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Der Tambour/Ausgabe 1980 07
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
Die Ausgabe 07/1980 des Mitteilungsblattes „der tambour“ erschien im Juli 1980.
Der Originaltext der 8 Seiten:
| Juli 1980 | |
| Nummer: | 7/80 |
| Erschienen: | Juli 1980 |
| Jahrgang: | 13 |
| Seiten: | 8 |
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Seite 1
HEUTE AUF SEITE
| 3 | Und nun ein Konzert auf dem Roten Platz |
| 4 | Spitzen-Fanfaren ertönen an der Schwarzen Elster |
| 6 | Rekord-Teilnahme beim Fest von Finsterwalde |

Seite 2


Oberharzer immer besser
Spielleutemusik erklang im Oberharz schon Mitte der fünfziger Jahre. Werner Kutz, Stellvertreter des Direktors der Polytechnischen Oberschule Stiege, hatte hier einen Fanfarenzug gegründet. Oft war Werner Kutz an den Wochenenden im Doppeleinsatz. Erst trat er mit dem Fanfarenzug auf, dann führte er als Kapitän die Fußballspieler von Traktor Stiege aufs Spielfeld. Doch mit der Zeit der Jahre blieb der Fanfarenzug leider nicht lebensfähig. Da aber immer wieder Interesse für die Musik der Spielleute bestand, bot 1970 Sportfreund Liban vom Spielmannszug aus Hasselfelde seine Hilfe zur Entwicklung einer Sektion Spielleute an der POS Stiege an.
Und diese Hilfe zeigte Früchte. So gehören ihr gegenwärtig 36 Jungen, ausnahmslos Schüler der 2. bis 10. Klasse, sowie zahlreiche ehemalige Schüler der POS Stiege an. In Stiege selbst gibt es noch einen weiteren Spielmannszug. Doch bleiben wir beim Klangkörper der Oberschüler. Seit fünf Jahren betreut Hans Spieß den Schüler-Klangkörper. Unter seiner musikalischen Leitung wird der Zug immer besser, in Wettkämpfen erfolgreicher. Zweimal wöchentlich je drei Stunden intensives Üben steht auf dem Trainingsplan. Vor Wettkämpfen kommt ein dritter Trainingsnachmittag pro Woche hinzu.
Zur diesjährigen Kreisspartakiade spielten sich die Stieger Schüler auf den bronzenen Platz. Dabei vermochte man in musikalischer Hinsicht mit den besten Klangkörpern der Kreisspartakiade durchaus mitzuhalten, indes mit dem exakten Marschieren haben die Stieger noch ihre Probleme und mußten dadurch Punktabzüge hinnehmen. Doch hier wird Hans Spieß sicherlich seine Erfahrungen vom Wachregiment, dort gehörte er nämlich dem NVA-Spielmannszug an, den Jungen vermitteln können.
Aufbau Brandenburg wurde Spartakiadesieger
Es ist ein sichtbares Zeichen des ständig steigenden Ansehens der Spielleute, daß unsere Sportart nun auch zum festen Wettkampfprogramm der Bezirksspartakiaden gehört. Der Spielleutenachwuchs kämpft also um Spartakiademedaillen. Dies war auch im Bezirk Potsdam so. Neben der musikalischen Umrahmung der festlichen Eröffnungs- und Abschlußveranstaltung standen sich auf der Potsdamer Freundschaftsinsel die Nachwuchs-Klangkörper des flächenmäßig größten Bezirkes unserer Republik im Medaillenwettstreit gegenüber. Leider entsprachen die Bodenverhältnisse nicht den Anforderungen, die wir Spielleute an solch einen Wettkampf stellen. Trotz allem erlebten wir viele gute Leistungen von den Jungen und Mädchen.
Bei den Jugend-Kollektiven kam es zu einer packenden Auseinandersetzung zwischen Aufbau Brandenburg und Traktor Pritzwalk, die die Brandenburger schließlich ganz knapp für sich entschieden. Bemerkenswert auch hier die Darbietung von Chemie Premnitz, die zu recht mit der Bronzemedaille geehrt wurden.
Einen Brandenburger Sieg gab es auch bei den Jüngsten. Aufbau holte sich Gold vor der großen Überraschung dieser Spartakiadewettkämpfe, dem Zug aus Mittenwalde. Der Nachwuchszug der SG Mittenwalde besteht erst ein Jahr. Und trotzdem vermochten die Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren schon einen erstaunlichen Leistungsstand nachzuweisen. Es war ihr erster Wettkampf überhaupt. Und dann gleich Silber. Ein hervorragender Einstand.
Leider fehlten zur Bezirksspartakiade die Züge von Stahl Brandenburg und Motor Treuenbrietzen, obwohl sie vorher ihre Teilnahmemeldung abgegeben hatten (von den Wettkämpfen der anderen Bezirksspartakiaden liegen der Redaktion keinerlei Informationen vor. Offensichtlich besteht in den anderen Bezirken kein Interesse an einer Veröffentlichung der Auftritte ihres Nachwuchses).
BERND NEUMANN
Das Kampfgericht der DDR-Meisterschaft
Zur DDR-Meisterschaft der Erwachsenen-Spielmannszüge in Apolda fungierte folgendes Kampfgericht:
Hauptkampfrichter: Dieter Weise (Hettstedt).
Hauptpunkt I: E. Dietrich (Leipzig), B. Clauß (Leipzig), B. Schramm (Magdeburg), B. Neumann (Mittenwalde).
Hauptpunkt II: W. Röglin (Schwedt), M. Freitag (Radeberg), L. Lier (Suhl), M. Irrgang (Magdeburg).
Hauptpunkt III: B. Sasse (Magdeburg), K. Triebel (Luisenthal), D. Malchow (Pritzwalk), L. Ertel (Potsdam).
Hauptpunkt IV: K. Tägener (Brandenburg), B. Kipp (Babelsberg), U. Zimmermann (Freital), K. Simmang (Radeberg).
Mandat: H. Dietrich (Leipzig), A. Dietrich (Leipzig), R. Theile (Apolda).
Berechnung: D. Knoppe (Ruhland), G. Ruhland (Ruhland).
Sprecher: W. Kunde (Heyerode).
Anmerkung: Die Disqualifikation des Spielmannszuges von Chemie Geraberg erfolgte wegen Verstoß der Wettkampfordnung Punkt 2.2.1.
Neue Telefonnummer
Die Redaktion des „tambour“ ist ab sofort unter einer neuen Telefonnummer erreichbar. Günther Gießler, 7033 Leipzig, Lützner Plan 17. Telefon: Privat: Leipzig 4 64 93. Dienstlich: Leipzig 7 15 43 37 oder 31 11 09 (Sportredaktion der „Leipziger Volkszeitung“).

