Welche Informationen werden gesucht?
10 Jahre Stabführer.de
Wir feiern unsere Spielleute-Geschichte!
Gesucht werden Daten, Geschichten, Fotos, Dokumente um Teil des Spielleute-Archivs zu werden. Hilf gerne mit!
Melde dich unter info@stabfuehrer.de

Der Tambour/Ausgabe 1979 08: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Stabführer.de
 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 112: Zeile 112:


== Seite 4 ==
== Seite 4 ==
'''Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge'''
=== Die Leipziger schafften auf Anhieb die Rückkehr ===
'''Einheit Pädagogik Leipzig NO auf dem Wege zur ehemaligen Leistungsstärke / Mit den Leipzigern gelangte Dynamo Berlin NW in die Sonderklasse / Keiner stieg ab'''
[[Datei:DerTambour1979-8-4-1.png|mini|'''ER IST WIEDER „DA“,''' der Fanfarenzug von Einheit Pädagogik Leipzig. Souverän dominierten die Messestädter im Aufstiegsturnier zur Sonderklasse. Hier bei den diesjährigen Leipziger Bezirksmeisterschaften in Wurzen.]]
'''Der Leipziger Stadtbezirk Süd, mit über 100 000 Einwohnern größter der sieben Stadtbezirke der Messemetropole, war innerhalb seines Kreissportfestes der Werktätigen Gastgeber des Aufstiegsturnieres 1979 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge. Leider erlebte man auf dem Sportplatz an der Teichstraße, eines der Leipziger Volkssportzentren, ein arg reduziertes Teilnehmerfeld. Da die Fanfarenzüge von Motor Hennigsdorf und Lok Nordhausen disqualifiziert werden mußten, waren nur vier Klangkörper angereist. Hinzu kam, daß die Klangkörper von Traktor Oßmannstedt und Motor Werdau durch das bedauerliche Ableben ihrer Kollektivleiter nicht wie gewohnt auf den Wettkampf vorbereitet sein konnten. So waren mit Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und Dynamo Berlin Nordwest die Aufstiegsfavoriten von vornherein gegeben.'''
Und die beiden Züge erfüllten schließlich auch die in sie gesetzten Erwartungen. Besonders die Leipziger, sie erhielten als einziges Kollektiv keine Abzüge in der Strafskala, schafften mit bemerkenswerten Leistungen auf Anhieb die Rückkehr in die Sonderklasse.
Dieses Lob schließt allerdings nur die Kürleistungen ein, während bei den Pflichtvorträgen bei allen Kollektiven erhebliche Abstriche zu machen sind. An der erfreulichen „Wiedergeburt“ des Fanfarenzuges von Einheit Pädagogik vermochte dies freilich nichts zu ändern. Die Leipziger haben ihr Leistungstief endgültig überwunden und sind im Begriff, zur ehemaligen musikalischen Stärke zurückzufinden. Immerhin war dieser Zug seit 1970 allein viermal die Nummer zwei bei den Bestenermittlungen unserer Republik. Einmal belegte man den dritten und einmal den vierten Platz. Dies kann sich schon sehen lassen. So sieht man dem Auftreten in der Sonderklasse 1980 mit gespannter Aufmerksamkeit entgegen. Einheit Pädagogik erreichte im Abstiegsjahr 48,60 Punkte. Jetzt ist man bereits wieder an der 60er-Grenze (59,41) angelangt.
Absteigen wird in diesem Jahr kein Kollektiv der Leistungsklasse. Dies gibt den Oßmannstedtern und Werdauern Gelegenheit, den schmerzlichen Verlust ihrer Kollektivleiter zu überwinden und zur früheren Leistungsstärke zurückzufinden. Man darf dieses Aufstiegsturnier nicht zu den Akten legen, ohne die fleißige Arbeit von Helga und Erwin Dietrich aus Leipzig zu würdigen. Beide haben an der Vorbereitung und auch reibungslosen Durchführung des Turniers hervorragenden Anteil.
'''Resultate:'''
{| class="wikitable"
|'''1.'''
|'''Einheit Pädagogik Leipzig NO'''
|'''59,41'''
|-
|'''2.'''
|'''Dynamo Berlin NW'''
|'''46,38'''
|-
|'''3.'''
|'''Traktor Oßmannstedt'''
|'''31,73'''
|-
|'''4.'''
|'''Motor Werdau'''
|'''19,20'''
|}
'''Aufsteiger:''' Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und die SG Dynamo Berlin Nordwest.
LEO ERTEL, Vorsitzender der Kommission Fanfaren
=== Jubiläumsklänge am Rande des Spreewalds ===
Anfang September feierte ein Spielmannszug sein 20jähriges Bestehen, der sich in diesen zwei Jahrzehnten nicht nur prächtig entwickelte, sondern auch der Spielleutebewegung insgesamt viele Impulse gab: der Spielmannszug der TSG Lübbenau. Die Kraftwerksstadt, auch als das Tor zum Spreewald bekannt, kannte bis zu jenem Septembertag vor zwanzig Jahren keine Spielleutemusik. So mußte Friedrich Hollmeyer, der 1959 die Spielleutesektion zunächst mit einem Fanfarenzug ins Leben rief, im wahrsten Sinne des Wortes Spielleute-Neuland erschließen. Er tat dies mit großem Engagement und wie man heute sehen kann, mit eben solchem Erfolg.
Und er hatte zahlreiche Freunde und Helfer, die ihm mit Rat und Tat zur Verfügung standen. Da halfen vor allem Sportler aus Lauchhammer den Lübbenauern beim Laufen lernen. Auch die Namen von Willi Stegmann, Siegfried Remuß, Rudolf Busse, Uwe und Peter Jurischka sowie die Sportfreunde Erber und Ulbrich sind eng mit dem Spielleuteaufschwung in Lübbenau verbunden.
Seit knapp zehn Jahren arbeiten die Lübbenauer intensiv an der Erweiterung der Spielleutebasis nicht nur im Kreis Calau, sondern im gesamten Bezirk Cottbus. Inzwischen gibt es an allen Lübbenauer Oberschulen sehr gut wirkende Arbeitsgemeinschaften der Spielleute, die den Nachwuchs kontinuierlich entwickeln. Die Lübbenauer waren es, die bei der Bildung des Cottbuser Mädchenspielmannszuges entscheidende Hilfe leisteten. Auch der Fanfarenzug des BKW/Jugend entstand durch die Spielleute der TSG Lübbenau. Gegenwärtig sind die Lübbenauer im Gemeindeverband Staupitz des Kreises Lübben dabei, einen Spielmannszug auftrittsreif zu formieren.
Die Lübbenauer haben sich um die Spielleutebewegung verdient gemacht.


