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Der Tambour/Ausgabe 1979 02
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
| Februar 1979 | |
| Nummer: | 2/79 |
| Erschienen: | 02/1979 |
| Jahrgang: | 12 |
| Seiten: | 8 |
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| 2 | Auf uns Spielleute kann man sich fest verlassen |
| 4 | Die Bezirksmeisterschaften 1978 auf einen Blick |
| 6 | 37 neue Übungsleiter im Bezirk Magdeburg ausgebildet |
Spielleute machen nicht nur Musik
Die regelmäßige aktive sportliche Betätigung wird auch für die Spielleute mehr und mehr zum Bedürfnis. Viele Klangkörper trainieren für die Abnahme der Sportabzeichenbedingungen, wobei oft Silber und sogar Gold angepeilt werden. Wie dieses Training abwechslungsreich gestaltet werden kann, demonstrierten die Spielleute von Stahl Brandenburg. In der Sporthalle an der Gördenbrücke trafen sie sich zu einem Tischtennisturnier, das allen soviel Freude bereitete, daß es bald wiederholt werden soll. Und dies waren die Sieger: Erwachsene: 1. Jens Taubenest, 2. Rene Vofrey, 3. Uwe Glomm. Nachwuchs: 1. Angela Lübke, 2. Rolf Zabries, 3. Tim Stegemann.
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Auf uns Spielleute kann sich die Sportorganisation fest verlassen
Aus dem Referat von Rainer Eidenschink auf der Aktivtagung in Leipzig (Teil 2 und Schluß)
Die Kampfrichter haben uns im vergangenen Jahr Freude, aber hier und da auch Kummer bereitet. Freude deshalb, weil die fachgerechte Wertung die Vorbereitung des Wettkampfes und die gebotene Leistung real einschätzte und das exakte Ergebnis unnötige Dispute am Wettkampfort vermied. Sportfreunde wie Gerald Christ, Peter Ahlborn, Erwin Dietrich, Rolf Melle und der unermüdliche Hans Brückner sowie unsere bewährte Sportfreundin Helga Neuwirth seien hier stellvertretend für die einsatzbereiten und gut arbeitenden Kampfrichter genannt.
Die zitierten Mängel beginnen beim Kampfrichtereinsatz. Bei zentralen Wettkämpfen wie der DDR-Meisterschaft der Schalmeienkapellen und zu einigen Bezirksmeisterschaften fehlten Kampfrichter. So reisten zu den Bezirksmeisterschaften sieben Kampfrichter aus dem Bezirk Magdeburg, fünf aus Erfurt, vier aus Cottbus und je zwei aus Dresden, Halle, Frankfurt/Oder und Karl-Marx-Stadt und den Genres Schalmeienkapellen und Fanfarenzüge unentschuldigt nicht an. Kritikwürdig ist der unzureichende Ausbildungsstand an Kampfrichtern in den Bezirken Leipzig, Karl-Marx-Stadt, Rostock, Schwerin und Suhl sowie im Genres Schalmeienkapellen.
Uns ist in Auswertung des Wettkampfjahres 1978 die Aufgabe gestellt, die Qualität des Wirkens der über 300 Kampfrichter und deren langfristige Vorbereitung unbedingt zu verbessern. Die Kommission Kampfrichter hat zu sichern, daß namentliche Festlegungen der Hauptkampfrichter für das Jahr 1979 erfolgen und der ZSK gleichfalls ein Vorschlag zur Klasseneinteilung der Kampfrichter unterbreitet wird.
In diesem Zusammenhang gestattet einige kurze Bemerkungen zur Wettkampfordnung. In breiter Aussprache und kollektiver Arbeit wurde ein Dokument geschaffen, das für unsere Wettkampforganisation und -gestaltung von großer Bedeutung ist. Das Wettkampfjahr 1978 bewies, daß sich die neue WKO bewährte. Unbefriedigend und auch unverständlich ist die mangelhafte Kenntnis dieser Ordnung bei Aktiven, Kollektivleitern, Übungsleitern und auch Kampfrichtern. Es gibt sogar Sektionen, die noch nicht im Besitz der neuen Wettkampfordnung sind.
