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Der Tambour/Ausgabe 1978 11
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
| November/Dezember 1978 | |
| Nummer: | 11/78 |
| Erschienen: | 11/1978 |
| Jahrgang: | 11 |
| Seiten: | 8 |
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Seite 1

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| 2 | Spielleute haben festen Platz in der Sportorganisation |
| 3 | Bodo Clauß: Am Notenblatt führt kein Weg vorbei |
| 4 | Halle unterbrach die Erfolgsserie der Mühlhausener |
Beim Jugendfestival sind die Besten dabei
Wie alle Bürger unseres Landes bereiten auch wir Spielleute den 30. Jahrestag der Gründung unserer Republik mit besonderen Leistungen vor. Im Betrieb, in der Schule, in unserer Sportgemeinschaft. Und auf der Hälfte des Weges zu diesem historischen Jubiläum steht das Nationale Jugendfestival in unserer Hauptstadt. Berlin wird zu Pfingsten das große Verbandstreffen der Freien Deutschen Jugend erleben, es wird „vor aller Welt die Liebe der jungen Revolutionäre von heute zu ihrem sozialistischen Vaterland bekunden“, wie Erich Honecker, der Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, erklärte. „Auf den Grundsatz unserer Politik, der Jugend volles Vertrauen entgegenzubrin-
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Spielleute haben ihren festen Platz in unserer sozialistischen Sportorganisation
Das Sekretariat des Bundesvorstandes des DTSB der DDR faßte einen Beschluß „Zur Weiterentwicklung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR“
Der VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR hat den Spielleuten den Auftrag erteilt, als Agitatoren und Propagandisten der sozialistischen Körperkultur zu wirken. Das erfordert, die guten Leistungen und Ergebnisse der Spielleute in einer größeren Breite und höheren Qualität fortzusetzen.
- Die Spielleute stärken mit der Neubildung von Sektionen und Klangkörpern, der Gewinnung weiterer Mitglieder im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich, besonders bei den Spielmannszügen, den DTSB als Initiator, Mobilisator und Organisator von Körperkultur und Sport. Das Ziel besteht darin, bis 1985 17 700 Mitglieder zu aktiver und regelmäßiger sportlicher Betätigung als Spielleute zu vereinen.
- Die Bewahrung und Pflege der fortschrittlichen und humanistischen Traditionen im revolutionären Liedgut der Arbeiter-, Turn- und Sportbewegung ist zielstrebig weiterzuführen. Das Repertoire der Klangkörper ist breiter zu gestalten und die Entwicklung eines Teils des modernen sozialistischen Musikschaffens den gewachsenen kulturell-künstlerischen Bedürfnissen der Werktätigen und der Jugend entsprechend zu dokumentieren. Der Weg, den wir zum VI. Turn- und Sportfest beschritten haben, zur Schaffung von Titeln, die für alle Genres spielbar und von Klangkörpern unabhängig und zusammen gespielt werden können, ist zielstrebig und planmäßig fortzusetzen.
- Das erzieherische Wirken in den Sektionen und Klangkörpern ist weiter zu verstärken mit dem Ziel, das initiativreiche Streben der Spielleute nach höheren Leistungen im Beruf, in der Schule, beim Studium und im Sport zu fördern. Das politische Gespräch zur Politik der SED und den Grundfragen unserer Zeit ist differenziert und überzeugend zu führen. Das Auftreten der Spielleute zu allen Veranstaltungen und Wettkämpfen hat diszipliniert, in exakten Formationen und mit hoher Einsatzbereitschaft zu erfolgen. Alle Spielleute sind dafür zu gewinnen, jährlich die Bedingungen des Sportabzeichenprogramms der DDR „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat“ zu erfüllen.
- Mit dem Wettkampfprogramm, der Durchführung von Pokalwettkämpfen und der Teilnahme der Spielleute an den Kinder- und Jugendspartakiaden mit eigenem Wettkampf sind die Niveauunterschiede in der Beherrschung eines breiten Repertoires und der Interpretation der Titel schrittweise zu beseitigen. Die Wettkämpfe sind verstärkt anläßlich gesellschaftlicher und sportlicher Höhepunkte durchzuführen.
- Die Aus- und Weiterbildung
der Kampfrichter und
Übungsleiter aller drei Stufen
nach einem. einheitlichen Programm
ist weiter zu qualifizieren.
In der Stufe III sind jährlich
zehn und in der Stufe II 60
Übungsleiter auszubilden.
