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Der Tambour/Ausgabe 1980 04: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:DerTambour1980-4-3-1.png|mini|'''JUNG UND ALT''' bilden im Spielmannszug der BSG Traktor Belgern, Bezirk Leipzig, eine wirkungsvolle Synthese.]] | |||
'''Kommission Technik berichtet''' | |||
=== Zur Dynamik in den Flötentönen === | |||
Die AG Einstufung / Spielmannszüge beriet Probleme des Vorjahres und zog entsprechende Schlußfolgerungen für die Aufgaben 1980. Unter der Leitung von Mario Bielig (Dynamo Halle) stufen Rolf Melle (Union Mühlhausen), Peter Ahlborn (MK Ziegelrode), Bernd Neumann (SG Mittenwalde) und Werner Freudenberg die eingereichten Notensätze ein. Eine umfangreiche, zeitaufwendige Arbeit, die allen Einsatz diesen Sportfreunden abverlangt. | |||
Folgende Festlegungen wurden getroffen und sind mit Wirkung vom 1. Mai 1980 rechtskräftig (Nachtrag in Wettkampfordnung): | |||
* Die eingezeichnete Dynamik in allen Flötentönen von gedruckten Marschalben und zentralen Fassungen entfällt und wird in dem entsprechenden Hauptpunkt der WKO durch die Kampfrichter nicht beachtet. | |||
* Eingezeichnete Dynamik in eingereichten Flötennoten der Kollektive wird von den Kampfrichtern zur Wertung entsprechend beachtet. | |||
'''LORENZ'''<br />'''Kommission Technik'''<br />'''Vorsitzender''' | |||
=== Aus der Sportreisen-Verordnung === | |||
Als Sportreisen werden alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln — unabhängig vom Verkehrsmittel (Nah- oder Fernverkehr) oder der Dauer der Fahrt — sowie Fahrten mit betriebseigenen oder privaten Fahrzeugen gezählt. | |||
Bei Sportreisen mit Kindern oder Jugendlichen muß ein volljähriger Betreuer eingesetzt werden. Seine Verantwortung beginnt mit der Übernahme der Gruppe am Treffpunkt und endet mit der Auflösung der Gruppe. Für den Weg zum Treffpunkt und nach Auflösung der Gruppe tragen die Eltern der Kinder oder Jugendlichen die Verantwortung. Den Treffpunkt und die Auflösung der Gruppe sollte der Betreuer in zumutbarer Entfernung vom Wohnort der Mehrzahl der Sportler festlegen. | |||
Nach den Festlegungen der Sport- und Personenbeförderungsordnung sind bei Kindern und nicht volljährigen Jugendlichen für jede Gruppe bis zu zehn Personen ein Betreuer und für jede weitere angefangene Gruppe von zehn Teilnehmern ein weiterer Betreuer einzusetzen. | |||
'''Sektor Spielleute''' | |||
=== Dr. Harald Löbe verstorben === | |||
[[Datei:DerTambour1980-4-3-2.png|mini|305x305px]] | |||
'''Es ist für uns alle noch unfaßbar, am 10. April 1980 starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren unser lieber Sportfreund und Genosse Dr. paed. Harald Löbe. Das Herz eines bewährten, unserer Sache treu ergebenen Sportfunktionärs hat aufgehört zu schlagen.''' | |||
'''Als Sohn einer Arbeiterfamilie wurde Harald am 18. Oktober 1935 geboren. Der gelernte Maschinenschlosser absolvierte die ABF und studierte anschließend an der DHfK in Leipzig. Nach ausgezeichneten Studienleistungen verblieb er an der Hochschule für Körperkultur und Sport als wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1967 zum Doktor der Pädagogik.''' | |||
'''Im gleichen Jahr wurde Dr. Harald Löbe als Abteilungsleiter in den Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Als Leiter der Abteilung Propaganda/Kultur hatte er entscheidenden Anteil an der sehr guten Entwicklung den die Spielleutebewegung in unserem Land vollzog. Uns Spielleuten widmete Harald stets seine besondere Aufmerksamkeit. Er war bei allen Höhepunkten der Spielleute dabei, sofern dies sein umfangreiches Aufgabengebiet zuließ.''' | |||
