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Der Tambour/Ausgabe 1979 11: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:DerTambour1979-11-7-1.png|mini|'''DEN RICHTIGEN TAKT''' wünschen sich die Fanfarenzüge auch 1980.]] | |||
=== Ausschreibung === | |||
==== zum Aufstiegsturnier 1980 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge des DTSB der DDR ==== | |||
'''1. Veranstalter:''' | |||
Zentrale Spielleutekommission des DTSB der DDR | |||
'''2. Mit der Durchführung beauftragt:''' | |||
Kommission Fanfaren in Verbindung mit der BSG BKW Calau | |||
'''3. Art der Veranstaltung:''' | |||
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge des DTSB der DDR 1980 | |||
'''4. Ort der Durchführung:''' | |||
Calau im Bezirk Cottbus, Sportplatz der BSG BKW | |||
'''5. Termin des Wettkampfes:''' | |||
9. bis 11. Mai 1980 | |||
'''6. Beginn des Wettkampfes:''' | |||
10. Mai 1980, 9.30 Uhr | |||
'''7. Teilnehmer (in Startreihenfolge):''' | |||
# BKW Calau | |||
# SG Bachra | |||
# Motor Werdau | |||
# Tiefbau Berlin | |||
# Traktor Oßmannstedt | |||
# Teichwolframsdorf<br />(Probedurchgang) | |||
'''8. Wertung:''' | |||
Nach der gültigen Wettkampfordnung der Fanfarenzüge des DTSB der DDR vom 1. Januar 1978 sowie den Festlegungen der Kommission Technik zu Änderungen der Wettkampfordnung, gültig vom 1. Januar 1980. | |||
'''9. Wettkampfdurchführung:''' | |||
Die Teilnahme erfolgt auf der Grundlage der Klassifizierungsordnung. Zur Stabführerbesprechung ist das Wettkampfbuch des jeweiligen Kollektivs abzugeben. | |||
'''10. Wettkampfprogramm:''' | |||
'''Pflichtmärsche:''' | |||
* Marsch der Freundschaft | |||
* Potsdamer Dynamomarsch | |||
* Frohe Klänge | |||
* Mit vereinten Kräften (Fassung Brückner März 1978) | |||
'''Kürmärsche:''' | |||
Entsprechend der WKO Fanfarenzüge, Punkt 8 | |||
'''11. Melde- und Abgabetermin:''' | |||
Kürnoten, Meldebogen und Kurzbiographie bis 31. März 1980 an Leo Ertel, 1500 Potsdam, Haus der Pioniere | |||
'''12. Verpflegungsgeld:''' | |||
Verpflegungsgeld (pro Person 15,— Mark) ist bis zum 31. März 1980 auf das Konto Nr. 2692—33—80208 der Kreissparkasse Calau mit dem Vermerk „Verpflegungsgeld der BSG/SG . . . für . . . Personen“ zu überweisen. | |||
'''13. Reisekosten:''' | |||
50 Prozent der Gruppenermäßigung nach Reichsbahntarif für Sportfahrten werden erstattet. Die Auszahlung erfolgt nach bestätigter ordnungsgemäßer Rückgabe der Quartiere und Quartiermaterialien. | |||
'''KOMMISSION FANFAREN''' | |||
[[Datei:DerTambour1979-11-7-2.png|mini|'''EINER DER NOCH JUNGEN KLANGKÖRPER''' innerhalb des DTSB, die Spielleute von Medizin Markkleeberg.]] | |||
'''Dein Herz dem Sport''' | |||
=== Prüfe dein Herz! === | |||
'''Nachfolgenden Text entnahmen wir dem Buch des sowjetischen Sportjournalisten Stief Schenkmann „Wir sind Männer“''' | |||
{| | |||
| colspan="2" |'''1. Altersgruppe''' | |||
|- | |||
|20 bis 30 Jahre | |||
|1 Punkt | |||
|- | |||
|31 bis 40 Jahre | |||
|2 Punkte | |||
|- | |||
|41 bis 56 Jahre | |||
|3 Punkte | |||
|- | |||
|57 bis 60 Jahre | |||
|4 Punkte | |||
|- | |||
|über 60 Jahre | |||
|5 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''2. Geschlecht''' | |||
|- | |||
|weiblich | |||
|1 Punkt | |||
|- | |||
|männlich | |||
|2 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''3. Leben Sie unter Streß?''' | |||
|- | |||
|nein | |||
|0 Punkte | |||
|- | |||
|teilweise | |||
|4 Punkte | |||
|- | |||
|ja | |||
|8 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''4. Arbeiten Sie unter Streß?''' | |||
|- | |||
|nein | |||
|0 Punkte | |||
|- | |||
|teilweise | |||
|4 Punkte | |||
|- | |||
|ja | |||
|8 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''5. erbliche Faktoren''' | |||
|- | |||
|keine Blutsverwandte mit Infarkt | |||
|0 Punkte | |||
|- | |||
|ein Blutsverwandter mit Infarkt über 60 Jahre | |||
|1 Punkt | |||
|- | |||
|ein Blutsverwandter mit Infarkt unter 60 Jahre | |||
|2 Punkte | |||
|- | |||
|zwei solche Verwandte | |||
|3 Punkte | |||
|- | |||
|drei solche Verwandte | |||
|4 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''6. Rauchen''' | |||
|- | |||
|Nichtraucher | |||
|0 Punkte | |||
|- | |||
|Pfeife | |||
|3 Punkte | |||
|- | |||
|10 Zigaretten täglich | |||
|2 Punkte | |||
|- | |||
|20 Zigaretten täglich | |||
|4 Punkte | |||
|- | |||
|40 Zigaretten täglich | |||
|8 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''7. Ernährung''' | |||
|- | |||
|sehr mäßig: wenig Fleisch, Fett, Süßigkeiten | |||
|1 Punkt | |||
|- | |||
|etwas üppig | |||
|3 Punkte | |||
|- | |||
|übermäßig, ohne Begrenzung | |||
|8 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''8. Blutdruck''' | |||
|- | |||
|unter 130/80 | |||
|0 Punkte | |||
|- | |||
|bis 140/90 | |||
|1 Punkt | |||
|- | |||
|bis 160/90 | |||
|2 Punkte | |||
|- | |||
|bis 180/90 | |||
|3 Punkte | |||
|- | |||
|über 180/90 | |||
|8 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''9. Gewicht''' | |||
|- | |||
|ideales Gewicht | |||
|0 Punkte | |||
|- | |||
|5 Kilo Übergewicht | |||
|2 Punkte | |||
|- | |||
|10 Kilo Übergewicht | |||
|3 Punkte | |||
|- | |||
|15 Kilo Übergewicht | |||
|4 Punkte | |||
|- | |||
|20 Kilo Übergewicht | |||
|5 Punkte | |||
|- | |||
|über 20 Kilo Übergew. | |||
|6 Punkte | |||
|- | |||
| colspan="2" |'''10. körperliche Aktivität''' | |||
|- | |||
|hohe Aktivität | |||
|0 Punkte | |||
|- | |||
|mäßige Aktivität | |||
|4 Punkt | |||
|- | |||
|niedrige Aktivität | |||
|3 Punkte | |||
|- | |||
|sitzende Arbeit, kein Sport | |||
|5 Punkte | |||
|} | |||
Nachdem Sie sich eingestuft haben, rechnen Sie die Punkte zusammen. | |||
'''Sind es weniger als 10''' = faktisch kaum Infarktgefahr | |||
'''11 bis 18''' = ein minimales Infarktrisiko ist vorhanden, aber zugleich auch eine Tendenz zur Steigerung dieses Risikos | |||
'''19 bis 25''' = es liegt ein Infarktrisiko vor. Es ist Zeit darüber nachzudenken, den Einfluß der ungünstigen Faktoren zu verringern. | |||
'''26 bis 32''' = laut Statistik stirbt in den hochentwickelten Ländern jeder sechste Mann an einem Infarkt. Wenn Sie nicht dazu gehören wollen, suchen Sie einen Arzt auf und lassen Sie sich ein Programm zur Stärkung Ihres Herzens entwickeln. | |||
== Seite 8 == | == Seite 8 == | ||
[[Datei:DerTambour1979-11-8-1.png|mini|'''REINER UHLIG,''' Leiter des DDR-Vizemeisters der Schalmeienkapellen Stahl Maxhütte.]] | |||
'''Nach einer Tagung der Kommission Kampfrichter''' | |||