== Seite 5 ==
== Seite 5 ==
=== DDR-Meisterschaften 1979 im Zahlenspiegel ===
==== HEUTE: 8. Titelkämpfe der Erwachsenen-Spielmannszüge ====
[[Datei:DerTambour1979-8-5-1.png|mini|'''RIESENGROSSER JUBEL''' beim Erwachsenen-Spielmannszug von Union Mühlhausen, als in Taucha der Sieg bei den DDR-Meisterschaften feststand. Übungsleiter Rolf Melle, der „Vater des Sieges“, wird besonders gefeiert.]]
===== Pflicht-Hauptpunkte =====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |I. Richtiges und sauberes Spiel<br />Melodie-Instrumente
|-
|1.
|Union Mühlhausen
|8,15
|-
|2.
|Dynamo Halle
|8,10
|-
|3.
|Baukema Aschersleben
|7,55
|-
|4.
|MK Ziegelrode
|7,45
|-
|
|Chemie Geraberg
|7,45
|-
|6.
|Lok Mühlhausen
|7,40
|-
|7.
|Traktor Zabeltitz
|7,10
|-
|
|Aufbau Brandenburg
|7,10
|-
|9.
|Stahl Brandenburg
|7,00
|-
|10.
|Traktor Hasselfelde
|6,95
|-
|11.
|SG Oberlichtenau
|6,70
|-
|12.
|Chemie Rodleben
|5,95
|-
|13.
|Einheit Ruhland
|5,85
|-
! colspan="3" |II. Richtiges und sauberes Spiel<br />Rhythmus-Instrumente
|-
|1.
|Union Mühlhausen
|9,05
|-
|2.
|Dynamo Halle
|9,00
|-
|3.
|Baukema Aschersleben
|8,70
|-
|
|Lok Mühlhausen
|8,70
|-
|5.
|MK Ziegelrode
|8,65
|-
|
|Traktor Hasselfelde
|8,65
|-
|7.
|Chemie Geraberg
|8,60
|-
|8.
|Aufbau Brandenburg
|8,55
|-
|9.
|Stahl Brandenburg
|8,35
|-
|10.
|Traktor Zabeltitz
|8,30
|-
|11.
|SG Oberlichtenau
|8,20
|-
|12.
|Einheit Ruhland
|7,85
|-
|13.
|Chemie Rodleben
|7,05
|-
! colspan="3" |III. Stabführung, Vordermann, Seitenrichtung, Schwenkung
|-
|1.
|Traktor Zabeltitz
|8,65
|-
|2.
|Dynamo Halle
|8,45
|-
|3.
|Chemie Geraberg
|8,40
|-
|4.
|Baukema Achersleben
|8,30
|-
|5.
|Lok Mühlhausen
|8,20
|-
|6.
|MK Ziegelrode
|8,10
|-
|7.
|Union Mühlhausen
|8,05
|-
|8.
|Traktor Hasselfelde
|8,00
|-
|
|Chemie Rodleben
|8,00
|-
|10.
|Aufbau Brandenburg
|7,85
|-
|11.
|SG Oberlichtenau
|7,55
|-
|
|Einheit Ruhland
|7,55
|-
|13.
|Stahl Brandenburg
|6,95
|-
! colspan="3" |IV. Reaktion des Zuges<br />Bekleidung und Ausrüstung<br />Haltung der Instrumente
|-
|1.
|Union Mühlhausen
|9,15
|-
|
|Traktor Zabeltitz
|9,15
|-
|3.
|MK Ziegelrode
|8,90
|-
|4.
|Dynamo Halle
|8,85
|-
|
|Baukema Aschersleben
|8,85
|-
|6.
|Lok Mühlhausen
|8,70
|-
|7.
|Aufbau Brandenburg
|8,60
|-
|8.
|Chemie Geraberg
|8,50
|-
|9.
|SG Oberlichtenau
|8,30
|-
|10.
|Stahl Brandenburg
|8,15
|-
|11.
|Chemie Rodleben
|7,55
|-
|12.
|Einheit Ruhland
|7,35
|-
|13.
|Traktor Hasselfelde
|7,25
|}
===== Kür-Hauptpunkte =====
{| class="wikitable"
|-
! colspan="3" |I. Spiel der ersten Fiöte und der Mehrstimmigkeit
|-
|1.
|Union Mühlhauen
|9,55
|-
|2.
|Dynamo Halle
|9,35
|-
|3.
|MK Ziegelrode
|8,85
|-
|4.
|Baukema Aschersleben
|8,60
|-
|5.
|Lok Mühlhausen
|8,55
|-
|6.
|Traktor Zabeltitz
|8,45
|-
|7.
|Traktor Hasselfelde
|8,05
|-
|8.
|Aufbau Brandenburg
|7,65
|-
|9.
|Stahl Brandenburg
|7,60
|-
|10.
|SG Oberlichtenau
|7,50
|-
|11.
|Chemie Rodleben
|7,20
|-
|12.
|Einheit Ruhland
|7,10
|-
|13.
|Chemie Geraberg
|6,95
|-
! colspan="3" |II. Richtiges und sauberes Spiel<br />Variation und Lyren
|-
|1.
|Union Mühlhausen
|9,70
|-
|2.
|Dynamo Halle
|9,50
|-
|3.
|MK Ziegelrode
|9,15
|-
|4.
|Baukema Aschersleben
|8,80
|-
|5.
|Chemie Geraberg
|8,55
|-
|6.
|Lok Mühlhausen
|8,50
|-
|7.
|Stahl Brandenburg
|8,05
|-
|8.
|Einheit Ruhland
|7,75
|-
|9.
|Traktor Zabeltitz
|7,35
|-
|10.
|Traktor Hasselfelde
|6,95
|-
|
|Chemie Rodleben
|6,95
|-
|12.
|SG Oberlichtenau
|6,35
|-
|13.
|Aufbau Brandenburg
|3,80
|-
! colspan="3" |III. Richtiges und sauberes Spiel<br />Kleine Trommel
|-
|1.
|Union Mühlhausen
|9,60
|-
|2.
|Dynamo Halle
|9,45
|-
|3.
|MK Ziegelrode
|9,30
|-
|4.
|Traktor Zabeltitz
|9,20
|-
|5.
|Lok Mühlhausen
|9,05
|-
|6.
|Baukema Aschersleben
|9,00
|-
|7.
|Traktor Hasselfelde
|8,90
|-
|8.
|Chemie Geraberg
|8,80
|-
|
|Aufbau Brandenburg
|8,80
|-
|10.
|SG Oberlichtenau
|8,65
|-
|11.
|Stahl Brandenburg
|8,55
|-
|12.
|Einheit Ruhland
|8,10
|-
|13.
|Chemie Rodleben
|7,80
|-
! colspan="3" |IV. Richtiges und sauberes Spiel des Schlagzeuges<br />Haltung der Instrumente<br />Stabzeichen — Einsatz und Abriß
|-
|1.
|Union Mühlhausen
|9,75
|-
|2.
|Dynamo Halle
|9,70
|-
|3.
|MK Ziegelrode
|9,50
|-
|
|Traktor Zabeltitz
|9,50
|-
|5.
|Lok Mühlhausen
|9,40
|-
|6.
|Baukema Aschersleben
|9,25
|-
|7.
|Chemie Geraberg
|9,15
|-
|
|Stahl Brandenburg
|9,15
|-
|9.
|Traktor Hasselfelde
|9,10
|-
|10.
|Aufbau Brandenburg
|9,00
|-
|11.
|SG Oberlichtenau
|8,95
|-
|12.
|Chemie Rodleben
|8,70
|-
|13.
|Einheit Ruhland
|8,65
|}
{| class="wikitable"
! colspan="2" |Schwierigkeitsgrade — beide Kürtitel addiert
|-
|Union Mühlhausen
|9,4
|-
|Dynamo Halle
|8,6
|-
|MK Ziegelrode
|8,2
|-
|Chemie Geraberg
|8,1
|-
|Traktor Zabeltitz
|6,9
|-
|Baukema Aschersleben
|6,8
|-
|SG Oberlichtenau
|6,8
|-
|Stahl Brandenburg
|6,6
|-
|Aufbau Brandenburg
|6,4
|-
|Einheit Ruhland
|6,4
|-
|Lok Mühlhausen
|6,3
|-
|Traktor Hasselfelde
|6,2
|-
|Chemie Rodleben
|6,1
|}
'''Abzüge in der Strafskala:'''
Chemie Rodleben:<br />1,0 Punkte für Überschreitung des Termins der Verpflegungsgeldabgabe
'''Geloste Pflichtmärsche:'''
* Vereinte Kräfte
* Kreuzfideler Kupferschmied
'''KOMMISSION TECHNIK'''