So ist es nicht weiter verwunderlich, daß der Hauptanteil der Strafpunkte aus Unkenntnis heraus entsteht. Dies führt zu vermeidbarer Hektik, Verärgerung und Disziplinlosigkeiten. Was wir erwarten, ist die konkrete Arbeit nach dem Reglement der neuen Wettkampfordnung. Zugleich möchten wir betonen, daß sie kein Dogma darstellt und etwa bedingungslos mit Paragraphen und Absätzen der WKO ge- und beurteilt wird. Hinweise und Vorschläge zur exakteren Fassung nehmen wir gern entgegen, wie wir ebenfalls die Realisierung der Wettkampfordnung mit erfahrenen Sportfreunden auswerten und zu neuen Festlegungen in der ZSK kommen müssen. Entscheidungen der Kampfgerichte bei der Vergabe von Strafpunkten sind gründlich zu prüfen. Sie müssen auf jeden Fall die Ausbildungs- und Erziehungsarbeit in den Klangkörpern unterstützen.
Vorbild beim Sport und am Arbeitsplatz
Anläßlich des 30. Jahrestages der Gründung der sozialistischen Sportorganisation betonte Genosse Erich Honecker, Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR, in seiner Ansprache, daß die Mitglieder des DTSB nicht allein beim Sport, sondern mit ihrer täglichen Arbeit und beim Lernen an der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft initiativreich mitwirken. Mitglieder unserer Kollektive wie die Sportfreunde Weise und Schobes helfen mit, wenn es gilt, die hohen Ziele der Kumpel des roten Mansfeldes zum 30. Jahrestag der DDR zu erfüllen und gezielt zu überbieten.
Der BFA-Vorsitzende des Bezirkes Suhl, Sportfreund Reinhard Schramm, sieht als junger Wissenschaftler an der TH Ilmenau gegenwärtig im guten Abschluß seiner Dissertation — für den wir besten Erfolg wünschen — seinen wichtigsten Beitrag im Jubiläumsjahr unseres sozialistischen Staates. Lutz Nagorski zählt zu den ausgezeichneten Pionierleitern der Hauptstadt Berlin. Lutz ist Initiator des Fanfarenzuges der SG Dynamo Nordwest, leitet als ausgebildeter Sportlehrer die Schulsportgemeinschaft und mit den Jung- und Thälmannpionieren arbeitet er an der Erfüllung des Schuljahresauftrages.
Sportfreund Rudi Penndorf hat an der Geschichte des DTSB mitgeschrieben, wie man im übertragenen Sinne sagt, und wurde für diese jahrelange und unermüdliche Tätigkeit mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze geehrt. Fleißige Lehrerin für Sport und Biologie ist Sportfreundin Elke Hillebrandt, die in Lagern der Nachwuchsspielmannszüge ständig die sportliche Betätigung und den Erwerb des Sportabzeichens organisiert.
Wenige Namen nur, die zu dieser Konferenz unseren Auftrag deutlich machen sollen, auch zukünftig politisch so zu wirken, daß unsere Mitglieder aktiv am sozialistischen Aufbau und dem Schutz der Errungenschaften beteiligt sind. Kollektive wie der Fanfarenzug der SG Dynamo Potsdam-Stadt, der Spielmannszug von Aufbau Elbe Magdeburg oder der Nachwuchs-Spielmannszug von PCK Schwedt nutzen ihre Übungsstunden und Zusammenkünfte, um zu politischen Grundfragen und aktuellen Problemen Stellung zu nehmen, Schlußfolgerungen für das Kollektiv und jeden einzelnen Sportfreund zu ziehen.
Insgesamt jedoch reichen die Aktivitäten in der politisch-ideologischen Arbeit nicht aus, überzeugend den revolutionären Charakter unserer Zeit zu erläutern und das Verständnis aller Mitglieder für die Dialektik dieses Kampfes zu wecken.
