Der Tambour/Ausgabe 1974 08
6. Jahrgang, Ausgabe August 1974
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Auswertung mit klarem Blick nach vorn
- BFA-Vorsitzende werteten ihre Wettkämpfe aus
- Insgesamt eine positive Bilanz zu verzeichnen
- Meisterschaften für 1975 schon jetzt festgelegt
- Hohe Verantwortung in der Aus- und Weiterbildung
Turnusgemäß trafen sich die Vorsitzenden der BFA Spielleute Anfang Juli in Berlin zu ihrer Beratung. Im Mittelpunkt der Aussprache stand die Auswertung der Bezirksmeisterschaften 1974 und die Schlußfolgerungen für die Wettkämpfe des kommenden Jahres.
Damit im Zusammenhang wurde nochmals eingehend auf die Verantwortung der BFA für die Aus- und Weiterbildung der Übungsleiter sowie Kampfrichter verwiesen.
Insgesamt können die Ergebnisse der Bezirksmeisterschaften 1974 auf allen Gebieten erfolgreich eingeschätzt werden. Die Organisation aller Wettkämpfe zeigte sehr deutlich, welche BFA in ihrer Tätigkeit bereits zu guten Kollektiven gewachsen sind. Herausragende Beispiele wurden aus Hettstedt (Bezirk Halle) und Lübbenau (Bezirk Cottbus) bekannt, während Berlin erneut nicht überzeugen konnte.
Erfreulich ist die Tatsache, daß insgesamt 26 Kollektive mehr an den Titelkämpfen teilnahmen als 1974. Dabei steht der Nachwuchs mit 14 an der Spitze der Spielmannszüge, während bei den Schalmeien ein Rückgang zu verzeichnen ist.
Die künstlerischen Leistungen waren recht unterschiedlich, doch deuten sich auch auf diesem Gebiet Verbesserungen an.
Völlig unbefriedigend war die Seite des Kampfrichterwesens in fast allen Bezirken. Mit Ausnahme von Frankfurt (Oder) und Leipzig/Karl-Marx-Stadt war keine einzige Meisterschaft mit einem akzeptablen (angesetzten und objektiven) Kampfgericht besetzt.
Das hat seine Ursachen in vielerlei Dingen und wird deshalb in der Zentralen Spielleutekommission eine besondere Rolle bei der Auswertung der BM 1974 und Vorbereitung für 1975 spielen. Konkrete Vorstellungen dazu wurden den BFA-Vorsitzenden erläutert und fanden Zustimmung.
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Signalhörner für LK II und LK III
Die Kollektive der LK II und III der Erwachsenenspielmannszüge können ab sofort Bestellungen für Signalhörner und Horntaschen an den DTSB-Bundesvorstand, Sektor Spielleute, 1055 Berlin, Storkower Straße 118, richten. 1975 haben diese Kollektive einen Hornmarsch im Pflichtprogramm, wie bereits 1973 angekündigt wurde.
„DDR-Meister 1974“

wurde nach spannendem Wettkampf vor etwa 3000 Zuschauern im „Stadion 20. Jahrestag“ zu Weißwasser der Nachwuchsspielmannszug der SPIELGEMEINSCHAFT PERLEBERG/PRITZWALK vor der BSG Medizin Mühlhausen und der TSG Lübbenau.
Die Meisterschaften bildeten den Höhepunkt und Abschluß des diesjährigen Trainingslagers des „Zentralen Nachwuchsspielmannszuges des DTSB der DDR“ im Bezirk Cottbus.
Nun gilt es in den Nachwuchskollektiven alle Vorbereitungen für die Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1975 in Berlin zu treffen, wo auch der Titelkampf unserer Jüngsten stattfinden wird.
Letzte Meldung
AKTIVE WETTKAMPFBETÄTIGUNG
wird uns aus dem Bezirk Frankfurt (Oder) gemeldet.
Anläßlich des „Tages der Bauarbeiter“ fand ein Pokalkampf der Spielmannszüge statt, den die Erwachsenen der BSG Motor Oderberg vor den Sportfreunden der SG Hohenwutzen und der BSG Tiefbau Frankfurt (Oder) gewannen. Beim Nachwuchs hieß die Reihenfolge BSG Tiefbau Frankfurt (Oder), BSG Turbine Eberswalde (Mädchenspielmannszug) und BSG Stahl Eisenhüttenstadt.