== Seite 6 ==
== Seite 6 ==
[[Datei:DerTambour1979-8-6-1.png|mini|'''DAS SPARTAKIADEFEUER''' wird vor der Werner-Seelenbinder-Halle übergeben. Die Ehre wurde einem Mitglied des DDR-Meisters der Schalmeienkapellen, der SG Zinna, zuteil.]]
=== Startreihenfolgen in Leipzig ausgelost ===
Bei der Beratung der Zentralen Spielleutekommission am 26. Oktober 1979 im Leipziger Sportforum wurden die Startreihenfolgen in den einzelnen Genres für die DDR-Meisterschaften 1980 und die Aufstiegsturniere zur Sonderklasse des gleichen Jahres ausgelost. Und hier die Resultate:
==== Spielmannszüge Erwachsene ====
===== DDR-Meisterschaft =====
# Baukema Aschersleben
# Chemie Geraberg
# MK Ziegelrode
# Stahl Brandenburg
# TSG Lübbenau
# Sachsensiedlung Mühlhausen
# Lok Mühlhausen
# Dynamo Halle
# Union Mühlhausen
# Traktor Hasselfelde
# SG Oberlichtenau
# Traktor Zabeltitz
===== Aufstiegsturnier zur Sonderklasse =====
# Einheit Ruhland
# Chemie Rodleben
# Aufbau Brandenburg
# CMV Wittenberge
# Traktor Hirschfeld
# Traktor Luisenthal
# Einheit Mutzschen
# Traktor Pritzwalk
# Motor Treuenbrietzen
# Stahl Hettstedt
# Stahl Freital
# Empor Klengel-Serba
# Sachsenring Zwickau
# Robotron Radeberg
# Einheit Tessin
==== Spielmannszüge Nachwuchs ====
===== DDR-Meisterschaft =====
# Union Mühlhausen
# Lok Mühlhausen
# Dynamo Halle
# Baukema Aschersleben
# Stahl Brandenburg
# Chemie PCK Schwedt
# TSG Lübbenau
# Traktor Pritzwalk
# Stahl Freital
===== Aufstiegsturnier zur Sonderklasse =====
# SG Kleinröhrsdorf
# SG Oberlichtenau
# Sachsensiedlung Mühlhausen
# Aufbau Magdeburg
# Chemie Geraberg
# Chemie Rodleben
# Tiefbau Eberswalde
# Empor Perleberg
# Stahl Hettstedt
# Robotron Radeberg
# SG Großdrebnitz
# Aufbau Brandenburg
==== Fanfarenzüge ====
===== DDR-Meisterschaft =====
# Dynamo Potsdam
# Dynamo Nordwest Berlin
# Fortschritt Hoyerswerda
# Greika Greiz
# Einheit Elsterberg
# Einheit Pädagogik Leipzig
# Stahl Hettstedt
===== Aufstiegsturnier zur Sonderklasse =====
# BKW Calau
# SG Bachra
# Motor Werdau
# Tiefbau Berlin
# Traktor Oßmannstedt
# Fortschritt Teichwolframsdorf
==== Schalmeienkapellen ====
===== DDR-Meisterschaft =====
# Stahl Maxhütte
# Empor Plauen
# Dynamo Malchin
# Motor Rathenow
# Lok Brandenburg
# SG Zinna
# SG Kleinreinsdorf
===== Aufstiegsturnier zur Sonderklasse =====
# Stahl Hettstedt
# Chemie Taucha
# Empor Altentreptow
# SG Neugersdorf
# Traktor Fichtenberg/N
# Dynamo Hohenschönhausen
Die Strausberger
bleiben nicht allein
Immer mehr Kinder, Jugendliche
und auch Erwachsene finden
zur regelmäßigen sportlichen
Betätigung. Auch die Schar
der Spielleute wird immer grö-
Ber. Während die Spielleutebewegung
des DTSB seit langem
zum festen Bestandteil in anderen
Bereichen der sozialistischen
Sportorganisation gehört, ist sie
in der Armeesportvereinigung
„Vorwärts“ erst seit 1978 dabei
Fuß zu fassen. In der ASV gibt
es schon immer Sektionen wie
Sportschießen,, Boxen, Judo,
Ringen, Sportschwimmen, Fechten,
Gewichtheben, Leichtathletik,
Skisport, natürlich alle Ballspielsportarten
u. a. Erstmals
werden nun Spielleute aus dem
zivilen Sektor‘ in der Armeesportvereinigung
Initiatoren, Mobilisatoren.
und Organisatoren
von Körperkultur und Sport
sein.
Der. Fanfarenzug der ASV aus
Strausberg, der von Major Frakkowiak
geleitet wird, gehört bei
den Spielleuten des DTSB schon
zu den Leistungsstärksten. Am
1. März dieses Jahres wurde er
bekanntlich Fanfarenzug der
ASV. Was heute der Fanfarenzug
aus Strausberg mit seinen
130 Mitgliedern in seiner Musikschau
zeigt, ist das Resultat
kontinuierlicher, zielstrebiger
Trainingsarbeit. Der Klangkörper.
besitzt jetzt eine “solide
Spieltechnik und ist stilistisch
ausgereift, innerlich gefestigt,
Während der Strausberger
Klangkörper bereits auf dem
Wege zur- Spitze ist, befindet
sich ein zweiter Fanfarenzug der
ASV im Bezirk Cottbus im Aufbau.
<nowiki>*</nowiki> Gemeint ist: hier :der
Spremberg Zug. Er soll in seche
bis acht Jahren etwa 100;
glieder zählen und dann ein ıeistungsstabiler
Fanfarenzug sein.
Es zeigte. sich erneut, wie
schwierig es ist, einen Klangkörper
aufzubauen. Hier wird
ein. ganz bestimmter. Interessentenkreis.
benötigt, der: sich
erst nach und nach herausbildet...
Jedes Mitglied muß die
richtige Einstellung zur Sache,
zum Zug und zum Müusikinstrument‘
besitzen. Die: musikalischen
Vorkenntnisse sind dabei
nicht einmal vordergründig wichtig.
Entscheidend indes ist eben
die bewußte Einstellung, Disziplin
und Ordnung. Der Aufbau
des Zuges findet in- Spremberg
günstige Voraussetzungen. Im
Bezirk. Cottbus hat - sich die
Spielleutebewegung in den letzten
Jahren gut entwickelt. Dies
blieb auch der Armeesportvereinigung
nicht verborgen,
BODO FAUSTIN,
Leutnant


