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Der Tambour/Ausgabe 1979 01

Aus Stabführer.de

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Januar 1979
Nummer: 1/79
Erschienen: 01/1979
Jahrgang: 12
Seiten: 8
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HEUTE AUF SEITE

2 Als Propagandisten des Sports tragen wir Verantwortung
4 Neue Zentrale Spielleutekommission berufen
8 Startreihenfolgen von Täve Schur in Leipzig ausgelost
DTSB-VIZEPRÄSIDENT WERNER BERG bei seiner vielbeachteten Rede vor den Spielleute-Aktivisten.
IM PRÄSIDIUM der Funktionärskonferenz der Spielleute des DTSB der DDR hatten mit DTSB-Vizepräsident Werner Berg (6. von links) im Leipziger Sportforum am 27. Januar Platz genommen (von links): Hans Ullmann, Helga Neuwirth, Lothar Noltin, Dr. Harald Löwe, Rainer Eidenschink, dann Werner Berg, Werner Teichmann, Rolf Lorenz, Egon Herrmann und Bodo Clauß.

Spielleute-Aktivisten berieten über die weitere Entwicklung der Spielleutebewegung

Der richtige Ton allein macht noch lange keine attraktive Spielmannsmusik

Werner Berg: Höhere Anforderungen an Spielleutemusik / Neue Zentrale Spielleutekommission berufen Auf einer Funktionärskonferenz berieten die Aktivisten der über 14 000 Spielleute des DTSB der DDR im Leipziger Sportforum gemeinsam mit DTSB-Vizepräsident Werner Berg, wie die Spielleute ihren Beitrag zur Verbreiterung der Massenbasis des Sports noch besser erfüllen, wie sie als Agitatoren und Propagandisten der sozialistischen Körperkultur noch wirkungsvoller in Erscheinung treten können. Neben Werner Berg konnten die Spielleute Werner Teichmann, Vorsitzender des DTSB-Bezirksvorstandes Leipzig, Dr. Harald Löwe, Leiter der Abtlg. Propaganda/Kultur des DTSB-Bundesvorstandes, und die Stellvertreter für Propaganda/Kultur der DTSB-Bezirksvorstände herzlich begrüßen. Zu den Höhepunkten der Konferenz zählte die Berufung der neuen Zentralen Spielleutekommission.

Im Referat des Leiters des Sektors Spielleute, Rainer Eidenschink, und auch in den zwölf Diskussionsreden wurde festgestellt, daß die Bewahrung und Pflege der fortschrittlichen und humanistischen Traditionen im revolutionären Liedgut der Arbeiter-, Turn- und Sportbewegung vornehmste Aufgabe der Spielleute auch in Zukunft sein wird.

„Zum Nationalen Jugendfestival und zur Kinder- und Jugendspartakiade der DDR wurden Euch die Mitgestaltung attraktiver Programme übertragen, die neue, höhere Anforderungen an die Spielleutemusik stellen und Höhepunkte in der Vorbereitung auf den 30. Jahrestag unserer Republik sein werden“, hob Werner Berg die Verantwortung der Spielleute hervor. „Wenn der DTSB die vom IX. Parteitag der SED übertragenen Aufgaben erfüllen will“, führte der DTSB-Vizepräsident aus, „muß die Schönheit und Notwendigkeit des Sports in der Gesellschaft deutlicher gemacht werden. Hier erwächst den Spielleuten eine enorme Verantwortung, sind sie doch die Propagandisten unseres sozialistischen Sports.“

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Von der Funktionärskonferenz der Spielleute des DTSB der DDR

Als Propagandisten des Sports tragen wir hohe Verantwortung

Aus dem Referat von Rainer Eidenschink, Leiter des Sektors Spielleute

RAINER EIDENSCHINK während einer Konferenzpause im Gespräch mit Rolf Wittsak, Stellvertreter für Propaganda/Kultur und internationale Arbeit des DTSB-Bezirksvorstandes Halle, und Karlheinz Seifert, BFA-Vorsitzender Halle.