Die Frankfurter errangen den Pokal zum dritten Mal und sind damit ständiger Besitzer geworden.
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Kommission Fanfaren auf 77er Kurs
In der Zeit vom 17. {LOCH} führte die Kommission Fanfaren einen Übungsleiterlehrgang durch, um in Vorbereitung des VI. Turn- und Sportfestes in der DDR 1977 in Leipzig den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden.
Der Lehrgang, der in erster Linie für die Allgemeine Klasse vorgesehen war, mußte aufgrund von Absagen der Kollektive dieser Klasse kurzfristig zur Hälfte (9 Sportfreunde) von Kollektiven der Leistungsklasse besetzt werden.
Ziel des Lehrgangs war es, die Sportfreunde der Allgemeinen Klasse in theoretischer wie praktischer Beziehung so auszurüsten, daß der große Unterschied zwischen der Leistungs- und der Allgemeinen Klasse schrittweise abgebaut werden kann.
Aufgrund der Tatsache, daß die Sportfreunde der Allgemeinen Klasse die Stufe I besaßen, war die Grundlage eines erfolgreichen Abschneidens theoretisch gegeben. Doch schon nach den ersten Unterrichtsstunden in praktischer und theoretischer Hinsicht wurden eklatante Unterschiede deutlich und die ungenügende Qualität der {LOCH}{wahrscheinlich: Übungsleiterlehrgänge in den} Bezirken {LOCH}{wahrscheinlich: mit geringer Unterrichts-} stundenzahl und hohes Niveau des Lehrganges auf der einen Seite paarte sich mit mangelnder praktischer Erfahrung und trotz Stufe I fast keinen Notenkenntnissen.
Die Ergebnisse auf der praktischen sowie thoretischen Seite machten deutlich auf Versäumnisse der Kommission Fanfaren seit 1969 aufmerksam und setzt schlußfolgernd Schwerpunkte der weiteren Arbeit.
Mit den Sportfreunden Simon und Domröse aus Potsdam und dem Sportfreund Bohn aus Hennigsdorf kamen die mit Abstand besten Schüler des Lehrganges aus Kollektiven der Leistungsklasse. Eine Tatsache, die sich seit 1970 in jedem Lehrgang abzeichnet.
Sportfreunde aus Greiz und Teichwolframsdorf, die ihre Stufe I für die Teilnahme am Lehrgang im Bezirk bekamen, erwarben in Halberstadt eine echte, auf hohem Niveau stehende Stufe I.
Nicht diesen Sportfreunden sollte man den Vorwurf machen wegen des Nichtbestehens der Stufe II, sondern den verantwortlichen Funktionären in den betreffenden Bezirken, die Lehrgänge durchführen, die nicht die Gewähr einer erfolgreichen Qualifizierung für die Sportfreunde der Fanfaren bieten.
Hier, so meine ich, ist der erste Ansatzpunkt der Kommission Fanfaren für die weitere Tätigkeit in der engen Zusammenarbeit mit den BFA, um die Lehrgänge in den Bezirken zu echten Prüfsteinen der Qualifizierung der Sportfreunde werden zu lassen.
Mit der Teilnahme am VI. Turn- und Sportfest der DDR in Leipzig ist den Spielleuten eine hohe und verantwortungsvolle Aufgabe übertragen worden.
Mit dem Lehrgang in Halberstadt machte die Kommission Fanfaren den Anfang, eigene Versäumnisse mühselig nachzuholen.
Leo Ertel, Lehrgangsleiter
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Auswertung mit klarem Blick nach vorn

Als weitere Verbesserung für das nächste Jahr wird die Tatsache betrachtet, daß alle BFA eine Musterausschreibung erhielten, nach der sie ihre Ausschreibung anfertigen. Bis 15. Januar 1975 sollen die Materialien im Besitz aller Kollektive sein, damit eine ordnungsgemäße Vorbereitung garantiert wird.

Die Beratung verlief in einer herzlichen Atmosphäre und es bleibt erneut zu bedauern, daß die Vertreter der BFA POTSDAM und ROSTOCK unentschuldigt fehlten.
In der Aus- und Weiterbildung für Übungsleiter sowie Kampfrichter steht vor den BFA die Hauptaufgabe, Übungsleiter aller Genres bis zur Stufe II nach der neuen Ordnung aus- und weiterzubilden.
Im Bereich der Kampfrichter sind geeignete Sportfreunde für die Tätigkeit auf Bezirksebene auszubilden und bereits 1975 einzusetzen.
