
Am besten feiert man das mit neuen Informationen. Gesucht werden daher verstärkt fehlenden Daten, interessante Geschichten und alle Arten von Fotos, Dokumente usw., die es wert sind erhalten zu werden. Gern per Email an info@stabfuehrer.de
Der Tambour/Ausgabe 1979 08
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
| Nummer 8/1979 | |
| Nummer: | 8/79 |
| Erschienen: | August 1979 |
| Jahrgang: | 12 |
| Seiten: | 8 |
| Zur Übersicht aller Ausgaben | |
Seite 1

HEUTE AUF SEITE
| 2 | Kommuniqué der Tagung der ZSK in Leipzig |
| 3 | Ein Ohrenschmaus vom „Dakota“ bis zum „Bolero“ |
| 8 | Klassifizierungen für das neue Wettkampfjahr |
Übungsleiter im Leistungstest
Der Erwachsenen-Spielmannszug der Leistungsklasse II der BSG HKZW Rübeland nahm in diesem Jahr eine gute Entwicklung. So nutzten die Mitglieder dieses Klangkörpers ein Trainingslager, um ihre Notenkenntnisse weiter zu verbessern, da sie dies als Voraussetzung für einen weiteren Leistungsanstieg betrachten. Allein 13 Übungsleiter besitzt dieser Klangkörper gegenwärtig. Und auch sie arbeiten ständig an der Vervollkommnung ihrer Fähigkeiten. In einer Überprüfung durch den Bezirks-Übungsleiter konnten die Kenntnisse aller Rübeländer Übungsleiter als gut eingeschätzt werden. Aber die Mitglieder des Spielmannszuges begnügen sich
(Fortsetzung auf Seite 2)
Seite 2

Kommuniqué
der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Leipzig
Die Zentrale Spielleutekommission führte am 26. Oktober 1979 eine Beratung im Leipziger Sportforum durch.
Im Verlaufe der Beratung wurde der gute Beitrag der Spielleute des DTSB der DDR in der „Sportstafette DDR 30“ gewürdigt. Erfolgreich gestalteten die Spielleute das Nationale Jugendfestival in der Hauptstadt der DDR mit, wofür dem Kollektiv der Spielleute aus den Händen des Kandidaten des Politbüros des ZK der SED und 1. Sekretär des FDJ-Zentralrates, Egon Krenz, die „Artur-Becker-Medaille“ in Gold verliehen wurde.
Weiterhin zählen zu den guten Ergebnissen die Mitgestaltung der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR und die Fortschritte in der Durchführung der Wettkämpfe. Die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Gründung der DDR wurden mit Freude und Elan mitgestaltet.
Dennoch gilt es, Mängel in der Vorbereitung zentraler Veranstaltungen und Wettkämpfe sowie in der Teilnahme mit entsprechenden Konsequenzen auszuwerten. Dazu erfolgt eine gesonderte Veröffentlichung im Mitteilungsblatt.
Die Zentrale Spielleutekommission bestätigte den Bericht des Sportfreundes Rolf Lorenz zu den Ergebnissen der Arbeitsklausur der Kommission Technik.
Die Zentrale Spielleutekommission beschloß den Terminkalender für das Jahr 1980 und die Klasseneinteilung. Es wurde die Auslosung der Startreihenfolge zu den zentralen Wettkämpfen vorgenommen.
Die Zentrale Spielleutekommission nahm Berichte der Kommissionen Fanfaren und Spielmannszüge-Mädchen entgegen und befürwortete das Pflichtrepertoire für die Mädchenspielmannszüge. Beraten wurden Arbeitsweise und Kaderfragen der Kommission Spielmannszüge-Erwachsene.
Die Zentrale Spielleutekommission beschloß das Beauftragtensystem zur Unterstützung, Anleitung und Kontrolle der Bezirke und Kommissionen.
Zu den Maßnahmen der Zentralen Spielleutekommission erfolgen differenzierte Veröffentlichungen.
EIDENSCHINK
Vorsitzender der Zentralen Spielleutekommission

Übungsleiter im Leistungstest
(Fortsetzung von Seite 1)
nicht nur mit der Erhöhung der Trainingsintensität auf musikalisch-technischem Gebiet, sie legen auf eine allseitige sportliche Ausbildung großen Wert. So gibt es auch keinen Rübeländer, der in diesem Jahr nicht die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllt hat.
Welch großes Ansehen der Klangkörper im Kreis Wernigerode genießt, bewies auch die Auszeichnung durch den Rat des Kreises, als alle Sportfreunde des Spielmannszuges ein Mandat für das Nationale Jugendfestival in unserer Hauptstadt erhielten. Daß die Rübeländer ihren Bezirksmeistertitel mit 48,65 Punkten gegen die starke Konkurrenz aus Magdeburg, Seehausen, Veckenstedt und Möhringen erfolgreich verteidigten, gehört zur guten sportlichen Bilanz ihre 79er Jahres.
Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck • Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4
Seite 3
2. DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge
Erneut ein Ohrenschmaus vom »Dakota« bis zum »Bolero«
Titelverteidiger Dynamo Potsdam mit glanzvoller Kür wiederum souveräner Meister / Auch viel Lob für Hettstedt und Hoyerswerda / Durchbruch im Beherrschen der Pflicht