Wir haben uns an traditionsreicher Stätte zusammengefunden, um zu den Aufgaben Stellung zu nehmen, die sich aus der Entschließung des VI. Turn- und Sporttages und dem Beschluß des Sekretariats des Bundesvorstandes des DTSB der DDR zur Weiterentwicklung der Spielleute ergeben. Im 30. Jahr des Bestehens unserer sozialistischen Sportorganisation können wir mit Stolz sagen, daß die Spielleutebewegung gut vorangekommen ist. Im Deutschen Turnverband der DDR war es die „Zentrale Kommission Musik- und Spielmannszüge“, die Landsportfeste und ab 1958 die „Rödertaltreffen“ in Großröhrsdorf als zentrale Leistungsvergleiche für die sich entwickelnden Spielmannszüge durchführte. Als „Fest der Freundschaft“ in Mühlhausen fand 1967 der erste zentrale Wettkampf der beiden höchsten Klassen statt, an dem 27 Spielmannszüge beteiligt waren.

Anfängliches Repertoire waren Märsche, übernommen aus dem Liedgut des revolutionären deutschen Arbeitersportes. Lediglich die Turn- und Sportfeste in Leipzig führten die Klangkörper des DTSB zusammen. Und gerade diese Sportfeste, und das immer umfassender gewordene Wettkampfsystem sowie tausende Auftritte zeugen von der gewachsenen Breite und dem gestiegenen musikalischen Niveau der Spielleutebewegung in diesen Jahren.

Höhere Maßstäbe in der „Sportstafette DDR 30“

Über 14 000 Sportfreundinnen und Sportfreunde sind es heute, die in den Spielmannszügen der Erwachsenen, der Mädchen und des Nachwuchses, in den Schalmeienkapellen, Fanfarenzügen und Blasorchestern als Agitatoren der sozialistischen Körperkultur wirken. Welcher Fleiß und welche hingebungsvolle Arbeit wurden durch die Spielleute und ihre Helfer vollbracht, um diesen Entwicklungsstand zu erreichen. Eine wirklich gute Bilanz, die mit der Musikschau und der Musikparade zum Leipziger Sportfest 1977 einen Höhepunkt fand. Eine Billanz, die Anlaß war und ist, mit der Verbreiterung guter Erfahrungen und der Überwindung von Mängeln in der „Sportstafette DDR 30“ den höheren Maßstäben von Körperkultur und Sport auf der Grundlage der Entschließung des VI. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR gerecht zu werden und so einen guten Beitrag zur Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED zu leisten.

Im ereignisreichen Jahr 1978 haben die Spielleute mit der Musikschau anläßlich der Ehrung von Friedrich Ludwig Jahn in Lanz bewiesen, daß sie den erfolgreichen Weg des VI. Turn- und Sportfestes weiterführen und in der Lage sind, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Mit einer ansprechenden Choreographie, einem musikalisch gut vorgetragenen Repertoire und den für die Schalmeienkapellen neu geschaffenen „Concerto der Freundschaft“, wurden Fortschritte sichtbar, die sich auch zu den DDR-Meisterschaften, Aufstiegsturnieren zur Sonderklasse Bereichs- und Bezirksmeisterschaften, den Auftritten zu den 17. Arbeiterfestspielen im Bezirk Suhl und zum 30. Jahrestag unserer sozialistischen Sportorganisation zeigten.

Dank an alle Spielleute für gute Leistungen

Mit zahlreichen Initiativen in der Sportstafette zum 30. Gründungsjubiläum unserer Republik nehmen die Spielleute, die Übungsleiter und Stabführer, die Kampfrichter und Funktionäre am sozialistischen Wettbewerb der Sportorganisation teil. Für diese erfolgreiche Arbeit möchten wir Euch, liebe Sportfreunde, und allen unseren fleißigen, einsatzbereiten Kollektiven ein herzliches Dankeschön sagen. Zugleich möchten wir unseren Dank an die Sportleitung und die Abteilung Propaganda/Kultur im Bundesvorstand, an die Bezirksvorstände und die stellvertretenden Vorsitzenden für Propaganda/Kultur und internationale Arbeit mit dem Versprechen binden auch zukünftig mit Tatkraft und mit schöpferischem Elan an den Zielen der Spielleutebewegung in unserer Republik, in den Bezirken und Sportgemeinschaften zu arbeiten.

Das Sekretariat des Bundesvorstandes des DTSB der DDR hat am 17. Oktober 1978 den Stand der Spielleutebewegung eingeschätzt und im Beschluß „Die Weiterentwicklung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR“ langfristig Maßnahmen festgelegt. Dieser Beschluß geht davon aus, daß die Forderung des VI. Turn- und Sporttages zur Sicherung des Wirkens der Spielleute als Agitatoren der sozialistischen Körperkultur eine größere Breite, vor allem aber eine höhere Qualität der Klangkörper verlangt. Es verlangt von den Vorständen der Grundorganisationen, der Kreis- und Bezirksvorstände eine zielgerichtete Unterstützung und ein enges Zusammenwirken mit anderen gesellschaftlichen Kräften.

