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Der Tambour/Ausgabe 1978 12

Aus Stabführer.de

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Dezember 1978
Nummer: 12/78
Erschienen: 12/1978
Jahrgang: 11
Seiten: 8
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IN LEIPZIG spielte der Spielmannszug der SG Süptitz (Kreis Torgau) während eines Pokalwettkampfes zu Ehren Werner Seelenbinders in der Sporthalle Teichstraße.
MK ZIEGELRODE verfehlte bei den DDR-Meisterschaften der Erwachsenen-Spielmannszüge die Bronzemedaille nur um 0,25 Punkte. Hier der Stabführer bei der Meldung zur Pflicht.

HEUTE AUF SEITE

2 Neue Kollektive im Bezirk Frankfurt gebildet
3 Darbietung des ZMS eine Werbung für die Spielleute
5 Stahl Brandenburg gewann den Seelenbinder-Pokal

Spielleute in der „Sportstafette DDR 30“

Oberlichtenauer Sieg in Wettbewerbsetappe

BFA Dresden zog Zwischenbilanz/In Radeberg fast jeder zweite Spielmann Übungsleiter/Lommatzscher Zuwachs

Der Bezirksfachausschuß Dresden zog eine Zwischenbilanz im Wettbewerb zu Ehren des 30. Jahrestages unserer Republk. Alle Spielleute-Sektionen des ostsächsischen Bezirkes stellten sich innerhalb der „Sportstafette DDR 30“ hohe Zielstellungen und wollen mit vielen guten Taten das historische Jubiläum in den Oktobertagen 1979 begehen. Jetzt wurde das bisher Erreichte abgerechnet. Als derzeit Beste erwiesen sich die Spielleute der SG Oberlichtenau, die dafür vom BFA geehrt wurden.

Hinter den Oberlichtenauer erzielen die beiden punktgleichen Kollektive der SG Traktor Riesa-Canitz und der SG Lommatzsch die gewichtigsten Resultate im Wettbewerb. Aber auch die Spielleute-Sektionen von Robotron Radeberg und Stahl Freital, die gegenwärtig auf den Plätzen vier und fünf rangieren, wurden für sehr gute Ergebnisse in der „Sportstafette“ ausgezeichnet.

Bewertungskriterien im Wettbewerb der Spielleute des Bezirkes Dresden sind unter anderen die ständige Verbesserung der Qualität des Übungs- und Trainingsbetriebes, die nicht zuletzt

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Spielleute in der „Sportstafette DDR 30“

Drei neue Kollektive im Bezirk Frankfurt

Klangkörper aus Oderberg und der Bezirksstadt für das Nationale Jugendfestival in Berlin berufen

Zum Jahresausklang zog der Bezirksfachausschuß Frankfurt/Oder auf einer erweiterten Beratung mit allen Sektionsleitern des Oder-Bezirkes und weiteren Spielleute-Aktivisten Bilanz. Um es gleich vorwegzunehmen, es war eine gute Bilanz. Die Frankfurter nutzten den Wettbewerb innerhalb der „Sportstafette DDR 30“, um die erfreuliche Entwicklung, die die Spielleutebewegung zwischen Schwedt und Eberswalde nach dem VI. Turn- und Sportfest der DDR genommen hat, fortzusetzen.

An der Spitze des Bezirkes steht der DDR-Vizemeister der Nachwuchsspielmannszüge Chemie PCK Schwedt, der das Oderbruchgebiet im Zentralen Nachwuchsspielmannszug des DTSB der DDR repräsentiert. Dieser Klangkörper hat sich in musikalisch-technischer Hinsicht ebenso verbessert wie der Mädchenspielmannszug von Tiefbau Eberswalde, der aufgrund seiner überdurchschnittlichen Leistungen dem ZMS angehört.