'''Dr. Harald Löbe, er war Absolvent der Parteihochschule „Karl Marx“, wußte sein hohes Wissen als Diplomgesellschaftswissenschaftler wirkungsvoll anzuwenden. Mit seiner parteilichen Haltung, Prinzipienfestigkeit und Kameradschaftlichkeit erwarb er sich hohe Achtung und Anerkennung der Spielleute, aller Sportler und Funktionäre.''' | |||
'''Wir verlieren mit Harald einen beliebten, geachteten und verdienstvollen Genossen. Wir Spielleute werden Harald Löbe stets ein ehrendes Gedenken bewahren.''' | |||
'''Sektor Spielleute'''<br />'''Der Leiter''' | |||
== Seite 4 == | == Seite 4 == | ||
'''Spielleute der BSG Union Mühlhausen:''' | |||
=== Training und Wettkampf noch attraktiver gestalten === | |||
'''Hohe Anziehungskraft der Spielleutemusik unser gemeinsames Ziel''' | |||
[[Datei:DerTambour1980-4-4-1.png|mini|487x487px|'''KONZENTRIERT''' bis in die Fußspitzen, Wird Union Mühlhausen den Titel verteidigen?]] | |||
[[Datei:DerTambour1980-4-4-2.png|mini|'''DAS „GEHEIMNIS“ DER MÜHLHAUSENER ERFOLGE''' liegt nicht nur im hohen musikalischen Können aller Spielleute, sondern auch in der kameradschaftlichkeit aller Kollektivmitglieder. Hier freut man sich mit Dr. Güttner (Mitte) über den 79er Titel.]] | |||
Wir Spielleute haben uns in diesem Jahr Wettbewerbsziele gestellt, die das Engagement, die aktive Mitarbeit jedes Spielmannes erfordern. Nun sind wir längst mittendrin beim Verwirklichen der 80er Aufgaben. Heute meldet sich die Sektion Spielleute der BSG Union Mühlhausen zu Wort, um über ihre Vorhaben zu berichten. | |||
Unsere Sektion Spielleute verstärkt ihre Bemühungen, um noch mehr Bürger der Stadt Mühlhausen für die aktive Spielleutemusik zu gewinnen. Besonders den Kindern gilt unsere Aufmerksamkeit. Ihnen möchten wir ein attraktives Angebot innnerhalb unseres Übungs- und Trainingsbetriebes, im gesamten Spielleuteleben unterbreiten. So haben wir im Jahresportplan diese Eckpunkte gesetzt: | |||
==== I. Entwicklung des Massencharakters und des Niveaus von Körperkultur und Sport ==== | |||
1. Die Sektionsarbeit soll gefestigt werden und alle Mitglieder einbeziehen. Für 1980 heißt dies konkret: | |||
* 13 neue DTSB-Mitglieder wollen wir für unsere Sektion gewinnen und damit auf eine Gesamtmitgliederzahl von 120 Spielleuten gelangen. | |||
* Weitere Stabilisierung unserer Klangkörper in den Sonderklassen der Spielmannszüge Erwachsene und Nachwuchs. | |||
2. Alle Mitglieder der Sektion Spielleute von Union Mühlhausen erfüllen die Bedingungen für das Sportabzeichen „Bereit zur Arbeit und Verteidigung der Heimat“ in einer der drei Stufen. | |||
3. Der Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb ist intensiver, auf höherem Niveau und besserer Kontinuität zu organisieren. | |||
* Folgende Übungsleiter wollen wir ausbilden:<br />Übungsleiter Stufe I<br /> 12 Sportfreunde<br />Übungsleiter Stufe II<br /> 3 Sportfreunde<br />Damit vergrößern wir unseren Übungsleiterstamm auf 35 qualifizierte Sportfreunde. | |||
* Kampfrichter möchten wir weitere drei ausbilden, um dann mit zehn dieser wichtigen Sportfunktionäre den Wettkampfbetrieb wirkungsvoller unterstützen zu können. | |||
* Zweimal jährlich bilden wir in Lehrgängen unsere Übungsleiter und Kampfrichter weiter. | |||
* Mindestens 90 Prozent aller Mitglieder sollen regelmäßig am Übungs- und Trainingsbetrieb teilnehmen. | |||
* Zur Verbesserung des musikalisch-technischen Niveaus führen wir vor allem vor Höhepunkten, wie etwa DDR-Meisterschaften, Trainingslager durch. | |||
* Die DDR-Meistertitel bei den Erwachsenen- und Nachwuchs-Spielmannszügen sollen erfolgreich verteidigt werden. | |||