== Seite 7 ==
== Seite 7 ==


== Seite 8 ==
== Seite 8 ==

Aktuelle Version vom 22. Juni 2026, 15:04 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Nummer 8/1979
Nummer: 8/79
Erschienen: August 1979
Jahrgang: 12
Seiten: 8
Original-Ausgabe als PDF herunterladen
Zur Übersicht aller Ausgaben


Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Kommuniqué der Tagung der ZSK in Leipzig
3 Ein Ohrenschmaus vom „Dakota“ bis zum „Bolero“
8 Klassifizierungen für das neue Wettkampfjahr

Übungsleiter im Leistungstest

Der Erwachsenen-Spielmannszug der Leistungsklasse II der BSG HKZW Rübeland nahm in diesem Jahr eine gute Entwicklung. So nutzten die Mitglieder dieses Klangkörpers ein Trainingslager, um ihre Notenkenntnisse weiter zu verbessern, da sie dies als Voraussetzung für einen weiteren Leistungsanstieg betrachten. Allein 13 Übungsleiter besitzt dieser Klangkörper gegenwärtig. Und auch sie arbeiten ständig an der Vervollkommnung ihrer Fähigkeiten. In einer Überprüfung durch den Bezirks-Übungsleiter konnten die Kenntnisse aller Rübeländer Übungsleiter als gut eingeschätzt werden. Aber die Mitglieder des Spielmannszuges begnügen sich

(Fortsetzung auf Seite 2)

Seite 2

KONZENTRIERT bis in die Haarspitzen achtet dieser Beckenspieler von Lok Brandernburg auf die Zeichen seines Stabführers.

Kommuniqué

der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Leipzig

Die Zentrale Spielleutekommission führte am 26. Oktober 1979 eine Beratung im Leipziger Sportforum durch.

Im Verlaufe der Beratung wurde der gute Beitrag der Spielleute des DTSB der DDR in der „Sportstafette DDR 30“ gewürdigt. Erfolgreich gestalteten die Spielleute das Nationale Jugendfestival in der Hauptstadt der DDR mit, wofür dem Kollektiv der Spielleute aus den Händen des Kandidaten des Politbüros des ZK der SED und 1. Sekretär des FDJ-Zentralrates, Egon Krenz, die „Artur-Becker-Medaille“ in Gold verliehen wurde.

Weiterhin zählen zu den guten Ergebnissen die Mitgestaltung der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR und die Fortschritte in der Durchführung der Wettkämpfe. Die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Gründung der DDR wurden mit Freude und Elan mitgestaltet.

Dennoch gilt es, Mängel in der Vorbereitung zentraler Veranstaltungen und Wettkämpfe sowie in der Teilnahme mit entsprechenden Konsequenzen auszuwerten. Dazu erfolgt eine gesonderte Veröffentlichung im Mitteilungsblatt.

Die Zentrale Spielleutekommission bestätigte den Bericht des Sportfreundes Rolf Lorenz zu den Ergebnissen der Arbeitsklausur der Kommission Technik.

Die Zentrale Spielleutekommission beschloß den Terminkalender für das Jahr 1980 und die Klasseneinteilung. Es wurde die Auslosung der Startreihenfolge zu den zentralen Wettkämpfen vorgenommen.

Die Zentrale Spielleutekommission nahm Berichte der Kommissionen Fanfaren und Spielmannszüge-Mädchen entgegen und befürwortete das Pflichtrepertoire für die Mädchenspielmannszüge. Beraten wurden Arbeitsweise und Kaderfragen der Kommission Spielmannszüge-Erwachsene.