Zur erfreulichen Bilanz zählt auf alle Fälle die Neubildung von drei Kollektiven. Im Halbleiterwerk Frankfurt/Oder wurde gewissermaßen Spielleute-Neuland erschlossen, während die BSG Stahl Eisenhüttenstadt und die TSG Aufbau Biesenthal nach langem „Winterschlaf“ wieder lebensfähige Klangkörper erhielten. In Biesenthal wirkte sich vor allem die Unterstützung der Eberswalder vorteilhaft aus, die maßgeblich an der Bildung dieses Zuges beteiligt waren und noch sind. Tiefbau Eberswalde leistet in Biesenthal wirkungsvolle praktische Hilfe bei der Ausbildung der jungen Spielleute.

Indes verweilten die Spielleute-Aktivisten nicht allzulange beim Bilanzieren, sondern steckten vor allem die weiteren Aufgaben ab, die sich der Bezirksfachausschuß in der weiteren Vorbereitung auf den 30. Gründungstag unseres sozialistischen Staates stellt. Die ehrenvolle Berufung für das Nationale Jugendfestival in Berlin erhielten die Kollektive von Motor Oderberg und Tiefbau Frankfurt/Oder, die innerhalb des Bezirksmusikkorps der FDJ mitwirken werden.

Wie die Hallenser Spielleute wollen auch die Frankfurter zu einem Verhältnis von 1:7 zwischen Übungsleiter und Aktiven gelangen. So sollen weitere 28 Übungsleiter der Stufe I, sechs der Stufe II und drei der Stufe III ausgebildet werden.

Bis zu den Bezirksmeisterschaften, die innerhalb der 750-Jahr-Feier der Stadt Eberswalde stattfinden, bildet man acht neue Kampfrichter aus. Weitere acht, die zunächst nur für regionale Wettkämpfe die Qualifikation als Kampfrichter erwerben, folgen.

Um die Qualität der Ausbildung weiter zu verbessern wird der Erfahrungsaustausch, das gemeinsame Üben, forciert. Bewährt hat sich dies bereits im KFA Eberswalde/Bernau. Gleiches soll sich nun zwischen den Kollektiven von Tiefbau Frankfurt und dem Halbleiterwerk Frankfurt entwickeln, die sich gemeinsam mit Stahl Eisenhüttenstadt im KFA Erankfurt (O)/Eisenhüttenstadt vereinen werden.

Entscheidend will man mit den Schalmeien vorankommen. Hier steht die BSG Pflanzenproduktion Tantow gegenwärtig konkurrenzlos da. Doch im Bezirk gibt es bereits weitere Schalmeienkapellen, die allerdings noch (!) nicht Mitglieder des DTSB der DDR sind. Den ersten Höhepunkt der Saison 1979 wird für die Klangkörper des Bezirkes der Volkssporttag am 22. April in Schwedt sein. Die Frankfurter Spielleute wollen an diesem Tage um den „Pokal der Freundschaft“ kämpfen und gleichzeitig nachweisen, daß sie die Wintermonate gut genutzt haben, um ihr Repertoire zu vervollkommnen, ihr musikalisches Leistungsvermögen zu erhöhen.

Spielleute in der „Sportstafette DDR 30“

Oberlichtenauer Sieg...

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durch das Verhältnis Übungsleiter/Mitgliederstärke konkret abgerechnet werden. Hier schoben sich die Radeberger an die Spitze. Fast jeder zweite Spielmann — 40 Prozent — qualifizierte sich zum Übungsleiter und befindet sich im Besitz des entsprechenden Leistungsnachweises, sprich, Übungsleiterausweises. Dies wird sich mit Sicherheit auf das musikalische Niveau der beiden Klangkörper, Spielmannszug-Erwachsene und Spielmannszug-Nachwuchs, auswirken.

Die Oberlichtenauer sind beispielgebend in der allgemeinen sportlichen Ausbildung der Spielleute. 89,5 Prozent der Mitglieder dieser Sektion erfüllten bereits die Bedingungen für das Sportabzeichen. Die 6,40 M, die jedes Mitglied dem Solidaritätsfonds zur Verfügung stellte, sprechen für die klassenbewußte Haltung der Oberlichtenauer.