Wer im Vorjahr die erste offizielle DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge in Ziegelrode erleben durfte, den glanzvollen Darbietungen des Meisters aus Potsdam und der liebevollen Organisation des umsichtigen Gastgebers höchstes Lob zollte, hielt solch einen Wettkampf kaum noch für steigerungsfähig. Und doch war dies möglich, wie die zweiten Titelkämpfe in Elsterberg bewiesen. Dies betraf das Leistungsniveau insgesamt, aber auch die perfekten und idealen Wettkampfbedingungen auf dem Sportplatz an der Elsteraue. Hier gebührt den Organisatoren der BSG Einheit Elsterberg und natürlich dem Elsterberger Fanfarenzug besonderer Dank und respektvolle Anerkennung.
Natürlich setzte Titelverteidiger Potsdam erneut die Glanzlichter, vollzogen indes auch die Kollektive aus Hettstedt und Hoyerswerda bemerkenswerte Leistungssprünge. Der sichtbarste Niveauzuwachs wurde besonders im Pflichtbereich deutlich, der diesmal durchweg besser „lief“ als 1978.
Mit dem sicheren Beherrschen des Pflichtrepertoires durch alle (!) Sonderklassen-Kollektive ist endlich eine Lücke dieses Genres geschlossen wurden. Damit sind Voraussetzungen für einen weiteren Leistungsanstieg des musikalisch-technischen Niveaus geschaffen, wird auch ein wirkungsvolleres Auftreten bei Großveranstaltungen möglich.
Musikalischer Höhepunkt der Titelkämpfe war natürlich der Kürdurchgang. Der alte und neue Meister, die SG Dynamo Potsdam-Stadt, führte ein 18-minütiges Programm vor, das die begeisterten Zuschauer mit Beifall auf offener Szene bedachten. Die Potsdamer hatten mit 13 Titeln und zahlreichen effektvollen Elementen eine regelrechte Kürschau vorgetragen, die in musikalischer und choreographischer Hinsicht gegenwärtig wohl einzigartig ist. Neben den bereits bekannten Titeln wie „Dakota“, „Festmarsch“ und dem „Beat-Marsch“, verblüffte vor allem der „Bolero“, eine neue Komposition Bernhard Boseckers.
Mit diesem Titel stießen die Potsdamer in neue Regionen der Fanfarenmusik vor und setzten sich damit selbst die Maßstäbe für die Zukunft. Und dann erreichten die 97 Dynamo-Sportler eine weitere Barriere: 90 Punkte — dies schaffte noch kein Fanfarenzug bisher. Im Vorjahr hatte der Klangkörper 84,60 Punkte erhalten. Stahl Hettstedt steigerte sich gegenüber 1978 um sage und schreibe 18,58 Punkte. Damit wurde dieser Klangkörper erneut Vizemeister. Um noch ein wenig beim Zahlenspiel zu verweilen, die Hettstedter lagen im Vorjahr mit 25,13 Punkten nahezu deklassierend gegenüber Potsdam zurück. Jetzt rückte man bis auf 11,95 Zähler an den Meister heran. Auch dies unterstreicht den Leistungsananstieg, zumal man ähnliche Rechnungen mit den anderen Kollektiven anstellen kann (außer Teichwolframsdorf und Tiefbau Berlin).
Zu den erfreulichsten Überraschungen gehörten die Darbietungen der beiden Neulinge Pionierhaus Hoyerswerda und Einheit Elsterberg. Beide belegten mit bemerkenswerten Punktzahlen (73,55 bzw. 72,35) die Plätze drei und vier. Greika Greiz, im Vorjahr mit 52,60 Punkten immerhin Meisterschaftsdritter, verbesserte sich zwar um 8,45 Punkte, doch genügte dies eben in diesem Jahr „nur“ zum fünften Rang.
Die 3. DDR-Meisterschaften finden am 17. Mai 1980 beim zweifachen Vizemeister Stahl Hettstedt statt.
Und hier die Resultate des 79er Titelkampfes:
| 1. | Dynamo Potsdam-Stadt | 90,00 |
| 2. | Stahl Hettstedt | 78,05 |
| 3. | Pionierh. Hoyerswerda | 73,55 |
| 4. | Einheit Elsterberg | 72,35 |
| 5. | Greika Greiz | 61,05 |
| 6. | Tiefbau Berlin | 54,15 |
| 7. | Teichwolframsdorf | 46,80 |
Absteiger: Tiefbau Berlin und Fortschritt Teichwolframsdorf
LEO ERTEL
Vorsitzender der Kommission Fanfaren