Die Zentrale Spielleutekommission beschloß das Beauftragtensystem zur Unterstützung, Anleitung und Kontrolle der Bezirke und Kommissionen.

Zu den Maßnahmen der Zentralen Spielleutekommission erfolgen differenzierte Veröffentlichungen.

EIDENSCHINK
Vorsitzender der Zentralen Spielleutekommission

VON DEN ELSTERBERGERN HERVORRAGEND CRGANISIERT waren die diesjährigen DDR-Meisterschaften der Fanfarenzüge. Auch diese attraktiven Trachtenmädchen, die den Siegern Medaillen und Urkunden bereithielten, gehören zum guten Gesamtbild dieser liebevoll vorbereiteten Titelkämpfe.

Übungsleiter im Leistungstest

(Fortsetzung von Seite 1)

nicht nur mit der Erhöhung der Trainingsintensität auf musikalisch-technischem Gebiet, sie legen auf eine allseitige sportliche Ausbildung großen Wert. So gibt es auch keinen Rübeländer, der in diesem Jahr nicht die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllt hat.

Welch großes Ansehen der Klangkörper im Kreis Wernigerode genießt, bewies auch die Auszeichnung durch den Rat des Kreises, als alle Sportfreunde des Spielmannszuges ein Mandat für das Nationale Jugendfestival in unserer Hauptstadt erhielten. Daß die Rübeländer ihren Bezirksmeistertitel mit 48,65 Punkten gegen die starke Konkurrenz aus Magdeburg, Seehausen, Veckenstedt und Möhringen erfolgreich verteidigten, gehört zur guten sportlichen Bilanz ihre 79er Jahres.


Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck • Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4

Seite 3

2. DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge

Erneut ein Ohrenschmaus vom »Dakota« bis zum »Bolero«

Titelverteidiger Dynamo Potsdam mit glanzvoller Kür wiederum souveräner Meister / Auch viel Lob für Hettstedt und Hoyerswerda / Durchbruch im Beherrschen der Pflicht

DEN HOHEN LEISTUNGSSTAND der Fanfarenmusik demonstrierte vor allem der Klangkörper von Dynamo Potsdam-Stadt.
DIE ÜBERRASCHUNG der DDR-Meisterschaften schuf in Elsterberg ein junger, aufstrebender Zug: Pionierhaus Hoyerswerda.

Wer im Vorjahr die erste offizielle DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge in Ziegelrode erleben durfte, den glanzvollen Darbietungen des Meisters aus Potsdam und der liebevollen Organisation des umsichtigen Gastgebers höchstes Lob zollte, hielt solch einen Wettkampf kaum noch für steigerungsfähig. Und doch war dies möglich, wie die zweiten Titelkämpfe in Elsterberg bewiesen. Dies betraf das Leistungsniveau insgesamt, aber auch die perfekten und idealen Wettkampfbedingungen auf dem Sportplatz an der Elsteraue. Hier gebührt den Organisatoren der BSG Einheit Elsterberg und natürlich dem Elsterberger Fanfarenzug besonderer Dank und respektvolle Anerkennung.

Natürlich setzte Titelverteidiger Potsdam erneut die Glanzlichter, vollzogen indes auch die Kollektive aus Hettstedt und Hoyerswerda bemerkenswerte Leistungssprünge. Der sichtbarste Niveauzuwachs wurde besonders im Pflichtbereich deutlich, der diesmal durchweg besser „lief“ als 1978.

Mit dem sicheren Beherrschen des Pflichtrepertoires durch alle (!) Sonderklassen-Kollektive ist endlich eine Lücke dieses Genres geschlossen wurden. Damit sind Voraussetzungen für einen weiteren Leistungsanstieg des musikalisch-technischen Niveaus geschaffen, wird auch ein wirkungsvolleres Auftreten bei Großveranstaltungen möglich.

Musikalischer Höhepunkt der Titelkämpfe war natürlich der Kürdurchgang. Der alte und neue Meister, die SG Dynamo Potsdam-Stadt, führte ein 18-minütiges Programm vor, das die begeisterten Zuschauer mit Beifall auf offener Szene bedachten. Die Potsdamer hatten mit 13 Titeln und zahlreichen effektvollen Elementen eine regelrechte Kürschau vorgetragen, die in musikalischer und choreographischer Hinsicht gegenwärtig wohl einzigartig ist. Neben den bereits bekannten Titeln wie „Dakota“, „Festmarsch“ und dem „Beat-Marsch“, verblüffte vor allem der „Bolero“, eine neue Komposition Bernhard Boseckers.

Mit diesem Titel stießen die Potsdamer in neue Regionen der Fanfarenmusik vor und setzten sich damit selbst die Maßstäbe für die Zukunft. Und dann erreichten die 97 Dynamo-Sportler eine weitere Barriere: 90 Punkte — dies schaffte noch kein Fanfarenzug bisher. Im Vorjahr hatte der Klangkörper 84,60 Punkte erhalten. Stahl Hettstedt steigerte sich gegenüber 1978 um sage und schreibe 18,58 Punkte. Damit wurde dieser Klangkörper erneut Vizemeister. Um noch ein wenig beim Zahlenspiel zu verweilen, die Hettstedter lagen im Vorjahr mit 25,13 Punkten nahezu deklassierend gegenüber Potsdam zurück. Jetzt rückte man bis auf 11,95 Zähler an den Meister heran. Auch dies unterstreicht den Leistungsananstieg, zumal man ähnliche Rechnungen mit den anderen Kollektiven anstellen kann (außer Teichwolframsdorf und Tiefbau Berlin).

Zu den erfreulichsten Überraschungen gehörten die Darbietungen der beiden Neulinge Pionierhaus Hoyerswerda und Einheit Elsterberg. Beide belegten mit bemerkenswerten Punktzahlen (73,55 bzw. 72,35) die Plätze drei und vier. Greika Greiz, im Vorjahr mit 52,60 Punkten immerhin Meisterschaftsdritter, verbesserte sich zwar um 8,45 Punkte, doch genügte dies eben in diesem Jahr „nur“ zum fünften Rang.

Die 3. DDR-Meisterschaften finden am 17. Mai 1980 beim zweifachen Vizemeister Stahl Hettstedt statt.