Übereinstimmend wurden von den BFA-Vorsitzenden in einer ersten Vorabstimmung mit der Kommission Kampfrichter folgende Termine für die Bezirksmeisterschaften 1975 festgelegt, die am 6. September 1974 von der ZSK bestätigt werden und dann für alle Bezirke verbindlich sind:
| BERLIN | noch offen |
| COTTBUS | 31. 5./1. 6. |
| DRESDEN | 24. 5./25. 5. |
| ERFURT | 1. 6. |
| GERA | 10. 5. |
| HALLE | 11. 5. |
| KARL-MARX-STADT | 31. 5./1. 6. |
| LEIPZIG | 31. 5./1. 6. |
| MAGDEBURG | 22. 6. |
| POTSDAM | 22. 6. |
| ROSTOCK | 17. 5. |
| SCHWERIN | 17. 5. |
| SUHL | 24. 5./25. 5. |
| FRANKFURT (Oder) | noch offen |
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Gehörtes und Erlebtes täglich neu anwenden
Überall nimmt die Auswertung des V. Turn- und Sporttages einen breiten Raum in der Tätigkeit der Leitungen und Kollektive unserer sozialistischen Sportorganisation ein.
Wir wollen heute weitere Delegierte aus der Spielleutebewegung an dieser Stelle zu Wort kommen lassen — ihre Eindrücke und erste Gedanken zur künftigen Arbeit vermitteln.

Sportfreund
GERHARD STEINERT,
BFA-Vorsitzender, Leipzig
Stärker als bisher Einfluß nehmen
„In meiner langjährigen Tätigkeit als Spielmann und Funktionär der Spielleutebewegung des DTSB der DDR hatte ich erstmals die Möglichkeit, als Delegierter an einem Turn- und Sporttag teilzunehmen.
Es war für mich ein stolzes Gefühl, als Vertreter der Spielleute im Konferenzsaal neben alten bewährten Funktionären unserer Sportorganisation, ehemaligen und jetzigen Leistungssportlern mit zu entscheiden über die weitere Entwicklung von Körperkultur und Sport in unserem Lande.
Beeindruckt war ich von der großen Bereitschaft aller Delegierten und Gäste, sich einzusetzen für die weitere allseitige Entwicklung der sozialistischen Sportorganisation der DDR.
Erfreut war ich auch über die erneute Wertschätzung des DTSB der DDR, wie sie im Diskussionsbeitrag des Mitglieds des Politbüros und Sekretärs des ZK der SED, Genossen Paul Verner, in der Grußadresse des ZK der SED sowie durch die Vertreter der Regierung unserer Republik vorgenommen wurde.
Wir haben im Bezirk Leipzig im BFA Spielleute mit allen Sektionsleitern eine erste Auswertung des Sporttages vorgenommen und Schlußfolgerungen für die künftige Arbeit gezogen.
Uns geht es in erster Linie darum, stärker als bisher Einfluß darauf zu nehmen, daß die politisch-ideologische Arbeit in den Sektionen verstärkt durchgeführt wird, um Klarheit in allen Köpfen unserer Spielleute zu schaffen, daß sich die Spielleutebewegung im Bereich von Körperkultur und Sport nur dann entwickeln kann, wenn sich die Volkswirtschaft kontinuierlich entwickelt. Das erfordert hohe Leistungen am Arbeitsplatz von jedem einzelnen.
Eine wichtige Seite der Erziehungsarbeit sehen wir darin, die Spielleute vor allen Einsätzen, gleich welcher Art, mit dem Inhalt und den Zielen der Veranstaltung vertraut zu machen. Dazu gehört auch der Einfluß auf die Disziplin vor, während und nach den Auftritten. Denn nicht selten ist zu verzeichnen, daß die Spielleute gerade durch ihre auffällige Kleidung auch außerhalb der Veranstaltungen im Blickpunkt der Bevölkerung stehen.
In unserem Bezirk kommt es vor allem auf eine Steigerung des Leistungsniveaus aller Genres an, die wir durch gut vorbereitete Bezirksübungsstunden erreichen wollen. Aber auch Auftritte im verstärkten Maß bei politischen sowie sportlich-kulturellen Ereignissen sollen mit dazu beitragen.
Für unsere Nachwuchskollektive suchen wir nach weiteren Einsatzmöglichkeiten, vor allem in Form von Wettkämpfen. Damit werden mehr Gelegenheiten zum Vergleich des Leistungsniveaus und der Ansporn für ein weiteres eifriges Üben geschaffen.