4. Der Kinder- und Jugendsport wird in unserer Sektion zielstrebig weiterentwickelt. Dazu stellen wir uns diese Ziele: | |||
* Wir verstärken unsere Anstrengungen, um möglichst viele Kinder und Jugendliche für die Spielleutemusik zu begeistern. Insgesamt streben wir im Nachwuchsbereich einen Mitgliederzuwachs von 13 Sportfreunden an. | |||
* Die Patenschaftsarbeit unserer Polytechnischen Oberschule in Mühlhausen wird noch enger gestaltet. | |||
* Intensiv bereiten wir uns auf die Kinder- und Jugendspartakiaden des Kreises und des Bezirkes vor. Höchstes Niveau ist hier die Maxime. | |||
(Fortsetzung auf Seite 5) | |||
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(Fortsetzung von Seite 4) | |||
==== II. Politisch-ideologische Arbeit und geistig-kulturelles Leben ==== | |||
Die politisch-ideologische Arbeit und das geistig-kulturelle Leben sollen in unserer Sektion die Mitglieder mobilisieren, damit sie | |||
* am Arbeitsplatz zur allseitigen Erfüllung des Volkswirtschaftsplanes aktiv beitragen bzw. nach besten Lern- und Studienergebnissen streben | |||
* sich zur schöpferischen Mitwirkung bei der planmäßigen Entwicklung der Spielleutebewegung neue, höhere Ziele stellen und die gesellschaftliche Wirksamkeit des DTSB der DDR als Agitator und Propagandist unserer sozialistischen Sportorganisation weiter verstärken helfen. | |||
* weiterhin internationale Solidarität als ihre Klassenpflicht und Herzenssache betrachten | |||
Für unsere Sektion ergeben sich daraus folgende Aufgaben: | |||
1. Die enge Freundschaft zur Sowjetunion bestimmt wesent- den Inhalt und die Wirksamkeit unserer Spielleutetätigkeit. Mitgliederversammlungen wie jene im Mai zum 35. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee festigen unsere Verbundenheit zum Lande Lenins. | |||
2. Die Arbeit und Wirksamkeit der Parteigruppe, des FDJ- und Pionieraktivs wird verbessert, deren Einfluß auf die Klangkörper erhöht. | |||
3. Bei all unseren Auftritten werden wir intensiv vorbereitet der Öffentlichkeit gegenübertreten, um das Ansehen der Spielleute weiter zu erhöhen. Insgesamt werden wir in diesem Jahr zu gesellschaftlichen Höhepunkten 23 Einsätze absolvieren. Und dies sind einige der wichtigsten Auftrittstermine: | |||
* Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse | |||
* 35. Jahrestag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Rote Armee | |||
* Kinder- und Jugendspartakiaden in den Kreisen und im Bezirk | |||
* Kreissportfest der Werktätigen | |||
* Thomas-Müntzer-Festspiele in Beberstedt | |||
* 31. Jahrestag der Gründung der DDR | |||
* Werner-Seelenbinder-Ehrungen im Oktober | |||
==== III. Kaderarbeit ==== | |||
Bei der Kaderarbeit konzentrieren wir uns darauf, die Auswahl, Qualifizierung und Erziehung unserer ehrenamtlichen Funktionäre weiter zu verbessern. Die besten Sportfreunde unserer Sektion befähigen wir, als | |||
Übungsleiter, Kampfrichter oder | |||
in einer anderen wichtigen | |||
Funktion ihre Kenntnisse weitergeben | |||
zu können. Die Sektionsleitung | |||
bereitet— intensiv -die | |||
Wahlen im DTSB vor. Die Wahlversammlung | |||
ist für November | |||
beschlossen. | |||
IV. Materiell-technische Bedingungen | |||
und Finanzen | |||
Die Sektion verstärkt ihre | |||
Anstrengungen, um die materiellen | |||
und finanziellen Fonds zu | |||
mehren und sie sparsam und | |||
effektiv einzusetzen. Wir stellen | |||
uns dabei diese Aufgaben: | |||
1. Alle Mitglieder entrichten | |||
regelmäßig und in richtiger Höhe | |||
ihren Mitgliedsbeitrag. Das | |||