Solche Probleme, wie
- der Kampf der sozialistischen Länder um die Sicherung des Friedens und das Vorantreiben des Entspannungsprozesses
- die zunehmende Schärfe der Klassenauseinandersetzung zwischen beiden Weltsystemen
- die ständig zunehmenden Anforderungen an die Erfüllung der volkswirtschaftlichen Ziele
- was heißt für uns „Solidarität jetzt erst recht“
- Traditionen, Ergebnisse und Aufgaben des Sports in der DDR sollten in allen Sektionen und Klangkörpern diskutiert und überzeugend geklärt werden.
(Fortsetzung auf Seite 3)
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(Fortsetzung von Seite 2)
Verstärkt sind Fragen der Einsatzbereitschaft, der Ordnung und Disziplin in die Gespräche einzubeziehen. Übertriebener Alkoholgenuß einiger Sportfreunde, Ruhestörungen in Massenquartieren, aber auch ungenügende Pflege und Wartung der Instrumente und Kleidung schaden unserem und dem Ansehen der gesamten Sportorganisation.
Kritische Atmosphäre erschließt Reserven
Was wir erwarten, ist eine kritische und schöpferische Atmosphäre in allen Kollektiven, die Vorbildwirkung der Mitglieder unserer Partei, die Arbeit mit dem FDJ- und Pionieraktiv und natürlich ein reges geistig-kulturelles Leben. Die Sektionsleitungen tragen hier eine große Verantwortung und müssen diese in jedem Falle wahrnehmen. Die ZSK wird mit ihnen jährlich einmal Erfahrungen und Ergebnisse der Bildungs- und Erziehungsarbeit auswerten. In einigen Bezirken wurden am Jahresende Anleitungen und Erfahrungsaustausche mit Hilfe der Bezirks- und Kreisvorstände durchgeführt.
Zu unserem Vorhaben in der „Sportstafette DDR 30“ zählt das jährliche Erfüllen der Bedingungen für das Sportabzeichen, gehören sportliche Übungen und Wettkämpfe. Wir wissen, daß die Erhöhung des physischen Leistungsvermögens und die damit verbundene medizinische Betreuung von großer Bedeutung ist. Marschieren, langes Stehen, zeitaufwendige Auftritte erfordern nun einmal gute körperliche Voraussetzungen. In Trainingslagern und Übungsstunden müssen diese mehr als bisher erworben werden.
Die sportärztliche Betreuung in zentralen Trainingslagern ist durch die Unterstützung des Sportmedizinischen Dienstes Berlin gewährleistet. Dem Sportfreund Dr. Levin, der uns seit Jahren mit ausgezeichneter Arbeit zur Verfügung steht, sei an dieser Stelle besonders herzlich gedankt. In den Territorien sollten gleichfalls Kontakte geschaffen bzw. ausgebaut werden, die eine sportärztliche Betreuung unterstützen.
Auszeichnungen für die Besten im Wettbewerb
Mit dem sozialistischen Wettbewerb wollen wir erreichen, daß alle unsere Mitglieder abrechenbare Aufgaben zur Erfüllung der gestellten Ziele übernehmen. Wir haben festgelegt, den Kampf um die Auszeichnung der Titel „Vorbildlicher BFA“ und „Vorbildliche Sektion Spielleute des DTSB der DDR“ zu führen und verleihen dazu Urkunden, Wimpel und Plaketten. Die Kriterien sind erarbeitet, erfahrenen Sportfreunden zur Diskussion übermittelt und sollen im Bundesvorstand des DTSB bestätigt werden. Solche Bezirksfachausschüsse wie Erfurt, Dresden, Cottbus, Magdeburg, Potsdam und Karl-Marx-Stadt konnten den Wettbewerb weiter verbreitern und führen nach Abschluß der jeweiligen Etappen Rechenschaftslegungen durch mit Ehrung der besten Kollektive. In der Weiterführung muß es uns gelingen, daß alle Sektionen den Jahresportplan und die Wettbewerbsverpflichtungen erfüllen und überbieten.