Der BFA Spielleute in Leipzig arbeitet auf der Grundlage des demokratischen Zentralismus und setzt sich zu jeder Zeit für die Durchsetzung der Beschlüsse der übergeordneten Leitungen ein.
So sind wir z. B. auch bestrebt, die Wettkampfordnung der Spielleute in allen Teilen durchzusetzen.
Wir kennen jedoch die zur Zeit vorhandenen Engpässe in bezug auf Ausrüstung und Bekleidung. Deshalb müßte es Aufgabe des zentralen Bereiches sein, diese Mängel schnellstens zu beseitigen. Das heißt, gleichzeitig die Forderungen des V. Turn- und Sporttages zu erfüllen.“
Sportfreund
SIEGMAR HARTIG,
BSG Stahl Hennigsdorf
Nicht nur die besten Kollektive sehen
Im Rechenschaftsbericht des Genossen Manfred Ewald und in den zahlreichen Diskussionsbeiträgen fand ich eine Fülle von Anregungen und Hinweisen für die kommende Arbeit innerhalb der Spielleutebewegung des DTSB der DDR.
Ich möchte davon ausgehen, daß wir gegenwärtig als nächste Hauptaufgabe die Mitgestaltung des VI. Turn- und Sportfestes der DDR 1977 in Leipzig betrachten. Diesem Ziel ordnet sich die Arbeit in allen Bereichen unter. Leitmotiv sind dabei die Maßnahmen und Aufgabenstellungen, wie sie im Perspektivplan der Spielleute bis 1978 fixiert wurden.
Für den Bereich Fanfaren gibt es schon jetzt klare Forderungen, die nur erfüllt werden können, wenn noch vorhandene Mißstände schnellstens verschwinden.
Wir müssen in den nächsten Monaten mehr denn je die Verbindung zu jenen Kollektiven suchen und herstellen, die nicht zu den Besten gehören, aber echte Reserven in sich tragen, die ihnen den Weg zur Spitze erleichtern würden, wenn sie freigelegt werden.
Über sinnvolle Übungsstunden, Lehrgänge und zentrale Ausbildungsformen sind diese Kollektive auf die Wettkämpfe vorzubereiten, um dort ihren Leistungsanstieg unter Beweis zu stellen.
Sicher wird uns die Bildung von zwei Leistungsklassen ab 1975 dabei helfen, doch von allein wird nichts — hier muß die Kommission Fanfaren in Verbindung mit der BFA, KFA und den Sektionen die Fäden straff in der Hand halten.
Natürlich ist auch dem weiteren Heranbilden des Nachwuchses großes Augenmerk zu schenken. Hier gibt es gute Beispiele und Erfolge, die als Anregung verstanden werden sollten.
Wenn wir diese beiden Aspekte, sicher nicht die einzigen, aber im Moment die wichtigsten, beachten und die Veranstaltungen nicht nur organisatorisch, sondern auch künstlerisch zu Höhepunkten gestalten, kommen wir ganz sicher ein deutliches Stück nach vorn und leisten unseren Beitrag zur Verwirklichung der Beschlüsse des Turn- und Sporttages.“
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Meistertitel ging diesmal in den Norden der Republik
- Starkes Leistungsgefälle
- Wertvoller Aufschluß für 1977
Nach tagelangem Regen gab es endlich Sonnenschein, als sich die besten Nachwuchsspielmannszüge des DTSB der DDR im „Stadion 20. Jahrestag“ zu Weißwasser zur diesjährigen „DDR-Meisterschaft“ trafen.

Etwa 3000 Zuschauer wurden Zeuge, daß die Umprofilierung in einer Reihe von Kollektiven, die nach den X. Weltfestspielen erforderlich war, mit gutem Erfolg vorgenommen werden konnte.
Wenn auch das künstlerische Niveau zum Vorjahr keine sichtbare Steigerung brachte, so zeigten die Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 14 Jahren doch recht beachtliche Leistungen.
Eine hervorragende Organisation durch die Kommission Nachwuchs unter Leitung des Sportfreundes Lorenz, in engster Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Institutionen des Kreises und der Stadt Weißwasser, bildete günstige Voraussetzungen für den erfolgreichen Verlauf der Meisterschaft, die vom Kollektiv der BSG Fortschritt Bischofswerda eingeleitet und den Freunden aus Hasselfelde abgeschlossen wurde.