Natürlich ist die Verbreitung der Massenbasis unseres Sports ein gewichtiges Wettbewerbs-Kriterium. In der Lommatzscher Pflege gibt es offensichtlich nicht nur fruchtbaren Lößboden, auf dem Weizen, Zuckerrüben oder Gemüse gut gedeihen, sondern hier scheint auch Spielleute-Nachwuchs in erfreulichem Maße heranzuwachsen. Allein 26 neue Mitglieder vermochte die SG Lommatzsch in der zurückliegenden Wettbewerbsetappe „abzurechnen“.

Elf neue Übungsleiter im Zentralen Mädchenspielmannszug

Weitere elf Mädchen des Zentralen Mädchenspielmannszuges „Katja Niederkirchner“ qualifizierten sich zum Übungsleiter. Während des Trainingslagers in Eberswalde konnten diese jungen Spielleute den Übungsleiterausweis der Stufe I in Empfang nehmen. Der kontinuierlichen Ausbildung von Übungsleitern widmet der ZMS besondere Aufmerksamkeit, da hier eine Leistungsreserve zur Erhöhung des musikalischen Könnens liegt. Im Beisein der Eltern der Mitglieder des Mädchenspielmannszuges von Tiefbau Eberswalde wurden die Übungsleiterausweise in würdiger Form überreicht.

Ehrennadel in Gold an Barther Spielleute

In Anerkennung besonderer Verdienste bei der Entwicklung unserer sozialistischen Sportorganisation wurde der Spielmannszug von Motor Barth mit der Ehrennadel des DTSB der DDR in Gold ausgezeichnet. Der zur Leistungsklasse I gehörende Klangkörper hat sich um die Verbreitung der Spielleutebewegung im Bezirk Rostock verdient gemacht.

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Pokalwettkampf der Mädchenspielmannszüge

Darbietung des ZMS — eine Werbung für die Spielleute

Stahl Freital überlegener Sieger/Rainer Eidenschink überreichte dem Zentralen Mädchenspielmannszug die Goldmedaille der Arbeiterfestspiele

In Eberswalde herrschte besondere Freude. Anläßlich des 15jährigen Bestehens und erfolgreichen Wirkens der Sektion Spielleute der BSG Tiefbau Eberswalde und des fünfjährigen Gründungstages des Mädchenspielmannszuges der Wilhem-Pieck-Oberschule der fast 40 000 Einwohner zählenden Stadt am Finowkanal wurde der 4. Pokalwettkampf der Mädchenspielmannszüge in Eberswalde ausgetragen. Die besten Klangkörper dieses Genres fanden in der Drushba-Sporthalle ausgezeichnete Wettkampfbedingungen vor. Hier sei den vielen fleißigen Helfern um Sektionsleiter Manfred Kirstahler Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Auf ihre Weise dankten die Mädchen des Zentralen Mädchenspielmannszuges, nämlich mit hervorragenden Leistungen in musikalisch-technischer Hinsicht und vorbildlichen disziplinischem Auftreten, das in Eberswalde von den Bürgern mit Respekt gelobt wurde. So fand auch völlig zurecht ein gelungenes Konzert des Zentralen Mädchenspielmannszuges unter der Leitung von Helga Neuwirth auf dem Eberswalder „Platz der Freundschaft“ viel Beifall und verhalf den Spielleuten des DTSB der DDR insgesamt zu neuem Ansehen.