700 neue Mitglieder im vergangenen Jahr

Mit der Neubildung von Sektionen und Klangkörpern, der Gewinnung weiterer Mitglieder im Nachwuchsbereich und auch bei den Erwachsenen stärken wir den DTSB als Initiator, Mobilisator und Organisator von Körperkultur und Sport. Wir stellen uns das Ziel, im Jahr 1985 bei Beibehaltung der Genres der Spielleute 17 000 Mitglieder zu aktiver und regelmäßiger Betätigung in der Spielleutebewegung zu vereinen. Eine Auswertung der Statistik zum Jahresende verdeutlicht, daß 1978 ein Zuwachs von über 700 Mitgliedern erreicht werden konnte.

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BLICK IN DEN BERATUNGSSAAL während der Funktionärskonferenz

Im Bezirk Magdeburg wurden vier neue Kollektive gebildet, auch in anderen Bezirken hat man durch Neubildungen und Verstärkung der Klangkörper durch neue Mitglieder eine größere Breite erreicht.

Bei allen Fortschritten müssen wir auf eine vielfach unvertretbare Fluktuation im Erwachsenenbereich aufmerksam machen. Beim Abstieg des Fanfarenzuges der BSG Einheit Pädagogik Leipzig aus der Sonderklasse, der Klangkörper hat sich inzwischen wieder stabilisiert, auch bei Absagen von Kollektiven zur Teilnahme an zentralen Wettkämpfen und in den Bezirken ist das unplanmäßige Ausscheiden von Mitgliedern aus unterschiedlichsten Gründen die wichtigste Ursache. In Entwicklungskonzeptionen unserer Sektionen sollten konkrete Festlegungen zur Mitgliederentwicklung und der Gewinnung von Nachwuchskollektiven aus Schulen, mit denen Patenschaftsbeziehungen bestehen, langfristig festgelegt werden.

Nützliche Erfahrungen unserer „Veteranen“

Die einst erfolgreichen Spielleute, sprich Veteranen, der BSG Aufbau Brandenburg, die zum 20jährigen Jubiläum des Brandenburger Spielmannszuges ihre Nachfolger zur 10jährigen Zugehörigkeit der Sonderklasse beglückwünschten, einigten sich auf einen Zug ihrer Altersklasse. So wollen 31 Sportfreunde wieder wöchentlich üben und zum 1. Mai 1979 auftreten. In Mühlhausen praktizieren die Sportfreunde der BSG Medizin schon längere Zeit diesen Weg. Besonders jene Freunde sollten ihre Erfahrungen und ihr Können den Klangkörpern und in Leitungsfunktionen zur Verfügung stellen, die zu den Schrittmachern der Spielleutebewegung gehören und erfolgreich im einheitlichen Prozeß von sozialistischer Erziehung und musikalischer Ausbildung wirksam werden.

Der Beschluß legt fest, die Bewahrung und Pflege der fortschrittlichen und humanistischen Traditionen im revolutionären Liedgut der Arbeiter-, Turn- und Sportbewegung zielstrebig weiterzuführen. Das Repertoire der Klangkörper ist breiter zu gestalten und die Entwicklung eines Teils des modernen sozialistischen Musikschaffens den gewachsenen kulturell-künstlerischen Bedürfnissen der Werktätigen und besonders der Jugend entsprechend zu dokumentieren.

Mit dem VI. Turn- und Sportfest wurden Maßstäbe durch die Spielleute selbst gesetzt, die für das musikalisch-künstlerische Niveau weiterer Auftritte zu gesellschaftlichen und sportlichen Höhepunkten bestimmend sind. Dabei geht es vor allem um die Schaffung von Titeln, die für alle Genres spielbar und von den Klangkörpern unabhängig voneinander und zusammen gespielt werden können. Die Titel sind stärker dem Charakter der Veranstaltungen anzupassen, ganz gleich, ob wir Bekanntes oder Neuschöpfungen zum Vortrag bringen. Mit der Musikschau zur Jahn-Ehrung wurden wir den neuen Maßstäben gerecht. Gleiches erwarten wir vom Auftritt zum Nationalen Jugendfestival.