Recht unterschiedlich waren die einzelnen „Voraussagen“ über den möglichen Ausgang des Wettkampfes und viele Züge wurden auf den Medaillenplätzen genannt.
Der Titelverteidiger, die BSG Medizin Mühlhausen, trat mit einem recht jungen Kollektiv an (von dem ebenso wie von dem Ascherslebener Nachwuchs in den kommenden Jahren einiges zu erwarten sein kann) und galt deshalb nicht als absoluter Favorit.
Die Mehrzahl der Stimmen vereinte sich auf den schon „erfahrenen“ Spielmannszug der SG Perleberg/Pritzwalk, aber auch den Ascherslebener und Lübbenauer Kindern wurden berechtigte Chancen eingeräumt.
Es gab deshalb spannende Stunden, nicht nur bei den Aktiven, sondern vor allem bei den Übungsleitern, Betreuern und Funktionären, bis der Sieger feststand.

Der während der Eröffnungsfeierlichkeit ausgeloste Pflichtmarsch „Schwarze Amsel“ bereitete keinem der gestarteten Züge besondere Schwierigkeiten und so mußte der Kürvortrag das Zünglein an der Waage sein.
Die Mädchen und Jungen aus Lübbenau waren mit „Laridah“ erfolgreich und erspielten sich den dritten Platz.
Die ins Ohr gehenden „Goldenen Trompeten“ des Mühlhauser Nachwuchses waren Silber wert, während die Perleberger und Pritzwalker mit „Folies Beregere“ zu Meisterehren kamen.
Damit hatten sich, ohne die Vorträge und individuellen Leistungen der anderen Kollektive abzuwerten, die besten Nachwuchsspielmannszüge des DTSB der DDR durchgesetzt und Medaillen erkämpft.
Der Meistertitel wechselte in diesem Jahr vom Thüringer Wald in den Norden unserer Republik, wo man alles tun wird, ihn 1975 in Berlin erfolgreich zu verteidigen.
Ergebnisspiegel
| 1. | SG Perleberg/Pritzwalk | 48,00 Pkt. |
| 2. | BSG Medizin Mühlhausen | 47,70 Pkt. |
| 3. | TSG Lübbenau | 46,25 Pkt. |
| 4. | BSG Traktor Zabeltitz | 46,05 Pkt. |
| 5. | BSG Baukema Aschersl. | 45,80 Pkt. |
| 6. | BSG Fortschr. Bischofsw. | 44,35 Pkt. |
| 7. | SG Oberlichtenau | 43,05 Pkt. |
| 8. | BSG Traktor Hasselfelde | 42,65 Pkt. |
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Bezirksmeisterschaften 1974 im Ergebnisspiegel
| BEZIRK POTSDAM | ||
|---|---|---|
| Spielmannszüge/Erwachsene | ||
| 1. | BSG Stahl Brandenburg (Bezirksmeister) |
50.10 Pkt. |
| 2. | SG Mittenwalde | 46.20 Pkt. |
| 3. | SG Turbine Golzow | 40.85 Pkt. |
| 4. | BSG KFL Zossen | 37,10 Pkt. |
| Außer Konkurrenz | ||
| 1. | BSG Aufbau Brandenburg (Pokalsieger) |
51.25 Pkt. |
| 2. | BSG Einheit Pritzerbe | 44.45 Pkt. |
| 3. | BSG Motor Treuenbrietzen | 43.25 Pkt. |
| Spielmannszüge/Nachwuchs | ||
| 1. | BSG Stahl Brandenburg II (Bezirksmeister) |
39.05 Pkt. |
| 2. | BSG Aufbau Brandenburg | 37.65 Pkt. |
| 3. | SG Turbine Golzow | 35.75 Pkt. |
| 4. | BSG Einheit Pritzerbe | 31.70 Pkt. |
| SG Wilhelmshorst | disqual. | |
| Außer Konkurrenz | ||
| 1. | BSG Stahl Brandenburg I (Pokalsieger) |
46.45 Pkt. |
| 2. | BSG Motor Treuenbrietzen | 30.20 Pkt. |
| Schalmeienkapellen | ||
| BSG Motor Rathenow (Bezirksmeister) |
42.35 Pkt. | |
| Außer Konkurrenz | ||
| BSG Lok Brandenburg | 47.05 Pkt. | |
| Fanfarenzüge | ||
| SG Dyn. Königswusterhausen (Bezirksmeister) |
