Freital 49,20
Fanfarenzüge
1. Reglerwerk Dresden 36,85
2. SG Liebstadt 35,10



Seite 6

Seite 7

Seite 8