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Der Tambour/Ausgabe 1979 12

Aus Stabführer.de

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Nummer 12/1979
Nummer: 12/79
Erschienen: Dezember 1979
Jahrgang: 12
Seiten: 6
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HEUTE AUF SEITE

2 Bedarfsanalyse bleibt wichtige Voraussetzung
3 Richtlinien zur Schreibweise der Teilpartitur
6 Änderungen der Wettkampfordnung Fanfarenzüge

Dem Nachwuchs noch bessere Ausbildung

Tagungen der Kollektivleiter nehmen künftig im Arbeitsplan der Kommission Nachwuchs einen ganz festen Platz ein. Zu diesem Entschluß kam man, nachdem sich der Auftakt 1978 in Bad Blankenburg und die zweite Folge im Dezember 1979 in Neu-Mukran als sinnvolle Form des Erfahrungsaustausches bewährte. 31 Kollektivleiter von 50 eingeladenen hatten es ermöglicht, am 79er Gedankenaustausch teilzunehmen.

Rolf Lorenz, Stellvertreter für Technik in der Zentralen Spielleutekommission und Vorsitzender der Kommission Nachwuchs, analysierte in seinem Referat die Trainingslager des Jahres

(Fortsetzung auf Seite 5)

KONZENTRIERT achtet die Trommlerin Elke Frettstedt vom DDR-Vizemeister der Fanfarenzüge Stahl Hettstedt auf ihren Einsatz.
EINEN SPÜRBAREN LEISTUNGSSPRUNG vollzogen in der zurückliegenden Saison auch die Schalmeienspieler.

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TRAININGSLAGER waren auch bei den Schalmeienkapellen wirkungsvolle Mittel, um das musikalisch-technische Können zu vervollkommnen, den Kollektivgeist zu festigen.
DEN AUFSTIEG in die nächsthöhere Klasse schaffte 1979 der Erwachsenen-Spielmannszug von Aktivist Hasselbach. Der Klangkörper gehört jetzt der Leistungsklasse III an.

Hinweise des Sektor Spielleute

Der Sektor Spielleute erhält kontinuierlich Post, aus der ein großer Bedarf an verschiedenen Instrumenten und Tambourstäben ablesbar ist. Wir verfolgen das Ziel, durch eine ehrliche, den Realitäten entsprechende Bestellung den tatsächlichen Bedarf an Instrumenten und Tambourstäben ermitteln zu können. Der Sektor wird schließlich entscheiden, wie die gewünschten Dinge nach dem Eingang im Materiallager verteilt werden. Wir bitten Euch, drei Hinweise unbedingt zu beachten, damit eine exakte Bedarfsermittlung möglich wird:

  1. Jedes Kollektiv und jeder Klangkörper soll nur das unbedingt Notwendige bestellen. Dies gilt auch in der Folgezeit.
  2. Die Besteller erhalten von uns oder vom Materiallager des DTSB Bescheid, wann die vom Sektor festgelegte Menge an Instrumenten bzw. Tambourstäben abgeholt werden kann.
  3. Wir sind derzeit leider nicht in der Lage, auf die verschiedenartigsten Schreiben individuell zu antworten. Die Vergabe im Materiallager erfolgt durch den Sektor Spielleute bei Signalhörnern, Metallflöten, Umschaltfanfaren, Schalmeien, Lyren, Becken, Flachtrommeln, Tambourstäben und Fanfarentüchern.

TAMBOUR-INTERVIEW

mit Manfred Adolf

Leiter des Materiallagers Leipzig des DTSB der DDR

Exakte Bedarfsanalyse bleibt Voraussetzung
  • Manfred Adolf, seit über einem Jahr versorgt nun das DTSB-Materiallager am Leipziger Auensee die Spielleute mit Kleidung, Instrumenten und Ausrüstungsgegenständen. Wie ist die gegenwärtige Situation? Können schon alle Wünsche sofort erfüllt werden?

„Jeder wird wohl Verständnis dafür haben, daß bei dem umfangreichen Sortiment nicht von heute auf morgen bei allen Produzenten kurzfristige Liefervereinbarungen abgeschlossen werden konnten. Erschwerend kam hinzu, daß die Spielleute keine exakte Bedarfsanalyse vorlegten. Wir haben inzwischen für die Spielleute eine Menge erreicht, können viele Dinge jederzeit, liefern. Wir müssen aber auch unumwunden zugeben, daß der Bedarf noch nicht in vollem Umfang sortimentsgerecht abgedeckt werden kann.“

  • Wie sieht es denn bei Kleidung aus?

„Eigentlich recht günstig. Farbige Hemden sind in den geforderten Tönen und Größen ausreichend am Lager. Auch Hosen, das gesamte Ledersortiment mit Flötentaschen, Trageriemen, Koppel oder Horntragetaschen gibt es in genügenden Mengen. Ein paar Sorgen bereiten uns zur Zeit noch die speziell für die Spielleute gefertigten Trainingsanzüge. Hier sind die Lücken noch nicht vollends geschlossen.“

  • Die Trainingsanzüge sind aber nicht die größten „Sorgenkinder“?

„Leider. Das sind nach wie vor die Musikinstrumente. Immer mehr Sportlerinnen und Sportler stoßen zu den Spielleuten. Und die Neuen brauchen natürlich Instrumente. Da indes auch Trommeln, Schalmeien, Fanfaren oder Signalhörner einem natürlichen Verschleiß unterliegen, wollen Kollektive ihre defekten Instrumente verständlicherweise durch neue austauschen. Dies führt zu einem erheblichen Bedarf, der eben erst in den nächsten Jahren vollends erfüllt werden kann. Wir geben uns alle Mühe und treffen auch in den Herstellerwerken auf viel Verständnis. Aber es braucht eben noch seine Zeit.”

  • Sie bemängelten die fehlende exakte Bedarfsforschung bei den Spielleuten, die ja Ihre Bilanzierungen nicht gerade erleichtert?

„So ist es. Wir benötigen bis zum 30. Mai des laufenden Jahres die Bedarfsmeldung für das folgende Jahr, um Bilanzieren zu können. So erhalten alle Spielleute-Sektionen von uns bis Ende Februar 1980 Vordrucke, die sie genau und verantwortungsvoll ausfüllen sollen. Bei Kleidungsstücken muß neben der konkreten Anzahl die richtige Größe angegeben werden. Dabei sollte man die im Handel gültigen Größenbezeichnungen verwenden.“

  • Die Spielleute entscheiden also gewissermaßen mit, ob im nächsten Jahr ihre Wünsche nach Ausrüstungsgegenständen jederzeit erfüllbar sind?

„Ja und nein. Das ja bezieht sich auf die Kleidung und das gesamte Lederzeug. Hingegen Musikinstrumente können auch 1981 noch nicht in jedem Falle wahllos vom Lager abgefordert werden.“

  • Gibt es darüber hinaus im Materiallager noch andere Dinge, die für Spielleute von Interesse sein könnten?

„Die Wettkampfordnung zum Beispiel, wenn auch momentan nur noch Restbestände vorhanden sind. Und dann bieten wir ein umfangreiches Sortiment von Urkunden an, die man bei uns jederzeit abfordern kann.“

(Das Gespräch führte Günther Gießler)

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