26.90 Pkt. | |
| Außer Konkurrenz | ||
| 1. | SG Dynamo Potsdam (Pokalsieger) |
47.80 Pkt. |
| 2. | BSG Stahl Hennigsdorf | 32,85 Pkt. |
| BEZIRK NEUBRANDENBURG | ||
|---|---|---|
| Schalmeien | ||
| SG Dynamo Malchin (Bezirksmeister) |
40.55 Pkt. | |
| BEZIRK DRESDEN | ||
|---|---|---|
| Spielmannszüge/Erwachsene | ||
| 1. | BSG Robotron Radeberg (Bezirksmeister) |
47,00 Pkt. |
| 2. | SG Lommatzsch | 45.55 Pkt. |
| 3. | BSG Fortschritt Bischofswerda | 43.85 Pkt. |
| 4. | BSG Traktor Canitz | 42.85 Pkt. |
| 5. | SG Großdrebnitz | 34.70 Pkt. |
| Außer Konkurrenz | ||
| 1. | BSG Traktor Zabeltitz (Pokalsieger) |
53.20 Pkt. |
| 2. | SG Oberlichtenau | 50.95 Pkt. |
| Spielmannszüge/Nachwuchs | ||
| BSG Robotron Radeberg (Bezirksmeister) |
44,75 Pkt. | |
| Außer Konkurrenz | ||
| 1. | SG Kleinröhrsdorf (Pokalsieger) |
48.60 Pkt. |
| 2. | BSG Traktor Zabeltitz | 45.55 Pkt. |
| 3. | BSG Fortschritt Bischofswerda | 45.45 Pkt. |
| 4. | SG Oberlichtenau | 43,25 Pkt. |
| 5. | SG Großdrebnitz | 36.60 Pkt. |
| Spielmannszüge/Mädchen | ||
| BSG Stahl Freital | 42.85 Pkt. | |
| BEZIRK LEIPZIG | ||
|---|---|---|
| Spielmannszüge/Erwachsene | ||
| 1. | BSG Einheit Mutzschen (Bezirksmeister) |
44.25 Pkt. |
| 2. | BSG LVB Leipzig | 44.00 Pkt. |
| 3. | BSG Einheit Oschatz | 39.40 Pkt. |
| 4. | BSG Fortschritt Groitzsch | 37.45 Pkt. |
| 5. | BSG Traktor Lumpzig | 34.35 Pkt. |
| 6. | BSG Traktor Belgern | 33.35 Pkt. |
| 7. | BSG Traktor Süptitz | 33.10 Pkt. |
| 8. | BSG Motor Schmölln | 27.50 Pkt. |
| Außer Konkurrenz | ||
| 1. | TSG Traktor Taucha (Pokalsieger) |
42.85 Pkt. |
| 2. | BSG Einheit Wurzen | 40.60 Pkt. |
| Spielmannszüge/Nachwuchs | ||
| 1. | BSG Empor Ragewitz/Dürrweitzschen (Bezirksmeister) |
39.60 Pkt. |
| 2. | BSG Einheit Wurzen | 32.55 Pkt. |
| 3. | TSG Traktor Taucha | 28.50 Pkt. |
| 4. | BSG Einheit Mutzschen | 27.65 Pkt. |
| BSG Motor Altenburg | disqual. | |
| Schalmeien | ||
| SG Traktor Großpösna (Bezirksmeister) |
41.45 Pkt. | |
| Außer Konkurrenz | ||
| SG Traktor Zinna-Welsau (Pokalsieger) |
50.45 Pkt. | |
| Fanfaren | ||
| BSG Einheit Pädagogik NO Leipzig (Pokalsieger) |
50.70 Pkt. | |
| BEZIRK KARL-MARX-STADT | ||
|---|---|---|
| Spielmannszüge/Erwachsene | ||
| 1. | BSG Sachsenring Zwickau (Bezirksmeister) |
42.20 Pkt. |
| 2. | BSG Marbach-Schellenberg | 41.05 Pkt. |
| 3. | BSG Motor Lengefeld | 38.05 Pkt. |
| 4. | BSG Fortschritt Oelsnitz | 25.30 Pkt. |
| Schalmeien | ||
| BSG Traktor Naundorf (Bezirksmeister) |
45.45 Pkt. | |
| Außer Konkurrenz | ||
| BSG Empor Plauen (Pokalsieger) |
50.25 Pkt. | |
BFA-Vorsitzende über ihre Bezirkswettkämpfe
- Fakten
- Hinweise
- Meinungen
BEZIRK DRESDEN
Sportfreund
Gottfried Hesse
Erfreulicher Aufschwung in allen Bereichen
„Geht man bei einer Nachbetrachtung nur von statistischen Werten aus, dann können wir erfreut feststellen, daß in diesem Jahr 3 Kollektive, dazu noch aus dem Nachwuchsbereich, mehr an der Bezirksmeisterschaft teilnahmen als im Vorjahr. Das verdeutlicht die erfolgreiche Tätigkeit der Sektionen auf diesem Gebiet und läßt uns optimistisch in die Perspektive blicken.