=== Die Arbeit des Kampfrichters verlangt Können und Disziplin === | |||
'''Gedanken zur Situation im Kampfrichterwesen der Spielleutebewegung''' | |||
'''Auf Seite 3 dieser Ausgabe wird in einem Kommentar die hohe gesellschaftliche Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit innerhalb unserer Sportorganisation gewürdigt. Ohne Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter ist kein Wettkampfbetrieb möglich. Auch die Kampfrichter in der Spielleutebewegung verdienen höchsten Respekt und alle Anerkennung für ihre unentbehrliche Tätigkeit. Sie sind ja meist an den Wochenenden im Einsatz, was sehr viel Verständnis bei den Ehepartnern voraussetzt. Die Anforderungen an die Kampfrichter in musikalisch-technischer Hinsicht sind naturgemäß sehr hoch, schließlich gehört schon eine Menge Fachwissen dazu, bei einem Wettkampf mit zwölf oder dreizehn Klangkörpern Pflicht und Kür nach den vorgegebenen Kriterien exakt zu beurteilen. Die Kommission Technik beschäftigt sich mit dem Leistungsstand und der gegenwärtigen Situation des Kampfrichterwesens in der Spielleutebewegung nach der Saison 1979.''' | |||
Mit der Berufung zu einem Wettkampf nimmt der Kampfrichter eine große Verantwortung auf sich. Diese wurde in der zurückliegenden Veranstaltungsserie leider nicht in jedem Falle wahrgenommen, wie die Kommission Technik in ihrer Klausurtagung feststellen mußte. | |||
Sehen wir uns an, aus welchen Bezirken Kampfrichter zu den 79er Bezirksmeisterschaften unentschuldigt nicht anreisten (in Klammer die Anzahl des entschuldigten Fehlens, die von Krankheit über dienstliche Verpflichtungen bis zu teils fadenscheinigen Begründungen reichte): | |||
{| | |||
|BFA Halle | |||
|11 | |||
|(7) | |||
|- | |||
|BFA Magdeburg | |||
|5 | |||
| | |||
|- | |||
|BFA Karl-Marx-Stadt | |||
|3 | |||
| | |||
|- | |||
|BFA Leipzig | |||
|2 | |||
| | |||
|- | |||
|BFA Schwerin | |||
|2 | |||
| | |||
|- | |||
|BFA Erfurt | |||
|2 | |||
| | |||
|- | |||
|BFA Cottbus | |||
|2 | |||
|(1) | |||
|- | |||
|BFA Suhl | |||
|0 | |||
|(3) | |||
|- | |||
|BFA Potsdam | |||
|0 | |||
|(2) | |||
|- | |||
|BFA Frankfurt/O | |||
|6 | |||
| | |||
|} | |||
Zur Leipziger Bezirksmeisterschaft reiste der Hauptkampfrichter mit zwei Kampfrichtern 3<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Stunden später an. | |||
Die Folgen: | |||
* unzureichende Einweisung des Kampfgerichtes | |||
* keine Auswertung mit den Stabführern und Kampfrichtern | |||
* keine Notenrückgabe an die Kollektive | |||
In Magdeburg spürten die Kampfrichter die Ein-Mann-Arbeit bei der Organisation der Bezirksmeisterschaft durch Zeitverzug, der aus Quartier- und Transportproblemen entstand. Kampfrichter Detlef Liedke (Aufbau Brandenburg) fehlte unentschuldigt zum Aufstiegsturnier der Erwachsenen-Spielmannszüge in Wolmirstedt, zur DDR-Meisterschaft der Schalmeienkapellen und zum Aufstiegsturnier der Schalmeienkapellen in Colditz. | |||
Gerhard Schobes (MK Ziegelrode) war als Kampfrichterobmann für den Kampfrichter-Einsatz zur Suhler Bezirksmeisterschaft verantwortlich. Aus von der Kommission Technik nicht akzeptierten Gründen blieb das halbe Kampfgericht dem Wettkampf fern. Die Sportfreunde aus dem Bezirk Gera, mit den gleichen Problemen behaftet, reisten zur Suhler Bezirksmeisterschaft an. Leider fehlte Gerhard Schobes auch unentschuldigt zu den Bezirksmeisterschaften Rostock/Schwerin. | |||
Die Kommission Technik wird Richtlinien zu Kampfrichtereinsätzen erarbeiten, die künftig eingehalten werden müssen. Bei Verstößen gegen diese Richtlinien, beispielsweise Nichtwahrnehmung einer Einladung zum Wettkampf, haben die betreffenden Kollektive mit Konsequenzen zu rechnen. Grundlegende Voraussetzung der Kampfrichtertätigkeit ist die Disziplin, die Erfüllung des Auftrages. | |||
Auch andere Mängel traten bei der Durchführung und Auswertung von Wettkämpfen hervor. Da fehlten die Hauptkampfrichterprotokolle der Suhler und Leipziger Bezirksmeisterschaften sowie die Ergebnisprotokolle der Bezirksmeisterschaften von Potsdam, Karl-Marx-Stadt, Cottbus und Frankfurt/O. | |||
Berechtigt wird von den Kollektiven an die Kommission Technik die Forderung erhoben, die Klassifizierungen für das folgende Wettkampfjahr früher vorzunehmen und bekanntzugeben. Indes kann bei solch mangelhafter Zuarbeit der Hauptkamnfrichter an die entsprechenden Stellen, nämlich den | |||
* Leiter der AG Wettkämpfe, Dieter Weise (Hettstedt) | |||
* Leiter der AG Kampfrichter, Mario Bielig (Halle) | |||
* Sektor Spielleute der Abt. Propaganda/Kultur des DTSB-Bundesvorstandes, 1055 Berlin, Storkower Straße 118 | |||
eine Klassifizierung günstigerer Termine nicht erfolgen. | |||
Die Kommission Technik stellt sich für 1980 das Ziel, die Klassifizierung am 3. September vorzunehmen und sie sofort im „tambour“ zu veröffentlichen. Dies bedarf freilich einer gewissenhaften und termingemäßen Zuarbeit von allen Hauptkampfrichtern. | |||
'''KOMMISSION TECHNIK''' | |||
=== Wer möchte Fotos von Wettkämpfen? === | |||
Bernd Friedrich fertigte Fotos von zentralen Wettkämpfen und Großeinsätzen der Spielleute an. Er möchte diese allen Kollektiven zugänglich machen. Wer an entsprechenden Bildern interessiert ist, muß sich schriftlich an Bernd Friedrich, 1170 Berlin, S.-Allende-Straße 35, wenden. | |||
----Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck — Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4 | |||
Aktuelle Version vom 6. Juli 2026, 14:03 Uhr
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
| Nummer 11/1979 | |
| Nummer: | 11/79 |
| Erschienen: | November 1979 |
| Jahrgang: | 12 |
| Seiten: | 8 |
| Zur Übersicht aller Ausgaben | |
Seite 1

HEUTE AUF SEITE
| 2 | Die Aufgaben der Spielleute im Wettbewerb 1980 |
| 4 | 30 Weidenplanschüler standen am Anfang |
| 6 | Fachleute mit Lyra und Maurerkelle |
Neue Übungsleiter im Bezirk Dresden
Für die Spielleute des Bezirkes Dresden fand im Oktober in Zabeltitz ein Lehrgang zum Erwerb der Übungsleiter-Qualifikation der Stufe I statt. 29 Sportlerinnen und Sportler waren der Einladung gefolgt. Dies bedeutete seit langem die höchste Teilnehmerzahl bei Lehrgängen solcher Art im Bezirk Dresden. Der erfreuliche Zuspruch brachte einige organisatorische Probleme mit sich, die aber durch die sehr gute Vorbereitungsarbeit der Zabeltitzer Spielleute mit Lehrgangsleiter Horst Schulze an der Spitze bewältigt wurden.