Doch nun zum Pokalwettkampf. Er stand ganz im Zeichen des geradezu perfekte Spielleutemusik bietenden Klangkörpers von Stahl Freital. Die Mädchen aus der Stadt des Edelstahlwerkes wurden überlegener Gewinner des Pokals und verwiesen Tiefbau Eberswalde mit fast 15 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz. Leider beteiligten sich nur die Kollektive des Zentralen Mädchenspielmannszuges an diesem Wettbewerb. Warum eigentlich? Der Pokalwettkampf ist für alle Mädchenspielmannszüge offen, die Mitglieder des DTSB der DDR sind. Auch neugebildete Klangkörper können sich sofort daran beteiligen. Es würde diesen Wettbewerb ab 1979 sicherlich noch attraktiver gestalten.

Dieser kritische Einwand soll natürlich nicht die Leistungen der Mädchenspielmannszüge aus Freital, Eberswalde, Dresden und Cottbus abwerten, die mit ihren Leistungen eindrucksvoll offenbarten, welch hohen Stellenwert der Wettstreit um die begehrte Trophäe bei ihnen besitzt. Keiner wäre jedoch über mehr Konkurrenz erfreuter, als die Mitglieder des Zentralen Mädchenspielmannszuges selbst.

Zu einem besonderen Höhepunkt gestaltete sich die Siegerehrung. Unter großem Beifall überreichte der Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, Rainer Eidenschink, dem ZMS die Goldmedaille der Arbeiterfestspiele, die dem Zentralen Mädchenspielmannszug für seine hervorragenden Leistungen bei diesem Festival- 1978 im Bezirk Suhl verliehen wurde.

Während ihres kurzen Trainingslagers in Eberswalde, zu dem übrigens der verantwortliche Übungsleiter nicht anreiste, beschränkten sich die Mitglieder des Zentralen Müädchenspielmannszuges „Katja Niederkirchner“ nicht allein auf die Vertiefung ihres Repertoires, sondern machten sie sich auch noch mehr mit dem Wirken jener unvergessenen Antifaschistin vertraut, deren Ehrennamen dem ZMS verliehen wurde. Eine Delegation, der Vertreter aller Kollektive angehörten, legte in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ein Blumengebinde zum Gedenken Katja Niederkirchners nieder. Alle Mädchen besuchten auch das Ruhmesmuseum der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, wo sie auf anschauliche Weise ihre Kenntnisse über die Geschichte der Roten Armee vertieften.

Resultat des Pokalwettkampfes:

1. Stahl Freital 80,75
2. Tiefbau Eberswalde 66,20
3. VB Dresden 62,40
4. Fortschritt Cottbus 57,20
NOTENKENNTNISSE sind für perfekte Spielleutemusik unerläßlich. Für diese Schalmeienspielerin bedeutet es keine Schwierigkeit, vom Blatt zu „lesen“.

Ehrung für Zeitzer Spielmannszug

Dem Spielmannszug von Motor Zeitz wurde der Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ verliehen. Damit würdigte man das musikalische Können und die hohe Einsatzbereitschaft der Zeitzer Spielleute in den 25 Jahren ihres Bestehens. Der Klangkörper gewann allein zwanzigmal die Bezirksmeisterschaft von Halle, war auch Mitwirkender der Musikschau beim VI. Turn- und Sportfest der DDR 1977 in Leipzig. A. ANDRÄ

Wer kann Hemden vom „VI.“ abgeben?

Welches Kollektiv kann uns Hemden (Laguneblau!) vom VI. Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig verkaufen? Wir benötigen diese Kleidung dringend, um unseren Spielmannszug damit komplett ausrüsten zu können. Benötigt werden etwa 20 Stück. Wer die gewünschten Hemden abgeben kann, möchte sich bitte mit Angabe der Stückzahl, der Größen und des Preises an Elfriede Klimpel, 15 Potsdam, Leipziger Straße 40, wenden.

Spielmannszug BSG DEFA Babelsberg

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DER NACHWUCHS-SPIELMANNSZUG aus Ragewitz-Dürrweitzschen strebt 1979 die Qualifikation für die Leistungsklasse I an.
VOLLER STOLZ stellen sich die Spielleute von Motor Barth dem Bildreporter. Sie wurden mit der Ehrennadel des DTSB der DDR in Gold ausgezeichnet.