Doch nicht nur diese Seite kann positiv bewertet werden. Auch das gebotene künstlerische Niveau spiegelte einen Anstieg wider, der vor allem den Kollektiven der Erwachsenen von Zabeltitz und Oberlichtenau, aber auch dem Nachwuchs von Kleinröhrsdorf bescheinigt werden muß. Zu nennen wäre auch der Erstauftritt der Jugendlichen von Bischofswerda, die als ehemaliger Nachwuchs nun bei den „Großen“ starteten und gleich Platz 3 erreichten.
Unverständlich ist dem BFA gegenwärtig noch das Nichtantreten der Mädchenkollektive der BSG Verkehrsbetriebe und der BSG Meßelektronik Dresden.
Unsere Hauptaufgabe sehen wir jetzt in der weiteren Zusammenarbeit mit den einzelnen Sektionen, um 1975 zu erreichen, daß in Freital anläßlich der Bezirksmeisterschaften die Anzahl der startenden Kollektive erhöht wird.
Negativ muß die Frage der Kampfrichter eingeschätzt werden. Denn zwei Tage vor dem Wettkampf erreichten uns vier Absagen und ein Sportfreund blieb jede Antwort schuldig. Das sollte unbedingt im Kreis der Verantwortlichen kritisch ausgewertet werden.“
BEZIRK FRANKFURT (Oder)
Sportfreundin
Ingeborg Hiemer
Am Vorbild Leistungen steigern
„Die erreichten Punktzahlen bei den Bezirksmeisterschaften 1974 zeigen erneut sehr deutlich, daß es uns noch nicht entscheidend gelungen ist, das Leistungsniveau im Oderbezirk zu verbessern. Außer dem Kollektiv von Oderberg und den Tantower Sportfreunden gibt es augenblicklich noch keinen sichtbaren Ansatz für eine positive Veränderung. Das bringt uns zu der Schlußfolgerung, neben der intensiven Arbeit im Bezirk mit den Kollektiven, die nächsten Wettkämpfe mit einem geeigneten Partnerbezirk zu veranstalten, der uns in seiner Leistung überlegen ist und somit den Kollektiven unseres Bezirkes deutlich macht, wo die Entwicklung langgehen muß. Wir hoffen und glauben mit diesem Vorbild positiv einwirken zu können, um recht bald den Anschluß zu erreichen.
Zur Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Titelkämpfe soll noch gesagt werden, daß die Organisatoren in Oderberg eine vorbildliche Arbeit geleistet haben. Hand in Hand haben die Verantwortlichen der Stadt mit dem BFA gewirkt und somit beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ablauf geschaffen. Dafür sollte ihnen an dieser Stelle nochmals gedankt werden.“
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kurz berichtet:
LEIPZIG — Das Mädchenkollektiv der BSG Stahl Freital führte auf der „agra“ in Markkleeberg einen Einsatz durch, der vom Fernsehen der DDR zu Filmaufnahmen genutzt wurde.
ADORF — Sportfreund Albert Adler, Dirigent der Musikschau der Spielleute des DTSB der DDR zu den X. Weltfestspielen und musikalischer Leiter des „Zentralen Blasorchesters des DTSB der DDR“, wurde in Anerkennung und Würdigung seiner bisherigen Leistungen von der Zentralen Spielleutekommission beim Präsidium des DTSB der DDR mit der „EHRENURKUNDE DER SPIELLEUTEBEWEGUNG DES DTSB DER DDR“ ausgezeichnet.
BERLIN — Bei den Bezirksmeisterschaften 1974 erreichte die Schalmeienkapelle der SG Dynamo Hohenschönhausen 46.25 Punkte. Wir bitten das Ergebnis nachzutragen.