(Fortsetzung auf Seite 6)
Seite 2
Die Aufgaben der Spielleute im sozialistischen Wettbewerb 1980

Die 5. Tagung des DTSB-Bundesvorstandes würdigte die guten Leistungen der sozialistischen Sportorganisation im Wettbewerb zum 30. Jahrestag der Gründung unserer Republik. Die Spielleute des DTSB der DDR haben an dieser erfolgreichen Bilanz ihren Anteil. Auf dem Erreichten aufbauend steckte der Bundesvorstand die neuen, höheren Aufgaben unserer Sportorganisation ab. Er faßte bedeutsame Beschlüsse, die weit über das Jahr 1980 hinausragen. So wurde das VII. Turn- und Sportfest und die IX. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR vom 25. bis 31. Juli 1983 in Leipzig beschlossen, der Sportplan 1980 verabschiedet und mit einem Beschluß über die Auszeichnung mit dem Titel „Vorbildlicher Übungsleiter des DTSB der DDR“ die verdienstvolle Tätigkeit dieser unentbehrlichen Helfer des Sports besonders hervorgehoben.
Gerade in der Vorbereitung auf den 30. Jahrestag haben wir Spielleute bewiesen, daß sich der Wettbewerb und Leistungsvergleich als entscheidende Leitungsmethode bei der Entfaltung vieler Initiativen und Ideen bewähren. Dabei gehen wir von der Erkenntnis aus, daß dies Anforderungen an die ideologische Arbeit stellt. Jetzt kommt es darauf an, bei der weiteren Erfüllung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED und der 11. ZK-Tagung, des VI. Turn- und Sporttages des DTSB und der 5. Tagung des DTSB-Bundesvorstandes sowie des Sekretariats des DTSB-Bundesvorstandes vom 17.. Oktober 1978 zur Weiterentwicklung der Spielleutebewegung neue vielfältige Aktivitäten an den Tag zu legen.
Spielleute des DTSB — sozialistische Persönlichkeiten
Gegenwärtig verstärken die imperialistischen Mächte um die USA und BRD ihre antikommunistische Hetzkampagne, besonders gegen die Sowjetunion, weil sie der afghanischen Volksmacht entsprechend gemeinsamer Verträge politische, ökonomische und militärische Unterstützung gewährt. Die Verschärfung der Klassenauseinandersetzung zwischen den beiden Weltsystemen sollte uns Anlaß sein, noch wirksamer alle Spielleute zu sozialistischen Persönlichkeiten zu erziehen, zu Spielleuten, die sich stets und ständig für ihr sozialistisches Vaterland einsetzen, die alles zu seiner Stärkung und Festigung tun. Wir Spielleute wollen an der Festigung der engen Verbundenheit mit der Sowjetunion und den anderen Ländern unseres Bruderbundes als sozialistische Patrioten und proletarische Internationalisten mitwirken, jederzeit aktiv für Frieden und Völkerverständigung eintreten.
Deshalb nimmt die Mitgestaltung am 35. Jahrestag der Befreiung unseres Volkes vom Faschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee einen bedeutsamen Anteil der politisch-ideologischen Arbeit der Spielleute im Jahre 1980 ein. In unseren Sektionen und Klangkörpern gestalten wir Mitgliederversammlungen unter dem Motto „35. Jahrestag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee — 35 Jahre brüderliche Zusammenarbeit mit der Sowjetunion“.
Um dem Anspruchsniveau an die Spielleute gerecht zu werden, stellen wir uns im sozialistischen Wettbewerb höhere Ziele. Unser Leistungsvergleich soll — gemäß den Leninschen Prinzipien — öffentlich geführt und konkret abrechenbar gestaltet sein.
Welche Schwerpunkte bestimmen 1980 unsere Wettbewerbstätigkeit?
(1) Fest verbunden mit der Partei der Arbeiterklasse, der SED, und unserem Staat, setzen sich die Spielleute mit ganzer Kraft für die Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED ein.
Dem Grundgedanken der Losung „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat“ folgend, tragen die Spielleute mit neuen Taten und hohen Leistungen in der Schule, im Beruf und im Sport zur weiteren allseitigen Stärkung und zur Verteidigung unserer Republik bei.
(2) In Wahrung und Fortführung der fortschrittlichen und humanistischen Traditionen der deutschen Turn- und Sportbewegung sowie des revolutionären und sozialistischen Liedgutes erhöhen die Klangkörper der Spielleutebewegung ihre Wirksamkeit und Ausstrahlungskraft als Agitatoren und Propagandisten der sozialistischen Körperkultur in der DDR.
Hohe Einsatzbereitschaft und Disziplin, ein umfangreiches Repertoire und ausgezeichnete musikalisch-künstlerische Leistungen sind der Maßstab für alle Spielleute.
Mit Freude und hohem Niveau bereiten wir das „VII.“ vor
(3) Unter dem Leitgedanken „Für Gesundheit, Erholung und Lebensfreude, für Leistungsfähigkeit und Leistungsstreben, für Frieden und Sozialismus! Treibt alle Sport!“ beginnen wir mit der Vorbereitung des VI. Turn- und Sportfestes und der IX. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR. Das Nationalfest unserer Körperkultur soll zu einem eindrucksvollen Bekenntnis auch der Spielleute zur Par-
(Fortsetzung auf Seite 3)
DER FANFARENZUG des Pionierhauses Hoyerswerda schaffte nach dem Aufstieg in die Sonderklasse auf Anhieb mit dem dritten Rang einen Medaillenplatz (Foto auf Seite 1). Cornelia Bols gehört zu den fleißigen Spielleuten dieses hoffnungsvollen Klangkörpers.
Seite 3
Die Aufgaben...
(Fortsetzung von Seite 2)
tei der Arbeiterklasse und zu unserem sozialistischen Vaterland werden. Dafür all unsere Kraft und Ideen.