Zum Wettbewerb im BFA Leipzig

Konkret, abrechenbar und leistungsfördernd

Ein Punktsystem, das man überall anwenden sollte

Auch die Spielleute des Bezirkes Leipzig nehmen, wie all die anderen Mitglieder der Spielleutevereinigungen des DTSB der DDR, an der „Sportstafette DDR 30“ zu Ehren des 30. Jahrestages der Gründung unseres sozialistischen Staates teil. Der BFA hat ganz bestimmte Kriterien vorgegeben, um den Wettbewerb zwischen den Sektionen und Klangkörpern abrechenbar zu machen. Dazu hat man ein Punktsystem entwickelt, nach dem derjenige Wettbewerbssieger ist, der die meisten Punkte auf sich vereinigt.

Jeweils am 31. 12. 78, am 20. 5. 79 und unmittelbar vor dem Jubiläum am 20. 9. 79 ermittelt man die Etappensieger und am Ende schließlich den Gesamtsieger.

Und so sieht das System aus:

  1. Für jedes neue Mitglied gibt es 10 Punkte
  2. Für jeden Übungsleiter der Stufe I 10 Punkte, der Stufe II 15 Punkte und der Stufe III 20 Punkte
  3. Pro Kampfrichter werden 10 Punkte gutgeschrieben
  4. Für die Teilnahme der Kampfrichter an WB erhält man pro Kampfrichter 5 Punkte
  5. Der Einsatz von Übungsleitern und Kampfrichtern regional bzw. zentral wird jeweils mit 10 Punkten honoriert
  6. Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft. Für den 1. Platz 60 Punkte, die nachfolgenden Plazierungen jeweils 10 Punkte weniger
  7. Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft mit neuem Repertoire 100 Punkte, 50 Prozent neu 50 Punkte
  8. 20 Punkte erhält das Kollektiv für die Teilnahme an Veranstaltungen aller Art
  9. Erfüllung der Bedingungen für das Sportabzeichen. Hier erhalten die Sektionen soviel Punkte wie sie prozentual zu ihrem Gesamtmitgliederstand die Bedingungen erfüllt haben
  10. Für jedes Abonnement des „tambour„ gibt es einen Punkt, für jede Neubestellung 2 Punkte.
  11. Bei Nachweis eines Nachwuchskollektives in der Sektion (gleich ob es sich um Spielmannszüge, Schalmeienkapellen oder Fanfarenzüge handelt) mit über 25 Mitgliedern im Alter bis zu 14 Jahren gibt es 100 Punkte
  12. 50 Punkte erhält jedes Kollektiv für die Teilnahme an der Kreisspartakiade

Ehrenname „Fritz Weineck“ für Gehrener Klangkörper

Zu einem besonderen Höhepunkt im fünfjährigen Bestehen unseres Spielmannszuges wurde die Verleihung des Ehrennamens „Fritz Weineck“. Damit erfuhren wir Gehrener zum Abschluß der Saison 1978 eine Würdigung unserer Arbeit, die uns Ansporn für die Zukunft sein wird.

Nicht ohne einen gewissen Stolz zogen wir jetzt Bilanz unseres bisherigen Wirkens. Mit fünf Jahren gehören wir ja noch zu den jüngsten Klangkörpern. Der dreimalige Gewinn des Bezirksmeistertitels und auch der Erfolg im Pokalwettbewerb des Bezirkes Suhl nehmen sich doch recht gut aus. Glücklich waren wir Gehrener, als man uns für das VI. Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig nominierte. Hier durften wir an der Musikparade teilnehmen. Den Elan vom „VI.“ haben wir uns erhalten und seit dieser Zeit besonders intensiv an der Vervollkommnung unseres musikalisch-technischen Könnens gearbeitet.