durchschnittliche Spendenaufkommen | |||
beträgt 5,50 Mark | |||
durchschnittlich pro Spielmann. | |||
2. Durch gut vorbereitete Einsätze | |||
aller Mitglieder erhöhen | |||
wir die Eigeneinnahmen der | |||
Sektion auf 6 000,— Mark, | |||
3. Im Rahmen der volkswirtschaftlichen | |||
Masseninitiative beteiligen | |||
sich unsere Mitglieder | |||
an der Pflege, Werterhaltung und | |||
Verschönerung der Sportanlagen | |||
der BSG. Alle Sportfreunde | |||
nehmen die ihnen übergebenen | |||
Instrumente und Ausrüstungen | |||
in persönliche Pflege. | |||
4. Wir werden alle unseren | |||
Beitrag leisten zur Eigenfinanzierung | |||
des VII. Turn- und | |||
Sportfestes und der IX. Kinderund | |||
Jugendspartakiade der DDR | |||
1983 in Leipzig. | |||
V. Leitung und Planung | |||
In den Mittelpunkt unserer | |||
Leitungstätigkeit rücken wir die | |||
Erhöhung der -Kollektivität und | |||
Einzelverantwortung. Im einzelnen | |||
sieht dies konkret so’ aus: | |||
— Unseren Mitgliedern verdeutlichen | |||
wir noch mehr und überzeugender | |||
die Zusammenhänge | |||
zwischen dem gesellschaftlichen | |||
Anliegen von Körperkultur und | |||
Sport sowie der allseitigen Stärkung | |||
unserer Republik. Jeder | |||
wird stärker als bisher in die | |||
Erarbeitung und Verwirklichung | |||
des Sportplanes einbezogen. Wir | |||
beteiligen uns am Wettbewerb | |||
der Sektionen der BSG Union | |||
Mühlhausen und streben dabei | |||
eine Spitzenposition an. | |||
— Auf der Grundlage der Gesetze | |||
und Beschlüsse ist mit den | |||
staatlichen Leitungen und Organen | |||
unseres Trägerbetriebes die | |||
Entwicklungskonzeption unserer | |||
Spielleute-Sektion durchzusetzen, | |||
— Wir arbeiten konsequent nach | |||
der vom DTSB-Bundesvorstand | |||
beschlossenen neuen Planungsordnung. | |||
<nowiki>*</nowiki>— Unsere Wahlversammlung im | |||
November 1980 wird ein Höhe- | |||
- punkt im Leben unserer Spielleute- | |||
Sektion. Jeder Spielmann | |||
wird sich mit Ideen und Einsatzfreude | |||
auf dieses Ereignis gewissenhaft | |||
vorbereiten. | |||
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Aktuelle Version vom 21. Juli 2026, 13:20 Uhr
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
Die Ausgabe 04/1980 des Mitteilungsblattes „der tambour“ erschien im April 1980.
Der Originaltext der 8 Seiten:
| Nummer 4 1980 | |
| Nummer: | 4/80 |
| Erschienen: | April 1980 |
| Jahrgang: | 13 |
| Seiten: | 8 |
| Zur Übersicht aller Ausgaben | |
Seite 1
HEUTE AUF SEITE
| 2 | Kommuniqué der ZSK-Tagung in Ziegelrode |
| 5 | Mittenwalder Nachwuchs dankt für Ausbildung |
| 8 | 480 Auftritte in den ersten zehn Jahren |
Neue Wege in Halle
Im Bezirk Halle, einem Zentrum unserer Spielleutebewegung, konzentriert man mehr und mehr auf eine kontinuierliche Ausbildung von Übungsleitern, Kampfrichtern und anderen wichtigen Sportfunktionären. Allein 45 Sportlerinnen und Sportler aus dem Spielleutereservoir dieses Bezirkes erwarben im Februar bei einem Wochenlehrgang in Rerik die Qualifikation des Übungsleiters der Stufe I.
Im Juli findet der nächste Lehrgang in Roßlau statt, für den bereits 15 Meldungen von Klangkörpern aus Dessau, Rod-
(Fortsetzung auf Seite 2)


Seite 2
Neue Wege in Halle
(Fortsetzung von Seite 1)
leben und Bernburg vorliegen. Daneben versuchte sich der BFA erstmals mit einem Weiterbildungsexkurs für alle Stabführer. Diese dreitägige Veranstaltung in Gernrode bewährte sich sehr gut, so daß man künftig in jedem Jahr einen derartigen Lehrgang organisieren will. Natürlich werden auch Übungsleiter der Stufen II und III sowie weitere Kampfrichter ausgebildet.