(4) Die Initiativen aller Spielleute sind weiter auf die Stärkung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR und die aktive und regelmäßige Teilnahme am Übungs- und Wettkampfbetrieb zu richten. Im Jahre 1980 gestalten wir das V. Freundschaftsfestival der FDJ und des Leninschen Komsomol Pfingsten in Karl-Marx-Stadt, die 18. Arbeiterfestspiele in Rostock sowie die Werner-Seelenbinder-Ehrungen, die Kinder- und Jugendspartakiaden in den Kreisen und Bezirken und die Kreissportfeste der Werktätigen mit. Alle Auftritte bereiten wir intensiv vor und führen sie mit hohem Niveau und großer Wirksamkeit durch.
(5) Wir stellen uns 1980 das Ziel, 500 neue Mitglieder als aktive Spielleute zu gewinnen, durch eine attraktive Übungs- und Wettkampfgestaltung die Fluktuation im Erwachsenenbereich erheblich zu mindern und die Klangkörper vor allem in den Genres Fanfarenzüge, Schalmeienkapellen und Blasorchester zu stabilisieren.
(6) Die Tätigkeit und die Qualifizierung der Übungsleiter, Stabführer und Kampfrichter ist wirkungsvoller zu unterstützen. Die Zentrale Spielleutekommission stellt sich das Ziel, 1980 15 Übungsleiter in der Stufe III, 80 in der Stufe II und 60 Kampfrichter auszubilden sowie die Weiterbildungsmaßnahmen von Übungsleitern und Kampfrichtern planmäßig zu realisieren.
Die Zentrale Spielleutekommission unterstützt Qualifizierungsmaßnahmen der Bezirksfachausschüsse.
(7) Die Ansprüche an die Fitneß und Athletik eines guten Spielmannes werden immer höher. Und dies besonders, wenn an die Aufgaben des VII. Turn- und Sportfestes der DDR gedacht wird. Deshalb treibt jeder Spielmann regelmäßig Sport, gehört die körperliche Ertüchtigung zum Bestandteil jeder Trainingsstunde. Alle Spielleute erfüllen die Bedingungen für das Sportabzeichen in einer der drei Stufen.
(8) Die Aktivitäten im Wettbewerb „Schöner unsere Städte und Gemeinden — mach mit!“ sind weiter zu erhöhen und konkret abzurechnen. Dazu gehören auch die Pflege- und Reparaturarbeiten an Instrumenten, Ausrüstungen und an der Kleidung. Die materiellen und finanziellen Mittel sind effektiv zur Aufgabenerfüllung einzusetzen. Die Eigeneinnahmen sind zu erhöhen, die Beiträge regelmäßig und in richtiger Höhe zu entrichten. Es ist ein Spendenaufkommen pro Mitglied von 5,50 Mark zu erzielen.
(9) Die DTSB-Wahlen, die am 15. November 1980 beginnen, sind politisch-organisatorisch und kadermäßig langfristig vorzubereiten. Sie sollen zur Festigung bestehender Sektionen und Kreisfachausschüsse beitragen und zur Bildung neuer Sektionen und Kreisfachausschüsse genutzt werden.
(10) Die Zentrale Spielleutekommission ehrt die Schrittmacher des sozialistischen Wettbewerbes im Dezember 1980 und zeichnet den besten Bezirksfachausschuß und die besten Sektionen aus.
ZENTRALE SPIELLEUTEKOMMISSION
Aus dem Sportplan des DTSB der DDR
- Die Basis des DTSB ist planmäßig zu festigen und zu verbreitern, 90 000 neue Mitglieder sind zu gewinnen
- Die bestehenden Sektionen stabilisieren und durch neue Übungsgruppen und Mannschaften erweitern
- Der Kinder- und Jugendsport ist als vorrangiges Anliegen des DTSB zielstrebig weiter zu entwickeln
- Verstärkte Anstrengungen sind zu unternehmen, um das regelmäßige außerunterrichtliche Sporttreiben für alle Lehrlinge, insbesondere das Angebot geeigneter Wettkämpfe, zu organisieren
- 30 000 Veranstaltungen für die Erfüllung der Bedingungen des BAV sind zu organisieren
- Jede Sportgemeinschaft sollte dazu jährlich mindestens zwei Veranstaltungen organisieren
- In Zusammenarbeit mit Komitees Antifaschistischer Widerstandskämpfer sind in den Kreisen, Sportgemeinschaften und Bezirken niveauvolle Ehrungen Werner Seelenbinders und der anderen Helden des antifaschistisehen Widerstandskampfes durchzuführen

Ohne sie geht nichts
Es spricht für sich, daß Marita Koch oder Barbara Krause, Bernd Drogan oder Siegfried Brietzke und all die anderen erfolgreichen Sportler unseres Landes nach Medaillengewinnen bei Olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften einem immer wieder besonders danken — ihrem ersten Übungsleiter. Er, der seine wichtige ehrenamtliche Tätigkeit praktisch außerhalb des Blickfeldes der Öffentlichkeit leistet, auch an Wochenenden bei Wettkämpfen seines Zöglings dabei ist, legt die Grundlagen für das hohe Niveau unseres Sports.
Aber natürlich steht und fällt mit dem Können, pädagogischem Geschick und der Einsatzbereitschaft des Übungsleiters nicht nur die Qualität des Nachwuchsleistungssports, im gesamten Trainings- und Wettkampfbetrieb des DTSB ist der Übungsleiter unentbehrlich. Welche Töne würden wir Spielleute zustande bringen, hätten wir nicht die vielen fleißigen Übungsleiter mit ihren hohen musikalischen Fähigkeiten zwischen Wolgast und Mühlhausen, Rübeland und Oberlichtenau. Ohne sie wäre Spielleutemusik undenkbar, ein geregelter Wettkampfbetrieb unmöglich.
Die Tätigkeit des Übungsleiters genießt hohen gesellschaftlichen Wert und verdient zurecht Anerkennung. Dies noch ’mal in die Ohren jener Betriebs- oder Schuldirektoren, die das „Beschäftigen mit dem Sport“ als „vergnügliches Hobby“ herunterspielen wollen, die Arbeit des Übungsleiters in der Vielfalt gesellschaftlichen Wirkens unter „ferner liefen“ einordnen.
Der DTSB-Bundesvorstand beschloß, das Engagement des Übungsleiters auf besondere Weise zu ehren. Für langjährige verdienstvolle Tätigkeit als Übungsleiter unserer sozialistischen Sportorganisation wird der Titel „Vorbildlicher Übungsleiter des DTSB der DDR“ verliehen. Eine Auszeichnung, die den Respekt und die hohe Wertschätzung verdeutlicht, die wir in unserer Gesellschaft dem Übungsleiter entgegenbringen.
GÜNTHER GIESSLER
Seiten 4 & 5
Vorgestellt: SG Dynamo Halle

30 Weidenplanschüler standen am Anfang
1961, Weidenplanschule in Halle. Diplomsportlehrer Werner Dlubeck möchte die Vielfalt des außerunterrichtlichen Sports in der SSG erweitern. Und er will eine Sektion bilden, die in der Stadt des Roten Trompeters auf große Traditionen in der Arbeitersportbewegung zurückblicken kann. Von einem Spielmannszug ist hier die Rede. Werner Dlubeck suchte von der 6. Klasse an aufwärts sportbegeisterte, an Spielleutemusik interessierte Mädchen und Jungen. Und er brauchte nicht lange zu suchen. 30 Weidenplanschüler meldeten sich sofort zur ersten Übungsstunde. Instrumente standen zur Verfügung. Dem Aufbau eines Spielmannszuges stand nichts mehr im Wege.