Ohne Zweifel machte der Gehrener Klangkörper 1978 die größten Fortschritte. Unser Wettbewerbsprogramm war ganz auf die ehrenvolle Verleihung des Ehrentitels „Fritz Weineck“ ausgerichtet. Das begann in gewissenhafter Durchsetzung unserer Ausbildungskonzeption, setzte sich fort über regelmäßige sportliche Betätigung und endete noch lange nicht mit dem intensiven Studium des Lebens und Wirkens des roten Trompeters Fritz Weineck. Wir trachten danach, das Vermächtnis dieses Hallenser Spielmannes zu erfüllen, der am 13. März 1925, wenige Tage vor seinem 28. Geburtstag (26.3.), von Polizeischergen ermordet wurde. Fritz Weineck war als Mitglied des Rotfrontkämpferbundes in einer Arbeiterversammlung im Hallenser Volkspark, in der Ernst Thälmann sprach, als ihn die Kugel der Mörder traf. Wir sind Stolz, seinen Namen tragen zu dürfen.

SPIELMANNSZUG TRAKTOR GEHREN
INA KRANNICH

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Werner-Seelenbinder-Pokalturnier des Bezirkes Potsdam

Stahl Brandenburg gewann Seelenbinder-Pokalturnier

Hohes Niveau der Spielmannszüge/Ganze 15 Hundertstel entschieden für Stahl Brandenburg vor Traktor Pritzwalk/Premnitzer Chemiker überraschten

Alljährlich gehört das Werner-Seelenbinder-Pokalturnier zu den Wettkampfhöhepunkten der Nachwuchsspielmannszüge des Bezirkes Potsdam. Dies war auch bei der fünften Auflage so, die der BFA in Brandenburg ausrichtete. Sieben Nachwuchskollektive mit über 180 Mitwirkenden sorgten für einen niveauvollen Abschluß der 78er Saison, die ja gerade für die Nachwuchsspielmannszüge des Bezirkes Potsdam eine besonders erfolgreiche war. Schließlich brachte man mit Stahl Brandenburg (4. Platz), Traktor Pritzwalk (5.) und Aufbau Brandenburg (7.) drei Klangkörper dieses Genres unter die ersten Sieben bei den DDR-Meisterschaften im Großröhrsdorfer Rödertalstadion.

So erwartete man natürlich auch beim Werner-Seelenbinder-Pokalturnier ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen diesen drei Kollektiven. Und man sah sich nicht getäuscht. Es kostete dem unter Hauptkampfrichter Hans Brückner hervorragend arbeitenden Kampfgericht schon viel Fingerspitzengefühl, um geringfügige Unterschiede zwischen den Darbietungen von Stahl Brandenburg und Traktor Pritzwalk festzustellen. Die 0,15 Punkte, die am Ende beide voneinander trennte, belegen dies eindeutig.

Aufbau Brandenburg erfüllte auch die in dieses junge Kollektiv gesetzten hohen Erwartungen und paßte sich mit einer respektablen musikalischen Leistung dem guten Niveau der beispielhaft vorbereiteten und durchgeführten Veranstaltung an. Die 2,55 Punkte Rückstand, die Aufbau Brandenburg gegenüber dem Zweitplazierten Pritzwalk in Kauf nehmen mußte, verdeutlichen nicht den packenden Kampf, den auch der Dritte dem Spitzenduo lieferte.

Die Überraschung des Pokalwettstreites war indes das Auftreten der Premnitzer. Seit zwei Jahren besteht dieser Klangkörper erst, umso lobenswerter das Leistungsvermögen der Mädchen und Jungen, die in der Tat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen haben. Immerhin zwei Klassen tiefer eingestuft, erwiesen sie sich Turbine Golzow gleichwertig und blieben mit 41,35 Punkten nur um 0,25 Punkte niedriger bewertet, als der zur Leistungsklasse I gehörende Zug aus Golzow.