Und hier die Resultate des 79er Titelkampfes:

1. Dynamo Potsdam-Stadt 90,00
2. Stahl Hettstedt 78,05
3. Pionierh. Hoyerswerda 73,55
4. Einheit Elsterberg 72,35
5. Greika Greiz 61,05
6. Tiefbau Berlin 54,15
7. Teichwolframsdorf 46,80

Absteiger: Tiefbau Berlin und Fortschritt Teichwolframsdorf

LEO ERTEL
Vorsitzender der Kommission Fanfaren

Seite 4

Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge

Die Leipziger schafften auf Anhieb die Rückkehr

Einheit Pädagogik Leipzig NO auf dem Wege zur ehemaligen Leistungsstärke / Mit den Leipzigern gelangte Dynamo Berlin NW in die Sonderklasse / Keiner stieg ab

ER IST WIEDER „DA“, der Fanfarenzug von Einheit Pädagogik Leipzig. Souverän dominierten die Messestädter im Aufstiegsturnier zur Sonderklasse. Hier bei den diesjährigen Leipziger Bezirksmeisterschaften in Wurzen.

Der Leipziger Stadtbezirk Süd, mit über 100 000 Einwohnern größter der sieben Stadtbezirke der Messemetropole, war innerhalb seines Kreissportfestes der Werktätigen Gastgeber des Aufstiegsturnieres 1979 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge. Leider erlebte man auf dem Sportplatz an der Teichstraße, eines der Leipziger Volkssportzentren, ein arg reduziertes Teilnehmerfeld. Da die Fanfarenzüge von Motor Hennigsdorf und Lok Nordhausen disqualifiziert werden mußten, waren nur vier Klangkörper angereist. Hinzu kam, daß die Klangkörper von Traktor Oßmannstedt und Motor Werdau durch das bedauerliche Ableben ihrer Kollektivleiter nicht wie gewohnt auf den Wettkampf vorbereitet sein konnten. So waren mit Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und Dynamo Berlin Nordwest die Aufstiegsfavoriten von vornherein gegeben.

Und die beiden Züge erfüllten schließlich auch die in sie gesetzten Erwartungen. Besonders die Leipziger, sie erhielten als einziges Kollektiv keine Abzüge in der Strafskala, schafften mit bemerkenswerten Leistungen auf Anhieb die Rückkehr in die Sonderklasse.

Dieses Lob schließt allerdings nur die Kürleistungen ein, während bei den Pflichtvorträgen bei allen Kollektiven erhebliche Abstriche zu machen sind. An der erfreulichen „Wiedergeburt“ des Fanfarenzuges von Einheit Pädagogik vermochte dies freilich nichts zu ändern. Die Leipziger haben ihr Leistungstief endgültig überwunden und sind im Begriff, zur ehemaligen musikalischen Stärke zurückzufinden. Immerhin war dieser Zug seit 1970 allein viermal die Nummer zwei bei den Bestenermittlungen unserer Republik. Einmal belegte man den dritten und einmal den vierten Platz. Dies kann sich schon sehen lassen. So sieht man dem Auftreten in der Sonderklasse 1980 mit gespannter Aufmerksamkeit entgegen. Einheit Pädagogik erreichte im Abstiegsjahr 48,60 Punkte. Jetzt ist man bereits wieder an der 60er-Grenze (59,41) angelangt.

Absteigen wird in diesem Jahr kein Kollektiv der Leistungsklasse. Dies gibt den Oßmannstedtern und Werdauern Gelegenheit, den schmerzlichen Verlust ihrer Kollektivleiter zu überwinden und zur früheren Leistungsstärke zurückzufinden. Man darf dieses Aufstiegsturnier nicht zu den Akten legen, ohne die fleißige Arbeit von Helga und Erwin Dietrich aus Leipzig zu würdigen. Beide haben an der Vorbereitung und auch reibungslosen Durchführung des Turniers hervorragenden Anteil.

Resultate:

1. Einheit Pädagogik Leipzig NO 59,41
2. Dynamo Berlin NW 46,38
3. Traktor Oßmannstedt 31,73
4. Motor Werdau 19,20

Aufsteiger: Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und die SG Dynamo Berlin Nordwest.

LEO ERTEL, Vorsitzender der Kommission Fanfaren

Jubiläumsklänge am Rande des Spreewalds

Anfang September feierte ein Spielmannszug sein 20jähriges Bestehen, der sich in diesen zwei Jahrzehnten nicht nur prächtig entwickelte, sondern auch der Spielleutebewegung insgesamt viele Impulse gab: der Spielmannszug der TSG Lübbenau. Die Kraftwerksstadt, auch als das Tor zum Spreewald bekannt, kannte bis zu jenem Septembertag vor zwanzig Jahren keine Spielleutemusik. So mußte Friedrich Hollmeyer, der 1959 die Spielleutesektion zunächst mit einem Fanfarenzug ins Leben rief, im wahrsten Sinne des Wortes Spielleute-Neuland erschließen. Er tat dies mit großem Engagement und wie man heute sehen kann, mit eben solchem Erfolg.

Und er hatte zahlreiche Freunde und Helfer, die ihm mit Rat und Tat zur Verfügung standen. Da halfen vor allem Sportler aus Lauchhammer den Lübbenauern beim Laufen lernen. Auch die Namen von Willi Stegmann, Siegfried Remuß, Rudolf Busse, Uwe und Peter Jurischka sowie die Sportfreunde Erber und Ulbrich sind eng mit dem Spielleuteaufschwung in Lübbenau verbunden.

Seit knapp zehn Jahren arbeiten die Lübbenauer intensiv an der Erweiterung der Spielleutebasis nicht nur im Kreis Calau, sondern im gesamten Bezirk Cottbus. Inzwischen gibt es an allen Lübbenauer Oberschulen sehr gut wirkende Arbeitsgemeinschaften der Spielleute, die den Nachwuchs kontinuierlich entwickeln. Die Lübbenauer waren es, die bei der Bildung des Cottbuser Mädchenspielmannszuges entscheidende Hilfe leisteten. Auch der Fanfarenzug des BKW/Jugend entstand durch die Spielleute der TSG Lübbenau. Gegenwärtig sind die Lübbenauer im Gemeindeverband Staupitz des Kreises Lübben dabei, einen Spielmannszug auftrittsreif zu formieren.

Die Lübbenauer haben sich um die Spielleutebewegung verdient gemacht.