Notenkenntnisse brachte zunächst keiner mit
„Wir begannen ohne Noten, spielten nur nach Gehör“, erinnert sich Werner Czerwinka, der wie einige andere auch noch heute zum festen Bestand des Hallenser Klangkörpers zählt. „Vielleicht kann man es mit einem Schwimmschüler vergleichen, der erstmals mit dem Wasser Bekanntschaft schließt, während wir heute, um im Bild zu bleiben, Saltowenden und Delphinbeinschlag beherrschen.“ Als Stabführer fungierten zu jener Zeit die Söhne des 1969 leider viel zu früh verstorbenen Werner Dlubeck, Wolfgang und Jürgen.
Bald musizierten über 140 Mädchen und Jungen
Nachdem 1962 eine komplette 6. Klasse zu den Hallenser Spielleuten stieß, der Klangkörper in der Chemie-Metropole immer populärer wurde, musizierten schließlich 1967 über 140 Mädchen und Jungen aus fünf Schulen in der inzwischen von der SG Dynamo übernommenen Sektion. Eine Einstufungskommission hatte 1966 das Nachwuchs-Kollektiv in die höchste Klasse beordert. Bei der DDR-Bestenermittlung in Eisleben belegten die Hallenser auf Anhieb Platz 2 hinter dem siegenden Zug aus Oschersleben. Zwei Pflichtdurchgänge und ein Kürdurchgang mußten damals absolviert werden. Und dies auch nur im Stand auf einer Eislebener Bühne.
Der unerwartete Erfolg verstärkte die Trainingsbemühungen der Spielleute von Dynamo. Und der Lohn blieb nicht aus. In den beiden folgenden Jahren vermochte man jedesmal DDR-Bester zu werden. Beim Nachwuchs, wohlbemerkt. Bei den Erwachsenen gab man 1970 zur 1. offiziellen DDR-Meisterschaft in Apolda den Einstand. Auf Rang 4 hinter Medizin Mühlhausen, Motor Lauchhammer und Motor Zeitz hätte er kaum eindrucksvoller verlaufen können. Klammert man 1974 einmal aus, schafften die Hallenser dann in jedem Jahr einen Medaillenplatz. Der Höhepunkt war natürlich 1978, als es Dynamo Halle gelang, die Siegesserie der Mühlhausener zu unterbrechen und den Meistertitel in die Händelstadt zu holen. Aber vom musikalischen Leistungsvermögen her kaum geringer, muß man den Auftritt zur 79er DDR-Meisterschaft in Taucha werten, wo nach imponierendem Zweikampf mit Union Mühlhausen der Vizemeister blieb.
Und dann der Auftritt am Rande des Urals
Das Jahr 1979 brachte auch den ersten Auslandsstart der Hallenser. Er führte Dynamo innerhalb einer Sportlerdelegation des Chemie-Bezirkes in die Partnerstadt, nach Ufa, am Rande des Urals. „Der Aufenthalt in der Metropole der Baschkirischen ASSR und in Moskau, das wir auf dem Rückflug kennenlernten, wird uns allen unvergessen bleiben“, schwärmte Werner Czerwinka. Bei ihren Auftritten in Ufa und Kummertow, fünf Autostunden von der Baschkirischen Hauptstadt entfernt, ernteten die Hallenser viel Szenenapplaus.
Indes auf ihrem Lorbeer ruhen sich die Dynamos nicht aus. Drei Stunden wöchentlich trainieren die Hallenser mit höchster Intensität. Unmittelbar vor Titelkämpfen erhöht der Klangkörper den Trainingsumfang erheblich, wobei in der letzten Woche vor der Meisterschaft zu täglichem Üben im Kollektiv übergegangen wird.
Und hier liegt vielleicht eines der „Geheimnisse“ der Hallenser, daß nahezu alle Mitglieder des Klangkörpers die Trainingsstunden besuchen, auch wenn dies nicht immer einfach ist. So gehören Schichtarbeiter wie Wolfgang Heyder, Anlagenfahrer in Buna, oder die Kindergärtnerin Beate Richter zum Zug. Unmittelbar nach Dienstschluß fahren sie direkt zur Übungsstunde, um ihren Anteil an der weiteren Verbesserung des musikalisch-technischen Könnens des Klangkörpers zu leisten. „Ich glaube, daß vor allem in den Rhythmusinstrumenten noch Reserven vorhanden sind“, urteilte Werner Czerwinka. „Durch zusätzliches Schlagen mit den Stöcken an die Trommelkanten lassen sich verschiedene Klangfarben, optisch effektvolle Wirkungen erzielen.“
Auch in einigen anderen Sportarten zuhause
Aber auch andere sportliche Betätigung kommt nicht zu kurz. Uwe Maier beispielsweise ist ein guter Judoka, Frank Puffky sogar Spartakiadesieger. Simone Fischer betreibt Leichtathletik, Marco Ossig boxt, Mechthild Müller reitet. Und im Trainingslager wird natürlich täglich Fußball gespielt. Harald Ebert, der Mann am Becken, ist hier allererste Wahl. Auch Frank Puffky, Werner Czerwinka und Torsten Prinz verstehen mit dem Ball sehr gut umzugehen.
Das Nachwuchskollektiv spielt sogar vor jeder Übungsstunde Fußball. Auch dieser Klangkörper hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen, die nach dem Aufstieg in die Sonderklasse sofort den zweiten Platz in der DDR-Meisterschaft brachte.
Übrigens auch dies ist leider noch nicht alltäglich: Bei bedeutsamen Wettkämpfen wie DDR-Meisterschaften nimmt das Erwachsenen-Kollektiv am Vorabend keinen Tropfen Alkohol zu sich. Und der Nachwuchs ist natürlich spätestens 22 Uhr in den Betten verschwunden. Scheinbar nebensächliche Dinge, die aber bezeichnend für die hohe Disziplin der Spielleute von Dynamo Halle sind. Und erst solch eine Disziplin öffnet den Weg zur Meisterschaft in musikalisch-technischer Hinsicht.