Um die Leitungstätigkeit in den Kollektiven zu verbessern, hatte der Bezirksfachausschuß gemeinsam mit dem DTSB-Bezirksvorstand zu einer dreitägigen Beratung in der Nähe von Roßlau alle BFA-Mitglieder, Sektionsleiter und Parteigruppen eingeladen.
In Referaten und seminaristisch geführten Diskussionen vertiefte man nicht nur das Wissen um gesellschaftliche Zusammenhänge, um Wesenszüge unserer Sportpolitik, sondern bekam gewissermaßen Informationen aus erster Hand über die langfristige Perspektive der Spielleutebewegung vermittelt. Genosse Rainer Eidenschink, Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, stand dazu als Referent zur Verfügung, ebenso Genosse Rolf Wittsack, Stellvertreter des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Halle.
Es liegt in der Natur der Sache, daß man sich besonders intensiv mit den Anforderungen beschäftigte, die die Vorbereitung des VII. Turn- und Sportfestes 1983 in Leipzig für die Hallenser Spielleute mitsichbringen. Übrigens ist Halle ja Leitbezirk für den Übungsverband der Spielleute zum großen Festival unserer sozialistischen Körperkultur und des Sports.
Auch der sparsamste Umgang mit unseren Fonds stand zur Diskussion. So werden bei der Vergabe künftiger Meisterschaften und Veranstaltungen Überlegungen eine Rolle spielen, wie die Austragungsorte günstig zu erreichen sind, um Busfahrten möglichst auf ein Minimum reduzieren zu können.
BFA Halle
Kommuniqué
der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Ziegelrode

Die Zentrale Spielleutekommission führte am 24. April 1980 in Ziegelrode eine Beratung durch.
Die Kommission beriet den Stand der Vorbereitungen auf die zentralen Wettkämpfe dieses Jahres. Es konnte festgestellt werden, daß die Organisatoren der einzelnen Wettkämpfe eine einsatzfreudige und gewissenhafte Arbeit leisteten und leisten. Die Weiterbildung der Kampfrichter wurde zielstrebiger und in besserer Qualität als 1979 durchgeführt.
Alles ist dem Ziel unterzuordnen, die Wettkämpfe mit hoher Disziplin und Exaktheit auszutragen, um in allen Genres weitere Fortschritte mit ansprechenden musikalischen Leistungen zu erreichen. Die Wettkampfordnung ist einzuhalten.
Die Kommission nahm Berichte zum Stand der Vorbereitungen des VII. Turn- und Sportfestes der DDR 1983 und weiterer Höhepunkte entgegen. Es wurde auf eine langfristige Planung der regionalen und zentralen Wettkämpfe bis 1984 orientiert, damit alle Spielleute in die Sportfestvorbereitung und die Wettkämpfe einbezogen werden können.
Die Miniaturschau im August 1981, in der die Musikschau des VII. Turn- und Sportfestes der DDR vorzuführen ist, bereiten 500 Spielleute der Sonderklassen vor.
An der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1981, die vom 20. bis 27. Juli in Berlin stattfindet, nehmen 1500 Spielleute teil.
Die Zentrale Spielleutekommission legte fest, nach dem Abschluß und der Auswertung der Wettkämpfe dieses Jahres die ersten Klangkörper für das VII. Turn- und Sportfest der DDR zu nominieren. Diese Berufungen werden natürlich nur in einem Zusammenhang mit den Resultaten vorgenommen, die von den entsprechenden Kollektiven im sozialistischen Wettbewerb erzielt werden.
In einem Gespräch mit der Sektionsleitung Spielleute der BSG MK Ziegelrode konnten die Mitglieder der Zentralen Spielleutekommission feststellen, daß sich die Sektion anspruchsvolle und konkrete Aufgaben im Wettbewerb zu Ehren des X. Parteitages der SED gestellt hat.
ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION
Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: Verlagsdruckerei Typodruck - Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4
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Kommission Technik berichtet
Zur Dynamik in den Flötentönen
Die AG Einstufung / Spielmannszüge beriet Probleme des Vorjahres und zog entsprechende Schlußfolgerungen für die Aufgaben 1980. Unter der Leitung von Mario Bielig (Dynamo Halle) stufen Rolf Melle (Union Mühlhausen), Peter Ahlborn (MK Ziegelrode), Bernd Neumann (SG Mittenwalde) und Werner Freudenberg die eingereichten Notensätze ein. Eine umfangreiche, zeitaufwendige Arbeit, die allen Einsatz diesen Sportfreunden abverlangt.
Folgende Festlegungen wurden getroffen und sind mit Wirkung vom 1. Mai 1980 rechtskräftig (Nachtrag in Wettkampfordnung):
- Die eingezeichnete Dynamik in allen Flötentönen von gedruckten Marschalben und zentralen Fassungen entfällt und wird in dem entsprechenden Hauptpunkt der WKO durch die Kampfrichter nicht beachtet.
- Eingezeichnete Dynamik in eingereichten Flötennoten der Kollektive wird von den Kampfrichtern zur Wertung entsprechend beachtet.
LORENZ
Kommission Technik
Vorsitzender
Aus der Sportreisen-Verordnung
Als Sportreisen werden alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln — unabhängig vom Verkehrsmittel (Nah- oder Fernverkehr) oder der Dauer der Fahrt — sowie Fahrten mit betriebseigenen oder privaten Fahrzeugen gezählt.
Bei Sportreisen mit Kindern oder Jugendlichen muß ein volljähriger Betreuer eingesetzt werden. Seine Verantwortung beginnt mit der Übernahme der Gruppe am Treffpunkt und endet mit der Auflösung der Gruppe. Für den Weg zum Treffpunkt und nach Auflösung der Gruppe tragen die Eltern der Kinder oder Jugendlichen die Verantwortung. Den Treffpunkt und die Auflösung der Gruppe sollte der Betreuer in zumutbarer Entfernung vom Wohnort der Mehrzahl der Sportler festlegen.
Nach den Festlegungen der Sport- und Personenbeförderungsordnung sind bei Kindern und nicht volljährigen Jugendlichen für jede Gruppe bis zu zehn Personen ein Betreuer und für jede weitere angefangene Gruppe von zehn Teilnehmern ein weiterer Betreuer einzusetzen.
Sektor Spielleute
Dr. Harald Löbe verstorben

Es ist für uns alle noch unfaßbar, am 10. April 1980 starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren unser lieber Sportfreund und Genosse Dr. paed. Harald Löbe. Das Herz eines bewährten, unserer Sache treu ergebenen Sportfunktionärs hat aufgehört zu schlagen.
Als Sohn einer Arbeiterfamilie wurde Harald am 18. Oktober 1935 geboren. Der gelernte Maschinenschlosser absolvierte die ABF und studierte anschließend an der DHfK in Leipzig. Nach ausgezeichneten Studienleistungen verblieb er an der Hochschule für Körperkultur und Sport als wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1967 zum Doktor der Pädagogik.
Im gleichen Jahr wurde Dr. Harald Löbe als Abteilungsleiter in den Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Als Leiter der Abteilung Propaganda/Kultur hatte er entscheidenden Anteil an der sehr guten Entwicklung den die Spielleutebewegung in unserem Land vollzog. Uns Spielleuten widmete Harald stets seine besondere Aufmerksamkeit. Er war bei allen Höhepunkten der Spielleute dabei, sofern dies sein umfangreiches Aufgabengebiet zuließ.
Dr. Harald Löbe, er war Absolvent der Parteihochschule „Karl Marx“, wußte sein hohes Wissen als Diplomgesellschaftswissenschaftler wirkungsvoll anzuwenden. Mit seiner parteilichen Haltung, Prinzipienfestigkeit und Kameradschaftlichkeit erwarb er sich hohe Achtung und Anerkennung der Spielleute, aller Sportler und Funktionäre.
Wir verlieren mit Harald einen beliebten, geachteten und verdienstvollen Genossen. Wir Spielleute werden Harald Löbe stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Sektor Spielleute
Der Leiter
Seite 4
Spielleute der BSG Union Mühlhausen:
Training und Wettkampf noch attraktiver gestalten
Hohe Anziehungskraft der Spielleutemusik unser gemeinsames Ziel


Wir Spielleute haben uns in diesem Jahr Wettbewerbsziele gestellt, die das Engagement, die aktive Mitarbeit jedes Spielmannes erfordern. Nun sind wir längst mittendrin beim Verwirklichen der 80er Aufgaben. Heute meldet sich die Sektion Spielleute der BSG Union Mühlhausen zu Wort, um über ihre Vorhaben zu berichten.