Einen weiteren Leistungsanstieg erfordert die beschlossene Bildung eines „Zentralen Spielleutemusikkorps des DTSB der DDR“ und die schrittweise Bildung von „Bezirksspielleutemusikkorps“ mit maximal 500 Sportfreunden in den Bezirken Halle, Potsdam, Erfurt, Dresden, Magdeburg, Cottbus, Leipzig und Gera. Der zentrale Auswahlklangkörper wird eine Stärke von etwa 1000 Mitwirkenden haben.

Das Sekretariat verwies darauf, mit den Leitungen zuständiger Organe in den Territorien, vor allem mit den Leitungen der Partei der Arbeiterklasse, des Staates und der Jugendorganisation, eine Abstimmung dieser Entwicklung vorzunehmen.

Sehen wir uns im Zusammenhang mit der Erhöhung des musikalisch-künstlerischen Niveaus die Wettkämpfe im DDR-Maßstab 1978 und den Anteil der Bezirke an Klangkörpern in der Sonderklasse kritisch an, werden, beginnend in den höchsten Leistungsklassen, Probleme sichtbar, die meist unnötig bzw. überwindbar sind. Zur DDR-Meisterschaft der Spielmannszüge standen die Kollektive von Empor Perleberg und Stahl Hettstedt durch Nichtteilnahme bereits vor Beginn des Wettkampfes als Absteiger fest. Das Niveau der Wettkämpfe jedoch war, mit Ausnahme des Leistungsabfalles der Tauchaer, ausgezeichnet. Wenn hier die Kürvorträge von Dynamo Halle, den Mühlhausener Kollektiven Medizin und Lok sowie von MK Ziegelrode besonders hervorgehoben, dann soll der Beitrag der anderen Klangkörper nicht geschmälert werden. Die geringen Abstämde in den Wertungspunkten nach Pflicht und Kür — bei denen DDR-Meister Dynamo Halle sechsmal den 1. und dreimal den 2. Platz belegte — unterstreichen dies.

Kombination hat sich erfolgreich bewährt

Anders dagegen das Aufstiegsturnier der Spielmannszüge, bei dem bis auf die Züge aus Hasselfelde, von Stahl Brandenburg, Pritzerbe und Wittenberge nur mäßige Leistungen geboten wurden. Empor Dahme und Motor Stralsund waren gar nicht erst angetreten. Bei den Nachwuchsspielmannszügen indes wurden weitere Fortschritte deutlich. Genannt seien hier besonders die jungen Spielleute von Medizin Mühlhausen, Aufbau Brandenburg und Baukema Aschersleben. Bewährt hat sich bei der ansprechend organisierten Veranstaltung in Großröhrsdorf vor tausenden Zuschauern die Kombination DDR-Meisterschaft/Aufstiegsturnier.

Gleiches kann man von den Schalmeienkapellen sagen, bei denen die Vorträge von Luckenau, Zinna, Lok Brandenburg und Empor Plauen in besonders guter Erinnerung sind. Auch die gute Entwicklung der Maxhüttenkapelle und der überraschende Aufstieg des Nachwuchskollektives der SG Kleinreinsdorf fielen auf. Und schließlich gilt es, die ausgezeichnete Gastfreundschaft der Malchiner Sportfreunde hervorzuheben.

Gastgeber zur DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge war der Ziegelroder Spielmannszug. Auch hier gab es beste Bedingungen, aber mit der SG Dynamo Potsdam-Stadt einen zu klar dominierenden Klangkörper. Befriedigen konnte neben den glanzvollen Vorträgen des DDR-Meisters aus Potsdam, das Niveau des Fanfarenzuges von Stahl Hettstedt. Den Aufstieg mit soliden Darbietungen erreichte der Fanfarenzug Fortschritt Hoyerswerda. Nach dem Aufstieg des Fanfarenzuges aus Elsterberg ist der Bezirk Gera nun dreimal in der Sonderklasse vertreten. Die Hauptstadt wird durch den guten Auftritt von Tiefbau Berlin bei dem in Strausberg ausgezeichnet organisierten Turnier in der Sonderklasse vertreten sein. Lok Nordhausen trat zur DDR-Meisterschaft nicht an.

Mit dem Abschluß dieser zentralen Wettkämpfe qualifizierten sich 37 Kollektive aus 13 Bezirken für die vier Sonderklassen der Spielleute. Die Bezirke Rostock und Neubrandenburg sind nicht vertreten. Die Bezirke Leipzig, Magdeburg, Karl-Marx-Stadt, Schwerin und Frankfurt/Oder sind nur mit jeweils einem Klangkörper, Cottbus, Berlin und Suhl mit zwei, Dresden und Erfurt mit jeweils drei in der höchsten Leistungsklasse repräsentiert. Nur die Bezirke Halle mit acht und Potsdam mit sieben Kollektiven sind in allen Sonderklassen vertreten. Mit drei Fanfarenzügen und zwei Schalmeienkapellen folgt der Bezirk Gera.