GÜNTHER GIESSLER
DDR-Meister 1978 und Vizemeister 1979 der Erwachsenen-
Eckhard Bergmann, Flöte
Gabriele Bergmann, Flöte
Mario Bielig, Flöte
Silvia Bielig, Lyra
Werner Czerwinka, Stabführer
Harald Ebert, Becken
Olaf Große, Trommel
Frank Hagemann, Trommel
Jürgen Heyder, Flöte
Petra Heyder, Flöte
Wolfgang Heyder, Flöte
Wolfgang Jäntsch, Flöte
Peter Jörkel, Trommel
Beate Knietsch, Trommel
Heike Knizia, Flöte
Peter Krause, Trommel
Uta Krell, Lyra
Roland Lange, Flöte
Uwe Maier, Flöte
Gerhard Müller, Flöte
Mechthild Müller, Flöte
Marco Ossig, Flöte
Peter Patenge, Trommel
Thomas Pfeiffer, Trommel
Torsten Prinz, Flöte
Djamila Puffky, Flöte
Frank Puffky, Flöte
Thomas Reuß, Trommel
Beate Richter, Lyra
Frank Richter, Flöte
Bodo Schulz, Trommel
Uwe Schulze, Trommel
Ditmar Seydewitz, Große Trommel
Frank Thrun, Flöte
Peter Wild, Flöte
DDR-Vizemeister 1979 der Nachwuchs-Spielmannszüge
Frank Bergmann, Flöte
Heike Bertram, Flöte
Dirk Beyer, Große Trommel
Mario Böhme, Flöte
Simone Fischer, Lyra
Fred Friedenberger, Trommel
Ralf Jackl, Flöte
Thomas Kottewitz, Flöte
Ute Lehmann, Flöte
Babetta Müller, Trommel
Cornelia Müller, Lyra
Torsten Ossig, Becken
Frank Osterrieder, Trommel
Antje Poppe, Flöte
Andreas Puchert, Trommel
Cornelia Rauchfuß, Stabführer
Kerstin Richter, Flöte
Frank Rudeck, Flöte
Simone Schindler, Flöte
Torsten Scholz, Flöte
Katrin Stock, Flöte
André Striesenow, Trommel
Peter Wiegand, Flöte
Mathias Winkler, Trommel
Heidrun Zemski, Lyra
Kathrin Ziekler, Flöte
IM BLICK

Werner Czerwinka
Als 12jähriger war er 1961 dabei, als der Spielmannszug der SSG Weidenplanschule Halle gegründet wurde. Dem begeisterten Fußballspieler imponierte die Spielmannsmusik von Anfang an, er war Feuer und Flamme, als ihm bei Werner Dlubeck die erste Trommel anvertraut wurde. So gehörte Werner Czerwinka zu jenem Kern, aus dem sich später in der SG Dynamo Halle einer der besten Klangkörper unseres Landes entwickelte.
1969, der gelernte Elektromonteur hatte gerade seinen Ehrendienst in der NVA beendet, tauschte er seine Trommel gegen den Tambourstab ein. Seither gibt Werner Czerwinka im wahrsten Sinne des Wortes den Ton an im Spielmannszug von Dynamo Halle. Und Werner ist auch ein Beispiel dafür, das man in Halle nicht „nur“ auf gute Musik großen Wert legt, sondern auch dem „Drumherum“, dem Kollektivgeist, viel Aufmerksamkeit widmet. Werner Czerwinka ist nämlich einer von den zwölf Spielleuten der Hallenser Dynamos, die sich im Spielmannszug kennenlernten und den Bund fürs Leben schlossen. Werner Czerwinka heiratete 1972 Uljana Engelmann, Trommlerin des Klangkörpers.
Wo sich solche Verbindungen entwickeln, wie gesagt, in Halle gab es bislang sechs klassische Spielleute-Ehen, muß eine vorbildliche Atmosphäre im Kollektiv vorhanden sein. Werner sorgte mit Uljana inzwischen auch für Spielleutenachwuchs. Sandra ist sieben Jahre alt, während der dreimonatige Werner Junior mit seiner „Musik“ noch ein bißchen warten muß, bevor er die Ansprüche im Kollektiv unseres Vizemeisters zu erfüllen vermag.
Werner Czerwinka, überzeugter Nichtraucher, was ihn noch sympathischer macht, leitet nicht nur den Erwachsenen-Spielmannszug, er ist auch Sektionsleiter bei Dynamo Halle. Sein hohes Können und das große Vertrauen, das man ihm entgegenbringt, wird in der Berufung zum Vorsitzenden der Kommission Spielmannszüge Erwachsene der ZSK deutlich. Im Frühjahr 1979 bat Werner Czerwinka um Aufnahme als Kandidat in die Partei der Arbeiterklasse. Er ist gegenwärtig im DTSB-Bezirksvorstand Halle für die Spielleute des Chemiebezirkes verantwortlich.
Die Übungsleiter
Mario Bielig
Werner Czerwinka
Jürgen Heyder
Wolfgang Heyder
Roland Lange
Gerhard Müller
Peter Patenge
Auszeichnungen
- Artur-Becker-Medaille in Silber (1971)
- Kollektiv des künstlerischen Volksschaffens (1977)
- Ehrennadel des DTSB der DDR in Silber (1978)
- Ehrennadel der Sportvereinigung Dynamo in Gold (1979)
Größte sportliche Erfolge:
1970: DDR-Meisterschaft, 4. Platz
1971: DDR-Meisterschaft, 3. Platz
1972: DDR-Meisterschaft, 2. Platz
1974: DDR-Meisterschaft, 5. Platz
1975: DDR-Meisterschaft, 2. Platz
1976: DDR-Meisterschaft, 2. Platz
1978: DDR-Meisterschaft, 1. Platz
1979: DDR-Meisterschaft, 2. Platz
Seite 6

Die Spielleute von Empor Klengel-Serba:
Fachleute mit Lyra und Maurerkelle
Schmucke Übungsstätte selbst geschaffen
Sie haben ihn, die Spielleute von Empor Klengel-Serba, den idealen Trainingsraum. Seit dem Herbst 1978 bauten sie den ehemaligen Saal im Gasthof „Trotz“ um und schufen so ideale Bedingungen für die Übungsabende der Erwachsenen und des Nachwuchses ihrer Spielleutesektion.
Seit man den Saal, der von der Konsumgenossenschaft als Lager genutzt wurde, freimachte, herrschte hier emsiges Treiben. Ständerwände baute man ein, auch eine Zwischendecke galt es einzuziehen. Drei kleine Zimmer stehen als Übungsräume für die verschiedenen Flötenstimmen, die Trommler und die Lyraspieler zur Verfügung. Hier werden auch die Instrumente, Ausrüstungsgegenstände und die Kleidung der Spielleute aufbewahrt. Hinzu kommt noch ein großer Gemeinschaftsraum, in dem das Zusammenspiel des gesamten Zuges geprobt werden kann.
Natürlich wird man sich in diesem sehr gemütlich eingerichteten Klub auch zu geselligen Stunden treffen. Weit über 1000 Stunden Arbeit nach Feierabend steckt hier drin. Viele Spielleute haben sich daran beteiligt. Horst Plötner, Wolfgang Bleichrodt, Ullrich Ferber, Günter Kiesig, Frank Wittig, Bernd Leidenfrost, Wolfgang Kiefer und Heinz Hebenstreit, um nur einige der aktivsten zu nennen. Sie leisteten beim größten Teil der Mach-mit-Wochenenden eine vorbildliche Arbeit.
Die Spielleute von Klengel-Serba hatten auch zahlreiche Helfer und Verbündete. So hängten Fachleute vom Ingenieur-Hochbau-Kombinat Jena die Zwischendecke ein. Fleißige Frauen vom DFD nähten Gardinen, der Besitzer des Hauses übernahm den größten Teil der Materialkosten. Natürlich leisteten die Spielleute den Löwenanteil an den Baustunden. Allein 1979 können sie auf 40 Einsätze verweisen, bewiesen sie, daß man in Klengel-Serba nicht nur mit Lyra und Flöte gut umzugehen versteht, sondern auch mit Pinsel und Maurerkelle geschickt hantieren kann.
1980 feiert der Spielmannszug von Empor Klengel-Serba, er gehört der Leistungsklasse I an, sein 25jähriges Jubiläum. Er kann auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Mit der neuen Übungsstätte bereitete er sich ein zusätzliches, sicherlich das schönste Jubiläumsgeschenk selbst.
Nachruf!
Plötzlich und für uns alle noch unfaßbar verstarb unser langjähriges Mitglied
Hans-Heiner Kugler
im Alter von 18 Jahren.