Seite 5

DDR-Meisterschaften 1979 im Zahlenspiegel

HEUTE: 8. Titelkämpfe der Erwachsenen-Spielmannszüge

RIESENGROSSER JUBEL beim Erwachsenen-Spielmannszug von Union Mühlhausen, als in Taucha der Sieg bei den DDR-Meisterschaften feststand. Übungsleiter Rolf Melle, der „Vater des Sieges“, wird besonders gefeiert.
Pflicht-Hauptpunkte
I. Richtiges und sauberes Spiel
Melodie-Instrumente
1. Union Mühlhausen 8,15
2. Dynamo Halle 8,10
3. Baukema Aschersleben 7,55
4. MK Ziegelrode 7,45
Chemie Geraberg 7,45
6. Lok Mühlhausen 7,40
7. Traktor Zabeltitz 7,10
Aufbau Brandenburg 7,10
9. Stahl Brandenburg 7,00
10. Traktor Hasselfelde 6,95
11. SG Oberlichtenau 6,70
12. Chemie Rodleben 5,95
13. Einheit Ruhland 5,85
II. Richtiges und sauberes Spiel
Rhythmus-Instrumente
1. Union Mühlhausen 9,05
2. Dynamo Halle 9,00
3. Baukema Aschersleben 8,70
Lok Mühlhausen 8,70
5. MK Ziegelrode 8,65
Traktor Hasselfelde 8,65
7. Chemie Geraberg 8,60
8. Aufbau Brandenburg 8,55
9. Stahl Brandenburg 8,35
10. Traktor Zabeltitz 8,30
11. SG Oberlichtenau 8,20
12. Einheit Ruhland 7,85
13. Chemie Rodleben 7,05
III. Stabführung, Vordermann, Seitenrichtung, Schwenkung
1. Traktor Zabeltitz 8,65
2. Dynamo Halle 8,45
3. Chemie Geraberg 8,40
4. Baukema Achersleben 8,30
5. Lok Mühlhausen 8,20
6. MK Ziegelrode 8,10
7. Union Mühlhausen 8,05
8. Traktor Hasselfelde 8,00
Chemie Rodleben 8,00
10. Aufbau Brandenburg 7,85
11. SG Oberlichtenau 7,55
Einheit Ruhland 7,55
13. Stahl Brandenburg 6,95
IV. Reaktion des Zuges
Bekleidung und Ausrüstung
Haltung der Instrumente
1. Union Mühlhausen 9,15
Traktor Zabeltitz 9,15
3. MK Ziegelrode 8,90
4. Dynamo Halle 8,85
Baukema Aschersleben 8,85
6. Lok Mühlhausen 8,70
7. Aufbau Brandenburg 8,60
8. Chemie Geraberg 8,50
9. SG Oberlichtenau 8,30
10. Stahl Brandenburg 8,15
11. Chemie Rodleben 7,55
12. Einheit Ruhland 7,35
13. Traktor Hasselfelde 7,25
Kür-Hauptpunkte
I. Spiel der ersten Fiöte und der Mehrstimmigkeit
1. Union Mühlhauen 9,55
2. Dynamo Halle 9,35
3. MK Ziegelrode 8,85
4. Baukema Aschersleben 8,60
5. Lok Mühlhausen 8,55
6. Traktor Zabeltitz 8,45
7. Traktor Hasselfelde 8,05
8. Aufbau Brandenburg 7,65
9. Stahl Brandenburg 7,60
10. SG Oberlichtenau 7,50
11. Chemie Rodleben 7,20
12. Einheit Ruhland 7,10
13. Chemie Geraberg 6,95
II. Richtiges und sauberes Spiel
Variation und Lyren
1. Union Mühlhausen 9,70
2. Dynamo Halle 9,50
3. MK Ziegelrode 9,15
4. Baukema Aschersleben 8,80
5. Chemie Geraberg 8,55
6. Lok Mühlhausen 8,50
7. Stahl Brandenburg 8,05
8. Einheit Ruhland 7,75
9. Traktor Zabeltitz 7,35
10. Traktor Hasselfelde 6,95
Chemie Rodleben 6,95
12. SG Oberlichtenau 6,35
13. Aufbau Brandenburg 3,80
III. Richtiges und sauberes Spiel
Kleine Trommel
1. Union Mühlhausen 9,60
2. Dynamo Halle 9,45
3. MK Ziegelrode 9,30
4. Traktor Zabeltitz 9,20
5. Lok Mühlhausen 9,05
6. Baukema Aschersleben 9,00
7. Traktor Hasselfelde 8,90
8. Chemie Geraberg 8,80
Aufbau Brandenburg 8,80
10. SG Oberlichtenau 8,65
11. Stahl Brandenburg 8,55
12. Einheit Ruhland 8,10
13. Chemie Rodleben 7,80
IV. Richtiges und sauberes Spiel des Schlagzeuges
Haltung der Instrumente
Stabzeichen — Einsatz und Abriß
1. Union Mühlhausen 9,75
2. Dynamo Halle 9,70
3. MK Ziegelrode 9,50
Traktor Zabeltitz 9,50
5. Lok Mühlhausen 9,40
6. Baukema Aschersleben 9,25
7. Chemie Geraberg 9,15
Stahl Brandenburg 9,15
9. Traktor Hasselfelde 9,10
10. Aufbau Brandenburg 9,00
11. SG Oberlichtenau 8,95
12. Chemie Rodleben 8,70
13. Einheit Ruhland 8,65
Schwierigkeitsgrade — beide Kürtitel addiert
Union Mühlhausen 9,4
Dynamo Halle 8,6
MK Ziegelrode 8,2
Chemie Geraberg 8,1
Traktor Zabeltitz 6,9
Baukema Aschersleben 6,8
SG Oberlichtenau 6,8
Stahl Brandenburg 6,6
Aufbau Brandenburg 6,4
Einheit Ruhland 6,4
Lok Mühlhausen 6,3
Traktor Hasselfelde 6,2
Chemie Rodleben 6,1

Abzüge in der Strafskala:

Chemie Rodleben:
1,0 Punkte für Überschreitung des Termins der Verpflegungsgeldabgabe

Geloste Pflichtmärsche:

  • Vereinte Kräfte
  • Kreuzfideler Kupferschmied

KOMMISSION TECHNIK

Seite 6

DAS SPARTAKIADEFEUER wird vor der Werner-Seelenbinder-Halle übergeben. Die Ehre wurde einem Mitglied des DDR-Meisters der Schalmeienkapellen, der SG Zinna, zuteil.