Was unserer gemeinsamen Sache, der Erhöhung der Qualität der Klangkörper und der Bildung von Auswahlkollektiven keinesfalls dient, ist das Ausweichen vor Berufungen zu zentralen Veranstaltungen und Wettkämpfen. Das Nichtantreten zu Meisterschaften und Aufstiegsturnieren hängt zumeist mit Mängeln in der Beherrschung des geforderten Repertoires zusammen.

Regelmäßiges Training unbedingt notwendig

Der VI. Turn- und Sporttag hat den regelmäßigen und effektiven Übungs- und Wettkampfbetrieb als dem Hauptfeld des Wirkens des DTSB eine große Bedeutung beigemessen. Das gilt auch oder besonders für die Spielleute. Stete Teilnahme aller Sportfreunde an den Trainingsstunden, hohe Anforderungen und interessante Gestaltung nach pädagogischen und methodischen Prinzipien durch den Übungslei-

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Neue Zentrale Spielleutekommission berufen

Als Propagandisten des Sports tragen wir hohe Verantwortung

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ter sind unabdingbare Voraussetzungen für ansprechende musikalische Leistungen.

Das Sekretariat hat die Weiterführung des bewährten Wettkampfsystems der Spielleute bestätigt. Derzeit sind wir dabei, die Ausschreibungen für die zentralen Wettkämpfe im Jahr 1979 an die Kollektive zu übermitteln und die von uns im vorgesehenen Zeitraum geplanten Bezirksmeisterschaften bei Konzentration auf zwei Termine mit dem Einsatz der Kampfrichter zu sichern. Von den Klangkörpern der oberen Leistungsklassen erwarten wir, daß sie an den Bezirksmeisterschaften als gute Vorbilder gewissenhaft vorbereitet antreten. Sie sollten dort ihre Erfahrungen vermitteln, die Bezirksmeisterschaften bereichern. Eine Unterschätzung dieser Veranstaltungen schadet unserer Entwicklung und negiert die Besucher der Wettkämpfe.

Das Sekretariat hat unserem Bedürfnis nach Wettkampfbereicherung entsprochen, indem es die Teilnahme der Spielleute an der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR ab 1981 mit eigenem Wettkampf und einer Musikschau ins Auge faßt. Für die Bezirke gilt diese Festlegung bereits ab 1980, zumindest den eigenem Wettkampf betreffend.

Zur diesjährigen DDR-Spartakiade sind 1500 Spielleute vorgesehen, die an der Eröffnungsveranstaltung, an Meetings und Wettkampferöffnungen der einzelnen Sportverbände teilnehmen. Auch ein Platzkonzert am Fernsehturm steht im Programm. Wir möchten, daß an der Seite der etwa 700 Sportler der Nachwuchsspielmannszüge die Erwachsenen- und Mädchenkollektive, unsere Fanfarenzüge und Schalmeienkapellen zum Gelingen dieser Spartakiade beitragen.

Zahlreiche Wettkämpfe wie das Fritz-Weineck-Pokalturnier in Oberhof, das Harzer Spielleutetreffen, das Berliner Werner-Seelenbinder-Pokalturnier, der „Pokal der Freundschaft“ des Bezirkes Frankfurt/Oder, das Pokalturnier der Mädchenspielmannszüge sind Höhepunkte in der Vorbereitung auf den 30. Jahrestag unserer Republik.

Ruhland gab Beispiel für andere Sektionen

Wir halten es für unser Wirken als sehr wertvoll, was die BSG Einheit Ruhland zum zehnjährigen Bestehen ihres Spielmannszuges praktizierte. Eine Musikparade mit weiteren fünf Klangkörpern, die Darstellung des Weges von der Gründung bis zur Sonderklasse und kulturell-sportliche Veranstaltungen, bei denen auch die Geselligkeit nicht fehlte, halfen das Kollektiv zu festigen, die Ausstrahlungskraft der Spielleute im Territorium zu erhöhen. Ein Weg der Öffentlichkeitsarbeit, den viele andere Kollektive bei ähnlichen Anlässen beschreiten sollten.