Hans-Heiner gehörte seit seinem achten Lebensjahr unserer Schalmeienkapelle an. Er war Spielmann aus Leidenschaft und zählte zu unseren Besten. Uneigennützig stellte Hans-Heiner sein trotz der jungen Jahre schon großes Können den anderen zur Verfügung und half wo er nur konnte.
Wir werden sein Vermächtnis stets in Ehren halten.
Die Spielleute von Traktor Naundorf
Neue Übungsleiter im Bezirk Dresden
(Fortsetzung von Seite 1)
Wie bei zentralen Lehrgängen zuletzt immer wieder bemängelt, mußte man leider auch hier feststellen, daß einige Teilnehmer unzureichend vorbereitet anreisten und der teils erhebliche Nachholebedarf theoretischer Kenntnisse, die straffe Durchführung des Unterrichtes beeinträchtigte. Dies führte dazu, daß bestimmte Teilgebiete wie etwa die Stabführung nicht oder unzureichend behandelt werden konnten. Es sollte nochmals an die Sektionen appelliert werden, ihre Teilnehmer für Übungsleiter-Lehrgänge mit mehr Verantwortung auszuwählen und besser vorzubereiten.
Auch bei der Überprüfung praktischer Fähigkeiten war ein teils beträchtlicher Leistungsunterschied festzustellen. Dies dürfte freilich ganz natürlich sein und sollte keineswegs Sportfreunde vom Besuch solcher Veranstaltungen abhalten. Unter dem Strich vermochte man in Zabeltitz trotz allem den Erfolg des Lehrgangs zu melden. Viele junge Teilnehmer drangen tiefer in die allgemeine Notenlehre ein. Besonders erfreut war man über die Görlitzer Spielleute, die gegenüber vorhergegangenen Lehrgängen fraglos den größten Leistungssprung erkennen ließen.
Eine Bereicherung bildete das Referat mit anschließendem Dia-Vortrag über die Geschichte des DTSB der DDR. Hier konnten interessante Details und neue Erkenntnisse über die Entwicklung unserer sozialistischen Sportorganisation vermittelt werden.
25 Spielleute beendeten den Lehrgang als ausgebildete Übungsleiter der Stufe I und können fortan in ihren Kollektiven noch besser zur Erhöhung des musikalisch-technischen Niveaus beitragen. Vier Teilnehmer erreichten das Lehrgangsziel diesmal noch nicht. Sie werden sich in ihren Kollektiven intensiv auf den Lehrgang im Jahre 1980 vorbereiten.
Der Bezirksfachausschuß Spielleute Dresden möchte den Sportfreunden von Traktor Zabeltitz für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aussprechen.
PETRA NACOVSKY
BFA Spielleute Dresden
Seite 7

Ausschreibung
zum Aufstiegsturnier 1980 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge des DTSB der DDR
1. Veranstalter:
Zentrale Spielleutekommission des DTSB der DDR
2. Mit der Durchführung beauftragt:
Kommission Fanfaren in Verbindung mit der BSG BKW Calau
3. Art der Veranstaltung:
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge des DTSB der DDR 1980
4. Ort der Durchführung:
Calau im Bezirk Cottbus, Sportplatz der BSG BKW
5. Termin des Wettkampfes:
9. bis 11. Mai 1980
6. Beginn des Wettkampfes:
10. Mai 1980, 9.30 Uhr
7. Teilnehmer (in Startreihenfolge):
- BKW Calau
- SG Bachra
- Motor Werdau
- Tiefbau Berlin
- Traktor Oßmannstedt
- Teichwolframsdorf
(Probedurchgang)
8. Wertung:
Nach der gültigen Wettkampfordnung der Fanfarenzüge des DTSB der DDR vom 1. Januar 1978 sowie den Festlegungen der Kommission Technik zu Änderungen der Wettkampfordnung, gültig vom 1. Januar 1980.
9. Wettkampfdurchführung:
Die Teilnahme erfolgt auf der Grundlage der Klassifizierungsordnung. Zur Stabführerbesprechung ist das Wettkampfbuch des jeweiligen Kollektivs abzugeben.
10. Wettkampfprogramm:
Pflichtmärsche:
- Marsch der Freundschaft
- Potsdamer Dynamomarsch
- Frohe Klänge
- Mit vereinten Kräften (Fassung Brückner März 1978)
Kürmärsche:
Entsprechend der WKO Fanfarenzüge, Punkt 8
11. Melde- und Abgabetermin:
Kürnoten, Meldebogen und Kurzbiographie bis 31. März 1980 an Leo Ertel, 1500 Potsdam, Haus der Pioniere
12. Verpflegungsgeld:
Verpflegungsgeld (pro Person 15,— Mark) ist bis zum 31. März 1980 auf das Konto Nr. 2692—33—80208 der Kreissparkasse Calau mit dem Vermerk „Verpflegungsgeld der BSG/SG . . . für . . . Personen“ zu überweisen.
13. Reisekosten:
50 Prozent der Gruppenermäßigung nach Reichsbahntarif für Sportfahrten werden erstattet. Die Auszahlung erfolgt nach bestätigter ordnungsgemäßer Rückgabe der Quartiere und Quartiermaterialien.
KOMMISSION FANFAREN

Dein Herz dem Sport
Prüfe dein Herz!
Nachfolgenden Text entnahmen wir dem Buch des sowjetischen Sportjournalisten Stief Schenkmann „Wir sind Männer“
| 1. Altersgruppe | |
| 20 bis 30 Jahre | 1 Punkt |
| 31 bis 40 Jahre | 2 Punkte |
| 41 bis 56 Jahre | 3 Punkte |
| 57 bis 60 Jahre | 4 Punkte |
| über 60 Jahre | 5 Punkte |
| 2. Geschlecht | |
| weiblich | 1 Punkt |
| männlich | 2 Punkte |
| 3. Leben Sie unter Streß? | |
| nein | 0 Punkte |
| teilweise | 4 Punkte |
| ja | 8 Punkte |
| 4. Arbeiten Sie unter Streß? | |
| nein | 0 Punkte |
| teilweise | 4 Punkte |
| ja | 8 Punkte |
| 5. erbliche Faktoren | |
| keine Blutsverwandte mit Infarkt | 0 Punkte |
| ein Blutsverwandter mit Infarkt über 60 Jahre | 1 Punkt |
| ein Blutsverwandter mit Infarkt unter 60 Jahre | 2 Punkte |
| zwei solche Verwandte | 3 Punkte |
| drei solche Verwandte | 4 Punkte |
| 6. Rauchen | |
| Nichtraucher | 0 Punkte |
| Pfeife | 3 Punkte |
| 10 Zigaretten täglich | 2 Punkte |
| 20 Zigaretten täglich | 4 Punkte |
| 40 Zigaretten täglich | 8 Punkte |
| 7. Ernährung | |
| sehr mäßig: wenig Fleisch, Fett, Süßigkeiten | 1 Punkt |
| etwas üppig | 3 Punkte |
| übermäßig, ohne Begrenzung | 8 Punkte |
| 8. Blutdruck | |
| unter 130/80 | 0 Punkte |
| bis 140/90 | 1 Punkt |
| bis 160/90 | 2 Punkte |
| bis 180/90 | 3 Punkte |
| über 180/90 | 8 Punkte |
| 9. Gewicht | |
| ideales Gewicht | 0 Punkte |
| 5 Kilo Übergewicht | 2 Punkte |
| 10 Kilo Übergewicht | 3 Punkte |
| 15 Kilo Übergewicht | 4 Punkte |
| 20 Kilo Übergewicht | 5 Punkte |
| über 20 Kilo Übergew. | 6 Punkte |
| 10. körperliche Aktivität | |
| hohe Aktivität | 0 Punkte |
| mäßige Aktivität | 4 Punkt |
| niedrige Aktivität | 3 Punkte |
| sitzende Arbeit, kein Sport | 5 Punkte |
Nachdem Sie sich eingestuft haben, rechnen Sie die Punkte zusammen.