In der Führungsarbeit der Spielleutebewegung bewähren sich die Fachausschüsse in den Bezirken und Kreisen, die Fachkommissionen der Genres und für Technik sowie die Arbeitsgruppen Aus- und Weiterbildung, Kampfrichter, Einstufung und Wettkämpfe. Die Mehrheit der Bezirksfachausschüsse wie jene in Halle, Dresden, Erfurt, Cottbus, Karl-Marx-Stadt, Potsdam, Frankfurt/Oder und Magdeburg arbeitet kontinuierlich auf der Grundlage eines konkreten Arbeits- und Terminplanes, faßt kollektive Beschlüsse, fertigt Protokolle ihrer Tagungen. Stärker wird den Sektionen geholfen, richtige Aufgaben aus den Beschlüssen abzuleiten. Die Bezirksvorstände unterstützen diese Arbeit zielstrebig. Gut arbeitende Kreisfachausschüsse gibt es beispielsweise in Brandenburg, Mühlhausen und Greiz. Die Hilfe der Kreisvorstände gegenüber den KFA und Sektionen ist jedoch nicht ausreichend.
Regelmäßig und zielstrebig arbeiten die Kommissionen Spielmannszüge Nachwuchs und Technik unter der Leitung des Sportfreundes Rolf Lorenz, die Kommission Mädchenspielmannszüge unter der Leitung von Sportfreundin Helga Neuwirth sowie die Arbeitsgruppen Kampfrichter, Einstufung und Wettkämpfen mit den Sportfreunden Mario Bielig, Gerhard Müller und Dieter Weise als Leiter.
Unregelmäßig gestaltete sich das kollektive Wirken der Kommission Fanfarenzüge, wobei es am Fleiß des Vorsitzenden, Sportfreund Leo Ertel, keinesfalls mangelt. Unzufrieden sind wir mit dem derzeitigen Wirken der Kommission Schalmeien, obwohl auch hier an der Bereitschaft und Fähigkeit vieler Mitglieder keine Abstriche gemacht werden können.
Die Leitung des Zentralen Blasorchesters übernahm Sportfreund Bodo Clauß. Es zeichnet sich bisher eine gute Arbeit und Mitwirkung der Blasorchester ab.
Effektive Nutzung der finanziellen Fonds
Wesentlicher Bestandteil unserer Führungsarbeit ist die effektive und sparsame Nutzung der uns zur Verfügung stehenden finanziellen und materiellen Fonds. Wir haben mit den geplanten Eigeneinnahmen, einem durchschnittlichen Spendenaufkommen pro Mitglied von fünf Mark und einer regelmäßigen und vollständigen Beitragskassierung zur Eigenfinanzierung der Sportarbeit in den Grundorganisationen beizutragen. Die Finanzarbeit ist auf der Grundlage der Finanzrichtlinien des DTSB abzuwickeln. Im Wettbewerb sollten alle VMI-Leistungen und die Pflege- und Reparaturstunden an Kleidung, Instrumenten und technischen Ausrüstungen unbedingt und exakt abgerechnet werden.
Das Sekretariat hat den Stand der technischen Ausrüstung, der Kleidungsbereitstellung und Versorgung mit Instrumenten eingeschätzt. Es sind durch die verantwortlichen Abteilungen des Bundesvorstandes vertragliche Regelungen und Festlegungen getroffen worden, die unter Beachtung aller objektiven Umstände Veränderungen herbeiführen, die teilweise schon 1979 realisiert werden. Nützlich für den verbesserten Klang und die Haltbarkeit der Instrumente sowie der Erarbeitung einer Broschüre als Pflegeanleitung war ein Gespräch im VEB Blechblas- und Signalinstrumentenfabrik Markneukirchen.
Die Aufgaben für unsere Tätigkeit sind mit dem weit in die 80er Jahre reichenden Beschluß gestellt. Mit dem Blick auf den 30. Jahrestag der Gründung unserer Republik gehen wir mit schöpferischem Elan und Optimismus an die weitere Realisierung der Beschlüsse des VI. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR. Dazu wünsche ich uns allen viel Erfolg.