Jährlich ist ein Wochenlehrgang
zur Übungsleiter-Weiterbildung
durchzuführen. Die Ausbildung
der Übungsleiter der
Stufe I erfolgt auf Stützpunktbasis
unter Verantwortung der
BFA Spielleute und der Arbeitsgruppe
Aus- und Weiterbildung
der Zentralen Spielleutekommission.
An den Sportschulen des DTSB
sind pro Jahr insgesamt 40
Kampfrichter unter Verantwortung
der Zentralen Spielleutekommission
zu qualifizieren.
Sc N En
Zur weiteren Verbesserung der
musikalischen Leistungen der
Klangkörper aller Genres werden
fünf zentrale Übungsleitergruppen.
(mit je 20 Sportfreunden)
durch die Abteilung Propaganda/
Kultur beim DTSB-Bundesvorstand
berufen. =-Diese = Sport:
freunde nehmen an den zentra-
Jen Lagern der Spielleute teil.
In den Bezirken mit starker
Spielleutekonzentration sind
ebenfalls Übungsleitergruppen
zu bilden.
(6) Aus den besten Klangkörpern
der Spielleutebewegung
wird 1979 ein „Zentrales Spielleutemusikkorps
des DTSB der
DDR“ durch die Abteilung Propaganda/
Kultur in einer Stärke
bis zu 1000 Sportfreunden berufen.
Die Genres der Spielleute werden
in folgender Stärke festgelegt:
Spielmannszüge
Erwachsene 200
Spielmannszüge Nachwuchs 300
Spielmannszüge Mädchen 100
Fanfarenzüge 150
Schalmeienkapellen 150
Blasorchester 100
In den Bezirken mit der
größten Konzentration der
Spielleute werden unter Verantwortung
der DTSB-Bezirksvorstände
„Bezirksspielleutemusikkorps
des -DTSB.- der DDR"
schrittweise gebildet, die maximal
500 Sportfreunde umfassen
sollten.- Diese Entwicklung ist
mit den Leitungen zuständiger
Organe abzustimmen.
Zur Leitungstätigkeit
— Das Wirken. der Spielleute
ist durch die Vorstände und ihre
Fachausschüsse wirkungsvoll zu
unterstützen. Die Zusammenarbeit
mit den staatlichen Organen,
Einrichtungen der Kultur
und anderen gesellschaftlichen
Kräften ist weiter zu verbessern
mit dem Ziel, zur quantitativen
und qualitativen Entwicklung
der Spielleutebewegung beizutragen.
— Die Zentrale Spielleutekommission
(ZSK) unterstützt die
Spielleutebewegung politischideologisch
und fachlich. Die
BFA Spielleute werden durch
die Abteilung Propaganda/Kultur
fachlich angeleitet.
— Die Tätigkeit der Kommissionen
in den Genres S—Aelmannszüge
Erwachsene d
Nachwuchs, Fanfaren, Scualmeien
und Blasorchester ist
durch die Abteilung Propaganda/
Kultur und die Zentrale Spielleutekommission
so zu unterstützen,
daß die Entwicklung der
Genres planmäßig erfolgt und
die Erfahrungen der besten
Klangkörper zielstrebiger verallgemeinert
werden. Die Kommissionen
der Genres unterstützen
besonders die niveauvolle Gestaltung
des Wettkampfsystems
auf zentraler Ebene und das
Auftreten ihrer Kollektive zu g8€-
sellschaftlichen und sportlichen
Höhepunkten.
Zum sozialistischen Wettbewerb
Die guten Erfahrungen der
Grundorganisationen und Fachausschüsse
des DTSB‘ der DDR
zur Gestaltung des sozialistischen
Wettbewerbes und des Leistungsvergleiches
sind konsequenter
und schöpferischer in/ ‚%r
Spielleutebewegung anzu WE... A.
Durch die Vorstände und Leitungen
sind die Sektionen der
Spielleute im Territorium abrechenbar
in den Wettbewerb einzubeziehen.
Zur effektiven Nutzung und Erweiterung
der materiellen und
finanziellen Fonds
®@® Die den Sektionen der Spielleute
durch die Sportgemelnschaften,
Kreis- und Bezirksvorstände
des DTSB der DDR zur
Erfüllung ihrer Aufgaben zur
Verfügung stehenden materiellen
und finanziellen Fonds sind
effektiv zu nutzen.
Zur Erhöhung der Eigeneinnahmen
des DTSB ist durch die
Sektionen und BFA beizutragen.
Die Werterhaltung, Rekonstruktion
und der Neubau von
Sporteinrichtungen im Wettbewerb
„Schöner unsere Städte
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Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission im DTSB der DDR, Berlin — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck - Schaubek, Bereich Döbeln II-8-4