Von den Fachleuten nicht unbemerkt blieb das klangvolle Lyrenspiel des Nachwuchses von Motor Treuenbrietzen, der offensichtlich die Traditionen seines Erwachsenen-Spielmannszuges fortsetzt. Einheit Pritzerbe hatte mit 38,35 Punkten unter dem Strich zwar die wenigsten Zähler, enttäuscht hat aber auch dieser Klangkörper keineswegs.

Und hier das Kampfgericht: Hans Brückner (Berlin), Bärbel Schramm (Magdeburg), Bodo Rieck (Lübbenau), Michael Freitag (Radeberg), Michael Irrgang (Magdeburg), Burckardt Sasse (Magdeburg), Burckardt Kipp (Babelsberg), Kurt Tägner (Brandenburg).

Resultat des Pokalturniers:

1. Stahl Brandenburg 48,05
2. Traktor Pritzwalk 47,90
3. Aufbau Brandenburg 45,35
4. Turbine Golzow 41,60
5. Chemie Premnitz 41,35
6. Motor Treuenbrietzen 38,70
7. Einheit Pritzerbe 38,35
AUCH IN WITTENBERGE war Wolfgang Kunde einmal mehr souveräner Sprecher bei einer DDR-Meisterschaft.

Motor Stralsund feierte Jubiläum

Sein 25jähriges Bestehen feierte der Spielmannszug von Motor Stralsund. Der Klangkörper vom Strelasund hat in den 21/2 Jahrzehnten seines Wirkens viel für die Popularisierung der Spielleute im Küstenbezirk getan. Die Mitglieder des Stralsunder Klangkörpers haben zahlreiche gesellschaftliche und sportliche Höhepunkte unseres Landes mitgestaltet.

So waren Spielleute aus Stralsund bei mehreren Turn- und Sportfesten unserer Republik in Leipzig dabei; man fand sie auch unter den Teilnehmern der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin. 1979 hat sich der Klangkörper vorgenommen, den Kampf um den Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ aufzunehmen.

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JUNGE SPIELLEUTE des Bezirkes Leipzig ehrten mit einem Blumengebinde das Andenken Werner Seelenbinders.

In eigener Sache

Eine ganze Reihe von Umständen führt immer wieder dazu, daß der „tambour„ nicht termingemäß in die Hände der Spielleute gelangt. Dies verursacht verständliche Verärgerung in den Sektionen. Eine der Ursachen dieser Kalamität, mit der wir uns keinesfalls abfinden, ist der unzureichende Informationsfluß von den BFA, KFA und den einzelnen Klangkörpern an die Redaktion. Es fehlen einfach geeignete (!) Zuschriften, die für eine breite Öffentlichkeit von Interesse sind. Wohlgemerkt veröffentlichungsreifes Material, nicht schon druckreifes wird hier gefordert. Stichworte genügen meist schon. Aber eben selbst diese vermissen wir schmerzlich. In den Bezirksfachausschüssen gibt es Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit. Warum werden diese Sportfreunde nicht wirksam?

Ein Beispiel soll hier für viele sprechen. Anläßlich des 30. Jahrestages der Gründung unserer sozialistischen Sportorganisation wurden in allen Bezirken auch die Leistungen zahlreicher Spielleute gewürdigt. Was liegt näher, als die Ausgezeichneten schnellstens der Redaktion des „tambour“ wissen zu lassen, damit die Ehrung dieser Sportfreunde allen Spielleuten bekannt wird. Die Bezirksfachausschüsse in Dresden, Frankfurt/Oder, Magdeburg, Rostock und Suhl schrieben auch sofort. Indes in Berlin, Cottbus, Erfurt, Gera, Halle, Karl-Marx-Stadt, Leipzig, Potsdam und Schwerin „vergaßen“ die BFA ihre Informationspflicht.