Die Übungsleiter beeinflussen entscheidend die Entwicklung unserer Klangkörper. Als Erzieher und Ausbilder tragen sie eine hohe Verantwortung und bedürfen unserer besonderer Unterstützung. Nachweis für den Bestand, die politische und fachliche Qualifikation und die Wirksamkeit der Übungsleiter ist der Leistungsstand der Sektionen. Spiegelbild dieser Arbeit ist auch der Anteil der Bezirke und Kreise an der Klasseneinteilung der Spielleute. Übungsleiter wie Rolf Melle, Gerhard Müller, Leo Ertel, Bernd Neumann oder Fridolin Jahn zeichnen sich durch hohe Einsatzbereitschaft, eine gute fachliche Arbeit, pädagogisches Geschick und zielgerichteten Einfluß auf die Formung sozialistischer Persönlichkeiten aus. Es spricht für unsere über 1300 Übungsleiter, wenn die Mutter einer aktiven Sportfreundin des Fanfarenzuges der SG Dynamo Potsdam-Stadt bei einer Zusammenkunft das Wort ergreift und den Dank im Namen aller Eltern ausspricht und versichert, daß die Eltern ihre Kinder in guten Händen wissen.

Wir möchten heute betonen, daß in allen Bezirken — teilweise auch überbezirklich — an der Aus- und Weiterbildung solcher Übungsleiter gearbeitet wird, die eine langjährige, hohen Ansprüchen genügende Bildung und Erziehung der Spielleute sichern helfen.

Im Beschluß stellen wir uns das Ziel, jährlich 10 Übungsleiter der Stufe III und 60 der Stufe II auszubilden. Die Ausbildung von Übungsleitern der Stufe I liegt in der Verantwortung der Bezirksfachausschüsse. Abstriche, liebe Sportfreunde, in der inhaltlichen Gestaltung der Lehrgänge dürfen wir nicht zulassen. Das erprobte Programm ist ohne Abstriche zu erfüllen.

Bedeutungsvoll für unsere weitere Entwicklung sind der Aufbau und Einsatz zentraler Übungsleitergruppen in den Genres nach den Erfahrungen der Kommission Spielmannszüge Nachwuchs. Auch in den Bezirken mit großer Konzentration der Spielleute sollten in der Verantwortung der BFA und des Bezirksübungsleiters Übungsleitergruppen die musikalisch-technische Ausbildung unterstützen.

Weitere Ausführungen aus dem Referat Rainer Eidenschinks veröffentlichen wir in Nr. 2/79.

Der richtige Ton...

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Auf den Beschluß des Sekretariats des DTSB-Bundesvorstandes zur weiteren Entwicklung der Spielleutebewegung hinweisend, betonte Werner Berg: „Alle Großbetriebe mit leistungsstarken Sportgemeinschaften sollten in den nächsten Jahren eine Sektion Spielleute aufbauen, sofern sie noch nicht vorhanden ist. In allen Bezirks- und Kreisvorständen des DTSB sind Arbeitsberatungen zur Weiterentwicklung der Spielleutebewegung durchzuführen.“

Dr. Harald. Löwe ging in seinem vielbeachteten Diskussionsbeitrag auch auf den Beschluß des Sekretariats ein: „Das Wirken der Spielleute spielt optisch eine bedeutsame Rolle in unserer sozialistischen Sportorganisation. Deshalb war solch ein Beschluß notwendig, der aber erst durch die guten, stabilen Leistungen der Spielleute möglich wurde.“

Dr. Harald Löwe versicherte, daß die weitere Entwicklung der Spielleute des DTSB der DDR in voller Übereinstimmung mit den Leitungen der FDJ geschieht. Die FDJ ist nicht Kontrahent, sondern Partner der Spielleute.

Zu einem Höhepunkt der Konferenz gestaltete sich die Berufung der neuen Zentralen Spielleutekommission, die wir auf den Seiten 4/5 vorstellen. Für ihre langjährige Tätigkeit in der ZSK dankte man den Sportfreunden Klaus Gesierich, Heinz Hauptmann, Karl-Heinz Hustedt, Jürgen Lehmann, Rudi Penndorf und Hans Ullmann. Diese Sportfreunde sind in der neuen ZSK nicht mehr vertreten. Des weiteren wurden andere verdienstvolle Funktionäre unseres Sportes geehrt (siehe Seite 8). Die sehr effektive Beratung endete mit der Auslosung der Startreihenfolge zu den DDR-Meisterschaften und Aufstiegsturnieren dieses Jahres.

G. G.

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