Startreihenfolgen in Leipzig ausgelost

Bei der Beratung der Zentralen Spielleutekommission am 26. Oktober 1979 im Leipziger Sportforum wurden die Startreihenfolgen in den einzelnen Genres für die DDR-Meisterschaften 1980 und die Aufstiegsturniere zur Sonderklasse des gleichen Jahres ausgelost. Und hier die Resultate:

Spielmannszüge Erwachsene

DDR-Meisterschaft
  1. Baukema Aschersleben
  2. Chemie Geraberg
  3. MK Ziegelrode
  4. Stahl Brandenburg
  5. TSG Lübbenau
  6. Sachsensiedlung Mühlhausen
  7. Lok Mühlhausen
  8. Dynamo Halle
  9. Union Mühlhausen
  10. Traktor Hasselfelde
  11. SG Oberlichtenau
  12. Traktor Zabeltitz
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse
  1. Einheit Ruhland
  2. Chemie Rodleben
  3. Aufbau Brandenburg
  4. CMV Wittenberge
  5. Traktor Hirschfeld
  6. Traktor Luisenthal
  7. Einheit Mutzschen
  8. Traktor Pritzwalk
  9. Motor Treuenbrietzen
  10. Stahl Hettstedt
  11. Stahl Freital
  12. Empor Klengel-Serba
  13. Sachsenring Zwickau
  14. Robotron Radeberg
  15. Einheit Tessin

Spielmannszüge Nachwuchs

DDR-Meisterschaft
  1. Union Mühlhausen
  2. Lok Mühlhausen
  3. Dynamo Halle
  4. Baukema Aschersleben
  5. Stahl Brandenburg
  6. Chemie PCK Schwedt
  7. TSG Lübbenau
  8. Traktor Pritzwalk
  9. Stahl Freital
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse
  1. SG Kleinröhrsdorf
  2. SG Oberlichtenau
  3. Sachsensiedlung Mühlhausen
  4. Aufbau Magdeburg
  5. Chemie Geraberg
  6. Chemie Rodleben
  7. Tiefbau Eberswalde
  8. Empor Perleberg
  9. Stahl Hettstedt
  10. Robotron Radeberg
  11. SG Großdrebnitz
  12. Aufbau Brandenburg

Fanfarenzüge

DDR-Meisterschaft
  1. Dynamo Potsdam
  2. Dynamo Nordwest Berlin
  3. Fortschritt Hoyerswerda
  4. Greika Greiz
  5. Einheit Elsterberg
  6. Einheit Pädagogik Leipzig
  7. Stahl Hettstedt
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse
  1. BKW Calau
  2. SG Bachra
  3. Motor Werdau
  4. Tiefbau Berlin
  5. Traktor Oßmannstedt
  6. Fortschritt Teichwolframsdorf

Schalmeienkapellen

DDR-Meisterschaft
  1. Stahl Maxhütte
  2. Empor Plauen
  3. Dynamo Malchin
  4. Motor Rathenow
  5. Lok Brandenburg
  6. SG Zinna
  7. SG Kleinreinsdorf
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse
  1. Stahl Hettstedt
  2. Chemie Taucha
  3. Empor Altentreptow
  4. SG Neugersdorf
  5. Traktor Fichtenberg/N
  6. Dynamo Hohenschönhausen

Die Strausberger

bleiben nicht allein

Immer mehr Kinder, Jugendliche

und auch Erwachsene finden

zur regelmäßigen sportlichen

Betätigung. Auch die Schar

der Spielleute wird immer grö-

Ber. Während die Spielleutebewegung

des DTSB seit langem

zum festen Bestandteil in anderen

Bereichen der sozialistischen

Sportorganisation gehört, ist sie

in der Armeesportvereinigung

„Vorwärts“ erst seit 1978 dabei

Fuß zu fassen. In der ASV gibt

es schon immer Sektionen wie

Sportschießen,, Boxen, Judo,

Ringen, Sportschwimmen, Fechten,

Gewichtheben, Leichtathletik,

Skisport, natürlich alle Ballspielsportarten

u. a. Erstmals

werden nun Spielleute aus dem

zivilen Sektor‘ in der Armeesportvereinigung

Initiatoren, Mobilisatoren.

und Organisatoren

von Körperkultur und Sport

sein.

Der. Fanfarenzug der ASV aus

Strausberg, der von Major Frakkowiak

geleitet wird, gehört bei

den Spielleuten des DTSB schon

zu den Leistungsstärksten. Am

1. März dieses Jahres wurde er

bekanntlich Fanfarenzug der

ASV. Was heute der Fanfarenzug

aus Strausberg mit seinen

130 Mitgliedern in seiner Musikschau

zeigt, ist das Resultat

kontinuierlicher, zielstrebiger

Trainingsarbeit. Der Klangkörper.

besitzt jetzt eine “solide

Spieltechnik und ist stilistisch

ausgereift, innerlich gefestigt,

Während der Strausberger

Klangkörper bereits auf dem

Wege zur- Spitze ist, befindet

sich ein zweiter Fanfarenzug der

ASV im Bezirk Cottbus im Aufbau.

* Gemeint ist: hier :der

Spremberg Zug. Er soll in seche

bis acht Jahren etwa 100;

glieder zählen und dann ein ıeistungsstabiler

Fanfarenzug sein.

Es zeigte. sich erneut, wie

schwierig es ist, einen Klangkörper

aufzubauen. Hier wird

ein. ganz bestimmter. Interessentenkreis.

benötigt, der: sich

erst nach und nach herausbildet...

Jedes Mitglied muß die

richtige Einstellung zur Sache,

zum Zug und zum Müusikinstrument‘

besitzen. Die: musikalischen

Vorkenntnisse sind dabei

nicht einmal vordergründig wichtig.

Entscheidend indes ist eben

die bewußte Einstellung, Disziplin

und Ordnung. Der Aufbau

des Zuges findet in- Spremberg

günstige Voraussetzungen. Im

Bezirk. Cottbus hat - sich die

Spielleutebewegung in den letzten

Jahren gut entwickelt. Dies

blieb auch der Armeesportvereinigung

nicht verborgen,

BODO FAUSTIN,

Leutnant

Seite 7

Seite 8