BERLIN — Bei der Veröffentlichung des Programms für die Ausbildung der Kampfrichter in „der tambour“ — Ausgabe Juni 1974 muß es unter 6. Lehrprogramm bei 6.1. Theorie und nicht Praxis heißen. Den Fehler bitten wir zu entschuldigen.
Dank den Organisatoren und Helfern
Die Meisterschaften des Bezirkes Potsdam fanden diesmal in Brandenburg statt. Unter Beteiligung von 22 Kollektiven wurde die Veranstaltung an einem Tag abgewickelt und es bleibt uns als aktive Teilnehmer die angenehme Aufgabe, den umsichtigen Organisatoren und ihren zahlreichen Helfern recht herzlich für die vorbildliche Betreuung Dank und Anerkennung auszusprechen.
Ihre Arbeit, die Leistungen der Kollektive und die Tätigkeit des Kampfgerichts trugen zum Gelingen der Meisterschaft bei. Hans-Jürgen Magnus
Neues Handbuch im Druck
Dem Wunsch und der berechtigten Forderung vieler Funktionäre und Kollektive entsprechend, hat die Zentrale Spielleutekommission ein neues Handbuch erarbeitet und in Druck gegeben.
Wie schon das vorliegende Nachschlagwerk, wird das künftige Material alle wichtigen Verordnungen und Beschlüsse zum Inhalt haben, die jeder Funktionär und jedes Kollektiv unbedingt wissen müssen.
So wird u. a. zu finden sein:
- Die Wettkampfordnung der Spielleute
- Die Übungsleiterausbildungs- und -prüfungsordnung
- Die Kampfrichterausbildungs- und -prüfungsordnung
- Die Geschäftsordnung der Spielleutebewegung im DTSB der DDR
- Der Perspektivplan bis 1978
- Die Rechtsordnung der Zentralen Spielleutekommission
- Das Statut des DTSB der DDR
- Hinweise zur Finanzordnung des DTSB der DDR und der Spielleutebewegung
- Wichtige Anschriften und Informationen.
Das Buch kann gegen einen Zirkapreis von 10 Mark nach dem 30. September 1974 beim Zentralversand des DTSB der DDR, 7026 Leipzig, Gustav-Esche-Straße 32, bestellt werden und wird danach sofort bei Eingang ausgeliefert.
Bezirksspartakiade für Spielmannszüge
Der Bezirk Suhl, exakter BFA Spielleute, veranstaltete als erster eine Bezirksspartakiade der Nachwuchsspielmannszüge des DTSB der DDR. Gratulation für diese Initiative und weiterhin viel Erfolg auf diesem sicher erfolgreichen Weg.
Wenn auch die Beteiligung nicht den Erwartungen der Organisatoren entsprach, wie der BFA-Vorsitzende, Sportfreund Heß, mitteilt, so standen sich immerhin vier Kollektive gegenüber, unter denen sich mit der BSG Traktor Gehren ein Neuling befand.
Ergebnis:
| 1. | BSG Chemie Geraberg | 48.35 Pkt. |
| 2. | TSG Mäbendorf | 41.90 Pkt. |
| 3. | BSG Traktor Dillstädt | 31.70 Pkt. |
| 4. | BSG Traktor Gehren | 23.90 Pkt. |
Katalog für Sportfunktionäre
Das DTSB-Materiallager Leipzig hat Ende 1973 einen „Katalog für Sportfunktionäre“ herausgegeben, der eine umfangreiche Aufstellung von Materialien enthält, die zur täglichen Arbeit benötigt werden. Wir waren bemüht, allen Kollektiven der Spielleute einen solchen Katalog zu übersenden, um ihre Tätigkeit zu unterstützen. Leider wird von diesem Heft nur sehr wenig Gebrauch gemacht, denn die Anfragen nach vielerlei Dingen bestätigen das.
Wir möchten deshalb nochmals auf diesen Katalog verweisen, der noch in zahlreichen Exemplaren bei uns erhältlich ist.
Urkunden in verschiedenster Ausführung, Karteien für Übungsleiter- oder Kampfrichterstatistiken, Einladungen für Versammlungen, Mitgliedsbücher, Aufnahmeanträge, neutrale Eintrittskarten u. v. a. m. ist mit Preis und Bestellnummer diesem Katalog zu entnehmen.
Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission im DTSB, Berlin, Chefredakteur: Bernd Schenke — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB typodruck Döbeln III-8-4