Unsere Sektion Spielleute verstärkt ihre Bemühungen, um noch mehr Bürger der Stadt Mühlhausen für die aktive Spielleutemusik zu gewinnen. Besonders den Kindern gilt unsere Aufmerksamkeit. Ihnen möchten wir ein attraktives Angebot innnerhalb unseres Übungs- und Trainingsbetriebes, im gesamten Spielleuteleben unterbreiten. So haben wir im Jahresportplan diese Eckpunkte gesetzt:
I. Entwicklung des Massencharakters und des Niveaus von Körperkultur und Sport
1. Die Sektionsarbeit soll gefestigt werden und alle Mitglieder einbeziehen. Für 1980 heißt dies konkret:
- 13 neue DTSB-Mitglieder wollen wir für unsere Sektion gewinnen und damit auf eine Gesamtmitgliederzahl von 120 Spielleuten gelangen.
- Weitere Stabilisierung unserer Klangkörper in den Sonderklassen der Spielmannszüge Erwachsene und Nachwuchs.
2. Alle Mitglieder der Sektion Spielleute von Union Mühlhausen erfüllen die Bedingungen für das Sportabzeichen „Bereit zur Arbeit und Verteidigung der Heimat“ in einer der drei Stufen.
3. Der Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb ist intensiver, auf höherem Niveau und besserer Kontinuität zu organisieren.
- Folgende Übungsleiter wollen wir ausbilden:
Übungsleiter Stufe I
12 Sportfreunde
Übungsleiter Stufe II
3 Sportfreunde
Damit vergrößern wir unseren Übungsleiterstamm auf 35 qualifizierte Sportfreunde. - Kampfrichter möchten wir weitere drei ausbilden, um dann mit zehn dieser wichtigen Sportfunktionäre den Wettkampfbetrieb wirkungsvoller unterstützen zu können.
- Zweimal jährlich bilden wir in Lehrgängen unsere Übungsleiter und Kampfrichter weiter.
- Mindestens 90 Prozent aller Mitglieder sollen regelmäßig am Übungs- und Trainingsbetrieb teilnehmen.
- Zur Verbesserung des musikalisch-technischen Niveaus führen wir vor allem vor Höhepunkten, wie etwa DDR-Meisterschaften, Trainingslager durch.
- Die DDR-Meistertitel bei den Erwachsenen- und Nachwuchs-Spielmannszügen sollen erfolgreich verteidigt werden.
4. Der Kinder- und Jugendsport wird in unserer Sektion zielstrebig weiterentwickelt. Dazu stellen wir uns diese Ziele:
- Wir verstärken unsere Anstrengungen, um möglichst viele Kinder und Jugendliche für die Spielleutemusik zu begeistern. Insgesamt streben wir im Nachwuchsbereich einen Mitgliederzuwachs von 13 Sportfreunden an.
- Die Patenschaftsarbeit unserer Polytechnischen Oberschule in Mühlhausen wird noch enger gestaltet.
- Intensiv bereiten wir uns auf die Kinder- und Jugendspartakiaden des Kreises und des Bezirkes vor. Höchstes Niveau ist hier die Maxime.
(Fortsetzung auf Seite 5)
Seite 5
(Fortsetzung von Seite 4)
II. Politisch-ideologische Arbeit und geistig-kulturelles Leben
Die politisch-ideologische Arbeit und das geistig-kulturelle Leben sollen in unserer Sektion die Mitglieder mobilisieren, damit sie
- am Arbeitsplatz zur allseitigen Erfüllung des Volkswirtschaftsplanes aktiv beitragen bzw. nach besten Lern- und Studienergebnissen streben
- sich zur schöpferischen Mitwirkung bei der planmäßigen Entwicklung der Spielleutebewegung neue, höhere Ziele stellen und die gesellschaftliche Wirksamkeit des DTSB der DDR als Agitator und Propagandist unserer sozialistischen Sportorganisation weiter verstärken helfen.