Sind es weniger als 10 = faktisch kaum Infarktgefahr
11 bis 18 = ein minimales Infarktrisiko ist vorhanden, aber zugleich auch eine Tendenz zur Steigerung dieses Risikos
19 bis 25 = es liegt ein Infarktrisiko vor. Es ist Zeit darüber nachzudenken, den Einfluß der ungünstigen Faktoren zu verringern.
26 bis 32 = laut Statistik stirbt in den hochentwickelten Ländern jeder sechste Mann an einem Infarkt. Wenn Sie nicht dazu gehören wollen, suchen Sie einen Arzt auf und lassen Sie sich ein Programm zur Stärkung Ihres Herzens entwickeln.
Seite 8

Nach einer Tagung der Kommission Kampfrichter
Die Arbeit des Kampfrichters verlangt Können und Disziplin
Gedanken zur Situation im Kampfrichterwesen der Spielleutebewegung
Auf Seite 3 dieser Ausgabe wird in einem Kommentar die hohe gesellschaftliche Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit innerhalb unserer Sportorganisation gewürdigt. Ohne Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter ist kein Wettkampfbetrieb möglich. Auch die Kampfrichter in der Spielleutebewegung verdienen höchsten Respekt und alle Anerkennung für ihre unentbehrliche Tätigkeit. Sie sind ja meist an den Wochenenden im Einsatz, was sehr viel Verständnis bei den Ehepartnern voraussetzt. Die Anforderungen an die Kampfrichter in musikalisch-technischer Hinsicht sind naturgemäß sehr hoch, schließlich gehört schon eine Menge Fachwissen dazu, bei einem Wettkampf mit zwölf oder dreizehn Klangkörpern Pflicht und Kür nach den vorgegebenen Kriterien exakt zu beurteilen. Die Kommission Technik beschäftigt sich mit dem Leistungsstand und der gegenwärtigen Situation des Kampfrichterwesens in der Spielleutebewegung nach der Saison 1979.
Mit der Berufung zu einem Wettkampf nimmt der Kampfrichter eine große Verantwortung auf sich. Diese wurde in der zurückliegenden Veranstaltungsserie leider nicht in jedem Falle wahrgenommen, wie die Kommission Technik in ihrer Klausurtagung feststellen mußte.
Sehen wir uns an, aus welchen Bezirken Kampfrichter zu den 79er Bezirksmeisterschaften unentschuldigt nicht anreisten (in Klammer die Anzahl des entschuldigten Fehlens, die von Krankheit über dienstliche Verpflichtungen bis zu teils fadenscheinigen Begründungen reichte):
| BFA Halle | 11 | (7) |
| BFA Magdeburg | 5 | |
| BFA Karl-Marx-Stadt | 3 | |
| BFA Leipzig | 2 | |
| BFA Schwerin | 2 | |
| BFA Erfurt | 2 | |
| BFA Cottbus | 2 | (1) |
| BFA Suhl | 0 | (3) |
| BFA Potsdam | 0 | (2) |
| BFA Frankfurt/O | 6 |
Zur Leipziger Bezirksmeisterschaft reiste der Hauptkampfrichter mit zwei Kampfrichtern 31/2 Stunden später an.
Die Folgen:
- unzureichende Einweisung des Kampfgerichtes
- keine Auswertung mit den Stabführern und Kampfrichtern
- keine Notenrückgabe an die Kollektive
In Magdeburg spürten die Kampfrichter die Ein-Mann-Arbeit bei der Organisation der Bezirksmeisterschaft durch Zeitverzug, der aus Quartier- und Transportproblemen entstand. Kampfrichter Detlef Liedke (Aufbau Brandenburg) fehlte unentschuldigt zum Aufstiegsturnier der Erwachsenen-Spielmannszüge in Wolmirstedt, zur DDR-Meisterschaft der Schalmeienkapellen und zum Aufstiegsturnier der Schalmeienkapellen in Colditz.
Gerhard Schobes (MK Ziegelrode) war als Kampfrichterobmann für den Kampfrichter-Einsatz zur Suhler Bezirksmeisterschaft verantwortlich. Aus von der Kommission Technik nicht akzeptierten Gründen blieb das halbe Kampfgericht dem Wettkampf fern. Die Sportfreunde aus dem Bezirk Gera, mit den gleichen Problemen behaftet, reisten zur Suhler Bezirksmeisterschaft an. Leider fehlte Gerhard Schobes auch unentschuldigt zu den Bezirksmeisterschaften Rostock/Schwerin.
Die Kommission Technik wird Richtlinien zu Kampfrichtereinsätzen erarbeiten, die künftig eingehalten werden müssen. Bei Verstößen gegen diese Richtlinien, beispielsweise Nichtwahrnehmung einer Einladung zum Wettkampf, haben die betreffenden Kollektive mit Konsequenzen zu rechnen. Grundlegende Voraussetzung der Kampfrichtertätigkeit ist die Disziplin, die Erfüllung des Auftrages.
Auch andere Mängel traten bei der Durchführung und Auswertung von Wettkämpfen hervor. Da fehlten die Hauptkampfrichterprotokolle der Suhler und Leipziger Bezirksmeisterschaften sowie die Ergebnisprotokolle der Bezirksmeisterschaften von Potsdam, Karl-Marx-Stadt, Cottbus und Frankfurt/O.
Berechtigt wird von den Kollektiven an die Kommission Technik die Forderung erhoben, die Klassifizierungen für das folgende Wettkampfjahr früher vorzunehmen und bekanntzugeben. Indes kann bei solch mangelhafter Zuarbeit der Hauptkamnfrichter an die entsprechenden Stellen, nämlich den
- Leiter der AG Wettkämpfe, Dieter Weise (Hettstedt)
- Leiter der AG Kampfrichter, Mario Bielig (Halle)
- Sektor Spielleute der Abt. Propaganda/Kultur des DTSB-Bundesvorstandes, 1055 Berlin, Storkower Straße 118
eine Klassifizierung günstigerer Termine nicht erfolgen.
Die Kommission Technik stellt sich für 1980 das Ziel, die Klassifizierung am 3. September vorzunehmen und sie sofort im „tambour“ zu veröffentlichen. Dies bedarf freilich einer gewissenhaften und termingemäßen Zuarbeit von allen Hauptkampfrichtern.
KOMMISSION TECHNIK
Wer möchte Fotos von Wettkämpfen?
Bernd Friedrich fertigte Fotos von zentralen Wettkämpfen und Großeinsätzen der Spielleute an. Er möchte diese allen Kollektiven zugänglich machen. Wer an entsprechenden Bildern interessiert ist, muß sich schriftlich an Bernd Friedrich, 1170 Berlin, S.-Allende-Straße 35, wenden.
Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck — Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4