Wie stellen wir uns die Mitarbeit am „tambour“ vor? Die Klangkörper bitten wir, bei Wettkämpfen, Auftritten, Aktivitäten jeder Art, die Redaktion zu informieren. Es würde die Arbeit erleichtern wenn man eine Telefonnummer mit angibt, damit kurzfristig eventuelle Rückfragen möglich sind. Von den BFA wird erwartet, daß sie kontinuierlich über den Verlauf des Wettbewerbes innerhalb der „Sportstafette DDR 30“ berichten. Im Prinzip sind der Mitarbeit am „tambour“ keine Grenzen gesetzt. Uns interessiert auch, welche Erfahrungen man bei der Verbesserung der Trainingsqualität gewonnen hat, wie man der Forderung nach regelmäßiger sportlicher Betätigung gerecht wird. Wer erzielte besonders gute Leistungen bei der Erfüllung der Sportabzeichenbedingungen? Schreibt bitte an die „tambour“-Redaktion unter: Günther Gießler, 7033 Leipzig, Lützner Plan 17. Es ist Euer Mitteilungsblatt! Ihr bestimmt wesentlich die Aussagekraft, die Interessantheit und Vielfalt mit!

GÜNTHER GIESSLER

Ausschreibung

für die Leipziger Bezirksmeisterschaften 1979 der Spielleute des DTSB der DDR

1. Veranstalter:

BFA Spielleute Leipzig

2. Mit der Durchführung beauftragt:

BSG Einheit Wurzen

3. Teilnehmer:

Alle Erwachsenen- und Nachwuchsspielmannszüge, Schalmeienkapellen und Fanfarenzüge des DTSB der DDR im Bezirk Leipzig

4. Ort der Durchführung:

Wurzen, Platz der DSF

5. Wettkampftermin:

10. Juni 1979 von 9 Uhr bis 16 Uhr

6. An- und Abreise

Die Anreise muß am 10. Juni 1979 bis 8 Uhr in der Wurzener Pestalozzi-Oberschule erfolgt sein. Die Abreise beginnt ab 17 Uhr des gleichen Tages

7. Wettkampfbedingungen:

Gemäß Wettkampfordnung der Spielleute Fanfarenzüge und Schalmeienkapellen des DTSB der DDR

8. Termine für Meldungen:

Meldebogen bis 10. Mai 1979 an Erwin Dietrich, DTSB-Bezirksvorstand Leipzig, 701 Leipzig, Friedrich-Ebert-Straße 105 (Sportforum)

Verpflegungskosten von 3 M pro Teilnehmer bis 10. Mai 1979 auf die Konto-Nr. 5612-30-110437 der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Die Noten sind bis 10. Mai 1979 an Erwin Dietrich (Anschrift siehe Meldebogen) zu senden

Anmerkung: Mit dem Meldebogen reicht das Kollektiv eine Kurzbiographie ein, in der Angaben über die Entstehung, Entwicklung, Stärke, die bisherigen Erfolge usw. enthalten sein müssen

BFA Leipzig
ERWIN DIETRICH

WIR GRATULIEREN

Bernd Neumann (1. 12. 50), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Frankfurt/Oder, zum 28. Geburtstag

Lothar Noltin (1. 12. 34) Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, zum 44. Geburtstag

Rolf Berniet (15. 12. 41), Stellvertreter für Kultur und Bildung sowie Kampfrichterobmann des Bezirksfachausschusses Schwerin, zum 37. Geburtstag

Reinhard Schramm (22. 12. 52), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Suhl, zum 26. Geburtstag

Karlheinz Seifert (22. 12. 24), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Halle, zum 54. Geburtstag

Uwe Klein (5. 1. 49), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Magdeburg, zum 30. Geburtstag

Gerhard Struhtmann (13. 1. 27), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Schwerin, zum 52. Geburtstag

Hans Ullmann (28. 1. 30), Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Karl-Marx-Stadt, zum 49. Geburtstag

nachträglich recht herzlich und wünschen ihnen in ihrer weiteren Tätigkeit alles Gute vor allem Gesundheit, Wohlergehen und Schaffenskraft.


Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck — Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4

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