- weiterhin internationale Solidarität als ihre Klassenpflicht und Herzenssache betrachten
Für unsere Sektion ergeben sich daraus folgende Aufgaben:
1. Die enge Freundschaft zur Sowjetunion bestimmt wesent- den Inhalt und die Wirksamkeit unserer Spielleutetätigkeit. Mitgliederversammlungen wie jene im Mai zum 35. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee festigen unsere Verbundenheit zum Lande Lenins.
2. Die Arbeit und Wirksamkeit der Parteigruppe, des FDJ- und Pionieraktivs wird verbessert, deren Einfluß auf die Klangkörper erhöht.
3. Bei all unseren Auftritten werden wir intensiv vorbereitet der Öffentlichkeit gegenübertreten, um das Ansehen der Spielleute weiter zu erhöhen. Insgesamt werden wir in diesem Jahr zu gesellschaftlichen Höhepunkten 23 Einsätze absolvieren. Und dies sind einige der wichtigsten Auftrittstermine:
- Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse
- 35. Jahrestag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Rote Armee
- Kinder- und Jugendspartakiaden in den Kreisen und im Bezirk
- Kreissportfest der Werktätigen
- Thomas-Müntzer-Festspiele in Beberstedt
- 31. Jahrestag der Gründung der DDR
- Werner-Seelenbinder-Ehrungen im Oktober
III. Kaderarbeit
Bei der Kaderarbeit konzentrieren wir uns darauf, die Auswahl, Qualifizierung und Erziehung unserer ehrenamtlichen Funktionäre weiter zu verbessern. Die besten Sportfreunde unserer Sektion befähigen wir, als
Übungsleiter, Kampfrichter oder
in einer anderen wichtigen
Funktion ihre Kenntnisse weitergeben
zu können. Die Sektionsleitung
bereitet— intensiv -die
Wahlen im DTSB vor. Die Wahlversammlung
ist für November
beschlossen.
IV. Materiell-technische Bedingungen
und Finanzen
Die Sektion verstärkt ihre
Anstrengungen, um die materiellen
und finanziellen Fonds zu
mehren und sie sparsam und
effektiv einzusetzen. Wir stellen
uns dabei diese Aufgaben:
1. Alle Mitglieder entrichten
regelmäßig und in richtiger Höhe
ihren Mitgliedsbeitrag. Das
durchschnittliche Spendenaufkommen
beträgt 5,50 Mark
durchschnittlich pro Spielmann.
2. Durch gut vorbereitete Einsätze
aller Mitglieder erhöhen
wir die Eigeneinnahmen der
Sektion auf 6 000,— Mark,
3. Im Rahmen der volkswirtschaftlichen
Masseninitiative beteiligen
sich unsere Mitglieder
an der Pflege, Werterhaltung und
Verschönerung der Sportanlagen
der BSG. Alle Sportfreunde
nehmen die ihnen übergebenen
Instrumente und Ausrüstungen
in persönliche Pflege.
4. Wir werden alle unseren
Beitrag leisten zur Eigenfinanzierung
des VII. Turn- und
Sportfestes und der IX. Kinderund
Jugendspartakiade der DDR
1983 in Leipzig.
V. Leitung und Planung
In den Mittelpunkt unserer
Leitungstätigkeit rücken wir die
Erhöhung der -Kollektivität und
Einzelverantwortung. Im einzelnen
sieht dies konkret so’ aus:
— Unseren Mitgliedern verdeutlichen
wir noch mehr und überzeugender
die Zusammenhänge
zwischen dem gesellschaftlichen
Anliegen von Körperkultur und
Sport sowie der allseitigen Stärkung
unserer Republik. Jeder
wird stärker als bisher in die
Erarbeitung und Verwirklichung
des Sportplanes einbezogen. Wir
beteiligen uns am Wettbewerb
der Sektionen der BSG Union
Mühlhausen und streben dabei
eine Spitzenposition an.
— Auf der Grundlage der Gesetze
und Beschlüsse ist mit den
staatlichen Leitungen und Organen
unseres Trägerbetriebes die
Entwicklungskonzeption unserer
Spielleute-Sektion durchzusetzen,
— Wir arbeiten konsequent nach
der vom DTSB-Bundesvorstand
beschlossenen neuen Planungsordnung.
*— Unsere Wahlversammlung im
November 1980 wird ein Höhe-
- punkt im Leben unserer Spielleute-
Sektion. Jeder Spielmann
wird sich mit Ideen und Einsatzfreude
auf dieses Ereignis gewissenhaft
vorbereiten.

